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[618] "Milagro" / "Milagro"

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    [618] "Milagro" / "Milagro"

    Buch:
    Chris Carter, Frank Spotnitz, John Shiban

    Regie:
    Kim Manners

    Darsteller:
    Assistant Director Walter Skinner (Mitch Pileggi) [Norbert Gescher]
    Friedhofsgärtner (Casey C. O´Neill)
    Ken Naciamento (Nestor Serrano) [Michael Telloke]
    Kevin (Angelo Vacco) [Robin Kahnmeyer]
    Maggie (Jillian Bach) [Julia Ziffer]
    Maggie's Vater (D. Bennett Nelson)
    Phillip Padgett (John Hawkes) [Gerrit Schmidt-Foß]
    Wachmann (Michael Bailey Smith)

    Inhaltsangabe:
    Als Scully auf dem Weg in Mulders Wohnung ist um dort mit ihm einen Mordfall zu besprechen stößt sie mit Phillip Padgett zusammen, Mulders Nachbarn. Padgett ist ein komischer Kauz, ein Schriftsteller der in seiner eigenen Fantasie lebt. Er verursacht bei Scully ein gruseliges Gefühl.

    Bei der Diskussion des Mordfalles erklärt Mulder seine Theorie. Demnach wäre der Mord ein Ergebnis psychischer Chirurgie, das Herz des Opfers wurde ohne einen einzigen Einschnitt in den Körper entfernt. Es gibt keine anderen Anhaltspunkte, Scully zweifelt jedoch.

    Während ein weitere Mordfall in der Lover's Lane entdeckt wird hält sich Scully in Mulders Büro auf. Dort bemerkt sie wie ein Umschlag mit einem Anhänger unter Mulders Tür durch geschoben wird. Es ist ein "Milagro", ein Glücksbringer, mit einem eingravierten brennenden Herz darauf. Scully glaubt er könnte vom Mörder stammen und beginnt einige Nachforschungen.

    In einer nahegelegenen Kirche untersucht sie Zeichnungen von Christus mit einem flammenden Herzen in seiner Hand als sich ihr Mulders Nachbar Padgett nähert. Er erzählt ihr, er hätte ihr den Glücksbringer geschickt. Er hätte sie beobachtet um sie für eine Figur in seinem Roman zu verwenden und hätte sich dabei in sie verliebt. Scully ist gleichzeitig fasziniert und abgestoßen von Padgett, dennoch plant sie ihn auf dem Weg in Mulders Wohnung zu besuchen. Dort kommt plötzlich Mulder dazu und verhaftet Padgett. Es scheint als hätten die Mordfälle eine Verbindung zu Kontaktanzeigen in der lokalen Zeitung. Padgett hat diese genutzt um seine Opfer zu finden und über jedes in seinem Roman geschrieben.

    Doch als Padgett eingesperrt ist geschieht ein weiterer Mord. Doch Mulder glaubt Padgett würde telepathisch mit seinem Partner Dr. Ken Naciamento, dem bekannten brasilianischem Psycho-Chirurgen, kommunizieren und er Naciamento irgendwie veranlaßt hat den Mord auszuführen. Daher glaubt Mulder der einzige Weg Padgett zu überführen wäre ihn freizulassen.

    Wieder zurück in seiner Wohnung bekommt Padgett Besuch von Naciamento. Doch Mulder und Scully, die Padgetts Wohnung überwachen sehen nichts von Naciamento. Ist er nur Produkt aus Padgetts Einbildung? Naciamento redet Padgett ein Scully müßte getötet werden. Der beendet daraufhin schnell seinen Roman und geht daraufhin in den Keller um dort die Seiten im Ofen zu verbrennen. Mulder folgt ihm und will ihn verhaften als er einen Schrei von oben hört. Der kommt von Scully, die von Naciamento angegriffen wird. Mulder rennt nach oben und findet sie blutüberströmt, doch am Leben. Padgett dagegen liegt neben dem Ofen am Boden, sein eigenes Herz in der Hand haltend.



    Quelle
    13
    ****** eine der besten Akte-X-Folgen aller Zeiten!
    38,46%
    5
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was Akte X ausmacht!
    23,08%
    3
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    38,46%
    5
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    0%
    0
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten - absolut Akte X unwürdig!
    0%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Zwar ist diese Folge ein klein wenig verwirrend, wie der Schluß zum Beispiel, aber trotzdem hat mir diese Episode sehr gut gefallen.

    Die Story mit dem Schriftsteller, der seinen Roman schreibt, welcher dann auch noch zur Realität wird fand ich sehr interessant. Auch die Annäherung von Phillip Padgett an Scully fand ich klasse inszeniert. Optisch perfekt umgesetzt fand ich die "Herz Entnahme Szenen", diese wirkten realistisch und nicht übertrieben.

    Wie schon erwähnt fand ich den Schluß ein klein wenig verwirrend, da der Angriff auf Scully nicht wirklich aufgelöst wurde bzw. wie der Angreifer auf einmal verschwand.

    Trotzdem vergebe ich die maximale Punkteanzahl.
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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      #3
      Hey!

      Eine interessante Folge mit einer beunruhigenden Tatsache, dass die eigene Vorstellungskraft sich derart manifestieren kann, dass sie zur Wirklichkeit wird. Spannend ist natürlich auch der Hinweis darauf, dass Scully bereits verliebt ist ... aber in wen wohl?
      4 Sterne.

      Gruß,
      Soran
      Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
      Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball
      Fanprojekt VfB 1906 Sangerhausen
      Ein Hirntumor namens Walter

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        #4
        Na, aber der Mörder musste doch einfach verschwinden, shcließlich ist seine Schöpfung verbrannt. Das ergab schon Sinn!

        @Soran: Hm, in Skinner? LOL.

        Milagro ist eins der Highlights aus der ohnehin grandiosen Staffel 6!
        Don't you hate it when you look in your closet for clothes and you find Narnia instead??

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          #5
          Eine herrliche Folge!

          Die Idee, einen Roman zur Wirklichkeit werden zu lassen, musste ja irgendwann in die Tat umgesetzt werden. Die Umsetzung war spitze, die Spannung zum Schluss kaum noch zu ertragen.

          Auch Spiritualität wurde wieder mal miteingeflochten.

          Nur der Schlussdialog zwischen dem Schriftsteller und seiner Figur sagte mir nicht sonderlich zu.

          Trotzdem fünf Sterne.

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            #6
            Wow, absolut geniale, durchdachte Episode. Hier steht wiedermal Scully im Mittelpunkt, mit der Frage ob sie mit ihrem Leben zufríeden ist oder ob sie sich nicht nach Liebe und einem Partner sehnt. Als sie in der Wohnung von Padgett steht, merkt man schon ein wenig, dass sie ihn anziehend, faszinierend findet und deshalb auch bei ihm bleibt.
            Am Ende noch die Feststellung von Padgett, dass Scully bereits verliebt ist, lässt auch noch auf mehr hoffen. Da kann sich der gute Mulder ja noch auf was gefasst machen.
            Und auch die Story mit dem Roman fand ich supertoll, schon erschreckend dass ein Autor aufgrund seiner Vorstellungen eine anscheinend reale Gestalt erschaffen kann, welche ihm dann noch das Geschehen des Romans diktieren. Erinnert mich stark an Stephen Kings "Stark - the dark half".
            Auch die Schlussszene war genial, wo Padgett sein eigenes Herz in der Hand hält, nachdem er Scully das Leben gerettet hat.
            Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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              #7
              Eine meiner Lieblingsfolgen. <3 Scully

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                #8
                Fünf Sterne.

                Diese Folge dreht sich um einen Schriftsteller, dessen Ideen im Buch in der Realität zur Wirklichkeit werden.

                Die Folge ist sehr spannend, ausserdem ist der Darsteller sehr gut ausgewählt worden (ist wenn ich mich nicht täusche der nervöse Hotelbesitzer aus dem Film IDENTITÄT).

                Die Idee erinnert zwar ein wenig an das Stephen King Buch STARK, die Folge hat aber genug Eigenständigkeit, um zu überzeugen. Meine Lieblingsszene ist die in der Kirche zwischen Scully und ihm.

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                  #9
                  Eine herausragende Folge mit einem passenden Gaststar und einer intensiv gespielten Story, keine Frage. Mulder und Scully tauschen die Rollen, das ist zwar nicht neu, gibt der Geschichte aber nochmal einen gelungenen Kick. Der Schriftsteller scheint nicht nur seine Kreation zum Leben erwecken zu können, sondern scheint ebenso Hellseher zu sein, das wurde jedenfalls nicht so ganz klar.

                  Leider ist der Schluss nicht sonderlich gelungen. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Killer das Appartment betritt, ist die Folge ziemlich genial. Danach merkt man, dass das Drehbuch umgeschrieben wurde, da der Schluss nicht ganz zum Rest passt. Auch dass Scully sich widerstandslos in ihre romantische Opferrolle ergibt, ist ziemlich unpassend für ihren Charakter. Den Angriff des Killers auf sie fand ich zu lang, dafür, dass er die anderen Opfer ziemlich schnell überwältigen konnte.

                  Alles in Allem 4 Sterne, da wäre bei etwas sorgfältigerer Arbeit durchaus noch mehr drin gewesen.

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                    #10
                    Gelungene Folge! Ich mag die Monologe des Schriftstellers sehr, die Wortwahl ist so poetisch und bildhaft, die Stimme passend.

                    Scully ist schon verliebt, tja, nur wann kapiert sie das?
                    Wie weit ist es bis man den Himmel berührt? Wirklich frei macht wahrscheinlich nur der Wahnsinn! You will see those better days!

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                      #11
                      Zitat von Nerys Beitrag anzeigen
                      Scully ist schon verliebt, tja, nur wann kapiert sie das?
                      Langsam wird es Zeit das sie sich ihre Liebe endlich eingesteht.

                      Mir hat die Folge wieder sehr gut gefallen, deswegen bewerte ich sie mit sechs Sternen. Die Idee und die Umsetzung einen Roman zur Wirklichkeit werden zu lassen wurde mit dieser Episode hervorragend umgesetzt. Auch war die Wahl des Schauspielers John Hawkes für die Rolle des Schriftstellers Phillip Padgett hervorragend ausgesucht, er erledigte nämlich seine Arbeit sehr gut. Die Dialoge von ihm mit Scully oder seine Monologe fand ich klasse! Die Szenen mit der Entfernung der Herzen wurden auch gut umgesetzt und der Schluss der Handlung passte sehr gut zur vorangegangenen Handlung.
                      Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                        #12
                        In Washington geschieht eine Mordserie, bei der den Opfern das Herz herausgerissen wird, ohne dass dabei Operationswunden oder sonstige Spuren gefunden werden. Ein anonymer Hinweis bringt Mulder und Scully auf die Spur von Mulders neuem Apartment-Nachbarn, der an einem Roman schreibt, in dem diese Morde, bevor sie geschahen, detailgetreu beschrieben sind. Auch Scully, auf die der Autor ein Auge geworfen hat, nimmt in dem Roman eine tragende Rolle ein.

                        "Milagro" ist eine Geschichte über das Schreiben und das Verhältnis von Autoren zu den von ihnen geschaffenen Figuren. Im Fokus steht der - erfolglose - Romanautor Phillip Padgett, der an einem Roman über ein paranormales Mordmysterium, das von Scully und Mulder untersucht wird, schreibt. Padgett ist in Mulders Apartmentgebäude eingezogen und hat die Wohnung neben Mulders angemietet. In seinem Roman reißt der Mörder seinen Opfern das Herz heraus - auf genau dieselbe Art und Weise, wie in einer realen Mordserie, die Mulder und Scully dabei sind, zu untersuchen. Bei keinem der Opfer sind Operationsnarben zu sehen, noch sind an ihnen oder am Tatort irgendwelche DNA- oder sonstige Spuren zu finden. Sehr hilfreich ist für Padgett bei der Arbeit an seinem Roman, dass er die beiden Agenten bei ihren Gesprächen in Mulders Wohnung über den Lüftungsschacht belauschen kann. Außerdem hat er ganz offensichtlich Gefühle für Scully und stalkt ihr u.a. in eine Kirche hinterher. Als sich herausstellt, dass Padgett die Morde bereits vor dem Geschehen detailliert in seinem Manuskript beschreibt, glaubt Mulder, dass Padgett in die Sache verwickelt ist und mit einem Komplizen zusammenarbeitet. Da dies eine X-Akte ist, ist die Lösung aber nicht so einfach: der Mörder aus Padgetts Roman, ein in der Realität bereits verstorbener brasilianischer Psychochirurg namens Ken Naciamento, ist zum Leben erwacht und zieht mordend in der realen Welt umher. Um Scully zu retten, mit deren Tod sein Roman enden würde, verbrennt Padgett sein Manuskript und stirbt.

                        Der Autor Padgett ist ein ziemlicher Gruseltyp, wenn auch nicht vollkommen unsympathisch; er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Alfred Fellig aus "Tithonus" (vielleicht zieht es Scully deshalb zu ihm hin). Er scheint in völliger Isolation zu leben, bekommt keine Telefonanrufe, scheint auch keine Bekannten zu haben, und sein Apartment ist bis auf einen Stuhl, einen Tisch und ein Bett vollkommen unmöbliert. Seine einzige Gesellschaft sind die Figuren aus seinem Roman und Scully (wobei die auch eine dieser Figuren ist). Scully ist es in seiner Gesellschaft merklich ungemütlich, besonders, als ihr klar wird, dass er sie stalkt und ihretwegen in das Apartmentgebäude gezogen ist. Trotzdem lässt sie sich ein Stück weit auf ihn ein, wobei nicht ganz klar ist, wieviel davon Scullys tatsächliche Reaktionen sind und welcher Teil nur in Padgetts Einbildung existiert.

                        Der interessanteste Aspekt von "Milagro" ist, dass die Episode eine Art Metakommentar über den kreativen Prozess des Schreibens ist. Gleich zu Anfang sieht man Padgett allein in seinem Apartment, wie er auf seine Schreibmaschine starrt. An der Wand sind Notizkarten, wie sie in den Autorenräumen von Akte X und anderen Seren benutzt werden (Spotnitz: " the cards that are on the writer’s wall are the same format that we wrote The X-Files in. We would use those same cards when figuring out stories for the series."). Padgett tut sich offenbar schwer, etwas aufs Papier zu bringen; schließlich greift er an seine Brust und reißt sich selber das Herz aus dem Leib. Eine ziemlich drastische Symbolik dafür, wie das Autorenteam den Prozess des Schreibens sieht.

                        Im weiteren Verlauf von "Milagro" stellt sich immer wieder die Frage, wer den Verlauf der Erzählung kontrolliert. Ist es Padgett, der die Geschichte schreibt, oder treibt die Geschichte Padgett an? Kontrolliert Padgett die Charaktere, oder kontrollieren sie ihn (" Jungians would say it's the characters who choose the writer, not the other way around. So I guess you could argue he directed me.")? Scully hat schon wegen des Tatbestands, dass sie sowohl als "reale" Frau (im Rahmen des Akte X-Universums) als auch als Figur in seinem Buch existiert, eine gewisse Autonomie, und während unklar ist, inwieweit ihr Verhalten in "Milagro" nur das ist, was Padgett in ihr sieht und hineininterpretiert, wird später klar, wie wenig Padgett sie trotz seines Detailwissens über sie eigentlich kennt: "I misjudged her character-- her interest in me. [...] In my book, I'd written that Agent Scully falls in love but that's obviously impossibleAgent Scully is already in love." Aber es ist nicht nur Scully, die er nicht wirklich kennt, auch die Motive seines fiktiven Mörders Naciamento kennt er nicht: "Why do I want their hearts?" - "You tell me. Why do you do it?" - "I'm your character! You tell me! My reason is your reason." Sich selber bezeichnet Padgett in seinem Roman als "den Fremden", wie um darauf hinzudeuten, wie wenig er auch sich selber kennt. Naciamento sieht Padgett sehr kritisch, und sagt ihm, dass er kein Schöpfer, sondern ein Zerstörer sei. Auf dem Höhepunkt der Episode hängt alles davon ab, wieviel Kontrolle Padgett über Naciamento ausüben kann, der, um das perfekte Ende des Romans herbeizuführen, Scully töten will. Das Verhältnis zwischen Autor und Figur verschwimmt hier völlig; Naciamento macht Padgett für seine Taten verantwortlich, und dennoch hat es den Anschein, dass Naciamento am Ende sein eigenes Leben führt und Padgett ihn nur kontrollieren kann, indem er sein Manuskript verbrennt und selber stirbt. Padgett hat zwar seine Figuren erfunden, aber sie gehören ihm nicht, und am Ende ist er nicht der allmächtige Schöpfer, sondern er wird von seiner Schöpfung zerstört.

                        Die Frage, ob Naciamento oder Padgett an Naciamentos Taten schuld ist, steht symbolisch dafür, inwieweit ein Autor für die Konsequenzen seines Werks verantwortlich ist (Spotnitz: "It's about how what you write reflects who you are.") - selbst dann, wenn die Figur vermeintlich oder tatsächlich außer Kontrolle gerät. "Milagro" scheint auch für Chris Carter eine sehr persönliche Episode zu sein; ich fühlte mich stark an eine Szene aus dem Staffel 2-Finale "Anasazi" erinnert, in der Carter selbst als Figur auftritt und Scully fragt, warum sie nicht den Job macht, für den sie ursprünglich eingestellt worden ist.

                        Eine der Stärken von "Milagro" ist die schauspielerische Leistung von John Hawkes in der Rolle des Phillip Padgett, der souverän zwischen gruselig-charmantem Verehrer Scullys und dem bedrohlichen und schließlich verzweifelten Autor, dessen Figuren außer Kontrolle geraten, osizilliert. Es ist zu einem erheblichen Teil Hawkes Leistung zu verdanken, dass Padgett ein sehr komplexer Charakter ist. Regisseur Kim Manners gelingt es hervorragend, in den entsprechenden Szenen den Zuschauer Scully durch Padgetts Augen sehen zu lassen. Auch ansonsten gibt es einige eindrucksvolle Szenen, vor allem in Padgetts Apartment, aber auch auf dem Friedhof, wo Grabsteine großer amerikanischer Autoren wie Salinger und Lee zu sehen sind (die zum Zeitpunkt der Ausstrahlung von "Milagro" noch am Leben waren). "Milagro" spielt vermutlich eine ähnliche Rolle innerhalb der Serie wie Episoden wie "The Post Modern Prometheus" oder "José Chung's 'From Outer Space'" - sie soll nicht wortwörtlich verstanden werden und ist nur indirekt Teil des Canons, eine Art Metakommentar. Ich vergebe gute fünf leere Blätter Papier dafür.

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                          #13
                          Eine sehr schöne, romantische Folge. Die Monologe des Schriftstellers haben mir sehr gut gefallen. Aber auch sein Süßholzraspeln mit Scully. Dass er am Ende meint, dass sie bereits verliebt sei, gefiel mir natürlich als M/S-Shipper sehr gut.

                          Die Idee mit dem Wirklichkeit werdenden Roman ist zwar anscheinend von Stephen King geklaut, aber gut geklaut ist halb gewonnen. Vor allem das Ende war sauspannend als der "Killer" erst den Autor und dann Scully "besucht". Das Opfer mit dem Roman Verbrennen war ein guter Schluss (auch verständlich, dass der Killer daraufhin verschwindet).

                          Alles in allem eine gute Folge. Gab zwar 1 oder 2 Längen, aber für
                          4,5 Sterne reichts!

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