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    #31
    So, gestern war ich auch nach langer Zeit wieder mal im Kino. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht, mir hat der Film sogar besser gefallen wie der 2. Teil. Der 2. Teil wird mMn nur so hoch gelobt wegen der wirklich gelungenen Joker-Darstellung. Wenn man jemanden über den Film fragt hört man immer nur, "hi ja der war geil, der Joker war Hammer".
    Aber der 3. Teil hatte auch seine Charaktere u. die haben mMn alle recht gut zusammen gepasst. Und es hat doch einige Parallelen hinsichtlich "der realen" Welt gegeben. Von Finanzhaien bis hin zu dem "Oberschichtlichern" etc. war im Grunde alles vertreten.
    Auch das Ende wo klar wurde, dass Bane eigentlich auch nur ein Handlanger war, hat mich erstmal doch überrascht, u. dass der Gefangene der es geschafft hat nach oben zu klettern eine Frau war. Und in welchem Batman-Film ist er eigentlich gestorben? Auch der Werdegang in Richtung Robin wurden eigentlich sehr gut erklärt.

    Wie schon gesagt habe ich mich in dem Film sehr gut unterhalten gefühlt u. es war ein schöner Abschluss der Trilogie.
    Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

    Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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      #32
      Habe mir den Film auch gestern angesehen & bin begeistert!

      Auch wenn mir das Eine oder Andere schon Früh klar war z.B. das Bane nur ein Handlanger ist & wer der Oberbösewicht ist oder das Batman bzw. Bruce Wayne überlebt. Aber das stört mich nicht weiter denn der Film ist an sich sehr stimmig!

      Das Einzige was mich störte war die nervige Synchronstimme von Bane!
      Das hätte man wirklich besser machen müssen, das wurde vor allem in der Stadionszene deutlich!
      Eine tiefe rauchige Stimme, wie Sie z.B. Batman hat wäre viel passender für diese bedrohliche Figur gewesen!

      Aber das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt den habe!

      Manchmal bin ich wirklich froh wenn ich die Vorlage eins Filmes nicht kenne weil ich dann nicht in Versuchung gerate jede einzelne Szene zu vergleichen & zu analysieren!

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        #33
        @ Leandertaler: Du hast recht, denn er hätte sich nach "TDK" so vieler Dinge als Bruce Wayne widmen können. Und im Film wird auch deutlich, dass er das auch versucht hat. Erst als das Reaktorprojekt scheitert, will er aber nicht mehr. Erst danach suhlte er sich lieber in Selbstmitleid und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Das geht jedenfalls aus dem Gespräch zwischen Miranda Tate und Bruce Wayne auf dem Maskenball hervor. Den Reaktor hat er ja nur einmotten lassen, da ihm bewusst (Nachricht über Dr. Pavels Forschung) wurde, dass man ihn als Waffe benutzten kann.

        Diese Reaktion passt auch zu seinem Charakter, da er bereits in "TDK" diese Sonartechnologie zwar einmalig benutzt, aber danach vernichten lässt. Zudem wurde in "Batman Begins" diese Mikrowellenwaffe von Wayne Enterprises ebenfalls gegen die Zivilbevölkerung von Gotham eingesetzt. Im Prinzip geht es in "TDKR" auch u.a. darum, dass die Dinge mit denen Bruce etwas Gutes erreichen wollte von Bane gegen ihn verwendet werden. Der Reaktor, Batmans Ausrüstung und eben sogar die Ausbildung bei Ra´s al Ghul wird zu seinem Nachteil.

        Erst wurde Bruce die Aussicht auf ein Leben nach Batman genommen (Rachels Tod in TDK), dann wird Batman zum Schurken und obsolet und dann scheitern auch noch seine Bemühungen als Bruce Wayne. Jeder Teil von Bruce Persönlichkeit bekommt somit einen Schlag in die Magengrube. Logisch betrachtet finde ich diese Entwicklung nicht unglaubwürdig. Er ist auf jeden Fall nicht einfach ohne Grund ein antriebsloser Einsiedler geworden.


        Über den Sprung kann man natürlich streiten. Aber den Sprung schafft nicht "jedes Kind". Es gab ein Kind, welches diesen Sprung geschafft hat und der Film begründet auch ziemlich genau warum es das Kind geschafft hat. Zudem wird im Film auch sehr viel Zeit damit verbracht zu betonen, dass dieser eine Sprung eine absolute Ausnahme war. Schließlich wurde er für die Gefängnisinsassen zu einer Art Legende. Im Prinzip wird die Legende im Film zudem auch nur nacherzählt, weswegen das Gezeigte noch nicht einmal der Wahrheit entsprechen muss. Sieht man daran, dass die Insassen in der Legende von Bane sprechen obwohl er es gar nicht war.

        Wenn du dich aber natürlich auf die Physis versteifst und dir das so wichtig ist, dann kommst du in den Filmen von Christopher Nolan meiner Meinung nach wirklich nicht sehr weit.

        Körperliche Stärke spielt bei Nolan eigentlich von Anfang an keine Rolle. Es ging bei Nolan immer um den Willen oder die Entschlossenheit ein Ziel zu erreichen. Sich einer Idee oder einem Ideal zu verschreiben im Sinne von "to make yourself more than just a man". Das ist der emotionale Kern, der die gesamte Reihe zusammenhält. Diesem Kern wird eigentlich alles andere untergeordnet und das führt manchmal auch zu unlogischen oder unrealistischen Momenten. Nolan hält sich einfach nicht damit auf zu erklären wie Person 1 von Punkt A nach Punkt B gekommen ist. Ihn interessiert auch nicht, wie Batman diese riesige brennende Fledermaus an die Brücke gepinselt hat.

        Du wirst in Nolans Filmen unzählige Stellen finde, wo eine besondere Aussage Bezug auf die Einstellung der Personen einer realistischen Darstellung vorgezogen wird.

        Bruce könnte als realer Mensch auch nicht das machen was er da als Batman zeigt. Trotzdem ist es glaubwürdig umgesetzt.
        "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
        Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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          #34
          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
          Erst wurde Bruce die Aussicht auf ein Leben nach Batman genommen (Rachels Tod in TDK), dann wird Batman zum Schurken und obsolet und dann scheitern auch noch seine Bemühungen als Bruce Wayne. Jeder Teil von Bruce Persönlichkeit bekommt somit einen Schlag in die Magengrube. Logisch betrachtet finde ich diese Entwicklung nicht unglaubwürdig. Er ist auf jeden Fall nicht einfach ohne Grund ein antriebsloser Einsiedler geworden.
          Dass einiges schief gegangen ist, bestreite ich auch garnicht. Das Problem ist, dass ich manches auch beim besten Willen nicht nachvollziehen kann.
          Natürlich macht es der Film einem da auch nicht gerade leicht, weil er 8 Jahre überspringt und man mehr oder weniger gezwungen ist, diesen Sachverhalt einfach so zu akzeptieren, das Grundproblem ist wohl aber, dass ich Nolan diese Nummer mit Rachel noch nie abgenommen habe.
          Rachel war doch nie mehr als ein Plot Device und wie Bruce Wayne ernsthaft auf die Idee kommen konnte, dass Rachel jahrelang auf ihn wartet, obwohl sie ungefähr 5 Minuten zusammen waren, und während er reihenweise Bimbos knallt, ist mir von Anfang an unbegreiflich gewesen, weshalb ich Konsequenzen daraus eben auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich gehe gerade noch so weit mit, dass er in TDK lieber Rachel rettet als Dent (sorum war es doch geplant, oder?), aber dann ist Schluss. Mir ist daher auch völlig unerklärlich, was da in TDKR für ein Aufstand um den Brief aus TDK gemacht wird.
          Es erschien doch in TDK, auch ohne den Brief, nicht für eine Sekunde irgendwie möglich, dass Rachel sich wegen ihm von Dent trennt und Nolan hat sich auch nicht die geringste Mühe gegeben, dem Zuschauer irgendwie zu vermitteln, warum Bruce das glauben könnte, außer dass Bruce das eben so sagt. Und 8 Jahre später ist er immer noch nicht auf den Trichter gekommen?

          Und damit, dass ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, warum es ohne Rachel kein Leben nach dem Batman geben soll, halte ich die anderen Dinge dann auch nicht für sonderlich schwerwiegend. Ja, Batman wird zum Schurken und ist überflüssig, aber wenn Bruce nicht gerade vorhatte Batman-Actionfiguren zu verkaufen, dann ist das doch kein Problem, und auch die DualUse-Geschichte mit dem Reaktor, der so immernoch eine große Leistung darstellt, ist IMHO zu verkraften. Geht es ihm darum den Leuten in Gotham zu helfen oder darum als Held verehrt zu werden?

          Bruce könnte als realer Mensch auch nicht das machen was er da als Batman zeigt. Trotzdem ist es glaubwürdig umgesetzt.
          Das Problem, das ich mit diesem Sprung habe, ist dass er so in den Vordergrund gerückt wird. Natürlich sind Filme nicht realistisch und natürlich sind auch Batmans sonstige Handlungen das nicht, aber während ich nunmal bereit bin zu akzeptieren, dass die Guten im Film immer gewinnen und die Bösen im richtigen Moment daneben schießen, ist das schlicht Magie. Das ist eben keine Actionszene mehr, die man dem Spektakel wegen etwas aufgeblasen hat und da ist für mich dann auch die Grenze überschritten, wo die suspension of disbelief nicht mehr funktioniert. Man hätte dem Typen im Knast einfach lustige Ohren ankleben und ihm die Sätze "that is why you fail" und "size matters not" in den Mund legen sollen, die lustigerweise auch noch perfekt passen würden.
          I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

          - George Lucas

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            #35
            Gut, wenn du ihm die Nummer mit Rachel sowieso von Anfang an nicht abnimmst, dann ist es auch kein Wunder, wenn du im weiteren Verlauf der Geschichte Probleme damit bekommst. Ich kann schlecht dagegen argumentieren, wenn du da emotional nicht mitfühlen kannst, aber es ändert nichts daran, dass es diesen Subplot gibt, auf den sich seit Batman Begins immer wieder bezogen wird.

            Rachel ist zwar ein Plot-Device, das ist vollkommen richtig, aber das ist fast jede andere Figur in der TDK-Trilogie auch. Sie sind nur dazu da um primär Bruce Wayne, Batman oder Gotham selbst zu charakterisieren. Daher wird sich auch nur auf die Szenen mit ihr konzentriert, die auch wirklich wichtig und aussagekräftig in Bezug auf Bruce sind. Gordon, Fox, Alfred, Dent, Joker, Flass, Falcone und Co. funktionieren da nicht anders. Sie repräsentieren einfach etwas ganz bestimmtes und geben der Story von Bruce Wayne die nötige Substanz und den nötigen Konflikt. Viel Raum für eine Charakterentwicklung bekommen die Nebenfiguren dabei selbst aber nicht. Ein Privatleben scheinen die meisten Personen in der "TDK"-Trilogie auch nicht zu haben.

            Als Ausgleich bekommen man stattdessen eine sehr komplexe Darstellung des Charakters von Bruce Wayne, der Bedeutung von Batman und der Entwicklung von Gotham. In "TDK" sieht Bruce zum ersten Mal, dass Batman nicht mehr gebraucht werden könnte. Also beginnt er sich zum ersten Mal ernsthaft mit der Zeit nach Batman zu beschäftigen und das wird durch Rachel repräsentiert. Es wurde am Ende von Batman Begins etabliert, dass beide mehr füreinander empfinden als nur Freundschaft, aber Batman quasi zwischen ihnen steht. Rachel stellt ihm dabei in Aussicht, dass sie eine gemeinsame Zukunft haben könnten, wenn Batman nicht mehr gebraucht werden würde. Auf dieses Gespräch kommt Bruce in "TDK" zurück bevor er sich den Behörden stellen will. Die letzte Konversation zwischen Bruce und Rachel im Film verdeutlicht dies, indem er sich noch einmal vergewissert, ob sie das damals in Batman Begins wirklich so meinte. Darum ist Bruce auch der Meinung, dass Rachel sich für ihn entschieden hat und nicht für Harvey. Sie küssen sich und er will sich den Behörden stellen. Als er das nicht tut, reagiert Rachel ja ziemlich empört und schreibt den Brief nach dem Motto "Ich meinte das damals zwar so, aber ich realisiere, dass du niemals ohne Batman sein kannst und wir deshalb keine gemeinsame Zukunft haben können."

            Danach stirbt Rachel und Bruce erfährt nichts von Rachels Brief. Für Bruce sieht es so aus, dass Rachel nie über ihn hinweg gekommen ist, obwohl sie mit Harvey hätte glücklich werden können. Daher lässt er sie auch nach ihrem Tod auch nicht los und gründet keine Familie mit einer anderen Frau.

            Und Rachel ist in "TDK" durchaus zwischen Harvey und Bruce hin und hergerissen. Sie muss sich auch erst einmal klar werden, was sie will. Dabei spielt es für sie auch keine Rolle, dass Bruce "reihenweise Bimbos knallt". Erstens wird im Film nicht gezeigt, wie Bruce reihenweise irgendwelche Mädels flach legt und zweitens weiß Rachel seit dem Ende von BB, dass Bruce Auftritte mit den schönen Mädels nur Teil einer Show sind. Wüsste sie nichts von seinem Geheimnis, dann wäre das wieder was anderes. Wie sie dann reagiert hat man ja auch in "Batman Begins" gesehen.

            Und damit, dass ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, warum es ohne Rachel kein Leben nach dem Batman geben soll, halte ich die anderen Dinge dann auch nicht für sonderlich schwerwiegend. Ja, Batman wird zum Schurken und ist überflüssig, aber wenn Bruce nicht gerade vorhatte Batman-Actionfiguren zu verkaufen, dann ist das doch kein Problem, und auch die DualUse-Geschichte mit dem Reaktor, der so immernoch eine große Leistung darstellt, ist IMHO zu verkraften. Geht es ihm darum den Leuten in Gotham zu helfen oder darum als Held verehrt zu werden?
            Er will immer helfen, aber alles was er anfasst geht doch kaputt und das konnte er irgendwann nicht mehr verkraften. Natürlich hätte er andere Wege finden können, aber er hat es nicht. So etwas passiert im Leben, wenn Menschen ihren Lebensinhalt verlieren.


            Das Problem, das ich mit diesem Sprung habe, ist dass er so in den Vordergrund gerückt wird. Natürlich sind Filme nicht realistisch und natürlich sind auch Batmans sonstige Handlungen das nicht, aber während ich nunmal bereit bin zu akzeptieren, dass die Guten im Film immer gewinnen und die Bösen im richtigen Moment daneben schießen, ist das schlicht Magie. Das ist eben keine Actionszene mehr, die man dem Spektakel wegen etwas aufgeblasen hat und da ist für mich dann auch die Grenze überschritten, wo die suspension of disbelief nicht mehr funktioniert. Man hätte dem Typen im Knast einfach lustige Ohren ankleben und ihm die Sätze "that is why you fail" und "size matters not" in den Mund legen sollen, die lustigerweise auch noch perfekt passen würden.
            Es ist ein Charaktermoment und sogar der entscheidende Moment im Film, der dem Film sogar seinen Namen verdankt. Magie ist das nicht, aber es hat eine tiefere psychologische Bedeutung. Wenn man das nicht akzeptieren kann, dann machen solche Filme natürlich auch keinen Sinn, weil sie nämlich genau darauf abzielen und die thematische Ausrichtung des Films genau darauf abgestimmt wird.

            Im ersten Film muss Bruce seine Angst überwinden und in diesem muss er sie wiederfinden. Im ersten Film hat er viel zu verlieren und in diesen hat er bereits alles verloren.

            EDIT: Fett Korrekturen
            Zuletzt geändert von Skeletor; 07.08.2012, 16:50.
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              #36
              Inzwischen habe ich TDK noch mal angesehen, an die eine oder andere Szene konnte ich mich nicht mehr erinnern, und muss meine Meinung an einigen Stellen korrigieren bzw. dir Rcht geben. Das Love-Triangle wird doch viel eindeutiger gezeigt als ich das in Erinnerung hatte, weshalb ich da klein beigeben muss. Allerdings ist mir auch klar geworden, warum, davon so wenig hängen geblieben ist. Zwischen Rachel und Bruce ist praktisch keine Chemie erkennbar und als Zuschauer weiß man natürlich auch irgendwie, dass Batman das Cape sowieso nicht an den Nagel hängt.

              Allerdings abe ich mit seinem Rückzug immer noch Probleme. Da wäre es IMHO geschickter gewesen, ihn von Anfang an noch gelegentlich den Batman spielen zu lassen, Kriminelle gab es ja in der Kanalisation, und ihn einfach etwas selbstzerstörerisch darzustellen.
              Dass er sich aber jahrelang fast vollständig isoliert und dann innerhalb von Minuten wieder in den Batman-Modus umschaltet, geht zu weit. Da habe ich einfach das Gefühl, dass Nolan hier den Howard Hughes Film verwurstet hat, denn er vor ein paar Jahren mal machen wollte, aber Hughes war psychisch und körperlich eben wirklich krank, während Bruce vielleicht keinen Sinn mehr im Leben sieht, ansonsten geistig aber noch auf der Höhe ist und sich auch die körperlichen Beschwerden ganz schnell in Luft auflösen bzw. von Anfang technisch lösbar waren.
              Dazu habe ich in der Hinsicht vielleicht auch ein Problem mit Nolans Stil, wo einem ganz viel nur erzählt wird. Denn natürlich ist Rachel in TDK sein Ausweg, aber eben nicht zwangläufig sein einziger, denn das weiß man natürlich erst hinterher. Sie sagt einfach, dass Bruce sie nicht zu seinem einzigen Ausweg machen sollte und in TDKR kriegt man dann erzählt, dass es tatsächlich so war. Nolanspart sich, wie so oft, den prozess zu etwas, er liefert das Ergebnis und eine auf einen Satz eingedampfte Erklärung. Das war schon so, als Bruce auf Weltreise ging, das war so als Dent Two-Face wurde und am Ende muss man es eben einfach glauben oder nicht.

              Und noch viel weniger nachvollziehen kann ich eben die Geschichte mit dem Reaktor, denn dadurch, dass er ihn zurück hällt, entsteht eben gerade kein Schaden bzw. es entsteht schon ein Schaden, nämlich dass u.a. das Geld für die Waisenhäuser fehlt, aber das kriegt er ja nicht mal mehr mit.
              Natürlich scheitert er hier trotzdem, allerdings hat er nebenbei noch einen gigantischen wissenschaftlichen Durchbruch gelandet, auf den sonst wohl jeder stolz wäre (wobei es antürlich eh unrealistisch ist, dass da nciht Hunderte oder Tausende bescheit wussten). Was dieses Scheitern für ihn wirklich bedeutet, erfährt man allerdings auch hier nie, es wird halt einfach gesagt, dass er beleidigt war und sich dann in seinem Zimmer eingeschlossen hat.

              Was die Technologie angeht, die sich dann gegen Wayne richtet, sehe ich das übrigens etwas anders, das scheint in TDKR nämlich noch weiter zu gehen. Er hällt ja nicht nur den Reaktor oder irgendwelche Erfindungen der eigenen Firma zurück, er besorgt sich auch noch das CleanSlate-Programm, weil anscheinend er allein bestimmen muss, was für die Welt zu gefährlich ist.

              Der Sprung, dem ich letztendlich übrigens gar nicht so viel Bedeutung zumesse, wie das hier jetzt aussehen mag, stört mich übrigens nur, weil Nolan etwas derart unrealitisches zur Veranschaulichung verwendet. Das ist so in der Realität einfach nicht möglich und das ist letztendlich alles, worum es mir geht. Gestört hat mich in der Hinsicht aber auch nicht speziell diese Szene, sondern eine ganze Reihe. Nolan bricht an einigen Stellen mit dem (für einen Actionfilm) fast absoluten Realismus des Vorgängers und das fühlt sich, in insgesamt immer noch sehr realistisch wirkenden Welt, dann IMHO einfach "falsch" an.
              I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

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                #37
                Ich fand den Streifen großartig. Tatsächlich belangen mich einige der hier zitierten Logiklöcher (die sie auch ohne Zweifel sind) nur peripher, weil Nolan einen grandiosen Film und einen würdigen Abschluss seiner Vision der Batman -Geschichte abgeliefert hat.
                Die Schauspieler sind allesamt hervorragend besetzt und aufgelegt, wobei Tom Hardy einen besonders schweren Job zu erledigen hatte, denn ihm wurde schlicht und ergreifend die fieseste Maske verpasst, die das meiste seines Gesichts verdeckt.
                Christian Bale kann - trotz Batmanmaske - mit Augen und Mundpartie arbeiten, was emotionale Abläufe freihält. Hardy allerdings bleiben neben seinen Augen eigentlich kaum Möglichkeiten.
                Aber dieser tolle Mime schafft es aus dem Handicap einen Vorteil zu machen und wirkt jederzeit bedrohlich und eindringlich.
                Ansonsten ... es schert mich ehrlich nicht, wie Bruce Wayne aus einem fernen Land entkommen und binnen weniger Stunden nach Gotham zurückkehren kann (vielleicht greift er auf Verbindungen zurück, der er während seiner Weltreise geschaffen hat). Fakt ist, der Zuschauer muss sich einfach ab und an auch mal Gedanken machen, während der Regisseur gewisse Einschränkungen hinsichtlich der Laufzeit eines Filmes zu berücksichtigen hat.
                Also: Bruce entkommt dem Gefängnis und schafft es nach Gotham zurück, ehe die Bombe hochgeht. BASTA!
                Den Ruf nach dem endgültigen Tod von Bruce Wayne jedoch kann ich schon eher verstehen, denn sein Tod hätte die Gabe seines Opfers wirklich perfekt dargestellt und seiner Antwort auf Selina Kyles "Du hast ihnen alles gegeben!" in eine traurige, endgültige Wahrheit umgewandelt.
                Aber hier muss man zweierlei berücksichtigen.
                Zum einen pokern die Studiobosse mit einer weiteren Fortsetzung (selbstverständlich dann ohne Bale und Nolan), in der Bruce Wayne wieder auftauchen soll/muss/kann.
                Zum anderen lebt Bruce Wayne in der Vorlage - den Comics - ja auch noch/wieder.
                Ich denke, eine solche Diskrepanz zwischen Vorlage und Verfilmung wäre nicht gut, denn sie würde die Fan evtl. in zwei Lager spalten und damit letztlich auch die Einnahmen schmälern.
                Auch wenns etwa zu bittersüss ist, das Ende des Filmes, so ist es doch das einzig mögliche, weil hier der Balanceakt zwischen zwei Bereichen (Comic und Film) gehalten werden muss.
                Ich muss jedoch zugeben ... wenn er gestorben wäre, hätte die Story letztlich konsequenter gewirkt.
                Molto bene!

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                  #38
                  Ich gebe dir da recht, dass man als Zuschauer davon ausgeht, dass Bruce natürlich nie das Cape an den Nagel hängt. Ich bin am Ende von TDK auch immer davon ausgegangen, dass er auch weiterhin als Batman aktiv sein würde. Nur dann eben gejagt von der Polizei. Das liegt aber vor allem daran, dass Batmans Kampf gegen die wahnsinnigen Kriminellen in den Comics erst dann beginnt, als das organisierte Verbrechen in Gotham zerschlagen ist. Bei Nolan bildet es quasi den Endpunkt. Gerade wenn man TDKR berücksichtigt, dann ist Nolans Batman einfach nicht der Charakter, der einen ewigen Feldzug führen kann. Dafür hat Bruce zu viele körperliche und auch psychologische Grenzen. Das wird aber auch erst klar, wenn man TDKR berücksichtigt. Batman ist normalerweise jemand, der sich von allen Verletzungen mit Leichtigkeit erholen kann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ihn der Messerstich des Jokers, der Schuss von Dent oder der Fall bei der Rettungsaktion am Ende von TDK körperlich so zugesetzt hat.

                  Letzteres hat man dann aber in TDKR auch eigentlich ausgenutzt und deshalb kommt es dir vielleicht auch komisch vor, dass Bruce nicht einfach weiter als Batman aktiv gewesen ist. Das fand und finde ich auch nach wie vor komisch, aber es eigentlich eine logische Fortführung von TDK.



                  Dazu habe ich in der Hinsicht vielleicht auch ein Problem mit Nolans Stil, wo einem ganz viel nur erzählt wird. Denn natürlich ist Rachel in TDK sein Ausweg, aber eben nicht zwangläufig sein einziger, denn das weiß man natürlich erst hinterher. Sie sagt einfach, dass Bruce sie nicht zu seinem einzigen Ausweg machen sollte und in TDKR kriegt man dann erzählt, dass es tatsächlich so war. Nolanspart sich, wie so oft, den prozess zu etwas, er liefert das Ergebnis und eine auf einen Satz eingedampfte Erklärung. Das war schon so, als Bruce auf Weltreise ging, das war so als Dent Two-Face wurde und am Ende muss man es eben einfach glauben oder nicht.
                  Genau, dieser Stil zieht sich aber durch die gesamte Trilogie hin. Nolan zeigt nur äußerst selten logische Übergänge zwischen Sequenzen, er beschränkt sich auf das wesentliche und kann dadurch deutlich komplexere Geschichten erzählen, als dies andere Sommerblockbuster können.

                  Und noch viel weniger nachvollziehen kann ich eben die Geschichte mit dem Reaktor, denn dadurch, dass er ihn zurück hällt, entsteht eben gerade kein Schaden bzw. es entsteht schon ein Schaden, nämlich dass u.a. das Geld für die Waisenhäuser fehlt, aber das kriegt er ja nicht mal mehr mit.
                  Natürlich scheitert er hier trotzdem, allerdings hat er nebenbei noch einen gigantischen wissenschaftlichen Durchbruch gelandet, auf den sonst wohl jeder stolz wäre (wobei es antürlich eh unrealistisch ist, dass da nciht Hunderte oder Tausende bescheit wussten). Was dieses Scheitern für ihn wirklich bedeutet, erfährt man allerdings auch hier nie, es wird halt einfach gesagt, dass er beleidigt war und sich dann in seinem Zimmer eingeschlossen hat.

                  Was die Technologie angeht, die sich dann gegen Wayne richtet, sehe ich das übrigens etwas anders, das scheint in TDKR nämlich noch weiter zu gehen. Er hällt ja nicht nur den Reaktor oder irgendwelche Erfindungen der eigenen Firma zurück, er besorgt sich auch noch das CleanSlate-Programm, weil anscheinend er allein bestimmen muss, was für die Welt zu gefährlich ist.
                  Ein wissenschaftlicher Durchbruch, der für Bruce aber nichts wert ist, da sich ein enormes Gefahrenpotential zeigt. Du hast das völlig richtig erkannt, dass sich Bruce in TDKR dazu aufspielt für die Welt zu entscheiden, welche Technologien er für zu gefährlich hält. Dieses Motiv ist auch sehr wichtig und wird auch früh etabliert. Gibt es in TDKR nicht diese Szene am Anfang, wo Bruce feststellt, dass die Polizei nicht die richtige Technik besitzen würde und Alfred daraufhin sagt, dass er ihnen die Technik ja einfach geben könnte. Seine Antwort ist wie immer, dass die Technik in den falschen Händen zu gefährlich ist? Er ist in TDKR ein verlorener Kontrollfreak.

                  Diesen Egoismus muss Bruce in TDKR auch überwinden und das kann er erst am Ende. Er gibt Selina den Batpod und führt Blake sogar zur Bathöhle. Von daher hat Bruce im Film gelernt die Kontrolle aus der Hand zu geben.



                  Der Sprung, dem ich letztendlich übrigens gar nicht so viel Bedeutung zumesse, wie das hier jetzt aussehen mag, stört mich übrigens nur, weil Nolan etwas derart unrealitisches zur Veranschaulichung verwendet. Das ist so in der Realität einfach nicht möglich und das ist letztendlich alles, worum es mir geht. Gestört hat mich in der Hinsicht aber auch nicht speziell diese Szene, sondern eine ganze Reihe. Nolan bricht an einigen Stellen mit dem (für einen Actionfilm) fast absoluten Realismus des Vorgängers und das fühlt sich, in insgesamt immer noch sehr realistisch wirkenden Welt, dann IMHO einfach "falsch" an.
                  Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das tatsächlich unrealistisch ist. Wie gesagt, im Sport wird immer wieder darüber gesprochen wie wichtig die psychologische Komponenten sind.
                  "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                  Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                    #39
                    Nicht so gut gefallen hat mir das Michael Caine als Alfred sehr wenig Screentime bekam und die Begründung für das Verlassen von Bruce Wayne kam nicht glaubhaft rüber. Weiters war die Story rund um Miranda vorhersehbar und man wußte leider schon sehr früh, daß sie der wahre Bösewicht ist, welchen sie aber am Ende des Films leider nicht wirklich gut rüberbrachte. Auch hätte ich gerne ein wenig mehr von Gotham City gesehen, wie es in Anarchie versunken ist. Ich denke hier wurde einiges an Potential verschenkt.
                    Sehr gut gefallen haben mir die Spezialeffekte, die Actionszenen, die neuen "Einsatzgeräte" von Batman und die musikalische Untermalung des Films war für mich ein kleines Highlight. Von den Figuren hat mir Bane besonders gut gefallen. Diese Rolle wurde von Tom Hardy überzeugend gespielt. Aber auch Anne Hathaway als Selina fand ich klasse. Die Story fand ich im Großen und Ganzen überzeugend und trotz der langen Laufzeit wurde es nie langweilig.
                    Somit vergebe ich schwache fünf von sechs Sterne.
                    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2021

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                      #40
                      Ich fand den Film leider schlecht. "Leider"; weil ich generell ein großer Anhänger Batmans bin. Zum einen war es kein Batman für mich(eher ein Robin-Prequel), zum anderen war der Film in größten Teilen einfach langweilig. Handwerklich gut gemacht, aber zu "gewollt" und aufgrund dessen unglaubwürdig.
                      Ach, ich bin einfach enttäuscht.

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                        #41
                        Ich denke nicht, dass das Thema hier schon dran war, aber es schäftigt mich eben.
                        SPOILERAls Bruce Wayne aus dem Gefängnis raus klettert. Warum muss er an der Wand lang und klettert nicht einfach am Seil hoch?

                        Einfache Frage, ich weiss, aber wenn solche Fragen den Fikm genuss schon stören, kann da etwas nicht stimmen.
                        Ich versuche meinen Status und meine Beitragszahl in diesem Forum durch sinnvolle Beiträge zu erhöhen.
                        Neues Ziel: Weniger Tippfehler...Das geht so nicht weiter!

                        Kommentar


                          #42
                          Zitat von berg-ulme Beitrag anzeigen
                          Ich denke nicht, dass das Thema hier schon dran war, aber es schäftigt mich eben.
                          SPOILERAls Bruce Wayne aus dem Gefängnis raus klettert. Warum muss er an der Wand lang und klettert nicht einfach am Seil hoch?

                          Einfache Frage, ich weiss, aber wenn solche Fragen den Fikm genuss schon stören, kann da etwas nicht stimmen.
                          Ich habe das nicht mehr im Kopf, aber es kann ja sein, dass das "Sicherungsseil" irgendwo tiefer und unterhalb der Stelle mit dem Sprung angebracht ist. Alles andere wäre ja sehr merkwürdig. Außerdem sieht man ja auch, dass Bruce nach dem Erreichen der Oberfläche ein bereitliegendes und anscheinend ausreichend langes und befestigtes Seil den Gefangenen runterkickt.

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                            #43
                            Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                            Ich habe das nicht mehr im Kopf, aber es kann ja sein, dass das "Sicherungsseil" irgendwo tiefer und unterhalb der Stelle mit dem Sprung angebracht ist. Alles andere wäre ja sehr merkwürdig. Außerdem sieht man ja auch, dass Bruce nach dem Erreichen der Oberfläche ein bereitliegendes und anscheinend ausreichend langes und befestigtes Seil den Gefangenen runterkickt.
                            Was auch unsinnig ist. Genauso sinnlos ist es das da keine Wache ist.
                            Aber kann man mir einigermaßen erklären wie das mit dem Motorrad physikalisch funktionieren kann? Also wie sich die Reifen drehen beim Richtungswechsel.

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                              #44
                              Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                              Aber kann man mir einigermaßen erklären wie das mit dem Motorrad physikalisch funktionieren kann? Also wie sich die Reifen drehen beim Richtungswechsel.
                              Das habe ich mich auch gefragt !?

                              Ein sensationeller Effekt - aber realistisch gesehen kann es doch so gar nicht funktionieren. Dabei hat Nolan doch so sehr darauf geachtet, dass die Technik mehr oder weniger plausibel rüber kommt.
                              Mit freundlichen Grüßen

                              Q U A T T R O M A N I A C

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                                #45
                                Hab mir mal ein Making Of angesehen. Das Vorderrad hängt praktisch an einer Stange, die durch ein Kugelgelenk das Vorderrad komplett um die Achse der Lenkerstange drehen kann. Mit Sperrverschluss natürlich, sonst würde es unkontrielliert um seine Achse taumeln während es fährt. Doch wie das ganze stabil während des Fahrens möglich sein soll, tja, fahren kann das Teil. Hier sieht man es sehr gut und auch die Gelenke der "Lenkstange":

                                YouTube Video



                                Zum Film an sich, er wirkte teils etwas langatmig, aber der Bösewicht kam sehr gut rüber, auch wenn er in Wirklichkeit nur 178 cm groß ist, haha, so hat man ihn stark und mächtig präsentiert und durch seine Hintergrundstory ordentlich Tiefe verliehen. Darüber hinaus war das Szenario äußerst bedrückend, eine ganze Stadt in die Knie zu zwingen und sich selbst zu überlassen. Sie zu quälen und zu richten, ohne dass jemand was dagegen unternehmen könne, das war schon ein richtig heftiges Schauspiel. Der Film gehört auf jeden Fall zu den Besten Filmen aller Zeiten!

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