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    #31
    Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand erklären WAS an dem Ende so erschreckend sein soll? ... Er hätte jede beliebige Frau umbringen können...nur weil er die Frau des
    Cops umgebracht hat ist das Ende weder gut noch erschreckend.
    Na dass der Kopf der Verlobten angeliefert wird, deren Zustand nachträglich auch noch als schwanger bekannt wird, ist schon etwas verstörend.

    Aber er musste schon die Verlobte von Mills umbringen - genau diese Frau. Wäre es irgendeine Frau gewesen hätte Mills ihn nur angeschrien und mal eine gelangt auf der Rückfahrt.

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      #32
      Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
      Kann mir jemand erklären WAS an dem Ende so erschreckend sein soll?
      Er hätte jede beliebige Frau umbringen können...nur weil er die Frau des
      Cops umgebracht hat ist das Ende weder gut noch erschreckend. Das
      Mils ausrastet und Doe erschiesst, hätte sogar ein Kind vorhergesehen.
      Weil es darum geht, dass sie mit Spacey (John Doe) sozusagen mit dem ultimativen Bösen in Menschengestalt konfrontiert waren. In der Schlusszene geht es um den inneren Kampf den der "Held" des Films auszufechten hat.
      Doe hat die ganze Zeit über ein Psychospiel mit ihm gespielt, mit dem Ziel ihm aufzuzeigen das in jedem etwas dunkles lauert und ihn damit zu konfrontieren.
      Damit wird schön gezeigt, das nur ein kleiner Schritt zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiss liegt und es nur einen Auslöser bedarf um diese dunkle Seite hervorzurufen.
      Doe zeigt ihm damit auf, dass sie sich gar nicht so unähnlich sind. Das auch Pitt (Rollenname leider entfallen) zu dem "Monster" werden kann, für welches er Doe hält.
      Mal davon abgesehen wollte Doe natürlich auch seine Überlegenheit Pitt gegenüber zeigen. Er wollte ihm deutlich machen, das er die Fäden in der Hand hat und nicht die Cops, die es dachten nachdem er sich gestellt hat (Übrigens eine große Szene ).
      Das Erschreckende ist also einmal die Wandlung von Gut in Böse und die Erkenntnis das es unter den "richtigen" Bedingungen jedem passieren könnte.
      Zweitens aber auch, dass ein "guter" Mensch, jemand wie du und ich seine Werte über den Haufen wirft und zwar bewusst.
      Dazu kommt noch, dass in nicht wirklich vielen Filmen das Böse die Oberhand behält und am Ende als Sieger dasteht.
      Außerdem hat "Sieben" damals in den USA die Diskussion zum Thema Selbstjustiz mächtig angeheizt. Man muss eben auch mal hinter die Bilder schauen und sich seine Gedanken über die Aussage eines Filmes machen. Denn nicht jeder Filmemacher dreht seine Streifen nur der Unterhaltung willen.
      Bei der Aussage jedes Kind hätte dieses Ende vorher gesehen muss ich davon ausgehen, dass Selbstjustiz normal, alltäglich und uneingeschränkt vertretbar ist.
      Doch Fincher lässt den Zuschauer eben genau darüber nachdenken. Wie würde ich in dieser Situation handeln? Würde ich auch zum Mörder werden (nichts anderes ist es) oder unseren Gesetzen und Werten treu bleiben?
      "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
      "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
      Norman Mailer

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        #33
        Jo, gut geschrieben. Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.

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          #34
          @ skymarshal, tordal und marvek:

          Genau, weil er diese Frau töten mußte, war der Schluss schon von Anfang an
          erkennbar. Was hätte es den für Alternativen gegeben? Die Bombealternative?
          Zu wenig Möchtegernsozialkritik. Andere Opfer? Nicht dramatisch genung usw.
          Versteht mich nicht falsch... ich mag den Film. Er ist zwar nicht mein Lieblingsfilm aber doch in den TOP 20. Mir gefällt nur das Ende nicht. Es ist einfach zu normal...zu durchschaubar (ich weiß dass ich das schon erwähnt
          habe ). Wäre das Ende besser und vor allem überaschender gewesen, hätte
          ich dem Film locker 9 oder 10 Punkte gegeben. So reicht es "nur" für 8 Punkte.
          Leider.
          Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
          Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
          40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

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            #35
            Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
            @ skymarshal, tordal und marvek:

            Genau, weil er diese Frau töten mußte, war der Schluss schon von Anfang an
            erkennbar. Was hätte es den für Alternativen gegeben? Die Bombealternative?
            Zu wenig Möchtegernsozialkritik. Andere Opfer? Nicht dramatisch genung usw.
            Versteht mich nicht falsch....
            Also es war vorhersehbar, dass John zum Schluss stirbt, das stimmt. Sei es durch Erschiessen oder durch Todesstrafe (Das macht übrigens das Vorhersagen des eigenen Todes weniger weise).

            Dass der Bogen zur Verlobten nochmal aufgegriffen wird, war auch klar - aber man rechnet eher mit einem Happy-End.

            Ich hatte damals damit gerechnet, dass in (heutiger) "SAW"-Manier noch Personen irgendwo gefangen gehalten werden.

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              #36
              Übrigens war die Schlusszene ein ganz wichtiger Bestandteil von Does Plan und musste so stattfinden.
              Denn da Doe ein normales Leben verwehrt blieb verkörperte er den Neid und durch die von ihm so gewollte Tötung wurde Pitt zur Verkörperung des Hasses. Deshalb musste es eben die Frau von Pitt sein. Denn erst dadurch war Does "Meisterwerk" perfekt.

              Deswegen ist das hier nicht ausschlaggebend.

              Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
              Was hätte es den für Alternativen gegeben? Die Bombealternative?
              Zu wenig Möchtegernsozialkritik. Andere Opfer? Nicht dramatisch genung usw.
              Versteht mich nicht falsch... ich mag den Film.

              Wie ich schon erwähnt habe wollte Doe aufzeigen, dass er die Macht in Händen hält und Pitt überlegen ist und eben das ihm Gegensatz zu dem was man als normal ansehen würde das Böse gegenüber dem Guten triumphiert.
              Am Ende hört man einen Monolog Sommersets (Freeman) in dem er folgendes sagt:

              "Die Welt ist schön und wert, dass man um sie kämpft. ' Dem zweiten Teil stimme ich zu."

              Wie hätte denn deiner Meinung nach der Film sonst enden sollen? Das würde mich interessieren.

              Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
              habe ). Wäre das Ende besser und vor allem überaschender gewesen, hätte
              ich dem Film locker 9 oder 10 Punkte gegeben. So reicht es "nur" für 8 Punkte.
              Leider.
              Da sind wir wiedwer an dem Punkt angelangt wo ich frage, ist es also so vollkommen normal das ein Durchschnittsmensch Selbstjustiz ausübt, zum Mörder wird und alle Werte unserer "ziviliserten" Welt über den Haufen wirft?
              Fincher will zeigen, dass die Welt eben nicht gut ist. Deshalb ja auch der Schlussmonolog von Sommerset.
              Bei dir hört es sich so an als wäre jedem bewusst, dass die Welt böse und unfair ist. Aber das sehen eben die meisten anders. Weshalb das Ende auf sie sehr verstörend wirkt.
              Wenn es für dich die Normalität ist sage ich nur gut, denn es ist eine realistische Einschätzung unserer Zeit und unseres Lebens.
              Das soll es jetzt aber auch gewesen sein. Denn jeder hat seine eigene Meinung und ich wollte dir meine Sichtweise des Films nur näherbringen. Aber ich akzeptiere natürlich auch deine.
              Da habe ich zu "Sieben" von vielen Leuten genau das gehört oder gelesen.
              "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
              "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
              Norman Mailer

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                #37
                Zitat von Tordal Beitrag anzeigen
                Übrigens war die Schlusszene ein ganz wichtiger Bestandteil von Does Plan und musste so stattfinden.
                Denn da Doe ein normales Leben verwehrt blieb verkörperte er den Neid und durch die von ihm so gewollte Tötung wurde Pitt zur Verkörperung des Hasses. Deshalb musste es eben die Frau von Pitt sein. Denn erst dadurch war Does "Meisterwerk" perfekt.

                Deswegen ist das hier nicht ausschlaggebend.

                Wie ich schon erwähnt habe wollte Doe aufzeigen, dass er die Macht in Händen hält und Pitt überlegen ist und eben das ihm Gegensatz zu dem was man als normal ansehen würde das Böse gegenüber dem Guten triumphiert.
                Am Ende hört man einen Monolog Sommersets (Freeman) in dem er folgendes sagt:

                "Die Welt ist schön und wert, dass man um sie kämpft. ' Dem zweiten Teil stimme ich zu."

                Wie hätte denn deiner Meinung nach der Film sonst enden sollen? Das würde mich interessieren.

                Da sind wir wiedwer an dem Punkt angelangt wo ich frage, ist es also so vollkommen normal das ein Durchschnittsmensch Selbstjustiz ausübt, zum Mörder wird und alle Werte unserer "ziviliserten" Welt über den Haufen wirft?
                Fincher will zeigen, dass die Welt eben nicht gut ist. Deshalb ja auch der Schlussmonolog von Sommerset.
                Bei dir hört es sich so an als wäre jedem bewusst, dass die Welt böse und unfair ist. Aber das sehen eben die meisten anders. Weshalb das Ende auf sie sehr verstörend wirkt.
                Wenn es für dich die Normalität ist sage ich nur gut, denn es ist eine realistische Einschätzung unserer Zeit und unseres Lebens.
                Das soll es jetzt aber auch gewesen sein. Denn jeder hat seine eigene Meinung und ich wollte dir meine Sichtweise des Films nur näherbringen. Aber ich akzeptiere natürlich auch deine.
                Da habe ich zu "Sieben" von vielen Leuten genau das gehört oder gelesen.
                In diesem Post steckt sehr viel Wahrheit...

                Wie es hätte enden sollen? Ich zitiere mich selbst:
                Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
                Eine bessere Lösung wäre: Eine Bombe in dem Paket, beide Cops öffnen es,
                Explosion, die Piloten im Hubschrauber erschiessen John Doe. Ende.
                Auf jeden Fall war das eine sehr interssante Diskussion für die ich mich bedanken möchte.
                Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
                Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
                40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

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                  #38
                  Zitat von mag5ST Beitrag anzeigen
                  Auf jeden Fall war das eine sehr interssante Diskussion für die ich mich bedanken möchte.
                  Kein Thema, dafür ist das Forum ja da. Jeder bringt eben seine eigene Meinung ein und argumentiert so wie es seiner Meinung entspricht.
                  Die Diskussion hat mir auch gefallen, sonst hätte ich auch nicht so viel dazu geschrieben.
                  Aber es ist ja auch ein interessantes Thema.
                  "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
                  "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
                  Norman Mailer

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                    #39
                    Zu Beginn hat der Film ein paar Längen, aber spätestens ab der Mitte wird man richtig gefesselt. Liegt vor allem an den tollen Schauspielern wie Morgan Freeman und Brad Pitt.
                    Auch die Kulissen sorgen für ein verstörendes Umfeld.

                    Wobei man sich bei John Doe manchmal ein wenig an Hannibal Lecter erinnert fühlte. Dann wiederum...tolles Spiel von Kevin Spacey.

                    Ich geb mal 5* und 8/10 Punkten.
                    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.

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                      #40
                      wirklich ein beeindruckender film superspannend auch beim zweiten und dritten mal gucken fesselt er einen noch einfach klasse
                      Teal'c: Deswegen waren Sethesh-Wachen auch häufig Quellen für Witze der Jaffa.
                      O'Neill: Jaffa-Witze? Würd gern mal einen hören.

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                        #41
                        Mir hat der Film sehr gut gefallen. Er war spannend, die Dialoge waren klasse, die Darsteller spielten ihre Rollen überzeugend und besonders spannend fand ich das Ende. Klasse fand ich Kevin Spacey in der Rolle des Serienmörders John Doe. Die Szenen mit ihm, William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) im Polizeiauto am Schluß fand ich sehr gut.
                        Alles in allem ein sehr spannender Film, der von mir fünf von sechs Sterne bekommt.
                        Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2021

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                          #42
                          "SIEBEN" ist wirklich ein Hammer-Film der mich damals im Kino schon an den Fingenägeln kauen liess!

                          Ich finde ihn um eineiges besser als "DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER" & "HANNIBAL", den ich im Kino gesehen habe, fand ich schlichtweg langweilig!!!!!

                          Besonders gut fand ich das Ende!

                          Da hat wirklich mal einer die COJONES gehabt ein unpopuläres, dafür aber um so reallistisches Ende zu drehen!!!!!!!

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