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All of this has happened before...(Thread über das Ende von nBSG (SPOILER)))

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  • All of this has happened before...(Thread über das Ende von nBSG (SPOILER)))

    So auf Wunsch in diesem Thread:

    http://www.scifi-forum.de/science-fi...-anfangen.html

    hab ich mal ein Diskussionstopic erstellt, wo wir über das Ganze Ende und die Gottproblematik diskutieren können.

    Es ist aus meiner Sicht vor allem eine große Frage, welche nBSG antreibt, die Religion. Auf der einen Seite haben wir die Mannifaltigkeit der Griechischen Götter. Dann den Maschinengott der Zylonen und später noch Baltars Gott der Barmherzigkeit.

    Über alle 4 Staffeln hinweg ist das Göttliche ein großes Thema. Wir sehen Charaktere beten, wir sehen Priester, wir sehen Vorraussagungen, wir sehen von Gott erwählte und wir sehen Wunder und von den Toten auferstehende.

    Das göttliche ist bustäblich von der ersten Sekunde an dabei. "Gott hat einen Plan für dich Gajus" und zieht sich bis zur letzten Sekunde wo die Headwesen sich als Engel Gottes für den Zuschauer offenbaren.

    Die große Frage ist, wie geht man als Zuschauer damit um? Der Konsens aus X Generationen Scifi ist, das es nichts göttliches ist. Egal ob Bei Star Trek sind "Götter" wie Q nichts anderes als normale Wesen deren Wirkungsweisen nur wissenschaftlich nicht verständlich sind. Bei Stargate sind alle Götter falsche Götter, böse Feinde die bekämpft werden müssen und regelmäßig besiegt werden. Bei B5 gibt es auch religiöse Elemente, diese werden aber selten hervorgehoben und eher als Dummheit/Eigennutz der Charaktere dargestellt.

    Zusammenfassend kann man sehen, das es einen "Gott" in Scifi nicht gibt. Daraus folgt dann die geringe Akzeptanz für diese Inhalte, die ich in den Episodenthreads immer lesen konnte.

    Nun ich bin durch religiöse Animes wie z.B. Neon Genesis Evangelion für so etwas vorbelastet und ich habe auch kein Problem damit das Inhalte methaphorisch sind und dazu einladen sie zu analysieren und zu interpretieren, ohne das es eine eindeutige Antwort gibt.

    Ok soviel zur Einleitung, kommen wir zum eigentlichen Punkt.

    Die Große Frage was Gott nun ist, wird die komplette Serie über behandelt. Die Antwort ist einfach klasse, "Gott existiert, er ist aber quasi alles zusammen. Er ist eine Manifestation aller Glaubensrichtungen".

    Jedenfalls hat das End emeine Sicht auf die ganze Serie insgesamt geändert. Ist es so ziemlich die einzige Serie die sich wirklich traut einen echten Gott zu haben.

    Hmm hab das Gefühl ich habe mich gerade irgentwie verrannt.

    Naja der wichtige Part der Serie ist mMn die Reise von Gajus Baltar. Seine Wandlung von schmierigen Promi, seine Hoffnung das er ein Cylon ist um so das Massaker rechtfertigen zu können, die Tatsache wo er akzeptiert das er nur nur er alleine dafür verantwortlich ist und dann am Ende wo er das Massaker als teil seiner selbst akzeptiert.

    Naja ich kann es schwer in Worte Fassen. Das Ende, wo man endlich alle relevanten Antworten hat, hat meinen Blick auf die Serie komplett verändert. Wenn man weiß was im Hintergrund alles abläuft, und wohin die Entscheidungen die gerade getroffen wurden führen werden, nimmt man das ganz anders war.

    So reicht erstmal, lasst uns diskutieren, dann kann ich das auch genauer ausarbeiten.
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  • #2
    Die Entwicklung von Baltar ist aber nur ein kleines Fragment der Geschichte. Dies genügt nicht, um den "Kreis" zu schließen. Wenn zum Beispiel Data in der letzten Episode von TNG einen Status erreicht hätte, den man als "menschlich" bezeichnen könnte, wie es stets sein Bestreben gewesen ist, in der Handlung der letzten Episode ansonsten aber keine Anlehnung an die allererste Episode zu erkennen gewesen wäre, dann hätte man auch nicht davon sprechen können, dass die letzte Episode die Brücke zur ersten Episode schlägt. Die Menschheit, vertreten durch Picard, vor Q's Gericht, dass war die große Brücke in TNG, und die Frage ist nun, wo du diese Brücke bei BSG siehst?

    Ich sehe sie nicht. Ich sehe viele Fäden, die abgeschlossen werden und die teilweise bis auf den Anfang der Serie zurück gehen, ganz prominent natürlich die Suche nach einer neuen Heimat, aber es liegt nur in der Natur der Sache, dass diese Fäden abgeschlossen werden. Was du als Brücke bzw. geschlossenen Kreis identifizierst, ist in meinen Augen nur ein Faden, der aufgelöst wurde. Die erste, zerstörte Erde und die Erkenntnis, dass all dies tatsächlich schon einmal geschehen ist, hätte vielleicht ein Brückenschlag sein können.

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    • #3
      Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
      So reicht erstmal, lasst uns diskutieren, dann kann ich das auch genauer ausarbeiten.
      Wolltest du hier nicht darüber philosophieren, wie die erste Folge der ersten Staffel, 33 Minuten, so perfekt den Bogen zum Serienfinale spannt? Ich dachte, da käme jetzt etwas in der Richtung, dass sich in der Folge eine Situation alle 33 Minuten wiederholte, immer und immer wieder, und sich, wie das Serienfinale andeutet, in größerem Maßstab auch die Geschichte der Menschen immer und immer wieder wiederholt, so alle 150.000 Jahre.

      Kommentar


      • #4
        Ich sehe es auch ein wenig wie irony, dass du uns den genialen Bogen von 33 bis zum Serienfinale noch schuldig bist (ich meine, hey, da hatte TNG schon mehr als einen Satz ), aber das, was du hier ansprichst, ist auch ganz interessant und weil wir schon so lange keinen Diskurs mehr hatten, will ich mal auch meinen Senf dazu geben:

        Wie man in den Episodenreviews in aller Ausführlichkeit nachlesen kann, bin ich da nicht so negativ eingestellt wie andere, die das Ende wahrlich "hassen" und die die Serie nur bis zum New-Caprica-Teil schauen. Überhaupt habe ich gegen ein bißchen "Gott" in SF gar nix, nein, ich mag es ja sogar, wenn man solche Dinge miteinander vermischt. Ich akzeptiere gerne Übernatürliches jeglicher Art, von Prophezeiungen hin zu einem Gott ist es kein allzu großer Schritt. Generell mit Prophezeiungen kann man mich sogar eigentlich wirklich jagen. Da ich Prophezeiungen nun einmal liebe, sind sie es auch, auf die mein Hauptaugenmerk liegt, wenn eine Serie sie einführt: Was wird angedeutet? Was wird vorgedeutet? Wie passt der Text der Prophezeiung zu dem in der Serie gezeigten? Und die allerwichtigste Frage: Sind die Prophezeiungen auch wirklich Prophezeiungen?

        Schon den Abgesandten-Kram bei DS9 fand ich manchmal mehr schlecht als recht vorgearbeitet. Aber immerhin: Man steigerte sich hier stetig, man ließ Sisko in der 5. Staffel mal ein Ereignis, das eine Halbstaffel später geschieht usw. (gleichzeitig gab es ja leider in der 6. Staffel auch eine Folge dieses Bogens, bei dem man total aussetzte). Die Königsklasse ist eine halbe Staffel vorher noch nicht, aber es ist das, was eine Prophezeiung nun einmal ausmacht: dass sie früher - und zwar viel früher - aufgesagt wird als sie eintritt. Auf Serien bezogen bedeutet das für mich, dass eine Prophezeiung von den Autoren nur dann ernst gemeint geschrieben sein kann, wenn sie wesentlich früher erwähnt wird als sie eintritt. Ich denke, eine halbe Staffel vorher sollte da Minimum sein.

        Vielleicht ist das jetzt arg übertrieben, aber bei nBSG sind 5 Minuten das Maximum. Es hat den Anschein, dass immer dann eine Prophezeiung aus dem Hut gezaubert wird, wenn man eine Situation herbeibringen muss, die sich rein charakterlich nicht mehr erklären muss. Mein liebstes Beispiel dafür gibt es ja in "Heimat (Teil 1)", wo quasi aus dem Hut gezaubert wird, dass Roslin sich von einem "Dämon" helfen lassen muss - gemeint ist damit Boomer, die dann dafür nicht getötet wird, obwohl das aus Roslins Sicht die erste Wahl gewesen wäre. Ich erdreiste mich mal, mich selbst zu zitieren:

        Zitat von mir selbst Beitrag anzeigen
        Die Prophezeiungen der Pythia sind an sich ganz interessant (ich mag Mystik), werden aber auch einfach munter drauf losgeschrieben, wie es gerade passt. Sharon ist an Bord, weiß, wo das Grab der Athene ist und plötzlich sagt Elosha: "Ja, ne, stimmt, in den Prophezeiungen steht ja, dass wir ohnehin einen Dämonen treffen, der uns sagt, wo wir hin müssen - wie konnte ich das nur bisher vergessen haben zu erwähnen?" Ist zwar vielleicht ein recht sicherer Weg, da man sich so zumindest nicht verzetteln kann (oder nur sehr wenig), aber die Prophezeiungen erst zu erwähnen und dann nach und nach aufzudecken, was dahintersteckt, wäre genial gewesen.
        Zumal es gerade bei dem Beispiel doch schon von Anfang an ersichtlich gewesen wäre, dass Boomer und Roslin zusammen kommen. Da erst die Prophezeiung also quasi so "dranzubabben" heißt für mich fast nicht weniger, als ob die Autoren nur deswegen mal das Wort "Prophezeiung" ins Spiel gebracht haben, weil es so cool klang.

        Dadurch wird ja IMO kein ganzer "religiöser" Handlungsstrang abgetötet, aber damit schrammt er für mich halt leider etwas zu sehr an dem Prädikat "genial" vorbei, weil man immer wieder merkt, wie einfach es sich die Autoren im Prinzip immer gemacht haben. So nach dem Motto: "Ja, wir erzählen eh eine Charakterstory, also ist alles andere nur dann interessant, wenn wir mal wieder paar neue Wendungen brauchen und die aus den Charakteren heraus vielleicht nur bedingt logisch wären". Dass man dann Gott "aus dem Hut zaubert", ist da einfach die letzte Konsequenz und ich denke, das ist es, was die "Hater" des Finales wirklich anklagen.

        Wie gesagt: Ich finde die Idee mit Gott ganz gut, aber manchmal sind die Autoren da einfach an ihrem eigenen Anspruch gescheitert. In Staffel 1 und 2 war IMO der Anspruch ganz klar, immer wieder zwischen "Wissenschaftlichkeit" (repräsentiert durch Baltar, der nicht an Gott glaubt) und "Glaube" hin und her zu wandeln und das Spannungsverhältnis dieser beiden Seiten darzustellen. Nach 2 Staffeln wurde das aber etwas zu schwer und man entschied sich ganz klar für die Seite der Religion. Das kann man machen, ist aber tendenziell immer etwas "unspannender" als das Spannungsverhältnis zweier Pole.

        Zu Baltar: Wie man darauf kommt, seine Reise sei das wichtigste der gesamten Serie, werde ich nie verstehen, aber ich denke, wir können die Diskussion hier mal ein wenig strecken und uns diesem Thema später widmen
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        • #5
          Stimmt da bin ich euch tatsächlich was schuldig geblieben, ich sag ja ich habe mich verrannt.

          Aber dazu muss ich ansich noch einmal ganz Deutlich auf die letzte Szene in der heutigen Zeit verweisen.

          Wie beginnt die Minisere? Die Menschen haben denkende Maschinen erschaffen. Die Maschinen haben rebelliert. Das ist der Ausgangspunkt an dem die Story beginnt. Nun am Ende der Serie scheint der Kreis durchbrochen, die Entsagung der KI's und ein einvernehmlicher Friede zwischen Cylonen und Menschen. Man denkt Friede Freue Eierkuchen und dann kommt die letzte Szene, man ist in der Gegenwart und man spürt wie das Rad sich wieder anfängt zu drehen. Baltar spricht das ganze dann ja auch aus. Die Geschichte wird sich wiederholen. Und die Serie Endet damit das die Menschen wieder anfangen denkende Maschinen zu produzieren.

          Es wird nun zum Krieg kommen und damit ist das Rad zum Anfang der Serie wieder geschlagen.

          Besser?


          .
          EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

          Larkis schrieb nach 23 Minuten und 23 Sekunden:

          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Wie passt der Text der Prophezeiung zu dem in der Serie gezeigten? Und die allerwichtigste Frage: Sind die Prophezeiungen auch wirklich Prophezeiungen?

          Vielleicht ist das jetzt arg übertrieben, aber bei nBSG sind 5 Minuten das Maximum. Es hat den Anschein, dass immer dann eine Prophezeiung aus dem Hut gezaubert wird, wenn man eine Situation herbeibringen muss, die sich rein charakterlich nicht mehr erklären muss. Mein liebstes Beispiel dafür gibt es ja in "Heimat (Teil 1)", wo quasi aus dem Hut gezaubert wird, dass Roslin sich von einem "Dämon" helfen lassen muss - gemeint ist damit Boomer, die dann dafür nicht getötet wird, obwohl das aus Roslins Sicht die erste Wahl gewesen wäre. Ich erdreiste mich mal, mich selbst zu zitieren:

          Zumal es gerade bei dem Beispiel doch schon von Anfang an ersichtlich gewesen wäre, dass Boomer und Roslin zusammen kommen. Da erst die Prophezeiung also quasi so "dranzubabben" heißt für mich fast nicht weniger, als ob die Autoren nur deswegen mal das Wort "Prophezeiung" ins Spiel gebracht haben, weil es so cool klang.
          Was ich an dem Punkt Prohpezeiungen in nBSG so faszinierend finde, ist das sie an sich immer unklar ist worauf sie sich genau beziehen.

          Nehmen wir zum Beispiel mal die Prophezeiung vom Dying Leader. Roslin erhebt Anspruch darauf selbige zu sein, am Ende merkt man aber das sie es nicht ist, weil sie ja nicht stirbt bevor sie die Erde erreicht. Und wirklich führen tut sie die Leute auch nicht.

          Die Galactica hingegeben ist das Schiff das die Flotte führt, wo die Sprünge berechnet werden. Am Ende bricht sie sich beim letzten Sprung zur Erde das Rückrat und muss sterben. Als Synonym für die 12 Schlangen, hat sie ja von Anfang an eine Staffel alter Viper an Bord.

          Auch Starbuck kann der Dying Leader sein, ist sogar die Person für die am meisten Spricht. Den sie stirbt während der Reise, aber sie ist es auch welche die Menschen zur Erde führt.

          Und auch mit dem Dämon kann man mehrere Interpretationen finden. Es ist Sharon die den Weg zum Grab kennt.

          Aber Starbuck fliegt auch einen Cylonischen Jäger um den Pfeil zu holen. Ohne den Pfeil hätte man das Grabmal nie gefunden. Und der Raider ist so gesehen auch ein Dämon.

          Und ein Dämon muss nicht unbedingt etwas negativ behaftetes sein. Vielleicht ist auch Starbuck selbst der Dämon? Es wird ja schon ziemlich früh, weit vor dieser Folge klargemacht, das Kara mehr ist als nur ein Mensch. Man erfährt es durch Leoben. Aber auch das sie einen Raider fliegen und dessen Sensoren nutzen kann zeigt schon das sie... anders ist.


          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Dadurch wird ja IMO kein ganzer "religiöser" Handlungsstrang abgetötet, aber damit schrammt er für mich halt leider etwas zu sehr an dem Prädikat "genial" vorbei, weil man immer wieder merkt, wie einfach es sich die Autoren im Prinzip immer gemacht haben. So nach dem Motto: "Ja, wir erzählen eh eine Charakterstory, also ist alles andere nur dann interessant, wenn wir mal wieder paar neue Wendungen brauchen und die aus den Charakteren heraus vielleicht nur bedingt logisch wären". Dass man dann Gott "aus dem Hut zaubert", ist da einfach die letzte Konsequenz und ich denke, das ist es, was die "Hater" des Finales wirklich anklagen.
          Wie ich schon oben angedeutet habe, ist das aus meiner Sicht nicht so offensichtlich. Es gibt da ja den berühmten Spruch, " Wenn man Zeichen sehen will, wird man sie auch finden." Roslin weiß das sie sterben wird. Sie weiß das die Flotte eine Führung braucht, ein Idol wenn man so will und sie kennt die Schriften der Pythia. Und sie nimmt halozinogene Drogen. Ich halte es da für sehr wahrscheinlich, das die Schlangen kein Zeichen Gottes, sondern eine Beinflussung ihres Unterbewusstseins ist, das sie das sehen lässt, was sie sehen will.

          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Wie gesagt: Ich finde die Idee mit Gott ganz gut, aber manchmal sind die Autoren da einfach an ihrem eigenen Anspruch gescheitert. In Staffel 1 und 2 war IMO der Anspruch ganz klar, immer wieder zwischen "Wissenschaftlichkeit" (repräsentiert durch Baltar, der nicht an Gott glaubt) und "Glaube" hin und her zu wandeln und das Spannungsverhältnis dieser beiden Seiten darzustellen. Nach 2 Staffeln wurde das aber etwas zu schwer und man entschied sich ganz klar für die Seite der Religion. Das kann man machen, ist aber tendenziell immer etwas "unspannender" als das Spannungsverhältnis zweier Pole.
          Nun für mich eig eine Entwicklung die zu erwarten ist. Baltar sieht einen Engel der aussieht wie ein Cylon. Logischerwesie geht er davon aus, dass dies ein cylonischer Sender oder irgentwas in der Art ist. Dieser Cylon aber faselt permanent was von Gott und anstatt die Galactica zu sabotieren, hilft sie auch noch in einigen Fällen massiv.

          Und auch die Untersuchungen schlagen fehl, es gibt keine cylonische Technologie im Kopf von Baltar. Und dann erfahren wir auch, das Caprica-Six ebenfalls Visionen von Baltar hat. Ab dem Punkt ist eigentlich für den Zuschauer klar, das es keine wissenschaftliche Erklärung geben kann.

          Also sucht die Serie nach der religiösen Erklärung. Wir haben die Manifaltigkeit der Lords of Kobol, wir haben den einen Gott der Maschinen und später erfindet Baltar mit Head-Six hilfe einen eigenen Gott. Für mich stellt sich da ab Mitte der dritten Staffel eigentlich weniger die Frage, gibt es einen Gott, sondern was für eine Art Gott und wessen Gott ist es. Zumal ab da dann auch ja immer mehr Personen von Halluzinationen beeinflusst werden.


          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Zu Baltar: Wie man darauf kommt, seine Reise sei das wichtigste der gesamten Serie, werde ich nie verstehen, aber ich denke, wir können die Diskussion hier mal ein wenig strecken und uns diesem Thema später widmen
          Na nicht nur, ich finde aber das die Serie viele eigentlich voneinander fast unabhängige Handlungsbögen miteinander verwebt die durchaus Alleinstellungsmerkmale haben.
          Zuletzt geändert von Larkis; 17.01.2012, 13:52. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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          • #6
            Zitat von Larkis
            Die Große Frage was Gott nun ist, wird die komplette Serie über behandelt. Die Antwort ist einfach klasse, "Gott existiert, er ist aber quasi alles zusammen. Er ist eine Manifestation aller Glaubensrichtungen".
            Auf welche Szene bezieht sich das? Baltar im Kontrollraum? Dem widerspricht etwas die Szene mit Head Baltar und Head Six ganz am Ende der Serie. Ich glaube, dass die Serie insgesamt in der Hinsicht für viele Interpretationen offen ist.

            RDM bezeichnete sich selber einmal in einem Interview als "True Pagan" und "Recovering Catholic". Mich persönlich erinnert dieses "All of this has happened before" auch sehr an die heidnischen bzw. neuheidnischen Vorstellungen eines ewigen Kreislaufs, in dem sich alles in verschiedenen Variationen immer wiederholt (sehr schön veranschaulicht in dieser Graphik - bsg_timeline | Flickr - Photo Sharing! - Vorsicht, Spoiler!). Allerdings gibt es in der Serie, anders als im (Neu-)Heidentum, dann auch noch diesen "Gott", der auf sehr unterschiedliche Weise interpretiert wird, je nachdem, ob man vom späten Baltar, von Six oder den Head-Wesen spricht. Baltars Interpretation wandelt sich stark über die Serie und endet letztlich mit einer Art New Age-Sichtweise (Gott als Manifestation aller Glaubensrichtungen), Six lehnt sich eher an eine christliche, auf jeden Fall aber monotheistische Vorstellung an (ein Gott der Liebe, der aber auch rachsüchtige Züge trägt). Und das, was die Head-Wesen am Ende aussagen, erweckt für mich am Ehesten den Eindruck eines Experimentators, der ähnlich wie die Cylons auf Caprica mit Helo und Sharon eine Art Laborversuch durchführt. Man probiert x-mal dieselben Startbedingungen aus und schaut, was dabei herauskommt. Entfernt erinnert mich das an Q, wobei dieser "Gott" jedenfalls nicht notwendigerweise etwas Gutes mit seinen "Versuchskarnikeln" im Schilde führt.

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            • #7
              Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
              Auf welche Szene bezieht sich das? Baltar im Kontrollraum? Dem widerspricht etwas die Szene mit Head Baltar und Head Six ganz am Ende der Serie. Ich glaube, dass die Serie insgesamt in der Hinsicht für viele Interpretationen offen ist.

              RDM bezeichnete sich selber einmal in einem Interview als "True Pagan" und "Recovering Catholic". Mich persönlich erinnert dieses "All of this has happened before" auch sehr an die heidnischen bzw. neuheidnischen Vorstellungen eines ewigen Kreislaufs, in dem sich alles in verschiedenen Variationen immer wiederholt (sehr schön veranschaulicht in dieser Graphik - bsg_timeline | Flickr - Photo Sharing! - Vorsicht, Spoiler!). Allerdings gibt es in der Serie, anders als im (Neu-)Heidentum, dann auch noch diesen "Gott", der auf sehr unterschiedliche Weise interpretiert wird, je nachdem, ob man vom späten Baltar, von Six oder den Head-Wesen spricht. Baltars Interpretation wandelt sich stark über die Serie und endet letztlich mit einer Art New Age-Sichtweise (Gott als Manifestation aller Glaubensrichtungen), Six lehnt sich eher an eine christliche, auf jeden Fall aber monotheistische Vorstellung an (ein Gott der Liebe, der aber auch rachsüchtige Züge trägt). Und das, was die Head-Wesen am Ende aussagen, erweckt für mich am Ehesten den Eindruck eines Experimentators, der ähnlich wie die Cylons auf Caprica mit Helo und Sharon eine Art Laborversuch durchführt. Man probiert x-mal dieselben Startbedingungen aus und schaut, was dabei herauskommt. Entfernt erinnert mich das an Q, wobei dieser "Gott" jedenfalls nicht notwendigerweise etwas Gutes mit seinen "Versuchskarnikeln" im Schilde führt.
              Naja die Aussage ist für mich die Essenz des ganzen. Jede Fraktion bei nBSG hate ihre Vorstellung von Gott. Die Cylonen glauben an den Maschinengott, Baltar an einen gütigen Gott, die Menschen an die Lords of Kobol und Cavil hält das eh alles für Humbug und hadert mit seiner Sterblichkeit.

              Wir haben also drei Verschiedene Glaubensrichtungen + ein Atheisten, was über viele Folgen hinweg vertreten wird, als längst klar ist das es einen Gott oder gottähnliches Wesen gibt. Und die Auflösung ist dann, dass Gott alles und auch gleichzeitig garnichts davon ist.
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              • #8
                Naja, die Essenz von allem ... ich weiß nicht, ob ich das so unterschreiben würde. Ich sehe es eher als eine gleichberechtigte Interpretation unter mehreren denn als eine Auflösung der Frage an.

                Es hat etwas sehr New-Age-mäßiges. Den Dreh hatte Baltar schon mit seiner merkwürdigen Sekte, dieses "ich bin perfekt so, wie ich bin, denn Gott hat mich so geschaffen". Das ist auch so ein New-Age-Spruch.

                Im Prinzip kann man den Kontrollraum-Spruch auch als eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner ansehen, auf den sich alle einigen können (bei Cavil weiß ich allerdings nicht).

                Als etabliert am Ende der Serie sehe ich die Aussage an, dass da noch etwas "Größeres" ist. Was genau das ist, bleibt für mich völlig offen. Was natürlich diejenigen enttäuscht hat, die eine klare Antwort erwartet haben. Für mich ist es eher eine der Stärken der Serie. Man kann das als "Herumeiern" interpretieren und als Hinweis ansehen, dass die Macher nicht wussten, wohin sie mit all dem eigentlich wollen. Für mich ist es eher ein Hinweis, dass sich da jemand wirklich Gedanken gemacht hat über diese ganze Thematik und zu dem Schluss gekommen ist, dass es da keine klaren Antworten gibt.

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                • #9
                  Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                  Naja, die Essenz von allem ... ich weiß nicht, ob ich das so unterschreiben würde. Ich sehe es eher als eine gleichberechtigte Interpretation unter mehreren denn als eine Auflösung der Frage an.

                  Es hat etwas sehr New-Age-mäßiges. Den Dreh hatte Baltar schon mit seiner merkwürdigen Sekte, dieses "ich bin perfekt so, wie ich bin, denn Gott hat mich so geschaffen". Das ist auch so ein New-Age-Spruch.

                  Im Prinzip kann man den Kontrollraum-Spruch auch als eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner ansehen, auf den sich alle einigen können (bei Cavil weiß ich allerdings nicht).

                  Als etabliert am Ende der Serie sehe ich die Aussage an, dass da noch etwas "Größeres" ist. Was genau das ist, bleibt für mich völlig offen. Was natürlich diejenigen enttäuscht hat, die eine klare Antwort erwartet haben. Für mich ist es eher eine der Stärken der Serie. Man kann das als "Herumeiern" interpretieren und als Hinweis ansehen, dass die Macher nicht wussten, wohin sie mit all dem eigentlich wollen. Für mich ist es eher ein Hinweis, dass sich da jemand wirklich Gedanken gemacht hat über diese ganze Thematik und zu dem Schluss gekommen ist, dass es da keine klaren Antworten gibt.

                  Also das kann ich so direkt unterschreiben.
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                  • #10
                    Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                    Als etabliert am Ende der Serie sehe ich die Aussage an, dass da noch etwas "Größeres" ist. Was genau das ist, bleibt für mich völlig offen. Was natürlich diejenigen enttäuscht hat, die eine klare Antwort erwartet haben. Für mich ist es eher eine der Stärken der Serie. Man kann das als "Herumeiern" interpretieren und als Hinweis ansehen, dass die Macher nicht wussten, wohin sie mit all dem eigentlich wollen. Für mich ist es eher ein Hinweis, dass sich da jemand wirklich Gedanken gemacht hat über diese ganze Thematik und zu dem Schluss gekommen ist, dass es da keine klaren Antworten gibt.
                    Das (und das, was Larkis geschrieben hat), ist ja auch IMO das, was das Ende auch durchaus davor bewahrt, von mir gehasst zu werden. In gewisser Hinsicht passt es ja auch zur Serie selbst. Schade ist daran nur, dass damit viele der Elemente, die beim ersten Mal Sehen spannend sind, plötzlich im Nichts verpuffen, weil sie grob gesehen keinerlei Konsequenz haben.

                    Was man den Autoren dann nämlich trotz aller Liebe immer noch vorwerfen kann, ist dass sie Spannung mit Antworten erzeugen, die sie immer wieder verschieben und am Ende einfach gar nicht geben. Dass sie sie nicht geben, ist sehr erfrischend, aber dann ist der Aufbau nicht immer ganz gelungen. Für die Tatsache, dass man eh nicht beantworten wollte, wer der Dying Leader ist, haben die Autoren einfach viel zu sehr mit der Frage rumgespielt. Das haben sie gewiss auch gemacht, um die Fans mit ihren Rätseln bei Laune zu halten. Dieses "Bei-Laune-halten" ist dann gerade in Staffel 3 der Grund für ein paar besonders verwegene Drehbuchkniffe: die Frage, ob Baltar ein Zylon ist, die Explosion der einen Sonne da... alles Spannungselemente, die aber alle relativ unspannend oder eben gar nicht aufgelöst werden.

                    Abseits des Religionsbogens ist das der ominöse "Plan" der Zylonen, der keiner ist. Immer wieder Versprechungen und Kreuzwege, die nirgendwo hinführen. Das ist schon ein systematisches Problem der Serie und so kreativ das Ende auch sein mag, wenn man einmal anhand der Serie die Arbeitsweise der Autoren begriffen hat, muss man schon blind sein, um nicht zu sehen, dass diese Schwäche leider eben auch im Finale allgegenwärtig ist.
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                    • #11
                      @garakvsneelix: Ich meinte das mit den klaren Antworten eigentlich hauptsächlich auf die Gottesfrage bezogen. Ich stimme dir schon zu, dass das eine oder andere in der Luft hängen blieb oder "unspannend" aufgelöst wurde; und ein paar Logik-Krater bleiben wohl auch. Perfekt ist die Serie sicher nicht. Aber alles in allem betrachtet war das für mich schon ok, wie man das zu Ende gebracht hat.

                      Wobei einige Dinge auch einfach von manchen Fans arg eng und wörtlich gesehen wurden. Ich habe beispielsweise kein Problem damit, Roslin als "the dying leader" zu akzeptieren, auch wenn sie noch die neue Erde betreten hat, aber kurz danach stirbt. Natürlich stimmt die Prophezeiung nicht wörtlich, aber es stimmt dahin gehend, dass Roslins Leben zu Ende ging, als der neue Zyklus auf der neuen Erde begann und sie eben nicht in den Neuanfang einbezogen gewesen ist.

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                      • #12
                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Was man den Autoren dann nämlich trotz aller Liebe immer noch vorwerfen kann, ist dass sie Spannung mit Antworten erzeugen, die sie immer wieder verschieben und am Ende einfach gar nicht geben. Dass sie sie nicht geben, ist sehr erfrischend, aber dann ist der Aufbau nicht immer ganz gelungen. Für die Tatsache, dass man eh nicht beantworten wollte, wer der Dying Leader ist, haben die Autoren einfach viel zu sehr mit der Frage rumgespielt. Das haben sie gewiss auch gemacht, um die Fans mit ihren Rätseln bei Laune zu halten. Dieses "Bei-Laune-halten" ist dann gerade in Staffel 3 der Grund für ein paar besonders verwegene Drehbuchkniffe: die Frage, ob Baltar ein Zylon ist, die Explosion der einen Sonne da... alles Spannungselemente, die aber alle relativ unspannend oder eben gar nicht aufgelöst werden.
                        Ich dagegen finde es gerade schön, das es keine Eindeutigen Antworten sondern viel zu spekulieren gibt. Gerade deswegen bietet sie doch so viel Gesprächstoff. Bei Stargate z.B. gibts gar nichts zu diskutieren nach Ende der Serie. Hier dagegen kann man viele Sachen immer wieder von anderen Blickwinkeln aus beleuchten, neue Facetten erfahren.

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Abseits des Religionsbogens ist das der ominöse "Plan" der Zylonen, der keiner ist. Immer wieder Versprechungen und Kreuzwege, die nirgendwo hinführen. Das ist schon ein systematisches Problem der Serie und so kreativ das Ende auch sein mag, wenn man einmal anhand der Serie die Arbeitsweise der Autoren begriffen hat, muss man schon blind sein, um nicht zu sehen, dass diese Schwäche leider eben auch im Finale allgegenwärtig ist.
                        Ich find es zugegebenermaßen lustig, wie man sich so in diesen Satz "Und sie haben einen Plan" reinsteigern kann.

                        Aber ansonsten ja, sie haben mit dem Satz angefangen und sich erst später überlegt was sie genau draus machen. Klar mag es für manche Schade sein das die Cylonen am Ende nicht den überbrillianten Mind-Fuck Plan hatten, der wirklich jede Eventualität mit einbezogen hat.

                        Den groben Plan hat man aber schon mitbekommen inklusive der Änderungen die durch außen erwirkt wurden.

                        Der Plan war, es den Final 5 zu zeigen wie abstoßend die Menschliche Gesellschaft ist um sie dazu zu bringen aus Cavil wieder eine Maschine zu machen. Und nebenbei sollten dann die Menschen noch augelöscht werden. Das war der Plan, den Cavil auch eiskalt durchgezogen hat, bis die anderen Humlons rebelliert haben.

                        Ansonsten ist es mir ehrlich gesagt lieber wenn man nach und nach neue Puzzleteile hinzufügt, als dann das B5 Syndrom zu haben.
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                        • #13
                          Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                          Ich find es zugegebenermaßen lustig, wie man sich so in diesen Satz "Und sie haben einen Plan" reinsteigern kann.
                          Mir doch auch. Darum kann ich es nicht verstehen, was die Autoren da geritten hat, das 3 Staffeln lang wirklich am Anfang jeder Folge zu zeigen.

                          Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                          Der Plan war, es den Final 5 zu zeigen wie abstoßend die Menschliche Gesellschaft ist um sie dazu zu bringen aus Cavil wieder eine Maschine zu machen. Und nebenbei sollten dann die Menschen noch augelöscht werden. Das war der Plan, den Cavil auch eiskalt durchgezogen hat, bis die anderen Humlons rebelliert haben.
                          Das ist aber kein Plan. Das ist ein Ziel.

                          Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                          Ansonsten ist es mir ehrlich gesagt lieber wenn man nach und nach neue Puzzleteile hinzufügt, als dann das B5 Syndrom zu haben.
                          Natürlich ist ein Mangel an Flexibilität immer zu erwarten, wenn man längerfristig plant. Aber dann baue ich auch keine Rätsel ein. DS9 hat das eigentlich ganz gut kompensiert. Statt auf einem halbgaren Abgesandten-Plot voller Prophezeiungen und Geheimnissen herumzureiten, der an mangelnder Planung krankte, baute man das Dominion mit ein. Das Dominion bot Platz für einen durchgehenden Handlungsstrang, der keine Planung in diesem Sinne brauchte. Man muss nicht gut planen, um gut zu sein, aber gerade solche Prophezeiungsgeschichten würde ich dann auch nicht erzählen, denn die können zwar Quotengold sein, aber fangen bei mangelnder Planung auch immer ganz schnell an, ganz leicht zu stinken.

                          Ich denke, wenn es um mysteriöse Begebenheiten geht, darf man, möchte man eine wahrlich geniale Serie bauen, einfach einen Pfad nie verlassen: Baue nur dann Geheimnisse ein, wenn du weißt, wie du sie auflösen willst. Wenn zu solchen Auflösungen nun in nBSG "Gott war's" hinzukommt, ist das für mich nicht pro forma etwas schlechtes. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass gerade Staffel 3 wesentlich anders ausgesehen hätte, wenn man das von vornerein so angegangen wäre.
                          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                          Für alle, die Mathe mögen

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                          • #14
                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Mir doch auch. Darum kann ich es nicht verstehen, was die Autoren da geritten hat, das 3 Staffeln lang wirklich am Anfang jeder Folge zu zeigen.
                            Frag mich nicht.

                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Das ist aber kein Plan. Das ist ein Ziel.
                            Aber die genaue Umsetzung erfährt man doch in der Serie und im Film "The Plan". Man erfährt alles was die Zylonen machen bis zu dem Zeitpunkt ab dem eh beide Seiten in der Serie gezeigt werden. Was genau fehlt dir da.

                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Natürlich ist ein Mangel an Flexibilität immer zu erwarten, wenn man längerfristig plant. Aber dann baue ich auch keine Rätsel ein. DS9 hat das eigentlich ganz gut kompensiert. Statt auf einem halbgaren Abgesandten-Plot voller Prophezeiungen und Geheimnissen herumzureiten, der an mangelnder Planung krankte, baute man das Dominion mit ein. Das Dominion bot Platz für einen durchgehenden Handlungsstrang, der keine Planung in diesem Sinne brauchte. Man muss nicht gut planen, um gut zu sein, aber gerade solche Prophezeiungsgeschichten würde ich dann auch nicht erzählen, denn die können zwar Quotengold sein, aber fangen bei mangelnder Planung auch immer ganz schnell an, ganz leicht zu stinken.

                            Ich denke, wenn es um mysteriöse Begebenheiten geht, darf man, möchte man eine wahrlich geniale Serie bauen, einfach einen Pfad nie verlassen: Baue nur dann Geheimnisse ein, wenn du weißt, wie du sie auflösen willst. Wenn zu solchen Auflösungen nun in nBSG "Gott war's" hinzukommt, ist das für mich nicht pro forma etwas schlechtes. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass gerade Staffel 3 wesentlich anders ausgesehen hätte, wenn man das von vornerein so angegangen wäre.
                            Das ist der Punkt den ich nicht verstehe. Auf "Gott war's" läuft die Serie buchstäblich von Satz 1 an hinaus. Gut in den ersten 2 Staffeln kann man vielleicht noch sagen, dass Head-Six doch irgentwie von den Cylonen gesendet wird, aber spätestens mit dem Auftauchen von Head-Baltar in Download und dem Wissen das die Cylonen damit nichts zu tun hatten.

                            Welche Möglichkeiten gab es dann am Ende, auch als Chara zurückgekehrt ist? Der mysteriöse 13 Stamm besteht aus Gottgleichen Wesen die über Lichtjahre Entfernung Hologramme senden können die weder von Cylonen, noch von Menschen aufgespürt werden konnten? Wo sich dann die Frage stellt wozu das ganze überhaupt?

                            Am Ende taucht eine mysteriöse Superrasse auf die ja kA warum einfach aktiv werden? Auch keine für mich befriedigende Erklärung.

                            Für mich ist eigentlich Gott war's die einzige nachvollziehbare Erklärung die man bei der Serie erwarten kann. Gott kümmert sich um seine Schöpfung, hält sie am Leben und versucht eine friedliche Koexistenz zwischen mensch und Zylon herbeizuführen, wofür er mal mehr oder mal weniger eingreift.

                            Für mich die einzig funktionierende Lösung. Und wie gesagt wird ja nicht einfach gesagt Gott wars, auf diese Lösung wird die ganze Serie lang hingearbeitet.

                            Alles andere kommt mir da wie gesagt eher aufgesetzt vor.
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                            • #15
                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Frag mich nicht.
                              Siehst du, das ist das Problem: Die Autoren darf man auch nicht fragen.


                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Aber die genaue Umsetzung erfährt man doch in der Serie und im Film "The Plan". Man erfährt alles was die Zylonen machen bis zu dem Zeitpunkt ab dem eh beide Seiten in der Serie gezeigt werden. Was genau fehlt dir da?
                              Ich habe in "The Plan" keinen Plan gesehen, sondern nur einen Cavil, der hier und da mal ein wenig interveniert, mal hier und da was ausprobiert, aber keinen Plan, der auch nach "And they have a plan" klingt. Was Palpatine in den neuen SW-Filmen macht, das ist mal ein Plan. Weit vorausschauend und genau aufgehend. Aber das, was Cavil da macht, ist ein Witz von einem "Plan".


                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Das ist der Punkt den ich nicht verstehe. Auf "Gott war's" läuft die Serie buchstäblich von Satz 1 an hinaus. Gut in den ersten 2 Staffeln kann man vielleicht noch sagen, dass Head-Six doch irgentwie von den Cylonen gesendet wird, aber spätestens mit dem Auftauchen von Head-Baltar in Download und dem Wissen das die Cylonen damit nichts zu tun hatten.
                              Komisch, ich habe schon viele SF-Serien gesehen, wo Leute etwas gesehen haben, was nur sie sehen konnten, OHNE dass es Gott gewesen ist. Gott war immer eine Möglichkeit, ja, aber das heißt nicht, dass man dahinter auch eine weitere dritte Macht mit einem wirklichen "Plan" hervorbringen könnte. Ich bearbeite mal...

                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Am Ende taucht eine mysteriöse Superrasse auf die ja kA warum einfach aktiv werden? Auch keine für mich befriedigende Erklärung.
                              ...im selben Wisch, denn genau über dieses kA warum hätten sich die Autoren schon von Beginn an Gedanken machen können und dann wäre...

                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              Für mich die einzig funktionierende Lösung. Und wie gesagt wird ja nicht einfach gesagt Gott wars, auf diese Lösung wird die ganze Serie lang hingearbeitet.

                              Alles andere kommt mir da wie gesagt eher aufgesetzt vor.
                              ...auch gar kein Argument mehr, da eine vorher geplante Lösung IMMER zu dem passt, was der Autor schreibt. "Gott war's" ist jetzt bei weitem nichts, was die Serie kaputt macht, vermutlich ist es schon besser als jede andere aufgesetzte "Auflösung", da sie immerhin die Konsistenz der Serie weitestgehend zusammen hält (etwaige Fehler kann man wohl dann immer mit "Gott war's" wegerklären), aber dass man überhaupt eine aufgesetzte Lösung gebraucht hätte, ist der Fehler der Autoren.

                              Kurz gefasst: "Gott war's" ist kein schlechter Ansatz. Eine literarische Meisterleistung ist das aber keineswegs. Es ist halt ein relativ vernünftiger Weg, sich aus einer Krise (wie man sie in Staffel 3 wohl zeitweise hatte) herauszuschreiben. Nur große Kunst ist das nicht. Deus ex machinas (und so philsophisch das hier herkommt, viel mehr ist es nicht) bringt jedes Kleinkind zustande.
                              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                              Für alle, die Mathe mögen

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