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Ausgestorbene Tierarten wiederbeleben

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  • Ausgestorbene Tierarten wiederbeleben

    Bisher ist es nicht gelungen, ausgestorbene Arten wiederzubeleben. Bei einigen Arten, bei denen heute noch nahe Verwandte leben hat man zwar Rückzüchtungen gemacht (beispielsweise dem Auerochsen), aber das ist nicht dasselbe.

    Jetzt will man versuchen, ausgestorbene Arten wieder zu erschaffen, in dem man die heute lebenden Nachfahren (z. B. Vögel im Falle von Dinosauriern) als Ausgangspunkt nimmt und die dort deaktivierten Gene wieder aktiviert.

    Paläontologie : Die neue Idee zur Wiederbelebung der Dinosaurier - Nachrichten Wissenschaft - DIE WELT

    Bis das funktioniert, muss noch viel experimentiert werden und ob es überhaupt funktioniert, davon bin ich auch nicht überzeugt. Erstmal muss man rauskriegen, welche Teile überhaupt zu der gewünschten Art gehören, die Gene können ja schon wesentlich länger deaktiviert sein, und dann ist auch noch nicht gesagt, dass die Mutationen in diesen Abschnitten inzwischen nicht lethal sind. Immerhin waren die Gene ja nicht mehr der Selektion ausgesetzt und das seit mehrere 10er Mio. Jahren.
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  • #2
    Auch dieser Ansatz würde aber im besten Fall zu Tieren führen, die den ausgestorbenen Spezies zwar in manchen Punkten ähneln, aber dennoch erkennbar verschieden sind. Aus einer anderen Reportage kenne ich das Beispiel von Hühnern, wo jemand dieselbe Strategie verfolgt. Das Endprodukt wären dann Hühner mit z.B. längeren Schwänzen, Zähnen und richtigen Armen, aber ansonsten immer noch: Hühner.

    Den Informationsverlust über geologische Zeiträume hinweg kann man auch damit nicht rückgängig machen. Einmal ausgestorben lässt sich eine Spezies nie wieder vollständig rekonstruieren.
    "En trollmand! Den har en trollmand!"

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    • #3
      Ich hab mal so einen Film gesehen. Da haben sie irgenwas von einen Dinosaurierknochen genommen (DNA?) und in ein Hühnerei getropft. Ein paar Tage später ist dann ein Dino geschlüpft. Aber ich glaube das ist eher schwachsinn.
      "Unmöglich" ist nur ein anderes Wort für "noch nicht passiert"

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      • #4
        Dass es um die "Wiedererschaffung ausgestorbener Tierarten" geht, ist wohl eine typische Presse-Übertreibung.

        Diese Idee ist doch schon älter, oder nicht? Das tauchte schon 1993 in Dokus zu "Jurassic Park" auf. Und dort ging es um kleinere Manipulationen, d.h. Zähne, die z.B. bei Hühnern etc. im Embryonalstadium zwischenzeitlich auch mal gebildet werden, vielleicht auch Klauen. Das ist schon ein bisschen her, dass ich das gesehen habe.

        Würde mich aber doch interessieren, ob das dieselbe Wissenschaftlerin da war. Die Doku war mit Horner und den üblichen Verdächtigen.

        edit: Die Doku heißt "History Channel Jurassic Park The True Story" von 2011
        Dort experimentiert ein Dr.Larsson mit Hühner-Embryos, da geht es um den langen Schwanz und die Zähne: http://www.youtube.com/watch?v=Nvw34o3ncB0
        Zuletzt geändert von endar; 06.01.2014, 14:30.
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        • #5
          Die Situation mag etwas anders sein bei Tieren, die in Alkohol eingelegt und gut behütet wurden (auf keinen Fall in Formaldehyd oder Formalin eingelegt, dies vernetzt auch die DNA). In solchen Fällen hätte man zumindest deutlich bessere Chancen, die originalen Gene noch zu ermitteln und zumindest in Teilen noch die Gencluster und Chromosomen aufschlüsseln zu können. Aber selbst bewaffnet mit diesen Informationen müsste man immer noch auf ein phlogenetisch ähnliches Tier als Träger der neuen/alten Erbinformationen zurückgreifen.

          Das Endprodukt wäre auch nach dieser Strategie nur ein ähnliches Wesen.

          Für den Beutelwolf z.B. existieren noch eingelegte Gewebeproben und Föten und ein solcher Ansatz wurde zumindest schon mal vorgeschlagen.
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          • #6
            Ich glaube es war Dr. Ian Malcom, der dazu anregte, nicht nur zu fragen, ob man etwas tun kann, sondern auch ob man es tun soll. Was will man außerhalb von Zoos mit Dinosauriern anfangen? Bei ausgestorben Arten der jüngeren Vergangenheit sind Wiederauferstehungen noch sinnloser. Hunde sind schon schlimm genug, ich brauche keinen Säbelzahntiger, der mich vom Nachbargrundstück aus anfällt!
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            • #7
              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
              Bei ausgestorben Arten der jüngeren Vergangenheit sind Wiederauferstehungen noch sinnloser.
              Warum sinnloser? Mit Tieren der Eiszeit oder solchen, die erst in den vergangenen Jahrzehnten ausgestorben sind hatten Menschen doch schon zu tun und sie wären in der heutigen Welt wenigstens lebensfähig. Beutelwölfe z.B. könnte man ohne weiteres im heutigen Australien auswildern. Die Tiere, von denen sie lebten, sind alle noch da.

              Und was die größeren Tiere angeht, Flächen gibt es mehr als genug und selbst die klimatischen Bedingungen wären immer noch passend:

              http://www.pleistocenepark.ru/en/

              Bei Dinosauriern sieht das schon etwas anders aus. Erschafft man sich einen Apatosaurus, so stellt sich schnell die Frage, wie man das Tier durchbringen soll wenn die Futterpflanzen von damals nicht mehr existieren oder deren heutige Formen schwerer genießbar sind.
              Zuletzt geändert von Liopleurodon; 06.01.2014, 15:16.
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              • #8
                Ich glaube nicht, dass es hier um die Auswilderung von Natur"plagiaten" geht. Es wird sich eher um ein, zwei Hühner mit langem Schwanz o.ä. handeln. Und die Idee von Frau Wollard ist wie gesagt auch nicht neu, nur weil der Springer Verlag eine Presseerklärung o.ä. dazu verfasst hat.

                Ob man das nun aus ethischen Gründen machen sollte, ich glaube, da gibt es noch ganz andere Felder der Misshandlung von Tieren, die nicht nur ein, zwei Exemplare betreffen.
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                • #9
                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Hunde sind schon schlimm genug, ich brauche keinen Säbelzahntiger, der mich vom Nachbargrundstück aus anfällt!
                  Obwohl du Hunde ja sehr despekterlich in dem Zusammenhang nennst, wünsche ich Dir nicht, dass Du je die Ansprüche eines Rettungshundes brauchst. Ich weiß nicht wie gut man Säbelzahntiger abrichten könnte (He-Man macht mich da optimistisch), aber Säbelzahntiger müssen doch nicht nutzlos sein. Ich glaube es war Dr. Sheldon Lee Cooper der sie sogar in seiner Lieblingsreittiereliste recht weit vorn einordnete. Ich persönlich hätte Gebrauch für nen Säbelzahntiger, der mir unliebsame Nachbarn vom Grundstück hält (ich hab ne Brücke übern Bach der halbe Ort kürzt über meinen Garten ab), weil meine Hunde das nicht leisten.

                  - - - Aktualisiert - - -

                  Zitat von endar Beitrag anzeigen
                  Ob man das nun aus ethischen Gründen machen sollte, ich glaube, da gibt es noch ganz andere Felder der Misshandlung von Tieren, die nicht nur ein, zwei Exemplare betreffen.
                  Viele Menschen führen die ethische Diskussion in einer anderen Richtung. Nämlich dahingehend, ob wir das Recht dazu hätten Gott zu spielen. Gerade religiöse Fanatiker könnten die "Wiederbelebung" ausgestorbener Tiere als Affront gegen Gott oder (wie Ian Malcolm ihn nennt ) die Natur sehen.

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                  • #10
                    Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
                    Auch dieser Ansatz würde aber im besten Fall zu Tieren führen, die den ausgestorbenen Spezies zwar in manchen Punkten ähneln, aber dennoch erkennbar verschieden sind. Aus einer anderen Reportage kenne ich das Beispiel von Hühnern, wo jemand dieselbe Strategie verfolgt. Das Endprodukt wären dann Hühner mit z.B. längeren Schwänzen, Zähnen und richtigen Armen, aber ansonsten immer noch: Hühner.

                    Den Informationsverlust über geologische Zeiträume hinweg kann man auch damit nicht rückgängig machen. Einmal ausgestorben lässt sich eine Spezies nie wieder vollständig rekonstruieren.
                    Natürlich könnte man die nicht mehr erzeugen. Mit Sicherheit wäre nicht eine einzige bekannte Art darunter, denn 99,9 % aller Dinosaurierarten lagen niemals auf dem direkten Weg zu unseren heutigen Vögeln. In sofern würden schonmal die ganzen Pflanzenfresser ausscheiden, weil die sich nicht in der Linie der Theropoden, also den zweibeinigen Fleischfressern befanden, aus dene die heutigen Vögel entstanden.
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                    • #11
                      Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
                      Bei Dinosauriern sieht das schon etwas anders aus. Erschafft man sich einen Apatosaurus, so stellt sich schnell die Frage, wie man das Tier durchbringen soll wenn die Futterpflanzen von damals nicht mehr existieren oder deren heutige Formen schwerer genießbar sind.
                      Dann sollte man sich darauf beschränken Carnivoren zu erschaffen, bis man eben auch die Futterpflanzen erschaffen kann.

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                      • #12
                        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                        Dann sollte man sich darauf beschränken Carnivoren zu erschaffen, bis man eben auch die Futterpflanzen erschaffen kann.
                        Das Problem wird sich auch nicht ergeben, wie ich im Posting vor dir ausgeführt habe
                        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                        • #13
                          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                          Das Problem wird sich auch nicht ergeben, wie ich im Posting vor dir ausgeführt habe
                          Hab's zu spät gelesen, demnach könnte man aus Vogel-DNA erstmal im besten Fall den gemeinsamen Vorfahren aller Ornithischia herauszüchten und hoffen, dass der sich in zig Millionen Jahren zum nem Triceratops entwickelt. Bei nem Apatosaurus müsste man noch weiter zurück dahin wo sich Vogel- und Echsenbeckendinos trennten.
                          Da sich die Evolution nicht wiederholen lässt und man nicht weiß, welche Gene man aktivieren muss um nen Apatosaurus zu bekommen sieht es da also düster aus.
                          Haben die Echsenbeckendinosaurier denn gar keine Nachfahren in der aktuellen Fauna?

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                          • #14
                            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                            Hab's zu spät gelesen, demnach könnte man aus Vogel-DNA erstmal im besten Fall den gemeinsamen Vorfahren aller Ornithischia herauszüchten und hoffen, dass der sich in zig Millionen Jahren zum nem Triceratops entwickelt. Bei nem Apatosaurus müsste man noch weiter zurück dahin wo sich Vogel- und Echsenbeckendinos trennten.
                            Da sich die Evolution nicht wiederholen lässt und man nicht weiß, welche Gene man aktivieren muss um nen Apatosaurus zu bekommen sieht es da also düster aus.
                            Haben die Echsenbeckendinosaurier denn gar keine Nachfahren in der aktuellen Fauna?
                            Öhm, die Namen sind irreführend.

                            Tatsächlich haben die Vogelbeckensaurier nichts mit den heutigen Vögeln zu tun. Der Fehler unterlief wegen der ursprünglichen oberflächlichen Betrachtung der Stellung der Beckenknochen. Die Vögel stammen von den Saurischia ab.

                            Man merkt den Unterschied, wenn man sich das Ilium ansieht, das sich bei den Saurischia und den Vögeln in die Höhe erstreckt und bei den Ornithischia in die Breite. Dass sich das Schambein bei den Vögeln verändert hat, ist eine Anpassung an das Fliegen und entstand erst später. Es handelt sich um eine reine Analogie.
                            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                            Klickt für Bananen!
                            Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                            • #15
                              Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                              Öhm, die Namen sind irreführend.
                              Hast du mir schon mal gesagt, ich verraff das aber jedesmal wieder. Aber hab ich wenigstens recht wenn man die Namen weglässt. Also um nen Apatosaurus zu bekommen muss ich eben zurück zum Vorfahren der Sauropoden und der Theropoden und dann hoffen dass sich die richtigen Gene bei dem Tier aktivieren lassen. Und das ist dann ziemlich unmöglich oder?
                              Dass ich ein Laie bin muss ich nach dem letzten Post ja nicht mehr erwähnen.

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