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Wussten die Autoren eigentlich, wohin die Abgesandten-Story führen sollte?

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  • Wussten die Autoren eigentlich, wohin die Abgesandten-Story führen sollte?

    Diese Frage stellt sich mir schon die ganze Zeit, und ich glaube kaum, dass das so ist.

    [Aus einem anderen Thread kopiert]
    Ich weiß nicht, aber manchmal hatte ich einfach das Gefühl, dass die Autoren gar keinen Plan hatten.

    Ein Beispiel: Ich frage mich noch immer, warum die ach so wichtigen Pah-Geister erst in der 5. Staffel das erste Mal erwähnt wurden. Das zeugt nicht davon, dass man schon in der 1. Staffel wusste, dass man sie einführen will.

    Ein weiteres Beispiel: Als Sisko die "Zeit der Abrechnung" in eben der selben Folge verhindert, um seinen Sohn zu retten, sieht es hinterher so aus, als hätten die Propheten von nun an keine Ahnung mehr, was passieren wird, da Sisko die Zeitlinie ja anscheinend verändert hat. Diese "Zeit der Abrechnung" sollte ja soetwas wie ein Schlusspunkt im ursprünglichen Plan werden, so habe ich das verstanden. Da es diesen Schlusspunkt aber nicht gab, hatten die Propheten nun keinen Plan mehr. Doch kurze Zeit später scheint es wieder so, als sei alles schon von langer Hand geplant gewesen, obwohl das ja gar nicht der Fall sein kann, weil der Plan ja ein ganz anderer war. [Ende der Kopie]

    Was denkt ihr darüber?
    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

    Für alle, die Mathe mögen

  • #2
    Denke ich auch. Allgemein ist das (v.a. bei ST) so. Wenn ich mir das so ansehe, war ja auch am Anfang nicht klar wos hingehen sollte, erst in der 2. Staffel ist denen eingefallen : Langsam wirds eintönig, was machen wir? - Dominion? - JA!!!
    Nur bei VOY wars "grob" klar (kommen wieder heim) aber auch nur so halb, und ENT war ja durch das vorzeitige Aus eh anders.

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    • #3
      Nach all dem, was wir über die Serien aus den 80'ern wissen, gab es damals so etwas wie vorausschauende Planung nicht. Gelegentlich kam es zwar auch vor, dass Ereignisse aus früheren Episoden wieder aufgegriffen wurden (z.B. die Geschichte um den Abgesandten). Aber das hatte nichts mit vorausschauender Planung zu tun, sondern man hat vielmehr einfach einen Faden wiederaufgegriffen und weitergesponnen (auch wenn es gelegentlich im Nachhinein vielleicht einmal so ausgesehen haben mag, als gäbe es so etwas wie einen Plan). Gerade die Geschichte um die Wurmloch-Wesen, dem Abgesandten und den Drehkörpern belegt eindrucksvoll, dass die Autoren über kein langfristig angelegtes Konzept verfügten. Die Wurmlochwesen waren ursprünglich nicht als Götter geplant, sondern als Wesen, die einfach nur eine andere Gestalt hatten und anders tickten als die gewöhnlichen Bewohner der Milchstraße.
      Die Sache mit den Pagh-Geistern wirkt daher freilich aufgesetzt, weil es einfach nicht sehr glaubhaft ist, dass solche hoch entwickelten Lebewesen einen recht trivialen Kleinkrieg führen. Falls es wirklich einen Plan gegeben haben sollte, dann kann man ihn nur als sehr misslungen bezeichnen, denn die mit der fünften Staffel beginnenden Entwicklungen harmonieren einfach nicht mit dem, was ihm Pilotfilm gezeigt wurde.
      Mein Profil bei Last-FM:
      http://www.last.fm/user/LARG0/

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      • #4
        Den gleichen Gedanken hatte ich auch schon... wahrscheinlich wissen das viele Serienschreiber nicht...

        Die erste Staffe soll immer die Charaktäre vorstellen... in der zweiten darf dann jede Person mal selber was erleben und bekommt ihre eigene Folge... aber bei DS9 war das ziemlich schnell erschöpft... die Cardassianer waren die bösen Feinde... Punkt...
        Ein neuer Feind mußte her...pikanterweise Odos Volk... aber die Serie mit einem Sieg beenden lassen... zu langweilig... das erwarten ja alle sowieso... und die Föderatuion konnte man auch nicht verlieren lassen...

        Was hätte man denn auch am Schluß mit Sisko machen sollen???? Als glücklicher Familienvater in seinem Haus auf Bajor sitzen lassen???? Wäre wohl zu langweilig gewesen...
        Ihn befördern???? Auch langweilig... da wäre er ja nichts mehr besonderes gewesen...

        Wäre VOY total gefloppt... hätten sie das Schiff auf irgendeinem Planeten stranden lassen und die hätten eine neue Kolonie gegründet... Ende der Geschichte...
        "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

        "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

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        • #5
          Largo, ich muss jetzt einfach mal nachfragen...

          Das mit den 80ern sollte doch jetzt wieder ein Scherz sein, oder?!

          Aber selbst, wenn es heißen sollte "Nach allem, was ich über 90er-Jahre Serien weiß..." würde das nicht gelten. Babylon 5 ist das angenehme Gegenbeispiel.
          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

          Für alle, die Mathe mögen

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          • #6
            Bei DS9 und bei 99,999% der Serien (mit Ausnahme von B5) wird entweder gar nicht vorausgeplant (VOY) oder wie bei DS9, BSG, und und und lediglich staffelweise vorausgeplant. D.h. man denkt von Staffel zu Staffel. Es könnte schließlich jede Staffel die letzte sein, Personal könnte sich verändern oder andere Storyteile kommen beim Publikum besser an, worauf man dann wesentlich flexibler reagieren kann, aber doch hat man einen handlungsübergreifenden Bogen, den man dann Staffel für Staffel ausbauen kann.

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            • #7
              Ja, aber eigentlich ist das ja schade. Ich meine, Babylon 5 hat ja gezeigt, dass es auch anders ging, eben so, dass man am Anfang schon wusste, wohin es gehen sollte. Und selbst da war die Flexibilität gut, ich sage nur der Wechsel Sheridan-Sinclair oder Lyta und Talia...
              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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              • #8
                Also mal ehrlich gesagt, ich habs mir schon denken können, als ich sah wer der Threadersteller hier ist, dass es nicht lange dauert, bis es heißt, bei B5 war das alles ganz anders. Hey Mann, warum gibt es hier eigentlich soviele Threads, wo darauf hingewiesen wird was DS9 alles im Gegensatz zu B5 verabsäumt hat? Es steht eh in jedem Thread dasselbe.
                Denk halt mal nach, DS9 hatte nicht wie B5 mit JMS einen Mann, der für die gesamte Serie total verantwortlich war, und alles plante wie er es haben will. DS9 hatte ein viel größeres Autorenteam, da ist es doch klar, dass jeder versucht ein bisschen seine Linie einfließen zu lassen. Und ich wette, JMS hatte auch nicht jedes kleine Detail schon im Vorhinein geplant. Zum eigentlichen Thema, wahrscheinlich wusste man noch nicht, wie man das mit der Abgesandtenstory abschließen soll, aber im Großen und Ganzen wird auch schon ein grober Plan bereit gewesen sein. Und am Ende die Sache mit Sisko, das fand cih genauso genial wie die Sinclair/Valen Story.
                Für mich stehen DS9 und B5 ziemlich nebeneinander als meine Lieblingsserien, und ich bin froh dass beide so sind, wie sie sind. Mich stört es, dass es wohl unter den B5-Fans doch einige gibt, die anscheinend bei anderen Serien immer nur was negatives raussuchen, und dann immer Kommentare loslassen, dass B5 doch viel besser ist.
                Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                das geht aber auch so

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                • #9
                  Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
                  Also mal ehrlich gesagt, ich habs mir schon denken können, als ich sah wer der Threadersteller hier ist, dass es nicht lange dauert, bis es heißt, bei B5 war das alles ganz anders. Hey Mann, warum gibt es hier eigentlich soviele Threads, wo darauf hingewiesen wird was DS9 alles im Gegensatz zu B5 verabsäumt hat?
                  Es tut mir Leid, aber das ist nun mal meine Meinung und ich verstehe deinen negativen Ton nicht. Es ist nun mal eine Tatsache, dass DS9 es völlig versäumt hat, irgendwie Planung da hineinzubringen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Sachen, die DS9 besser gemacht hat als B5, allen voran die Kulissen und die Effekte. Und Quark, Garak und Dukat werden mir sowieso fehlen, wenn ich wieder B5 schaue. (Nur um jetzt mal deiner Meinung, ich sei irgendein Kampffiver, der immer nur versucht, DS9 schlecht zu machen).

                  Bei mir stellt sich eben die Frage, warum das bei DS9 nicht geklappt hat. Und wenn es bei B5 geklappt hat, dann kann ich das doch als Gegenbeispiel aufführen, oder? Ich gebe es ja auch zu, dass ich immer wieder gern versuche, andere von Babylon 5 zu überzeugen, aber jeder von uns hat doch seine Lieblingsserie, die er gern als Positivbeispiel ausführt.
                  Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                  • #10
                    Nö, was mich so extrem stört, manche Leute sind der Meinung, dass DS9 genau so aufgebaut werden sollte, wie B5, sprich mit der zusammenhängenden Handlung über mehrere Staffeln. Warum kann man DS9 nicht so lassen wie es ist. Wenn es mehr wie B5 wäre, würden die sogenannten "Kampffiver" wieder aufschreien, dass nur kopiert worden wäre. Ich gebe ja zu, dass DS9 anfangs eigentlich fast nur stand-alone Folgen hatte, und man erst später den großen Handlungsbogen einführte. Aber zB gab es in der 2. Staffel auch schon 2 Folgen, wo erwähnt wurde, dass das ZK auf Cardassia immer mehr an Macht verliert, und erst in der 5ten Staffel wurde es dann gestürzt.

                    Mich stört es ja nicht, wenn du versuchst andere User von B5 zu überzeugen, weil es deine Lieblingsserie ist, aber trotzdem ist mir aufgefallen, dass du in den letzten Monaten schon einige Threads im DS9-forum aufgemacht hast, wo du irgendwas nicht gut findest, was bei B5 viel besser gemacht wurde.
                    Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                    die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                    das geht aber auch so

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                    • #11
                      Also ich muss ehrlich sagen, dass ich es überhautp nicht schlimm finde, dass die Pah-Geister erst in der 5. Staffel richtig zur Schau kamen. Immerhin hat es vorher nicht wirklcih große Männer/Frauen gegeben, die sich um die Pah-Geister bemüht hatten. Außerdem waren die Pah-Geister ein Mythos, um sie zu erwecken brauchte man den Cost Amoian oder wie das Buch heißt. Und es war ja jedem Bajoraner verboten dieses Buch zu entwenden. Wenn in dieser Zeit Leute an die Pah-Geister geglaubt haben, dann hatten sie keine Hinweise, dass sie wirklich noch existierten (da sie ja von den Propheten verbannt wurden). Bei den Propheten hatte man das Wurmloch, an dem man sich festhalten konnte (bzw. glauben, dass die Propheten da sind). Erst mit Dukat bekamen sie ihre wahre Bedeutung, weil er sich mit dem Mythos beschäftigte u. sie schlussendlich freiließ. Es macht wohl nicht viel Sinn an Götter zu glauben, die anscheinend von anderen Göttern vernichtet sind. Wie gesagt, die kleinen Gruppen (die vor Dukat schon an die Pah-Geister geglaubt hatten) war einfach nur eine Minderheit, und über eine MInderheit wird ja generell oft drübergefahren. Und da die Pah-Geister ja die bösen sind, wär es wohl töricht gewesen, offen zu sagen, "Wir glauben an die Pah-Geister". Also von meinem Standpunkt aus bin ich zufrieden dass sie erst spät eingeführt wurden.

                      Und auch wenn die Autoren es nicht geplant haben, ist es für mich logisch, dass sie erst so spät in der Serie aufgetaucht sind.
                      Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

                      Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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                      • #12
                        Ich bin Fan beider Serien, der sich eben zurecht fragt, warum das, was bei der einen so wunderbar geklappt hat, bei der anderen einfach verbockt wurde. Wenn es in den letzten Monaten etwas zu oft vorgekommen sein sollte und das nervt, dann will ich mich an dieser Stelle entschuldigen. Mir ist es nicht so direkt aufgefallen, tut mir Leid.

                        Und solche Sachen wie der Sturz des Zentralkommandos finde ich ja auch sehr gut. Aus Gründen wie diesem finde ich die Dominion/Cardassia-Handlung auch um Welten besser als die Prophetenhandlung. In einem anderen Thread hat Dr. Bock es ja auch gesagt: Beim Dominion-Krieg wird man in etwa einen Plan gehabt haben, wohin er führen soll.

                        Ich sage ja nicht, dass DS9 so aufgebaut werden sollte wie B5, aber ein wenig Planung wäre schon gut gewesen, denn so sind leider halt einige Logiklöcher aufgetaucht, wie ich es zum Beispiel in meinem zweiten Beispiel beschrieben habe. So etwas finde ich halt schade.
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                        • #13
                          Nun ja, nachdem wir leider etwas festgefahren sind bei dieser Diskussion möchte ich hiermit wieder zum ursprünglichen Thema zurückkommen. Nun ja, vielleicht eher auf etwas, was sich nun noch daraus entwickelt hat. Zu meinem 2. Punkt habe ich nämlich noch immer keine Antwort oder Lösung gefunden und wäre dankbar, wenn ihr mir da weiterhelfen könntet, wie man die Ereignisse aus "Zeit der Abrechnung" nun werten soll...
                          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                          • #14
                            Wer sagt denn, das die Propheten keine Ahnung mehr hätten?
                            War das nicht Kira zu Kai Win?
                            Wenn dem so war - da hat die gute Kira die Flexibilität der Propheten einfach unterschätzt.

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                            • #15
                              Wr sagt denn, dass die Zeit der Abrechnung die einzige erdendliche Lösung für die Propheten wäre. Zugegeben, es wäre vielleicht die beste Lösung gewesen, 1000 Jahre Frieden, aber das heißt ja noch lange nicht das die Propheten einen Plan B gehabt haben. U. wenn man sich das Ende der Serie angesehen hat, dann muss man wohl vermuten, dass Plan B gestochen hat.
                              Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

                              Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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