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U.S.S. Pamir NCC-78264

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    #16
    [31.12.2380, 20:57]

    Noch während Daniela sprach kehrte Lyana zurück an die Steuerkonsole des kleinen Schiffes.

    „Die Langstreckensensoren zeigen einen kleinen Frachter, Besatzung 27 Personen. Das nächstgelegene Föderationsschiff ist die Sebring.“ Lyana aktualisierte eine kleine Übersichtskarte, die den gesamten Sektor und die darin befindlichen Föderationsschiffe zeigte. „Bei maximaler Geschwindigkeit brauche sie fast fünf Stunden um den Frachter zu erreichen!“
    Die Kantare wusste, dass es in fünf Stunden zu spät sein konnte. Bei einem Ausfall der Lebenserhaltung und einem möglichen Hüllenbruch würde die Sebring in fünf Stunden nur noch Leichen bergen können. Besonders, wenn die Angriffe noch weiter andauern würden. Lyana berührte einige Schaltelemente der Navigationskonsole und ergänzte dann: „Wir bräuchten 47 Minuten.“

    Für einige Sekunden herrschte Stille in der Kommandozentrale des Schiffes. Die junge Kantare spürte deutlich, wie ihr Herz schneller schlug und Adrenalin durch ihren Körper strömte.

    „Wissen wir etwas über die Angreifer?“, fragte Lyana. Der jungen Frau war bewusst, dass die Pamir nur über ein begrenztes Offensivpotential verfügte und sie bei einem Rettungseinsatz selbst zu einem leichten Ziel werden konnte. Obwohl es Berichte darüber gab, dass Schiffe der Danube-Klasse während des Dominion-Krieges sogar Angriffsjägern der Jem’Hadar Paroli bieten konnten, so war Lyana nicht gewillt einem womöglich übermächtigen Gegner gegenüber zu treten – der Eigenschutz hatte oberste Priorität. Doch die 27 Seelen auf dem Frachter ihren Schicksal überlassen konnte sie auch nicht. Die Halb-Betazoiden hatte Recht: Sie mussten retten, was zu retten geht.
    "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
    [Albert Schweitzer]

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      #17
      Sie überprüfte noch einmal die Daten und eine tiefe Falte bildete sich zwischen ihren Augenbrauen, die wenige Augenblicke später dupliziert und schließlich von einem Stirnrunzeln abgelöst wurde. "Das kann nicht sein," meinte sie sachlich aber erstaunt. "Laut den Daten die mit dem Notruf gesandt wurden, handelt es sich beid en Angreifern um Klingonen." Irgendwie mochte sie das nicht glauben. Fragend und zweifelnd sah sie zu Lyana hinüber.

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        #18
        [31.12.2380, 20:57]

        „Klingonen?“, erwiderte Lyana ungläubig. „Was hat denn das zu bedeuten?“
        In Sekundenbruchteilen versuchte die junge Frau sich unzählige Szenarien auszumalen, die erklären würden, warum die Klingonen auf einen neutralen Frachter feuern sollten und das außerhalb des klingonischen Raumes. Zwar zählten die Klingonen nicht zu den friedfertigsten Rassen in diesem Quadranten, doch seit Ende des Dominion Krieges waren Lyana keine nennenswerten Zwischenfällen mit Verwicklung der Klingonen bekannt. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie ohne einen triftigen Grund diesen Frachter angreifen würden.

        Mit dem Wissen, dass es sich bei den vermeintlichen Aggressoren um klingonische Alliierte handelte, fiel es Lyana leichter eine Entscheidung zu treffen, ob und in welcher Weise sie dem Notruf nachgehen sollten. Die Möglichkeit selbst ins Visier für die Angreifer zu geraten hielt die junge Frau nun für sehr gering, immerhin würde die Klingonen kaum ein Föderationsschiff unter Beschuss nehmen. Andererseits zeigte die Vergangenheit, dass das klingonische Imperium nicht immer alle ihrer Häuser und Bataillone unter Kontrolle hatten. Vorsicht und Wachsamkeit waren also dennoch geboten.

        „Wir setzen einen Kurs. Informieren Sie die Starbase, dass wir diesem Notruf nachgehen und rufen Sie die Klingonen. Ich würde gerne wissen, was sie veranlasst ein beinahe unbewaffnetes Schiff anzugreifen!“

        Flink huschten die Finger der jungen Kantare über die Schaltflächen der Steuerkonsole. Bevor sie die Geschwindigkeit erhöhte, lies sie das Schiff eine scharfe Kurve fliegen.
        "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
        [Albert Schweitzer]

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          #19
          [31.12.2380, 20:57]

          Sie konnte es noch immer nicht ganz glauben aber irgendwas würde da wohl schon dran sein. "Aye Sir," erwiederte sie, wie es Standard bei Starfleet war, auch bei Frauen, wenn diese es nicht anders verlangten. Sie machte die Nachricht an Starfleet bereit und fügte alle Daten hinzu, die sie von dem Notruf empfangen hatten. "Nachricht an die Sternenbasis ist raus. Ich versuche nun Kontakt mit den Klingonen aufzunehmen." Sie betrachtete die Sensoren. "Die Scanner können dahingehend aktuell nichts entdecken."

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            #20
            [31.12.2380, 20:58]

            Lyana hatte es befürchtet. Die Klingonen, die Jagd auf ein wehrloses Frachtschiff machten, hatte wenig Interesse daran auf die Rufe des kleinen Sternenflottenschiffs zu antworten. Ungeachtet des Friedensvertrags zwischen der Föderation und dem klingonischen Reich, war sich Lyana nun nicht mehr sicher, ob sich die Aggressoren nicht auch gegen die Pamir wenden würden.

            „Ich probiere Kontakt mit dem Frachtschiff herzustellen.“

            Während Lyana mit einem Auge den Kurs des Shuttles überwachte, versuchte sie eine Verbindung zu dem Frachtschiff herzustellen. Ihre Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Es war weder möglich eine Echtzeitkommunikation aufzubauen, noch eine Nachricht an das Schiff zu übermitteln. Auch den vorher aufgefangenen Notruf schien der Frachter nun nicht mehr zu senden. Lyana wusste, dafür gab es nur zwei mögliche Erklärungen:

            „Es gelingt mir nicht einen Kontakt herzustellen. Entweder ihr Com-System ist ausgefallen, oder die Klingonen stören unsere Übertragung.“

            Lyana ließ den kleiner Raumer bis zur maximal zulässigen Geschwindigkeit beschleunigen und aktivierte die Schilde. Für einen Augenblick spielte sie mit dem Gedanken auch die Waffensysteme zu aktivieren, entschloss sich jedoch dagegen. Sie sollten auf keinen Fall feindselig wirken und eine Provokation der Klingonen vermeiden.

            „Probieren Sie weiter die Klingonen oder den Frachter zu kontaktieren. Falls wir keine Antwort bekommen, müssen wir vermutlich dazwischen gehen. Was meinen Sie?“
            "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
            [Albert Schweitzer]

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              #21
              [31.12.2380, 21:02]

              Sie hatte die Aussagen bestätigt. Es würde wohl keine andere Möglichkeit bleiben, auch wenn es eher unwahrscheinlich war, dass das kleine Schiff in einem möglichen Kampf mit einem Warbird - wenn es sich denn um einen solchen handelte - lange bestehen könnte. Dennoch war es ihre Pflicht zu helfen und im Zweifel sich auch dazwischen zu werfen, auch wenn es sicher nicht ein dazwischenwerfen um jeden Preis werden sollte, sondern schon abgewogen.

              Sie versuchte es also weiter, schien einmal kurz etwas zu finden, musste sich dann aber eingestehen, dass es wohl nur ein Hintergrundrauschen war. "Ich bekomme auch weiterhin keinen Kontakt. Ein Kontakt zu Starfleet scheint aber auch nicht mehr möglich," fügte sie schließlich mit einem Stirnrunzeln an.

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                #22
                [31.12.2380, 20:59]

                Eine Nachricht von der Sebring trift ein.

                "Verstanden Pamir. Setzen Kurs. ETA: 4h. 45 min."
                Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                - Florance Ambrose

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                  #23
                  [31.12.2380, 21:40]

                  Ein weiteres Mal blinzelte Lyana auf die errechnete Ankunftszeit bei den letzten bekannten Koordinaten des kleinen Frachters. Vor über 15 Minuten hatte die Pamir den Sensorkontakt zu dem in Not geratenen Schiff verloren. Die einzig gute Nachricht: Bisher konnten die Langreichweitensensoren keine Trümmer eines zerstörten Schiffes entdecken, stattdessen aber ein nicht weit entferntes Asteroidenfeld. Es war nicht abwegig anzunehmen, dass das wehrlose Schiff versucht hatte zwischen den Asteroiden Schutz zu finden. Zeitgleich mit dem Frachter verschwanden auch die Klingonen. Die Tatsache, dass noch immer keine Kommunikation mit der Starbase oder der zur Hilfe eilenden U.S.S. Sebring möglich war verriet jedoch, dass der klingonische Raumer noch immer in unmittelbarer Nähe sein musste.

                  „Wir erreichen die ermittelten Koordinaten in 4 Minuten.“

                  Die junge Frau sah hinüber zu Daniela und versuchte zu erkennen, ob man ihr die Nervosität, die ihren Herzschlag in die Höhe schnellen ließ, ansehen würde. Der hoch konzentrierte Gesichtsausdruck ihres Gegenübers verriet jedoch nicht, ob die Halb-Betazoiden spürte wie das Adrenalin durch Lyanas Blutgefäße strömte. Mit ruhigem und regelmäßigen Atemzüge versuchte sie ihre Anspannung abzubauen und die Konzentration noch weiter zu erhöhen.

                  „Scannen Sie die Umgebung nach getarnten Schiffen, sobald wir unter Warp gehen.“

                  Kaum hatte der Commander den Satz beendet fiel das kleine Starfleet Schiff unter Warp und die Sternen, die in den letzten Minuten als lange Fäden friedlich am Schiff vorbeizogen nahmen wieder ihre ursprüngliche Form an…
                  "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
                  [Albert Schweitzer]

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                    #24
                    [31.12.2380, 21:40]

                    Die letzten Minuten waren durchaus nervenzerreißend, nicht etwa, weil die junge Frau neben ihr nervös war, sondern weil die Angaben alle so nichtssagend waren. Keine Kommunikation, keine wirklich verwertbaren Werte was das angegriffene Schiff betraf.

                    Sie bemühte sich darin ihre mentalen Schilde zu verstärken um sich von der Nervosität Lyanas abzugrenzen. Ihre professionelle Ausbildung als Psychologin half ihr dabei genauso wie die mentale Ausbildung zuvor. Entsprechend sah man ihr auch nicht die Angespanntheit an.

                    "Scanne nun die Umgebung nach getarnten Schiffen." Nachdenklich betrachtete sie die Anzeigen. "Das ist eigenartig," murmelte sie. "Ich habe hier eine Anzeige aber sie ist nicht klar zuzuordnen..." Sie sah zu Lyana hinüber und deutete auf einen nicht eindeutigen Wert auf ihrer Konsole.

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                      #25
                      [31.12.2380, 21:41]

                      Lyana lehnte sich zum Daniela hinüber und versuchte die Sensoranzeigen zu deuten, bevor sie antwortete: „Sie haben Recht, es könnte sich um ein getarntes Schiff handeln, aber vielleicht auch nur um die Restenergiestrahlung des Frachtschiffes. Das lässt sich unmöglich mit Gewissheit sagen.“

                      Hastig rutschte die junge Frau zurück auf ihren Platz und ließ ihre Finger flink über die Bedienelemente der Scanner fliegen. Sie versuchte die Einstellung der Sensoren so zu modulieren, um eine höhere Auflösung und eine genauere Positionsbestimmung zu ermöglichen. Nach einigen Fehlversuche sah sie wieder zu der Betazoiden: „Es gelingt mir nicht genauere Daten zu bekommen. Gut möglich, dass man uns beobachtet.“ Lyana hielt kurz inne und überlegte bevor sie weiter redete: „Öffnen Sie einen Kanal! Auch wenn sie unsere Kommunikation stören, vielleicht empfangen sie uns ja…“

                      Daniela öffnete die allgemeinen Grußfrequenzen.

                      „Getarntes Schiff, hier spricht das Föderationsraumschiff Pamir. Identifizieren Sie sich! Wir verfolgen keinerlei feindselige Absichten. Wir haben einen Notruf eines Frachtschiffes empfangen und befinden uns auf einer Rettungsmission.“

                      Der Commander signalisierte Daniela die Frequenzen wieder zu schließen. Beide warteten gespannt auf eine Antwort. Für einige Augenblicke herrschte Stille in der kleinen Kommandozentrale der Pamir. Erst das Piepen der Sensoren durchbrach die Ruhe. Die Scanner hatten jedoch kein getarntes Schiff ausfindig machen können, sondern stattdessen zeigten sie Trümmerteile am Rande des nicht weit entfernten Asteroidenfelds an. Es waren zu wenig für die Überreste eines ganzen Schiffes, doch genug um festzustellen, dass es sich um Trümmerteile des Frachtschiffes handelte. Die verwendeten Metalllegierungen entsprachen den Spezifikationen, die das kleine Frachtschiff gemeinsam mit ihrem Notruf übermittelt hatte.

                      „Trümmerteile“, kommentierte Lyana das Offensichtliche. „Versuche Sie nach Rückstände von Waffenenergie zu scannen. Vielleicht erfahren wir so, was hier passiert ist.“
                      "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
                      [Albert Schweitzer]

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                        #26
                        [31.12.2380, 21:56]

                        Lyana hatte in den vergangenen Minuten die Pamir immer näher an das Asteroidenfeld fliegen müssen, um eine genauere Sensorabtastung der gefunden Trümmerteile zu ermöglichen. Inzwischen bestand kein Zweifel mehr: Die Trümmerteile waren die des Frachtschiffes. Und auch die Waffensignatur konnte Daniela inzwischen eindeutig identifizieren: Es handelte sich um einen klingonischen Disruptor.
                        Lyana versuchte sich auszumalen, warum ein klingonisches Schiff ein wehrloses Frachtschiff angreifen sollte. Die einzig plausible Erklärung war, dass die Klingonen nicht dem Imperium unterstanden, sondern vielmehr auf eigen Faust handelten. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ein Haus des klingonischen Imperiums eigenmächtig und ohne Wissen des Hohen Rates tätig wurde. Es waren nicht einmal 15 Jahre vergangen, als ein klingonisches Schwesternpaar einen Bund mit den Romulanern schlossen und das Reich in einen Bürgerkrieg stürzte. Ein abtrünniges Klingonenschiff war so kein abwegiger Gedanke. Zu diesem Zeitpunkt wusste die junge Kantare noch nicht, wie richtig sie mit ihrer Vermutung lag.

                        Ein schriller Annährungsalarm durchbrach die Stille im kleinen Kommandozentrum der Pamir und noch bevor einer der beiden Sternenflottenoffiziere reagieren konnte, schüttelte sich das kleine Föderationsraumschiff. Die destruktive Energie einer Energiewaffe traf auf die Schutzschilde des Runabouts.

                        „Klingonisches Bird-of-Prey. Direkt hinter uns!“, rief Lyana, während sie reflexartig den Antrieb der Pamir aktivierte und versuchte ein Ausweichmanöver zu fliegen. Doch noch während das Schiff eine Kurve einleitete, traf eine weitere Salve des klingonischen Disruptors auf die Schutzschilde.
                        „Feuer erwidern“, befahl Lyana, während sie mit Hilfe der Manövrierdüsen die Pamir um ihre Querachse rotieren lies. Der bedrohlich wirkende Raubvogel tauchte nun direkt in den Fenstern des Cockpits auf. Lyana beschleunigte und beobachtete währenddessen, wie zwei parallele Phaserstrahlen von der Pamir aus auf das gegnerische Schiff trafen. Der klingonische Bird of Prey bebte kurz, bevor sich vom Bug des Schiffes zwei weitere Dusruptorsalven lösten. Es gelang der Pamir durch eine enge Rolle der ersten Salve auszuweichen, doch die zweite traf erneut die Schilde des kleinen Schiffes.

                        „Unsere Schilde sind runter auf 43%! Ich leite die Hilfsenergie in die Schilde. Konzentrieren Sie unser Feuer auf ihre Waffensysteme… und feuern Sie mit allem was wir haben.“

                        Der kleine Sternenflottenraumer schlug einen engen Haken und befand sich nun im Heck des Angreifers. Da klingonische Schiffe primär für einen Frontalangriff konstruiert wurden, befand sich die Pamir nun im Vorteil. Kurz hintereinander lösten sich sechs Torpedos vom Föderationsraumschiff, die schon Augenblicke später alle die hintere Schilde des Bird-of-Prey trafen. Das klingonische Schiff versuchte seinerseits durch eine scharfe Kurve die Pamir abzuschütteln, doch in punkto Wendigkeit stand des Runabout dem Klingonenschiff um nichts nach. Lyana am Steuer der Pamir wusste, dass sie die Klingonen nicht an Kampfkraft übertreffen konnte, doch womöglich gelang es ihnen dank der hohen Manövrierbarkeit des kleinen Schiffes einen Vorteil zu bekommen. Und tatsächlich gelang es Lyana das Schiff weiter hinter dem Raubvogel zu halten. Daniela an der taktischen Konsole nutzte die Gelegenheit und feuerte ein weiteres Mal die Phaser ab.

                        „Status Ihrer Schilde?“, fragte die Kantare, ohne ihren Blick von der Steuerkonsole zu lösen.
                        "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
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                          #27
                          [31.12.2380, 22:04]

                          Das kleine Sternenflottenschiff war noch immer in der Position des Verfolgers, direkt hinter dem klingonischen Raubvogel, als sich plötzlich dutzende Minen in einem engmaschigen Netz zwischen den beiden Schiffen materialisierten. Die Pamir hatte nur noch wenige Meter bis zu einer Kollision…

                          „Ein Minenfeld“, rief Daniela im Cockpit, als sie erkannte was vor der Pamir geschah. Lyana gab geistesgegenwärtig sofort vollen Umkehrschub und versuchte das Schiff durch eine scharfe Kurve vor einem Aufschlag auf das Netz zu bewahren, doch ohne Erfolg. Nur Sekundenbruchteile später traf die erste der Minen auf die Schutzschilde des kleinen Raumers. Die Detonationskraft genügte, um die bereits geschwächte Schilde der Pamir vollständig zusammenbrechen zu lassen. Ohne Schutzschilde war das Schiff nun der Kaskadenreaktion aufgesetzt, die nach der Detonation der ersten Mine auch alle umliegenden explodieren ließ. Im kleinen Kommandozentrum des Schiffes sprühten Funken und das Licht flackerte. Lyana wurde durch die Wucht der Explosionen von ihrem Sitz geworfen und schlug mit dem Kopf auf die seitliche Konsole, die just in diesem Augenblick – genau wie alle übrigen Konsolen - schwarz wurde. Die junge Frau versuchte sich mühsam an den Armaturen wieder in eine aufrechte Lage zu ziehen und sah zu ihrer Begleiterin. Bis auf die rot pulsierenden Alarmleuchten herrschte vollkommene Dunkelheit im Cockpit. Dennoch konnte sie erkennen, wie Daniela regungslos am Boden lag. Lyana hockte sich neben den Counselor und suchte mit ihren Fingern nach einem Puls am Hals der am Boden liegenden Frau. Es dauerte einige Augenblicke, bis die Kantare aufstand sich wieder dem Schiff zuwandte. Daniela lebte. Erst jetzt bemerkte Lyana, dass die Pamir unkontrolliert im All trieb. Haupt- und Hilfsenergie mussten ausgefallen sein. Während die junge Frau im vorderen Bereich des Cockpits nach einem Tricorder tastete, erkannte sie voller Entsetzen durch das Cockpitfenster, dass die Klingonen gewendet hatten und direkt vor der Pamir in Position gegangen waren. Lyana rechnete damit, dass ihre Angreifer ein weiteres Mal ihren Waffen laden würden, um das Sternenflottenschiff mit einem finalen Schuss zu vernichten. Doch nichts geschah. Der Bird of Prey blieb vorerst in Position. Während Lyana ihre Augen nicht von dem Angreifer lösen konnte, ertastete sie schließlich den Tricorder. Hastig aktivierte sie das kleine Gerät und begann zu scannen. Langsam drehte sich die Kantare um die eigene Achse, um so das gesamte Schiff zu scannen. Die Schäden waren verheerend. Wie vermutet waren Haupt- und Hilfsenergie ausgefallen. Alle Antriebssysteme waren außer Funktion, genau wie Schilde und Waffen. Die Lebenserhaltung und künstliche Gravitation arbeiteten nur noch dank der Energie des Energiespeichers. Doch in weniger als 30 Minuten würde der Energiespeicher erschöpft sein und schließlich auch diese beiden Systeme ausfallen. Der Tricorder zeigte außerdem eine Dekompression in der Achtersektion des Runabouts, sowie eine aufgerissene Steuerbordgondel. Der Kampf war verloren.

                          Die Tatsache, dass die Klingonen die Pamir noch nicht zerstört hatten, ließ Lyana zu dem Schluss kommen, dass sie entweder auf Geiseln aus waren, oder auf das Schiff selbst. Ein Runabout der Sternenflotte würde mit großer Sicherheit einen hohen Preis auf dem Schwarzmarkt erzielen. Das Lösegeld für zwei Sternenflottenoffiziere dürfte aber auch nicht gering sein, fügte die Kantare in Gedanken hinzu. In der Hoffnung, dass es die Klingonen auf die Pamir und nicht auf die beiden Offiziere abgesehen hatten, beschloss Lyana das Schiff aufzugeben. Sie wendete sich wieder der bewusstlosen Halb-Betazoiden zu und versuchte sie durch sanftes Schütteln wieder zu wecken. „Lieutenant! Wir müssen zu der Rettungskapsel!“
                          "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
                          [Albert Schweitzer]

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                            #28
                            [31.12.2380, 22:09]

                            Die junge Kantare war sich nicht sicher, ob das Zittern in ihren Beinen auf die Aufregung und das Adrenalin in ihrem Blut, oder auf das Körpergewicht von Counselor Morgan zurückzuführen war. Obwohl Lyana ein gutes Stück größer als die Betazoidin war, hatte sie große Mühe den bewusstlosen Körper zu stützen. Oberflächlich konnte Lyana keine Verletzungen bei ihrer Begleitung erkennen, doch für eine aussagekräftige medizinische Untersuchung fehlte ihr sowohl die Zeit, als auch das medizinische Verständnis. Sie mussten das Schiff so schnell wie möglich verlassen. Doch soweit sollte es nicht kommen: Noch bevor Lyana den leblosen Körper des Counselors in Richtung Rettungskapsel schleifen konnte merkte sie, wie sie von einem Transporterstrahl erfasst und dematerialisiert wurde…
                            "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind."
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