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Asyl von Assange in Ecuador

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    #31
    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
    "Pedantisches Beharren ist der Kobold kleiner Geister."
    (Ralf Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph, 1803-1882)
    Der war bestimmt ein zeitreisender CIA-Agent und damit der Beweis, dass die USA schon seit Jahrhunderten das philosophische Verständnis der Menschheit beeinflussen.

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      #32
      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
      Nach meiner Auffassung haben die meisten Leute in unseren Breitengraden ein ziemlich differenziertes und wahrscheinlich realistisches Bild von den USA. Allmählich mutet es eher affig an, dass man bei jeder Gelegenheit die ach so großen Sünden der USA, verwoben mit den abenteuerlichsten Verschwörungstheorien auspacken muss.
      Das, was Uriel da angeführt hat, sind aber keine Verschwörungstheorien, sondern historische Tatsachen. Belege dafür findest Du schon in den Archiven der örtlichen Tageszeitungen.
      "En trollmand! Den har en trollmand!"

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        #33
        Es vollkommen richtig was der Mann gemacht hat, alles zu veröffentlichen so sieht man wie USA wirklich denkt, Leute abknallen ohne eine Bestrafung, jaja das ist die Welt, der Mann ist ein Held und soll bloss noch mehr aufdecken, die Welt hat recht darauf zu erfahren was ihre lieben Regierungen so hinter unseren Rücken treiben.... Außerdem will USA diesen Mann nur tod sehen, weil sie blossgestellt wurden, und nicht irgenwelche armen Frauen aus Schweden Vergewatigt hat, komischer Zufall neh? Wer heute noch glaubt das alles was die Regierung uns sagen richtig ist, lebt auf anderen Stern....

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          #34
          Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigen
          Das, was Uriel da angeführt hat, sind aber keine Verschwörungstheorien, sondern historische Tatsachen. Belege dafür findest Du schon in den Archiven der örtlichen Tageszeitungen.
          Ich dachte zumindest bei Letzteren auch mehr an den Syrien-Thread. Dass die USA auch in Mittel- und Südamerika vor allem in Zeiten des KK ordentlich interveniert haben, ist tatsächlich kein Geheimnis. Umso überflüssiger ist es, das ständig (und vor allem so einseitig) auszuwalzen. Man muss auch nicht NS-Deutschlands Kriegstaten immerfort wiederholen, ebensowendig die der SU, der Chinesen oder der einstigen Kolonialmächte. Die Massaker an südamerikanischen Einheimischen durch vor allem spanische und portugiesische Konquistadoren sind ebenso Bestandteil der Geschichte und im Bewusstsein historisch interessierter Zeitgenossen wie die türkischen Völkermorde an den Armeniern oder die Deportationen während der NS-Zeit und unter Stalin im Osten. Pol Pot, Ceausescu, die spanische Franco-Diktatur, Griechenland, Ruanda, es gab im 20. Jhdt. sehr viele Gräueltaten, die man anprangern kann. Dass bei so einer umfassenden ideologischen Bandbreite von Hass, Gewalt und Grausamkeiten von Vereinzelten immerfort nur die USA mit ihrer hundsgemeinen CIA in den Vordergrund gerückt werden muss, auch wenn es offtopic ist, ist halt doch ein auffälliges Muster.

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            #35
            Ich frage mich gerade, ob man nicht die Diskussionen "wikileaks" und "Assange" strenger getrennt fuehren sollte.
            Da ist einerseits die Frage nach der offiziellen Rechtmaessigkeit und der moralischen Bewertung von Whistleblower-Seiten, andererseits sind da die Eskapaden eines Herrn Assange. Natuerlich ist Assange untrennbar mit WL verbunden, ohne die Seite waere er gar nichts, trotzdem kann man darueber diskuttieren wie verschiedene Laender zu recht/zu unrecht mit ihm umspringen, ohne gleich auch ueber WL zu urteilen

            zum Thread-Thema: Assange als Beschuldigter einer Straftat hat eine Aussage zur Sache damals in Schweden gemacht, danach wurde ihm nicht verboten, das Land zu verlassen. Wenn sich nun hinterher neue Frage an den Beschuldigten ergeben, muss irgendwo auch die Verhaeltnismaessigkeit der Mittel gewahrt bleiben. Man kann nicht erwarten, dass jemand aus dem Ausland wieder einfliegt, nur um ein paar weitere Fragen zu beantworten. Wenn es nur um die Inhalte der Fragen/Antworten ginge, haetten sich auch einfachere Loesungen gefunden als ein internationaler Haftbefehl.

            Abgesehen davon war die Ausfuehrung der Aktion mit der Botschaft nicht gerade sehr "smart".
            Das muss man doch vorher besser organisieren! Sinnvoller waere gewesen, Assange haette erst einen unverdaechtigen Mittelsmann in die Botschaft geschickt, der alles in die Wege leitet. Ich bin sicher, Equador hat in Greater London irgendwo auch noch ne "sichere" Wohnung, wo der Botschafter Assange haette verstecken koennen. Danach haette sich die Ausreise aus UK auch einfacher organisieren lassen.
            .

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              #36
              Zitat von Antiker 92 Beitrag anzeigen
              Es vollkommen richtig was der Mann gemacht hat, alles zu veröffentlichen so sieht man wie USA wirklich denkt,
              Das ist doch Unsinn. Unreflektiertes Veröffentlichen von wahllosen Dokumenten kann Leben kosten. Es ist absolut fahrlässig, alles an die Öffentlichkeit zu bringen, einfach weil es wichtig ist, dass nicht jeder Zugriff auf jede Information hat.
              "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                #37
                Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                Sinnvoller waere gewesen, Assange haette erst einen unverdaechtigen Mittelsmann in die Botschaft geschickt, der alles in die Wege leitet. Ich bin sicher, Equador hat in Greater London irgendwo auch noch ne "sichere" Wohnung, wo der Botschafter Assange haette verstecken koennen. Danach haette sich die Ausreise aus UK auch einfacher organisieren lassen.
                Ich denke, dass jeder, der bei Assange ein- u. ausgegangen ist, überwacht wurde. Bei all den Kameras in London sicher kein Problem. Am sichersten war es wohl für ihn in der Botschaft. Konnte ja keiner ahnen, dass die Briten gleich SO ein großes Fass aufmachen. Die haben ja im ersten Moment sogar gedroht, die Botschaft zu stürmen. Man könnte glatt auf die Idee kommen, dass ihnen Assange damit in ein sorgfältig gekochtes Süppchen gespuckt hat....

                Außerdem bin ich mir nicht wirklich sicher, ob eine heimliche Ausreise so ganz in Assange's Sinne war. Assange braucht die öffentliche Aufmerksamkeit - nicht weil er mediengeil ist (was er zum Teil sicher auch ist...) - sondern weil ihm die öffentliche Aufmerksamkeit der Welt ein gewisses Maß an Sicherheit gewährt. Solange er im Fokus der Öffentlichkeit steht, kann man ihn nicht so einfach verschwinden lassen.
                Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum er alle paar Monate irgendetwas unternimmt, um wieder auf die Titelseiten der Zeitungen, bzw ins Fernsehen zu kommen. Er darf nicht zulassen, dass man ihn einfach vergißt. Das macht es seinen Gegnern wesentlich schwerer, an ihn heran zu kommen.

                Und ja - das ist ein wenig paranoid, aber ich schätze mal, jeder Hacker ist irgendwo ein Stück weit paranoid. Das ist für diese Leute überlebensnotwendig.
                *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                Indianische Weisheiten
                Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

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                  #38
                  Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                  Das ist doch Unsinn. Unreflektiertes Veröffentlichen von wahllosen Dokumenten kann Leben kosten. Es ist absolut fahrlässig, alles an die Öffentlichkeit zu bringen, einfach weil es wichtig ist, dass nicht jeder Zugriff auf jede Information hat.

                  eben nicht weil die USA und auch andere Länder dafür bekannt sind alles was ein schlechtes Licht auf sie werfen würde, für immer verschwinden zu lassen oder zu Fälschen.
                  Ich war nie gut in Sig Schreiben*sniff* Schenkt mir wer eine:)

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                    #39
                    Das Informationen, über Fehlverhalten von Regierungen ans Licht gebracht werden, ist in Ordnung.
                    Wer Mist baut, soll dafür gerade stehen.

                    Aber wahllos irgendwelche Dokumente zu veröffentlichen, ohne auch nur die geringste Abklärung, was eigentlich drin steht, und wem die Veröffentlichung schaden könnte, ist falsch.

                    Beispiel:
                    Die Aufnahmen einer Geschützkamera, auf denen zu sehen ist, wie die Besatzung eines Kampfhubschraubers auf Zivilisten schiesst, zu veröffentlichen ist ok.

                    Aber Dokumente, anhand derer Informanten identifiziert werden können der Öffentlichkeit Preis zu geben wäre falsch. Denn damit gibt man Menschen zum Abschuss frei.
                    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                    - Florance Ambrose

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                      #40
                      Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                      eben nicht weil die USA und auch andere Länder dafür bekannt sind alles was ein schlechtes Licht auf sie werfen würde, für immer verschwinden zu lassen oder zu Fälschen.
                      Aha! Aber wenn dem so sei, woher weist denn DU davon? Wie kann man fuer etwas bekannt sein, dass nie existierte? Gehoerst DU etwa auch zu DENEN?
                      .

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                        #41
                        Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                        eben nicht weil die USA und auch andere Länder dafür bekannt sind alles was ein schlechtes Licht auf sie werfen würde, für immer verschwinden zu lassen oder zu Fälschen.
                        Und inwiefern widersprichst du mir? Mein Argument findest du auch bei HMS Fearless wieder: Durch unreflektiertes Veröffentlichen werden Menschenleben gefährdet, weil die Dokumente nicht angepasst werden. Informantennamen, die evtl. irgendwo auftauchen, sind absolut tödlich.
                        "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                          #42
                          Zitat von Amaranth Beitrag anzeigen
                          Und inwiefern widersprichst du mir? Mein Argument findest du auch bei HMS Fearless wieder: Durch unreflektiertes Veröffentlichen werden Menschenleben gefährdet, weil die Dokumente nicht angepasst werden. Informantennamen, die evtl. irgendwo auftauchen, sind absolut tödlich.
                          Ich bin mir sicherer die Folterer und die Massenmörder der US-Regierung haben diese Informationen nur verheimlicht um Menschen zu beschützen... Die Massenmörder vom Video "Collateral Murder" haben schließlich jeden Schutz verdient...

                          Wikileaks hat die Namen von gefährdeten Personen übrigens geschwärzt, um die Agenten des US-Imperialismus zu schützen, was die Grenzen dieser Plattform offenbart.

                          (Das lächerliche Argument mit der Gefährdung von Menschenleben benutzt mittlerweile selbst die Anklage gegen Manning nur noch mit einem gewissen Scham.)
                          “Sag mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.” - Lenin

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                            #43
                            Das Argument Informationen können töten ist nicht lächerlich.

                            Wieviele tausend Seiten an Dokumenten hat Wikileaks veröffentlicht?
                            Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jedes dieser Blätter einer Schaden/Nutzen Analyse unterzogen haben, bevor sie es ins Netz stellten.
                            Wenn du Dokumente veröffentlichst, bei denen es um gefärdete Personen wie zum Beispiel Informanten geht, reicht es nicht einfach die Namen zu schwärzen. Allein die Information "unser Agent traf den Informanten am Tag X" kann den Kreis der möglichen Verdächtigen massiv einschränken.

                            Regierungen haben Geheimnisse. Dinge, welche in den Händen der Öffentlichkeit Schaden anrichten können. Das ist nicht undemokratisch, solange die Regierungen mit der Geheimhaltung verantwortungsvoll umgehen.

                            Wenn eine Regierung in einem Krieg den Tod von einem Dutzend Zivilisten verheimlicht, dann gehören Informationen darüber veröffentlicht. Aber die Veröffentlichung muss selektiv erfolgen.
                            Nicht einfach via einscannen und hochladen von 1000 Seiten Informationsmüll.
                            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                            - Florance Ambrose

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                              #44
                              Zitat von HMS Fearless Beitrag anzeigen
                              Das Argument Informationen können töten ist nicht lächerlich.

                              Wieviele tausend Seiten an Dokumenten hat Wikileaks veröffentlicht?
                              Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jedes dieser Blätter einer Schaden/Nutzen Analyse unterzogen haben, bevor sie es ins Netz stellten.
                              Wenn du Dokumente veröffentlichst, bei denen es um gefärdete Personen wie zum Beispiel Informanten geht, reicht es nicht einfach die Namen zu schwärzen. Allein die Information "unser Agent traf den Informanten am Tag X" kann den Kreis der möglichen Verdächtigen massiv einschränken.

                              Regierungen haben Geheimnisse. Dinge, welche in den Händen der Öffentlichkeit Schaden anrichten können. Das ist nicht undemokratisch, solange die Regierungen mit der Geheimhaltung verantwortungsvoll umgehen.

                              Wenn eine Regierung in einem Krieg den Tod von einem Dutzend Zivilisten verheimlicht, dann gehören Informationen darüber veröffentlicht. Aber die Veröffentlichung muss selektiv erfolgen.
                              Nicht einfach via einscannen und hochladen von 1000 Seiten Informationsmüll.
                              Also mir fällt da nur der Spruch Das Wissen der Menschheit gehört der Welt! ein.In einer Demokratie sollte alle Infos der Regierung dem GANZEN Volk zugänglich sein.


                              Den wer bestimmt was zugänglich gemacht wird? Haben 3-4 Menschen das Recht dazu?
                              Ich war nie gut in Sig Schreiben*sniff* Schenkt mir wer eine:)

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                                #45
                                Zitat von Kirika Beitrag anzeigen
                                Also mir fällt da nur der Spruch Das Wissen der Menschheit gehört der Welt! ein.In einer Demokratie sollte alle Infos der Regierung dem GANZEN Volk zugänglich sein.
                                Auch wenn die Information mehr schadet als nützt?

                                Auch Information, die in der Öffentlichkeit Schaden anrichtet, ohne dass sie mit einer unrechten Handlung der Regierung in Zusammenhang steht?
                                Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                                - Florance Ambrose

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