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Wie beurteilt ihr Filme?

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    #31
    Hm - ich denke, dass ihr beide recht habt. Bei der Bewertung eines Films spielen objektivierbare Kriterien, wie logische Konsistenz der Geschichte, Filffehler usw. ebenso eine Rolle wie subjektives Empfinden. Dies macht diese Frage ja so undurchsichtig und interessant.

    Ich könnte euch qualifizierte Kritiken zu Avatar und Star Treak VI raussuchen, welche die Filme völlig unterschiedlich bewerten und damit meine ich keine Postings von mir.

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      #32
      Zitat von Halman Beitrag anzeigen
      Ich könnte euch qualifizierte Kritiken zu Avatar und Star Treak VI raussuchen, welche die Filme völlig unterschiedlich bewerten und damit meine ich keine Postings von mir.
      Auch hier nochmal der Versuch einer Erläuterung: Nur weil es unterschiedliche Bewertungen eines Films gibt, heißt das nicht zwangsläufig, dass die Bewertung eines Films etwas rein Subjektives ist. Unterschiedliche Bewertungen können z.B. darauf hindeuten, dass der Film Stärken und Schwächen hat, d.h. gelungene und weniger gelungene Elemente. Der Film und seine Elemente existiert zunächst einmal außerhalb des Individuums (=nicht subjektiv). Ebenso gibt es bestimmte Spielregeln für erfolgreiche Filme, die ebenfalls außerhalb des Individuums existieren (=nicht subjektiv). Wenn man Stärken und Schwächen gewichtet, um sich ein Urteil zu bilden, dann kann das etwas Subjektives (im Sinne eines natürlichen/instinktiven Reflexes) sein, muss es aber nicht. Man kann sich z.B. von besonders charismatischen Diskussionspartnern oder von guten Argumenten überzeugen lassen (=nicht subjektiv). Oder man hat bestimmte Sozialisationserfahrungen gemacht, welche zu einer bestimmten Perspektive führen (=nicht subjektiv).

      Ich kann das gerne alles näher erläutern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob bei den Diskussionspartnern wirklich das notwendige Interesse / die notwendige Geduld vorhanden ist. Auf qualifizierte Gegenargumente gehe ich natürlich ein und ich helfe auch bei Nachfragen gerne weiter.
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        #33
        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
        Unterschiedliche Bewertungen können z.B. darauf hindeuten, dass der Film Stärken und Schwächen hat, d.h. gelungene und weniger gelungene Elemente.
        An welche Elemente denkst Du hier insbesondere?

        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
        Der Film und seine Elemente existiert zunächst einmal außerhalb des Individuums (=nicht subjektiv).
        Dies ist natürlich richtig.

        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
        Ebenso gibt es bestimmte Spielregeln für erfolgreiche Filme, die ebenfalls außerhalb des Individuums existieren (=nicht subjektiv).
        Hier stellt sich mir die Frage, was Du mit erfolgreich meinst. Falls Du damit auf den kommerziellen Erfolg anspielst, so möchte ich hierzu bemerken, dass dies wenig über die künstlerrische Qualität eines Films aussagt. Mainstream-taugliche Schema-F-Erfolgsrezepte sind wohl kaum ein geeigetet Kriterium zur Bewertung der Filmlqualität. Erfolg ist etwas völlig anderes als Qualität.

        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
        Ich kann das gerne alles näher erläutern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob bei den Diskussionspartnern wirklich das notwendige Interesse / die notwendige Geduld vorhanden ist.
        Von meiner Seite besteht dieses Interesse. Deine gut durchdachten Beiträge lese ich sehr gerne.

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          #34
          Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
          [...] Was ich persönlich auch als negativ beim Kritisieren/Bewerten finde, wenn man anfängt die Qualität des Films bzw. dessen Inhalt auf seine Herkunft zurück zuführen. Finde ich sehr bedenklich.
          Das verstehe ich nicht ganz. Meinst Du damit den Regisseur, den Drehbuchautor, die Produktionsfirma?

          Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
          @Halman:
          Ich hab da eine stark pauschalisierte Antwort, die aus zwei Teilen besteht. Erstens hat man die älteren Filme meist schon mal gesehen, als man noch jung war - mit dem Alter wird die Vergangenheit für viele Menschen - auch für die, die den Effekt kennen und bemerken - "besser", es werden auch teilweise bestimmte Erinnerungen an die Filme verknüoft.
          Ich z.B. war 13 Jahre alt, als "Krieg der Sterne", wie "SW IV - A New Hope" damals hieß, in die Kinos kam, natürlich wird er für alle Zeiten etwas Besonderes für mich bleiben, obwohl "Return of the Jedi" mein Lieblingsfilm aus der Reihe ist.

          Mit der Prequel-Trilogie, genauer gesagt mit "Attack of the Clones"/"Revenge of the Sith", konnte ich mich nie recht anfreunden, weil ich Natalie Portman & Hayden Christensen das unsterblich verliebte Paar schlichtweg nicht abkaufe. Als komplex hätte ich die neue Trilogie niemals bezeichnet, allerdings verdeckt diese in zwei Filmen breitgewalzte unglaubwürdige Liebesgeschichte den Blick auf die restliche Handlung - rein subjektiv gesehen. Und dass Kanzler Palpatine identisch mit dem (späteren) Imperator ist, hatte mir sein Darsteller, Ian McDiarmid, auf den ersten Blick verraten.


          Ob man z.B. Filmschnitt und Spezialeffekte (rein) objektiv beurteilen kann? Vielleicht. Manchmal. Weil das in meinen Augen zu einem guten Teil ebenfalls eine Geschmacksfrage ist, der sich auch die sog. professionellen Kritiker nicht entziehen können. Jene, die ehrlich zu sich selbst sind, wissen das auch.
          Wer z.B. Schnittgewitter mag und Wert auf glanzvolle CGI-Perfektion legt, wird wahrscheinlich zumindest die "USS Kelvin"-Eröffnungssequenz von ST XI bewusst oder unbewusst in den höchsten Tönen gelobt haben.


          Zitat von Halman Beitrag anzeigen
          Hm - ich denke, dass ihr beide recht habt. Bei der Bewertung eines Films spielen objektivierbare Kriterien, wie logische Konsistenz der Geschichte, Filffehler usw. ebenso eine Rolle wie subjektives Empfinden.
          Ja, neben der Subjektivität und dem Interessenschwerpunkt spielt auch die Gruppendynamik im Freundeskreis oder im Fandom (Trekkies *hust*) eine nicht zu unterschätzende Rolle.


          Zitat von Machina Antarctica Beitrag anzeigen
          [...] Wirklich objektiv geht das natürlich sowieso nicht, weil jeder einen Film schon unterschiedlich wahrnimmt. Wenn man weiß, warum einem etwas (nicht) gefällt, kann man aber zumindest versuchen, den eigenen Gescmack etwas von der Wertung zu trennen. Ist irgendein dreistündiges Drama mit durchdachter Handlung und guten Schauspielern schlecht, wenn es mich langweilt oder ist es vielleicht einfach nur nichts für mich? Und natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall. Was ist, wenn mich so ein Teen-Slasher gut unterhällt, obwohl ich weiß, dass die Story eigentlich absoluter Mist ist und die Schauspieler allesamt schlecht? Ist der dann gut oder hat er einfach bloß meinen Geschmack getroffen?
          Den eigenen Geschmack von der Wertung trennen, hört sich einfach an, manchmal trifft jedoch das Gegenteil zu. Da kann es mitunter passieren, dass sich der eine oder andere wie eine beleidigte Leberwurst anhört, weil er sich in irgendwelchen Belanglosigkeiten ergeht, über die er im entgegengesetzten Fall großzügig hinwegsehen würde, sofern sie ihm dann überhaupt auffallen.


          Lieben Gruß,
          Viola
          Zuletzt geändert von Viola; 20.04.2014, 18:05.
          »Speaking only for myself here, it feels tiring. It feels like around 3/4 of people are the emotional equivalent of blind elephants, going around knocking things over, trampling each other and not even realising what they do.« (Paul Miller)

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            #35
            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
            An welche Elemente denkst Du hier insbesondere?
            ganz allgemein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
            - schauspielerische Darbietung, Interaktion zwischen den Figuren, Charakterisierung der Figuren, Dialoge
            - Dramaturgie, Handlung, Thematik, Erzählgeschwindigkeit, Erzähltechnik
            - Ausstattung, Spezialeffekte, Kameraarbeit, Schnitt, Bildsprache
            - Ton, Musik
            Konkreter wird es dann, wenn man diese Elemente miteinander verbindet. Beispielsweise lässt sich feststellen, dass durch Musik die Handlung des Films vorweggenommen wird. Das kann man dann je nach Kontext als Gewinn oder Beeinträchtigung verstehen.

            Hier stoße ich allerdings an meine Grenzen, was meine Kenntnisse bzgl. der Filmkunst angeht. Ich hoffe, dass der eine oder andere Spezialist den Weg in diesen Thread findet und gegebenenfalls ergänzen oder korrigieren kann.

            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
            Hier stellt sich mir die Frage, was Du mit erfolgreich meinst. Falls Du damit auf den kommerziellen Erfolg anspielst, so möchte ich hierzu bemerken, dass dies wenig über die künstlerrische Qualität eines Films aussagt. Mainstream-taugliche Schema-F-Erfolgsrezepte sind wohl kaum ein geeigetet Kriterium zur Bewertung der Filmlqualität. Erfolg ist etwas völlig anderes als Qualität.
            Mit erfolgreich meine ich, dass eine große Zahl von Rezipienten gibt, die mit einem Film zufrieden war. Man könnte das auf die Individualität der Rezipienten schieben ("der eine mag dieses, der andere mag jenes"). Ich meine jedoch, dass es Rezepte gibt, welche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Film gut ankommt. Das gilt für alle Arten von Filmen (Heimatfilm, Abenteuerfilm, Arthousefilm) - nur die Rezepte dafür unterscheiden sich. Erfolg für einen Abenteuerfilm bedeutet, dass die Kinokassen klingeln. Das Rezept hierfür ist - vereinfach dargestellt - große Spannung. Erfolg für einen Arthousefilm bedeutet, dass irgendwelche Intellektuelle zustimmend nicken (ebenfalls eine Zuspitzung). Das Rezept hierfür ist z.B. die Anwendung alternativer formaler Filmtechniken. Die Rezepte, so meine Hypothese, sind außerhalb des Individuums zu verorten.
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              #36
              Zitat von Largo Beitrag anzeigen
              Ich denke nicht, dass ich mich falsch ausdrücke. Es ist lediglich so, dass ich hier eine Gegenhypothese zu der Behauptung, die Beurteilung von Filmen sei etwas rein Subjektives, formuliere - und das mit überzeugenden Argumenten untermauere. Die Gegenhypothese lautet: Es gibt Gründe außerhalb der Individuums, welche ausschlaggebend für die Bewertung eines Films sind. Zum einen gibt es Qualitätsmerkmale, die man mit Hilfe von Sprache benennen kann. Dass ein bestimmter Film bei den Zuschauern gut ankommt, liegt demnach nicht daran, dass die Summe der individuellen Bewusstseine den Film gut finden, sondern dass der Film besondere Qualitätsmerkmale hat. Andererseits gibt es soziale Prozesse, die sich außerhalb des Individuums abspielen, welche auf die Bewertung eines Films Einfluss nehmen (z.B. das Machtgefüge innerhalb einer Gruppe, die sich einen Film ansieht, Sozialsationserfahrungen).
              Okay, abgesehen davon, dass ich bemerkt habe, dass ich den Begriff "subjektiv" etwas weiter fasse als du (aber nur minimal), ist mir bei deinen sehr komprimierten Texten dennoch bisher eine für mich sehr wichtige Information entgangen. Ich dachte immer mal wieder, ich hätte sie bereits implizit herauslesen können, aber irgendwie korrigierst du mich immer wieder, ohne auf das, was ich bisher verwirrend empfand, wirklich einzugehen. Wir sprechen da wohl schon eine ganze Weile aneinander vorbei. Vielleicht hast du meinen Punkt ja auch irgendwie doch schon beantwortet und ich verstehe es - vielleicht auch wegen des sehr "wissenschaftlichen" Stils - nicht. Darum frage ich dich einfach mal geradeheraus:

              Bist du der Meinung, dass Filme an und für sich in "unterhaltsam" und "nicht unterhaltsam eingeteilt werden können? Gibt es also bestimmte "Qualitäts"merkmale, bei denen man schlicht Unrecht hat, wenn man sie eher als Merkmale eines nicht unterhaltsamen Films versteht?

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                #37
                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                Okay, abgesehen davon, dass ich bemerkt habe, dass ich den Begriff "subjektiv" etwas weiter fasse als du (aber nur minimal)
                Ich habe den Begriff "subjektiv" in meinem ersten Beitrag in diesem Thread definiert - als einziger Diskussionsteilnehmer übrigens. Man kann sich dieser Definition anschließen oder auch nicht. Dass es bisher keinen Gegenvorschlag gibt, deute ich als Zustimmung. Wenn Du eine andere Definition von "subjektiv" hast, dann immer her damit.

                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                Bist du der Meinung, dass Filme an und für sich in "unterhaltsam" und "nicht unterhaltsam eingeteilt werden können? Gibt es also bestimmte "Qualitäts"merkmale, bei denen man schlicht Unrecht hat, wenn man sie eher als Merkmale eines nicht unterhaltsamen Films versteht?
                Es gibt Merkmale, welche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Film als unterhaltsam wahrgenommen wird. Diese Merkmale kann man mit Hilfe von Sprache aus der Ebene des Unterbewussten heben. Wenn es am Ende unterschiedliche Bewertungen bzgl. eines Films gibt, dann hat das Ursachen, die nicht unbedingt auf das Subjekt zurückgeführt werden müssen. Die Frage nach der Wahrheit ("sagen, was Sache ist") interessiert mich dabei eigentlich gar nicht so sehr. Es kommt für mich darauf an, wie überzeugend die Argumente sind.

                Vielleicht spielen wir es an einem Beispiel durch: Ich habe mir vor kurzem die "Iron-Man"-Trilogy angesehen. Die Erinnerung ist also noch frisch. Als große Beeinträchtigung habe ich dabei die permanente Unruhe, Geschwätzigkeit und die große Ereignisdichte empfunden. Der komplette Film fühlte sich daher wie ein Trailer an. Man wartet, bis endlich der Film losgeht, aber er geht nicht los. Das ist natürlich eine Zuspitzung, d.h. ich beschreibe es etwas extremer, als ich es tatsächlich empfunden habe. Andere Rezipienten finden den Film möglicherweise gerade wegen der Unruhe, Geschwätzigkeit und Ereignisdichte gut.
                Dass es diese unterschiedlichen Bewertungen gibt, hat auch Gründe, die außerhalb des Subjekts zu verorten sind. Es gibt z.B. so etwas wie typische Sozialisationserfahrungen einer bestimmten Alterskohorte. D.h. Menschen, die so alt sind wie ich, sind mit Fernsehsendungen wie "Der Seewolf" oder "Willi Schwabes Rumpelkammer" aufgewachsen und davon geprägt. Solche Erfahrungen führen dazu, dass man bestimmte Dinge gut findet und andere schlecht. Weiterhin ist es so, dass ich überwiegend mit Menschen zu tun habe, die mindestens genauso alt sind wie ich und einen ähnlichen beruflichen Background haben. Wir haben ähnliche Vorstellungen davon, wie ein guter Film auszusehen hat und tauschen uns darüber aus. Innerhalb der Gruppe wird man somit darin bestärkt, bestimmte Dinge gut zu finden und andere nicht.
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                  #38
                  Zum Glück habe ich nachgefragt. Denn vieles in deiner Sprechweise deutet auf eine genau gegenteilige Meinung hin, ohne dass du dir dessen wirklich bewusst bist. In dem Satz "Zunächst ist es so, dass man auch bei dem Film "Der Pate", die Elemente benennen kann, die den Film sehenswert/unterhaltsam machen" fehlt also - entgegen deiner Aussage - tatsächlich zumindest ein "können" am Schluss. Das finde ich vor allem deswegen interessant, weil also selbst jemand, der anscheinend so tief im Thema "drin" ist wie du die Tücken der Alltagssprache über Filme nicht immer wahrnimmt. Mir geht es vermutlich so, dass ich diese Tücken nur in der Sprache anderer bemerke und selbst wohl dieselben Fehler mache wie jene, die ich kritisiere. Nicht alles ist immer und überall ein Fehler, sondern zumindest zumeist nur dann ein Problem, wenn man sich auf etwas höherem Niveau über Filme unterhält.

                  Zu diesen Phänomenen gehört: ein Hang zur Übertreibung ("Der Film hatte einfach keine Story!"), die Darstellung von Meinungen als Fakten ("Der Film ist unterhaltsam"), gerne auch als Implikation ("Der Film hat Elemente, die ihn unterhaltsamer machen als andere Filme"), die Vermischung von Analyse und Bewertung in einer Argumentationskette... vielleicht wäre es mal lohnenswert, diese Liste zu vervollständigen.

                  Ansonsten kann ich bisher nichts anderes sagen als: Genau dieser Meinung bin ich auch. Es können nur manchmal in der Schärfe, in der du deine Argumente formulierst, schnell Missverständnisse und Streitigkeiten entstehen. Wenn ich meinen Freunden vom "Der Pate"-Schauen sage, dass sie den Film wohl nicht gemocht haben, weil irgendjemand anderes, "dessen Wort Gewicht hat", den Film nicht mochte, wird das sehr schnell die Diskussionsstimmung vermiesen. Denn diese Aussage kann auch sehr schnell auf Basis des sogenannten fundamentalen Attributionsfehler ausgelegt werden: Phänomene der sozialen Dynamik werden als Beschreibungen der Einzelpersönlichkeiten wahrgenommen. Und zumindest teilweise ist es das meiner Meinung auch.
                  Zuletzt geändert von garakvsneelix; 21.04.2014, 11:17.

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                    #39
                    Zitat von Viola Beitrag anzeigen
                    Das verstehe ich nicht ganz. Meinst Du damit den Regisseur, den Drehbuchautor, die Produktionsfirma?
                    Nein damit habe ich das Land gemeint, war eigentlich auch eher so eine Nebenkritik die zu den anderen Themen nicht ganz gepasst hat, dabei ging es mir darum, dass ich schon öfters feststellen musste, dass die Herkunft bei einigen Leuten zu Vorurteilen führt die teils gar nichts mit dem Film zu tun haben sonder auf rassistischen Urteilen beruhen.

                    @Largo da ich ich leider etwas wenig Zeit hatte, fass ich jetzt nicht alles zusammen, sondern gehe einfach grundsätzlich auf dich ein.

                    Aber hier ein paar Zitate die mir besonders aufgefallen sind:
                    Unterschiedliche Bewertungen können z.B. darauf hindeuten, dass der Film Stärken und Schwächen hat, d.h. gelungene und weniger gelungene Elemente.
                    Wobei wir wieder bei meiner Anfangsfrage sind: wer entscheidet was gelungen ist und nach welchen Massstäben? Gemessen an Altbewertem, oder nach einer Empfindung?

                    Hier stoße ich allerdings an meine Grenzen, was meine Kenntnisse bzgl. der Filmkunst angeht. Ich hoffe, dass der eine oder andere Spezialist den Weg in diesen Thread findet und gegebenenfalls ergänzen oder korrigieren kann.
                    Das finde ich eine interessante Feststellung, weil dadurch die Frage aufgeworfen wird: muss man eigentlich die Filmkunst verstehen um einen Film verstehen zu können? Ich weiss schon, dass du es hier in einem anderen Zusammenhang meinst, aber die Frage ist trotzdem durchaus berechtigt.

                    Dass es diese unterschiedlichen Bewertungen gibt, hat auch Gründe, die außerhalb des Subjekts zu verorten sind. Es gibt z.B. so etwas wie typische Sozialisationserfahrungen einer bestimmten Alterskohorte. D.h. Menschen, die so alt sind wie ich, sind mit Fernsehsendungen wie "Der Seewolf" oder "Willi Schwabes Rumpelkammer" aufgewachsen und davon geprägt. Solche Erfahrungen führen dazu, dass man bestimmte Dinge gut findet und andere schlecht. Weiterhin ist es so, dass ich überwiegend mit Menschen zu tun habe, die mindestens genauso alt sind wie ich und einen ähnlichen beruflichen Background haben. Wir haben ähnliche Vorstellungen davon, wie ein guter Film auszusehen hat und tauschen uns darüber aus. Innerhalb der Gruppe wird man somit darin bestärkt, bestimmte Dinge gut zu finden und andere nicht.
                    Irgendwie verstört mich etwas, dass du anfangs so gut und differenziert argumentierst und dich dann schlussendlich doch zur völlig simplen Schlussfolgerung hinreissen lässt, dass allein die klassischen Klischees wie zb das Alter pauschal anwendbar sind. Irgendwie bin ich jetzt fast ein wenig enttäuscht

                    So nebenbei, interessant finde ich ja, dass du den Fakt, dass niemand ein Gegenargument in Worte fassen kann, automatisch als stillschweigende Zustimmung deiner Argumente siehst.

                    Nun denkst du wahrscheinlich, ich sei komplett gegen deine Meinung, dass es erklärbare Mechanismen geben muss, dem ist aber nicht so. Ich bin durch aus der Meinung, dass es sicher gewisse Dingen gibt, die das Allgemeinempfinden verstärken bzw. beeinflussen können, nur halte ich diese nicht für so einfach. Wahrscheinlich müsste man schlussendlich sogar soweit gehen zu definieren was eigentlich Geschmack ist. Aber das wird wohl schwer
                    »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                    »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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                      #40
                      Zitat von Robater Beitrag anzeigen
                      Wie seht ihr sowas?
                      Ich kann durchaus Kriterien angeben, nach denen ich Filme beurteile. Dabei kommen aber lauter Binsenweisheiten heraus: Erst mal zählt eine gute Story, gute Dialoge und gute Schauspieler. Dann die Kameraarbeit und der Schnitt, und auf den hinteren Plätzen Dinge wie Musik, Ausstattung und visuelle Effekte.

                      Aber im Grunde nehme ich einen Film als Ganzheit wahr und kann oft erst durch nachträgliches Grübeln herausfinden, warum er mir gut oder schlecht gefallen hat. Das ist genauso wie mit Gesichtern. Wenn man ein Gesicht sieht, dann guckt man ja auch nicht erst, wie lang die Nase ist, welche Form die Augen haben, um dann durch Nachdenken zu entscheiden, ob das Gesicht schön oder hässlich ist. Man nimmt es als etwas Ganzes wahr und sieht unmittelbar, ob es schön oder hässlich ist. Und als künstlerisch unbegabter Mensch könnte ich auch gar nicht die Kriterien angeben, die ein Gesicht für mich schön machen.

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                        #41
                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        die Darstellung von Meinungen als Fakten ("Der Film ist unterhaltsam")
                        In dem Fall ist das völlig richtig, wäre der Film nicht unterhaltsam, hätte man nicht die Meinung er sei unterhaltsam. Es ist zudem dem Empfänger und dem Sender klar, dass hier eine Subjektive Empfindung zum Ausdruck gebracht wird.
                        Mir ist nicht ganz klar, was du mit dem Punkt meinst. Kannst du da andere Beispiele für nennen?

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                          #42
                          Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                          Dass es diese unterschiedlichen Bewertungen gibt, hat auch Gründe, die außerhalb des Subjekts zu verorten sind. Es gibt z.B. so etwas wie typische Sozialisationserfahrungen einer bestimmten Alterskohorte. D.h. Menschen, die so alt sind wie ich, sind mit Fernsehsendungen wie "Der Seewolf" oder "Willi Schwabes Rumpelkammer" aufgewachsen und davon geprägt. Solche Erfahrungen führen dazu, dass man bestimmte Dinge gut findet und andere schlecht. Weiterhin ist es so, dass ich überwiegend mit Menschen zu tun habe, die mindestens genauso alt sind wie ich und einen ähnlichen beruflichen Background haben. Wir haben ähnliche Vorstellungen davon, wie ein guter Film auszusehen hat und tauschen uns darüber aus. Innerhalb der Gruppe wird man somit darin bestärkt, bestimmte Dinge gut zu finden und andere nicht.
                          Also ich kann dem nicht zustimmen!
                          Ich weiß nicht wie Alt du bist aber ich für mein fast 39 Jahre sehe mir alte Filme genauso gern an wie Neue bzw. langsame genauso gern wie schnelle!
                          Soll heißen, ich mag z.B. Vom Winde verweht oder Ben Hur genauso wie z.B. die Iron Man oder Transformers Reihe.
                          Ich mag Filme die sich langsam entwickeln wie z.B. Die Verurteilten genauso wie z.B. Shoot `Em Up oder Crank und da hat auch nichts mit meinem Beruf oder so was zu tun sondern mit meinem ganz persönlichen Geschmack und Der ist nun mal nicht Objektiv sondern Subjektiv!
                          Abgesehen davon impliziert dein letzter Satz das du keine eigene Meinung hast bzw. die Bestätigung der Gruppe für deine Meinung brauchst, was ich mir aber irgendwie nicht vorstellen kann wenn ich mir so deine Posts durchlese!

                          Ich für mein Teil bin einfach gestrickt und kann mit Kritiken nichts anfangen bei denen ich erst studieren muss um Sie zu verstehen!
                          Ich habe das auch schon oft Hier im Forum bemerkt und frage mich ob diese Menschen überhaupt noch einen Film genießen können!
                          Ich hoffe ich bin jetzt niemandem auf den Schlips getreten!
                          Wenn ich mir einen Film anschaue will ich in erster Linie unterhalten werden und nicht ständig darüber nachdenken ob man erkennen kann das der Film in Stuttgart gedreht wurde oder nicht oder ob bei der letzten Explosion der Darsteller nur 6,38567657m weit hätte fliegen dürfen/können statt der im Film gezeigten 15m!

                          Natürlich gibt es auch Filme bei denen es mich interessiert wie realistisch bzw. authentisch er ist oder ob er tiefgründig ist ect., es kommt halt immer darauf an was ich von einem Film erwarte!
                          Von einem einen Actionfilm (z.B. Transformers, Battleship ect.) erwarte ich keine Tiefgründigkeit, von einem Drama aber schon!

                          - - - Aktualisiert - - -

                          Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                          Aber im Grunde nehme ich einen Film als Ganzheit wahr und kann oft erst durch nachträgliches Grübeln herausfinden, warum er mir gut oder schlecht gefallen hat. Das ist genauso wie mit Gesichtern. Wenn man ein Gesicht sieht, dann guckt man ja auch nicht erst, wie lang die Nase ist, welche Form die Augen haben, um dann durch Nachdenken zu entscheiden, ob das Gesicht schön oder hässlich ist. Man nimmt es als etwas Ganzes wahr und sieht unmittelbar, ob es schön oder hässlich ist. Und als künstlerisch unbegabter Mensch könnte ich auch gar nicht die Kriterien angeben, die ein Gesicht für mich schön machen.
                          Dem kann ich nur zustimmen!

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                            #43
                            Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                            Also ich kann dem nicht zustimmen!
                            Ich weiß nicht wie Alt du bist aber ich für mein fast 39 Jahre sehe mir alte Filme genauso gern an wie Neue bzw. langsame genauso gern wie schnelle!

                            ...

                            Ich für mein Teil bin einfach gestrickt und kann mit Kritiken nichts anfangen bei denen ich erst studieren muss um Sie zu verstehen!
                            Da kann ich mich nur anschliessen. Wir Menschen haben den Drang immer alles erklären zu wollen und akzeptieren dabei selten die wenig erklärbare subjektive Ebene.

                            Ich denke der Beitrag von 3of5 ist das beste Beispiel dafür. Für mich persönlich sind nicht mal die "messbaren" Punkte wie Szenenbild und Qualität ausschlaggebend dafür, dass ein Film unterhaltsam wird. Ich denke eher, dass schlussendlich die persönlichen Träume und Fantasien einen grossen Einfluss darauf haben, wie etwas empfunden wird.
                            »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
                            »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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                              #44
                              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                              Zum Glück habe ich nachgefragt. Denn vieles in deiner Sprechweise deutet auf eine genau gegenteilige Meinung hin, ohne dass du dir dessen wirklich bewusst bist. In dem Satz "Zunächst ist es so, dass man auch bei dem Film "Der Pate", die Elemente benennen kann, die den Film sehenswert/unterhaltsam machen" fehlt also - entgegen deiner Aussage - tatsächlich zumindest ein "können" am Schluss. Das finde ich vor allem deswegen interessant, weil also selbst jemand, der anscheinend so tief im Thema "drin" ist wie du die Tücken der Alltagssprache über Filme nicht immer wahrnimmt.
                              Ich sehe hier kein Problem und ich finde es etwas befremdlich, dass es ausgerechnet bei so einem Thema so eine große Sensibilität gibt. Wenn ich z.B. in einem anderen Zusammenhang sage, dass die Regierung Brandt ihre Verdienste gehabt hat, die man benennen kann, würde kein Hahn danach krähen. Vielleicht sollte man nicht so empfindlich sein, nur weil es um Filme geht. Ich formuliere lediglich Hypothesen und versuche diese mit Argumenten zu untermauern. Es liegt auf der Hand, dass ich hier nicht die ultimative Wahrheit verkünde. Ich sehe nicht ein, warum ich explizit darauf hinweisen soll. Für sachliche Gegenargumente bin ich trotzdem jederzeit offen.

                              Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                              Das finde ich eine interessante Feststellung, weil dadurch die Frage aufgeworfen wird: muss man eigentlich die Filmkunst verstehen um einen Film verstehen zu können? Ich weiss schon, dass du es hier in einem anderen Zusammenhang meinst, aber die Frage ist trotzdem durchaus berechtigt.
                              Gern versuche ich die Frage zu beantworten: Die theoretische Perspektive auf Alltagsphänomene wird häufig unterschätzt. Es gibt zum Beispiel häufig den Vorwurf, dass alles ohnehin bereits aus der Alltagserfahrung heraus bekannt sei und die theoretische Perspektive keinen Mehrwert biete.Ich denke, dass sich so etwas leicht widerlegen lässt. Vielleicht waren einige von euch schon mal in einer Gemäldegalerie. Ich selbst kenne mich ja mit Gemälden nicht sonderlich gut aus, aber wenn mir jemand erklärt, was da genau abgebildet ist, was die Intention des Künstlers gewesen ist und welcher Techniken sich der Künstler bedient hat, sehe ich Dinge, die mir vorher entgangen wären. In einem Gemälde wie z.B. "Mona Lisa" steckt z.B. wesentlich mehr drin, als das nette Bild, was man als unvoreingenommener Betrachter hat.

                              Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                              Irgendwie verstört mich etwas, dass du anfangs so gut und differenziert argumentierst und dich dann schlussendlich doch zur völlig simplen Schlussfolgerung hinreissen lässt, dass allein die klassischen Klischees wie zb das Alter pauschal anwendbar sind. Irgendwie bin ich jetzt fast ein wenig enttäuscht
                              Dafür gibt es keinen Grund. Ich habe niemals behauptet, eine vollständige Erklärung für unterschiedliche Bewertungen von Filmen vorgelegt zu haben. Ich habe lediglich einige Einflussfaktoren illustriert. Der Geburtsjahrgang hat sicher großen Einfluss auf unsere Sozialisationserfahrungen und damit auch, welche Filme wir z.B. mögen. Andere denkbare Einflussfaktoren sind zum Beispiel Geschlecht, Bildung, Beruf oder Milieuzugehörigkeit.
                              Ich finde es etwas befremdlich, dass ihr von mir verlangt, ich solle eine vollständige Theorie vorliegen, wo ihr euch doch selbst eher auf Alltagsperspektiven und vage Andeutungen beschränkt.

                              Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                              Ich weiß nicht wie Alt du bist aber ich für mein fast 39 Jahre sehe mir alte Filme genauso gern an wie Neue bzw. langsame genauso gern wie schnelle!
                              Gern kann ich die Aussage belegen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Alter und Sehgewohnheiten.
                              Ich muss aber offenbar zunächst einen Schritt zurück gehen, um einen wichtigen Punkt klarzustellen. Wenn von irgendwelchen Zusammenhängen die Rede ist, an denen Menschen beteiligt sind, dann reden wir typischerweise über Wahrscheinlichkeiten. Um zur Illustration ein anderes Beispiel in die Runde zu werfen: Raucher haben eine geringere Lebenserwartung als Nichtraucher. Mit der bloßen Existenz eines Helmut Schmidt könnte man diese These leicht widerlegen. Es gibt viele Menschen, die sind bereits in einem so jungen Alter gestorben, in dem sie noch nicht mal wissen konnten, was eine Zigarette ist. Natürlich stimmt die Hypothese mit der geringeren Lebenserwartung trotzdem ... aber man muss eben wissen, dass es sich um eine Wahrscheinlichkeitsaussage handelt (Beispiel: Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern eine im Durchschnitt um 2 Jahre verkürzte Lebenserwartung).

                              Und auf noch einen Punkt möchte ich hinweisen: In der Regel gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren, denen wir Menschen ausgesetzt sind. Eine Person ist z.B. nicht nur Raucher, sondern z.B. auch ein guter Sportler. Beide Faktoren wirken in eine unterschiedliche Richtung, was z.B. die Prognose der Lebenserwartung angeht. Dennoch lassen sich diese Faktoren häufig separieren, was Wahrscheinlichkeitsaussagen bezogen auf Einzelfaktoren möglich macht.

                              Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
                              Da kann ich mich nur anschliessen. Wir Menschen haben den Drang immer alles erklären zu wollen und akzeptieren dabei selten die wenig erklärbare subjektive Ebene.
                              Ich sehe das anders: Wir halten uns für einzigartig, für etwas Besonderes, für geheimnisvoll. Es macht uns Angst, wenn jemand behauptet, dass wir berechenbar handeln.
                              Zuletzt geändert von Largo; 21.04.2014, 20:49.
                              Mein Profil bei Last-FM:
                              http://www.last.fm/user/LARG0/

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                                #45
                                Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                                In dem Fall ist das völlig richtig, wäre der Film nicht unterhaltsam, hätte man nicht die Meinung er sei unterhaltsam. Es ist zudem dem Empfänger und dem Sender klar, dass hier eine Subjektive Empfindung zum Ausdruck gebracht wird.
                                Mir ist nicht ganz klar, was du mit dem Punkt meinst. Kannst du da andere Beispiele für nennen?
                                Du hast ja schon Recht und deswegen funktioniert die Aussage "Film XY war/ist unterhaltsam" im Alltag auch. Nur wenn jetzt jemand sagt "Nein, war er nicht", müsste halt streng logisch genommen einer von beiden Unrecht haben. Alltagssprache streng logisch zu nehmen ist aber natürlich eine heikle Angelegenheit.

                                Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                                Ich sehe hier kein Problem und ich finde es etwas befremdlich, dass es ausgerechnet bei so einem Thema so eine große Sensibilität gibt.
                                Es ist weniger das Thema als dein Stil, der bei mir diese große Sensibilität hervorruft. Du benutzt sehr viele - oftmals auch klar und exakt definierte - Fachtermini und hast eine für dieses Forum außeregwöhnlich hohe Informationsdichte in deinen Texten vorzuweisen. Dieser Stil fordert mich schon ein wenig heraus, sehr genau zu schauen, was du schreibst. In diesem Falle ist es also deine eigene Exaktheit, die mich dazu bringt, ebenso exakt zu lesen und sensibel für die kleinsten Unterschiede zu werden. Wenn jemand schon mit wissenschaftlichen Termini und Arbeitsweisen um sich wirft - Hypothesen formuliert, Definitionen gibt und fordert - erwarte ich diese Arbeitsweise einfach grundsätzlich auf allen Ebenen und werde dann enttäuscht, wenn sie nicht auf allen Ebenen stattfindet.

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