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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Spin-Off)

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    #46
    Ich habe den Film nun auch gesehen, jedoch vom Hocker gerissen hat mich dieser nicht. Zwar wurde optisch mit den phantastischen Tierwesen und den Spezialeffekten schon sehr viel geboten und die 3 D Effekte zeigten auch ihre Wirkung, jedoch fand ich die Handlung nicht wirklich spannend, stellenweise fand ich diese sogar ziemlich träge und langweilig. Auch konnte mich keine der Figuren so richtig für sich begeistern bzw. fesseln, obwohl diese im Großen und Ganzen wie ich finde eine solide Arbeit geleistet haben.
    Highlight für mich war beim Film die Welt im Koffer und die man diese Welt betrat. Dieser Eintritt in die Tierwelt wurde einfach sehr klasse umgesetzt.
    Alles in allem reicht es knapp für vier von sechs Sterne
    Zuletzt geändert von Rommie's Greatest Fan; 05.01.2017, 18:17.
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      #47
      Mich hat der Film ja von Anfang an eigentlich nicht so sehr gereizt, damit ich da unbedingt ins Kino hätte gehen wollen und als er dann kam, lag es zeittechnisch bei mir einfach schlecht... so habe ich ihn dann also erst im Rahmen der DVD-Herausgabe neulich gesehen. Alles in allem ist daraus ein relativ vernünftiger Start für eine neue Reihe geworden, der überraschend gut auf eigenen Beinen stehen kann, der aber so als Rowling-Werk Probleme mitbringt, die vorherige Rowling-Werke (namentlich: ihre HP-Bücher) so nicht hatten.

      Natürlich ist der Vergleich zwischen den Büchern einer Autorin und ihrem ersten Filmdrehbuch ein wenig unfair, ich muss ihn aber machen, um verdeutlichen zu können, was mein Hauptkritikpunkt an dem Film war. Was ich an den Büchern neben vielen inhaltlichen Ideen immer toll fand, war die Konstruktion der Geschichte. Klar, die hielt sich mit ihren Stationen immer auch an den Schuljahresverlauf - Sommerferien, Fahrt nach Hogwarts, erste Unterrichtsstunden, die Feiertage wie Weihnachten usw., nach und nach Zuspitzung, Finale -, was halt bei "Phantastische Tierwesen" zwangsläufig wegfallen musste, Aber ich hatte wirklich nur selten das Gefühl, nur unzureichend in eine Szenerie eingeführt worden zu sein. Wo es mysteriös bleiben sollte, was da beschrieben wurde, wusste man das (häufig die Eingangskapitel eines Werkes) und wo man Harry als Hauptfigur folgen sollte, konnte man das. Durch den starken Fokus auf Harry gerieten die Werke - trotz vieler Stränge, die es immer wieder zu jonglieren gab - auch nur selten in Gefahr, irgendwie in diese Stränge zu zuerfallen: einfach, weil immer Harry der Mittelpunkt war.

      Hier ist es nun so, dass die Hauptfigur Newt Scamander eigentlich mit dem Hauptstrang des Films, soweit ich es überblicken kann, relativ wenig zu tun hat. Scamander kommt nach Amerika, um dort ein Tierwesen in die Freiheit zu entlassen, verliert aber mehrere Tierwesen, die er alle wieder einsammeln muss. Relativ unabhängig davon ist eigentlich die Geschichte rund um diesen Salem-Orden, in die Scamander immer wieder reingezogen wird, weil er sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet. Das ist für den ersten Teil einer mehrteiligen Reihe sogar eine gar nicht so schlechte Idee und etwas ähnliches hat z. B. bei "Fluch der Karibik" 2 und 3 für mich auch funktioniert. Nur: Hier funktioniert es irgendwie nicht.

      Man kann auf jeden Fall Newt gut folgen. Seine Versuche, seine Tiere einzufangen, werden relativ episodenhaft erzählt, doch jede Episode ist humorig und fantasievoll. Garniert wird das noch durch ein paar erstaunliche Szenen wie jene im Koffer oder auch dann - mit einer ganz anderen Form der Magie - jene, in der man sich von Kowalsky verabschieden muss. Newt Scamander mag ein wunderlicher Kauz sein, den ich persönlich jetzt auch nicht ganz so sympathisch fand, aber zusammen mit dem Supporting Cast funktioniert er schon ganz gut und man kann sich freuen, ihn wieder zu sehen.

      Dieser sehr nachvollziehbar erzählte Strang, der sehr viel Spaß macht, wird aber immer wieder durchbrochen von Szenen, die selbst nach Ende des Films teilweise merkwürdig in der Luft bleiben. Gut, warum man diesen einen Jungen der Salemer häufiger zeigt, wird hinterher schon klar, aber z. B. die Sache mit dem Sohn von John Voights Charakter irritiert mich einfach. Solche Szenen, die einerseits so lang sind, dass man das Signal erhält, man müsste ihnen jetzt folgen können, die aber andererseits erst noch darauf warten, eine Anbindung an das restliche Filmgeschehen zu erhalten, haben mich leider immer wieder herausgerissen.

      Was bei Rowling aber wieder funktioniert wie eh und je, ist das Worldbuilding. Der neue Schauplatz - das Amerika der 1930er Jahre - enthält genau die richtige Mischung aus "Kenne ich schon" und "Das ist neu/anders umgesetzt", die es benötigt. Man beachte beispielsweise die an die Weasley-Uhr erinnerende Anzeige im amerikanischen Zaubereiministerium, die aber gleichzeitig an das DEFCON-System angelehnt ist. Auch Schauplätze wie die Zaubererbar mit singenden Elfen und lachenden Riesen lassen einen fast wehmütig werden, dass Amerika im 2. Teil nicht mehr der Hauptschauplatz sein soll - fast, weil das so die Möglichkeit eröffnet, auch andere Schauplätze zu zeigen (ich persönlich fände ja irgendwann einmal, weil es in den Romanen immer erwähnt wurde, auch Ägypten sehr interessant).

      Es bleibt also ein Film, der ein paar Probleme hat, die andere Filmreihen-Eröffnungen zwar auch immer teilweise haben, der das aber nicht Rowling-typisch durch ein gutes Storytelling ausgleichen kann (wie es z. B. TFA für mich ganz klar konnte). Insofern konnte mich der Film auch nicht gleich heiß auf den 2. Teil machen - den werde ich mir sicher mal ansehen. Ob im Kino, das mag von künftigen Trailern abhängen, Stand jetzt aber auch davon, ob es zeitmäßig gerade passt.

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        #48
        Der Schuljahresverlauf ist im 7. Buch bereits weggefallen, was sich neben den Charakteren allerdings nicht geändert hat, ist die Grundstruktur der Geschichte. Harry Potter Bücher sind Detektivgeschichten, in denen jeweils ein Jahr lang Hinweise gesucht werden, bevor es am Schluss zum großen Finale kommt. Das ist auch einer der Gründe, warum sich Harry Potter and the Cursed Child nicht wie Harry Potter anfühlt, obwohl ständig Altbekanntes aufgewärmt wird. Denn auch wenn Rowling die time turner in the Prisoner of Azkaban eingeführt hat, war das eben keine Geschichte über Zeitreisen.
        Und hier ist das ein Stück weit ähnlich. Ja, Scamander hat mit der Geschichte um Grindelwald eigentlich nichts zu tun, wird da aber irgendwann reingezogen, weil man ihn bzw. seine Kreaturen für die Angriffe verantwortlich macht. Überhaupt stellt sich die Frage, ob der Film letztendlich nicht sowieso komplett unnötig ist. Schließlich wissen wir nicht nur, dass Amerika nicht weiter der Schauplatz dieser Reihe sein wird, sondern auch, dass Scamander früher oder später (mehr oder weniger) rausgeschrieben wird und andere Charaktere in den Vordergrund rücken. Damit hätte man dann eine langwierige Einführung, die am Ende zu nichts führt.
        Da mich weder Scamander noch das Harry Potter Amerika sonderlich begeistert haben, hoffe ich auf eine möglichst baldige Rückkehr von Dumbledore und nach Europa. Die Reihe scheint schließlich auf das Duell zwischen Dumbledore und Grindelwald zuzulaufen und das ist allemal interessanter als das belanglose einsammeln von CGI-Viechern.

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          #49
          Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
          Und hier ist das ein Stück weit ähnlich. Ja, Scamander hat mit der Geschichte um Grindelwald eigentlich nichts zu tun, wird da aber irgendwann reingezogen, weil man ihn bzw. seine Kreaturen für die Angriffe verantwortlich macht. Überhaupt stellt sich die Frage, ob der Film letztendlich nicht sowieso komplett unnötig ist. Schließlich wissen wir nicht nur, dass Amerika nicht weiter der Schauplatz dieser Reihe sein wird, sondern auch, dass Scamander früher oder später (mehr oder weniger) rausgeschrieben wird und andere Charaktere in den Vordergrund rücken. Damit hätte man dann eine langwierige Einführung, die am Ende zu nichts führt.
          Sollte Scamander in der geplanten 5teiligen Reihe irgendwann mal rausgeschrieben werden, wäre er tatsächlich unnötig. Aber das hoffe ich nicht. Schätze Dumbeldore wird wie in der Orginal-Reihe ein wichtiger Nebencharakter werden, Hauptcharaktere sollten aber doch die neuen großen 4 (allen voran Newt Scamander bleiben). Gerade wenn die Reihe vielleicht pro Teil den Schauplatz wechselt, sollte es ein durchgehendes Element geben.

          Klar wird es nicht beim lustigen CGI-Viecher einsammeln bleiben. Erwarte einen ähnlichen Bogen wie bei der Original-Reihe (oder dem HdR) vom eher leichten Fantasy-Abenteuer zum mehr düsteren Fantasy-Epos.

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            #50
            Dass Scamander nicht dauerhaft der Hauptcharakter sein wird, ist allerdings bestätigt:
            Producer David Heyman has admitted, “I don’t think [Newt will be at] the heart of all of them. I think he’ll be part — so will Tina, Queenie, and Jacob — will be part of the next one.” Further confirming what all the Harry Potter fans have assumed, he clarified in answer to a follow-up question, “[Dumbledore] and Credence and Grindelwald. I think they will be the main players.”

            http://www.slashfilm.com/fantastic-beasts-sequels-info/
            Sonst hätte man Grindelwald auch einfach als Hintergrundgeschehen einführen können, anstatt ihn am Ende als großen Twist der B-Handlung zu präsentieren und ihn somit zum Endgegner der Reihe zu machen. Schließlich wissen wir, dass er am Ende von Dubledore besiegt wird. Und damit ist der Handlungsort dann eigentlich auch weitestgehend festgelegt, Grindelwald war vor allem in Kontinentaleuropa tätig und Dumbledore in Großbritannien.

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              #51
              Erwartet hatte ich mir einen tollen Fantasiefilm, der den Filmen des HP-Universums gerecht wird, gesehen habe ich einen langatmigen, recht deprimierend wirkenden 0815-Film ohne besonderen Spannungsbogen.

              Die Handlung war recht dürftig, die Schauspieler haben mich nicht überzeugt. Johnny Depp als Grindelwald war wohl die größte Fehlbesetzung des gesamten Films.

              Einen über zweistündigen Film nur darauf aufzubauen, entlaufende Tiere wieder in ihren Käfig oder hier Koffer zu verfrachten, war keine besondere Glanzleistung. Zwischendurch wurde dann immer wieder eine tyrannische und sadistische Frau gezeigt, die ihren bereits erwachsenen Sohn schlägt, der aus lauter Angst vor ihr seine magischen Fähigkeiten verstecken muss. Und diese magisch unterdrückten Fähigkeiten haben sich dann zu einem dunklen Etwas entwickelt, welches im Alleingang ganz New York in Schutt und Asche legt. Somit war dann dieses dunkle Etwas der "Feind" dieses Films, obwohl er eigentlich nur ein magischer Ausdruck eines jahrelang misshandelten Jungen war. Ich kann den Film dadurch auch nicht wirklich einordnen. Einmal das frohe Treiben der Tiere (Kinderfilm) und auf der anderen Seite die katastrophale Familienverhältnisse und deren magische Folgen, die eindeutig zu düster für Kinder sind.

              Ich werde mir die nächsten Filme dieser Reihe somit sparen können und bin froh das Geld nicht für einen Kinobesuch verschwendet zu haben.

              1/6 Punkte für die visuelle Umsetzung des Films.

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                #52
                Habs mir gestern auch mal angetan und war dann auch überraschend...erm...angetan.
                Newt gefiel mir sehr gut. Ich liebe solche skurile Außenseiter als Hauptfiguren. Jacob fand ich auch sehr unterhaltsam. Farell brauch ich generell nicht und das war hier nicht anders. Von Johnny Depp erwarte ich auch schon lange nichts mehr.
                Das Worldbuilding war dann wieder hervorragend. Und damit meine ich nicht nur den ganzen Zauberkram sondern auch das normale New York. Ich kenne keinen anderen Film, in dem die Straßen der 20'er so lebendig wirken. Einzig beim Zauberstabgeballer hätte ich mir mehr Mut zu Farben gewünscht. Immer nur weiß ist dann auch irgendwie öde auf Dauer.

                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                Hoffe, dass der Tod vom John Voights Sohn noch an Bedeutung gewinnt. Sonst hängt die Handlung ziemlich in der Luft.
                Wieso denn das? Credence hat ihn aus Rache getötet weil der vorher ziemlich gemein zu ihm gewesen war. Das reicht doch als Motiv.
                Was den Zeitungsverlag und New Salem angeht, dürfte sich das mit dem Massen-Vergessenszauber und dem Tod der ollen Pflegemutter am Ende auch wieder in Wohlgefallen aufgelöst haben.
                Weiss nicht was man da noch anfügen soll. Ist eigentlich abgeschlossen der Strang.

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                  #53
                  Zitat von spidy1980 Beitrag anzeigen
                  Was den Zeitungsverlag und New Salem angeht, dürfte sich das mit dem Massen-Vergessenszauber und dem Tod der ollen Pflegemutter am Ende auch wieder in Wohlgefallen aufgelöst haben.
                  Weiss nicht was man da noch anfügen soll. Ist eigentlich abgeschlossen der Strang.
                  Da der Strang kaum eine Bedeutung für die restliche Handlung hat, hängt er so IMO in der Luft. Eine B Handlung die man ersatzlos hätte streichen können.

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                    #54
                    Ich habe mir den Film neulich auch mal angesehen. Fand ihn ehrlich gesagt nicht ganz schlecht, aber auch nicht fantastisch :-) Keine Ahnung schwer zu sagen, wie viele Teile solle es denn noch geben?
                    Freu mich schon auf die Fortsetzung...
                    Möchte mir den 1.Teil demnächst mal nochmal ansehen, evtl. gefällt er mir beim zweiten mal ansehen besser, wenn ich dann die Handlung besser verstehe *gg*
                    Spürst du nicht diesen Schmerz in mir?
                    Oh siehst du nicht, ich kann nicht mehr.
                    Hilf mir! Schau mich an, ich bemüh mich sehr,
                    was muss noch geschehen, dass du mich erhörst?

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                      #55
                      Habe ihn nun auf Netflix gesehen (Disclaimer: Netflix Schweiz). Newt Scamander hat mich (wahrscheinlich weil ich gerade einen Dr. Who Rerun hatte) sehr an Matt Smiths Doktor erinnert. Er hat ja sogar einen Tardis-Koffer

                      Die Anteile "das kennt man doch" und "das ist irgendwie alles anders" ergänzen sich als HP Universum recht gut. Einerseits die Paranoia der Amis vor den Tierwesen und vor der Entdeckung (Defcon-Uhr), andererseits der Kulturschock des englischen Aliens in New York. Hat mir insgesamt gefallen, auch wenn ich manche Zusammenhänge noch nicht ganz verstanden habe. Werde sicher einen Rerun machen, um zu sehen, ob ich die Lücken füllen kann.
                      The cake is a lie. Always.

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