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    Arbeitszeugnis selbst schreiben ?!

    Hallo Allerseits,
    ich habe vor einiger Zeit meine Umschulung zum Koch erfolgreich beendet und mein Stammbetrieb befindet sich in einem Wechsel der Betriebsart nach 613a BGB von einer Alleininhaberschaft zu einer GmbH.
    Das sind beides gute und auch teilweise verpflichtende Gründe für die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnis.
    Mein Arbeitgeber erwartet von mir, dass ich dieses auch selbst schreibe. Ich bin zwar in der Lage in gängiger Form Beurteilungen z.B von Praktikanten und Mitarbeitern zu schreiben und diese auch in einem ordnungsgemäßen Kontext als eine Solche zusammenzuführen, jedoch fällt die Beurteilung anderer Kompetenzen natürlich offengestanden leichter als die Eigenen zu beurteilen.
    Auch verfüge ich über das notwendige Wissen der Rechtsgrundlagen, des Zeugnisaufbaus und der wichtigsten schriftlichen Klauseln auf denen sich ein Zeugnisanspruch begründet, jedoch bin ich mir nicht sicher ob mein Wissen dazu ausreicht ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu schreiben. Mir stellt sich auch die frage ob es Legitim ist sich ein eigenes, selbst geschriebenes Arbeitszeugnis auszustellen. Auch bin ich der Meinung das soetwas in der Regel einem Personalchef obliegt, andererseits ist das natürlich fast schon ein Freifahrtschein für eine ausgezeichnete Bewertung.

    Wie ist eure Meinung dazu ?
    Habt ihr dazu eventuell ein paar Tipps und Anregungen ?

    ( Abschließend möchte ich noch diejenigen darum Bitten die wissen wo ich arbeite dahingehend Diskretion zu wahren. Danke )

    LG Infinitas
    Zuletzt geändert von Infinitas; 03.11.2016, 15:19.
    Das letzte Treffen der Generationen in Wien war übrigens BOMBE ! Picards Moralkiste:"Schurken, die ihre Schnurrbärte zwirbeln, sind leicht zu erkennen, aber diejenigen, die sich in gute Taten kleiden, sind hervorragend getarnt."

    #2
    Meine Erfahrungen zeigen, dass dies durchaus normal ist. Keiner hat Bock auf sowas, von daher soll sich derjenige das einfach selbst schreiben und man setzt nur noch den Otto darunter.
    Welche Bedeutung hat überhaupt ein Arbeitszeugnis? Ernsthaft, ich habe noch nie ein wirklich schlechtes. Ich hatte einst eine Weiterbildung gemacht. Alles Akademiker mit guten Abschlüssen und Top-Arbeitszeugnissen, aber alle arbeitslos/arbeitssuchend.
    Ich würde sagen suche dir eine gute Vorlage im Netz, ersetze den Mittelteil mit deinen Aufgabenschwerpunkten und Leistungen und lege es einfach zur Unterschrift vor. Wichtig ist die Benotung am Ende in Textform, da gibst du dir dann einfach ein sehr gut. Wenns dem Chef nicht passt soll er halt seinen Job machen und es selbst schreiben oder beauftragen.

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      #3
      Wenn der Chef dir erlaubt, dein eigenes Zeugnis zu schreiben, dann ist es vollkommen legitim, wenn das "sehr gut" ausfällt. Daran ist nichts schlimmes.

      Viele machen das so: Sie machen einen Entwurf eines Arbeitszeugnisses fertig und übergeben das dem Chef oder Personalchef mit der Bitte, es zu unterzeichnen. Sinnvoll ist es, sich auf den allerneusten Stand des "Zeugnis-Sprechs" zu bringen.
      Parallel dazu auch via email, damit er die Vorlage hat. Wenn dem Chef irgendwas nicht gefällt, wird er das schon ändern. In der Regel ist aber die Erlaubnis, sein eigenes Zeugnis zu schreiben, auch das Einverständnis, dass das sehr gut sein darf.

      Wenn du es zurückerhältst, musst du es dann selbst genau lesen, damit du Änderungen nicht überliest, die er dann ggf. vorgenommen hat.

      Wichtig ist auch, dass das Zeugnis auf dem Briefpapier des Unternehmens steht und mit allen üblichen Dingen (Stempel etc.) versehen ist.
      Republicans hate ducklings!

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        #4
        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Meine Erfahrungen zeigen, dass dies durchaus normal ist. Keiner hat Bock auf sowas, von daher soll sich derjenige das einfach selbst schreiben und man setzt nur noch den Otto darunter.
        Welche Bedeutung hat überhaupt ein Arbeitszeugnis? Ernsthaft, ich habe noch nie ein wirklich schlechtes. Ich hatte einst eine Weiterbildung gemacht. Alles Akademiker mit guten Abschlüssen und Top-Arbeitszeugnissen, aber alle arbeitslos/arbeitssuchend.
        Naja bei uns darf nicht jeder ein Arbeitszeugnis schreiben, aber natürlich hast du Recht dass es Arbeit macht. Besonders in meiner Branche sind gute Referenzen wichtig, da es durchaus vorkommt den Arbeitsplatz zu wechseln, da sich so einfach die eigene kulinarische Bandbreite schneller erweitert.
        Ich habe durchaus schon schlechte Bewertungen geschrieben, die die jeweilige Person aber nicht am beruflichen fortkommen hindern. So ein Wisch unterliegt der Wahrheitspflicht und muss gewisse „Skills“ abdecken:


        1. Einleitung und Betriebsvorstellung.
          Dort wird der betrieb vorgestellt und Personenbezogene daten wie Eintritsdatum und geburtsort, Position(en) hinterlegt.
        2. Aufgabenbeschreibung
          Beschribt alle vordergründigen Tätigkeitsfelder die bisher im Betrieb angefallen sind
        3. Leistungsbeurteilung
          Identifikation, Engagement, Initiative, Dynamik, Elan, Pflichtbewusstsein, Zielstrebigkeit, Energie, Fleiß, Interesse, Einsatzwille, Mehrarbeit
        • Arbeitsbefähigung (Können)
          Ausdauer, Belastbarkeit, Flexibilität, Stressstabilität, Optimismus, Auffassungsgabe, Denkvermögen, Urteilsvermögen, Konzentration, Organisationstalent, Kreativität
        • Fertigkeiten, Fachkenntnisse und Weiterbildung (Wissen)
          Inhalt, Aktualität, Umfang, Tiefe, Anwendung, Nutzen / Eigeninitiative der Weiterbildung, Bildungserfolg, Zertifikate
        • Arbeitsweise und Arbeitsstil (bei Ausbildungszeugnissen auch Lernweise)
          Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Planung, Systematik, Methodik, Sicherheit, Sauberkeit, Hygiene
        • Arbeitserfolg und Ergebnisse (bei Ausbildungszeugnissen auch Lernerfolg)
          Qualität, Verwertbarkeit, Quantität, Tempo, Intensität, Produktivität, Umsatz, Rendite, Termintreue, Zielerreichung, Sollerfüllung
        • Konkrete herausragende Arbeitserfolge
          Beschreibung besonderer Erfolge
        • Führungsleistung (nur im Falle von Mitarbeiterverantwortung)
          Zahl und Art der Mitarbeiter, Abteilungsleistung, Motivationsfähigkeit, Arbeitsatmosphäre, Mitarbeiterzufriedenheit

        Leistungszusammenfassung
        1. Zusammenfassende Beurteilung der Leistung mit Bestimmung des Zufriedenheitsgrades, z.B. "Alle Aufgaben hat er stets und in jeder Hinsicht zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt." (entspricht der Note "sehr gut

        4.Beurteilung des Sozialverhaltens
        1. Das Verhalten zu Internen (Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern)
          Einwandfreiheit, Vorbildlichkeit, Teamfähigkeit, Kooperation, Wertschätzung, Anerkennung, Beliebtheit
        2. Das Verhalten zu Externen (Gästen, Geschäftspartnern, Ansprechpartnern in Behörden etc.)
          Auftreten, Kontaktfähigkeit, Gesprächsverhalten, Verhandlungsstärke, Akquisitionsstärke, Kundenzufriedenheit
        3. Sonstiges Sozialverhalten / Soziale Kompetenzen
          Vertrauenswürdigkeit, Ehrlichkeit, Integrität, Loyalität, Diskretion, Kompromissbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit, Überzeugungsvermögen

        5. Beendigungsformel
        Die Beendigungsformel wird in eine Begründungsformel umgewandelt, da das Arbeitsverhältnis in der neuen GMBH aufgeht und lediglich ein Grund für die Referenz ersichtlich sein sollte.

        6. Dankes- und Bedauernsformel Dankesformel wird in dem Fall beibehalten auf die Bedauernsformel wird verzichtet da es sich nicht um ein Abgängerzeugnis handelt.

        7.Zukunftswünsche
        Diese werden in diesem Fall grob zu einer weiterhin erfolgreichen und guten Zusammenarbeit zusammengefasst.

        8.Ort Datum Unterschriften, Stempel

        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Ich würde sagen suche dir eine gute Vorlage im Netz, ersetze den Mittelteil mit deinen Aufgabenschwerpunkten und Leistungen und lege es einfach zur Unterschrift vor. Wichtig ist die Benotung am Ende in Textform, da gibst du dir dann einfach ein sehr gut. Wenns dem Chef nicht passt soll er halt seinen Job machen und es selbst schreiben oder beauftragen.
        Das sehr gut unterliegt , wie endar bereits schrieb einer gewissen Zeugnissprache ( die noch kein Geheimnis ist). In Form einer punktuellen Leistungszusammenfassung des jeweils hervorgehobenen skills. Was auch zu einer schlechteren ( in dem Fall eher eine vernichtende und unzulässige) Bewertung führen kann. Hebt man zum Beispiel einen selbstverständlichen softskill wie Pünktlichkeit hervor ohne auf andere, wichtige Skills einzugehen bedeutet dass im Regelfall nichts Gutes, obwohl die Referenz wohlwollend geschrieben ist.

        Andererseits kann eine „ Aal glatte“ Bewertung, wie du bereits richtig angemerkt hast, durchaus den Eindruck hinterlassen das die Kraft zu gut ist um wahr zu sein. Allerdings gibt es bei Akademikern und Studenten auch solche und solche. Bei mir geht’s eher um die Befähigung und Spaß an einer Arbeit in der Gastronomie viele wollen das auch überhaupt nicht und ich glaube da liegt eher der Hund begraben .

        Deswegen bin ich persönlich im Bewerbungsverfahren ein Fan der kurzen und gezielten Probearbeit, die für mich persönlich ausschlaggebender ist als jede Referenz und wohl die fairste Chance sich gegenseitig zu Filtern unabhängig davon beginnt eine Auswahl mit der Sichtung der Bewerbungsunterlagen und auch mit Sichtung der jeweiligen Referenzen, die auch die bereits vorhandenen Kompetenzen nachweisen.

        Vielen Dank für deine Auskunft - ein wenig geholfen hast du mir damit schon .

        Zitat von endar Beitrag anzeigen
        Wenn der Chef dir erlaubt, dein eigenes Zeugnis zu schreiben, dann ist es vollkommen legitim, wenn das "sehr gut" ausfällt. Daran ist nichts schlimmes.

        Viele machen das so: Sie machen einen Entwurf eines Arbeitszeugnisses fertig und übergeben das dem Chef oder Personalchef mit der Bitte, es zu unterzeichnen. Sinnvoll ist es, sich auf den allerneusten Stand des "Zeugnis-Sprechs" zu bringen.
        Parallel dazu auch via email, damit er die Vorlage hat. Wenn dem Chef irgendwas nicht gefällt, wird er das schon ändern. In der Regel ist aber die Erlaubnis, sein eigenes Zeugnis zu schreiben, auch das Einverständnis, dass das sehr gut sein darf.

        Wenn du es zurückerhältst, musst du es dann selbst genau lesen, damit du Änderungen nicht überliest, die er dann ggf. vorgenommen hat.

        Wichtig ist auch, dass das Zeugnis auf dem Briefpapier des Unternehmens steht und mit allen üblichen Dingen (Stempel etc.) versehen ist.
        Ja die E- Mail ist ein guter Tipp genau so mach ich das auch. Nun bin ich mir zumindest sicher das ich nicht der einzigste in so einer Situation bin und es legetim ist ein eigenes Zugniss zu schreiben sofern es vom Chef erlaubt ist. Danke endar

        Naja nachdem ich nun den ganzen freien Tag damit verbracht habe mich dahingehend auf den neuesten Stand zu bringen werde ich meinen baldigen Entwurf vorher einfach nochmal von einem Gastronomischen Unternehmer prüfen lassen, der zur Familie gehört. Ich denke damit ist dann auch der Sicherheit genüge getan
        Zuletzt geändert von Infinitas; 03.11.2016, 18:09.
        Das letzte Treffen der Generationen in Wien war übrigens BOMBE ! Picards Moralkiste:"Schurken, die ihre Schnurrbärte zwirbeln, sind leicht zu erkennen, aber diejenigen, die sich in gute Taten kleiden, sind hervorragend getarnt."

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          #5
          Zitat von Infinitas Beitrag anzeigen
          Das sind beides gute und auch teilweise verpflichtende Gründe für die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnis.
          Mein Arbeitgeber erwartet von mir, dass ich dieses auch selbst schreibe.
          Als ich das gelesen habe, war ich etwas irritiert. Das Arbeitszeugnis hat dann wirklich keine Aussagekraft mehr, wenn man es selbstständig formulieren kann/darf. Ist in etwa so, wie bei der Tour de France: Wenn alle Doping betreiben, ist es wieder fair.

          Bei uns haben die Arbeitszeugnisse auch keine wirkliche Bedeutung, da es Standardformulierungen sind, wo am Ende nur noch der jeweilige Name ausgetauscht wird. Ehrlich, dann sollen sie es einfach abschaffen.

          Die meisten sind doch eh stets bemüht, ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit zu erledigen.

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            #6
            Hauptsache der Mitarbeiter hat stets alles ihm mögliche getan, die übertragenen Aufgaben bestmöglich zu erledigen.

            Ich hab hier auch schon oft gesehen, dass viele ihre Zeugnisse selbst schreiben. Das kommt mir gar nicht mehr komisch vor. Meine eigenes könnte ich, wenns notwendig wird, auch selbst verfassen. Aber die Aussagekraft von so Dienstzeugnissen ist sowieso nur begrenzt. Einerseits sind "schlechte" Bewertungen sowieso verboten, andererseits kann man auch aus einem erlaubten Minimalzeugnis ("Beschäftigt von bis als") auch weder positives noch negatives herauslesen. Einfache Zeit- und Aufgabengebiet-Angaben reichen auch und mehr braucht ein zukünftiger Arbeitgeber auch nicht wissen. Und die Qualität der Arbeitsleistung hängt von so vielen Faktoren ab, dass dem ein Zeugnis sowieso meist nicht gerecht werden kann. Ein Mobber als Vorgesetzter, dessen Mitarbeiter naturgemäß eher keine zufriedenstellende Leistung bieten können, wird wohl kaum ein "gutes" Zeugnis schreiben.
            "Ich bin ja auch satt, aber da liegt Käse! " | #10JahresPlan
            "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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              #7
              Frau Meyer war eine stets gesellige, pünktliche Kollegin. Sie kannte ihre Aufgaben genau.

              Früher hatte ich noch mehr von den Verschleierungen drauf.
              Republicans hate ducklings!

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                #8
                Zitat von endar Beitrag anzeigen
                Frau Meyer war eine stets gesellige, pünktliche Kollegin. Sie kannte ihre Aufgaben genau.

                Früher hatte ich noch mehr von den Verschleierungen drauf.
                Sie bemühte sich stets, ihr Bestes zu geben. ^^
                "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                  #9
                  http://arbeits-abc.de/formulierungen...hre-bedeutung/
                  *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                  *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                  Indianische Weisheiten
                  Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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                    #10
                    Die Ihr/Ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllte Sie/Er stets. Sie /Er war stets Pünktlich und hielt die Arbeitszeiten (genau) ein.

                    mfg

                    Prix

                    Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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                      #11
                      Zitat von Prix Beitrag anzeigen
                      Die Ihr/Ihm zugewiesenen Aufgaben erfüllte Sie/Er stets. Sie /Er war stets Pünktlich und hielt die Arbeitszeiten (genau) ein.

                      mfg

                      Prix
                      "pünktlich" reicht aus, da ist das genaue Einhalten der Arbeitszeiten schon verklausuliert enthalten.
                      Republicans hate ducklings!

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                        #12
                        Zitat von endar Beitrag anzeigen

                        "pünktlich" reicht aus, da ist das genaue Einhalten der Arbeitszeiten schon verklausuliert enthalten.
                        Aber du weißt schon was gemeint ist , oder?

                        mfg

                        Prix
                        Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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                          #13
                          Zitat von Sunny Beitrag anzeigen

                          Als ich das gelesen habe, war ich etwas irritiert. Das Arbeitszeugnis hat dann wirklich keine Aussagekraft mehr, wenn man es selbstständig formulieren kann/darf. Ist in etwa so, wie bei der Tour de France: Wenn alle Doping betreiben, ist es wieder fair.

                          Bei uns haben die Arbeitszeugnisse auch keine wirkliche Bedeutung, da es Standardformulierungen sind, wo am Ende nur noch der jeweilige Name ausgetauscht wird. Ehrlich, dann sollen sie es einfach abschaffen.

                          Die meisten sind doch eh stets bemüht, ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit zu erledigen.
                          Ja ich war über diesen Vorschlag auch irritiert, besonders hinsichtlich der Tatsache dass ich sogar 2 Zeugnisse schreiben muss eines für meine Umschulung ( was mich am meisten irritiert) und eines für meine Arbeit. Da ich nun von einigen Seiten gehört habe das dies nichts ungewöhnliches ist, denk ich dass es in Ordnung geht . Naturgemäß schreibe ich wohl solche Dinge präzise, ehrlich und fair - was wohl nun mein kleines Dilemma einer Selbstbeurteilung ist.


                          Also ich habe mir schon die Zeit genommen um über eine Beurteilung zu reflektieren allerdings sind die Betriebe in denen ich gearbeitet habe und die Dinge für die ich verantwortlich bin war und wider bin eher überschaubare Menschenansammlungen bezüglich des Personals. Wie gesagt bei uns sind Referenzen schon nicht völlig unwichtig, aber auch ich halte sie für überbewertet.


                          "Wir bestätige gern dass Frau Mayer ihre Aufgaben meistens zu unserer Zufriedenheit erfüllt hat und unseren Erwartungen häufig entsprach."
                          Ihr Verhalten gegenüber Gästen ( aber nicht gegenüber Vorgesetzten und des Personals) war im allgemeinen zufriedenstellend."

                          Oder noch besser "Frau Meyer zeigte für ihre Arbeit Verständnis"


                          Zuletzt geändert von Infinitas; 06.11.2016, 22:23.
                          Das letzte Treffen der Generationen in Wien war übrigens BOMBE ! Picards Moralkiste:"Schurken, die ihre Schnurrbärte zwirbeln, sind leicht zu erkennen, aber diejenigen, die sich in gute Taten kleiden, sind hervorragend getarnt."

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                            #14
                            Zitat von endar Beitrag anzeigen
                            Frau Meyer war eine stets gesellige, pünktliche Kollegin. Sie kannte ihre Aufgaben genau.

                            Früher hatte ich noch mehr von den Verschleierungen drauf.
                            Yes.
                            Da war ich mal auf einem Seminar und habe entsprechend einen ganzen Ordner voll.
                            Persönlich habe ich den Eindruck, daß Zeugnisse (Vor allem in unserer Firma) gar nicht mehr richtig gelesen werden). Wer also NICHT auf diesem Seminar war, kann möglicherweise die versteckten Hinweise gar nicht deuten.

                            Ich habe mal in Zusammenarbeit mit einem Anwalt verschiedene Zeugnisse erstellt von Note 1 bis 4.
                            Ich bitte dann nur den Abteilungsleiter/Chef mir genauere Angaben zur Tätigkeit zu geben. Manchmal wenn mir da zu wenig kommt frage ich auch den Mitarbeiter was er denn gerne so gesondert erwähnt haben will. Schwerpunkt usw.

                            Eigentlich ist die Firma verpflichtet ein qualifiziertes Zeugnis auszustellen, aber es wird manchmal gerne gesehen, wenn DU daran mitwirkst. Du kannst auch jederzeit Einspruch erheben wenn dir der Text nicht gefällt. (Vor allem wenn die Geschichte sowieso schon beim Anwalt ist.)

                            Schick mir eine PM wenn du ein Musterschreiben willst, wobei wir natürlich keine Köche ausbilden. Den Baustein mußt du dann selbst einfügen.

                            Grüsse
                            avatax
                            ZUKUNFT -
                            das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                            Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                            Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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                              #15
                              Eine Bemerkung zur Erstellung von Arbeitszeugnissen (Textbausteine) sei mir noch gegönnt: Es befinden sich mehrere zertifizierte (Computer-) Programme dazu im Angebot
                              einschlägiger Verlage, bzw. CD-Rom´s als Buchbeilage......, z.B. bei der IHK, HwK .
                              Auch bei genannten Verbänden gab es Schulungen-Unterricht/Seminare wie schon( s.o.) erwähnt wurde.

                              Wie ich das so lese: Kann es "Unschärfen" bei den Aussagen (den Deutungen-Bedeutungen) in Arbeitszeugnissen je nach Branche geben?

                              mfg

                              Prix
                              Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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