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Unrechtskrieg gegen den Irak?!

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    #61
    Original geschrieben von Galor
    Und wenn die UNO Saddam wegbomben wil, soll sie............ich vermisse ihn nicht..............
    Ich werde aber die Tausenden von irakischen Zivilisten vermissen, die durch die US-Angriffe umgebracht werden. Und Tausende von Opfer, die danach kommen. Dieser Angriff auf den Irak bedeutet, dass die US-Regierung machen kann, was sie will. Jeder Staat, der deren Interessen im Wege steht, wird ein Angriffsziel sein. Und ich werde die Opfer der US-Militärdikatur bedauern, die die Nachfolge der Diktatur Saddams antreten wird.

    bevor die Leute da in die Ferne schweifen, sollte sie erstmal schaeun, was vor ihrer Nase passiert,
    Wie kommst du darauf, dass die Kriegsgegner nicht die Ereignisse hier zu Lande im Auge haben?

    Die US-Regierung zeigt sehr gut, dass die Arbeitslosigkeit und Armut und die aggressive Aussenpolitik zusammengehört.
    Bush ist erst durch Wahlbetrug an die Macht gekommen, hat dann die Bürgerrechte in den USA weiter ausgehöhlt. Dazu kommt eine Wirtschafts- und Sozialpolitik im Interesse seiner reichen Kumpels zu Lasten des Grossteils der US-Bevölkerung. Aussenpolitisch ist er ähnlich rücksichtslos. Die undemokratischen Methoden Bush in den Aussenpolitik spiegeln sich in seiner unsozialen und undemokratischen Innenpolitik wieder.

    Es ist eine "gute alte Tradition" imperialistischer Regirungen von inneren Problemen mit Krieg abzulenken.

    In der BRD ist es vielleicht nicht so deutlich. Aber hier wird der Abbau von Bürgerrechten im Rahmen des "Kampfes gegen Terror" von Sozialabbau begleitet. Obwohl angeblich überall gesparrt werden muss, hat die BRD die meisten Soldaten nach der USA im Auslandseinsatz als Teil irgendwelcher Kolonial- ("Schutztruppe") und Besatzungstruppen ("Friedenstruppen").

    Es ist kein Zufall, dass die SPD und Grünen nicht nur ihre pazifistischen, sondern auch ihre sozialen und liberalen (liberal im Sinne von Bürgerrechten) Prinzipien aufgegeben haben.
    Resistance is fertile
    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
    The only general I like is called strike

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      #62
      Schwieriges Thema!

      Die beste Informationsquelle überhaupt (meiner Meinung):





      Hier wird Klartext gesprochen und kein Blatt vor den Mund genommen.

      Viel Spaß beim Lesen - vor allem für die Kriegsbefürworter!

      Immer daran denken:

      "Was würdest Du denken, wenn jemand aus einem anderen Land es begrüßt, dass Dein eigenes Land zu Kleinholz verarbeitet wird? Würde sich in Dir nicht Unverständnis und Ablehnung gegenüber gegenüber diesem Mensch entwickeln - bis hin zum abgrundtiefen Hass, wenn der Kriegsfall tatsächlich eintrifft, und diese Person es weiterhin gutheißt?"

      Krieg ist kein Ausweg! War es nie, und wird es auch nie sein!
      Es heißt, die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen! (Dr. Soran)

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        #63
        Ich würde mich ja selber als links-orientiert bezeichnen, aber immer dieses Geschwaffel von "Kolonialtruppe" statt UN-Friedenstruppen und dieses ganze ultralinke Propagandagesülzze ist ja bald echt nicht mehr mit anzuhören... zieht mal die Bremse Jungs.

        Fakt ist, dass Krieg - Gewalt ein Bestandteil der menschlichen Existenz ist und irgendeiner Form wird Gewalt auch immer uns Menschen begleiten. Ich möchte mal behaupten, dass Gewalt uns erst zu richtigen Menschen macht. Ist unlogisch und passt deswegen um so besser.
        Da es Krieg auf dieser Welt gibt, ist es fatal auf reinen Pazifismus zu setzen. Das würde nur zur eigenen "Vernichtung" und damit auch zur Auslöscung der eigenen friedlichen Ideale führen. Zuckerbrot mit peitsche ist hier das Zauberwort. Durch Pazifismus entsteht keine friedlichere Welt, sondern umgekehrt wird ein schuh daraus. Solange die Menschen nicht wollen, solange dies eine ungerechte von Armut auf der einen und Überfluß auf der anderen Seite beherrschte Welt ist, wird Pazifismus keine Chance sein, sondern nur die Idee einiger verklärter Intellektuellen, die in ihrem goldenen Käfig gut Reden haben.

        Saddam muss weg... keine Frage. Ich denke darüber sollte man nicht streiten, auch wie die Beseitigung des Nazi-Regims eine legitime Sache war. Kriege werden deshalb nicht gerecht, aber gerechtfertigt. Man kann sich sicher über die Art der Durchsetzung dieser Ziele streiten - ob es eine CIA Aktion gezielt gegen Saddam nicht auch tun würde - aber die vordergründigen Motive sind sicher zu begrüßen.

        Mag sein, dass die USA eine imperialistische Großmacht sind, aber sie erfüllen auch einen netten Nebeneffekt mit ihrem großbuhligen Auftreten: sie halten den Rest der bösen Buben klein und haben für relativen Weltfrieden gesorgt. Zwar ist Abschreckung nur kurzfristig ein erfolgreiches Mittel, aber so gewinnt man Zeit andere Lösungen zu finden.

        Unsere westliche Welt mag eine absolut korrupte und vom Geld-vergiftete Welt sein, aber sie ist bis jetzt die beste der verfügbaren Alternativen, also sollten wir lieber froh sein, dass wir im imperialsitischen Schoßhund Deutschland leben und nicht in der "freien Volksrepublik China" zum Beispiel.

        Und was die Meinung des einfachen Penners von der Straße angeht: die ist sicher etwas wert, und wenn dann Stammtischparolen kommen, dann sind da net die Stammtischbrüder schuld, sondern der Staat und die Gesellschaft die versäumt haben für die entsprechende Wissensgrundlage zu sorgen, damit diese Leute sich eine fundierte Meinung bilden können. Sie wissen es ja auch nicht besser, als das ihr iranischer Ausländer im Asylheim ab und zu mal Drogen vercheckt.
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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          #64
          Original von Harmakhis
          Fakt ist, dass Krieg - Gewalt ein Bestandteil der menschlichen Existenz ist und irgendeiner Form wird Gewalt auch immer uns Menschen begleiten. Ich möchte mal behaupten, dass Gewalt uns erst zu richtigen Menschen macht. Ist unlogisch und passt deswegen um so besser.
          Fakt ist aber auch, dass die meisten Menschen Krieg hassen. Mir wäre auch kein Krieg in den letzten Jahrzehnten bekannt, dessen Ursache Gewaltgeilheit bei der Mehrheit der Bevölkerung des Angreifers war. Irgendeine Form von Gewalt wird es vielleicht immer geben, aber ich wüsste gerne, wie du begründen möchtest, dass diese Art von gigantischen Militärapparaten ein Teil des Menschseins darstellen soll.
          Da es Krieg auf dieser Welt gibt, ist es fatal auf reinen Pazifismus zu setzen
          Reiner Pazifismus ist mir immer noch lieber, als Leute die fatalistisch behaupten, dass Kriege halt normal seien und durch Militarismus eine bessere Welt entsteht.

          Wie kann eine friedliche Welt geschaffen werden? Durch militärische Dominanz durch ein Supermacht?! Wenn es einer Grossmacht gelingen würde, die ganze Welt gewaltsam (friedlich geht sicher nicht) zu kontrollieren, wäre dies auch keine friedliche Welt, sondern eine brutale Diktatur.
          solange dies eine ungerechte von Armut auf der einen und Überfluß auf der anderen Seite beherrschte Welt ist, wird Pazifismus keine Chance sein
          Aha, deshalb sollen diejenigen, die für diese Ungerechtigkeit verantwortlich sind und davon profitieren, ungestört weiter machen? Sorgt denn einer der westlichen Staaten dafür, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich kleiner wird? Im Gegenteil, sie setzen sich für eine grössere Unterschiede, sowohl innerhalb ihrer Länder, als auch zwischen den Ländern, ein. Natürlich nicht in Regierungserklärungen und in Sonntagsreden.

          Aber was sind den Auswirkungen der Programme des IWF, WTO und Weltbank? Kennt jemand ein Beispiel, wo es der Bevölkerung nach so einem Programm besser ging? Beispiele für das Gegenteil wären z.B. Indonesien, Argentinien, Türkei ....

          sie halten den Rest der bösen Buben klein und haben für relativen Weltfrieden gesorgt.
          Das ist es doch mehr als ironisch, dass alle fast alle Regierugen der Mitglieder der Achse des Bösen (Ausnahme Libyen, Syrien, Nordkorea) zu irgendeinem Zeitpunkt von den USA massiv unterstützt wurden. Wer hat Hussein an die Macht geholfen, den Irak aufgerüstet und im Krieg gegen den Iran unterstützt? Und kurz vor dem Einmarsch in Kuwait gesagt, dass es keine Einmischung in innerarabische Grenzstreitereien gibt? Vielleicht diverse US-Regierungen mit Unterstüzung anderer westlicher Regierungen? Wer hat Al-Quida und bin Laden aufgebaut, finanziert und ausgebildet? Und mit der amerikanischen Revolution von 1776 und der französischen Résistance verglichen? Und wer war der Meinung, dass ein paar islamistische Terroristen ein Preis wären, der für den Zusammenbruch des Ostblocks ok wäre? Vielleicht wieder US-Regierungen?

          dieses Geschwaffel von "Kolonialtruppe" statt UN-Friedenstruppen
          Geht es einem der Länder, dass u.a. durch deutsche Truppen besetzt ist (natürlich unter der Bezeichnung Friedenstruppe) heute besser? Wurde in einem dieser Länder die Zusage, finanzielle Hilfe für einen wirtschaftlichen Aufbau zu leisten, eingehalten? In Afghanistan ist immer noch Krieg, die verschiedenen Warlord-Fraktionen werden dabei auch noch von den US-Truppen aufgerüstet. Wirtschaftliche Hilfe gibt es fast überhaupt nicht. Auf dem Balkan ist grösstenteils immer noch alles zerstört, der grösste Teil der „Hilfen“ geht in die UN-Truppen. Es gibt nach wie vor Spannungen. Ein Beispiel wären Teile der UCK, die von NATO-kontrollierten Gebiet aus Mazedonien destabilisierten, so dass auch noch ein Grund gefunden wurde, dort „eingeladen“ zu werden. Herrscht irgendwo in einem dieser Länder Demokratie? Nein, meist herrschen eine Mischung aus lokalen Kriegswinnlern und westlichen Kommissaren/Gouverneuren.

          Unsere westliche Welt mag eine absolut korrupte und vom Geld-vergiftete Welt sein, aber sie ist bis jetzt die beste der verfügbaren Alternativen, also sollten wir lieber froh sein, dass wir im imperialsitischen Schoßhund Deutschland leben und nicht in der "freien Volksrepublik China" zum Beispiel.
          Hübsche Alternativen, die du da anbietest. Das kapitalistische China, in den Worten eines westlichen Botschafters dem ‚Traum der republikanischen Partei Amerikas’ (Washington Post) oder eine der kapitalistischen, westlichen Staaten. Prost! Es lebe TINA! (‚there is no alternative‘).
          Um eine friedliche Welt zu erreichen, ist es notwendig sich Gedanken über die Ursachen und die treibenden Kräfte von Kriegen zu machen. Natürlich hat jeder Krieg einen bestimmten Auslösser und bricht unter bestimmten historischen Bedingungen aus. Diese müssen auch analysiert werden, wenn ein Krieg im historischen Kontext erklärt werden will. Aber die gemeinsame Ursache, vollkommen unabhängig von den historischen Gegebenheiten, war immer der Expansionswillen einer (oder mehreren) herrschenden Klasse eines/mehrerer Staaten. Und nicht die Gewalt in der Natur des Menschen. In einer Klassengesellschaft sind Kriege vielleicht normal, deshalb müssen diese auch überwunden werden.
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            #65
            @ Harmakhis
            Scheinbar hat dir der USA-Aufenthalt doch geschadet .
            Den Krieg als gegebenen Bestandteil der menschlichen NAtur zu sehen ist etwas das in faschistoide und sozialdarwinistische Kreise gehört. Auf Seiten der Linken haben solche Parolen IMO nichts verloren.

            UND BTW: den Pax Americana, der zum großen Teil mit Unmengen an Blut erkauft wurde als wirklichen Frieden zu bezeichnen ist an Zynismus eigentlich kaum noch zu überbieten.

            Im Übrigen verweise ich auf die sehr treffenden Ausführungen von max
            “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
            They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
            Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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              #66
              Hier mal ein Aufruf zur Solidarät mit einer Demo gegen den Irakkrieg in Pakistan (beachte die Position zu den Islamisten):
              Say No to Bush war on Iraq
              Send a message of solidarity with the 18th January anti war rally in Pakistan

              Anti War Committee Pakistan (AWCP) is organizing a seminar on 8th January at Hotel Fatties Lahore at 3pm against the Bush war on Iraq. The seminar will be attended by the activists of the 27 political and social organizations. The seminar is organized to accelerate the mobilization for the rally on 18th January in Lahore.

              Pakistan Peoples Party Shaheed Bhutto, Labour Party Pakistan, Communist Mazdoor Kissan Party, Social democratic Movement, Jemhuri Amn Party, Joint Action Committee, Democratic Labour Federation, Anjaman Mozareen Punjab, Action Aid Pakistan and several more social and political organizations have joined hand to form a united platform Anti War Committee Pakistan.

              The Committee is an alliance of the progressive and socialist political parties and radical trade unions and social organizations. It is established to echo the emotions of the working class organization against Bush war on Iraq and against religious fanaticism.

              AWCP is mobilizing for the rally on 18th January on the call of Asia Peace Forum. There will demonstration all over the world on the same day. The Committee secretary Furakh Suhail Goindi has called on all the activists of the progressive and left political parties to join hand against the Bush war. He said the voices of religious fundamentalism in Pakistan against the Bush are not for peace but for more war on the name of Islam. We condemn the
              imperialist forces and also the religious fanatics who are providing the excuses to the imperialism to go for an all out war against the third world countries.

              Please send a message of solidaroity fr the ally on 18th January 2003 on this email. labourparty@gmx.net
              Es ist also am 18.1.03 ein weltweiter Antikriegsprotest-Tag und am 15.2 ein weiterer. Inzwischen hat sich sogar der Münchner OB Ude angekündigt, bei der nächsten "Sicherheitskonferenz" in München gegen den Irak-Krieg demonstrieren zu wollen. Letztes Jahr hat er sich noch am Verfassungsbruch beim Verbot der Gegendemo beteiligt.
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                #67
                Hier mal eine Analyse, die eher aus der Sicht eines US-Kapitalisten ist:
                Die Entscheidung, den Irak anzugreifen, geht auf psychologische und strategische Bedürfnisse zurück. In psychologischer Hinsicht möchte Washington die Sicht der Araber auf die USA neu definieren; es geht um Furcht und Respekt. In strategischer Hinsicht möchten die USA den Irak besetzen, um den Dreh- und Angelpunkt des Nahen Ostens zu kontrollieren: Von einem besetzten Irak aus können sie die ganze Region beherrschen. Man geht davon aus, dass ein Sieg im Irak die Dynamik der arabischen Welt neu definieren würde. Einige arabische Regierungen, wie etwa diejenige Kuwaits, begrüßen diese Entwicklung, während andere, wie etwa diejenige Saudi Arabiens, sie fürchten. Aber allen ist klar, dass eine Besetzung des Irak durch die USA die Region von Grund auf verändern würde. Die USA würden ganz unzweideutig das Erbe des britischen und des osmanischen Reichs in der arabischen Welt antreten.

                Öl könnte ein Hebel sein, mit dem diese Macht ausgeübt wird. Wenn die USA die Ölvorkommen des Irak - die zweitgrößten der Welt - unter Kontrolle bekämen, dann könnten die Ölpreise drastisch sinken, und den arabischen Staaten wäre das Mittel genommen, das sie jetzt im Rahmen der OPEC anwenden, um die Ölpolitik zu gestalten. Ölreiche arabische Nationen - in erster Linie Saudi Arabien - könnten ihre Volkswirtschaften wahrscheinlich nicht über Wasser halten. Wirtschaftliche Realitäten könnten möglicherweise erzwingen, wozu der Unmut der Bevölkerung nicht ausreichte - einen Regimewechsel.

                Weiter geht es um Israel. Nach der Niederlage des Irak, eines der ausgesprochensten Gegner Israels, würden der jüdische Staat und Washington als einflussreichste Spieler in der Region die arabischen Regierungen zwingen, unter der ständigen Drohung wirtschaftlicher und militärischer Vernichtung zu leben. Außerdem befürchten die arabischen Führer, dass Israel, ermutigt durch die Niederlage des Irak, die Palästinenser aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland noch weiter in die Nachbarländer treiben würde. Ein solcher Zwangsexodus wäre eine humanitäre Katastrophe von epischen Ausmaßen, die die arabischen Regierungen nicht in den Griff bekommen könnten.“
                Quelle: www.stratfor.com
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                  #68
                  Der weltweite Widerstand gegen den drohenden Irak-Krieg wird stärker. Ein europaweiter Aktionstag gegen den Krieg ist am 15. Februar 2003.
                  Hier die Adresse: http://www.15februar.de/

                  In der BRD ist die eine zentrale Demo in Berlin am Samstag, den 15.2 geplant. Die Auftaktorte sind jeweils um 12:00 der Alexanderplatz oder Breitscheidplatz. In der Schweiz

                  In folgenden Ländern werden am 15.2 Demos organisiert:

                  in Europa:
                  Belgien, England, Deutschland, Niederlande, Schweden, Italien, Schottland,
                  Schweiz, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Mazedonien, Griechenland,
                  Finnland, Türkei, Zypern, Bulgarien, Irland, Slowenien

                  ausserhalb Europas:
                  Ägypten, USA, Palestina, Phillipinen

                  Am Tag des Angriffs (Tag X) soll lokal um 18:00 demonstriert werden und am Samstag darauf eine grössere Demo organisiert werden.
                  Siehe auch http://www.tag-x.de/

                  Dazu soll noch gegen die nächste Münchner „Sicherheitskonferenz demonstriert werden, auf der schon letztes Jahr an dem Angriffskrieg auf den Irak geplant wurde. Unter dem Motto „Krieg ist kein Mittel gegen Terror, Krieg ist Terror“ wird am Samstag, 8. Februar 2003 eine Internationale Grossdemonstration um 12:00 auf dem Marienplatz starten.
                  https://<a href="http://www.sicherhe...aufruf.php</a>

                  In den USA wird zu einem landesweiten Studentenstreik gegen den Angriffskrieg am 5.3. aufgerufen:

                  Das Motto ist 'Books Not Bombs! Stop The War Against Iraq!'

                  Für die Schweizer hier noch der Aufruf gegen das World Economic Forum am 25.1.2003 in Davos:


                  Am 23. – 28. Januar tagt in Porto Alegre das Weltsozial-Forum (WSF), die linke Gegenveranstaltung gegen die neoliberalen Ausbeuter und für eine bessere Welt. https://<a href="http://www.forumsoc...al.org.br/</a>

                  In der BRD haben die Grünen angekündigt, dass sie Aktionen gegen den Krieg unternehmen wollen und haben sich „zur Speerspitze der Friedensbewegung“ erklärt. Auch Schröder hat sich damit solidarisiert. Aber Vorsicht! Es ist gut, wenn sich die Grünen und die SPD an Aktionen gegen den Krieg beteiligen, insbesondere ihre Anhänger und einfachen Parteimitglieder. Aber wir reden hier von Parteien, die sich bereits an zwei Angriffskriegen (Kosovo, Afghanistan) beteiligt haben.

                  Damit sind sie nicht die Speerspitze, sondern der olivgrüne Traktor, der versucht die Friedensbewegung in die falsche Richtung zu ziehen: für die Unterstützung imperialistischer, militaristischer Ziele!

                  Damit möchte ich nicht diejenigen Mitglieder der Grünen und der SPD beleidigen, die ihren politischen (anti-militaristischen, anti-imperialistischen) Zielen treu geblieben sind. Z.B. haben münchner SPDler (u.a. der Oberbürgermeister) und Grüne angekündigt gegen den Krieg zu demonstrieren. Aber die Parteien insgesamt haben diese Ziele, ebenso wie ihre sozialen, humanitären und libertären Programme, aufgegeben und sich der Unterstützung der deutschen (manchmal auch der europäischen) Wirtschaft und ihrer Besitzer und einer „deutschen“ Aussenpolitik verpflichtet.
                  Resistance is fertile
                  Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                  The only general I like is called strike

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                    #69
                    Ich kann aber auch die andere Seite gut verstehen, das heißt nicht das ich sie für gut heiße oder ihre Methoden für gut halten würde, krieg ist keine Lösung.
                    Ich würde wohl auch einen Hass entwickeln wenn ich sehe wie die Menschen in USA und Deutschland leben. Wenn meine Leute nicht zu essen haben und verhungern. Wäred in MCdonalds Hamburger weggeworfen werden weil sie schon 10 Minuten "alt" sind und im Überfluß Lebensmittel haben. Und wenn ich dann auch wüsste das diese Leute darüber Diskutieren wie man mir helfen könnte und dann am Ende doch noch Profit aus meiner Lage ziehen könnten um sich weiter zu bereichern. Anstatt das sie nachdenken wie man die Welt revolutionieren könnte die Geldgier besiegen würde und für alle was tun würde.

                    Wäre noch ein Krieg nötig wenn es alle gut geht und keiner unter der Bereicherung eines anderen Leiden müsste? Wenn es diese sinnlosen Grenzen, also nichts weiter als STriche auf dem Papier nicht mehr gegeben würde? Nein das wäre nicht mehr der Fall, wenn keiner mehr nach Macht un Reichtum strebt, haben sich die Kriege auch gleich erledigt. Oder nennt mir einen Krieg in dem es nicht um Macht und Einfluß ging. Entweder neues Gebiet zu erobern oder zu verhindern das jenmand anderes das eigene Gebiet erobern will.
                    In diesem Sinne.
                    Darkloard!!!
                    "Wiederstand ist NICHT zwecklos!"

                    Rechtschreibfehler sind Copyright by www.futurelinks.de.vu!
                    Kopieren wird bestraft!

                    Kommentar


                      #70
                      Original geschrieben von Darkloard
                      Ich kann aber auch die andere Seite gut verstehen, das heißt nicht das ich sie für gut heiße oder ihre Methoden für gut halten würde, krieg ist keine Lösung.
                      Ich würde wohl auch einen Hass entwickeln wenn ich sehe wie die Menschen in USA und Deutschland leben. Wenn meine Leute nicht zu essen haben und verhungern. Wäred in MCdonalds Hamburger weggeworfen werden weil sie schon 10 Minuten "alt" sind und im Überfluß Lebensmittel haben. Und wenn ich dann auch wüsste das diese Leute darüber Diskutieren wie man mir helfen könnte und dann am Ende doch noch Profit aus meiner Lage ziehen könnten um sich weiter zu bereichern. Anstatt das sie nachdenken wie man die Welt revolutionieren könnte die Geldgier besiegen würde und für alle was tun würde.
                      Eine derartige Sichtweise ist allerdings wohl kaum auf Saddam Hussein zu beziehen - der stilisiert sich zwar gern als Rächer der unterdrückten islamisch-arabischen Volksseele, aber das ist bloße Propaganda. Den interessiert nur eins, und das ist sein Machterhalt.

                      Wäre noch ein Krieg nötig wenn es alle gut geht und keiner unter der Bereicherung eines anderen Leiden müsste? Wenn es diese sinnlosen Grenzen, also nichts weiter als STriche auf dem Papier nicht mehr gegeben würde? Nein das wäre nicht mehr der Fall, wenn keiner mehr nach Macht un Reichtum strebt, haben sich die Kriege auch gleich erledigt. Oder nennt mir einen Krieg in dem es nicht um Macht und Einfluß ging. Entweder neues Gebiet zu erobern oder zu verhindern das jenmand anderes das eigene Gebiet erobern will.
                      Nun, die Wirklichkeit ist dann doch ein wenig komplexer. Und das Streben nach Reichtum und Macht abschaffen zu wollen ist ein ebenso idealistisch-schöner wie absurder Gedanke. Im übrigen ging und geht es in Kriegen keineswegs immer um Gebietseroberungen (das ist letztlich ein Relikt feudaler Vorstellungswelten) - um Macht allerdings dagegen schon.

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                        #71
                        @Jack Crow: Gebietseroberungen zur Sicherung von Rohstoffvorräten (oder deren Transport) gibt es heute noch recht oft, siehe z.B. Tschetschenien oder die Konflikte in Afrika. Zur Eroberung von Märkten werden meist andere Mittel verwendet Aber die Eroberung eines Landes hat nicht unbedingt etwas mit feudalen Vorstellungswelten zu tun. Das Problem bei direkten Kolonien (oder "UN-Protektoraten") ist halt, dass sie nur sehr aufwendig zu halten sind, weshalb meist lieber irgendwelche lokalen Marionetten installiert werden.

                        Hier noch eine (wahrscheinlich nicht komplette) Liste der Anti-Kriegs-Demonstrationen am 18.1.03:

                        200 000 in Frankreich, davon 20 000 in Paris.
                        20 000 in Madrid, Spanien
                        5000 in Rostock, kleinere Proteste in anderen Städten der BRD
                        5000 in Florenz und 4000 in Rom, Italien
                        5000 Göteburg, Schweden
                        5000 Brüssel, Belgien
                        2000 in Shannon, Irland.
                        25 000 in Montreal, je 20 000 in Vancouver und Toronto, 15 000 in Halifax, 3000 in Ottawa plus Tausende in kleineren Städten in Kanada
                        4000 in Beirut, Libanon
                        1000 in Kairo, Ägypten trotz starker Repression durch die Polizei
                        Tausende in Jenin und Tulkarm, Palästina
                        Tausende in Pakistan, alleine fünf Demonstrationen in Karachi, die von linken Parteien, Gewerkschaften und NGOs organisiert wurden.
                        2000 in Ankara, Türkei
                        2000 in Christchurch, Neuseeland
                        300 000 in Washington, bis 200 000 in San Fransciso und 10 000ende in anderen Städten in den USA

                        Also haben über 800 000 (konservative Schätzung) Menschen weltweit am letzten Wochenende gegen den Krieg demonstriert. In zahlreichen Ländern (u.a. Belgien, England, Deutschland, Niederlande, Schweden, Italien, Schottland, Schweiz, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Mazedonien, Griechenland, Finnland, Türkei, Zypern, Bulgarien, Irland, Slowenien, Ägypten, USA, Palästina, Phillipinen) wird zu Demonstrationen am 15.2.03 aufgerufen, weshalb keine oder nur kleine Demonstrationen am letzten Wochenende organisiert wurden.

                        Dazu kommen zahlreiche Aktionen von Künstlern, z.B. des Bayrischen Staatsschauspiels (Münchner Residenztheater) oder die Aktion von US-Schauspielern gegen den Krieg ‚Artists United to Win Without War‘ unterzeichnet u.a. von Martin Scorsese, Elliott Gould, Gillian Anderson, Matt Damon, Danny Glover, Samuel L Jackson, David Duchovny, Martin Sheen, Jessica Lange und Helen Hunt. Viggo Mortensen (‚Aragorn‘ in Herr der Ringe) trug ein ‚No blood for oil‘-T-Shirt bei der Film-Promotion.

                        Britische Eisenbahnarbeiter haben sich letzte Woche geweigert, Züge mit Kriegsmaterial aus der Basis in Glen Douglas, Schottland zu bedienen und dadurch Transporte über die Schiene verhindert. Sie fordern alle ArbeiterInnen ähnliche Aktionen durchzuführen. Hafenarbeiter in Genua diskutieren, die Arbeit bei ähnlichen Transporten zu verweigern.
                        Resistance is fertile
                        Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                        The only general I like is called strike

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                          #72
                          Da es Krieg auf dieser Welt gibt, ist es fatal auf reinen Pazifismus zu setzen. Das würde nur zur eigenen "Vernichtung" und damit auch zur Auslöscung der eigenen friedlichen Ideale führen.
                          Pazifismus mag illosorisch sein. Aber zwischen Pazifismus und unbegründeten Angriffskriegen (was genau ist eigentlich dein Problem mit Worten wie "Kolonialkrieg"?) liegen Welten.

                          Saddam muss weg... keine Frage. Ich denke darüber sollte man nicht streiten, auch wie die Beseitigung des Nazi-Regims eine legitime Sache war.
                          Die Situationen sind nicht vergleichbar. Die Nazis haben einen agressiven Eroberungskrieg, quasi gegen den Rest der Welt geführt, weshalb die Reaktion der Allierten legitim war, der Irak tut das nicht. Natürlich wäre ein Ende des Hussein-Regimes wünschenswert - das gleiche gilt für Nordkorea, und viele andere Staaten. Aber das gibt uns doch nicht das Recht, solche Länder unseren westlichen Vorstellungen gemäß zurechtzubomben.

                          Aber auch ganz unabhängig von der moralischen Diskussion ist es sehr fraglich, ob man den Menschen mit diesem Krieg überhaupt einen Gefallen tun würde. Die Opferzahlen unter den Zivilisten werden womöglich in die Hundertausende gehen, und es nicht voraussehbar was Hussein im Angesicht der Niederlage noch für Register zieht. Denn er wird als ein Mann eingeschätzt, der, in die Enge getrieben, so viel wie möglich mit sich in den Abgrund reißt. Die anschließende Regierung wird von Anschlägen gebeutelt werden und Friede wird nicht in Sicht kommen, da in der irakischen Bevölkerung nicht Wenige Hussein unterstützen. Auch der internationale (islamistische) Terrorismus wird durch einen Angriff auf den Irak vermutlich eher angestachelt als bekämpft werden. In Anbetracht dieser Konsequenzen kaufe ich es den USA nicht ab, dass der Irakkrieg quasi ein wohltätiges Geschenk an den Irak und den Rest der Welt ist.
                          Zuletzt geändert von 3of5; 25.01.2003, 01:04.

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                            #73
                            Naja vieleicht hat so ein Krieg auch was gutes: Das Benzin könnte endlich wieder Billiger sein und Saddam stellt keine Bedrohung mehr da (was er wohl offensichtlich macht).

                            Unterchriftenaktionen oder ähnliches bringen eh nix, sowas ist Zeitverschwendung. Irgendwann sieht vieleicht auch mal der Letzte ein, dass ein Krieg beschlossene Sache ist und niemand und nix da was dagegen tun kann.

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                              #74
                              Pah, dumme Einstellung. Damit sind shcon die Nazis an die Macht gekommen.


                              ************
                              Habe heute wieder in der Zeit gelesen, dass der US-amerikanische Botschafter meinte, die USA werden zu angemessener Zeit angemessene Beweise dafür vorlegen, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt. Allerdings möchte ich mich erinnern, dass sie selbiges schon vor Monaten gesagt haben - eigentlich stellt sich wie bei Al Quaida die selbe Frage: sind sie wirklich so "böse" wie von Washington behauptet wird? Genau wie für die 100%ig Schuld von Bin Laden an den Attentaten des 11.09.01 nie Beweise vorgelegt wurden, so wird es wahrscheinlich nie Beweise für den Besitz von massenvernichtungswaffen durch den Irak geben.

                              Nur warum? - Weil es vielleicht gar keine Massenvernichtungswaffen im Irak gibt...
                              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                              Makes perfect sense.

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                                #75
                                Aber wir reden hier von Parteien, die sich bereits an zwei Angriffskriegen (Kosovo, Afghanistan) beteiligt haben.
                                Definiere doch bitte mal deine Ansicht von Angriffskrieg!

                                Beides waren Bürgerkriege in denen Partei ergriffen wurde. Der erste Schuß ist aber in keinem Fall von Seiten der Nato her gefallen, insofern ist Angriffskrieg eine ziemlich unglückliche Ausdrucksweise.
                                Beinahe könnte man das Agitation nennen... bzw. aufwiegeln.

                                Streiche den Angriff und setze ein -einsätze hinten dran, dann kann ich damit leben, aber die Aktionen als ANGRIFF zu bezeichnen geht mir Lichtjahre zu weit
                                »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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