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    Also ehrlich gesagt, wenn ich so lese "Ich brauche mein Fleisch!" oder "Ich bin zu sehr daran gewöhnt" ... es tut mir leid, wenn ich das so sagen muss - ich will damit niemanden persönlich deswegen angreifen -, aber das ist eine rein psychische Einstellung. Wer hat eigentlich behauptet, dass man Fleisch zum Leben braucht? Wer sagt, dass man es deshalb essen muss, "weil es ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung sei"? Das ist eine Erfindung des Menschen, der irgendwann "auf den Geschmack" gekommen ist und diese "Geschmacksbefriedigung" an seine Nachkommen weiter gibt, die das auch alle toll finden.

    Mit diesen beiden Aussagen drückt man doch nur aus, dass man nicht anpassungsfähig ist oder sich erst gar nicht umstellen will. Und meiner Meinung nach ist das eine total engstirnige Denkweise, die man im Kopf besiegen müsste.
    Ich habs früher auch wesentlich öfters gegessen, als heute. Immerhin wird nur wegen meines Hungers oder "Lust auf Fleisch" ein Tier getötet.

    Die Erziehung trägt auch viel dazu bei. Weil "Fleisch gibt Kraft und es macht groß und stark". Wenn ihr mich fragt: lächerlich. Weil erstens findet man diese Kraft auch in Obst und Gemüse und zweitens isst man eigentlich die Angst der Tiere, die in den Schlachthäuser oftmals zu Tode gequält werden, mit. Man isst die Medikamente mit, die dafür sorgen sollen, dass sich die Farbe des Fleisches durch die Angst der Tiere nicht ändert, sondern dass das "schöne Rosa" bleibt. Man isst Medikamente mit, die das Tier schnell dick werden lassen, damit man sich schon im "Kindesalter" zum Schlachthaus fahren kann. Und dass, was nicht für den Menschen verwertet werden kann (die sogenannten Reste) kommt dann als "Nahrungsergänzungsmittel" (meist für andere Tiere) oder Handcreme oder sonstiges auf den Markt.

    In Korea und China werden Hunde und Katzen bei lebendigem Leibe auf grausame Weise verkocht und u.a. als "Heilwasser" verkauft, weil man glaubt, dass das Adrenalin, das die Tiere in ihrer Todesangst produzieren, potenzsteigernd wirkt. Totaler Schwachsinn.
    In Japan verenden die Delphine, die nicht auf dem Esstisch landen, qualvoll in den Thunfischnetzen.
    In Spanien und Portugal, werden sträunende Hunde gequält, dann verbrannt oder gehängt oder im Meer versenkt. Oder die Stierkämpfe. Für was soll das bitte schön gut sein? Einen Sinn hat das wohl kaum, außer das die Lust zu Töten befriedigt wird.
    Und erst, wenn der Mensch davor zurückschreckt, Tiere zu misshandeln oder zu Töten, wird er aufhören, sich gegen andere Menschen zu stellen. Mord ist nunmal Mord. Ob man ein Tier tötet oder einen Menschen.

    EDIT: Um noch einen kleinen Bezug auf Star Trek zu schaffen: Suraks Vulkanier sind alle Vegetarier! (Sieht man sehr schön an T'Pol). Warum wird das wohl so sein? ..... Mir persönlich sind dadurch die Vulkanier ein ganzes Stück sympatischer geworden.
    Zuletzt geändert von AKB; 15.12.2002, 12:26.

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      Original geschrieben von Admiral K.Breit
      Mit diesen beiden Aussagen drückt man doch nur aus, dass man nicht anpassungsfähig ist oder sich erst gar nicht umstellen will.
      Das stimmt nicht!!
      Im Fleisch sind wichtige Stoffe, welche der menschliche Körper braucht. Man könnte sie natürlich auch anders zu sich nehmen- aber wozu?

      Ich sehe es nicht ein auf's Fleisch zu verzichten. Warum auch... nur weil wer anders die Einstellung vertritt es ist unrecht Tiere zu töten und dann zu essen? Das ist imho lächerlich. Es ist seit jeher so, dass Tiere, wie auch Menschen dem Trieb folgen Fleisch zu sich zu nehmen. Heutzutage sind teilweise die Methoden unter welchen Schlachttiere zu leiden haben erschreckend- aber es gibt auch andere Schlachthöfe, an welchen es "humaner" zugeht.

      Wir sind nun mal Allesfresser... und wenn in China Hunde und Katzen gefressen werden. Ja und? Das ist nun mal Tradition dort. Unter welchen Umständen ist dann wieder andere Sache...

      Ich finde es total lächerlich, wenn Leute wie (ich will nun niemanden angreifen) hier behaupten es wäre lächerlich von uns zu sagen "Ich brauche mein Fleisch!"! Dann bin ich eben lächerlich, denn ich behaupte wirklich "Ich brauche mein Fleisch!"
      Und es ist mir wichtig Fleisch zu mir zu nehmen. Es schmeckt und ist nicht ungesünder als vieles andere auch! Wenn Vegetarier das nicht einsehen tut es mir leid.

      mfg,
      Ce'Rega
      "Archäologie ist nicht das, was sie glauben. Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert."

      „And so the lion fell in love with the lamb“

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        Original geschrieben von Picard

        Diesen Satz kann ich nur als reine Dummheit bezeichnen - sorry ...
        Oh, vielen Dank!!
        Es tut mir leid, klärt mich auf. Wie werden Tiere genau geschlachtet, was müssen sie erleiden? Da ich das nicht so genau weiß (und das auch zugebe, in dem ich schrieb: ich vermute. Ich habe nicht geschrieben: ich weiß)
        Ich für meinen Teil, habe kein Problem damit, Unwissenheit zuzugeben. Dafür möchte ich aber auch nicht gerne als Dumm bezeichnet werden.
        Denn dass ich von Tierquälerei rein gar nichts halte, habe ich ja einen Absatz weiter oben schon bestätigt.

        Das stimmt nicht!!
        Im Fleisch sind wichtige Stoffe, welche der menschliche Körper braucht. Man könnte sie natürlich auch anders zu sich nehmen- aber wozu?

        Ich sehe es nicht ein auf's Fleisch zu verzichten. Warum auch... nur weil wer anders die Einstellung vertritt es ist unrecht Tiere zu töten und dann zu essen? Das ist imho lächerlich. Es ist seit jeher so, dass Tiere, wie auch Menschen dem Trieb folgen Fleisch zu sich zu nehmen. Heutzutage sind teilweise die Methoden unter welchen Schlachttiere zu leiden haben erschreckend- aber es gibt auch andere Schlachthöfe, an welchen es "humaner" zugeht.

        Wir sind nun mal Allesfresser... und wenn in China Hunde und Katzen gefressen werden. Ja und? Das ist nun mal Tradition dort. Unter welchen Umständen ist dann wieder andere Sache...

        Ich finde es total lächerlich, wenn Leute wie (ich will nun niemanden angreifen) hier behaupten es wäre lächerlich von uns zu sagen "Ich brauche mein Fleisch!"! Dann bin ich eben lächerlich, denn ich behaupte wirklich "Ich brauche mein Fleisch!"
        Und es ist mir wichtig Fleisch zu mir zu nehmen. Es schmeckt und ist nicht ungesünder als vieles andere auch! Wenn Vegetarier das nicht einsehen tut es mir leid.

        mfg,
        Ce'Rega
        Dito
        Bei Graptars Hammer! Was für Sonderangebote...

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          Original geschrieben von Admiral K.BreitDie Erziehung trägt auch viel dazu bei. Weil "Fleisch gibt Kraft und es macht groß und stark". Wenn ihr mich fragt: lächerlich. Weil erstens findet man diese Kraft auch in Obst und Gemüse
          Die Ernährung mit Obst und Gemüse alleine ist sicher mehr als ungesund. Dieses Zitat hat schon seinen Sinn. Z.B. füttern viele Vögel, die sich selbst grösstenteils veganisch ernähren, ihre Jungen mit tierischen Futter, da dieses einen grösseren Proteingehalt hat.

          Aber du hast schon recht. Es ist eine Frage des Willens auf tierische Produkte zu verzichten. Alle essentiellen Nährstoffe gibt es in Pflanzen. Nur ist für eine rein pflanzliche Ernährung ein sehr gutes Wissen nötig. Sonst kann die Ernährung sehr leicht einseitig sein, z.B. ein Eisen-Mangel auftreten.

          Die Forderung nach Abschaffung der Massentierhaltung und die Umstellung auf eine veganische Ernährung unterstütze ich. Nicht wegen der Ermordung von Tieren. Tiere als Nahrung ist etwas natürliches. Sondern weil Massentierhaltung ein massives Umweltproblem und ein Risiko für die Übertragung von Krankheiten darstellen. Deshalb werden ja auch so viele Antibiotika in der Fleischproduktion verwendet.

          Zudem könnte bei einer rein pflanzlichen Ernährung die angebaute Fläche reduziert werden bzw. mehr hergestellt werden, da für die Produktion der gleiche Kalorienmenge bei Tiererhaltung erheblich mehr Fläche verbraucht wird (Tierfutter).

          Allerdings wäre hierfür die gentechnische Verbesserung von Pflanzen vorteilhaft um essentielle Elemente in der Ernährung zu erhöhen.

          Bei pflanzlicher Ernährung ist aber noch zu beachten, dass es auch hier viele Gesundheitsrisiken gibt, z.B. der Einsatz bestimmter Herbizide (die eine Hormon-ähnliche Wirkung haben) und Überdüngung.

          Das Problem hier ist aber weniger die pflanzliche Ernährung, sondern eine Produktionsweise von Lebensmittel, bei der der Profit klar über der Gesundheit der Menschen und dem Schutz der Umwelt steht. Der Nitrofen-Skandal betraf ja auch die Biobetriebe, die genauso in Konkurrenz arbeiten und deshalb auch Kosten sparen müssen.

          Dazu kommt noch die weitgehende Privatisierung der Kontrolllaboratorien. Diese arbeiten für einen Lebensmittelkonzern und werden von diesem bezahlt, sind also im Zweifel nicht unabhänig. Nicht zu vergessen das Geschrei der Wirtschaft über zu viele Bestimmungen. In diesem Bereich gibt es eher zu wenige, die auch noch unzureichend umgesetzt werden.
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            Original geschrieben von Picard
            Bevor ich dazu ein Kommentar abgebe, würde ich gerne wissen, was du konkret unter "Bestimmungen bei Schlachtereien" verstehst.
            Für jede Tierart gibt es Richtlinien, die sie besonders "human" sterben lassen. Bei Rindern ist dies ein Bolzenschuss zwischen die Hörner, bei Schweinen eine Stromzange und so weiter.


            Original geschrieben von Picard
            Diesen Satz kann ich nur als reine Dummheit bezeichnen - sorry ...
            Und genaus solche kommentare von militanten Vegetariern sind es, die verhindern, dass der Durchschnittsbürger mehr auf das achtet, wogegen viele Vegetarier eigentlich protestieren. Tut mir leid, aber das "Kompliment" muss ich dir auch machen.
            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
            endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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              Ich esse auch Fleisch, kaufe meine Nahrungsmittel aber in der Regel brav in den örtlichen Kleinbetrieben, man kann sich die Tiere quasi ein paar Wochen vorher glücklich auf der Weide anschauen

              Warum hacken Vegetarier eigentlich so gerne vorrangig auf der Fleischproduktion rum? Die Make-Up-Tests an Tieren halte ich für viel bedenklicher. Immerhin müssen wir essen, aber wir müssen uns ganz sicher nicht schminken.

              Phelia
              Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei... freue mich immer über alte Bekannte!
              Lest *gute* Harry Potter-Fanfiction!

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                Diesen Satz kann ich nur als reine Dummheit bezeichnen - sorry ...
                Ich deinen übrigens auch.

                Ich ernähre mich von Fleisch. Ich mache mir auch zu wenige Gedanken, wie ich mir aber über alles negative in der Welt zu wenige Gedanken mache. Wenn man sich all das Leid auf der Welt mal vor Augen halten würde, wird man ja ganz schnell depressiv.
                Andererseits darf man die Augen aber auch nicht ganz verschließen. Ich versuche daher, einen Mittelweg zu finden zwischen "Augen öffnen" und "sich selbst vor Depression schützen", indem ich mich nicht zu sehr über diese Dinge informiere.

                Ich glaube auch nicht, dass ich mich ohne Fleisch ernähren könnte...ich habe es aber auch noch nicht probiert. Der Wille, dies zu probieren, fehlt mir allerdings schon. Wenn man solche Bilder aber sieht, kommen in einem schon zweifel auf.

                Ich hab früher auch 1-2 mal bei meinem Cousin am Bauernhof zugeschaut, wie eine Sau getötet und geschlachtet wurde...mit ganz großen Augen damals noch.

                Ich finde, es ist absolut legitim, von intelligenten, nicht aufs fleisch angewiesenen Lebewesen, wie den Menschen, zu erwarten, dass sie auf Fleisch verzichten...aber "fordern" ginge einen Schritt zu weit. Denn wir sind immernoch zu 99,9% ein Tier, welches sich seit Millionen von Jahren von Fleisch ernährt hat.

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                  Ich habe überhaupt nichts gegen das Melken, schließlich muss das bei Kühen auch gemacht werden
                  LOL... Weiß der große Herr Tierschützer nicht, daß auch Kühe nur dann Milch geben wenn sie Nachwuchs haben?

                  Die Kälber werden dann mit Ersatzfutter hochgepäppelt, damit man die Muttertiere melken kann, aber das macht es noch nicht natürlich, daß man melkt.

                  @Adm. K.Breit
                  Mit diesen beiden Aussagen drückt man doch nur aus, dass man nicht anpassungsfähig ist oder sich erst gar nicht umstellen will. Und meiner Meinung nach ist das eine total engstirnige Denkweise, die man im Kopf besiegen müsste.
                  Nur weil die Wissenschaft Ergebnisse verkündet, die einem nicht gefallen, ist sie doch nicht lobby-verseucht und parteiisch.

                  Ich habs früher auch wesentlich öfters gegessen, als heute. Immerhin wird nur wegen meines Hungers oder "Lust auf Fleisch" ein Tier getötet.
                  Und auch genau deshalb gezüchtet und geboren worden... Ohne Fleischverzehr GÄBE es heute in den Industriestaaten nahezu keine dieser Nutz/Haustierarten mehr.
                  Nur um ihr Schicksal zu erleichtern ist es schon ziemlich nett, sie aussterben zu lassen...

                  Jepp, ist ein wilder Vorwurf, aber viel anders wurde ja gegen das Fleisch auch nicht argumentiert.

                  Auch ich bin ja dafür, die Behandlung der Tiere die zu Nutzzwecken gehalten werden zu verbessern.
                  Das ganze abzuschaffen ist IMO absolut unnötig.

                  EDIT: Um noch einen kleinen Bezug auf Star Trek zu schaffen: Suraks Vulkanier sind alle Vegetarier! (Sieht man sehr schön an T'Pol). Warum wird das wohl so sein? ..... Mir persönlich sind dadurch die Vulkanier ein ganzes Stück sympatischer geworden.
                  Naja, an und für sich mag das ja so zu sehen sein.
                  Mich hat diese Aussage immer gestört, weil so etwas eine emotionale Entscheidung ist und keine logische...

                  Und zum Abschluß nur mal so am Rande:
                  Was passiert eigentlich mit all den überzeugten Vegetariern, wenn man auch an Pflanzen ein gewisses Schmerzempfinden nachweisen kann?

                  Wird dann auf "Sandessen" umgeschwenkt oder wird selektiert wer/was am wenigsten leidet und der/das dann gegessen?

                  So fern von der Hand zu weisen ist das nicht. Gewisse Gruppen behaupten ja heute schon daß Pflanzen fühlen können. Fehlt nur noch der wissenschaftlich korrekte Nachweis
                  »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

                  Kommentar


                    Es tut mir leid, klärt mich auf. Wie werden Tiere genau geschlachtet, was müssen sie erleiden? Da ich das nicht so genau weiß (und das auch zugebe, in dem ich schrieb: ich vermute. Ich habe nicht geschrieben: ich weiß)
                    Ich für meinen Teil, habe kein Problem damit, Unwissenheit zuzugeben. Dafür möchte ich aber auch nicht gerne als Dumm bezeichnet werden.
                    Es tut mir leid - ich wollte dich nicht als dumm bezeichnen, sondern meinte nur das diese Aussage etwas zu "unwissend" war.
                    Ich kann dir ein Beispiel geben, dass ich letztes Jahr im Fernsehen sah: Tiertransporte dauern ja sehr oft tagelang, wobei Tiere auf engstem Raum ohne Versorgung in LKWs eingesperrt sind. Angekommen beim Schlachthaus wurde ein Pferd gezeigt, dass nach der langen Fahrt nicht mehr gehen konnte, da es ein gebrochenes oder verstauchtes Bein hatte. Wie wurde gehandelt? Man hat dem Pferd bei vollem Bewusstsein das Bein einfach abgehackt.

                    Warum hacken Vegetarier eigentlich so gerne vorrangig auf der Fleischproduktion rum? Die Make-Up-Tests an Tieren halte ich für viel bedenklicher. Immerhin müssen wir essen, aber wir müssen uns ganz sicher nicht schminken.
                    Das wollte ich nicht - die Kosmetiktests bei Tieren finde ich persönlich noch schlimmer.

                    LOL... Weiß der große Herr Tierschützer nicht, daß auch Kühe nur dann Milch geben wenn sie Nachwuchs haben?
                    Ich gebe zu, dass ich kein Molkereiexperte bin, aber danke für die freundliche Belehrung.

                    Und auch genau deshalb gezüchtet und geboren worden...
                    Ich denke du würdest es auch nicht begrüßen, wenn du nur dafür geboren wärst, gequält oder getötet zu werden.

                    Was passiert eigentlich mit all den überzeugten Vegetariern, wenn man auch an Pflanzen ein gewisses Schmerzempfinden nachweisen kann?
                    Ich denke das beantwortest du dir mit dem gewissen Schmerzempfinden selbst. Schließlich geht es in diesem Thema um intelligente Lebewesen...
                    Die Wahrheit wird sich von selbst offenbaren.

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                      Das ist ja unerhört: Da wird einfach das Schmerzempfinden unter den Tisch gekehrt nur damit man noch was zu beissen hat...

                      Das ist ja eigentlich..... genau dasselbe was den Fleischverzehrern vorgeworfen wird, nur mit noch seltsamerer Selektion....
                      »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                        Original geschrieben von Picard
                        Ich denke das beantwortest du dir mit dem gewissen Schmerzempfinden selbst. Schließlich geht es in diesem Thema um intelligente Lebewesen...
                        Also Hühner sind definitiv keine intelligente Lebewesen, wie übrigens die meisten reinen Pflanzenfresser auch nicht. Das soll jetzt nicht heißen, dass Vegetarier deshalb auch dumm sind, oder dass Fleisch intelligent machen würde. Das ergibt sich einfach daraus, dass reine Pflanzenfresser weniger Hirn brauchen, da ihnen die Nahrung nicht wegläuft und daran, dass Pflanzennahrung weniger Energie enthält. Ein großes Gehirn braucht nunmal mehr Energie, als man aus (natürlichen) Pflanzen gewinnen kann. Wir hätten uns nie so weit entwickelt, wenn wir nur Pflanzen gefressen hätten.
                        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                        endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                        Klickt für Bananen!
                        Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

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                          Ich ernähre mich seit über 10 Jahren strikt Vulk.. äh, Vegetarisch.

                          Nicht weil mir die Tiere leid tun oder so, ich mach es einfach.

                          Ich habe eine sehr starke Abneigung gegen Fleisch entwickelt. (Vermutlich, weil immer wieder versucht wurde, mir Fleisch unterzuschieben - ich danke hiermit meinen Eltern usw. - und ich mich dagegen gewehrt habe bis ich kein Fleisch mehr an mich heran gelassen habe.) Jetzt lang ich es nicht mal mehr freiwillig an. Ich finde es einfach eklig.

                          Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass jeder essen soll, was er will. Das ist nicht mein Problem.

                          @Spocky: Dass pflanzliche Nahrung weniger Energie beinhaltet ist relativ zu betrachten. Überleg mal, woher die Kuh das Fleisch für dein Essen hat.
                          Auf Volumen oder Masse bezogen hasst du sicher recht, aber die Energie für das Fleisch wird effektiv (mit verlusten) aus Pflanzen gewonnen.
                          Fakt ist, dass die Menschheit auf Dauer nicht mit Fleisch ernährt werden kann.

                          Tierversuche und Massentierhaltung sind wirklich schlimm, aber es bringt nichts deshalb auf Fleisch zu verzichten - denn sowas kann nicht weltweit durchgezogen werden.
                          Baut lieber käfige und sperrt darin die Züchter ein, Quält sie mit Medikamenten oder schlechten Bedingungen - ich werde sie nicht vermissen.

                          Zum Melken: Nachdem eine Kuh gekalbt hat kann sie immer weiter Milch produzieren, unabhängig davon, wie alt das Kalb ist und wie viele noch gefolgt sind.
                          Es gibt immer mehr betriebe, in denen das Kalb wieder durch die Mutter ernährt wird, denn es gibt eigentlich immer genug Kühe im Stall, die gerade kein Kalb säugen müssen.
                          Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
                          Bilder vom 1. und 4.Treffen

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                            Ich bin seit nun fast zwei Jahren Vegetarier, und zwar, genauso wie Picard, aus Überzeugung und nicht, weil ich Fleisch nicht mögen würde, im Gegenteil.

                            Warum sind wir Vegetarier so militant? Wir sind in der Minderheit. Wir setzen uns gegen eine in unseren Augen moralisch absolut verwerfliche Gewohnheit ein, gegen die es den Rest der Menschheit zu mobilisieren gilt. Natürlich erwartet man, dass wir uns anständig gegenüber den Fleischfressern verhalten :-), aber das eine oder andere "militante" Wort kann da schon mal rausrutschen - meistens eine willkommene Gelegenheit für die Gegenseite, Sätze zu äussern im Stil von "Genau darum wird die Grosse Masse der Bevölkerung" usw. Genauso, wie dies in diesem Thread übrigens auch passiert ist.

                            Ich möchte darum jetzt einen kleinen Vergleich anstellen, der vielen hier vielleicht nicht gefallen wird, aber seht es doch einfach mal aus diese Perspektive. Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht wirklich so denke, aber ich hoffe, es wird klar, warum ich diesen Vergleich vorbringe.

                            *vergleichanschalt*
                            Warum sollen Frauen und Männer gleichberechtigt sein?
                            1. Jemand muss ja den Haushalt machen. Da Männer erwiesenermassen stärker und intelligenter sind, sind sie besser als Geldverdiener geeignet, damit fällt die Hausarbeit und die Erziehung der Kinder der Frau zu.
                            2. Alle alten Kulturen (mit wenigen Ausnahmen) waren patriarchalisch Organisiert. Die Männer hatten überall das sagen. Waurm aufgeben, was so lange funktioniert hat?
                            3. Als Mann wäre es sehr mühsam, wenn an diesem bewährten System etwas geändert würde. Dann müsste der Mann, der müde und erschöpft von der Arbeit nach Hause kommt, auch noch Hausarbeit machen, so dass ihm weniger Kraft für seine Arbeit als Ernährer der Familie bliebe, was dazu führen würde, dass er dies weniger gut tun könnte, was fatale Folgen hätte. Das System sollte einfach so gelassen werden, wie es ist, dann ist alles am besten. Warum soll der einzelne Mann auch etwas daran ändern?
                            4. Es gibt Gesetze, die dafür sorgen, dass die Frau vom Mann nicht misshandelt wird. Wenn er sie allzu oft allzu stark schlägt, dann muss er eine Geldstrafe büsen.
                            5. Selbst wenn ein Mann der Meinung ist, dass seine Frau gleichberechtigt sein solle, was hätte das für einen Sinn? Die Grosse Masse der Männer würde dann immer noch gleich weitermachen wie bisher.
                            *vergleichausschalt*

                            1. Entspricht der Behauptung, Ernährung ohne Fleisch sei nicht möglich.
                            2. Entspricht der Behauptung, der Mensch habe schon immer Fleisch gegessen.
                            3. Entspricht der Behauptung, "ich brauche mein Fleisch!", oder "ich bin zu faul, um auf Fleisch zu verzichten."
                            4. Entspricht der Behauptung, es gäbe schliesslich Richtlinien, die das Schlachten von Tieren gut regle.
                            5. Entspricht der Behauptung, die Wirkung eines einzelnen Vegetariers sei nicht ausschlaggebend.

                            Wie kommen euch die oben geschriebenen Sätze vor? Tiefstes Mittelalter, nicht wahr? Würden nicht die meisten von euch auf die Banden steigen, wenn jemand so etwas behaupten würde? Würde nicht massiver Protest, Empörung folgen, wenn ich das allen Ernstes behaupten würde? So denken wir jetzt, zu recht! Doch wie war das vor fünfzig, hundert Jahren? Da waren solche Aussagen alltäglich! Da waren solche Aussagen ganz normal. Wie wird es in fünfzig, hundert Jahren sein? Wie werden die Aussagen zum Vegetarianerismus in diesem Thread dann aussehen? Und: waren die ersten Feministinnen nicht auch militant? Und: hatten sie Erfolg? Sind wir nicht stolz auf das, was sie ("wir") erreicht haben?
                            Bei den Missständen in der Gleichberechtigung geht es um Menschen, darum wohl hat dieser Paradigmenwechsel wohl vor demjenigen in der Fleisch-Ess-Frage stattgefunden, wo es ja "nur" um Tiere geht. Ich denke aber, man wird uns und unseren Umgang mit Fleisch eines Tages genau so zweifelhaft und beschämend finden, wie wir heute über die oben gestellten Behauptungen denken.
                            Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

                            Kommentar


                              Gute Argumentation.

                              Die sache mit militanten Vegetariern:
                              Ich habe noch nie erlebt, dass ein Vegetarier einen "Fleischfresser" dazu gezwungen hat sich Vegetarisch zu ernähren.
                              Oder wird Werbung auf Plakaten als militant bezeichnet? Aber Warum ist dann Werbung von der Fleischindustrie (oder jedem anderen, der was verkaufen will) nicht militant?

                              Ich denke wir wollen nur unser Recht auf fleischlose Nahrung, was uns ja von sehr vielen Fleischessern sehr schwer gemacht wird.
                              Mir persönlich ist es egal was die Leute essen, so lange ich auch das essen kann, was ich will - ohne dabei nur Beilagen zu essen oder blöd angemacht zu werden.
                              Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
                              Bilder vom 1. und 4.Treffen

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                                Original geschrieben von Noulder

                                Die sache mit militanten Vegetariern:
                                Ich habe noch nie erlebt, dass ein Vegetarier einen "Fleischfresser" dazu gezwungen hat sich Vegetarisch zu ernähren.

                                Ich denke, Fleischesser reagieren deshalb so auf Vegetarier, weil sie genau wissen, dass für ihre Essgewohnheiten Tiere leiden und sterben müssen. Im Grunde haben sie schlicht und einfach ein schlechtes Gewissen.

                                Die sogenannte Haltung von "glücklichen" Tieren ist ja auch nur ein wenn auch gut gemeinter Vorwand.

                                Ich finde es jedenfalls pervers, Mitgeschöpfe zu töten und zu verspeisen.

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