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Umgang mit archäologischen Stätten

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    Bauarbeiter haben in Belize einen über 2.000 Jahre alten Maya-Tempel zerstört:

    Bauarbeiter zerstörten Maya-Tempel in Belize > Kleine Zeitung

    Es werden nun rechtliche Schritte gegen das Unternehmen sowie den Auftraggeber eingeleitet.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

  • #2
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Bauarbeiter haben in Belize einen über 2.000 Jahre alten Maya-Tempel zerstört:
    unfassbar...echt traurig !
    da steht das Ding 2000 Jahre und dann kommen so ein paar Dödel
    http://www.titanic-magazin.de/news/e...der-witz-7003/

    https://www.campact.de/ttip/

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    • #3
      Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
      unfassbar...echt traurig !
      da steht das Ding 2000 Jahre und dann kommen so ein paar Dödel
      Soweit ich das gelesen habe, kann von "stehen" nicht mehr unbedingt die Rede sein. Es handelte sich offenbar nur noch um einen bewachsenen Hügel. Beschimpft mich, aber in diesem Fall empfinde ich den Verlust als nicht mehr allzu groß.

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      • #4
        Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
        Soweit ich das gelesen habe, kann von "stehen" nicht mehr unbedingt die Rede sein. Es handelte sich offenbar nur noch um einen bewachsenen Hügel. Beschimpft mich, aber in diesem Fall empfinde ich den Verlust als nicht mehr allzu groß.

        spontan denke ich an den Limes...das sind grösstenteils auch nur noch bewachsene Hügel...
        Europa würde anders aussehen wenn hier mit dem kulturellen Erbe so umgegangen worden wäre
        (ists ja leider trotzdem oft genug)



        - - - Aktualisiert - - -

        Angelina Jolie hat sich Brüste amputieren lassen

        http://www.spiegel.de/panorama/leute...-a-899630.html



        ok...die Gründe kann man schon nachvollziehen...und ich bin echt kein Groupie von ihr...aber trotzdem finde ich das jetzt öhm...schade und traurig
        http://www.titanic-magazin.de/news/e...der-witz-7003/

        https://www.campact.de/ttip/

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        • #5
          Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
          Soweit ich das gelesen habe, kann von "stehen" nicht mehr unbedingt die Rede sein. Es handelte sich offenbar nur noch um einen bewachsenen Hügel. Beschimpft mich, aber in diesem Fall empfinde ich den Verlust als nicht mehr allzu groß.
          Es ist aber auf jedenfall eine historische Kostbarkeit gewesen. Es ist ein Jammer, wenn derartiges der Ignoranz und Dummheit einiger Weniger zum Opfer fällt.

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          • #6
            Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
            Soweit ich das gelesen habe, kann von "stehen" nicht mehr unbedingt die Rede sein. Es handelte sich offenbar nur noch um einen bewachsenen Hügel. Beschimpft mich, aber in diesem Fall empfinde ich den Verlust als nicht mehr allzu groß.
            Na dann ist es doch okay, dass die Dödel das Ding kaputt machen, gelle? Dann kann man alle historischen Ruinen ja auch gleich abreißen. Ist ja auch nicht so tragisch. Will jemand bei der Gedächtniskirche in Berlin anfangen?

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            • #7
              Ich bin erschüttert, dass so eine historische Kostbarkeit einfach mir nichts dir nichts abgerissen wird. Tragisch, dass diese Hügel nun nicht mehr erforscht und für die Nachwelt erhalten werden können. Hoffe, der oder die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.

              Und zu der Sache in Belize: Auch traurig. Kann mir gar nicht vorstellen, dass da niemand rechtzeitig was bemerkt hat. Bei der Geschichte handelt es sich in Belize aber anscheinend auch um kein Novum: http://en.wikipedia.org/wiki/San_Estevan_(Maya_site)
              "Mai visto un compagno uscire dal campo senza aver dato tutto e anche di più. Siamo la squadra più straniera d’Italia, dicono. Faccio però fatica a trovare in giro per il mondo un gruppo più attaccato alla maglia del nostro." - Javier Zanetti
              ¡Pueblo no bueno! ¡Pueblo es muy mal!

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              • #8
                Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
                Soweit ich das gelesen habe, kann von "stehen" nicht mehr unbedingt die Rede sein. Es handelte sich offenbar nur noch um einen bewachsenen Hügel. Beschimpft mich, aber in diesem Fall empfinde ich den Verlust als nicht mehr allzu groß.
                Aus diesen Worten spricht der Experte.

                Was glaubt Du eigentlich, was von jeder Siedlung nach ein paar Jahrhunderten übrig bleibt? In feuchten Klimaten geht das schneller als in trockenen Regionen, aber am Ende wird alles bedeckt sein. Die Pyramiden z.B. sind nur deswegen oberirdisch erhalten geblieben, weil es in der Wüste so trocken ist und die Bauwerke so riesig sind.

                Schau Dir mal Fotos von Babylon an, bevor die Deutschen einen Teil davon freigelegt haben. Die Stadt liegt unter ihren eigenen Trümmern begraben. Und gerade deswegen waren die darunter verborgenen Objekte noch gut erhalten.

                Übrigens waren alle heute freigelegten Maya-Ruinen im 19. Jahrhundert nur vom Urwald bewachsene Hügel. Dennoch konnte man sie freilegen und aus ihnen unheimlich viele Informationen über die Maya gewinnen.
                Zuletzt geändert von xanrof; 14.05.2013, 19:19. Grund: (Teilbeitrag verschoben)
                "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                • #9
                  Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
                  Na dann ist es doch okay, dass die Dödel das Ding kaputt machen, gelle? Dann kann man alle historischen Ruinen ja auch gleich abreißen. Ist ja auch nicht so tragisch. Will jemand bei der Gedächtniskirche in Berlin anfangen?
                  Ich bin der Meinung, dass es zumindest eine Grenze geben sollte, ab der etwas noch schützenswert ist. Wenn jeder alte Erdhaufen geschützt wird, dann hat bleibt irgendwann nicht nur kein Platz für die Menschen, sondern auch für die Tiere und Pflanzen und so etwas sollte auf jeden Fall Vorrang genießen.

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                  • #10
                    Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
                    Na dann ist es doch okay, dass die Dödel das Ding kaputt machen, gelle? Dann kann man alle historischen Ruinen ja auch gleich abreißen. Ist ja auch nicht so tragisch. Will jemand bei der Gedächtniskirche in Berlin anfangen?
                    Ich finde so lange Menschen Not leiden sollte man kein Geld in den Erhalt unwirtschaftlicher alter Bauten stecken. Der Kölner Dom so schön er auch ist kostet jährlich 10.000.000 Euro. Abreißen und eine neue moderne Kirche sparen ist sinnvoller. Langfristig spart das Geld und das kann man dann Bedürftigen geben.
                    Das ist aber nur meine Meinung mir ist ein Menschenleben wichtiger als jeder Dom.

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                    • #11
                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Ich finde so lange Menschen Not leiden sollte man kein Geld in den Erhalt unwirtschaftlicher alter Bauten stecken. Der Kölner Dom so schön er auch ist kostet jährlich 10.000.000 Euro. Abreißen und eine neue moderne Kirche sparen ist sinnvoller. Langfristig spart das Geld und das kann man dann Bedürftigen geben.
                      Das ist aber nur meine Meinung mir ist ein Menschenleben wichtiger als jeder Dom.
                      ich denke der Kölner Dom bringt der Stadt deutlich höhere Einnahmen als diese 10 (?) Millionen. Zudem ist er für die Kölner einfach emotional sehr wichtig....nicht nur für die Kölner.
                      Abreissen und modern bauen...das ist 70ger Jahre Denken...die modernhässlichen Bauten verschandeln nun viele Innenstädte.

                      Ich komme aus Nürnberg...dort ist man bezüglich dem Abriss alter Bauten besonders empfindlich.

                      Gegen etwas zu argumentieren mit der Absicht dann freiwerdende Gelder den Armen zukommen zu lassen ist ein ganz typischer Kniff zur Rechtvertigung der eigenen Position. Damit wird jeder Plan edel und gerecht.

                      Ich denke bei dieser Dom Aussage von Tibo als Bayer an die Märchenschlösser von Ludwig II. Damals war das brutal verbrecherisch. Eine riesen Verschwendung auf kosten der Untertanen die zu einem großen Teil unter heute fast unvorstellbaren Umständen leben mussten.
                      Heute aber stehen die Dinger nun mal....und die Schlösser bringen Bayern eine Menge Geld ein..zum einen deutlich messbar an den Eintrittsgeldern und dem wirtschaftlichen Plus im Einzelhandel der umgebenden Orte..zum anderen schwer messbar durch das Image Plus für ganz Bayern (und Deutschland). So ärgerlich diese Verschwendungssucht von damals eigentlich ist...unterm Schnitt steht da mittlerweile ein fettes Plus
                      Zuletzt geändert von monochrom; 21.05.2013, 15:32.
                      http://www.titanic-magazin.de/news/e...der-witz-7003/

                      https://www.campact.de/ttip/

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                      • #12
                        Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
                        Ich bin der Meinung, dass es zumindest eine Grenze geben sollte, ab der etwas noch schützenswert ist. Wenn jeder alte Erdhaufen geschützt wird, dann hat bleibt irgendwann nicht nur kein Platz für die Menschen, sondern auch für die Tiere und Pflanzen und so etwas sollte auf jeden Fall Vorrang genießen.
                        Du hast Dich nie ernsthaft mit Archäologie befasst, nicht wahr?

                        Was glaubt Du eigentlich, was von jeder Siedlung nach ein paar Jahrhunderten übrig bleibt? In feuchten Klimaten geht das schneller als in trockenen Regionen, aber am Ende wird alles bedeckt sein. Die Pyramiden z.B. sind nur deswegen oberirdisch erhalten geblieben, weil es in der Wüste so trocken ist und die Bauwerke so riesig sind.

                        Schau Dir mal Fotos von Babylon an, bevor die Deutschen einen Teil davon freigelegt haben. Die Stadt liegt unter ihren eigenen Trümmern begraben. Und gerade deswegen waren die darunter verborgenen Objekte noch gut erhalten.

                        Übrigens waren alle heute freigelegten Maya-Ruinen im 19. Jahrhundert nur vom Urwald bewachsene Hügel. Dennoch konnte man sie freilegen und aus ihnen unheimlich viele Informationen über die Maya gewinnen.

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                        Ich finde so lange Menschen Not leiden sollte man kein Geld in den Erhalt unwirtschaftlicher alter Bauten stecken. Der Kölner Dom so schön er auch ist kostet jährlich 10.000.000 Euro. Abreißen und eine neue moderne Kirche sparen ist sinnvoller. Langfristig spart das Geld und das kann man dann Bedürftigen geben.
                        Das ist aber nur meine Meinung mir ist ein Menschenleben wichtiger als jeder Dom.
                        Der Weg in eine geschichtslose Gesellschaft ist ein eigenes Thema, aber der Abriss alter Bauwerke und damit die Zerstörung der sichtbaren Überlieferung ist ein erster Schritt in diese Richtung. Aber warum sollten wir uns auf den nur regional bedeutsamen Kölner Dom beschränken? Mit dem Abriss des Felsendoms ließe sich doch viel mehr Geld einsparen und das auch noch in einer Krisenregion. Das freigesetzte Geld wäre somit direkt vor Ort verfügbar.

                        Den Abriss der Pyramiden hat man im Mittelalter schon mal versucht, es aber aufgrund der schieren Größe der Bauwerke nicht geschafft. Mit der Kraft moderner Baumaschinen und Sprengstoffe hätte man sicher mehr Erfolg.

                        Natürlich kann man sich dafür entscheiden, überhaupt nichts über die eigene Vergangenheit wissen zu wollen, aber das ist bei uns zum Glück nicht mehrheitsfähig.

                        Eine solche Gesellschaft findest Du in Teilen Südamerikas. Ist die Not der Menschen dort aber geringer, weil sie verglichen mit uns so viel Geld für die Erhaltung alter Bauwerke einsparen? Nein.

                        Übrigens ist die Not der Menschen in der Welt ein gerne verwendetes Totschlagsargument für alle Aktivitäten.



                        Mal abgesehen davon sind wir nur die Kuratoren der Erde. Es wird auch noch weitere Generationen von Menschen geben und auch die sollten die Möglichkeit haben alte Kulturdenkmäler zu nutzen, sich daran zu erfreuen oder sie als Fenster in vergangene Zeitalter zu verwenden. Schon vieles wurde zerstört, weil Menschen in der Vergangenheit der Meinung waren, es sei schädlich, nutzlos oder heidnisch und heute fehlen uns diese Kulturschätze.
                        Zuletzt geändert von Liopleurodon; 21.05.2013, 11:25.
                        "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                        • #13
                          Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
                          Du hast Dich nie ernsthaft mit Archäologie befasst, nicht wahr?

                          Was glaubt Du eigentlich, was von jeder Siedlung nach ein paar Jahrhunderten übrig bleibt? In feuchten Klimaten geht das schneller als in trockenen Regionen, aber am Ende wird alles bedeckt sein. Die Pyramiden z.B. sind nur deswegen oberirdisch erhalten geblieben, weil es in der Wüste so trocken ist und die Bauwerke so riesig sind.

                          Schau Dir mal Fotos von Babylon an, bevor die Deutschen einen Teil davon freigelegt haben. Die Stadt liegt unter ihren eigenen Trümmern begraben. Und gerade deswegen waren die darunter verborgenen Objekte noch gut erhalten.

                          Übrigens waren alle heute freigelegten Maya-Ruinen im 19. Jahrhundert nur vom Urwald bewachsene Hügel. Dennoch konnte man sie freilegen und aus ihnen unheimlich viele Informationen über die Maya gewinnen.
                          Ich rede jetzt nicht von Kulturgütern, die man auch wirklich noch rekonstruieren kann. Wenn ein Gebäude (nicht mehr rekonstruierbar) zerfallen ist, dann hat das nichts mehr mit Denkmalschutz zu tun und man sollte auch kein Geld mehr reinstecken.

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                          • #14
                            Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
                            Ich rede jetzt nicht von Kulturgütern, die man auch wirklich noch rekonstruieren kann. Wenn ein Gebäude (nicht mehr rekonstruierbar) zerfallen ist, dann hat das nichts mehr mit Denkmalschutz zu tun und man sollte auch kein Geld mehr reinstecken.
                            Fakt ist: Alle Maya-Ruinen sahen zunächst so aus wie der in Belize abgetragene Hügel. Was sich darunter verbirgt, hätte erst eine Grabung zutage gefördert.

                            Auch eine einst so große und wichtige Stadt wie Babylon ist heute nur noch eine Ansammlung von Hügeln in der Wüste. Dennoch ist den Archäologen dort erstaunliches gelungen. So wurde z.B. eines der großen Prunktore der Stadt - das Ishtar-Tor - aus zigtausenden von Scherben wieder zusammen gesetzt. Schwierig auf jeden Fall, aber dennoch machbar.

                            Natürlich könnte man die Hügel auch platt machen und ein Einkaufszentrum dort hinstellen. Aber ich glaube, Du unterschätzt die Möglichkeiten moderner Archäologie.

                            Mal als schnelle bildliche Untermalung: altmesopotamische Ruinenstädte sehen ohne Ausgrabungen heute ungefähr so aus:



                            Das ist jetzt nicht aus Babylon selbst, sondern aus einer Stadt in der Nähe:

                            http://www.waa.ox.ac.uk/XDB/tours/mesopotamia14.asp

                            Auch wenn die Hügel an sich niemanden beeindrucken, es zählt, was sich darunter befindet.

                            Hier noch zwei Bilder direkt aus Babylon:





                            Hier noch ein Mayabauwerk, das im Aussehen dem ähneln dürfte, um das es in dem Artikel ging:



                            Und was man daraus machen kann, wenn man es nur fachgerecht freilegt:



                            Und hier noch eine Seite mit Mayatempeln vor und nach der Ausgrabung:

                            http://www.chipconnection.com/belize/Day5.html

                            Der unangetastete Zustand heutiger Mayaruinen ist der überwachsene Hügel. Der Regenwald holt sich das Areal zurück und zwar innerhalb weniger Jahrzehnte. Würde man die freigelegten Ruinen nicht ständig pflegen, dann wären sie bis 2100 auch wieder dicht überwuchert. Das ist eine Folge des warmen und feuchten Klimas in der Region.
                            Zuletzt geändert von Liopleurodon; 22.05.2013, 10:02.
                            "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                            • #15
                              Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
                              Ich bin der Meinung, dass es zumindest eine Grenze geben sollte, ab der etwas noch schützenswert ist. Wenn jeder alte Erdhaufen geschützt wird, dann hat bleibt irgendwann nicht nur kein Platz für die Menschen, sondern auch für die Tiere und Pflanzen und so etwas sollte auf jeden Fall Vorrang genießen.
                              Vor diesem Problem stehen die Leute in Rom bei fast jedem Straßenbauprojekt. Aber da wird üblicherweise ein Archäologe hinzugezogen, der den Fund bewertet und die wichtigsten Sachen noch sichert.

                              Es ist nun mal so, dass unser Wissen über frühere Kulturen in aller Regel eng begrenzt ist. Neue Funde können da schon einiges bewirken und manche Lücken schließen, insbesondere bei einst wichtigen Gebäuden oder Siedlungen. Was bei dem Vorfall in Belize schade ist, ist dass die Ruine platt gemacht wurde, bevor überhaupt ein Archäologe einen Blick darauf werfen und den Fund bewerten konnte. Ob und wie bedeutsam das Gebäude war, werden wir jetzt nicht mehr erfahren können.

                              Natürlich können wir für uns selbst entscheiden, dass uns solche Sachen generell nicht interessieren und wie Tibo vorgeschlagen hat, lieber neue Gebäude an denselben Stellen bauen. Allerdings werden uns kommende Generationen für diese Haltung wohl ebenso verfluchen wie wir den vom Bischof aufgehetzten Mob in Alexandria verfluchen, der Ende des 4. Jahrhunderts in religiösem Wahn die Große Bibliothek abgefackelt hat.

                              Oder um bei den etwas unscheinbareren und weniger offensichtlichen Funden zu bleiben: wir hatten Glück, dass der Hotelboom in Griechenland erst einige Jahrzehnte später einsetzte, nachdem mit Arthur Evans ein Engländer mit zu viel Geld sich für einen Hügel mit verfallenen Mauerresten in der Nähe von Heraclion interessierte und mit Knossos den wohl beeindruckendsten Gebäudekomplex der Bronzezeit freilegte. Unser spärliches Wissen über die Minoer wäre noch lückenhafter, wenn man die Ruinen einfach überbaut hätte.
                              "En trollmand! Den har en trollmand!"

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