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[515] "Gute Patrioten" / "Travelers"

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    [515] "Gute Patrioten" / "Travelers"

    Buch:
    John Shiban, Frank Spotnitz

    Regie:
    Bill Graham

    Darsteller:
    Agent Arthur Dales (Darren McGavin) [Michael Chevalier]
    Alter Edward Skur (Eric W. Gilder) [Wolf-Rüdiger Reutermann]
    Barkeeper (Cory Dagg) [Gerald Paradies]
    Cohn's Assistent (Dean Barrett)
    Direktor Edgar Hoover (David Fredericks) [Klaus Sonnenschein]
    Dorothy Bahnsen (Jane Perry)
    Gerichtsmediziner (Roger Haskett) [Erich Räuker]
    Hayes Michel (Brian Leckner) [Frank Glaubrecht]
    Junger Arthur Dales (Fredric Lane) [Hubertus Bengsch]
    Junger Bill Mulder (Dean Aylesworth) [Oliver Feld]
    Junger Edward Skur (Garret Dillahunt) [Ingo Albrecht]
    Mrs. Amina Skur (Eileen Pedde) [Martina Treger]
    Roy Cohn (David Moreland) [Detlev Bierstedt]
    Sheriff (Mitchell Kosterman) [Eberhard Prüter]
    Vermieter (J. Douglas Stewart) [Stefan Staudinger]

    Inhaltsangabe:
    Im Jahre 1990 eskortiert ein Sheriff einen Vermieter in ein verfallenes, mit Brettern vernageltes Haus um den Bewohner Edward Skur aus dem Haus zu werfen. Im Haus zieht ihnen ein gräßlicher Gestank in die Nase und sie finden auf dem Boden einen menschlichen Körper, dem alle inneren Organe entnommen wurden. Als eine Gestalt aus dem Schatten hervorspringt eröffnet der Sheriff das Feuer. Der Angreifer fällt zu getroffen Boden, seine letzten Worte vor dem Tod sind " Mulder... Mulder".

    FBI Agent Mulder, noch ein Jahr bevor er es mit den X-Akten zu tun bekommt, besucht einen Mann namens Arthur Dales. Mulder befragt Dales, einen früheren Agenten des FBI über seine Arbeit an einem ungeklärtem Fall aus dem Jahre 1952 in den Edward Skur verwickelt war (der Angreifer aus der Eröffnungszene). Nach der zensierten Akte verschwand Skur vor 38 Jahren als er wegen einer Mordserie verhaftet werden sollte bei der den Opfern alle Organe entnommen wurden. Als Mulder gegenüber Dale seinen eigenen Nachnamen nennt geht ein Blick des Erkennens durch dessen Gesicht. Dales macht Andeutungen im Zusammenhang mit dem HUAC ( House of Un-American Activities Committee) und Kommunistenverfolgungen in den 50er Jahren, was Mulder veranlaßt sich Wochenschauen anzusehen die sich den McCarthy-Anhörungen beschäftigen. In einem Band erkennt er plötzlich seinen Vater, der in der McCarthy-Gruppe sitzt. Als Mulder in Dales Wohnung zurückkehrt erzählt dieser ihm von Skur, der vor Jahren als Kommunist bezeichnet wurde.

    Ein Rückblick ins Jahr 1952 beginnt. Der junge Edward Skur wird von den Agenten Dales und Michel festgenommen und angeklagt nicht vor dem Komitee erschienen zu sein. In der Nacht verbringt Dales etwas Zeit in einer Bar namens Hoot Owl. Dort erhält er dann Telefonanruf von seinem Partner, der ihn über Skurs Selbstmord in der Zelle informiert. Dales macht sich also auf den Weg um Skurs Familie zu informieren, doch als er dort ankommt sieht er Skur die Straße entlang laufen. Dales verfolgt ihn und ein Kampf beginnt, doch plötzlich kriecht eine schwarze rankenartige Pflanze aus Skurs Mund und der nutzt den Überraschungsmoment um zu fliehen.

    Dale schreibt einen Bericht über den Vorfall. Kurz darauf wird er zu Special Assistant Roy Cohn zitiert. Cohn weist ihn an den Bericht zu ändern und alle Hinweise auf Skur zu entfernen. Dale folgt dem auch. Später werden er und Michel zu einem Mordfall gerufen, dort finden sie den Körper eines toten deutschen Arztes. Dale bemerkt einen Bierdeckel aus dem Hoot Owl, auf der Rückseite steht "Komm allein". In der Nacht trifft er in der Bar den jungen Bill Mulder. Er erklärt ihm, er hätte die Agenten zum Haus des Arztes beordert. Nach seiner Meinung wäre Skur der Täter und er erklärt ihm Skur wäre kein Kommunist, eher ein Patriot. Skur hätte zusammen mit zwei anderen Männern, Gissing und Oberman, für das Außenministerium gearbeitet. Gissing und Oberman haben beide Selbstmord begangen. Skur wurde verhaftet und sein Tod vorgetäuscht, damit die Regierung verschleiern konnte was sie ihm angetan hat. Bill Mulder will nun die Wahrheit ans Licht bringen, da Skur ein Kollege von ihm war. Doch er warnt Dale, Skur würde glauben er und Michel wären Teil der Verschwörung gegen ihn. Etwas später greift Skur Michel an, eine spinnenartige Kreatur krabbelt aus Skurs Mund und gerät in Michels.

    Cohn gibt den Befehl Michels Körper nach Bethesda zu bringen, anstatt einen lokalen Leichenbeschauer die Autopsie machen zu lassen. Dale protestiert dagegen und Cohn bezeichnet ihn als Kommunist. Als Dale ins Büro zurückkehrt bemerkt er ein als Geheimsache eingestuftes Dokument auf Dorothy Bahnsens Schreibtisch, einer Angestellten des FBI. Dorothy erzählt ihm in dem Dokument würden Skur und seine Kollegen als Kommunisten bezeichnet. Weiter führt sie aus, hätte sie darin einen der Namen wiedererkannt der auch in einer X-Akte vorkommt. X-Akten enthalten ungeklärte Fälle und nur die FBI-Direktoren können Akten mit einem "X" versehen. Sie zieht den Teil der Akte heraus, bei dem Mann handelt es sich Dr. Strohman, einen deutschen Immigranten. Dale erkennt Dr. Strohman als den toten deutschen Arzt aus dem letzten Mordfall. Er macht nun Gissings Körper ausfindig und ordnet eine Autopsie an. In dessen Körper ist ein Kokon mit einer spinnenartigen Kreatur, den Dale zerstört.

    Später informiert Dale Mrs. Skur darüber, daß ihr Mann und zwei seiner Kollegen von der Regierung betrogen wurden. Er erklärt alle drei wurden einer Operation unterzogen, die eigentlich eine Kriegsverletzung beheben sollte. Doch statt dessen wurden sie einer sogenannten Xenotransplantation unterzogen, bei der ihnen eine außerirdische Kreatur eingepflanzt wurde. In der Nacht wird Dale von Bill Mulder und Cohns Assistent in die Bar begleitet wo sie Skur treffen sollen. Dale wird mit einem verstecktem Mikrofon ausgestattet und man versichert ihm einzugreifen wenn es gefährlich wird. Als Skur später in die leere Bar kommt, erklärt er ihm die Männer würden ihm nicht zur Hilfe kommen, da sie annehmen Skur würde ihn töten.

    Dale sieht ein, daß Skur recht hat. Ein Kampf beginnt und es gelingt Dale Skur Handschellen anzulegen. Wieder im Jahre 1990 beendet Dale damit seine Geschichte. Doch eine Frage bleibt: Warum waren Skurs letzte Worte der Name Mulder ? Die Geschichte blendet dann noch einmal ins Jahr 1952 zurück und man sieht Bill Mulder das Auto anhalten und Skur die Schlüssel zu seinen Handschellen geben.



    Quelle
    9
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    22,22%
    2
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    22,22%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    44,44%
    4
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    11,11%
    1
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Was mir an dieser Folge aufgefallen ist, hat mich doch sehr überrascht!!! Mulder, der immer sehr über das Rauchen des Cigarette-Smoking Man geschimpft hat, raucht in dieser Folge selbst eine Zigarette! Dies konnte man nur schwer in der Szene sehen, wo er das zweite mal bei Arthur Dales war und auf der Couch sitzt.

    Die Story war nicht schlecht, aber auch nicht hervorragend. Ich würde mal sagen, gutes Mittelmaß. Schade fand ich es das Scully nicht dabei war. Gut fand ich, das sich die Story teilweise in der Vergangenheit abspielte.

    Somit gibt es vier Sterne für diese Folge von mir.
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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      #3
      Eine sehr gute Episode mit einem verworrenen Handlungsgeflecht, was daher rührt, dass sehr viele verschiedene Personen vorkommen. Die Geschichte fand ich äußerst interessant, v. a. weil deren Verlauf nicht immer vorhersehbar war.

      Schade nur, dass die Folge ohne Scully und auch (weitestgehend) ohne Mulder auskommen muss. Aber die Anfänge der X-Files zu beleuchten - das wurde ja auch höchste Zeit.

      Fünf Sterne für eine sehr gute Folge.

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        #4
        Mittelmäßige Episode. Netter Gag war, dass man zu Beginn Mulder beim Rauchen sah.
        Ansonsten war dies nichts Besonderes, die Story plätscherte so dahin, und wurde eigentlich nur von Gastdarstellern getragen. Wichtig fand ich, dass hier die Kommunistenhetze der 50iger Jahre in den Staaten angeprangert wurde. Es wurde ja schön gesagt von einem FBI-Mann, dass man noch viel böser sein muss als der Feind.
        Aber dann die Erkenntnis, dass Nazi-Wissenschaftler experimentieren und fremde Paraisten in Menschen einpflanzen Das fand ich schon ziemlich extrem und übertrieben.
        Auch eine nette Hommage, dass hier Mulders Vater auch gegen die dunklen Machenschaften der Regierung ankämpft.
        Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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          #5
          Eine tolle Folge, die trotz das man sich eher auf Mulders Vergangenheit konzentriete wirklich überzeugend denn Charme der Serie vermittelt hat, was eigentlich ohne das Duo Mulder/Scully eigentlich so gut wie nie wirklich funktioniert. Vor allem die Thematik um die Anti-Komunistenprovaganda fand ich hervorragend beleuchtet, da muss ich immer wieder an denn X-Files-Film denken, indem aufgegriffen wurde das bereits Fox´s Vater tief in dieser Regierungsverschwörung mit drin gesteckt. Hier nutzt die fiktive US-Regierung mal wieder die allgemeine Angst vor fremden Ansichten um somit ein die Wahrheit zu verschleiern, besonders aber die realen Fakten in dieser Folge haben mich faszinierd, die Sprünge zwischen verschiednen Zeitabschnitten machte die Folge zwar etwas verwirrend jedoch ringe ich mich trotzdem dazu durch ***** Sterne zu verteilen.

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            #6
            Drei Sterne.

            Einerseits ist die Folge recht stilvoll inszeniert, andererseits fehlte es mir schlicht an Tempo und Spannung.

            Auch Scully fehlte hier.

            Gut fand ich die Anspielungen auf die Mccarthy-Ära und das Gut/Böse Bild was schnell ins Wanken gerät.

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              #7
              Ein netter Rückblick, allerdings fand ich die Parasiten doch etwas arg fehl am Platz. Manchmal hat man das Gefühl diese Art von "übernatürlichen" findet ihren Einzug in der 5. Staffel nur, weil es sich hier um eine Sci-Fi, Fantasy, Horror und Mystery Serie handelte.
              In etwa so, als würde man Schindlers Liste mit einem blutsaugenden Vampir füllen und voila, eine neue Akte-X Folge.
              Natürlich hat die Folge die typische Akte-X qualität, Kamera, Schnitt, Darsteller, Effekte, alles wunderbar, kein Problem hier und nichts wirkt billig, meiner Meinung nach.
              Doch mich störte die Stelle mit den parasiten, ohne diese, wäre die Folge wesenlich passender, ich war am Ende jedenfalls etwas verstört was die Parasiten betrifft...
              * * * *

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                #8
                Interessant fand ich es das in dieser Folge einige Informationen zu Mulders Vater preisgegeben wurden und mit welchen Leuten er zusammenarbeitete. Gut rübergebracht fand ich es auch das gezeigt wurde das Mulders Vater nicht ganz so schlimm war wie seine Kollegen und versuchte etwas gegen diese Machenschaften zu unternehmen.
                Die Präsentation der Handlung wurde mit der in der Vergangenheit spielenden Handlung gut inszeniert und das Fehlen von Scully war zwar schade, jedoch kein Beinbruch. Auch Mulders kurze Auftritte waren nicht weiter schlimm, da die Handlung mit der Kommunistenhetze großteils spannend umgesetzt wurde. Optisch bot die Episode auch einiges, wie zum Beispiel die Szene bei der Autopsie, wo auf einmal in der Luftröhre der Leiche eine fremde Lebensform entdeckt wurde.
                Somit gebe ich dieser Folge wieder vier Sterne.
                Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                  #9
                  Zitat von xylofony Beitrag anzeigen
                  Ein netter Rückblick, allerdings fand ich die Parasiten doch etwas arg fehl am Platz. Manchmal hat man das Gefühl diese Art von "übernatürlichen" findet ihren Einzug in der 5. Staffel nur, weil es sich hier um eine Sci-Fi, Fantasy, Horror und Mystery Serie handelte.
                  In etwa so, als würde man Schindlers Liste mit einem blutsaugenden Vampir füllen und voila, eine neue Akte-X Folge.
                  Natürlich hat die Folge die typische Akte-X qualität, Kamera, Schnitt, Darsteller, Effekte, alles wunderbar, kein Problem hier und nichts wirkt billig, meiner Meinung nach.
                  Doch mich störte die Stelle mit den parasiten, ohne diese, wäre die Folge wesenlich passender, ich war am Ende jedenfalls etwas verstört was die Parasiten betrifft...
                  * * * *
                  Und welch Überraschung ein deutscher Wissenschafler steckt dahinter. Ich fand die Folge unerträglich und dafür gibt es mehrere Gründe:

                  - Die Parasiten, die überhaupt nicht in die Story gepasst haben. Ich muss xylofony
                  vollkommen zustimmen was hat die Autoren dabei nur geritten ? Hätte man nicht bessere Möglichkeiten gehabt eine Verschwörung unter dem Deckmantel einer anderen Verschwörung zu erfinden. Ich habe den Eindruck, man wollte einfach nur etwas verstörendes einbauen um die Folge sehenswerter zu machen.

                  - der größte Kritikpunkt betrifft Bill Mulder. Wenn die Autoren vor hatten, diesem Charakter mehr tiefe zu verleihen bzw. Mulders Vater sympatischer erscheinen zu lassen. sind sie kläglich gescheitert. Die ganze Folge hindurch benutzt er Dales als Laufburschen und am Schluss hätte er in sogar geopfert, wenn es hätte seien müssen. Auf mich macht er einen sehr oportunistischen Eindruck, Mulder scheint von ihm nicht viel zu haben was seine Eigenschaften angeht. Und das Ende der Folge war die Krönung, der lässt diesen armen Wirt doch tatsächlich auf die Menschheit los ! Ich hätte es verstanden wenn er Ihn von seinem leid erlösst hätte, aber ihn freilassen ? damit er noch mehr Leute aussaugen kann ?! Soll ich jetzt als Zuschauer denken, "toll was für ein Menschenfreund" ? Nee das war leider ein Griff ins Klo.

                  Ich würde der Folge 2 Spinnenparasiten geben. mehr gibts dafür leider nicht. obwohl die Idee nett war, Mulders Vater zu sehen. Hat diese Folge bis auf die Tatsache wie die X-Akten zu Ihrem Namen gekommen sind, nicht zum Gesamtbild der Serie beigetragen.

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                    #10
                    Im Jahr 1990 sucht der am Anfang seiner Karriere stehende Mulder den früheren FBI-Agenten Arthur Dales auf. Der Grund: Bei einer Hausdurchsuchung wurde ein ehemals von Dales verhafteter Mann erschossen, sein letztes Wort ist "Mulder". Dales erzählt Mulder von Ermittlungen in der McCarthy-Ära, während derer Dales einer Verschwörung auf die Spur kam, die an Menschen Xenotransplantations-Experimente durchführte, und in die Mulders Vater verwickelt war.

                    "All of this has happened before, and all of it will happen again", fiel mir angesichts dieser Episode mal wieder ein. "Travelers" zeigt in einer Rückblende ins Jahr 1990, die ihrerseits wieder ins Jahr 1952 zurückblendet, wie Mulders Vater in eine quasi Vorläufer-Verschwörung verwickelt war, in der ebenfalls - wie später in "Paper Clip" - skrupellose Nazi-Ärzte an Menschen Experimente durchführten. Edward Skur, der Mann, der 1990 bei der Hausdurchsuchung erschossen wurde, war in der McCarthy-Ära ein Angestellter des Außenministeriums, den man für Xenotransplantations-Experimente missbrauchte und dann unter dem vorgeschobenen Verdacht, er sei ein Kommunist, verfolgen ließ. 1952 werden der FBI-Agent Arthur Dales und sein Partner, die nichts von den Experimenten wissen, zu Skurs Haus geschickt, um ihn wegen kommunistischer Umtriebe festzunehmen. Später erreicht Dales ein Anruf, Skur habe Selbstmord begangen, aber in der Nacht nach dem angeblichen Selbstmord sieht Dales Skur auf der Straße einen Mann angreifen und dann fliehen. Von seinen Vorgesetzten wird Dales aus Gründen der nationalen Sicherheit befohlen, Skurs Namen aus seinem bereits geschriebenen Bericht über den Vorfall zu streichen. Eine Erklärung erhält er nicht. Der geflohene Skur, unter dem Einfluss der transplantierten Kreatur zum Mörder geworden, tötet Dales Partner. Dales ist daraufhin entschlossen, herauszufinden, was vor sich geht.

                    Der Arzt Dr. Strohman, der die Experimente an Skur durchgeführt hat, war Deutscher und kam nach dem zweiten Weltkrieg durch das Projekt Paperclip in die USA - zusammen mit anderen Nazi-Wissenschaftlern wie Victor Klemper, bekannt aus "Paper Clip" in Staffel 3. Betroffen waren drei Beschäftigte des Außenministeriums, neben Skur auch Gissing und Oberman. Offiziell wurden sie wegen Kriegsverletzungen operiert, tatsächlich wurde ihnen Exemplare einer anderen Spezies implantiert. Die implantierte Kreatur sieht aus wie ein großer Krebs - es ist unbekannt, ob sie außerirdischer Herkunft ist. Sie springt durch den Mund des Wirts auf ein Opfer; das Opfer wird später tot aufgefunden und alle inneren Organe und Weichteile sind entfernt. Über den Zweck der Experimente kann man nur spekulieren; Hoover sagt, "If we are to defeat the enemy, [...] we must do those things which even our enemies would be ashamed to do". Möglicherweise standen sie mit den Versuchen, einen Supersoldaten zu erschaffen, im Zusammenhang.

                    Die Aufsicht über die Experimente hatte William Mulder, der ebenfalls im Außenministerium beschäftigt war (ebenso wie der Raucher und andere Syndikatsmitglieder, wie man aus "Apocrypha" weiß). Andere Figuren in der Episode haben real existiert: Roy Cohn, der für das Justizministerium an den HUAC (House Un-American Activities Committee)-Anhörungen beteiligt und Staatsanwalt im Prozess gegen das Spion-Ehepaar Rosenberg war, und der FBI-Chef J. Edgar Hoover, ebenfalls ein Kommunistenjäger. Diese Regierungsverschwörer entscheiden, wer als Kommunist beschuldigt wird und wer nicht ("What are you talking about? I'm no communist." - "You are, if I say you are.") - die ideale Methode, Versuchspersonen, die nicht mehr gebraucht werden, sowie andere missliebige Leute zu beseitigen. Bill Mulder hat damals schon Probleme mit den Machenschaften seiner Mitverschwörer und gibt die Informationen an Dales weiter: "I risked my career and my family by coming here. But the crimes these men have committed against innocent people... I can't have that on my conscience anymore. Someone needs to know the truth." Später verhilft er Skur zur Flucht, in der Hoffnung, dass die Wahrheit herauskommt.

                    "Travelers" ist ähnlich wie "Unusual Suspects" eine Episode, die die Hintergrundgeschichte der Serie erzählt. Arthur Dales untersucht eine der frühen X-Akten - man erfährt, woher der Name stammt und wer entscheidet, ob eine Akte eine X-Akte ist. Wie schon öfter schreibt die Serie in "Travelers" ihre eigene Version der Geschichte, mit real existierenden Personen wie Roy Cohn und J. Edgar Hoover und der Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära, und stellt Verbindungen zwischen ihnen und der Mythologie der Serie her. Dales selbst ist benannt nach dem Drehbuchautor Howard Dimsdale, der als Kommunist verfolgt wurde und gezwungen war, unter dem Pseudonym "Arthur Dales" zu schreiben. Die Situation weist einige Parallelen zur Alien-Verschwörung der Mythologie auf: Es gibt einen als übermächtig angesehenen Feind (Sowjetunion), und um sich den vom Leib zu halten, muss man schreckliche Dinge tun (u.a. Experimente an unschuldigen und nichtsahnenden Menschen, unter Zuhilfenahme von Nazi-Ärzten). J. Edgar Hoover und Roy Cohn bedienen sich einer sehr ähnlichen Rhetorik wie der Raucher, wenn es um die Kolonisten geht. Dales kann man als eine Art Vorläufer von Fox Mulder betrachten, der auf der Suche nach der Wahrheit ist (die Folge weist sogar ausdrücklich auf die Parallele hin: "I was ruined for my insubordination. You keep digging through the...The X-files and they'll bury you, too."). Bill Mulder wiederum zeigt bereits in dieser frühen Phase, dass er trotz seiner Verwicklung in die Verschwörung ein Gewissen hat, und die Wahrheit ans Licht bringen will - wie auch später, als er Fox die Wahrheit erzählen will, aber bevor er das tun kann, von Krycek und seinem Partner umgebracht wird. Wobei man sagen muss, dass die Entscheidung, den mörderischen Skur laufenzulassen, in der Hoffnung, es möge die Wahrheit ans Licht kommen, wirklich nicht zu vertreten ist. Ich glaube auch nicht, Keymaster, dass man Bill Mulder zum Helden machen wollte; die Folge ist mit Fox Mulders Reaktion auf diese Information schon recht deutlich, dass Bill Mulder ein sehr ambivalenter Charakter ist. Wie ja auch in anderen Folgen in der Serie.

                    Ambivalent sind auch meine Eindrücke zu der Episode. Was mir gut gefallen hat, war die Fortführung der "alternativen Geschichtsschreibung" mit der Einbeziehung der realen Personen und Ereignisse, ebenso die Verknüpfung mit der Mythologie der Serie - und damit verbunden die sich wiederholenden Muster der Verschwörung. Sehr gut fand ich auch das Detail mit den Anfängen der X-Akten, inklusive der Erklärung des Namens (unter "U" wie "ungelöst" war kein Platz mehr, deshalb hat die Sekretärin sie unter "X" abgelegt!) Die 50er Jahre Settings waren sehr gut umgesetzt, und auch die Verfilmung der Szenen in dieser Periode mit den verwaschenen Farben (wie mit Patina überzogen) fand ich sehr gelungen. Die Geschichte mit der Xenotransplantation war mir etwas zu trash-horrormäßig, und auch die Erklärung für die Experimente konnte mich nicht wirklich überzeugen. Insgesamt überwiegt aber für mich noch das Positive. Ich gebe knappe vier 50er Jahre Hüte dafür.

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                      #11
                      Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
                      Ich fand die Folge unerträglich ...

                      Ich würde der Folge 2 Spinnenparasiten geben. mehr gibts dafür leider nicht. obwohl die Idee nett war, Mulders Vater zu sehen. Hat diese Folge bis auf die Tatsache wie die X-Akten zu Ihrem Namen gekommen sind, nicht zum Gesamtbild der Serie beigetragen.
                      Ziemlich extreme Änderung gegenüber deiner Bewertung von vor acht Jahren

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                        #12
                        Zitat von Janet18 Beitrag anzeigen
                        Ziemlich extreme Änderung gegenüber deiner Bewertung von vor acht Jahren
                        Tja man wird alt. Und Geschmäcker ändern sich nun mal.
                        Früher habe ich die Serie nicht so bewusst gesehen wie jetzt.
                        vielleicht bin ich etwas kritischer geworden. Handwerklich war an der Folge zwar nciht viel auszusetzen. Jedoch stören mich die beiden Aspekte sehr. Das Ende hat für mich eben keinen Sinn ergeben und daran hänge ich mich momentan ein bisschen auf. vielleicht fällt mein Urteil in 10 Jahren dann wieder besser aus.

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                          #13
                          Die Folge hat mir nicht wirklich gefallen. Das 50er Jahre Setting war zwar mal etwas Anderes und erinnerte an die Film Noir Periode, aber ich war nie ein Fan dieser. Dazu war die Parasiten-Geschichte schon arg trashig und die Folge tlw. sehr langatmig. Wirkliche Spannung kam nie auf. Dass Mulder (so gut wie) und Scully nicht auftreten, tut sein Übriges hinzu.

                          Bevor ich der Folge die Mindestpunktezahl gebe, gibt es schon ein paar wenige positive Aspekte. So fand ich den Ursprung der X-Akten ganz witzig (unter "U" wie "Ungelöst" kein Platz mehr ), man lernt Mulders Vater besser kennen (wirklich sympathisch fand ich ihn auch nicht) und die Mulder-raucht-Szene war ein netter Insider.

                          Von dem her schwache
                          2 Sterne!

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