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Childhood's End (Miniserie, 14. Dez. 2015)

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  • Childhood's End (Miniserie, 14. Dez. 2015)

    Neben dem Start von "The Expanse" gehört auch die Adaption von Arthur C. Clarkes Roman "Childhood's End" (dt. "Die letzte Generation") zu Syfy's Science Fiction Initiative. Die 3-teilige Miniserie wird am 14., 15. und 16. Dezember in Blöcken zu je 90 Minuten auf dem US-Sender ausgestrahlt werden.



    Das Buch ist einer der ganz großen SF-Klassiker und neben "2001" Clarkes bekanntestes Werk. Darin geht es um das Auftauchen einer friedlichen Alienrasse, die der Menschheit verspricht, Kriege, Krankheiten und Ungerechtigkeit abzuschaffen und die Menschen in ein goldenes Zeitalter zu führen.

    Dabei bleiben zwei Fragen offen: "Warum das Ganze?" und "Wieso zeigen sich die Außerirdischen nicht?"


    Wer jetzt an "V - Die außerirdischen Besucher kommen" und Konsorten denkt, liegt hoffentlich auch bei dieser Adaption falsch. Es ist eine ziemlich schwierige Angelegenheit, da Vorlage ins filmische Medium zu übertragen, da vor allem die Kernidee den normalen Handlungsrahmen zu sprengen droht und die Figuren ohnehin eher die 2. Geige spielen. Wie bereits dem Trailer zu entnehmen ist, wird es etliche Anpassungen, vor allem an das US-Massenpublikum (Rikki ist nicht UN-Generalsekretär sondern ein Farmer aus Iowa, ja ne is klar), geben und gewisse Dinge werden wohl dramatisiert werden. Ich hoffe, dass sich Miniserie trotz mäßiger Kritiken wenigstens für drei unterhaltsame Abende lohnt und es schafft, die Kerngedanken der Vorlage zu transportieren.

  • #2
    Fazit: Netter Versuch, aber noch nicht ganz da.

    Die Miniserie bringt zwar die Eckpfeiler von Clarkes Buch ziemlich gut rüber, aber beim Transport in ein anderes Medium sind von den Machern eine Menge Detailänderungen für nötig erachtet worden, was einige Punkte verwässert bzw. erzwungen aussehen lässt. Die Zeitspanne wurde auf etwa 30 Jahre reduziert, das Sprachrohr zu den Overlords Rikki Stormgren ist bspw. nicht etwa UN Generalsekretär sondern ein einfacher Farmer aus Missouri (inkl. fadenscheinige Erklärung dafür) und durch die Fokussierung auf die Figuren, die im Roman nur die 2. Geige gespielt haben, hier aber trotzdem langweilig daherkommen, kommt es zu etlichen überflüssigen Subplots, was auch die viel zu lange Laufzeit (3x 80 Minuten) erklärt. Eine Straffung der Materie auf die Hälfte der Zeit hätte der Minisere gut getan.

    Hervorzuheben sind aber die Produktionswerte. Childhood's End sieht an kaum einer Stelle billig aus, auch wenn nicht jede Szene aus dem Buch umgesetzt werden konnte. Den CGI-Effekten merkt man überhaupt nicht an, dass es sich hier um eine Syfy-Produktion (Hallo, Sharknado!) handelt, im Gegenteil, so manche Kinoproduktion kann sich davon ne Scheibe abschneiden, zumindest was sinnigen Effekteinsatz betrifft. Charles Dance ist ohnehin die Idealbesetzung für Karellen, dessen Design meines Erachtens sehr überzeugend ist (man hat ihm tatsächlich ne Maske gegeben und das Aussehen der Overlords nicht auf eine reine Figur aus dem Computer reduziert). Neben Dance überzeugt noch Newcomer Osy Ikhile als Milo Rodericks (im Buch Jan), besonders in den letzten 20 Minuten der Miniserie. Das Buch/Serienende mag man oder nicht, so ein Zwischending gibt glaube ich nicht. Erfreulicherweise hat man sich hierbei bis auf eine unnötige Szene vor allem am Buch orientiert.

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    • #3
      Für mich als Fan des Buches eine große Enttäuschung. Die Schauwerte stimmen, und die erste Episode stimmte mich noch ganz optimistisch. Leider geht's dann stark bergab. Es war angesichts der Lauflänge sicher notwendig, den Figuren mehr Bedeutung zu verleihen, nur hätte man sie dann eben auch zwingend interessant machen müssen. Schon unser Farmerheld ist ärgerlich blass und seine in Flashbackvisionen gezeigte Vergangenheit nervig. Ein zweiter, afroamerikanischer Held (natürlich geht es nur um Amis) bekommt etwas mehr Tiefe, bleibt trotzdem fremd und unsympathisch. So richtig schlimm wird's dann aber bei der dritten FAmilie, die wie aus dem Nichts plötzlich im Mittelpunkt der Handlung steht und die Minuten nur noch im Schleichtempo verstreichen lässt. Ihr Schicksal hat das meiste dramatische Potenzial, aber die unsensible Inszenierung, öde angelegte Charaktere und schale Dialoge lassen keinerlei Mitgefühl aufkommen. Sehr schade.
      Auch was die Aussage des Romans anbelangt, muss sich die Miniserie Kritik gefallen lassen. Der Roman stellt die Entwicklung nach dem Kontakt relativ nüchtern dar und erlaubt dem Leser selbst, sich ein Urteil zu bilden. Die Serie hingegen nutzt alle Mittel filmischer Manipulation, um den Zuschauer dieses Urteil abzunehmen. So erscheint der Dreiteiler reißerisch und gelegentlich schmierig. Das größte Übel ist jedoch die Langeweile. Durch den zweiten und dritten Teil habe ich mich mit viel Mühe gearbeitet, Mühe, nicht einzuschlafen. Das darf bei so einer Eventproduktion natürlich nicht sein.

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