Zitat von 3of5
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Hab das Kapitel heute durchgearbeitet. Muß mir noch mal alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen bevor ich hier ausführlicher darüber schreibe.
Das Argument gegen den göttlichen Ursprung der Ethik fand ich schonmal gut(auch wenn Singer dieses ja nur ausgeborgt hat). Wenn Gott gut ist muß er sich selber billigen.
Am Ende wird Herr Singer etwas dreist, wenn er den Utilitarismus heimlich als naheliegenste Ethik einführt und darauf verweist, dass die Beweislast für andere Ansatzpunkte automatisch bei der Gegenseite liegen würden. Das geht auf jeden Fall schon über eine einfache Einführung was man sich unter praktischer Ethik vorzustellen habe hinaus.
Wie gesagt: Ich muss mir erstmal Gedanken darüber machen.




) Und an dieser Stelle habe ich mich gefragt, wer entscheidet eigentlich was Glück ist? Der Ansatz mag edel klingen, doch finde ich, dass er keine der vorgestellten Probleme löst. Er überträgt sie meiner Auffassung nach nur auf eine andere Ebene, dann geht es halt nicht mehr um die Frage was Ethik ist, sondern um die Frage was Glück ist, eine Entscheidung die meiner Meinung nach auch in höchstem Maße subjektiv ist.
Man unterscheidet innerhalb der Debatten tatsächlich zwischen einer Befriedigungstheorie, die ein Maximum an Glück mit einem Maximum an möglichst intensiven Befriedigungszuständen identifiziert (und sich darauf verlässt, dass Befriedigung eine objektivierbare Größe ist), zwischen einer Wunschtheorie, die Glück darin erblickt, dass einmal gefasste Wünsche der Menschen schließlich in Erfüllung gehen, und der "Objektiven Liste"-Theorie, nach der Glück in dem Haben von eindeutig formulierbaren Gütern wie Ernährung, Obdach, Liebe usw. besteht.
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