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[518] "Die Pine-Bluff-Variante" / "The Pine Bluff Variant"

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    [518] "Die Pine-Bluff-Variante" / "The Pine Bluff Variant"

    Buch:
    Frank Spotnitz, John Shiban

    Regie:
    Rob Bowman

    Darsteller:
    Assistant Director Skinner (Mitch Pileggi) [Norbert Gescher]
    August Bremer (Michael MacRae) [Roland Hemmo]
    Brit (Kett Turton)
    CIA Operative (Michael St. John Smith)
    Dr. Leavitt (John B. Lowe) [Bodo Wolf]
    Field Agent (J.B. Bivens) [Raimund Krone]
    Goatee Man (Armin Moattar)
    Haley (Daniel Von Bargen) [Otto Mellies]
    Kassiererin (Kate Braidwood) [Gundi Eberhard]
    Manager Mr. Kaplan (Ralph Alderman) [Andreas Grothusen]
    Martin (Trevor Roald)
    Skin-head Man (Douglas Arthurs)
    Staatsanwalt Leamus (Sam Anderson) [Lutz Mackensy]
    Techniker (Dean McKenzie) [Matthias Klages]

    Inhaltsangabe:
    Skinner, Scully und Mulder sowie ein Dutzend weiterer FBI-Agenten nehmen an einer verdeckten Ermittlung in einem Park in Washington, D.C. teil. Das Ziel: Die Festnahme von Jacob Haley, einem Mitglied einer militanten Gruppe, der wegen einiger Terroranschläge gesucht wird. Skinner und Scully beobachten die Szene aus einem Überwachungswagen, während Mulder und weitere Agenten sich unauffällig im Park aufhalten. Haley trifft sich dort mit einem auf einer Bank sitzendem Mann, dem er einen Umschlag gibt. Plötzlich rennt er davon und Mulder macht sich auf ihn zu verfolgen, bemerkt allerdings nicht das die Haut auf Hand und Gesicht des anderen Mannes sich aufzulösen beginnt. Scully springt aus dem Wagen um ihren Partner zu warnen, doch als sie ihn erreicht stellt sie nur noch fest, daß der Verdächtige sich der Verhaftung entziehen konnte.
    Scully befragt ihren Partner warum er es Haley so leicht gemacht zu entkommen, doch Mulder wechselt schnell das Thema. Kurz darauf treffen sich die Agenten auf einer Besprechung der Angelegenheit, die von Skinner und Staatsanwalt Leamus geleitet wird. In der Besprechung erklärt Scully der zu Tode gekommene Mann wäre an einer Art Biowaffe gestorben. Skinner zeigt den Anwesenden dann ein Foto von August Bremer, dem Kopf der militanten Gruppe.

    Etwas neugierig geworden beginnt Scully später ihren Partner zu überwachen, der eine Reise unternimmt. Mulder mietet in einem Motel ein Zimmer, von wo er ein angespanntes Telefonat mit Haley führt, welches den Schluß zuläßt die beiden würden zusammenarbeiten. Kurz darauf kommt ein BMW auf den Parkplatz und Mulder steigt ein. Scully verfolgt den Wagen, wird jedoch plötzlich von zwei weiteren Wagen gestoppt. Vier Männer steigen aus und begleiten Scully zu einem Regierungsgebäude, wo sie zu ihrer Überraschung Skinner und Leamus trifft. Sie erklären ihr Mulder würde an einem Undercover-Einsatz teilnehmen, dies wäre aber nur Skinner und Leamus bekannt. Jemand aus der militanten Gruppe hätte sich mit Mulder in Verbindung gesetzt nachdem der auf einer UFO-Konferenz seine Meinung zu Regierungsverschwörungen geäußert hatte.

    Der BMW bringt Mulder zu einer abgelegenen Farm. Dort wird Mulder von Haley befragt, der ihn verdächtigt zu spionieren. Als Mulder keine zufriedenstellende Antwort gibt, dreht ihm ein glatzköpfiger Mann den Finger um so stark um, daß Mulder vor Schmerz aufschreit. Die Prozedur geht so lange weiter bis Mulder den Verdacht äußert die Gruppe hätte einen Doppelagenten. Doch plötzlich dreht der glatzköpfige Mann ihm den Finger komplett um. Haley wendet sich jetzt allerdings zu Mulder und sagt: "Ich glaube Ihnen". Währenddessen testet Bremer die Biowaffe in einem kleinem Kino und tötet dabei vierzehn Menschen. Doch die Frage bleibt wie der Krankheitserreger an die Leute gebracht wurde.

    Als Mulder in sein Zimmer zurückkehrt wird er von Scully überrascht. Sie kümmert sich um seinen gebrochenen Finger und spricht mit ihm über den Undercover-Einsatz. Doch ohne Wissen der beiden hört Bremer ihre Unterhaltung ab. Später trifft sich Mulder wieder mit Skinner und Leamus zum Bericht. Anscheinend will die militante Gruppe eine Bank ausrauben. Mulder berichtet auch, Haley würde von ihm Akten der Gruppenmitglieder fordern um den Doppelagenten zu finden. Leamus meint dazu, er hätte so etwas geahnt und Mikrofilme mit präparierten Daten vorbereitet. Mulder kehrt zurück ins Hotel und übergibt Haley den Mikrofilm. Dann wird er zurück zur Farm gebracht, wo die Gruppe ihren Banküberfall vorbereitet.

    Scully stellt fest, das Gift wurde nicht von den Russen hergestellt wie zuerst angenommen. Nur zu Skinner meint sie die USA hätten ein geheimes Biowaffenprogramm und jemand hätte Mulder möglicherweise in eine Selbstmordmission geschickt. Später dämmert es Scully, daß das Gift möglicherweise über Geldscheine verteilt wird.

    Mit Monstermasken auf dem Kopf stürmen Mulder und die Gruppenmitglieder eine Bank. Bremer geht in die Stahlkammer und besprüht das Geld mit dem Gift. Nun flüchtet die Gruppe wieder aus der Bank und Mulder erkennt auch den wahren Grund für den Überfall, nämlich nur das Geld zu infizieren. Bremer hält Mulder eine Waffe an den Kopf und erklärt seine Undercover-Arbeit wäre aufgedeckt. Doch Haley greift ein, da er Bremers Namen auf dem Mikrofilm entdeckte und bezeichnet Bremer als Doppelagenten. Bremer spielt nun das geheime Band ab, welches er von Mulder und Scully gemacht hat. Danach gibt er Haley einen Autoschlüssel und erlaubt ihm die Gruppe zu verlassen. Nun bringen Bremer und der glatzköpfige Mann Mulder fort um ihn zu töten, doch plötzlich tötet Bremer den glatzköpfigen Mann und gibt Mulder die Gelegenheit zu flüchten.

    Mulder macht sich auf den Weg zurück zur Bank, wo sich auch schon Scully und Skinner befinden. Scully erklärt ihm sie hätte auf einem Überwachungsband seinen bandagierten Finger gesehen und so ihre Schlüsse gezogen. Als das Geld aus der Bank transportiert wurde gibt Leamus das Gebäude frei. Scully bezichtigt ihn allerdings den ganzen Plan inszeniert zu haben.

    Später sieht man wie Haley in seinem Auto zusammenbricht, sein Gesicht völlig von dem Gift zerfressen, welches über den Schlüsselanhänger übertragen wurde den Bremer ihm gab.



    Quelle
    10
    ****** eine der besten Akte-X-Folgen aller Zeiten!
    0%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was Akte X ausmacht!
    40,00%
    4
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    50,00%
    5
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    0%
    0
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    20,00%
    2
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten - absolut Akte X unwürdig!
    0%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Hi!

    Ja genau solche Folgen liebe ich bei Akte X wo es um solche fiesen Verschwörungen in der Regierung geht.
    Zwar konnte man etliche Dinge ziemlich schnell durchschauen, so z.B. dass Mulder nur verdeckt ermittelt, aber das tat der Spannung in dieser Folge nicht wirklich weh.
    Am rätselhaftesten finde ich wieder mal Skinner. Wie viel wusste er von all dem, was da vorging tatsächlich?
    Gruselig fand ich die Szene wo sie Mulder so gequält haben mit der Methode "Ich breche dir den Finger, wenn du nicht das sagst, was wir hören möchten.". Da konnte ich wirklich kaum hinsehen.
    Spannend finde ich auch den Aspekt, dass natürlich offiziell nicht mehr an Biowaffen geforscht wurde, aber es irgendwo hinter verschlossenen Türen weiter geschieht. Wer weiß, was in unserer Welt alles so hinter verschlossenen Türen passiert.

    5 Sterne für wirklich gute Unterhaltung.

    Gruß,
    Soran
    Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
    Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball
    Fanprojekt VfB 1906 Sangerhausen
    Ein Hirntumor namens Walter

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      #3
      interessante Verwirrspiele in dieser Folge, man wusste lange nicht was Sache ist (außer natürlich das Mulder nicht wirklich die Leute unterstützt )
      was dann schon noch ne Überraschung war, ist das der "böse" eigentlich nen Regierungsagent war.
      gute Folge
      Homepage

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        #4
        Eine gute aber leider eine recht schnell zu durchschauende Folge.

        Die Verschwörung und die Einschleußung von Mulder in diese militante Gruppe wurde mit einigen kleinen Ausnahmen recht gut umgesetzt. Jedoch störte mich die Entlarvung Mulders durch seine und Scullys Dummheit sehr, deren beide Diskussion in Mulders Wohnung war schon extrem leichtsinnig!

        Auch das Ende war sehr ernüchternd, wo Mulder, Scully und Skinner gegenüber den "Regierungsbeamten" als die "Mißbrauchten" gegenüberstanden und nichts gegen seine Täuschung und Ausnutzung machen konnten!

        Von mir gibt es vier Sterne für diese Folge.
        Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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          #5
          Eine ausgezeichnete, extrem spannende und mitreißende Episode.

          Mulders Job als Maulwurf wird sehr eindrucksvoll umgesetzt und das Verhör an ihm war auch genial.

          Die Szene beim Banküberfall mit der anschließenden Flucht war zwar etwas langatmig, aber das tut der Folge wenig Abbruch, wofür ich fünf Sterne gebe.

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            #6
            Ne Folge, die ganz ohne Mystery-Element auskommt, muss ja nichts schlechtes heißen. Aber mich konnte diese Episode überhaupt nicht überzeugen, es wurde viel zu schnell aufgeklärt, dass Mulder in die Gruppe eingeschleust wurde, bzw. hat man Scully auch viel zu schnell in den Plan eingeweiht. Wäre ja interessant gewesen, wenn Scully die ganze Zeit überhaput nichts von Mulders eigentlichem Auftrag erfähren hätte, ihr Misstrauen gegenüber Mulder hätte man schön zeigen können.
            Und dieser Machtkampf innerhalb der Terrorgruppe hat mir nicht gefallen. Am Ende, wo Mulder exekutiert werden sollte, wars auch ziemlich schnell klar, dass ihm jemand hilft. Die Hilfe von Bremer, für mich wurde es unbegründet beleuchtet, warum er Mulder geholfen hat.
            Und am Ende, als sich herausstellt dass die Regierung in die Anschläge beteiligt war, bzw. Experimente mit dem Gift durchführte, ne das hatten wir doch schon alles in der Serie. Auch schon in dieser Staffel, wo Mulder die Lonley Gunmen kennenlernt und mit ihnen gemeinsam ein Regierungskomplott verhindert. Ich fands deshalb übertrieben, jetzt schon wieder eine Episode zu machen, wo die Regierung einen Giftstoff an der Zivilbevölkerung ausprobieren will, während Mulder und Scully dies zu verhindern versuchen.
            Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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              #7
              Vier Sterne.

              Wie schon erwähnt, gibt es hier keine grossen Mystery-Elemente. Mulder schleicht sich bei einer Terroristen-Gruppe ein um sie auszuspionieren.

              Leider ist schnell klar, dass Mulder nicht wirklich mit ihnen paktiert, sondern nur Informationen bekommen will. Die Folge ist aber doch recht spannend.

              Krass vor allem das Verhör, mit dem netten Glatzkopf und dem Finger.

              Ganz nett, die Folge.

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                #8
                Schwache fünf Sterne bekommt die Folge diesmal von mir, weil mir die Handlung rund um Mulders Undercovereinsatz sehr gut gefallen hat. Weiter gibt es in dieser Folge auch eine sehr gute Erklärung zu Mulders Teilnahme an der Ufo-Konferenz aus einer vorangegangenen Episode und auch wird seine dortige Rede, mit welcher er die Regierung angegriffen hat, in ein verständliches Licht gerückt.
                Optisch sehr gut umgesetzt wurde die Wirkungsweise dieser hochgiftigen biologischen Waffe und bei der Darstellung der Opfer dieser Waffe wurde hervorragende Arbeit geleistet. Die Auflösung der Handlung war auch sehr gut und offenbarte das Mulder mal wieder nur benutzt wurde.
                Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                  #9
                  Mulder wird als Undercover-Agent in eine Terrormiliz eingeschleust, die im Besitz einer gefährlichen biologischen Waffe ist. Das Ziel ist die Festnahme des Gruppenführers. Bei einem ersten Versuch der Miliz, den Organismus in einem Kino zu verbreiten, kommen mehrere Menschen ums Leben - die Gruppe plant jedoch etwas weitaus Größeres, nämlich die Waffe über Geldscheine in Umlauf zu bringen. Als sein Kontaktmann in der Gruppe misstrauisch wird, wird Mulder in einen Machtkampf zwischen den beiden führenden Leuten der Miliz verwickelt.

                  "The Pine Bluff Variant" ist wieder eine dieser vereinzelten Akte X-Episoden, die nichts mit paranormalen Phänomenen oder Serienmördern zu tun haben, sondern gänzlich weltlichen Kriminalfällen nachgeht. In diesem Fall geht es um eine Terrormiliz, die New Spartans, die im Besitz einer Biowaffe ist: Der Titel "The Pine Bluff Variant" bezieht sich auf ein Biowaffenarsenal, das sich im Kalten Krieg in Pine Bluff, Arkansas, befand und eine Vorform der Biowaffe, um die es in der Episode geht, enthielt.

                  Aber der Reihe nach: Mulder und Scully nehmen an einem gemeinsamen Einsatz von CIA und FBI teil, bei dem der Terrorverdächtige Jacob Haley wegen Waffenhandels festgenommen werden soll. Als er flüchten kann, glaubt Scully, Mulder dabei beobachtet zu haben, wie er dem Mann zur Flucht verhalf. Einen Gesprächsversuch blockt Mulder ab; als Scully ihrem Verdacht nachgeht, sieht sie, wie sich Mulder unter falschem Namen in einem Motel einquartiert mit dem Terroristen trifft. (Das Motel trägt den Namen Aaron Burr Motel, benannt nach dem Vizepräsidenten der Jefferson-Administration, der 1807 des Hochverrats verdächtigt und später freigesprochen und rehabilitiert wurde.) Als Mulder und der Terrorist das Motel verlassen und Scully ihnen folgen will, wird sie von Skinners Leuten von der Straße abgedrängt und in Gewahrsam genommen, woraufhin man sie über Mulders geheime Mission aufklärt: Er wurde in die Gruppe eingeschleust, nachdem diese infolge seiner Teilnahme am UFO-Symposium in "Patient X" mit ihm Kontakt aufgenommen hatte: Die Terroristen hielten ihn aufgrund seiner offen geäußerten Vermutung, in der US-Regierung gäbe es eine Verschwörung gegen das amerikanische Volk, für einen Gleichgesinnten im FBI, den sie für ihre Zwecke einspannen wollten.

                  Der Rückgriff auf Mulders Skeptiker-Phase ist ein gelungenes Mittel, die Kontinuität zu wahren und gleichzeitig eine Verknüpfung zur Mythologie der Serie herzustellen. Dass man Scully über Mulders Mission im Unklaren lässt, wirft einige Fragen auf. Ihr anfängliches Misstrauen gegenüber Mulder machte eher den Eindruck, als glaubte sie, er würde wieder in irgendeine Dummheit hineinlaufen, als dass sie ihn ernsthaft des Hochverrats verdächtigte. Die Anweisung, ihr nichts zu erzählen, kam von Skinner oder dem Generalstaatsanwalt; es ist dennoch erstaunlich, dass Mulder sie nicht einfach übergangen hat. Möglicherweise aus Besorgnis um Scullys Sicherheit, vielleicht, weil er nicht wollte, dass sie sich Sorgen macht. Möglicherweise spielte auch Schamgefühl eine Rolle, darüber, dass aufgrund seiner Aussagen auf dem Symposium eine Terrormiliz einen möglichen Verbündeten in ihm sah. Durch die Verknüpfung mit dieser Skeptikerphase hinterlässt "The Pine Bluff Variant" etwas den Eindruck, dass die Serie Mulder für seinen "Irrweg" büßen lassen will; sein offensives Auftreten auf dem Symposium hat ihn erst in die Lage gebracht, jetzt undercover mit Terroristen kooperieren zu müssen, mit Leuten, die ihre Aktionen mit eben der Anti-Regierungsparanoia begründen, die er selber vertritt. Auch ohne zwischen die Fronten der Anführer dieser Gruppe zu geraten, gefoltert zu werden und eine Bank überfallen zu müssen, ist es keine einfache Situation für ihn.

                  Während Mulder sich mit den Terroristen auseinandersetzen muss, untersucht Scully - nunmehr über die Situation aufgeklärt - die Biowaffe, mit der die Miliz zunächst einen Anschlag auf ein Kino in Ohio verübte. Vierzehn Menschen wurden bei diesem Attentat auf grausige Weise getötet. Scully wird gesagt, die Biowaffe stamme von den Russen, aber als sie selbst Ermittlungen anstellt, findet sie heraus, dass es eine amerikanische Entwicklung ist. Sie schließt daraus, dass das Ganze inszeniert ist und man Mulder auf eine Selbstmordmission geschickt hat. Verantwortlich, wie sich herausstellt, ist der Anführer der Terrormiliz Bremer, selbst ein CIA-Agent, der im Auftrag des Generalstaatsanwalts die Terrormiliz benutzt, um Tests mit den Biowaffen an der amerikanischen Bevölkerung durchzuführen. Der Bankraub diente dazu, an große Mengen von Bargeld zu kommen, über die der Erreger in Umlauf gebracht werden sollte - was dank Scullys Eingreifen gerade noch verhindert werden kann. Das FBI blieb über den Hintergrund im Dunkeln, auch Skinner wusste nichts.

                  Dass die Regierung die eigene Bevölkerung für Experimente benutzt, ist weder in Akte X neu ("Blood", "Wetwired", "Zero Sum", um nur drei zu nennen), noch ohne realhistorische Präzendenz (siehe z.B. das Projekt MKULTRA). Auch Berichte über Experimente mit Biowaffen hat es schon gegeben (siehe z.B. hier und hier). In "The Pine Bluff Variant" scheint der Generalstaatsanwalt höchstselbst der Drahtzieher zu sein; seine Rolle erinnert an die des Rauchers, dessen Argumentation er auch übernimmt, als ihn Mulder wegen der Experimente konfrontiert: "What do you hope to accomplish, Agent Mulder, as a whistle-blower? To mobilize a civil rights action? To bring down the federal government? To do the very work that group you were a part of is so bent on doing? What do you want? Laws against those men, or laws protecting them?" - "I want people to know the truth." - "Well sometimes our job is to protect those people from knowing it." Die Rolle seines Erfüllungsgehilfen August Bremer, des CIA-Agenten, der es bis zum Anführer der Gruppe gebracht hat, bleibt etwas im Dunkeln: Hat Bremer eine bereits existierende Terrorzelle infiltriert und sich durch die Ränge nach oben gearbeitet - oder wurde womöglich sogar die Zelle von ihm erst geschaffen, um im Autrag der Regierung Operationen unter falscher Flagge durchführen zu können? Es ist unklar, wie weit die Verschwörung ging.

                  "The Pine Bluff Variant" ist, obwohl sie nichts mit paranormalen Ereignissen zu tun hat, eine Episode, die sich durch die Verknüpfung mit dem UFO-Symposium in "Patient X" und den Themen um Experimente der Regierung gut ins Akte X-Universum integriert. Dass Bremer für die CIA arbeitet, war unvorhersehbar, so ganz logisch erscheint mir sein Verhalten an einigen Stellen aber nicht. Vor allem ist mir unverständlich, warum der skrupellos das Kinopublikum ermordende Bremer am Ende Mulder verschont, obwohl er damit rechnen muss, dass der sein Wissen nicht für sich behalten wird. Etwas ärgerlich fand ich auch das naive Verhalten der Agenten, vor allem Scullys, ein Gespräch in Mulders Wohnung zu führen, obwohl sie schon zweimal herausfinden mussten, dass diese Wohnung abgehört bzw. beobachtet wird. Gut gefallen haben mir die schauspielerischen Leistungen v.a. David Duchovnys, der den unter Hochspannung stehenden Mulder großartig darstellte. Ebenso Gillian Anderson vor allem in der Szene, in der sie mit dem Zorn der Gerechtigkeit den Generalstaatsanwalt Leamus konfrontierte ("You knew about this all along. You knew about this the whole time!"). Die Selbstgerechtigkeit des Letzteren wiederum wird von Sam Anderson hervorragend dargestellt. Auch von den Effekten und der Maske, was die Opfer der Biowaffe angeht, sowie von der Inszenierung her ist an der Episode nichts zu bemängeln: Besonders die Bankraub-Szenen und Mulders vermeintlicher "Gang zum Schaffott" sind hier hervorzuheben. Ich vergebe insgesamt vier Dracula-Masken dafür.
                  Zuletzt geändert von Janet18; 27.06.2019, 20:41.

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                    #10
                    Durch diese Episode geht es für mich staffeltechnisch wieder aufwärts. Leider gab es in dieser Staffel einige "Gurken" aber diese hier hat mir sehr gut gefallen, weshalb ich auch gerne 5 Kinokarten vergebe. Die Story passt ganz gut in X-Files-Universum, auch wenn manche anderer Meinung seien sollten. Zwei interessante Dinge gibt es zu dieser Folge, ich konnte mit dem Titel lange nichts anfangen aber Pine-Bluff ist eine Stadt in Arkansas und was noch viel interessanter ist, Die junge Dame die ihm Kino Popkorn verkauft ist die Tochter des Schauspielers Tom Braidwood wir kennen Ihn als Einsamen Schützen. Die Folge hatte ordentlich Tempo und wurde zwischendrin nicht eine Sekunde langweilig. Wie Janet18 schon geschrieben hat, hat mir der Bankraub ebenfalls sehr gut gefallen, die Auflösung am Ende war trotzdem relativ überraschend. Es zeigt auch das es in der Regierung der Serie mehrere verdeckte Programme zu geben scheint, nicht nur die Ufoverschwörung.

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                      #11
                      Dass Mulder undercover ist war wirklich seeehr schnell klar, aber tut der Spannung der Folge IMO keinen Abbruch. Einzig die Szene, wo er mit Scully offen in seiner Wohnung spricht war selten dämlich.

                      Ansonsten eine sehr gute Folge mit vielen Twists (etwa, dass der "Schurke" ein Regierungsagent ist), netter Einbindung des Staffel-Plots (Mulders Anti-Regierungs-Rede im letzten Zweiteiler) und bei den von der Regierung involvierten Anschlägen erschreckend (die Leichen im Kino sahen etwas grauslich aus).

                      Irgendwie erinnerte mich die Folge an die SG1-Episode "O'Neill auf Abwegen", wo dieser auch undercover ermittelt und sich in den NID einschmuggeln will:

                      5 Sterne!

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