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Planetare Verteidigung der Erde

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  • Planetare Verteidigung der Erde

    Wieso verfügt die Erde eigentlich in einigen Filmen und Serienfolgen über eine hervorragende planetare Verteidigung (wie Verteidigungsplattformen, Kampfjägerverbände etc.) und in anderen Filmen und Serienfolgen wieder nicht?

    Ich beziehe mich besonders auf die Folgen ENT: Die Ausdehnung, ENT: Die Stunde Null, TNG: Angriffsziel Erde, DS9: Im Angesicht des Bösen, VOY: Endspiel und die Filme Star Trek: Der Film, Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart und Star Trek: Nemesis.

    Während in der Folge "Die Ausdehnung" die Marsverteidigung sofort zur Stelle ist wenn sich ein einziger klingonischer Bird-of-Prey im Sonnensystem enttarnt, sieht man in der Folge "Die Stunde Null" nichts mehr davon. Und das, obwohl man wusste, dass eine Xindi-Massenvernichtungswaffe auf dem Weg zur Erde ist, die den ganzen Planeten vernichten könnte. Weder wurden Flottenverbände zum Schutz der Erde zusammengezogen, noch sieht man planetare Verteidigungsplattformen.
    In dem ersten Star Trek Kinofilm dieselbe Logik. Ein riesiges, offensichtlich gefährliches Objekt nährt sich der Erde und angeblich ist die Enterprise dass einzige Schiff, welches das Objekt in den nächsten 2 Tagen abfangen könnte. Wo ist nur die ganze restliche Flotte hin? Und als V’ger dann mindestens zwei Tage später die Erde erreicht - die Erde wieder mal vollkommen schutzlos. Dass es auch anders geht, zeigen die Folgen "Angriffsziel Erde", "Endspiel" und der Film "Star Trek: Der Erste Kontakt", wo in kürzester Zeit beachtliche Flottenverbände zum Schutz der Erde zusammengezogen werden können.

  • #2
    Welche Erd-Flottenverbände sollen denn im Jahr 2153 zusammengezogen werden?

    Die Marsverteidigung wurde vermutlich erst nach ST-I aufgestellt. Serienintern sehe ich hier kein Problem. Dass man sich aber gerade in der Anfangszeit der Föderation keine geeignete Sicherheitsmaßnahme überlegt hat und das erst später als dieser Teil der Föderation schon relativ sicher war nachgeholt hat ist extern betrachtet natürlich fragwürdig. Im Endeffekt gab es in der Zeit von ENT einfach nicht die Möglichkeiten (und auch nicht die Notwendigkeit) richtige Verteidigung aufzubauen. Etwa 130 Jahre später bei "Der Film" dann schon eher. Wiederum etwa 70 Jahre später bei TNG gab es sie dann schon und daher auch folgerichtig ca 8 Jahre später bei "Endgame".
    "Boarisch - dit jeht" | #MUC2017

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    • #3
      Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
      Die Marsverteidigung wurde vermutlich erst nach ST-I aufgestellt. Serienintern sehe ich hier kein Problem.
      Ich schon, denn in der ENT-Folge "Die Ausdehnung" (also im Jahr 2153) existiert die Marsverteidigung offensichtlich bereits!

      Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
      Welche Erd-Flottenverbände sollen denn im Jahr 2153 zusammengezogen werden?
      Nicht nur die Flottenverbände der Erde, sondern auch Vulkans! Außerdem sieht man in den ENT-Folgen "Die Ausdehnung" und "Sturmfront, Teil II" wie die Enterprise von mehreren Sternenflottenschiffen begrüßt wird. Aber ausgerechnet wenn eine Massenvernichtungswaffe auf die Erde zufliegt und das schon lange vorher bekannt ist, sieht man kein einziges Schiff der Erde oder Vulkans zur Verteidigung der Erde abgestellt.

      Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
      Die Marsverteidigung wurde vermutlich erst nach ST-I aufgestellt.
      Es ist trotzdem unlogisch, dass keine Flottenverbände um die Erde zusammengezogen werden, wenn ein riesiges feindliches Objekt die Erde angreift. Schon zu TOS-Zeiten hat man größere Flottenverbände der Sternenflotte gesehen (zum Beispiel in der TOS-Folge "Computer M5").

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      • #4
        Zitat von AdvocatusDiaboli Beitrag anzeigen
        Ich schon, denn in der ENT-Folge "Die Ausdehnung" (also im Jahr 2153) existiert die Marsverteidigung offensichtlich bereits!
        Tatsächlich? Ich sollte echt mal wieder ENT ansehen.


        Nicht nur die Flottenverbände der Erde, sondern auch Vulkans! Außerdem sieht man in den ENT-Folgen "Die Ausdehnung" und "Sturmfront, Teil II" wie die Enterprise von mehreren Sternenflottenschiffen begrüßt wird. Aber ausgerechnet wenn eine Massenvernichtungswaffe auf die Erde zufliegt und das schon lange vorher bekannt ist, sieht man kein einziges Schiff der Erde oder Vulkans zur Verteidigung der Erde abgestellt.
        Ich hatte den Eindruck, dass viele Schiffe die innerhalb von ENT gezeigt wurden frisch gebaut wurden. Beispielsweise die Columbia. Bei besagter Begrüßungsszene hatte ich auch stets den Eindruck, hier werkfrische Schiffe zu sehen. Eventuell ist das eine Erklärung.

        Und dass die Vulkanier nicht geholfen haben erkläre ich mir mit deren zu der Zeit typischen Verhalten.

        Es ist trotzdem unlogisch, dass keine Flottenverbände um die Erde zusammengezogen werden, wenn ein riesiges feindliches Objekt die Erde angreift. Schon zu TOS-Zeiten hat man größere Flottenverbände der Sternenflotte gesehen (zum Beispiel in der TOS-Folge "Computer M5").
        Zu TOS-Zeiten hatte die Sternenflotte selbst schon ein paar mehr Schiffe zur Verfügung. Bei ENT steckte alles noch in den Kinderschuhen. Man könnte höchstens ein paar Sublicht-Schiffe (hauptsächlich Frachter?) zusammenstellen die allesamt aber wohl nur sehr spärlich bewaffnet sind. Als symbolischer Akt für den Zuseher sicher ausreichend und schön.
        "Boarisch - dit jeht" | #MUC2017

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        • #5
          Zitat von AdvocatusDiaboli Beitrag anzeigen
          Ich beziehe mich besonders auf die Folgen ENT: Die Ausdehnung, ENT: Die Stunde Null, TNG: Angriffsziel Erde, DS9: Im Angesicht des Bösen, VOY: Endspiel und die Filme Star Trek: Der Film, Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart und Star Trek: Nemesis.

          Während in der Folge "Die Ausdehnung" die Marsverteidigung sofort zur Stelle ist wenn sich ein einziger klingonischer Bird-of-Prey im Sonnensystem enttarnt,
          Du verwechselst da etwas: Das ist NICHT die Mars-Verteidigung, die gab es bei ETP noch nicht oder wurde auch nie erwähnt. Die Schiffe sind einfach nur da, weil ein paar Wochen zuvor die Erde angegriffen wurde. Aber mit einem Mars-Perimeter haben die überhaupt nichts zu tun. Der Angriff des Birds of Prey erfolgt zudem am Rande des Sonnensystems und nicht in der Nähe des Mars.

          sieht man in der Folge "Die Stunde Null" nichts mehr davon. Und das, obwohl man wusste, dass eine Xindi-Massenvernichtungswaffe auf dem Weg zur Erde ist, die den ganzen Planeten vernichten könnte.
          Das Problem ist, dass die Xindi-Waffe jeden Perimeter, der irgendwo zwischen der Ausdehnung und der Erde aufgestellt wird, problemlos umgeht, weil sie im Inneren des Vortex fliegt. Lediglich andorianische Sensoren scheinen fähig gewesen zu sein, den Vortex zu scannen, weshalb Shran ja auch rechtzeitig bei der Erde war, während alle anderen Schiffe entweder in einer engeren Umlaufbahn zur Erde waren oder im Sonnensystem verstreut. (Und nein, wenn ein Planet auf dem Bildschirm zu sehen ist, heißt das nicht, dass sämtliche Raumschiffe im Orbit auch zu sehen sein müssen. Die müssen schon nahe ran, damit sie mehr sind als ein Punkt.)

          Weder wurden Flottenverbände zum Schutz der Erde zusammengezogen, noch sieht man planetare Verteidigungsplattformen.
          Flottenverbände müssen zwangsläufig da gewesen sein, sonst hätten sich nicht zwischen "Zero Hour" und "Stormfront, 2" da sein können. Wie gesagt, es kann gut sein, dass ein Perimeter im engeren Orbit um die Erde war und dort auf die Waffe gewartet hat. Anderseits kann auch leicht sein, dass man irgendwann aufgegeben hat, eine konstante Verteidigungslinie zu etablieren. Man wartet immerhin 9 Monate und nichts passiert. Da kann ich mir gut vorstellen, dass so mancher meint, diese Verteidigungslinie wäre eine unnütze Bindung der - geringen - Flottenkapazität, zumal es auch andere Kolonien der Erde schon gab, die ebenfalls Schutz möchten.

          In dem ersten Star Trek Kinofilm dieselbe Logik. Ein riesiges, offensichtlich gefährliches Objekt nährt sich der Erde und angeblich ist die Enterprise dass einzige Schiff, welches das Objekt in den nächsten 2 Tagen abfangen könnte. Wo ist nur die ganze restliche Flotte hin?
          Na weil die Enterprise das Helden-Schiff ist.

          Und als V’ger dann mindestens zwei Tage später die Erde erreicht - die Erde wieder mal vollkommen schutzlos.
          Aber da übersiehst du etwas: Die Erde hatte definitiv planetare Verteidigungsanlagen. Das wurde explizit gesagt. Und zwar in jener Szene, als V'ger die planetare Verteidigung abschaltet.

          Dass es auch anders geht, zeigen die Folgen "Angriffsziel Erde", "Endspiel" und der Film "Star Trek: Der Erste Kontakt", wo in kürzester Zeit beachtliche Flottenverbände zum Schutz der Erde zusammengezogen werden können.
          In "First Contact" wurde der Flottenverband nicht zur Erde geschickt sondern in den Typhon-Sektor. Außerdem war die Föderation damals mehr oder minder im Kriegszustand, der auch erst zwei Jahre vor "Endgame" aufgehoben wurde.

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          • #6
            Zitat von AdvocatusDiaboli Beitrag anzeigen
            In dem ersten Star Trek Kinofilm dieselbe Logik. Ein riesiges, offensichtlich gefährliches Objekt nährt sich der Erde und angeblich ist die Enterprise dass einzige Schiff, welches das Objekt in den nächsten 2 Tagen abfangen könnte. Wo ist nur die ganze restliche Flotte hin? Und als V’ger dann mindestens zwei Tage später die Erde erreicht - die Erde wieder mal vollkommen schutzlos.
            Zitat von MFB Beitrag anzeigen
            Aber da übersiehst du etwas: Die Erde hatte definitiv planetare Verteidigungsanlagen. Das wurde explizit gesagt. Und zwar in jener Szene, als V'ger die planetare Verteidigung abschaltet.
            Von planetaren Verteidigungsanlagen habe ich im Zusammenhang mit V'ger auch nicht gesprochen (siehe mein Zitat oben), sondern von der gesammten Sternenflotte! Wo ist die ganze restliche Flotte hin? Die Sternenflotte wusste ja schon seit mindestens 2 Tagen dass V'ger auf direkten Kurs zu Erde ist.


            .
            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

            AdvocatusDiaboli schrieb nach 9 Minuten und 54 Sekunden:

            Zitat von MFB Beitrag anzeigen
            Flottenverbände müssen zwangsläufig da gewesen sein, sonst hätten sich nicht zwischen "Zero Hour" und "Stormfront, 2" da sein können. Wie gesagt, es kann gut sein, dass ein Perimeter im engeren Orbit um die Erde war und dort auf die Waffe gewartet hat. Anderseits kann auch leicht sein, dass man irgendwann aufgegeben hat, eine konstante Verteidigungslinie zu etablieren. Man wartet immerhin 9 Monate und nichts passiert. Da kann ich mir gut vorstellen, dass so mancher meint, diese Verteidigungslinie wäre eine unnütze Bindung der - geringen - Flottenkapazität, zumal es auch andere Kolonien der Erde schon gab, die ebenfalls Schutz möchten.
            Trotzdem hätten zumindest einige Schiffe im Orbit patroullieren müssen.
            Aber vllt. hat ja auch ein geisteskranker Zeitreisender à la Nero oder eine geheimnisvolle Sonde auf der Suche nach Meeressäugern die Flotte mal wieder dezimiert, während die Enterprise in der Delphischen Ausdehnung beschäftigt war. Man weiß es ja nicht... ;-)

            Zitat von MFB Beitrag anzeigen
            Man wartet immerhin 9 Monate und nichts passiert.
            Na ja, das ist keine Begründung, da es ja um nichts Geringeres als um die Existenz der Erde und der gesammten Menschheit ging.
            Zuletzt geändert von AdvocatusDiaboli; 15.11.2010, 09:38. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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            • #7
              Zitat von AdvocatusDiaboli Beitrag anzeigen
              Von planetaren Verteidigungsanlagen habe ich im Zusammenhang mit V'ger auch nicht gesprochen (siehe mein Zitat oben), sondern von der gesammten Sternenflotte! Wo ist die ganze restliche Flotte hin? Die Sternenflotte wusste ja schon seit mindestens 2 Tagen dass V'ger auf direkten Kurs zu Erde ist.
              Vielleicht zählen auch weitere Schiffe zu "planetaren Verteidigung"? Der Name sagt ja nicht, dass die Verteidigung auf dem Planeten ist sondern dass sie den Planeten verteidigt.

              Trotzdem hätten zumindest einige Schiffe im Orbit patroullieren müssen.
              Vielleicht taten sie es? Habe ich ja oben geschrieben, dass es genauso gut möglich gewesen wäre, dass diese Schiffe alle schon im Orbit waren und sich formiert haben, um die Waffe abzufangen. Die wissen vorher ja auch nicht, von welcher Richtung aus die Xindi angreifen werden.

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              • #8
                Irgendwie ist die Suche nach logischer Konsistenz eine seuche unter den Trekkies.

                Eine Dramatische Handlung folgt nicht den komplexen Strukturen der realität, sondern bildet eine fiktive Handlung ab, die eher unterhalten als real wirken soll. In einer realen handlung entwickelt sich alles dynamisch durch komplexen Interaktionen ... Aktion und Reaktion. Eine dramatische Handlung ist aber von Anfang bis zum Ende durchgeplant. Sie existiert nur im Kopf des Autors und läuft auf das Ziel zu, das der Autor gewählt hat.
                Das Stichwort ist daher auch Dramaturgie.

                Die Duras-Bedrohung für die Enterprise war gegeben, allerdings durfte die ENT alleine keine Chance gegen den Bird of Prey haben (Das hätte den Umfang der späteren Nachrüstung weniger deutlich gemacht, als die entsetzten Gesichter der Klingonen). Also musste verstärkung da sein.
                Der Endkampf in Stunde Null hingegen stellt einen entscheidenden Punkt in der Beziehung zwischen Archer und Shran dar, es ist DER Kampf, der Archer und Shran als "Boten der Kooperation" zusammen bringt. Wären mehr Schiffe da gewesen als nur Shrans Kumari, hätte das dessen Rolle in der Dramaturgie verringert...wer erinnert sich denn so aus dem Stehgreif an die Rollen von Martok und Ross im Schlachtgetümmel des DS9 Finales?

                Genau dasselbe mit ST-I. Wären mehr Scxhiffe als nur die Enterprise in Reichweite gewesen, hätte man auch mehr Schiffe zum abfangen Geschickt. Das ließ aber die Dramaturgie des Filmes nicht zu, da die Enterprise im Zentrum stehen sollte.
                In einer Dramatischen Handlung muss die Logik immer hinter der Dramaturgie zurück stehen. Und wenn der Autor will, das die Geschichte 'nur' von der Enterprise handelt, muss es ebend einen Kniff geben, um das zu rechtfertigen. Und die Aussage "Kein anderes Schiff in Reichweite" ist zumindest klar, prägnant und verständlich. Eine Begründung für Situationen von augenscheinlich mangelnder Logik zu suchen, ist ungefähr so sinnvoll, wie die Suche nach einer Begründung dafür, dass ich heute Nudeln esse, statt Sauerbraten.
                Was ist Ironie?
                Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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                • #9
                  Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                  Eine Dramatische Handlung folgt nicht den komplexen Strukturen der realität...
                  Ja, das ist ist doch allen klar! Star Trek ist Fiktion und soll unterhalten, keine möglichst realitätsnahen Szenarien beschreiben. Es ist eben Science-FICITION. Trotzdem kann man ja mal über die Star Trek interne Logik nachdenken bzw. spekulieren. Ich denke ja beispielsweise auch nicht ernsthaft über die Logik darüber nach, warum es John McClane permanent allein mit einer haushohen Übermacht von Terroristen aufnehmen kann oder warum ausgerechnet ein hedonistischer, kleiner Hobbit immuner gegen die Macht des Ringes sein soll, als ein mächtiger Zauberer, weiser Elb oder moralisch tadelloser Krieger. Und ich denke auch nicht ernsthaft darüber nach, wie Luke Skywalker eigentlich zum Imperator überlaufen soll, wenn der Imperator als Argumentation seine ganzen Freunde umbringt und ihn dazu auffordert seinen Vater zu ermorden. Trotzdem kann man ja wohl darüber spekulieren.

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                  • #10
                    Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                    Das Stichwort ist daher auch Dramaturgie.
                    Es besteht für den "Einziges Schiff im Sektor"-Blödsinn keine dramaturgische Notwendigkeit. Weder in Star Trek I, noch in Star Trek V, noch in Star Trek VII wird die Story irgendwie dadurch aufgewertet, dass die Enterprise als einziges Schiff im nicht voll funktionsfähigen Zustand eingesetzt werden muss (im Gegenteil, es wirkt teilweise sehr lächerlich). Die Enterprise gilt als eines der besten Schiffe der Flotte, da ist es logisch, wenn man sie im Notfall ausschickt, die Kastanien aus dem Feuer zu holen- auch wenn andere Schiffe ebenfalls noch in Reichweite wären

                    In "Zero Hour" hat es mich ebenfalls gestört, dass man sogar noch Stationen im Erdorbit zerstören kann, ohne dass irgendein Erdschiff da ist, um zu reagieren.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Es ist wahrscheinlich weniger eine dramaturgische als eine technische Notwendigkeit.
                      Jedes weitere Schiff kostet Kohle. Und Kohle wächst nicht auf Bäumen.

                      Bei DS9 hat man das Problem ja schön umgangen, in dem einige Kämpfe einfach offscreen stattfanden. Z.B. der Breen Angriff auf die Erde.

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                      • #12
                        Zitat von newman Beitrag anzeigen
                        Es ist wahrscheinlich weniger eine dramaturgische als eine technische Notwendigkeit.
                        Jedes weitere Schiff kostet Kohle. Und Kohle wächst nicht auf Bäumen.

                        Bei DS9 hat man das Problem ja schön umgangen, in dem einige Kämpfe einfach offscreen stattfanden. Z.B. der Breen Angriff auf die Erde.
                        Ist das so? Man hätte ja beispielsweise für Star Trek 1 nicht unbedingt neue Raumschiffmodelle entwerfen müssen. Ein paar Schwere Kreuzer der Constitution-Klasse hätten es auch getan, also hätte man dasgleiche Modell der Enterprise verwenden können, wie man es in einigen TOS-Episoden auch getan hat. Und bei DS9 hatte man doch schon relativ ausgereifte CGI-Effekte zur Verfügung, war also nicht mehr so maßgeblich auf "Handarbeit" angewiesen. Ist es so viel teurer beispielsweise eine Szene mit 5 Raumsschiffen rein CGI-mäßig herzustellen als mit nur einem Raumschiff? Damals hat man ja noch mit richtigen Modellen gearbeitet, heute entsteht doch das meiste am Rechner. Ich bin auf dem Gebiet aber ein Laie.

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                        • #13
                          Ich sehe es auch so, oft muss halt die Logik zurückweichen, um eine gewisse Dramatik zu schaffen. Wie gesagt, dass die Erde völlig schutzlos ist, während ein fremdes Objekt ins System eindringt ist eigentlich weniger glaubhaft.
                          Zu Zeiten von Enterprise eher noch akzeptabel, da damals die Flotte noch viel kleiner war und man durch die Warp 5 Antriebe auch nicht so schnell wieder zur Erde zurückkonnte.
                          Also was ich noch so in Erinnerung habe, wurde ja in DS9 gesagt, dass jeweils eine Flotte zum Schutz der großen Welten wie der Erde, Vulkan, Andor oder Betazed eingeteilt ist. Wobei diese Flotte nicht im Orbit bleibt, sondern halt irgendwo im Sektor patroulliert.
                          Außerdem bin ich auch fest überzeugt, dass jeder Planet Verteidigungssysteme auf der Oberfläche hat, sprich die Erde hat sicher genug Abschussvorrichtungen für Photonen-/Quantentorpedos, Phaser, Disruptoder oder Schweizer Armeemesser. Ebenso halte ich orbitale Verteidigungssysteme für sehr wahrscheinlich (sah man ja beim Angriff auf Cardassia). Aber solche Systeme sind halt nur schwer zum Finanzieren, sodass es die Produzenten nicht tun, ständig solche Plattformen zu zeigen, wenn man einen Planeten sieht.


                          Zitat von newman Beitrag anzeigen
                          Bei DS9 hat man das Problem ja schön umgangen, in dem einige Kämpfe einfach offscreen stattfanden. Z.B. der Breen Angriff auf die Erde.
                          Ja absolut. Aber dieser Kampf ist ja auch ein gutes Beispiel, wo die Logik der Dramatik weichen muss.
                          Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                          die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                          das geht aber auch so

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                          • #14
                            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                            Es besteht für den "Einziges Schiff im Sektor"-Blödsinn keine dramaturgische Notwendigkeit. Weder in Star Trek I, noch in Star Trek V, noch in Star Trek VII wird die Story irgendwie dadurch aufgewertet, dass die Enterprise als einziges Schiff im nicht voll funktionsfähigen Zustand eingesetzt werden muss (im Gegenteil, es wirkt teilweise sehr lächerlich). Die Enterprise gilt als eines der besten Schiffe der Flotte, da ist es logisch, wenn man sie im Notfall ausschickt, die Kastanien aus dem Feuer zu holen- auch wenn andere Schiffe ebenfalls noch in Reichweite wären.
                            Sorry, aber die enterprise als einziges Schiff los zu schicken, um die unbekannte Bedrohung XY abzufangen, obwohl es mehrere Schiffe gäbe, ist nicht minder unlogisch, als die aussage, es wäre kein anderes Schiff dar. Dann würden die Forenthemen heute eben heißen: "Warum hällt die Sternenflotte ihre Kräfte zurück?", das ist letztlich gehoppst wie gesprungen.

                            Das die Enterprise-One-Ship-Show keine Aufwertung der Story ist, lässt sich mal ebend natürlich leicht daher sagen, weil es schwer ist, das Gegenteil zu beweisen. Allerdings ist dieses Konzept in StarTrek nunmal so drin ... man konzentriert sich IMMER nur auf ein Schiff und dessen Crew, alles andere sind Randerscheinungen.
                            In StarTrekXI wird einfach die Flotte zerstört, in StarTrekX gibt es keine Möglichkeit sie zu kontaktieren (<= wird auch gerne genommen!), in Star Trek IX - welch Wunder - Kommunikationsprobleme. In Star Trek VIII ist die Enterprise das einzige Schiff, dass durch den Zeitkanal fliegen kann ... soll ich weiter machen? Alles Symptome der selben Krankheit: Der Konzentration auf EIN Schiff. Manchmal glaubwürdiger, manchmal weniger.

                            Und dann möchte ich jetzt auch die gegenteilige These aufstellen: KEINER der bisherigen StarTrek Filme hätte dramaturgisch irgendwie davon profitiert, mehr Schiffe zu zeigen.
                            Bestes Beispiel ist wohl das DS9 Finale. Da kämpfen tausende von Schiffen. Aber mit anzusehen, wie X unbenannte Exelsiors und Mirandas im Torpedoregen verglühen, macht die Raumschlacht auch nicht dramaturgisch besser, als jene aus ENT: Azati-Prime, bei der die Enterprise alleine ist.

                            Wirklich eingegangen wird auch dort nur auf die Defiant. Denn Menge ist im Film immer nur eine zahl. Und sonst nichts. Ob da nun 10, 100 oder 1000 Schiffe kämpfen, ist für die Spannung irrelevant.
                            Als Autor versucht man, ein möglichst stimmiges Umfeld zu schaffen, in dem die Story anschließend platziert wird. Wenn man einen Krieg mit Flottenkämpfen will, dann nimmt man viele Schiffe. Wenn man ein Heldenstory will, nimmt man nur ein Schiff. Ob man das durch eine Kommunikationslücke, einen Zeitwirbel oder die Mainzelmännchen erzielt, liegt im Ermessen der Drehbuchautoren.

                            Der Zuschauer will letzlich immer nur wissen, wie es den Protagonisten ergeht. Die 1.000 verbrannten Mirandas die irgendwo im weltraum hängen, sind ihm egal und dienen deshalb auch nur der ausgestalltung des Szenarios, nicht der Spannung.
                            Was ist Ironie?
                            Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                            endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von caesar_andy Beitrag anzeigen
                              Sorry, aber die enterprise als einziges Schiff los zu schicken, um die unbekannte Bedrohung XY abzufangen, obwohl es mehrere Schiffe gäbe, ist nicht minder unlogisch, als die aussage, es wäre kein anderes Schiff dar.
                              Kommt auf die Situation an. In Star Trek V und VII ging es um die Auflösung einer Geiselsituation bzw. um das Retten eines Transportschiffs. In diesen Fällen sind mehrere Schiffe nicht unbedingt notwendig, während der Zeitfaktor ganz klar für die schnelle Enterprise spricht. In Star Trek I gab es für die Enterprise zunächst nur einen Auftrag zur Kontaktaufnahme, wofür die Enterprise voll und ganz alleine gerüstet ist. Man hätte aber erwarten können, dass man im Sonnensystem andere Schiffe zusammenzieht, die im Fall einer gescheiterten Diplomatie versucht hätten, die Erde zu schützen.

                              Allerdings ist dieses Konzept in StarTrek nunmal so drin ... man konzentriert sich IMMER nur auf ein Schiff und dessen Crew, alles andere sind Randerscheinungen.
                              Dass die Enterprise immer zufällig genau in der Gegend zu sein scheint, wo gerade wichtige und/oder interessante Ereignisse stattfinden, ist in der Tat dramaturgisch kaum zu vermeiden. Nur wenn die Ereignisse dann auch noch im Zentrum der Föderation stattfinden, müssen andere Schiffe ebenfalls in der Nähe sein.

                              In StarTrekXI wird einfach die Flotte zerstört, in StarTrekX gibt es keine Möglichkeit sie zu kontaktieren (<= wird auch gerne genommen!), in Star Trek IX - welch Wunder - Kommunikationsprobleme. In Star Trek VIII ist die Enterprise das einzige Schiff, dass durch den Zeitkanal fliegen kann ... soll ich weiter machen? Alles Symptome der selben Krankheit: Der Konzentration auf EIN Schiff.
                              Ja, aber in all diesen Fällen gibt es wenigstens eine Erklärung und selbst eine unglaubwürdige Erklärung ist noch besser als gar keine Erklärung.

                              Und dann möchte ich jetzt auch die gegenteilige These aufstellen: KEINER der bisherigen StarTrek Filme hätte dramaturgisch irgendwie davon profitiert, mehr Schiffe zu zeigen.
                              Meine These lautete lediglich, dass das "Einziges Schiff im Sektor"-Szenario keinen dramaturgischen Mehrwert schafft. Dass mehrere Schiffe im Sektor dramaturgisch besser sind, verneine ich ebenfalls- es wäre aber glaubwürdiger.

                              Das Zeigen mehrerer Schiffe wäre in ST V und VII wie gesagt gar nicht nötig gewesen (man hätte halt jeweils eine gut ausgerüstete Enterprise geschickt, weil sie das beste und schnellste Schiff ist) und in ST I hätte es dramaturgisch keinen Unterschied gemacht.
                              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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