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    #16
    Zitat von irony Beitrag anzeigen
    Das ist nun wirklich ein seltsames Paradox. Die Welt im Jahr 2010 war ziemlich genau so, wie ich mir im Jahr 2000 die Zukunft vorgestellt habe. Denn bereits im Jahr 2000 war mir klar, dass sich kaum etwas verändern wird. Und 2020 wird sich gegenüber 2010 auch nur wenig geändert haben
    Das ist eher eine Folge der Gewöhnung, besonders an schleichend verlaufende Prozesse.

    Wenn man sich das mal genauer ansieht, gibt es innerhalb von z. B. zehn Jahren schon gravierende Veränderungen.
    Z. B. Wikipedia, Smartphones, Renaissance von Überwachungsgesetzen ...

    Bei 20 Jahren wird es noch deutlicher:
    Vor gut 20 Jahren gab es noch die DDR und die Sowjetunion, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Es gab Mailbox-Systeme, Modems mit lächerlichen Übertragungsraten, "tragbare" Computer, die eher zum Muskelaufbau beitrugen und statt DVDs hatte man Videokassetten.
    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

    Kommentar


      #17
      Zitat von Indy@DS9 Beitrag anzeigen
      Ich habe mir beide 2030-Propaganda-Filme gespart. Werbung für private Altersversicherungen gibt es schon genug im Fernsehen (dafür wurden irgendwann mal Werbeblöcke geschaffen!), und wem das nicht reicht, der kann sich genug Flyer bei Allianz & Co bestellen. Die freuen sich.
      Jetzt noch gebührenfinanzierte Panikmache, damit auch ja jeder Riester-Versicherungen abschließt, so ein Paket bekommt nicht jede Branche geschenkt.

      Raab musste wegen ein paar Werbeaufklebern "Dauerwerbesendung" titeln, das hätte das ZDF auch verdient.
      OT: Man muss sich nur die Zahlen ansehen um zu wissen, dass diese Propaganda-Filme relativ dicht an der Wahrheit dran liegen.

      Eine Gesellschaft die zu 2/3 aus Menschen über 50 Jahren besteht, kann nicht mehr nach dem Umlagesystem funktionieren und wir werden 2030-2050 eine Gesellschaft haben, wo die unter 50-jährigen nur noch einen geringen Anteil an der Gesamtpopulation ausmachen.
      Aber spätestens in den 2070er werden dann die Alten nach und nach wegbrechen, eben weil sie sterben. Danach wird zwar die deutsche Bevölkerung ordentlich schrumpfen (laut vieler Statistikseiten auf unter 60 Mio), sich dafür aber auch wieder etwas verjüngen. Irgendwann Anfang des 22. Jahrhunderts haben wir dann wieder Altersgleichgewicht, jedoch auf niedriger Gesamtquantität. Das gleiche Spielchen wird sich in den anderen Industriestaaten und Schwellenländern, wenn auch mit paar Jahrzehnten Verzögerung wiederholen. Wenn wir Glück haben, wird sich die europäische Bevölkerung in den nächsten 150 Jahren gesundschrumpfen, auf weit weniger als 500 Millionen.. vielleicht so 300 Millionen.


      .
      EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

      McWire schrieb nach 15 Minuten und 16 Sekunden:

      Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
      Das ist eher eine Folge der Gewöhnung, besonders an schleichend verlaufende Prozesse.

      Wenn man sich das mal genauer ansieht, gibt es innerhalb von z. B. zehn Jahren schon gravierende Veränderungen.
      Z. B. Wikipedia, Smartphones, Renaissance von Überwachungsgesetzen ...

      Bei 20 Jahren wird es noch deutlicher:
      Vor gut 20 Jahren gab es noch die DDR und die Sowjetunion, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Es gab Mailbox-Systeme, Modems mit lächerlichen Übertragungsraten, "tragbare" Computer, die eher zum Muskelaufbau beitrugen und statt DVDs hatte man Videokassetten.
      Dazu muss man nicht mal unbedingt die technische Seite bemühen. Es gab vor 20-30 Jahren eine ganz andere Machtverteilung auf der Welt. Es gab zahlreiche sozialistische Diktaturen, welche über 1/3 der Menschen auf der Erde kontrolliert haben. Es gab wesentlich weniger islamistisch geprägte Gesellschaftsformen und die Religionen hatten im Allgemeinen deutlich weniger Einfluss.

      Heute ist der Sozialismus Geschichte, er wird nur noch in wenigen Trotzburgen angewandt. Dafür haben die, ich nenne es mal religiös unterwanderten Gesellschaften zugenommen.

      China und Indien haben einen beispiellosen Aufstieg und Bevölkerungszahl und wirtschaftliche Einflussnahme hingelegt.

      Die Kriege auf der Welt haben sich auch geändert. Symmetrische Kriege und Materialschlachten wie die Weltkriege haben ausgedient. Heutige Kriege sind asymmetrische Kriege, geführt von kleineren spezialisierten Gruppen gegen ganze Gesellschaften. Der Terrorismus hat die Gefechte ersetzt. Statt sich Auge in Auge gegenüber zu stehen und für seine Sache zu kämpfen sind, ist das Ganze viel versteckter, heimlicher und hinterlistiger geworden. Trotzdem werden Aktionen gestartet die groß wahrgenommen werden und Angst und Schrecken erzeugen.

      Das ganze Miteinander der Menschen hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend geändert. Die Ausrichtung der Polizei und des Militär hat sich geändert. Die Gesellschaften in Europa sind heute deutlich weniger ideologisch geprägt (egal ob christlich, sozialistisch, kapitalistisch, nationalsozialistisch), sondern es ist heute eine eher liberale Konsumgesellschaft. Die meisten Menschen vertreten kaum noch offen irgendwelchen ideologischen Ansichten. Die andere Seite ist, dass die Gesellschaften viel lockerer geworden sind und die sozialen Bindungen schwächer sind. Das Konkurrenzdenken der Menschen ist deutlich ausgeprägter. Wir sind eine leistungsorientierte Gesellschaft geworden. Selbst in islamistischen Staaten existiert mittlerweile dieser Leistungsgedanken. Früher waren die Bindungen zwischen den Menschen größer. Heute werden die sozialen Netzwerke global durch das Internet erschaffen, völlig unabhängig von staatlichen Grenzen.

      Bei dem Punkt fällt mir ein, dass die staatlichen Strukturen deutlich an Macht verloren haben. Die heutigen Staaten haben weniger zu sagen und zu repräsentierten als die Staaten der 1970er und 1980er. Ich denke mal es läuft langfristig auf eine staatenlose globale Gesellschaftsform aus. Vielmehr werden sich ethische und ideologische Menschengruppen verteilt über die gesamte Welt zusammen tun.

      Diese Entwicklung kann man schon beobachten, wenn auch sie recht langsam verläuft. In 2030 könnte man da deutlich mehr sehen. Da die meisten Staaten total überschuldet sind und der demografische Wandel die Einnahmen-Ausgaben-Situation verschlechtert, werden die Staaten auch in Zukunft an Einfluss verlieren, weil sie den sozialen Zusammenhalt nicht mehr garantieren können, wozu sie ja eigentlich erschaffen wurden.

      Ich denke wir sind nicht mehr sehr weit von dieser Gesellschaftsform weg, in der Staaten ihren Einfluss einbüßen. Diese 2030 -Geschichten machen diesen Wandel bezogen auf spezielle Probleme recht deutlich und sind daher für mich durchaus glaubhafte Zukunftsszenarien.
      Zuletzt geändert von McWire; 13.01.2011, 14:46. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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        #18
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Das ist eher eine Folge der Gewöhnung, besonders an schleichend verlaufende Prozesse.
        Das spielt sicher eine Rolle, aber
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Wenn man sich das mal genauer ansieht, gibt es innerhalb von z. B. zehn Jahren schon gravierende Veränderungen.
        Z. B. Wikipedia, Smartphones...
        für mich sind das keine gravierenden Veränderungen, die nicht vorhersehbar waren.
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
        Bei 20 Jahren wird es noch deutlicher:
        Vor gut 20 Jahren gab es noch die DDR und die Sowjetunion, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Es gab Mailbox-Systeme, Modems mit lächerlichen Übertragungsraten, "tragbare" Computer, die eher zum Muskelaufbau beitrugen und statt DVDs hatte man Videokassetten.
        Ja, aber was genau hat sich qualitativ dadurch geändert?

        Moderne Computer und das Internet haben Wissenschaft und Wirtschaft spürbar beschleunigt und die Welt noch stärker vernetzt, aber noch ist dadurch kein Quantensprung in der Menschheitsentwicklung eingetreten.
        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Die Kriege auf der Welt haben sich auch geändert. Symmetrische Kriege und Materialschlachten wie die Weltkriege haben ausgedient.
        Das ist auch schon ziemlich alt und reicht wahrscheinlich bis in die Steinzeit zurück, zumindest bis zum Vietnamkrieg.

        Auch sonst: Der Aufstieg Chinas und Indiens, das ist alles vorhersehbar.
        Nichts davon hat mich wirklich überrascht.

        Da müsste schon was ganz Anderes passieren:
        - ein Atomkrieg mit 1 Mrd Toten
        - Mittel gegen Krebs für jedermann
        - Besiedelung des Ozeans
        - Kolonisierung von Asteroiden
        - Kontakt mit Aliens
        - Künstliche Intelligenz vergleichbar mit HAL 9000

        davon abgesehen läuft doch alles nach Fahrplan.
        Zuletzt geändert von irony; 13.01.2011, 15:52.

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          #19
          So, ich habe diese ZDF-Produktion gerade gesehen und muss sagen, dass ich sie recht ansprechend fand. Sie war nicht berauschend, aber doch gut. "Aufstand der Jungen" liegt in angenehmer Weise über dem gängigen Niveau des typischen ZDF-Programms (jenseits der Dokumentationen und Reportagen kann man sich bei diesem Sender kaum noch etwas antun).

          Es erinnerte natürlich stark an die thematisch ähnlich gelagerte Produktion "Aufstand der Alten" aus dem Jahr 2007, aber es war schon ein eigener Stil erkennbar.

          Mit Lavinia Wilson und Bettina Zimmermann hat man auch gleich 2 meiner deutschen Lieblingsschauspielerinnen in einen Film gepackt - das gibt einen Sympathiebonus.

          Der Film packt die altbekannten sozialen Missstände in eine Art Cocktail. Daran habe ich prinzipiell nichts auszusetzen. Während bei "Aufstand der Alten" allerdings am Ende die Regierung zurücktritt, passiert hier mehr oder weniger gar nichts.

          Schlussendlich bleibt eine nette Fernsehproduktion, die ein gewissen Maß an Betroffenheit auszulösen vermag. Die Story, um eine verschwundene Person, ist jedoch nur Nebensache. Das hätte man sich sparen können und den kompletten Film auch gleich als fiktive Reportage über die Unruhen von 2030 drehen können.

          Fazit: Ein respektabler Film - vor allem für deutsche Produktionsverhältnisse. Er kann nicht völlig überzeugen, aber alleine die Intentionen macht das Ansehen wert.
          "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
          die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
          (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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            #20
            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            für mich sind das keine gravierenden Veränderungen, die nicht vorhersehbar waren...
            Auch sonst: Der Aufstieg Chinas und Indiens, das ist alles vorhersehbar.
            Nichts davon hat mich wirklich überrascht...
            davon abgesehen läuft doch alles nach Fahrplan.
            Die technische Entwicklung, betrachtet aus den 60 er bis hinein in die 80 er war absolut nicht vorhersehbar. Lediglich auf der Grundlage eines 10 Jahres Zeitraums, kann ich dieser Auffassung zustimmen.
            Gleiches gilt für den Aufstieg Chinas nach jahrzehntelanger Abschottung. Hierbei muß immer auf die jeweilige subjektive Sicht abgestellt werden. Für mich stellt die technische Entwicklung der letzten 20 Jahre geradezu ein Wunderwerk dar.
            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            davon abgesehen läuft doch alles nach Fahrplan.
            Was läuft denn nach Fahrplan?? M. E. läuft es vielmehr aus dem Ruder. Ich denke nur an die Abschottung Europas vor Flüchtlingen aus den armen Ländern.
            Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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              #21
              @ Mehani

              Der Fahrplan ist durchaus zynisch gegenüber den Ärmsten in der sog. dritten Welt. Andererseits leben jetzt soviel Menschen mit einem gewissen Wohlstand auf der Erde, wie nie zuvor.
              Dies bedeutet natürlich einen massiv ansteigenden Ressourcen-Verbrauch.

              Was ich vermisse, ist eine Doku "Aufstand der geburtenstarken Jahrgänge". Wenn "wir" ab ca. 2025 aus dem Erwerbsleben verschwinden, gibt es keine schleichende, sondern eine galoppierende demografische Katastrophe. Diese Jahrgänge sind trotz 4 Jahrzehnten an Möglichkeiten, vorzeitig abzuleben, noch immer stärker als die 2000er Jahrgänge.
              Wann habt ihr zuletzt Kinder in einer Spielstraße spielen gesehen? Wenn die jetzigen Kinder wüssten, dass sie für 2 1/2 Personen arbeiten müssen, wenn sie erwachsen sind, ich schätze mal bis 72, würden die sich "bedanken".
              Slawa Ukrajini!

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                #22
                Hey!

                Das war eine sehr spannende Dokumentation über eine mögliche Zukunft in Deutschland.
                Zweifellos war einiges auch überzeichnet dargestellt wie beispielsweise der im Körper implantierte Gesundheitschip. Aber insbesondere die Überwachung eines jeden Bürgers, der Zusammenbrucht des Renten- und Pflegeversicherungssystems und das Entstehen einer Zweiklassengesellschaft mit immer stärker werdender Lücke zwischen arm und reich sind Szenarien die eintreten können, wenn sich der politische Kurs nicht dramatisch ändern wird. Von daher Daumen hoch für die Doku, sie dürfte ein Anreiz für uns alle sein, zu verhindern, dass eine solche Zukunft eintritt.

                Gruß,
                Soran
                Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
                Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball
                Fanprojekt VfB 1906 Sangerhausen
                Ein Hirntumor namens Walter

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                  #23
                  Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                  Was ich vermisse, ist eine Doku "Aufstand der geburtenstarken Jahrgänge". Wenn "wir" ab ca. 2025 aus dem Erwerbsleben verschwinden,..
                  Genau deswegen mein Hinweis auf die Alt 68 er. Auch diese Generation, bereits in Rente oder kurz davor, muß sich zumindestens monetär beteiligen. Warum sollen die geburtenstarken Jahrgänge deren Rente zahlen und für die eigene Rente Vorsorge tragen. Insoweit hätte bereits sehr viel früher eine Reform des Rentensystems erfolgen müssen. Ich habe ich den unschätzbaren Vorteil, dass ich mich aus dem Renten- und Krankenversicherung verabschieden konnte. Das Geld lege ich lieber auf eigene Verantwortung an.
                  Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

                  Kommentar


                    #24
                    Zitat von irony Beitrag anzeigen

                    Auch sonst: Der Aufstieg Chinas und Indiens, das ist alles vorhersehbar.
                    Nichts davon hat mich wirklich überrascht.
                    Dieses Phänomen trägt den Namen "Nachher weiß man immer alles besser". Vor 70 Jahren war allen klar, dass das Deutsche Reich Europa erobern würde; vor 65 Jahren waren allen klar,dass das Deutsche Reich scheitern musste; vor 35 Jahren war klar, dass der Kapitalismus vom Ostblock begraben werden würde; vor 25 Jahren war klar, dass Japan die kommende Wirtschaftsweltmacht sein würde; vor 20 Jahren war klar, dass der Ostblock zusammenbrechen musste; vor 10 Jahren war klar, dass man sich aus westlicher Sicht keine Sorgen um ein autoritäres Russland oder militanten Islamismus machen muss; heute ist klar, dass China und Indien kommende Weltmächte sind; in 20 Jahren wird wieder allen klar sein, warum diese Aussicht schon immer unrealistisch war und wieso vielmehr anderen Mächten (sagen wir mal Brasilien oder die Türkei) die Zukunft gehören wird.

                    Da müsste schon was ganz Anderes passieren:
                    - ein Atomkrieg mit 1 Mrd Toten
                    Aus Sicht der 50'er ist es nicht weniger überraschend, dass nach Nagasaki keine einzige Atombombe mehr in einem kriegerischen Zusammenhang zum Einsatz kam.

                    - Mittel gegen Krebs für jedermann
                    Aus Sicht der 80'er Jahre ist es nicht weniger überraschend, dass die Lebenswerwartung von HIV-Infizierten heute nicht mehr hinter der Lebenserwartung von Nicht-Infizierten zurücksteht.

                    - Besiedelung des Ozeans
                    Ein ziemlich kitischiges SciFi-Motiv ohne großen Nutzen. Daher wäre dessen Eintreten in der Tat aber wohl tatsächlich überraschend.

                    - Kolonisierung von Asteroiden
                    Die ständige Präsens von Menschen in Erorbit ist da ein nicht weniger gravierender Schritt.

                    - Kontakt mit Aliens
                    Das Wissen um die Existenz von Hunderten extrasolarer Planeten ist nicht weniger gravierend.

                    - Künstliche Intelligenz vergleichbar mit HAL 9000
                    Viel weniger überraschend als der Umstand, dass ein heutiges Mobiltelefon über mehr Rechnerleistung verfügt als die junge NASA.

                    Das erklärt so einiges. Dir ist es lieber, die warnende Botschaft eines Films wird so komplex verschlüsselt, dass nur die intelligentesten 5 Prozent der Bevölkerung dahinter kommen
                    Ein Film kann eine klare Botschaft haben, ohne einen diese gleich ins Gesicht zu schlagen. District 9 schafft es etwa eine klar erkennbare Anti-Rassismusbotschaft zu transportieren, ohne dass dafür ein Neonazi notwendige wäre, der Sprüche a la "Wir hassen die Aliens so wie wir N***er und Juden hassen" ablässt. Für den Anfang wäre es schon mal nicht schlecht, auf diese peinliche Abmoderation "So muss es nicht kommen, wenn wir jetzt handeln" zu verzichten. Da kommt man sich ja wie in dem Al Gore-Klimarettungsfilm vor.



                    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                    Eine Gesellschaft die zu 2/3 aus Menschen über 50 Jahren besteht, kann nicht mehr nach dem Umlagesystem funktionieren und wir werden 2030-2050 eine Gesellschaft haben, wo die unter 50-jährigen nur noch einen geringen Anteil an der Gesamtpopulation ausmachen.
                    Sie kann es durchaus und ich sehe auch nichts Schlechtes daran, wenn der Anteil der Alten an unserer Gesellschaft steigt. Alt sein bedeutet im Gegensatz zu dem Bild, dass diese ZDF Pseudodokus bieten, nicht das Gleiche wie krank, verwirrt und pflegebedürftig zu sein.

                    Danach wird zwar die deutsche Bevölkerung ordentlich schrumpfen (laut vieler Statistikseiten auf unter 60 Mio), sich dafür aber auch wieder etwas verjüngen.
                    Geht man von einer deutlich erhöhten Lebenserwartung aus, wird die Bevölkerung kaum abnehmen. Ein Grund mehr dafür, nicht mehr als eine Göre in die Welt zu setzen.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                      #25
                      Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                      Die technische Entwicklung, betrachtet aus den 60 er bis hinein in die 80 er war absolut nicht vorhersehbar.
                      Was genau war absolut nicht vorhersehbar? Natürlich nicht die Details, aber Computer, Laser, usw. waren doch bekannt. Es war klar, dass das weiterentwickelt hat.
                      Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                      Gleiches gilt für den Aufstieg Chinas nach jahrzehntelanger Abschottung. Hierbei muß immer auf die jeweilige subjektive Sicht abgestellt werden. Für mich stellt die technische Entwicklung der letzten 20 Jahre geradezu ein Wunderwerk dar.
                      Für mich nicht.
                      Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                      Was läuft denn nach Fahrplan??
                      Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer.
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      heute ist klar, dass China und Indien kommende Weltmächte sind
                      Das war schon lange klar. Oder was hast du gedacht, was aus diesen Völkern wird?
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Aus Sicht der 50'er ist es nicht weniger überraschend, dass nach Nagasaki keine einzige Atombombe mehr in einem kriegerischen Zusammenhang zum Einsatz kam.
                      Aus Sicht der 50er, aber nicht aus Sicht der 90er.
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                      Aus Sicht der 80'er Jahre ist es nicht weniger überraschend, dass die Lebenswerwartung von HIV-Infizierten heute nicht mehr hinter der Lebenserwartung von Nicht-Infizierten zurücksteht.
                      Um es kurz zu machen: Die (nicht meine) Aussage war:
                      Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                      Glaubhafte SciFi zeigt eine Zukunft, die man eben nicht so erwartet hätte. Es ist nunmal auch in der Realität so, dass eigentlich immer das passiert, was man nicht erwartet hätte.
                      Ich halte das für Quatsch, dass in der Realität immer das passiert, was man nicht erwartet hätte.

                      Ich erwarte, dass in den nächsten 20 Jahren
                      - keine Atomkriege mit 1 Mrd. Toten passieren
                      - kein Mittel gegen Krebs für jedermann gefunden wird
                      - der Meeresboden nicht besiedelt wird
                      - kein Kontakt mit Aliens zustande kommt
                      - keine Kolonisierung von Asteroiden geschieht
                      - keine künstliche Intelligenz vergleichbar mit HAL 9000 entwickelt wird

                      Nach obiger Logik müsste genau all dies geschehen, weil ich es nicht vorhergesehen habe.

                      Glaubhafte Scifi wäre demnach: ein Atomkrieg mit 1 Mrd. Toten, Besiedelung des Meeresbodens, Kontakt mit Aliens, Kolonisierung von Asteroiden, künstliche Intelligenz wie HAL 9000 und ein Mittel gegen Krebs für jedermann (keine 2-Klassen-Medizin)

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                        #26
                        Zitat von irony Beitrag anzeigen
                        Das war schon lange klar. Oder was hast du gedacht, was aus diesen Völkern wird?
                        Vor 20 Jahren habe ich mir über politsche Entwicklungen noch keine großen Gedanken gemacht. Meine profundeste Zukunftprognose ging damals mit Franz Beckbauer d'accord und prophezeite, dass die dt. Nationalmannschaft auf Jahre hinweg nicht zu schlagen sein würde. Eine damals totsichere Prognose, die sich auch nicht erfüllen sollte.

                        Ich halte das für Quatsch, dass in der Realität immer das passiert, was man nicht erwartet hätte.
                        Gut, in dieser Absolutheit finde ich das auch Quatsch. Aber ich sehe umkehrt auch nicht, dass sich die Gegenwart heute genauso darstellt, wie man es sich vorher erwartet hätte. Das kommt einem unter Umständen so vor, weil man sich rückwirkend nicht mehr vorstellen kann, wie es anders hätte kommen können.

                        Ich erwarte, dass in den nächsten 20 Jahren
                        - keine Atomkriege mit 1 Mrd. Toten passieren
                        - kein Mittel gegen Krebs für jedermann gefunden wird
                        - der Meeresboden nicht besiedelt wird
                        - kein Kontakt mit Aliens zustande kommt
                        - keine Kolonisierung von Asteroiden geschieht
                        - keine künstliche Intelligenz vergleichbar mit HAL 9000 entwickelt wird
                        Ich erwarte, dass zwei dieser Dinge eintreffen werden (das universelle Krebsmittel und die KI) und der Rest nicht. Der Rest ist für mich von seiner Wahrscheinlichkeit in etwa auf der Stufe wie "Aufstand der Jungen" anzusiedeln, weil sich eine solche Dystopie aus keinen gegenwärtigen und vergangenen Entwicklungen ableiten lässt.
                        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

                        Kommentar


                          #27
                          Zitat von irony Beitrag anzeigen
                          Was genau war absolut nicht vorhersehbar? Natürlich nicht die Details, aber Computer, Laser, usw. waren doch bekannt. Es war klar, dass das weiterentwickelt hat.
                          Antwort aus Wiki:
                          1970er
                          Mit der Erfindung des serienmäßig produzierbaren Mikroprozessors wurden die Computer immer kleiner und leistungsfähiger. Doch noch wurde das Potential der Computer verkannt. So sagte noch 1977 Ken Olson, Präsident und Gründer von DEC: „Es gibt keinen Grund, warum jemand einen Computer zu Hause haben wollte.“

                          Tatsächlich hat niemand, soweit ich mich erinnern kann, zu diesem Zeitpunkt überhaupt daran gedacht. Taschenrechner waren auch noch mehr oder weniger Luxus. Erst Anfang der 80 er haben wir dann Taschenrechner in der Schule benutzen dürfen und der erste Laser wurde in der Schule vorgestellt. Der breiten Bevölkerung war also nicht alles klar und schon gar nicht das Potenzial dieser technischen Errungenschaften.
                          Merkwürdig, dass in den ersten PR-Heften auch noch Lochstreifen erwähnt wurden oder nicht??

                          Berücksichtige bitte, dass zu unterschiedlichen Zeiten auch andere Zukunftsvorstellungen bestanden.

                          China als Supermacht, sicherlich war das klar aber nicht der Zusammenbruch der Ostblockstaaten und die Öffnung Chinas. Damals unvorstellbar.
                          Aber ich glaube wir weichen langsam zu sehr vom Thread ab?
                          Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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                            #28
                            Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                            Tatsächlich hat niemand, soweit ich mich erinnern kann, zu diesem Zeitpunkt überhaupt daran gedacht.
                            In der Perry Rhodan Serie wurden schon Anfang der 60-er Jahre Arkoniden geschildert, die vor ihren Simulatorschirmen rumhängen, siehe Fiktivspiel ? Perrypedia

                            Wie sollten diese Fiktivspiele denn funktionieren, wenn nicht mit einem Computer?
                            Der breiten Bevölkerung war also nicht alles klar und schon gar nicht das Potenzial dieser technischen Errungenschaften.
                            Kann ja sein. Die breite Bevölkerung ist auch vollkommen fantasielos.
                            Die hätten besser mal alle Perry Rhodan gelesen
                            Zuletzt geändert von irony; 14.01.2011, 23:20.

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                              #29
                              Zitat von irony Beitrag anzeigen
                              Wie sollten diese Fiktivspiele denn funktionieren, wenn nicht mit einem Computer?
                              Wo steht denn da was von Computer??
                              Zitat von irony Beitrag anzeigen
                              Kann ja sein. Die breite Bevölkerung ist auch strunzdumm und vollkommen fantasielos.
                              Sei nicht so hart, hab Mitleid Sie waren bzw. sind nicht dumm oder soll ich das meinem Vater sagen??
                              Wozu imitieren? Ich verneige mich vor Individualität. (Clint Eastwood)

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                                #30
                                Zitat von Mehani Beitrag anzeigen
                                Wo steht denn da was von Computer??
                                Diese Fiktivspiele funktionieren mittels Technik. So oder so, es war bereits seit langem dank des Konzeptes der Turingmaschine klar, dass selbst primitivste Computer sehr vieles berechnen können, z.B. auch Bildpunkte auf einem Bildschirm. Was auf dem Bildschirm dargestellt werden kann, bleibt der Fantasie eines Menschen überlassen.

                                Wenn sich ein angeblicher Computerfachmann 1977 nur vorstellen konnte, dass Computer einzig allein für hochwissenschaftliche Berechnungen benutzt werden können, dann kann ich so jemandem auch nicht mehr helfen.

                                Es war doch praktisch seit 1945 völlig klar, dass die Computertechnologie auch eine moderne Kommunikation gestattet. Das Konzept von email auch zu privaten Zwecken hätte dem Typen 1977 längst vollkommen klar sein müssen.

                                Die Frage ist nur, wie viel Geld jemand für so etwas zahlt und wie man das Netzwerk von Leitungen einrichtet.

                                Mal ein anderes Beispiel: Es konnten sich ja auch schon 100 Jahre vor den Mondflügen des Apolloprogramms Menschen wie Jules Verne sich so etwas vorstellen.

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