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[509] "Die Wurzeln des Bösen" / "Schizogeny"

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    [509] "Die Wurzeln des Bösen" / "Schizogeny"

    Buch:
    Jessica Scott, Mike Wollaeger

    Regie:
    Ralph Hemecker

    Darsteller:
    Assistant Director Skinner (Mitch Pileggi) [Norbert Gescher]
    Bobby Rich (Chad Lindberg) [Timmo Niesner]
    Coroner (Laurie Murdoch) [Georg Tryphon]
    Joey (Myles Ferguson)
    Joey Agostino (Myles Ferguson) [Dirk Borchardt]
    John Ramirez (George Josef) [Alexander Herzog]
    Karin Matthews (Sarah-Jane Redmond)
    Lisa Baiocchi (Katharine Isabelle)
    Lisa's Tante (Kate Robbins) [Regine Albrecht]
    Mr. Baiocchi (Gardiner Millar) [Andreas Hosang]
    Patti Rich (Cynde Haron) [Karin David]
    Phil Rich (Bob Dawson) [Axel Lutter]
    Teacher (Christin Anton) [Claudia Mönch]

    Inhaltsangabe:
    In Coats Grove, Michigan, wird Bobby Rich, ein sechzehnjähriger Junge, von seinem Stiefvater Phil gescholten weil er die ihm aufgetragene Gartenarbeit nicht erledigt hat. Bobby nimmt daraufhin eine Schaufel in die Hand und weist seinen Stiefvater an auf Distanz zu ihm zu bleiben. Als der Streit eskaliert rennt Bobby in einen nahegelegenen Obstgarten. Phil verfolgt ihn, doch plötzlich bricht er zusammen. Kurze Zeit später folgt ihnen Phils Frau Patti in den dunklen Obstgarten, sie entdeckt Phil tot und bis zu den Schultern im Schlamm versunken. Neben ihm sitzt Bobby mit weit aufgerissenen Augen.

    Scully führt eine Autopsie an Phil durch. Sie entdeckt über sechs Kilo Schlamm in seinem Magen. Sie folgert daraus Phil wurde gewaltsam unter den Schlamm gedrückt, wahrscheinlich durch seinen Sohn Bobby. Nach ihrer Hypothese hätte Bobby eine Grube ausgehoben in der Phil dann gefangen wurde, dabei hatte er möglicherweise einen Komplizen. Mulder befragt Bobby, der behauptet sein Vater hätte Spaß daran gehabt ihn zu mißhandeln. Später erzählt Patti Mulder sie hätte den Eindruck gehabt Bobby hätte versucht Phil aus der Grube zu helfen, nicht ihn darin festzuhalten. Sie gibt außerdem zu ihr Sohn wäre seit 1995 in Therapie. Daraufhin besuchen die Agenten seine Therapeutin Karin Matthews, die Bobby als ein Opfer physischer Gewalt bezeichnet. Doch Mulder glaubt nicht, daß Bobby an dem Tod seines Stiefvaters schuld ist.

    Bobby erzählt einer guten Schulfreundin namens Lisa Baiocchi, sie müßte sich ihrem Vater entgegenstellen, so wie er es mit Phil getan hat. Als Lisa nach Hause kommt verbietet ihr Vater ihr sich weiterhin mit Bobby zu treffen, Lisa rennt daraufhin ziemlich verärgert auf ihr Zimmer. Kurz darauf zersplittert ein Fenster und eine schattenhafte, armförmige Gestalt greift Mr. Baiocchi an die Kehle. Sein lebloser Körper wird später außerhalb des Hauses auf dem Boden gefunden. Die Agenten finden später heraus, daß Lisa auch eine von Karin Matthews Patienten ist. Karin erzählt Mulder sie versucht der Opfern von Gewalt beizubringen sich ihren Peinigern gegenüberzustellen.

    Mit der Hilfe des örtlichen Leichenbeschauers, findet Mulder einen Splitter frischen Holzes im Nacken von Mr. Baiocchi, der von einem Baum aus dem Garten der Baiocchis zu stammen scheint. Kurze Zeit später werden die Agenten von einem Mann namens Ramirez aufgesucht, der eine Axt in der Hand hält. Er erzählt den Agenten die Bäume würden alle wegen eines "schlechten Mannes" sterben. Karin lädt Lisa ein die Nacht bei ihr zu bleiben bis Lisas Tante sie am nächsten Tag abholen kann. Später hört Lisa aus ihrem Zimmer ein Gespräch zwischen Karin und einem Mann, daraufhin schleicht sie durch das Haus und entdeckt im Keller den Körper eines Mannes. Erschreckt versucht sie zurück zur Tür zu gehen, doch sie hört sie nur noch zuschlagen. Die Stimme des unbekannten Mannes bezeichnet sie als Schnüfflerin. Karin erzählt Lisa später sie muß still bleiben, da der Mann sonst ihre Stimme hören würde.

    Mulder entdeckt, daß Karins Vater zwanzig Jahre zuvor einmal aus dem Schlamm gezogen wurde. Merkwürdigerweise hat Karin ihm diesen Vorfall verschwiegen. Ramirez erzählt Mulder Karin Matthews Vater wäre bei einem Waldbrand ums Leben gekommen. Mulder läßt daraufhin Mr. Matthews Sarg öffnen, doch der ist leer. Als Lisas Tante Linda in Karins Haus kommt, erzählt Karin ihr Lisa wäre zum Busbahnhof gegangen. Bevor Linda wegfährt, zerschlägt Lisa eine Fensterscheibe, doch als Linda ihrer Nichte zu Hilfe kommen will wird sie von einer unsichtbaren Kraft angegriffen und getötet. Später erzählt Bobby Mulder von seiner Therapie, bei der Karin ihm eingeredet hat er wäre Phil und das er niemals ein wirkliches Opfer von Gewalt gewesen wäre.

    Lisa hört die Kellertür und steht auf. Doch sie bemerkt die unidentifizierte Stimme kommt in Wirklichkeit die ganze Zeit von Karin. Scully und Mulder durchsuchen Karins Haus und entdecken den Körper den auch Lisa zuvor im Keller gefunden hat. Mulder schlußfolgert der Körper wäre der von Karins Vater. Karin lockt die Agenten in den Keller doch Mulder hält die Tür offen und sie finden Lisa verängstigt doch unverletzt in einer Ecke der Küche. Mulder versucht Karin zu verfolgen doch sein Auto fährt gegen einen Baum. Karin fährt zun dem Haus der Richs wo sie Bobby in den Obstgarten folgt. Plötzlich wird Bobby in den Schlamm gezogen. Mulder versucht ihn herauszuziehen und gleichzeitig Karin aufzufordern den Kreis zu durchbrechen und gegen die Stimme in ihrem Kopf anzukämpfen. Doch Karin ist dazu nicht in der Lage. Ein wurzelartiger Körper kommt aus dem Boden und zieht Mulder herunter. Plötzlich erscheint Ramirez mit der Axt in der Hand und tötet Karin. Sofort werden Mulder und Bobby von der unsichtbaren Kraft losgelassen.



    Quelle
    10
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    30,00%
    3
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    30,00%
    3
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    40,00%
    4
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    10,00%
    1
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    0%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Eine recht gute Folge in der mir besonders gut der Charakter der Karin Matthews gefallen hat. Ihre gespaltene Persönlichkeit setzte sie schauspielerisch klasse um und die "männliche" Stimme klang echt furchteinflössend!
    Auch Mulders Scharfsinn hat mich sehr beeindruckt. Er durchschaute Bobby Rich sofort und er kam auch bald dahinter was oder wer wirklich für die Todesfälle verantwortlich war.
    Alles in allem eine klasse Folge, der ich fünf Sterne gebe.
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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      #3
      Diese Episode war eher mittelmäßig.

      Die Idee, von Wurzeln in die Erde verschlungen zu werden, fand ich zwar sehr gut; auch die Umsetzung war erste Klasse. Die Geschichte drumherum ließ aber eher zu wünschen übrig. Das erinnerte mich doch sehr stark an "Böse geboren".

      Dennoch gibt's drei Sterne von mir.

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        #4
        Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
        Alles in allem eine klasse Folge, der ich fünf Sterne gebe.
        Von mir gibt es auch fünf Sterne für die recht düstere, atmosphärische Folge, in der nicht wenige zu Tode kommen: Bobbys Vater, Lisas Vater, Lisas Tante und die Psychologin Karin. Action und Mystery halten sich gut die Waage, und Mulder und Scully ermitteln recht routiniert, so dass leider keinen echten Highlights zustande kommen, aber insgesamt ist die Folge sehr stimmig. Manche Bilder erinnern dabei auch an Tim Burtons "Sleepy Hollow". Katharine Isabelle (Lisa) spielte später auch in den drei "Ginger Snaps"-Filmen eine der Hauptrollen.

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          #5
          Hat mir wieder gut gefallen, der Mystery-Faktor war absolut vorhanden. Auch die ganze Atmosphäre war dunkle und gruselig. Obwohl ziemlich bald klar wurde, dass Karen irgendwas mit den Morden zu tun hat. Das Finale war echt klasse und gruselig, wie Mulder zuerst den Leichnam von Karens Vater findet und dann noch die letzte Szene im Obstgarten. Auch Ramirez passte voll ins Bild, wie er plötzlich mit der Axt aus der Dunkelheit auftauchte.
          Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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            #6
            Fünf Sterne.

            Diese Folge fand ich sehr spannend. Obwohl man sich ja schon vorstellen konnte, dass der Sohn seinen Vater nicht auf dem Gewissen hatte.

            Die Psychologin fand ich klasse mit der gespaltenen Persönlichkeit, vor allem als sie in die Rolle ihres Vaters geschlüpft ist und mit der männlichen Stimme redete.

            Der Junge hat mir auch gut gefallen, vor allem als er seinen Mitschülern drohte, er könne sie auch umbringen.

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              #7
              Spannend, aber später eher durchschnitt.
              * * * *
              Es gibt wesentlich bessere Folgen.
              Besonders seltsam fand ich die Stelle, als der Gärtner die Frau umgebracht hatte, was ja Mord war, aber alle so "jay happy end"...okay.
              Ich meine die Folge behandelt ein ernstes Thema, es ist also durchaus eine sehr interessante Folge, vorallem stimmt es mit der Gewalt und der Psyche.
              Ich persönlich kenne eine Frau, die wurde, na ja ähnlich wie in dieser Folge und auch sie hat eine starke Persönlichkeitsstörung.
              Daher fand ich diese Folge emotional aber auch sehr interessant.
              Aber trotzdem, irgendwie fehlte mir da was.

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                #8
                Diesmal kann ich der Folge nur noch schwache vier Sterne geben. Zwar hat mir die düstere Stimmung und die Spezialeffekte mit den lebenden Wurzeln und Ästen ganz gut gefallen, auch wurde die mit den Wurzeln durchwachsene Leiche in Karin Matthews Keller optisch gut dargestellt, jedoch finde ich das die Handlung nicht ganz so spannend war.
                Wieder ganz gut gefallen haben mir die Szenen mit Karin Matthew, besonders die wo sie mit der tiefen männlichen Stimme sprach, dabei kam nämlich Gänsehautfeeling auf.
                Ganz witzig fand ich die Szene mit Mulder und Bobby Rich, wo die Sprache auf Kennedy kam und Bobby fragte wer das ist! Sollte das ein Seitenhieb auf das amerikanische Bildungssystem sein!
                Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                  #9

                  In Michigan wird ein Plantagenbesitzer nach einem Streit mit seinem Sohn tot im Wald aufgefunden. Mulder bezweifelt, dass der schmächtige Teenager imstande war, seinen erheblich größeren und stärkeren Vater zu überwältigen. Merkwürdig ist auch, das der Mann vertikal im Boden vergraben wurde. Kurz darauf stirbt der Vater einer Freundin des Sohnes ebenfalls unter mysteriösen Umständen. Beide Teenager sind bei derselben Psychotherapeutin in Behandlung, deren Vater vor 20 Jahren auf ähnliche Weise wie der Plantagenbesitzer ums Leben gekommen ist.

                  "Schizogeny" erfreut sich im X-Files-Fandom keiner sonderlichen Beliebtheit. Es ist wieder eine von einem Freelancer-Team verfasste Folge, die den Produktionsnotizen zufolge sehr viele Umbearbeitungen durchlief. Der Titel stammt aus der Biologie und bezeichnet eine Form der asexuellen Fortpflanzung durch Zellteilung - ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, in welcher Beziehung dies zu der Episode stehen könnte, und habe darüber auch nirgendwo irgendwelche Informationen gefunden. Leider ist das nicht das Einzige, was an der Episode schwer nachvollziehbar ist.

                  Der Teenager Bobby, Stiefsohn eines Plantagenbesitzers, hat ein schlechtes Verhältnis zu seinem Stiefvater; es kommt immer wieder zu Streitereien zwischen den beiden. Eines Nachts kommt es wieder zu einem heftigen Streit und der Vater wird später im Wald tot aufgefunden. Merkwürdigerweise ist er senkrecht im Waldboden vergraben und hat mehrere Kilogramm Erde verschluckt. Bobby ist der Hauptverdächtige, nicht nur wegen des Streits, sondern auch, weil er am Tatort war. Er ist wegen seiner Aggressionen und Wutausbrüche in psychotherapeutischer Behandlung bei der Therapeutin Karin Matthews. Wenig später stirbt auch der Vater einer Schulkameradin von Bobby, Lisa, die mit ihm befreundet ist. Ihr Vater, der gegen diese Freundschaft war, wurde aus dem Fenster ihres Zimmers im oberen Stock nach draußen gezogen und starb an den Folgen des Sturzes. Auch Lisa war bei Karin Matthews in Therapie. Bei einer Befragung durch die Agenten erzählt Karin, die beiden Teenager seien von ihren Vätern körperlich und seelisch misshandelt worden. Mulder glaubt weder dies, noch dass der in beiden Fällen verdächtigte Bobby der Schuldige ist. Statt dessen vermutet er, dass die Todesfälle etwas mit der sterbenden Baumpopulation im Ort zu tun haben - beide Männer waren auf der Plantage beschäftigt. Ein alter Waldarbeiter erzählt den Agenten, dass Karins Vater auf ähnliche Weise gestorben ist wie Bobbys Stiefvater. Auch zu dieser Zeit waren die Bäume krank, und sein Tod beendete die Krankheit. Wie sich herausstellt, ist es Karin, die vor 20 Jahren von ihrem Vater misshandelt wurde. Dieser war damals der Plantagenbesitzer, und die Misshandlung Karins machte die Bäume krank, die sich gegen den Vater auflehnten. Da nun Karin zurückgekehrt ist und vom Geist ihres Vaters besetzt scheint - sie sperrt das Mädchen Lisa, das eigentlich bei ihr Schutz sucht, in den Keller ein, wie sie einst selber eingesperrt worden ist - wiederholt sich die Geschichte.

                  "Schizogeny" enthält ein paar interessante Ideen. Es ist im Kern eine traditionelle Horrorgeschichte; anders als in einigen anderen Akte X-Episoden spielt hier, obwohl die Bäume im Mittelpunkt stehen, ein Umweltschutzgedanke keine Rolle. Die Bäume werden als eine Art Lebenselixier des Orts porträtiert; die Menschen sind ökonomisch von der Plantage abhängig. Der Missbrauch von Karin hat seinerzeit sozusagen den Boden vergiftet - als ihr Vater starb, wurde die Plantage wieder fruchtbar. Karin hat das Trauma nie überwunden und eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt, außerdem projiziert sie ihre Missbrauchsefahrung auf ihre Patienten und verlangt von diesen, das zu tun, was sie selber nie fertigbrachte - nämlich sich gegen ihren Vater aufzulehnen. Sie agiert ihr Trauma aus, indem sie selbst in die Rolle ihres Vaters schlüpft - es erinnert an Norman Bates aus "Psycho".

                  Leider ist der Zusammenhang zwischen Karins Missbrauch und der Erkrankung und dem "Aufstand" der Bäume äußerst konstruiert. Es wird nicht einmal im Ansatz eine Erklärung angeboten, auf welche Weise der Missbrauch den Boden vergiftet, wie die Reaktion der Bäume zu erkären ist - oder auch, wie die Leiche von Karins Vater aus dem Grab in ihren Keller gekommen ist. Die Grundidee hat einen gewissen Charme, aber sie bleibt in der Episode einfach unterentwickelt. Es hilft auch nicht, dass vor allem Bobby und Karin mehr Karikaturen als lebensnahe Charaktere sind. Bobby ist der typische missratene Teenager, sozusagen der realisierte Alptraum aller Eltern, ein Außenseiter, der nichts auf die Reihe bringt. Karin ist das Stereotyp der verrückten Psychiaterin.

                  Ein Pluspunkt für die Episode ist die atmosphärisch gut gelungene Inszenierung, und gemessen an den Möglichkeiten in den 90er Jahren fand ich auch die "Killerbäume" recht gut umgesetzt. Auch die Szenen im Keller und den Showdown am Ende fand ich gut inszeniert. "Schizogeny" ist sicher kein Highlight der X-Akten, aber so furchtbar, wie sie teilweise dargestellt wird, ist sie nun auch nicht. Ich vergebe knapp drei Baumwurzeln dafür.

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                    #10
                    Zitat von Janet18 Beitrag anzeigen


                    Leider ist der Zusammenhang zwischen Karins Missbrauch und der Erkrankung und dem "Aufstand" der Bäume äußerst konstruiert. Es wird nicht einmal im Ansatz eine Erklärung angeboten, auf welche Weise der Missbrauch den Boden vergiftet, wie die Reaktion der Bäume zu erkären ist - oder auch, wie die Leiche von Karins Vater aus dem Grab in ihren Keller gekommen ist. Die Grundidee hat einen gewissen Charme, aber sie bleibt in der Episode einfach unterentwickelt. Es hilft auch nicht, dass vor allem Bobby und Karin mehr Karikaturen als lebensnahe Charaktere sind. Bobby ist der typische missratene Teenager, sozusagen der realisierte Alptraum aller Eltern, ein Außenseiter, der nichts auf die Reihe bringt. Karin ist das Stereotyp der verrückten Psychiaterin.

                    Ein Pluspunkt für die Episode ist die atmosphärisch gut gelungene Inszenierung, und gemessen an den Möglichkeiten in den 90er Jahren fand ich auch die "Killerbäume" recht gut umgesetzt. Auch die Szenen im Keller und den Showdown am Ende fand ich gut inszeniert. "Schizogeny" ist sicher kein Highlight der X-Akten, aber so furchtbar, wie sie teilweise dargestellt wird, ist sie nun auch nicht. Ich vergebe knapp drei Baumwurzeln dafür.
                    Jessica Scott und Mike Wollaeger waren auch Autoren der Kindergruselserie "Gänsehaut" das merkt man stark an dieser Folge, es war auch die einzige Folge, die diese beiden Autoren geschrieben haben.

                    Die Story hat mir übrigens nicht so sehr gefallen. weshalb es von mir auch nur 2 Äxte gibt und ja bei diesem Mord war es eindeutig der Gärtner. Der anscheinend nichts besseres zu tun hat, als ausschließlich nachts mit seiner Axt durch die Hasselnussbaumplantage zu wandern ?! Bekommt er vielleicht einen Nachtschichtzuschlag ? Ich bin zwar kein Experte was die Botanik angeht, aber erleichtert Tageslicht nicht die Arbeit ungemein ? Die Charaktere waren wiedermal unglaublich flach dargestellt, was in einer Kinderserie wie Gänsehaut vielleicht noch funktioniert hat. Hier aber einfach nur übertrieben wirkt. Der Anfang der Folge hat mir noch sehr gefallen, auch das man hier bereits den Gärtner sieht. Man fragt sich hier bereits wer ist das ? Das Monster of the week ? Ein Geist, Dämon oder was uch immer....

                    Auch die Botschaft dieser Folge hat mir nicht sonderlich gefallen, der ewig währende Kreislauf das Opfer zu Tätern werden, fand ich etwas fragwürdig. Nicht alle Opfer von Gewaltverbrechern werden wiederum zu Gewaltverbrechern. Aber Ok man kann die Folge auch anders interpretieren. Die Effekte waren für die damalige zeit wohl sehr gut, was die Folge jedoch nicht rettet, dafür gab es einfach zuviele Lücken und das Ende war mehr als nur konstruiert. das genau im richtigen Zeitpunkt der traumatisierte Gärtner auftaucht.

                    Schade eigentlich, Akte X hat ja das Thema mit der Entstehung des Bösen im Menschen öfters im Programm, jedoch hapert es meistens an der Umsetzung. wie auch hier.

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                      #11
                      Die Effekte mit den lebenden Wurzeln waren recht gut. Auch gefiel mir die gruselige Atmosphäre. Die beiden Kiddies haben aber IMO etwas genervt und ich hatte schnell die Psycho-Tante in Verdacht, dass sie mit den Morden etwas zu tun hat. Warum sie diese Fähigkeiten denn nun hat, wird auch nie wirklich geklärt (nur, dass sie selbst mal ein Opfer war). Die männliche Stimme klang etwas nach Satan und wirkte zwar gruselig aber auch etwas aufgesetzt.

                      Insgesamt keine schlechte Folge, aber IMO schon die bis dato schwächste der Staffel:
                      3 Sterne!

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