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[703] "Böse Zeichen" / "The Sixth Extinction"

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    [703] "Böse Zeichen" / "The Sixth Extinction"

    Buch:
    Chris Carter, Frank Spotnitz

    Regie:
    Kim Manners

    Darsteller:
    Agent Diana Fowley (Mimi Rogers) [Evelyn Maron]
    Assistant Director Walter Skinner (Mitch Pileggi) [Norbert Gescher]
    Barnes Fahrer (Anthony Okungbowa)
    Biologin Amina N'Gebe (Jo Nell Kennedy) [Viola Sauer]
    Byers (Bruce Harwood)
    Cigarette-Smoking Man (William B. Davis)
    Deep Throat (Jerry Hardin)
    Dr. Barnes (Michael Ensign) [Bodo Wolf]
    Dr. Harriman (Warren Sweeney) [Michael Tietz]
    Fahrer (Abdoulaye N´Gom)
    Frohike (Tom Braidwood)
    ICU Krankenschwester (Mari Weiss) [Beate Pfeiffer]
    Langly (Dean Haglund)
    Michael Kritschgau (John Finn) [Klaus-Dieter Klebsch]
    Primitive African Man (Conrad Roberts)

    Inhaltsangabe:
    An der Elfenbeinküste. Scully untersucht das offensichtliche Flugobjekt, welches in der Brandung des Sandstrandes entdeckt wurde. Scully kam hierher um etwas zu finden an das sie nicht glaubte und blieb um zu aufzudecken was Mulder wegen seiner Krankheit nicht aufklären konnte. Nachts in ihrem Zelt sieht sie für einen Moment einen traditionell gekleideten Eingeborenen, der plötzlich wieder verschwindet. Doch im Zelt schwirren daraufhin jede Menge Insekten umher. Am nächsten Tag kommt eine Biologin namens Amina N'Gebe in des Zeltlager. Obwohl die Entdeckung des Ufos geheim ist hat sie davon erfahren. Sie warnt Scully den Arbeitern nichts von ihrer nächtlichen Vision und den Insekten zu erzählen, die Arbeiter sind Anhänger des Animismus und würden es als böses Omen werten. Sie unterbrechen ihr Gespräch als ein Arbeiter am Strand anfängt zu schreien, er scheint im Wasser zu verbrennen.
    Später kommt Dr. Barnes ins Camp. Es streitet ab ein Mörder zu sein. Sein Leben lang wäre er auf der Suche nach Antworten gewesen und nun gekommen um bei der Übersetzung der Wort auf dem Flugobjekt zu helfen. Das Wasser um das Objekt färbt sich plötzlich rot und Scully erfährt wieder eine Vision des Eingeborenen, der aber wieder verschwindet. Kurz darauf gelingt es Scully Teile des Textes auf dem Ufo zu zusammenzusetzen, nachdem Dr. Barnes etwas übersetzt hat. Der obere Teil scheint sich auf die menschliche Genetik zu beziehen, während der untere aus Zitaten aus der Bibel, dem Koran und frühen sumerischen Sprachen zu bestehen scheint, die sich auf den Tag des jüngsten Gerichts beziehen. Doch Barnes bekommt plötzlich eine Art geistige Störung, er greift Scully und N'Gebe an, schreit dabei es wäre alles seine Entdeckung und niemand dürfte vor ihm das Lager verlassen.

    In der Nacht entdeckt Barnes wie tote Insekten wieder zum Leben erwachen. Er behauptet das Ufo wäre dafür verantwortlich. Es er abgelenkt ist schlägt Scully ihn mit einem Stuhl nieder und entkommt mit N'Gebe. Als sie mit dem Wagen auf der Straße fahren sieht Scully plötzlich wieder den Eingeborenen auf der Straße, der dann im Inneren des Wagens erscheint, ihr die Hand entgegenstreckt und sagt "einige Wahrheiten wären nicht für sie bestimmt". Er verschwindet wieder und N'Gebe scheint ihn überhaupt nicht bemerkt zu haben. Scully entscheidet es wäre Zeit wieder in die USA zurückzukehren. Im Camp tötet Barnes derweil seinen Fahrer, der aber wieder zum Leben erwacht und seinerseits Barnes angreift.

    In der Zwischenzeit in Washington. Mulder Gehirn ist so aktiv, daß es ihm nicht gelingt zu schlafen. Skinner betritt Mulders Zelle, doch der greift ihn an. Später findet Skinner aber heraus, Mulder wollte ihm nur unbemerkt eine Nachricht zustecken auf der "Helfen Sie mir" steht. Skinner kehrt zurück, doch Mulder gelingt es nicht zu sprechen, er schriebt nur "Kr..." auf Skinners Hand. Das führt Skinner zu Michael Kritschgau, dessen Karriere beendet war als er vor dem Kongress die Wahrheit über eine Ufo-Entdeckung bezeugen wollte. Im Krankenhaus erkennt Kritschgau Mulders Zustand, verursacht durch CIA Experimente. Kritschgau gibt Mulder die Droge Phenytoin, ohne das es die Ärzte bemerken und Mulders Zustand verbessert sich. Als Fowley dazukommt wird sie mißtrauisch wegen der Anwesenheit von Skinner und Kritschgau. Mulder erzählt Skinner er wüßte die Wahrheit über Skinner, der würde von Krycek erpreßt. Und Kritschgau könnte bezeugen was seinen Zustand verursacht hätte.

    Später führt Kritschgau einen Test mit Mulders neuen "gedankenlesenden Fähigkeiten" durch. Am Anfang sind die Ergebnisse durchschnittlich, doch als Skinner den Text beschleunigt wird Mulder perfekt. Kritschgau erzählt der CIA hätte bei manchen Leuten ESP-Fähigkeiten gefunden, doch dies niemals mit Außerirdischen in Verbindung gebracht.

    Skinner und Kritschgau versuchen nun Mulder aus dem Krankenhaus zu bringen, doch Fowley und die Ärzte stoppen sie. Mulder bekommt daraufhin einen Anfall. Als sie später alleine sind spricht Fowley zu Mulder, obwohl er geistesabwesend zu sein scheint. Sie sagt, sie wüßte Mulder weiß von ihrer Loyalität zu einem Mann den er haßt, doch er könnte ihre Gedanken lesen und es dann verstehen. Sie liebt ihn und würde ihn nie sterben lassen. Es ist nicht nötig seien Fähigkeiten zu beweisen, dies wäre seit längerem bekannt.

    Als Scully in Washington ankommt sucht sie zuerst Skinner auf, der sie über die Vorfälle aufklärt. Mulder steht unter Bewachung, ist aber nicht in Behandlung da man nicht weiß woran er leidet. Scully meint er würde nicht sterben, die Ursache ist außerirdisch. Als Ärztin gelingt es ihr zu Mulder zu kommen. Obwohl er nicht bei Bewußtsein ist, erzählt sie ihm, wenn er wüßte was sie gefunden hat wäre er in der Lage durchzuhalten. Es ist ein Puzzle, doch die Antworten könnten ihn retten.

    An der Elfenbeinküste kehrt Amina N'Gebe mit der Polizei ins Camp zurück. Sie finden Barnes tot am Strand. Vom Ufo ist nichts mehr zu sehen.



    Quelle
    9
    ****** eine der besten Akte-X-Folgen aller Zeiten!
    0%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was Akte X ausmacht!
    55,56%
    5
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    22,22%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    33,33%
    3
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten - absolut Akte X unwürdig!
    0%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Also nach dem Staffelfinale der sechsten Staffel habe ich mir von der darauffolgenden Folge ein wenig mehr erwartet. Leider konnte diese Folge meine Erwartungen nicht erfüllen, deswegen vergebe ich nur vier Sterne.
    Irgendie fand ich das die Story ein wenig in die Länge gezogen wurde und somit die Spannung zerfloß. Ich bin mal gespannt ob der Abschluß der Geschichte spannender wird.
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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      #3
      Obwohl die Fortsetzung von "Artefakte" nicht mehr ganz so stark mitreißt, vergebe ich fünf Sterne. Scullys Arbeit am UFO sowie die paranormalen Aktivitäten, denen sie dabei begegnet haben mich überzeugt.

      Skinners verzweifelte Versuche, Mulder zu helfen, tun ihr Übriges.

      Bis auf gelegentliche Hänger eine ausgezeichnete Episode.

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        #4
        Bin auch der Meinung, dass es hier ziemliche Hänger gab. Die Spannung fehlte doch ziemlich. Interessant eigentlich nur, dass auf dem UFO-Wrack anscheinend Zitate aus sämtlichen Weltreligionen sowie genetische Codes stehen, außerdem scheint dieses Wrack die Fähigkeit zu haben, tote Materie wieder zum Leben zu erwecken.
        Am Ende dann, wo man an der ivorischen Küste dann den leeren Strand sieht, ohne die geringste Spur des Wracks, war auch ein gelungener Abschluss.
        Sonst geizte die Folge mit Höhepunkten, die Story dumpelte so vor sich hin. Bleibt einzig die Frage, ob sich Mulder wirklich zu einer Art "höheren Wesen" entwickelt oder nicht.
        Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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          #5
          Fünf Sterne.

          Hier wird die Story weitergeführt um das ausserirdische Flugobjekt.

          Während Scully weiterhin versucht, das Rätsel zu lösen, gleitet Mulder immer mehr dem Wahnsinn entgegen. Das ist einer der wenigen Kritikpunkte: Das war teilweise ein wenig übertrieben gespielt von Mulder imho.

          Sehr cool fand ich dagegen die mysteriösen Erscheinungen, die Scully hat bei der Untersuchung des Flugobjektes.

          Auch das Bibelstellen, Koranverse und sogar die gesamte menschliche Genetik auf dem Flugobjekt zu sehen sind, find ich eine sehr gute Idee.

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            #6
            Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
            Also nach dem Staffelfinale der sechsten Staffel habe ich mir von der darauffolgenden Folge ein wenig mehr erwartet. Leider konnte diese Folge meine Erwartungen nicht erfüllen, deswegen vergebe ich nur vier Sterne.
            Irgendie fand ich das die Story ein wenig in die Länge gezogen wurde und somit die Spannung zerfloß. Ich bin mal gespannt ob der Abschluß der Geschichte spannender wird.
            Mein Urteil fällt da ähnlich aus, immerhin kam wenigstens zeitweise Spannung auf, jedoch konnte die Folge nicht wirklich von sich überzeugen, dazu wirkte sie zu sehr in die Länge gezogen. Die Handlung um Scully fand ich etwas verwirrend, denn Agent Scully scheint ja schon auf der ganzen Welt "gebrandmarkt" zu sein, das sie gerade an der Elfenbeinküste auf eine gleichgesinnte Wissenschaftlerin stößt. die Zitate sämtlicher Weltreligionen auf dem Ufo war zwar ein netter Gag, jedoch kam das nicht gerade überzeugend rüber, auch die Totenwiedererweckung am Ende zog das eher ins trashige. Mulders Handlung hat mir besser gefallen, man sieht mal wieder einen Charakter aus Mulders Vergangneheit und Skinner tut alles um Mulder zu helfen, ich denke so hätte Skinner in 3 Staffeln davor noch nicht gehandelt. Denn hier zeigt sich das da eine Freundschaft eine Verbindun ggeschaffen hat die weit über berufliche Interessen hinaus geht. ich vergebe für diese Folge deshalb auch noch gerade *** Sterne.

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              #7
              Diesmal gibt es von mir nur mehr drei Sterne für diese Folge, weil ich finde das die Handlung leider so gut wie keine Spannung aufbauen konnte und auch nicht wirklich viel passierte. Scully Nachforschungen an der Elfenbeinküste bezüglich des Ufos waren teilweise zwar ganz interessant und auch das Mulder kurz aus seiner "Starre" aufwachte und man erkannte das er Gedankenlesen kann, waren zwar ganz nett, jedoch für eine gute Folge ist das einfach zu wenig. Hoffentlich wird diese über mehrere Folgen greifende Handlung bald abgeschlossen und spannender aufgelöst.
              Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                #8
                Am Strand an der Elfenbeinküste untersucht Scully die auf dem UFO eingravierten Schriftzeichen, in der Hoffnung, die Ursache für Mulders Erkrankung zu finden. Währenddessen befindet sich Mulder im Krankenhaus in einem kritischen Zustand, und ein Versuch Skinners, mit Hilfe von Michael Kritschgau mit einer experimentellen Behandlung einzugreifen, macht alles nur noch schlimmer.

                Der Episodentitel "The Sixth Extinction" bezieht sich auf Scullys Eröffnungsmonolog in "Biogenesis", in dem sie über die (bisher) fünf Massenaussterben auf der Erde und das sechste, von dem Wissenschaftler glauben, es sei bereits im Gange, referiert. Im allgemeinen werden die Massenaussterben auf ca. 500, 450, 350, 250 und 65 Millionen Jahre in der Vergangenheit datiert, und jedesmal verschwanden große Gruppen von Spezies und es entstanden neue. In Akte X wird der Kulminationspunkt des sechsten Massenaussterbens die Kolonisierung der Erde durch die Außerirdischen sein, die - so deutet der Dreiteiler an - auch die früheren Massenaussterben orchestrierten. In ihrem Eröffnungsmonolog fragte Scully nach einem Sinn des Ganzen, und nach einem Zeichen, das ihn enthüllen würde - mit dem am Ende von "Biogenesis" an der Elfenbeinküste entdeckten UFO hat sie ihn gefunden.

                Scully hat sich am Fundort in einem Zelt einquartiert und trifft dort auf eine afrikanische Biologin, Amina Ngebe. Gemeinsam mit dem ebenfalls dort eintreffenden Dr. Barnes gelingt es den beiden Frauen, Bruchstücke der Inschriften auf der Oberfläche des Schiffs zu entziffern: Sie stoßen auf weitere Teile des humangenetischen Codes, Zitate aus dem Koran und antiken sumerischen sowie heidnischen Texten. (Barnes zeigt hier sein wahres Selbst: Sein in "Biogenesis" zur Schau gestellter Skeptizismus war nur eine Fassade, tatsächlich ist Barnes schon sein ganzes Leben hinter denselben Erkenntnissen wie sein Kollege Sandoz, den er zu diskreditieren versuchte, her, und will jetzt die spektakuläre Entdeckung für sich reklamieren.) Dass die Inschriften in Navajo-Schrift verfasst sind, gibt Rätsel auf: Stammt womöglich die Sprache der Navajo selbst von den Aliens? Es würde erklären, warum die Sprache so unterschiedlich zu anderen ist und als Code im Zweiten Weltkrieg so schwer zu entschlüsseln war.

                Das Schiff am Strand der Elfenbeinküste ist offensichtlich uralt und unterscheidet sich sehr von denen, die wir bisher in Akte X gesehen haben. Es hat keine Besatzung, es ist kein normales Raumschiff, das für Entführungen oder Transporte eingesetzt wird. Es ähnelt dem Monolithen in "2001: A Space Odysee". Es ist ein heiliges, ein mächtiges Objekt. Die afrikanischen Arbeiter spüren seine Macht (wie auch Albert Hosteen), und haben Angst, sich ihm zu nähern. Als Scully, Ngebe und ihr Team versuchen, hinter die Geheimnisse des Schiffs zu kommen, versucht es, sie abzuschrecken: Scully wird in ihrem Zelt von einer Heuschreckenplage heimgesucht, das Meerwasser fängt an zu kochen und verwandelt sich in ein Meer von Blut, tote Fische erwachen wieder zum Leben - es erinnert an die biblischen Wunder bzw. die Plagen aus dem Buch Exodus. Das Schiff hat nicht nur Macht über die Elemente, sondern auch über Leben und Tod. Mehrmals erscheint der Geist eines sehr alten afrikanischen Weisen, und er teilt Scully mit: "Some truths are not for you." Nicht nur den afrikanischen Arbeitern, sondern auch Ngebe und Scully wird es zuviel und sie ziehen sich zurück.

                Barnes stellt fest: " There is no God. What's out there on the water... is only what we call "God"... What we call 'creation'." Die Episode deutet an, dass das Schiff zur Erde kam und mit Hilfe außerirdischer DNA aus der "Ursuppe" die erste Zelle schuf, aus der sich alles Leben auf der Erde entwickelte. Wunder und Wunderheiler sowie Plagen in der Bibel und anderen religiösen Texten wären damit Manifestationen des Schiffs, des Schöpfers, den die Menschen fürchten sollten. Letztlich ist aber das Schiff nichts anderes als ein Objekt, mit einer Technologie, die so überlegen ist, dass sie wie Magie erscheint (Arthur C. Clarkes "drittes Gesetz": "Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden."). Am Ende von "The Sixth Extinction" ist das Schiff verschwunden; möglicherweise hat es sich selbst repariert und ist abgehoben, was auf die Anwesenheit von Nanotechnologie hindeuten könnte.

                Während all dessen ist Mulder weiterhin in Behandlung in der Psychiatrie, und sein Zustand verschlechtert sich ständig. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel: "There's activity in the temporal lobe we've just never seen. It won't allow his brain to rest or shut down, manifesting in episodes of aggression ... sometimes against himself. [...] We slow him down for short periods and put him in the neuro ward. It's the only way we're able to run tests. But over time... his brain is going to just die." Der Temporallappen ist ein Teil des Großhirns, der mit Sinneswahrnehmungen wie Sehen und Hören in Verbindung steht. Mulder schafft es, bei einem Besuch Skinners diesem zu kommunizieren, dass er Michael Kritschgau - den früheren Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, bekannt aus dem "Redux"-Dreiteiler - hinzuziehen solle. Der inzwischen unehrenhaft entlassene Kritschgau stimmt widerwillig zu und erkennt Ähnlichkeiten zwischen Mulders Zustand und dem von Testpersonen in Fernwahrnehmungsexperimenten, die von der CIA in geheimen Projekten durchgeführt wurden. Solche Experimente wurden früher schon in Akte X thematisiert; dass sie tatsächlich vorgenommen wurden, ist historisch belegt. Bei den von Kritschgau erwähnten Experimenten handelt es sich um das Stargate Project, das in den 1970er Jahren in Stanford durchgeführt wurde und sich mit Fernwahrnehmung und anderen PSI-Phänomenen beschäftigte. Das Projekt wurde später wegen mangelnden Erfolgs eingestellt ("...a high degree of ability was 20%. 25% was extraordinary"). Kritschgau zufolge hatten einige Testpersonen ähnliche Symptome wie Mulder: "Extreme subjects would go into arrest, their minds working harder than their bodies could sustain. They became, in effect, all brain. Phenytoin was the only thing that could slow the electrical impulses to a normal rate". Phenytoin ist ein bekanntes Medikament, das bei Epilepsie eingesetzt wird und die Gehirnaktivität reduziert. Es gibt hier Mulder eine teilweise Kontrolle über seine Bewegungen und seine Sprache zurück, ohne seine PSI-Fähigkeiten zu beeinträchtigen.

                Kritschgau weist zunächst darauf hin, dass er nicht an Außerirdische glaube. Die PSI-Fähigkeiten in den CIA-Experimenten hätten auf biologischen Anomalitäten basiert und seien nie mit Außerirdischen in Verbindung gebracht worden. Mulder jedoch beharrt darauf, dass seine neuen Fähigkeiten außerirdischen Ursprungs sind. Als Mulders Testresultate außerordentlich erfolgreich sind, ändert Kritschgau seine Meinung um 180 Grad: "Agent Mulder is living proof of what he tried so long to substantiate: the existence of alien life" - ich muss sagen, dieser Sinneswandel Kritschgaus von Skeptiker-Hardliner zum überzeugten Anhänger von Mulders Vorstellungen war für mich nicht nachvollziehbar und ging mir deutlich zu schnell.

                Mit Mulders neu erlangten PSI-Fähigkeiten schlägt "The Sixth Extinction" den Bogen zum Staffel 5-Finale und zum Wunderkind Gibson Praise. Auch Praise war teilweise außerirdisch und hierdurch "more human than human"; in ihm war die (außerirdische) Junk-DNA aktiv, was ihm seine PSI-Fähigeiten verlieh. Mulder hat hier dieselben Fähigkeiten und er führt dies auf etwas Außerirdisches zurück: "What's causing this is alien." So wie Mulder Gibson Praise in "The End" als den Schlüssel zu allem in den X-Akten bezeichnete, ist in "The Sixth Extinction" Mulder selbst zu dem geworden, was er immer gesucht hatte. "Now he's the proof. He's the X-File."

                Zusammengenommen handeln "Biogenesis" und "The Sixth Extinction" davon, wie Wissenschaft und religiöser Glaube in Einklang zu bringen sind. Im Grunde ist dies Scullys persönliches Thema durch die ganze Serie, deshalb ist es sinnvoll, dass sie es ist, die hier im Mittelpunkt der Handlung steht. Während Scully schon früher mit religiösen Phänomenen zu tun hatte, die sie nicht wissenschaftlich erklären konnte, hat sie eine solche Vermengung von Wissenschaft und Religion, wie sie sie auf und um das Schiff vorfindet, noch nicht gesehen: "But what little we have found has been staggering-- passages from the Christian Bible, from pagan religions, from Ancient Sumeria... science and mysticism conjoined." (Carter: "The show is kind of a search for God, because I believe science is a search for God.") In "Biogenesis / The Sixth Extinction" entdeckt Scully darüber hinaus aber auch noch, dass es eine wissenschaftliche Basis für die Suche nach Außerirdischen gibt, und dies mit ihrem Glauben in Verbindung steht. Wenn die Aliens das sind, was wir unter Gott verstehen, und sowohl unsere religiösen Texte als auch die Basis unserer Wissenschaft von ihnen stammen, dann bedeutet das, dass Mulder und Scully letztendlich auf der Suche nach ein- und demselben sind. Es sind nur verschiedene Facetten desselben Glaubenssystems.

                Unter der Regie von Kim Manners hat "The Sixth Extinction" nicht ganz die cineastische Qualität wie "Biogenesis", aber es sind, vor allen an der Küste, dennoch wieder sehr schöne Aufnahmen zu sehen. Auch die schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller sowie von Michael Ensign in der Rolle des undurchsichtigen Dr. Barnes und Mitch Pileggi als in der Zwickmühle steckendem Walter Skinner haben mir gut gefallen. Die größte Stärke der Episode ist jedoch die Weiterentwicklung der Mythologie aus den Fäden, die in "Fight The Future" und "The End" angefangen wurden, und das Konvergieren der Handlungsbögen von Mulder und Scully. Die Thematik bedingt es, dass es der Episode, wie schon "Biogenesis", etwas die Spannung fehlt, aber das finde ich nicht schlimm. Abzüge gibt es wegen der m.M.n. missglückten Charakterentwicklung von Michael Kritschgau. Insgesamt vergebe ich fünf Heuschrecken dafür.
                Zuletzt geändert von Janet18; 16.10.2019, 22:46.

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                  #9
                  Die hier aufgeführte Pro7-Reihenfolge ist natürlich wieder völliger Blödsinn, handelt es sich klar um die erste Folge der Staffel

                  Die Scully-Handlung in Südafrika war eher wenigsagend. Hätte man aus dem anderen Schauplatz mehr machen können. Hat mir die Mulder-Handlung mehr gefallen. Erinnerte wie schon bei Teil 1 an O'Neill mit dem Antiker-Wissen. Nett, wie sich Skinner für ihn einsetzt. Agent Folley gesteht Mulder auch, dass sie für das Syndikat arbeitet.

                  Insgesamt nicht schlecht und ich mag Mainarc-Folgen generell. Aber für einen Staffel-Auftakt etwas unspektakulär:

                  4,5 Sterne!

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