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@endar [oder: "Das Volk entscheidet"]

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  • Cor
    antwortet
    Original geschrieben von Gene
    Das ist der Punkt, 5of12. Es gibt zwar eine Mehrheit für ÖVP-FPÖ, aber der Wähler hat sich *gegen* die FPÖ entschieden.

    Soviel dazu wie das Volk die Regierung beeinflussen kann. Im Prinzip darf man nicht nach Wahlprogramm sondern man muß strategisch wählen. Schade... ich denke was viele nicht beachtet haben, ist, daß man, wenn man der ÖVP seine Stimme gibt, der ÖVP das Ticket zu schwarz-blau in die Hand gibt.

    Gene
    Nunja ich denke die ÖVP-Wähler wussten das schon als sie gewält haben ... Ich habe eher das Gefühl die Wähler wollten der FPÖ mal einen Denkzettel verpassen, sie aber dennoch nicht völlig "entmachten"...

    Eine ähnliche Situation hatten wir hier in Deutschland aber ja auch... Die SPD hat viele Wähler verlohren die CDU viele gewonnen und dennoch kann Rot-Grün durch die starken Grünen weiter regieren... War zwar nicht so extrem wie jetzt in Österreich aber ähnlich...


    Original geschrieben von max
    Gene hat schon irgendwie recht, die Mehrheit hat sich sicher nicht für eine Fortsetzung der FPÖ-ÖVP-Regierung ausgesprochen. Nur hat sie sich sicher nicht für rot-grün ausgesprochen, was wohl auch an den Erfahrungen in der BRD liegt. Warum aber die Erfahrungen in der BRD mit den bürgerlichen Rechten und die Erfahrungen mit der ÖVP in der letzten Regierung nicht berücksichtigt wurde, spricht nicht für politische Kultur in Österreich. Anscheinend sehen wir hier immer noch die Folgen eines krassen Rechstsschwenk in Österreich in den 90er Jahren (siehe auch meinen Post hier)
    Eine ÖVP-FPÖ - ähnliche Regierung gab es in Deutschland übrigens noch nicht (Vielleicht in Hamburg CDU-Schill aber da is ja auch noch die FDP dabei)
    Ich glaube nicht dass sich so viele Leute von Rot-Grün hier haben abschrecken lassen ... Deren Misserfolg hier liegt ja vor allem an der inkompetenten Führungs- und Planungspersonen denn generell hat die SPD ja doch schon manches guten hinbekommen
    Eigentlich meiner Meinung nach nicht so 1:1 auf Österreich übertragbar ( Obwohl ich mich mit den Führungen der SPÖ und den Grünen da nicht so auskenne )


    Und ja sicher haben sich viele gegen die FPÖ ausgesprochen ... Aber es haben sich immer noch mehr für sie ausgesprochen indem sie zur "Nachbarpartei" gegangen sind... FPÖ-ÖVP wird wahrscheinlich weiterregieren... Die "gerechteste" Lösung ÖVP-SPÖ wird wohl so nicht stattfinden... Generell ist eine große Koaltion auch selten, in Deutschland nur 1x bisher in Österreich weiss ichs net so genau
    Zuletzt geändert von Cor; 24.11.2002, 21:16.

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  • endar
    antwortet
    Naja, wie hat der dicke Mann immer gesagt?
    Es zählt, was unten rauskommt.

    Und dass die ÖVP bei starken Verlusten noch in der Regierung ist, nichts ungewöhnliches, wenn jede Partei, die Verluste einfährt, sich nicht an der Regierung beteiligen dürfte, stünden aber einige / viele Länder bald auf dem Schlauch.
    Und es wird sich schon in der Bedeutung der Ministerposten widerspiegeln.

    Wobei natürlich Probleme ins Haus stehen könnten, denn wenn die FPÖ nun denken könnte, dass sie sich profilieren muss, weil sie so viele Stimmen verloren hat - also nun wieder Gesicht zeigen muss - könnte das Kasperletheater (das ich aus Ö mitbekommen habe) weitergehen.

    endar

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  • max
    antwortet
    Gene hat schon irgendwie recht, die Mehrheit hat sich sicher nicht für eine Fortsetzung der FPÖ-ÖVP-Regierung ausgesprochen. Nur hat sie sich sicher nicht für rot-grün ausgesprochen, was wohl auch an den Erfahrungen in der BRD liegt. Warum aber die Erfahrungen in der BRD mit den bürgerlichen Rechten und die Erfahrungen mit der ÖVP in der letzten Regierung nicht berücksichtigt wurde, spricht nicht für politische Kultur in Österreich. Anscheinend sehen wir hier immer noch die Folgen eines krassen Rechstsschwenk in Österreich in den 90er Jahren (siehe auch meinen Post hier)

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  • Gene
    antwortet
    Original geschrieben von endar
    Und da die Wähler der FPÖ (ganz offensichtlich) zur ÖVP gewechselt sind
    Laut Wählerstromanalyse ist das nicht der Fall, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Es handelt sich dabei ungefähr und die Hälfte der Wähler. Der Rest teilte sich auf Rot und Grün auf, wobei einige ÖVP Wähler zu Rot bzw. Grün abwanderten.

    Gene

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  • Gene
    antwortet
    Das ist der Punkt, 5of12. Es gibt zwar eine Mehrheit für ÖVP-FPÖ, aber der Wähler hat sich *gegen* die FPÖ entschieden.

    Soviel dazu wie das Volk die Regierung beeinflussen kann. Im Prinzip darf man nicht nach Wahlprogramm sondern man muß strategisch wählen. Schade... ich denke was viele nicht beachtet haben, ist, daß man, wenn man der ÖVP seine Stimme gibt, der ÖVP das Ticket zu schwarz-blau in die Hand gibt.

    Gene

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  • endar
    antwortet
    zudem, lieber Gene, darf nicht vergessen werden, dass die Proportion zwischen den Parteien ebenfalls noch eine Bedeutung hat.

    Bei 10 Ministerposten kämen bei 50-50% fünf für jeden raus, bei 80-20% heisst es acht zu zwei. = jedenfalls in der Theorie.

    Und da die Wähler der FPÖ (ganz offensichtlich) zur ÖVP gewechselt sind und sich daher (nach den Hochrechnungen, die ich sah) nichts an der Gesamtzustimmung geändert hat, wurde die Regierung ja irgendwie bestätigt.

    endar

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  • Cor
    antwortet
    Das kannst du so nicht sagen ... Es hat sich immer noch eine Mehrheit FÜR FPÖ-ÖVP ausgesprochen...
    Das ist nicht unfair das ist Demokratie... Selbst wenn es einem nicht passt

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  • Gene
    hat ein Thema erstellt @endar [oder: "Das Volk entscheidet"].

    @endar [oder: "Das Volk entscheidet"]

    Vielleicht hast Du das Ergebnis der Wahlen in Österreich verfolgt, endar?

    Nun, um auf eine frühere Diskussion zurückzukommen: Die FPÖ hat beinahe mehr als zwei Drittel ihrer Stimmen verloren (was eine klare Absage der Wähler an die FPÖ bedeutet), und trotzdem ist die Weiterführung der schwarz-blauen Regierung im Moment am wahrscheinlichsten, weil schwarz die Mehrheit herausreißen konnte.

    Und das alles obwohl sich das Volk gegen die FPÖ entschieden hat. Tja, Politik ist nicht immer fair...

    Gene
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