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Aufstand der Jungen!

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  • Aufstand der Jungen!

    Hi,

    gerne möchte ich Euch auf ein Programmhighlight von uns aufmerksam machen - nämlich auf unsere Doku-Fiction "2030 - Aufstand der Jungen".

    Was sind die Folgen des demografischen Wandels?

    Wird es das gewesen sein mit dem Sozialstaat?

    Und wie lebt es sich in einer Welt, in der Renten- und Krankenversicherungssysteme zusammengebrochen sind?

    Wir haben bereits jetzt den vollständigen Film in die Mediathek gestellt, den wir heute Abend (11.01.) ab 20.15 Uhr im ZDF zeigen werden:

    2030 - Aufstand der Jungen - Dokumentation - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

    Wie findet Ihr die Zukunft, die wir darin darstellen? Oder seid Ihr eher Optimisten?

    Wünsche Euch trotzdem eine schöne, undüstere Zukunft,


    Till, zdf.de

    PS: Hier findet Ihr weitere Informationen zur Sendung: 2030 - Aufstand der Jungen - ZDF.de

  • #2
    Die Technologien sind vielleicht etwas seltsam dargestellt. Doch im Prinzip ist das auch nicht wichtig, denn wer weiß schon, was in 20 Jahren sein wird?

    Eine interessante Doku ist es auf alle Fälle. Einige Dinge sind ja jetzt schon mehr als sichtbar. Siehe 1,50 Jobs. Ich steck momentan ebenfalls in so einem. Eigentlich wollt ich nen Weiterbildungskurs machen und zwar im IT Bereich. Doch 150 Euro im Monat für den Kurs sind "zu teuer" (die 4000 Euro/Monat für den "Fit for Job" kurs waren offensichtlich "billig" ). Sanktionen, die willkürlich verteilt werden; falsche Bescheide die nichtmal mehr korrigiert werden; Anwälte, denen das alles nen feuchten Dreck interessiert... etc.

    Ich glaub nicht, dass es bis 2030 dauern wird, bis es soweit ist wie in der Doku dargestellt. Vermutlich wird das alles schon weit früher passieren, wenn wir nicht aufpassen. Und nein, ich bin nicht pessimistisch. Realistisch gesehen ist es mehr als wahrscheinlich, dass wir diese Zustände irgendwann wirklich bekommen. Schon klar, kein Reich/Nation/Partei/was-auch-immer hatte für immer Bestand. Allerdings sollten wir nicht tatenlos daneben stehen und zusehen, wie Gesellschaft und Staat jämmerlich verreckt.

    So, mein Senf.

    Übrigens: Deutsche Krankenwagen haben ein Martinshorn, keine Sirene. Tatü-tata und nicht äääööuuuuuuiiiiuuuöööäää. Das ist grausam.

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    • #3
      Sicherlich besser als Volksmusik, Guido Knopp, Traumschiff oder was das ZDF sonst immer auf dem Sendeplatz für Schandtaten bringt.

      Zu nörgeln habe ich trotzdem, weil ich die Produktion nicht als Doku betrachte, sondern als stinknormalen SciFi-Film, als welcher er mehrere Probleme hat. (Ich nehme zur Kenntnis, dass das ZDF selbst seine Produktion als Doku-Fiktion betrachtet, aber wenn etwas wie eine Ente aussieht und quakt, behandle ich es auch als eine Ente.)

      Zu diesen Problemen gehört nicht die dargestellte Technik. Dass man sich nicht wie in Hollywood-Filmen irgendwelche millonenteuren Autoprototypen ausleihen kann, ist ja klar und mit der vorhergesagten Bildtelefonie begibt man sich sogar in eine viele Jahrzehnte alte SciFi-Tradition (der nicht eintretenden Klischees). Zum Problem wird aber die scheinbare Stärke des Films- die detaillierte Darstellung der Welt, dessen Darstellung der Story die Luft zum Atmen nimmt.

      Story: Die Story ist ziemlich nebensächlich und steht völlig hinter der Kulisse (sprich den dystopischen Zuständen dieser Zukunft) zurück. Nur so, so scheint es, ließen sich die vorgegebenen 90 Minuten-Laufzeit vollkriegen, indem feinsäuberlich jeder Punkt eingehend abgehandelt wurde, der in den berüchtigen Politik-Talkshows des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens vermehrt diskutiert wird: Jugend-Prekariat- check, Zweiklassenmedizin- check, Schere zwischen arm und reich- check, der gläsernde Bürger- check, Bildungsarmut- check, Vergreisung der Gesellschaft- check.

      Packend war die aufgeblähte Story ebenfalls nicht. Während sich in mir während dem "Aufstand der Alten" durchaus noch Interesse geregt hat, was denn nun hinter diesem ominösen "M-Faktor" steht, der eine Regierung zu Mord und schließlich Rücktritt getrieben hat, interessierte mich das Verbleiben von Tim sowieso wenig. Dass er in einer ZDF-Doku mitgewirkt hat (schön, dass die Leute von ihren 2,5 Euro-Jobs immer noch Gebüren zu zahlen scheinen), macht ihn als Charakter nicht wirlich interessant.

      Konsistenz: Es wird praktisch in jedem zweiten Satz gesagt, dass der Staat pleite ist und weder für Altersvorsorge, noch für Medizin, Bildung oder Pflege seiner Bürger aufkommen kann. Auf der anderen Seite hat man aber anscheinend genug Geld für einen riesigen Überwachungs- und Sicherheitsapparat; die Staatsanwaltschaft hofiert gar in einem futuristischen Glaspalast. Wenn man einen privatisierten Staat zeigen möchte, kann man da konsequenter sein. Mir fällt in dem Zusammenhang etwa Max Barrys Roman "Logoland" ein, wo sich am Ende die Sicherheitsdienste großer Unternehmen einen Bürgerkrieg liefern, während man die machtlosen Staatsdienen von weitem an ihren biligen Anzügen erkennt.

      Musik: Etwa nach 2/3 des Films kam in mir da das Gefühl hoch, ich würde mir DSDS anschaun. Stets berieselt einen diese kitischige Musik, die einen dazu auffordert emotional ergriffen zu sein, auch wenn einem das Gezeigte normalerweise nicht sonderlich berühren würde.

      Dorfpredigt: Wenn ich eine Predigt hören will, gehe ich in eine Kirche! Ich will es nicht, weswegen ich seit über 14 Jahre keinen Fuß mehr in eine Kirche gesetzt habe. Egal ob in Romanen, Fernsehserien oder Filmen, wenn angefangen wird zu predigen, geht der Sehgenuß nach unten und der W-Faktor (der Wut-Faktor) nach oben. Irgendwann bin ich dann an dem Punkt gelang, wo ich einfach aus Trotz die entgegengesetzte Position einnehme. In dem Sinne: Kriegt keine nervigen Gören mehr und investiert keinen Cent in private Altersversorge: Die Renten sind sicher!

      Aber nicht falsch verstehen, liebes ZDF- das ist immer noch viel besser als Volksmusik, Guido Knopp und das Traumschiff. Vor die Wahl gesetzt, gucke ich mir da liebend gerne einen dritten Teil der 2030-Reihe an (nebenbei, war das jetzt eigentlich ein Prequel, Sequel oder ein Spin-Off?).
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
        (nebenbei, war das jetzt eigentlich ein Prequel, Sequel oder ein Spin-Off?).
        Lustig, ich habe irgendwie auch erwartet, dass der off-Sprecher mal sowas erwähnt wie: "<Verzweifelte Frau, die ihren Freund sucht> wendet sich an die Journalistin, die vor kurzem mit Ihrer Reportage über den M-Faktor für Ausfsehen gesorgt hat".

        Allerdings war es hier mehr Film als fiktive Reportage, da ja vor allem die Freundin der verschwundenen martin auftritt und die Schauspielerin der Journalistin aus dem Aufstand der Alten nur eine Nebenrolle spielt.

        Was gibt es also dazu zu sagen. Ich stimme hier mal insofern zu, das viele der gezeigten Mißstände auch heute schon in etwas weniger starker Form verbreitet sind, sei es eben die Zweiklassenmedizin, rechtsfreie Stadtteile, chancen- und hoffnungslose Unterschicht.

        Ich bin sogar auch der Meinung, dass wir hier nicht bis 2030 warten müssen, bis wir solche Zustände erleben - wenn auch vielleicht nicht in so extremer Form. Aber der Staat erscheint mir hier auch etwas seltsam dargestellt. Auf der einen Seite heißt es, dass man kurz vor dem Zusammenbruch stehe, andererseits scheint man aber doch schlagkräftige Sondereinheiten zu haben. Dazu kommt dann noch ein beinahe orwellscher Überwachungsapparat.

        Wie auch immer - irgendwie gefiel mit "Der Aufstand der Alten" denn doch etwas besser, vor allem weil dort der "Dokumentationsstil" besser durchgezogen wurde - und weil ich mit der Hauotdarstellerin in diesem Film nicht so warm werden konnte und schon lieber mehr von der Reporterin des ersten Teil gesehen hätte...

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        • #5
          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
          Musik: Etwa nach 2/3 des Films kam in mir da das Gefühl hoch, ich würde mir DSDS anschaun. Stets berieselt einen diese kitischige Musik, die einen dazu auffordert emotional ergriffen zu sein, auch wenn einem das Gezeigte normalerweise nicht sonderlich berühren würde.
          Eine beschissene Zukunft kann ich mir auch ohne das ZDF vorstellen.
          Und das auch ganz ohne Musik.

          Aber dieses emotionale Manipulieren mit Musik gibt es doch auch bei nBSG. Nur ist die Musik dort offenbar cooler, ansonsten genau dasselbe. Stell bei nBSG die Musik ab und teste, ob dich das Gezeigte dann immer noch berührt.
          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
          Dorfpredigt: Wenn ich eine Predigt hören will, gehe ich in eine Kirche! Ich will es nicht, weswegen ich seit über 14 Jahre keinen Fuß mehr in eine Kirche gesetzt habe. Egal ob in Romanen, Fernsehserien oder Filmen, wenn angefangen wird zu predigen, geht der Sehgenuß nach unten und der W-Faktor (der Wut-Faktor) nach oben. Irgendwann bin ich dann an dem Punkt gelang, wo ich einfach aus Trotz die entgegengesetzte Position einnehme. In dem Sinne: Kriegt keine nervigen Gören mehr und investiert keinen Cent in private Altersversorge: Die Renten sind sicher!
          Das erklärt so einiges. Dir ist es lieber, die warnende Botschaft eines Films wird so komplex verschlüsselt, dass nur die intelligentesten 5 Prozent der Bevölkerung dahinter kommen

          So wie bei Ripley in Alien "Ich glaube, es ist ein Warnsignal"

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          • #6
            Rein subjektiv hat mir der Film nicht gefallen. Letztlich werden in einer Story nur die bekannten Probleme geschildert.
            Wir hatten nun „Aufstand der Alten“ und „Aufstand der Jungen“.
            Zwingend ist nunmehr ein Beitrag/Dokumentation des ZDF dahingehend notwendig, welche Lösungen vorgeschlagen werden, um diesem oder einem ähnlichem Szenario zu begegnen.

            Hierbei sollten Politiker, Ökonomen und Geisteswissenschaftler zu Wort kommen. Konkret sollten insbesondere die Politiker befragt werden und hierbei die „Jungpolitiker“, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit, dann Entscheidungsträger sein werden. Auf jeden Fall ist zu vermeiden, dass sich entsprechende Stellungnahmen in den Schlagwörtern wie beispielsweise „Umbau der Sozialsysteme“, ohne dieses konkret zu sagen wie das geschehen soll und „Eigenverantwortung des Bürgers“, erschöpfen.
            Die Politiker sollen konkret darstellen, wie die heutige Generation anhand ihres geringen Einkommens (bsp. Minijobs/Zeitarbeit/Leiharbeit) Vorsorge betreiben soll.

            Die bisherige Antwort der Politik erschöpfte sich in der Erhöhung des Renteneintrittsalters und des Bürokratiemonsters Riester-Rente. Welche Verantwortung übernimmt die Wirtschaft insbesondere die Banken, welche an den Altersvorsorgeverträgen partizipieren.

            Der angekündigte Konflikt/Disput zwischen Jung und Alt und die Diskussion hierüber, d. h. letztlich die eigenen Kinder gegen Ihre Eltern muss m. E. erweitert werden auf die Großeltern, d. h. auch auf die derzeitigen Rentner. Die Generation der sog. 68er muss einbezogen werden. Aber für diese Generation wurden die Renten gesichert, da sie die derzeitigen Entscheidungsträger sind. Warum beteiligen sie sich nicht an diesem Problem und tragen zur Lösung durch Rentenverzicht bei. Wenn wir schon einen sog. „Generationenkonflikt“ diskutieren, müssen bei dem von mir gebildeten Vergleich zur Familie auch die derzeitigen Rentner bzw. kurz vor der Rente befindlichen Personen, d. h. Oma und Opa einbezogen werden. Dieser Aspekt wurde bislang m. E. nicht ausreichend in den Diskussionen dargestellt.
            Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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            • #7
              Danke für Eure Reaktionen, ich habe das an die Redaktion weitergeleitet und werde mich gleich Euren Fragen im anderen Thread widmen.

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              • #8
                Also ich habe mir die Sendung gestern nebenbei angesehen. Aber die Betonung liegt dabei auf nebenbei. Ich fand die Sendung etwas langweilig war und es beinhaltet ein Worst-Case-Szenario der aktuellen Gesundheitsdepatte.

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                • #9
                  Ich habe gestern "2030: Aufstand der Jungen" gesehen und war mächtig enttäuscht. Es wurden nur die aktuellen Ängste genommen und auf die Zukunft projeziert. Der angebliche Aufstand war auch mehr als lächerlich. So ein Aufstand entspricht vielleicht heute der Realität und die Niederschlagung würde heute ebenso glatt ablaufe, da trotz Armut die Menschen immernoch was zu verlieren haben.

                  Doch so wie die Gesellschaft in 2030 dargestellt wurde, denke ich nicht, dass die Menschen sich von paar Polizisten mit Knüppeln aufhalten liessen. Immerhin haben hungernde Menschen nichts zu verlieren. Aber es war nichts Anderes zu erwarten von einem staatlichen Sender ;-)

                  Brav die Ängste schüren und die Zuschauer auf keinen Fall auf dumme Ideen bringen.

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                  • #10
                    Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                    Ich habe gestern "2030: Aufstand der Jungen" gesehen und war mächtig enttäuscht. Es wurden nur die aktuellen Ängste genommen und auf die Zukunft projeziert.
                    Ehrlich gesagt ist es genau das, was ich von guter Science-Fiction erwarte. Problematische Tendenzen der Gegenwart auf die Zukunft zu projezieren, um über diese "hypotetische Verfremdung" den Blick für die angesprochenen Themen zu schärfen und die Diskussionen darüber anzuregen.

                    SF-Klassiker wie "Soylent Green", "Metropolis" oder Filme wie "Minority Report" machen doch im Grunde nichts Anderes.

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                    • #11
                      Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                      Ehrlich gesagt ist es genau das, was ich von guter Science-Fiction erwarte. Problematische Tendenzen der Gegenwart auf die Zukunft zu projezieren, um über diese "hypotetische Verfremdung" den Blick für die angesprochenen Themen zu schärfen und die Diskussionen darüber anzuregen.
                      Hätts nicht besser formulieren können

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                        Ehrlich gesagt ist es genau das, was ich von guter Science-Fiction erwarte. Problematische Tendenzen der Gegenwart auf die Zukunft zu projezieren, um über diese "hypotetische Verfremdung" den Blick für die angesprochenen Themen zu schärfen und die Diskussionen darüber anzuregen.

                        SF-Klassiker wie "Soylent Green", "Metropolis" oder Filme wie "Minority Report" machen doch im Grunde nichts Anderes.
                        Ja und deshalb waren diese Filme auch nur sehr kurze Zeit erfolgreich, zumindest so lange wie die Ängste noch aktuell waren, dann sind sie ins Klassiker-Nirvana abgetaucht. Soylent Green = Überbevölkerung, Metropolis = Maschinisierung, Minority Report = totale Überwachung, Waterworld = Klimaerwärmung, 2030 = Verarmung.

                        Vor einigen Jahren gab es ja schonmal eine Zukunftsdoku, die sich eher mit dem Thema "Überalterung" befasste. Kein Schwein pfeift mehr danach, weil die Ängste schon wieder auf ein anderes Thema verlagert wurden. Und hätte die Schweinegrippeabzocke der Pharmakonzerne n bissl länger durchgehalten, hätten wir auch mehr Pseudo-SciFi in dieser Richtung erhalten.

                        Eine wirklich gute Science-Fiction braucht keine aktuellen Ängste, um erfolgreich zu sein. Gute Science-Fiction ist innovativ und zeigt uns eine Welt, die wir uns eigentlich so gar nicht vorstellen können und trotzdem die Ideen für genial halten. Natürlich ist quasi jede SciFi eine Projektion der Gegenwart in die Zukunft. Jedoch bedient sich gute SciFi nicht der aktuellen Ängste, sondern schafft einfach nur die Schauplätze. Das fünfte Element, Pandorum, 2001, 2010, Moon, Cube, Matrix, Terminator und und und, das sind alles Filme, die zwar auch die Gegenwart in die Zukunft projezieren, zum Teil die aktuellen Ängste nutzen, jedoch nicht zum Hauptthema machen.

                        Glaubhafte SciFi zeigt eine Zukunft, die man eben nicht so erwartet hätte. Es ist nunmal auch in der Realität so, dass eigentlich immer das passiert, was man nicht erwartet hätte.

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                        • #13
                          Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                          Glaubhafte SciFi zeigt eine Zukunft, die man eben nicht so erwartet hätte. Es ist nunmal auch in der Realität so, dass eigentlich immer das passiert, was man nicht erwartet hätte.
                          Das ist nun wirklich ein seltsames Paradox. Die Welt im Jahr 2010 war ziemlich genau so, wie ich mir im Jahr 2000 die Zukunft vorgestellt habe. Denn bereits im Jahr 2000 war mir klar, dass sich kaum etwas verändern wird. Und 2020 wird sich gegenüber 2010 auch nur wenig geändert haben

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                          • #14
                            Ich habe mir beide 2030-Propaganda-Filme gespart. Werbung für private Altersversicherungen gibt es schon genug im Fernsehen (dafür wurden irgendwann mal Werbeblöcke geschaffen!), und wem das nicht reicht, der kann sich genug Flyer bei Allianz & Co bestellen. Die freuen sich.
                            Jetzt noch gebührenfinanzierte Panikmache, damit auch ja jeder Riester-Versicherungen abschließt, so ein Paket bekommt nicht jede Branche geschenkt.

                            Raab musste wegen ein paar Werbeaufklebern "Dauerwerbesendung" titeln, das hätte das ZDF auch verdient.
                            mfg Oli

                            "Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit." Willy Brandt
                            "Wir wollen Demokratie, aber nicht auf den Flügeln von B-52-Bombern" Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa

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                            • #15
                              Zitat von Kristian Beitrag anzeigen

                              Das fünfte Element, Pandorum, 2001, 2010, Moon, Cube, Matrix, Terminator und und und, das sind alles Filme, die zwar auch die Gegenwart in die Zukunft projezieren, zum Teil die aktuellen Ängste nutzen, jedoch nicht zum Hauptthema machen.
                              Natürlich greifen die genannten zum Teil auch auf Ängste zurück.

                              Was das wichtige ist: Das Hauptthema muss sich nicht alleine um Angst drehen, es können auch andere Themen sein, Angst ist aber eine Möglichkeit - Das Extrem wäre dabei die Dystopie.
                              Allerdings hat gute Science Fiction immer auch Gegenwartsbezug. Science Fiction macht sich Gedanken über Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft, das können Ängste sein (Terminator, zum Teil 2001 und Matrix - technischer Fortschritt), das können religiöse oder philosophische Fragen sein (Matrix, 2001), das können soziale Probleme/Thematiken sein, das können Fragen zur Natur des Menschen sein ...

                              Science Fiction ohne Gegenwartsbezug, das einzig und alleine eine "unvorstellbare", "unerwartete" Zukunft zeigt, ist ganz schnell nicht mehr Scifi sondern Fantasy (Star Wars)

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