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Wann werden Maschinen zu Lebewesen?

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  • #16
    Zitat von LuckyGuy Beitrag anzeigen
    @ Bynaus:

    Wäre nicht dann ein Computerprogramm, dass den Aufbau und die Abläufe innerhalb einer Zelle simuliert, nicht auch schon Leben?
    Jo, das wäre dann virtuelles Leben.

    Einen recht interessanten Artikel zu diesen Thema gibt es Hier.
    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
    Dr. Sheldon Lee Cooper

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    • #17
      @ Enas Yorl:

      In diesem Falle treffen wir uns dann ganz sicher bei keiner Definition.

      Meine 2,1 GHZ-512-MB-Schüssel lebt garantiert nicht, auch nicht mit einer Zellablaufsimulationssoftware, wenn sie denn jemand schriebe.

      Und löschte ich meine Festplatte, dann brächte ich auch kein Lebewesen damit um.

      Davon kann mich niemals jemand überzugen, die Kiste links neben mir lebt nicht.
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      • #18
        Bynaus
        Kommt darauf an, was du mit "selbstständig" meinst. Sind denn Tiere selbstständig? Ja, würde man sagen: wenn die Umgebung, an die sie angepasst sind, stimmt. Das gleiche gilt für eine "lebende" Maschine. Sie hat halt eben besondere Ansprüche an ihre Umgebung: ob sie auf der Erdoberfläche selbstständig überleben kann, spielt deshalb nur eine untergeordnete Rolle.
        Ich meinte mit selbständig eigentlich nur, dass sie ohne weitere (menschliche) Hilfe in ihrer Umgebung existieren können. Aber das ist ja eine Grundvorraussetzung. Ob die Umgebung jetzt die Erde oder der Mars ist, ist ja erstmal egal, da es nur um Leben an sich geht.

        Bynaus
        Lebewesen sind so kompliziert gebaut, weil sie Zufallsprodukte sind, die durch Selektion auf Überlebensfähigkeit (bzw. Fortpflanzungsfähigkeit) optimiert wurden. Wenn ein komplexes Merkmal die Fortpflanzungsfähigkeit nicht verringert, wird es fortbestehen.
        Ja und Nein. Ja, unser "Quellcode" ist so kompliziert geworden, weil er vereinfacht gesagt durch "trial and error" entstand. Allerdings wurde im Laufe der Evolution das Kozept der Fortpflanzungsfähigkeit zugunsten höher organisierter Organismen und damit ihrer Überlebensfähigkeit eingeschränkt. Als Beispiel kann man die Säugetiere nehmen. Diese können nicht soviele Nachkommen zeugen, dafür muss dieser länger "in Lehre" gehen, um später in der Umwelt überstehen zu können. Ganz anders z.B. pflanzliches Leben, bei dem das Überleben fast ausschließlich durch massenhafte Reproduktion gesichert wird.

        Das biologische Leben ist auch besonders erfolgreich geworden mit der "Einführung" von sexueller Befruchtung, da so erfolgreiche Organismen ihre Information tendenziell öfter verbreiten können als andere. Auch das ist ein Konzept, welches bei Maschinen durchaus lohnenswert wäre.

        Oh man, da komm ich jetzt aber vom Thema ab...
        Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
        Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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        • #19
          Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
          3of5 hat recht: die Frage ist lediglich eine Frage der Definition. Die Frage ist halt, welche Definition für welchen Zweck am ehesten geeignet ist. Wenn es darum geht, ob eine KI menschliche Rechte hat, mag die Frage der "Gefühle" eine Rolle spielen. Wenn es darum geht, ob selbstreplizierende Nanobots als Biohazard eingestuft werden sollen oder nicht, spielt die Frage der "Gefühle" keine Rolle.
          Es ging erstmal nur um Leben im biologischen Sinne. Und da fängt man mit den einfachsten Lebensformen an.

          Sicherlich ist es Definitionssache. Aber es ist eine wissenschaftliche Einigung denke ich. Genauso wie in vielen anderen Bereichen auch.

          Man könnte ja auch einfach Chemie und Biologie zusammenfassen. Oder Physik und Chemie. Ist auch "nur" Definitionssache. Genauso willkürlich.

          Es gibt zwar den Überbegriff "Exakte Naturwissenschaften", aber darum geht es gar nicht mal.

          Ich denke das es jedenfalls eine deutlichere Definition ist als z.B. mit dem Bewußtsein.

          Ich würde persönlich die Sache "phänomenologisch" angehen: Was wie Leben aussieht bzw. sich wie Leben verhält, ist Leben.
          Eine Maschine, die einen Quellcode besitzt, Umgebungsmaterie aufnimmt und diese in eine Kopie ihrer selbst umwandelt, wiederum mit demselben Quellcode (und einigen zufälligen Änderungen?) und denselben Fähigkeiten, wäre für mich auf jeden Fall ein Lebewesen. Von solchen Maschinen sind wir gar nicht mehr so weit entfernt...
          Also Quellcode analog zur DNA?

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          • #20
            Zitat von Skymarshall
            Also Quellcode analog zur DNA?
            Genau so meinte ers, kurz gefast, wenn ich ihn richtig verstanden habe...

            In Übrigen: In der eigentlich disskusion ging es ja auch mehr darum ob man ein Lebewesen quasie nachbauen kann und ob wir uns ein Urteil über Leben in all erlauben können.
            "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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            • #21
              Das Urteil hängt ja von unsere Definition ab.

              Ich denke wenn wir uns auf die biologische Definition beziehen, dann ist das ok.

              Natürlich fließen auch ethische Urteile irgendwann mit ein.

              Kommentar


              • #22
                Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
                Das Urteil hängt ja von unsere Definition ab.

                Ich denke wenn wir uns auf die biologische Definition beziehen, dann ist das ok.

                Natürlich fließen auch ethische Urteile irgendwann mit ein.
                Und wie wäre diese biologische Definition für Leben?
                This post is protected by : Azatoth, demon sultan and master of illusion. ZOCKTAN!, Hiob 30, 16-17, Streichelt mein Ego,
                "I was a victim of a series of accidents, as are we all."
                Yossarian Lives!

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                • #23
                  Ich denke, das es möglich ist, das Machinen Lebewesen werden, denn es ist wirklich eine Frage der Definition. Nanobots/Roboter, die Material zur Herstellung von Kopien von sich selbst verwenden wären ja so etwas ähnliches wie Bakterien, aber hier versagt die Definition wieder, denn estimmte Merkmale treffen wieder nicht zu.
                  Open your mind for something new!

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                  • #24
                    Zitat von Zocktan Beitrag anzeigen
                    Und wie wäre diese biologische Definition für Leben?
                    Ok, ist nicht rein biologisch...

                    Lebewesen sind physikalisch strukturierte materielle Systeme aus vorwiegend organisch-chemischen Substanzen, die durch einen Satz von Merkmalen beschreibbar sind, die als notwendige Kriterien für Leben erachtet werden. Diese Merkmale ergeben sich aus den Funktionen, die vorhanden sein müssen, damit diese Systeme das ihnen unterstellte Überlebensproblem zeitweise lösen können.[1]

                    Die Lebewesen prägen entscheidend das Bild der Erde und die Zusammensetzung ihrer Atmosphäre. Die Masse aller Lebewesen zusammengenommen wird auf 1850 Milliarden Tonnen geschätzt. Davon sind über 99% pflanzlicher Natur [2]. Neuere Schätzungen vermuten jedoch, dass 30% der gesamten Biomasse der Erde in Form unterirdisch lebender Mikroorganismen existieren[3].

                    Rezente Lebewesen stammen immer von anderen Lebewesen ab (Evolution). Über ihre Entstehung aus nicht lebenden Vorformen wird intensiv geforscht.

                    Die Biologie befasst sich wissenschaftlich mit allen bekannten Lebewesen, ihren Abwandlungen und Vorläufern sowie mit Grenzformen des Lebens (z. B. Viren).
                    Verwandte Begriffe: Lebensform, Kreatur, Organismen.
                    Quelle:Lebewesen - Wikipedia

                    Wurde auch schon mal Anfangs zitiert.

                    Jedenfalls befasst sich die Biologie mit diesen Definitionen. Eine absolut-wahre gibt es wohl nicht. Weil es eben Grenzformen usw gibt.

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                    • #25
                      Zitat von Amöbius Beitrag anzeigen
                      Allerdings wurde im Laufe der Evolution das Kozept der Fortpflanzungsfähigkeit zugunsten höher organisierter Organismen und damit ihrer Überlebensfähigkeit eingeschränkt. Als Beispiel kann man die Säugetiere nehmen.
                      Nein, du ziehst da aus unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien (K- und R-Strategen, wenn ich mich recht entsinne), die falschen Schlüsse. Beides sind (Masse statt Klasse oder Klasse statt Masse) sind einfach unterschiedliche Ansätze, die per Zufall in der Evolution entstanden sind, um die Weitergabe der Gene zu "maximieren". Es geht immer nur um den Fortpflanzungserfolg. Was nach der Fortpflanzung geschieht ist völlig nebensächlich... wenn Elefanten jetzt viel Energie in ein Kalb investieren oder Mäuse relativ wenig Energie in viele Jungen, dann kommt da prinzipiell unterm Strich das Gleiche raus.
                      Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                      Makes perfect sense.

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                      • #26
                        @ Harmakhis
                        War auch nur gedacht analog zu "Maschinen das Leben beibringen"
                        Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
                        Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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                        • #27
                          Ich denke Maschienen werden dann zu Lebewesen sobald sie komplex genug sind und sobald sie in der Lage sind sich selbst zu verändern.

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                          • #28
                            Je leistungsfähiger Roboter (Maschinen) werden und je mehr sie sich selbständig auf neue Situationen einstellen können, desto mehr kann man sie als (künstliche) Lebewesen bezeichnen. Wesensmerkmale des uns bisher gewohnten biologischen Lebens fallen dann eben weg (z.B. Vermehrung, Tod) oder sie treten in anderer Form auf (z.B. statt Nahrungsaufnahme erfolgt Energieversorgung durch elektr.Strom oder andere Energieträger).
                            Weblink: Benutzer:S.ludwig/Leben - Wikipedia

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                            • #29
                              Sich selbständig auf neue Situationen einstellen zu können, ist kein Kriterium für Leben (Pilze, Amöben).
                              ---Werbung--- Hier könnte Ihre Signatur stehen! Nur 20 Euro im Monat.

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                              • #30
                                Beim Lesen mußte ich an diesen Film "Der 200 Jahre Mann" denken. Auch wenn der Film sicher nicht alle begeistert, behandelt er doch das Thema dieses Threads.

                                Der 200 Jahre Mann ist ein Zukunfts-Drama aus dem Jahr 1999, basierend auf der Kurzgeschichte Der Zweihundertjährige von Isaac Asimov. Der Film wurde in Deutschland am 9. März 2000 veröffentlicht.

                                In einer nicht allzu fernen Zukunft wird jede Familie ihren eigenen Androiden zum Verrichten von Hausarbeiten besitzen. So auch die Familie Martin, deren jüngste Tochter die Idee für den Namen Andrew liefert. Nach Präsentation der Robotergesetze beginnt der Android mit seinen Aufgaben.
                                Im Laufe des Films entwickelt Andrew künstlerische Fähigkeiten und nimmt menschliche Züge an. Diese Entwicklung wird von vielen Menschen als lächerlich abgetan. Auf der Suche nach Androiden mit ähnlichen Fähigkeiten trifft er den Roboterspezialisten Rupert Burns. Dieser hilft ihm unter anderem, ein menschliches Erscheinungsbild zu erschaffen.
                                Andrews großes Ziel ist es, offiziell als Mensch anerkannt zu werden. Er beginnt Fehler zu machen und stirbt anschließend an dem Abend, wo er als Mensch anerkannt wird.

                                Die Lichter am Fluss tanzen um ein Feuer.
                                Stille, es ist Frieden geworden, in mir und mit euch allen. by Laeg
                                Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut. Jesaja 26,3
                                LaegmacMorcze jetzt auch bei Twitter

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