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Realistische Raumschiffverteidigung

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  • Realistische Raumschiffverteidigung

    Schilde rauffahren! – dies ist häufig das erste Kommando eines Sternenflottenoffiziers, wenn ein Raumkampf bevorsteht. Die Schilde erzeugen eine Raumkrümmung, welche sich wie eine normale, physische Barriere um das Schiff legt und es vor Feindfeuer schützt.

    So interessant sie auch sind, allzu realistisch sind sie sicherlich nicht. Dieser Thread soll sich mit den glaubhaften Möglichkeiten einer Defensivausrüstung für Raumschiffe befassen. Waffenthreads gibt es wie Sterne im All, aber die Abwehr kommt leider oft zu kurz.

    Mir fallen da spontan folgende Möglichkeiten ein, welche es bereits bei normalen Fahrzeugen zu betrachten gibt:

    Panzerung – eine der ältesten Schutztechniken überhaupt. Ankommende Geschosse müssen sich durch die Panzerung bohren, bevor sie wichtige Bereiche des Schiffes beschädigen können. Im Idealfall prallen diese dann ab oder bleiben zumindest in der Panzerung stecken. Selbst wenn ein Durchdringen gelingt, wird doch viel von der kinetischen Energie eines Geschosses abgezogen und die zu erwartenden Schäden im Schiff verringert. Leider ist eine Panzerung für ein Raumschiff wesentlich nachteiliger als für ein normales Bodenfahrzeug. Jedes zusätzliche Gramm Gewicht wirkt sich auf den Treibstoffverbauch aus. Man muss sich ernsthaft fragen, ob man vollgepanzerte Großraumschiffe überhaupt noch nennenswert bewegen könnte. Gleichzeitig hält sich der Nutzen in Grenzen, wenn man etwa an den Einsatz nuklearer Waffen gegen Feindschiffe denkt. Normale Materialien bewirken da nichts. Hinzu kommt die Tatsache, dass man im Weltall leicht hohe Geschwindigkeiten erreichen und halten kann. Wirklich hilfreich wäre also nur eine sehr, sehr dicke Panzerung der Hülle.

    Punktverteidigung – eine etwas elegantere Methode der Abwehr. Hierbei ist man bestrebt eine ankommendes Geschoss, etwa eine Rakete, zu zerstören, bevor sie ihr Ziel erreichen kann. Als bekanntes Beispiel könnte man etwa den amerikanischen Anti-Raketenschild der Gegenwart anführen. Bedenkt man die kleine Reaktionszeit von computerisierten Waffen, so sollten sich hier durchaus brauchbare Ergebnisse erzielen lassen. Diese Form der Verteidigung kann sowohl vom Schiff selbst als auch von Drohnen oder Jägern ausgehen, welche ihr Trägerschiff zu decken versuchen. Die Punktverteidigung lässt sich jedoch auch überfordern, wenn sie etwa zu viele Geschosse auf einmal abfangen muss oder Störsender ihre Zielerfassung beeinträchtigen. Interessanterweise wird diese naheliegende Form der Abwehr von den meisten Science Fiction-Universen meist sträflich vernachlässigt. Lediglich nBSG und B5 haben hier in größerem Umfang etwas dargeboten.

    Täuschkörper – ein sehr alter Trick. Man setzt kleine Objekte aus, welche zum Beispiel Schraubengeräusche oder Triebwerkshitze abgeben. Dadurch kann man ankommende Raketen vom eigentlichen Ziel ablenken. Tatsächlich muss man sich aber fragen, ob fortschrittliche Raketensysteme, welche womöglich noch eine hochentwickelte KI haben, sich auch in Zukunft noch hiervon werden foppen lassen.

    Elektronische Kriegsführung – ein vergleichsweise neuer Zweig der Kriegsführung. Elektronische Kriegsführung deckt viele Bereich und Varianten ab. So ist es etwa vorstellbar, die gegnerische Hardware durch gezielte EM-Impulse lahmzulegen oder sich in deren Kommandosysteme zu hacken. Die oben erwähnten Störsender, welche mehr und mehr Verbreitung finden, fallen ebenfalls in diese Kategorie. So ist es auch machbar, die Kommunikation zwischen einer Angriffsdrohne und dem Trägerschiff zu stören. Den Leuten auf dem Träger könnte man im Prinzip sogar falsche Daten übermitteln. So oder so bieten sich hier viele Möglichkeiten, auf der Erde ebenso wie im All.


    Soweit meine Überlegungen zu dem Thema.

    Welche Möglichkeiten zum Schutz eines Raumschiffes in Kämpfen fallen euch so ein?

    Welche Entwicklungen haltet ihr für glaubhaft und welche für nicht praktikabel?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Die Andromeda Ascendant aus Andromeda xD hat ein sehr interessantes Verteidigungskonzept. Sie hat mehrere Verteidigungsringe. Ihre Kampfflieger (Slipfighter) sichern das Schiff nach außen hin ab. Die zweite Verteidigunglinie bilden Kampfdrohnen, die gegnerische Geschosse abschießen können. Zuletzt verfügt sie noch über Panzerung und die sogenannten Kampfklingen. Dabei sollte es sich ursprünglich um ein ausfahrbares Nanonetz handeln, das sich um das Schiff legt und weit von der Außenhülle entfernt feindliche Geschosse zum Detonieren bringt. Leider war das CGI-technisch nicht zu realisieren.
    Die Andromeda verfügt außerdem noch über PDL (Punktverteidigungslaser) und Antiprotonenkanonen (die widerum weniger realistisch sind) als Jägerabwehr. Über einen Schutzschild im klassischen Sinne verfügt sie jedoch nicht.
    Mein neuer Star Trek Fanfiction-Roman: [Star Trek] ZEIT für REVOLUTION


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    • #3
      Realistisch betrachtet, werden wohl die meisten Gefechtsaktionen über Drohnen ablaufen. Solche Drohnen können weitaus höhere Beschleunigungen erreichen als ein bemanntes Raumschiff. Und der Einsatz von Kampfdrohnen, erlaubt es den Trägerschiff auf Distanz zum Gegner zu bleiben.
      Dabei werden die Drohnen wohl Waffensysteme zum Angriff, aber auch zum Abfangen feindlicher Geschosse besitzen. Und hat so ein Trägerschiff erst einmal seinen Vorrat an Drohnen verbraucht, wäre es gut beraten das Weite zu suchen.
      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
      Dr. Sheldon Lee Cooper

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      • #4
        Zitat von Omikron Beitrag anzeigen
        Zuletzt verfügt sie noch über Panzerung und die sogenannten Kampfklingen.
        Das mit den Kampfklingen klingt doch arg nach einer Superwaffe. Ich habe von "Andromeda" nur einige Folgen gesehen. Was tun die Kampfklingen denn bitte?
        "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
        die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
        (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

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        • #5
          Mal kurz zu der Panzerung.

          Erst einmal ist Masse zu bewegen immer ein Problem. Aber wer prinzipell Riesenraumschiffe durchs All bewegen kann sollte auch noch die Energie für ein paar 1000 t Panzerung habe.

          Ansonsten haben Kernwaffentest mit echten Schiffen auch gezeigt (Operation Crossroads ? Wikipedia) das Panzerung durchaus schützt. Immerhin ist der Großteil dieser Schiffe nicht durch die Kernwaffenexplosion gesunken sondern dadurch das keine Mannschaft an Bord war die die Schäden behoben und Pumpen angeworfen hat.

          Ansonsten schützt eine Panzerung ja auch gegen Strahlung und Problem mit verseuchter Luft und ähnliches hat man im Weltall auch nicht.

          Auch mit Punktverteitigung kann man nicht gänzlich auf Panzerung verzichten. Denn irgendwie müssen ja Splitter und ähnliches aufgehalten werden.

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          • #6
            Was dem Prinzip der Schutzschilder sehr nahe kommen würde, wären Tesla-Waffen. Jedes Objekt, welches eine elektrische Potentialdifferenz darstellen würde, würde augenblicklich verdampft werden können. Im Vakuum wären zwar nicht große Distanzen möglich wie in der Atmosphäre, jedoch könnte man theoretisch eine wenige Meter dicke Elektrowolke um ein Schiff aufbauen.

            Dass es jemals andere praktikable Mittel zur Kriegsführung im Weltall geben wird, müsste erstmal bewiesen werden. Licht und generell Strahlen, können relativ einfach abgelenkt bzw. abgeschirmt werden. Eine reflektierende Oberfläche in Stealth-Bauform müsste schon hierfür als Verteidigung ausreichen. Da ist schlichtweg die Physik der limitierende Faktor.

            Als auserordentlich gute Panzerung dürfte sich wohl biologisches Material erweisen. So würden sich die durch Weltraumstaub verursachten Schäden selbst heilen. Raumschiffe der Zukunft werden synthetische Knochenpanzer haben und darüber eine ultradichte "Gelschicht" mit einer nachwachsenden Haut. So könnte man lange Raumflüge unternehmen, ohne ständig Reperaturen an der Aussenhaut durchführen zu müssen. Diese Raumschiffe würden aber weniger "lebendig" aussehen, als man jetzt denken könnte. Man kann Materie in beliebiger Form nachwachsen lassen.

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            • #7
              Ich halte Panzerung für eher nutzlos.
              Moderne Panzerbrechende Geschosse (APFSDS) durchschlagen mehr als einen Meter Panzerstahl.
              Und das bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten (Mach 3 bis Mach 4).
              Im Weltraum sind viel höhere relative Geschwindigkeiten möglich.

              Panzerung bedeutet Masse. Tote Masse. Und das letzte was du im Weltraum willst, ist tote Masse. Denn die musst du mit beschleunigen und dazu brauchst zu zusätzliche Reaktionsmasse, die du dann auch mit beschleunigen musst, wofür die wiederum mehr Reaktionsmasse brauchst...

              Raketen und andere Geschosse können abgeschossen werden, oder man kann ihnen ausweichen.
              Laser dürften eine sinnvolle Waffe sein.
              Gegen Laser könnte Panzerung sogar effektiv sein. Die beste Panzerung für ein Raumschiff gegen Laser dürfte Kohlenstoff sein. Billig und relativ leicht.
              Aber auch hier gilt: Panzerung = Tote Masse = schlecht.

              Was Teslawaffen angeht;
              Ich denke hier gibt es das selbe Problem wie mit Partikelwaffen:
              Dein Schiff baut ein Ladungspotential auf, welches du nicht mehr los wirst, bis du versuchst an eine Raumstation anzudocken...
              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

              - Florance Ambrose

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              • #8
                Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
                Das mit den Kampfklingen klingt doch arg nach einer Superwaffe. Ich habe von "Andromeda" nur einige Folgen gesehen. Was tun die Kampfklingen denn bitte?
                Ich kenne diese Serie fast komplett, kenne diese Kampfklingen nicht, oder habe sie bis jetzt noch nie registriert. Wo sitzen diese, oder werden die abgeschossen?

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                • #9
                  Zitat von Ulf Beitrag anzeigen
                  Ich kenne diese Serie fast komplett, kenne diese Kampfklingen nicht, oder habe sie bis jetzt noch nie registriert. Wo sitzen diese, oder werden die abgeschossen?
                  Also für jemanden der die Serie "fast Komplett" gesehen hat hast du aber nicht viel mitbekommen........

                  Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
                  Das mit den Kampfklingen klingt doch arg nach einer Superwaffe. Ich habe von "Andromeda" nur einige Folgen gesehen. Was tun die Kampfklingen denn bitte?
                  Die Kampflklingen sind nichts weiter als ausfahrbare klingen oder auch Panzerplatten wenn man so will die in den Ausläufern ausgefahren werden um den Schiffskern zu schützen.
                  Soweit ich weiß war im Original Design noch vorgesehen das zwischen den Kampfklingen ein Stoff gespannt wird. Ähnlich einem Segel aber das war wohl damals für die CGI Abteilung nicht realisierbar.
                  Man muss aber der Fairnisshalber sagen das die Kampfklingen noch zu den realistischeren Technologien aus Andromeda zählen.

                  Hier mal ein paar Bilder:
                  Angehängte Dateien
                  www.sf3dff.de das Deutsche SciFi Forum für 2D/3D Artworks und FanFictions

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                  • #10
                    Zitat von kampfmaschine Beitrag anzeigen
                    Erst einmal ist Masse zu bewegen immer ein Problem. Aber wer prinzipell Riesenraumschiffe durchs All bewegen kann sollte auch noch die Energie für ein paar 1000 t Panzerung habe.
                    EA-Loyalist sprach von realistischer Raumschiffsverteidigung, Riesenraumschiffe passen da meiner Meinung nach, kaum in solch ein Szenario.

                    Zitat von kampfmaschine Beitrag anzeigen
                    Ansonsten haben Kernwaffentest mit echten Schiffen auch gezeigt (Operation Crossroads ? Wikipedia) das Panzerung durchaus schützt. Immerhin ist der Großteil dieser Schiffe nicht durch die Kernwaffenexplosion gesunken sondern dadurch das keine Mannschaft an Bord war die die Schäden behoben und Pumpen angeworfen hat.
                    Der Vergleich hinkt ziemlich, in einem realistischen Szenario hätte man es mit einer Panzerbrechende Rakete mit Nuklearsprengkopf zu tun. Bei Operation Crossroads, hat man die sekundären Auswirkungen einer Nuklearexplosion bei maritimen Schiffen getestet. Einen Treffer mit einer Panzerbrechende Rakete hätte keines dieser Schiffe überstanden.
                    Man muss sich hier nur einmal die Verhältnisse klar machen, so eine Rakete hat vielleicht 2 Tonnen Masse. Und wird jeden Raumschiff das eine schwere Panzerung mit sich herumschleppt, an Manövrierfähigkeit und Beschleunigung haushoch überlegen sein. Ein Raumschiff das hier versucht Schildkröte zu spielen, ist eine große Zielscheibe für Waffensysteme die nur ein paar Tonnen wiegen.

                    Zitat von kampfmaschine Beitrag anzeigen
                    Auch mit Punktverteitigung kann man nicht gänzlich auf Panzerung verzichten. Denn irgendwie müssen ja Splitter und ähnliches aufgehalten werden.
                    Ein Kriegsschiff sollte sicherlich keine Papierwände haben, aber man muss auch realistisch sein. Bestenfalls kann man damit Splittern, Strahlung, und leichten Waffen standhalten. Sich gegen schwere Waffen zu Panzern, und gleichzeitig ausreichend Beweglich zu bleiben, ist unmöglich.

                    Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
                    Was dem Prinzip der Schutzschilder sehr nahe kommen würde, wären Tesla-Waffen. Jedes Objekt, welches eine elektrische Potentialdifferenz darstellen würde, würde augenblicklich verdampft werden können. Im Vakuum wären zwar nicht große Distanzen möglich wie in der Atmosphäre, jedoch könnte man theoretisch eine wenige Meter dicke Elektrowolke um ein Schiff aufbauen.
                    Das wird so nicht funktionieren, das Vakuum ist ein hervorragender Isolator. So ein Geschoss ist nicht geerdet, wie soll den hier der Stromkreis zwischen den Polen geschlossen werden?
                    Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                    Dr. Sheldon Lee Cooper

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                    • #11
                      Zitat von sven1310 Beitrag anzeigen
                      Also für jemanden der die Serie "fast Komplett" gesehen hat, hast du aber nicht viel mitbekommen........
                      Bitte um Entschuldigung, wenn mir manches Detail entgangen ist. Natürlich entschuldige ich mich auch dafür, dass ich in der Serie nichts mitbekommen habe, nur weil mir dieses Detail entgangen ist. Für dies alles ungeheuerliches werde ich mich jetzt mein restliches Leben schämen, nur wegen diesem und vielleicht anderen Details, die ich vergessen oder nicht mitbekommen habe.

                      Aber trotzdem danke für diese Erklärung.

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                      • #12
                        Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen
                        Täuschkörper – ein sehr alter Trick. Man setzt kleine Objekte aus, welche zum Beispiel Schraubengeräusche oder Triebwerkshitze abgeben. Dadurch kann man ankommende Raketen vom eigentlichen Ziel ablenken. Tatsächlich muss man sich aber fragen, ob fortschrittliche Raketensysteme, welche womöglich noch eine hochentwickelte KI haben, sich auch in Zukunft noch hiervon werden foppen lassen.

                        Elektronische Kriegsführung – ein vergleichsweise neuer Zweig der Kriegsführung. Elektronische Kriegsführung deckt viele Bereich und Varianten ab. So ist es etwa vorstellbar, die gegnerische Hardware durch gezielte EM-Impulse lahmzulegen oder sich in deren Kommandosysteme zu hacken. Die oben erwähnten Störsender, welche mehr und mehr Verbreitung finden, fallen ebenfalls in diese Kategorie. So ist es auch machbar, die Kommunikation zwischen einer Angriffsdrohne und dem Trägerschiff zu stören. Den Leuten auf dem Träger könnte man im Prinzip sogar falsche Daten übermitteln. So oder so bieten sich hier viele Möglichkeiten, auf der Erde ebenso wie im All.
                        Ich denke mal, Täuschkörper und E-Krieg kann man bald zusammen fassen, da sie beide zum Ziel haben, die Sensoren der Feindwaffen zu täuschen und so die Waffen oder Raketen abzulenken oder zur Explosion zu bringen.

                        Das Problem, welches beide bald haben werden, ist, wie du schon erwähnt hast, die KI, welche man den Raketen oder Waffensystemen verpassen kann. Der Vorteil eines Täuschkörpers gegenüber der E-Kriegsführung ist lediglich, das er sich noch rein physisch in die Flugbahn eines ankommenden Geschosses/einer Rakete werfen kann, um sie so vorzeitig durch schlichte Kollision unbrauchbar zu machen bzw. die Explosion auszulösen.

                        Aber... Sensoren stören oder täuschen... da wirds schwerer werden, spätestens, sobald man anfängt, den Raketen mehr als nur eine Sorte von Sensoren einzubauen, und, was noch übler wird und gar nicht so abwegig ist, wenn man ihre KI vorher mit unterschiedlichsten Szenarien trainiert und ihnen mehrere Alternativverhalten mit auf den Weg gibt, für den Fall, das zb Störmaßnahmen vom Feind eintreten.
                        Wie stört man denn zum Beispiel eine billige Kamera, welche mit einer Bilderkennungssoftware verbunden ist und diese somit auf ein reales Abbild des Feindschiffes reagieren kann? Da bleibt wohl nur das herkömmliche blenden, z.B. mit einem Scheinwerfer/Laser auf die Optik halten, aber dagegen gibts schon heute Filter (Sonnen-, UV-Schutz- und Laserschutzbrillen gibts bei ebay zu Hauf ^.^ ).
                        Man kann dann auch noch zusätzlich Hitzesensoren einbauen, ein Radarsystem, und vielleicht gibt es ja bald Gravitationssensoren, welche die Masse überprüfen können und anhand dieser einen viel zu leichten Täuschkörper von einem schweren Raumschiff unterscheiden werden... natürlich alles mit einander verbunden und untereinander abgeglichen, kontrolliert von einem neuralem Netz, das die KI bildet und darauf trainiert wurde in unzähligen Simulationen in irgend einem Forschungslabor.

                        Und neuronale Netzwerke inklusive Bilderkennung usw. sind definitiv keine Zukunftsmusik lernfähige Netze ebensowenig, gibt genug Simulatoren dafür im Netz, sogar ein paar kostenlose ^.^ Und das beste ist, eine Rakete braucht gar keine starke KI, welche quasi ein Bewusstsein erzeugen kann, sie braucht nur eine schwache aber schnelle, da sie nur eine einzige Aufgabe bekommt: Das Feindschiff knutschen und allen Hindernissen auf dem Weg dorthin ausweichen.

                        Wenn eine solche Rakete zb eine Kamera hat, die 500 oder 1000 Bilder pro Sekunde erfasst und diese auch von der Software ausgewertet werden, das ganze dann mit den anderen Sensoren abstimmt, dann wird die KI auch erkennen können, ob und wo vom Feind ein Täuschkörper startet und kann dann entsprechend drauf reagieren im Sinne von, sich darauf vorbereiten, das demnächst falsche Daten eintreffen werden und entsprechend diese ignorieren oder im Zweifelsfalls eine Art Blindflug starten mit den letzten brauchbaren Daten vor Täuschkörperstart.

                        E-Krieg geht ja auch nur dann, wenn man es schafft, direkt ins Betriebssystem reinzukommen, was man unterbinden kann, in dem man der Rakete sagt, das sie nach Aktivierung sämtliche Ports für Kommunikation abschalten und nur noch auf ihre Sensoren und ihre KI vertrauen soll. bei Raumschiffen kann man sowas warscheinlich nicht so leicht machen, da dürfte E-Krieg durchaus besser sein, aber bei Raketen und Co. seh ich da eher schwarz.
                        Zuletzt geändert von Suthriel; 04.09.2012, 11:39. Grund: Rechtschreibung...
                        Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                        Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                        • #13
                          Zitat von Ulf Beitrag anzeigen
                          Bitte um Entschuldigung, wenn mir manches Detail entgangen ist. Natürlich entschuldige ich mich auch dafür, dass ich in der Serie nichts mitbekommen habe, nur weil mir dieses Detail entgangen ist. Für dies alles ungeheuerliches werde ich mich jetzt mein restliches Leben schämen, nur wegen diesem und vielleicht anderen Details, die ich vergessen oder nicht mitbekommen habe.

                          Aber trotzdem danke für diese Erklärung.
                          Recht so. Schäm dich und ab in die Ecke.

                          Aber mal ehrlich, das währe so als wenn Du bei Star Trek gesagt hättest "was sind Schutzschilde...?".
                          Ich meine es ist ja nicht so als hätte es in Andromeda keine Raumschlachten gegeben........gefühlt bestand die halbe Serie daraus.
                          www.sf3dff.de das Deutsche SciFi Forum für 2D/3D Artworks und FanFictions

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                          • #14
                            Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                            Was Teslawaffen angeht;
                            Ich denke hier gibt es das selbe Problem wie mit Partikelwaffen:
                            Dein Schiff baut ein Ladungspotential auf, welches du nicht mehr los wirst, bis du versuchst an eine Raumstation anzudocken...
                            Zumindest Partikelstrahlen kann man vor dem Abschuss neutralisieren. Das ist sogar notwendig um so ein zu starkes Auffächern des Strahls zu verhindern und die Reichweite zu erhöhen.

                            Bei Teslawaffen ist dies hingegen nicht möglich.
                            Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer im Wagen. - Will Shriner

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                            • #15
                              Wenn man von der Realität spricht beschränkt sich die realistische Verteidigung wohl auf Panzerung, Täuschkörper, Störsender und Antiraketen. In SF-Serien/Büchern kommt es immer darauf an wie weit die Realphysik gedehnt oder durch eine Pseudophysik ersetzt wird (z.B. Star Trek, Perry Rhodan, Star Wars) ... .

                              Kämpfe über Kurzdistanzen wie z.B. bei Star Trek machen für mich wenig Sinn einen schönen Kontrast hierzu ist z.B. Honor Harrington dort werden Kämpfe über Millionen von Kilometern anfänglich nur mit "Raketen" geführt, wobei eine Raumrakte in Honorverse auchmal 100 Tonnen wiegt. A schießt Raketenwelle auf B, Raktenwelle von A beschleunigt richtig B bis der Treibstoff ausgebrannt ist und nährt sich dann auf ballistischem Kurs. B erkennt Raketenfeuer und schießt seine Salve auf A sowie Antirakten mit Störsendern und Täuschkörpern auf die Raktensalve von A ab. Die Raketen die nicht abgefangen werden können müssen dann sobald Sie sich in Laserreichweite befinden mit Lasern (lichtschnell) abgeschossen werden. Trotzdem gilt ein Raketentreffer der durchkommt kostet Leben.

                              Rakten sind hier recht schön beschrieben Rakete ? Honor Harrington Wiki)


                              Ebenfalls sehr schön sind Raumkämpfe in Scott Westerfelds Roman Weltensturm beschrieben, hier wird sogar Sand als Waffe eingesetzt.

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