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Sterben wir Scifi fans aus?

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    #16
    Also ich lebe noch und ich habe auch vor meine zukünftigen Kinder in die Welt der Sci-Fi einzuweisen. Naja, man kann es jedenfalls mal versuchen.
    "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
    Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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      #17
      Zitat von bozano Beitrag anzeigen
      Da war doch mal eine Serie, wo einige Menschen auf einer Raumstation um die Erde flogen. Die Serie hatte auch nicht so viel Erfolg und ich kann mich nicht mehr einmal erinnern, wie die Serie hieß.
      Eine nicht abgehobene Serie hat meiner Meinung nach keine großen Chancen.
      Das war sogar eine der wenigen SF-Serien mit deutscher Beteiligung:
      Raumstation Unity - Wikipedia
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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        #18
        Die Frage "Sterben SciFi-Fans aus" lässt sich schwer objektiv beantworten.

        Was ist überhaupt ein SciFi-Fan? Jemand, der sich hin und wieder mal eine SciFi-Serie oder einen SciFi-Film anguckt? Jemand, der gerne Technothriller liest und nicht weiß, dass dies einfach nur ein massenkompatibler Deckname für eine Unterart der Science Fiction ist? Muss man bestens mit den Werken von Wells und Verne vertraut sein und die Unterschiede zwischen Roman und Verfilmung von "Starship Troopers" benennen können? Oder muss man gar zusätzlich eine bestimmte Zahl von Beiträgen in einem SciFi-Forum gepostet haben, um als SciFi-Fan durchzugehen?

        Bei subjektiven Erfahrungen hängt es auch vom Umfeld ab, wieviele SciFi-Fans man kennt. Der Vorsitzende des hiesigen Star Trek-Fanclubs würde auch dann noch vielen SciFi-Fans begegnen, wenn die Zahl der SciFi-Fans gesamtgesellschaftlich abnehmen würde. Bei meinen Bekannten lässt sich feststellen, dass diejenigen die mit SciFi früher etwas anfangen konnten, dies heute auch noch können. Diejenigen, die das noch nie konnten, können es trotz aller Werbeversucher von meiner Seite immer noch nicht. Aber einen gesamtgesellschaftlichten Trend kann man wie gesagt nicht auf persönliche Erfahrungen stützen.

        Aber bleiben wir mal mal bei der Minimal-Voraussetzung eines Scifi-Fans, als jemand, der in einem gewissen Ausmaß SciFi-Produkte wie Filme oder Serien konsumiert. Im Kinojahr 2009 waren 3 der 5 weltweit erfolgreichsten Filme SciFi-Filme, einer davon war gar der erfolgreichste Film aller Zeiten. Hinzu kommt ein Strek Trek-Film, der an der Kinokasse erfolgreicher war, als jeder seiner Vorgänger. Vom Aussterben kann da keine Rede sein.
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          #19
          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
          Was ist überhaupt ein SciFi-Fan?
          und
          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
          Aber bleiben wir mal mal bei der Minimal-Voraussetzung eines Scifi-Fans, als jemand, der in einem gewissen Ausmaß SciFi-Produkte wie Filme oder Serien konsumiert. Im Kinojahr 2009 waren 3 der 5 weltweit erfolgreichsten Filme SciFi-Filme, einer davon war gar der erfolgreichste Film aller Zeiten. Hinzu kommt ein Strek Trek-Film, der an der Kinokasse erfolgreicher war, als jeder seiner Vorgänger. Vom Aussterben kann da keine Rede sein.
          Ich denke, Starwars fan der den Thread erstellt hat, meinte mit "Sci-fi Fan" vielleicht auch einfach "Star Wars Fan", wo es ja im Moment zumindest keine neuen Filme gibt, sondern eben nur Bücher und Folgen einer computeranimierten Serie, was wahrscheinlich nicht so die breite Resonanz findet.

          Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und mit einem Star Trek Film im Jahr 2009 nach Jahre langer Flaute sieht es für Star Trek auch nicht besser aus als für Star Wars. Und Stargate ist eigentlich trotz zweiter Staffel für Universe auch eher am Auslaufen.

          Ich denke, Starwars fan sollte vielleicht präzisieren, was er mit "Sci-fi Fan" und fundamentalem Sci-fi-Wissen eigentlich meint.

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            #20
            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
            Die Frage ist nur, wie und wann sich das ändern wird. Im Moment geht vieles in Richtung Fantasy. Um der Science-Fiction einen Schub zu geben, müsste sich wohl auch in der realen Welt etwas ändern. Z.B. dass irgendwann wirklich Androiden gebaut werden, die auf der Straße rumlaufen. Vielleicht kommt auch mal wieder was in Richtung von "Blade Runner", eine Serie, Filme, wer weiß. Vielleicht auch mit mehr Science als Hintergrund.

            Auch eine erfolgreiche Mars-Mission könnte vieles ändern. Wenn es Triebwerke gibt, mit denen man in einer Woche zum Mars fliegen kann, wird dies die Phantasie der Menschen wieder beflügeln, und es wird vielleicht eine Hard-SF-Serie in Richtung von "Red Mars" geben.
            Das Problem ist hier nicht der Inhalt des SF selbst, sondern die gesellschaftliche Entwicklung.

            Unser Alltag wird immer mehr und mehr technisiert und von Naturwissenschaft geprägt.
            Früher war es das höchste der Gefühle, wenn jemand mal ein Radio oder gar einen Fernseher hatte, heute gibt man sich damit nicht mehr zu Frieden.
            Der durchschnittliche Haushalt hat wohl so 2 TV-Geräte, 2 Radios, 2 Computer, ein Navigationsgerät pro Auto, paar MP3-Player, paar Handys, vielleicht noch mobilen Videoplayer oder Minifernseher und ein Netbook im Rucksack.

            Selbst billiger Fahrkartenautomat an irgendeiner x-beliebigen Straßenbahnhaltestelle hat doch schon Touchscreen / LCARS . Moderne Flugzeuge und Schiffe des Militär sowie Panzer sehen absolut futuristisch aus.

            Die technischen Gegebenheiten aus SF können einen realen Menschen des 21. Jh. kaum noch beeindrucken, weil er Dinge in der Tasche hat, die den Vorstellungen und Ideen der Bühnentechniker den Rang ablaufen.



            Der zweite Punkt betrifft die wissenschaftliche Bildung.
            Vor 50 oder 60 Jahren war Kernphysik oder Quantenmechanik kein Thema in irgendwelchen Oberschulen, heute ist das teilweise Grundstoff im Leistungskurs Physik am Gymnasium.

            Wir werden selbst durch Nachrichten dermaßen mit wissenschaftlichen Problemstellungen überschüttet, z.B. bei Diskussion um Gentechnik oder LHC, das Technobabble aus dem TV dagegen wie billiger Abklatsch wirkt.
            Früher hat ein Warpantrieb oder Hyperantrieb einen Menschen beeindruckt, heute wird das eher mit einem milden Lächeln zur Kenntnis genommen.

            Wenn sich die Leute im TV Unterhaltung ansehen wollen, wollen die meisten von ihnen von solchen Sachen nix hören und damit in Ruhe gelassen werden.
            Die klassische SF wird von der Realität überrollt, man könnte auch sagen, dass die Menschen in Bezug auf Naturwissenschaften erwachsener und gebildeter werden und daher viele alte Dinge wie Zeitreisen nicht mehr so beeindrucken.

            Die Fantasy hingegen kennt diese von der realen Science geprägten Grenzziehung nicht, dort kann wild herum gesponnen und spekuliert werden.
            Das ist das was vielen Menschen Spaß macht, weil der Alltag schon von Science und Science-Fiction-Elementen durchflutet und gesättigt ist.

            Das ist meiner Meinung das große Problem, warum SF nicht mehr so gut angenommen wird.
            Mein Profil bei Memory Alpha
            Treknology-Wiki

            Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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              #21
              Gibt es überhaupt reine Scifi-Fans? Also Fans, denen sagen wir mal so gut wie alle Scifi-Serien gefallen? Ich bin zwar Fan von Scifi-Serien, Star Trek und Stargate, würde mich aber nicht als Scifi-Fan bezeichnen. Sondern eben als Fan von den eben genannten Serien. Ich glaube reine Genre-Fans, wie Scifi-Fans, oder Action-Fans gibt es nicht. Und was es nicht gibt kann nicht aussterben.

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                #22
                Zitat von Serano Beitrag anzeigen
                Gibt es überhaupt reine Scifi-Fans? Also Fans, denen sagen wir mal so gut wie alle Scifi-Serien gefallen? Ich bin zwar Fan von Scifi-Serien, Star Trek und Stargate, würde mich aber nicht als Scifi-Fan bezeichnen. Sondern eben als Fan von den eben genannten Serien. Ich glaube reine Genre-Fans, wie Scifi-Fans, oder Action-Fans gibt es nicht. Und was es nicht gibt kann nicht aussterben.
                Ich kenne zumindest drei SF-Fans, denen mindestens 8 von 10 bekannten SF-Serien gefallen.

                Außerdem ist Science Fiction ja nicht nur Serie oder Film, sondern auch Roman.

                Gerade klassische SF-Geschichten von Jules Verne, H.G. Wells, Assimov, Lem gefallen oftmals in ihrer Gesamtheit und nicht nur autorspezifisch.
                Mein Profil bei Memory Alpha
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                  #23
                  Zitat von Serano Beitrag anzeigen
                  Gibt es überhaupt reine Scifi-Fans?
                  Ich würde mich doch als ausgeprägten Fan der SF-Literatur bezeichnen, dagegen halte ich nur einen Bruchteil der SF Serien und Filme für erträglich. Aber "rein", was soll das sein, jemand dem keine anderen Genres gefallen? Das dürfte es kaum geben. Manches was unter SF firmiert, gehört ja eigentlich mehr zu einen anderen Genre als SF (z.B. SG ist von Inhalt und Handlung hauptsächlich eine Abenteuerserie, mit kleinen Dosen meist unrealistischer SF).
                  Als SF-Fan würde ich jemanden bezeichnen, der sich vielfältig mit diesen Genre beschäftigt. Und nicht jemanden, der nur auf bestimmte TV-Serien fixiert ist.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                    #24
                    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                    Die technischen Gegebenheiten aus SF können einen realen Menschen des 21. Jh. kaum noch beeindrucken, weil er Dinge in der Tasche hat, die den Vorstellungen und Ideen der Bühnentechniker den Rang ablaufen.
                    Nicht unbedingt, denn die Filmtechnik bleibt ja ebensowenig stehen. Sicherlich wirkt, dass was in den 60'er, 70'er und 80'er Jahren gedreht wurde, aus heutiger Sicht nicht mehr besonders modern und in vielen Fällen ist es auch nicht mehr modern (Captain Pike müsste sich mit heutigen Gehirn-Computer-Schnittstellen nicht mehr auf Ja und Nein beschränken.), aber dafür werden uns heute von Effektschmieden Techniken und Orte herbeigezaubert, die uns vermutlich deutlich mehr beeindrucken als irgendwelche Pappmache-Raumschiff-Modelle die Leute in den 60'er Jahren beeindruckt haben. Und Romanautoren profitieren davon, dass sich ihnen durch die Explosion von wissenschaftlichen Erkenntnissen, neue Möglichkeiten bieten in die Zukunft zu projizieren.

                    Der zweite Punkt betrifft die wissenschaftliche Bildung.
                    Vor 50 oder 60 Jahren war Kernphysik oder Quantenmechanik kein Thema in irgendwelchen Oberschulen, heute ist das teilweise Grundstoff im Leistungskurs Physik am Gymnasium.

                    Wir werden selbst durch Nachrichten dermaßen mit wissenschaftlichen Problemstellungen überschüttet, z.B. bei Diskussion um Gentechnik oder LHC, das Technobabble aus dem TV dagegen wie billiger Abklatsch wirkt.
                    Früher hat ein Warpantrieb oder Hyperantrieb einen Menschen beeindruckt, heute wird das eher mit einem milden Lächeln zur Kenntnis genommen.
                    Bildung auf dem Papier. Otto Normalverbraucher hat keine Ahung von Quantenphysik, Gentechnik oder sonstigem. Es gibt Leute die lehnen genetisch modifizierte Nahrungsmittel ab, weil sie glauben in Genfood steckten Gene (was stimmt, aber trivial ist) und Leute, die glauben, die Jahreszeiten entstünden durch die Distanz zur Sonne. Oder um es mit Max Weber zu sagen: Die meisten glauben vermutlich, dass die Funktionsweise der Straßenbahn rational erklärt werden kann, aber sie selbst sind zu einer solchen Erklärung nicht in der Lage. Gerade, dass was einem immer wieder in Film und Fernsehen präsentiert wird, zeigt doch, dass die Verantwortlichen das auch wissen und meinen, mit jedem Blödsinn davonkommen zu können. So wird die Erde von Mikrowellen gebraten, nachdem der Erdkern seine Drehung aufgegeben hat (The Core), muntere Astronauten fliegen durch Schwarze Löcher in die Vergangenheit (Star Trek), Ölbohr-Experten sprengen riesige Asteroiden mit einer Atomwaffe in die Luft (Armagedon) und Raumschiffe mit annähernd Mondgröße treten in einen niedrigen Erdorbit ein, ohne dass sich irgendwelche Gezeitenkräfte zeigen(Independence Day). Also hat der SciFi-Produzent hier gewissermaßen schon eine Narrenfreiheit, als ob es sich um Fantasy handeln würde.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                      #25
                      ...

                      Da das Interesse an Weltraum & Co. in der Öffentlichkeit schwindet, nimmt die Zahl der SF-Fans wohl auch derzeit ab. War in den 70ern anders....
                      "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
                      www.alexander-merow.de.tl
                      http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
                      http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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                        #26
                        Zitat von Alexandermerow
                        ...
                        Da das Interesse an Weltraum & Co. in der Öffentlichkeit schwindet, nimmt die Zahl der SF-Fans wohl auch derzeit ab. War in den 70ern anders....
                        Daran liegt es eher weniger. Ich kenne Jungs im alter von ca. 10 Jahren, die tatsächlich Hannah Montana Fans sind. SciFi war früher nicht überall. Heute gibt es Handys und Spielekonsolen, wodurch die blinkenden Armaturen in den Raumschiffen nicht mehr so interessant erscheinen. Ausserdem scheint sich die Gesellschaft als ganzes zu ändern. Wie sonst ist der Erfolg von "Liebes-vampirfilmen" zu erklären?
                        Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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                          #27
                          Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
                          Da das Interesse an Weltraum & Co. in der Öffentlichkeit schwindet, nimmt die Zahl der SF-Fans wohl auch derzeit ab. War in den 70ern anders....
                          Ich glaube nicht, dass das Interesse am Weltraum bei der Allgemeinheit großen Schwankungen unterliegt. Solange nicht gerade ein aktuelles Ereignis das Thema in die Medien bringt, glänzt die Mehrheit durch allgemeines Desinteresse am Weltraum.
                          In den 70ern, war SF noch ein absolutes Nerd-Genre, ein breites Interesse für SF gab es damals nicht. Heutzutage jedoch hat sich die mediale Präsenz von SF mehr in den Bereich von Computer/Videospielen verschoben. Warum sollten sich heutzutage die Kiddies noch für TV-Raumfahrer in Pyjamas begeistern, wenn sie bei Mass Effect & Co wesentlich besser unterhalten werden.
                          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                          Dr. Sheldon Lee Cooper

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                            #28
                            Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                            Ich würde mich doch als ausgeprägten Fan der SF-Literatur bezeichnen, dagegen halte ich nur einen Bruchteil der SF Serien und Filme für erträglich. Aber "rein", was soll das sein, jemand dem keine anderen Genres gefallen? Das dürfte es kaum geben. Manches was unter SF firmiert, gehört ja eigentlich mehr zu einen anderen Genre als SF (z.B. SG ist von Inhalt und Handlung hauptsächlich eine Abenteuerserie, mit kleinen Dosen meist unrealistischer SF).
                            Als SF-Fan würde ich jemanden bezeichnen, der sich vielfältig mit diesen Genre beschäftigt. Und nicht jemanden, der nur auf bestimmte TV-Serien fixiert ist.
                            Das sehe ich ähnlich.

                            Meine Wurzeln liegen im Fantasy/Sci-Fi-Bereich - in Grunde bin ich im Laufe der Jahre eher zum Fantasy-Fan mutiert, aber beschäftige mich immer noch gerne mit Sci-Fi.

                            Ich denke, dass die Grenzen da recht fließend sind.
                            Was allerdings auffällt ist, dass "reine" Sci-Fi insbesondere im Bereich "Film" seit Jahren rückläufig ist.
                            Serenity war irgendwie der letzte Film, der im Mainstreambereich angekommen ist, vieleicht noch ganz aktuell Pandorum, aber da verschmilzt das Ganze eben mit der Horror-Schiene.
                            Outlander ging auch noch in die Sci-Fi -Richtung, aber eben nur teilweise.
                            Generell gab es kürzlich einige Filme, die zwar teilweise Sci-Fi waren, aber eben nicht auf die klassische Art.

                            Eigentlich mutet das recht befremdlich an, weil doch grad heutzutage die technischen Möglichkeiten für einen neuen, großen Genrefilm gegeben sind.

                            Wenn die Fantasy und Vampir-Welle abflaut, dann stehen die Zeichen gut für den nächsten klassischen Sci-Fi-Blockbuster!

                            Wer sich bis dahin über Wasser halten will, kann ja mal in den Schweizer Sci/Fi-Thriller CARGO reinschauen - Nicht perfekt, aber trotzdem sehenswert und ziemlich "Sci-Fi"
                            MUMOMANIA - Musik, Filme und so weiter...

                            http://mumomania.blog.de/

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                              #29
                              Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                              Das Problem ist hier nicht der Inhalt des SF selbst, sondern die gesellschaftliche Entwicklung.
                              Die Inhalte sind schon auch noch das Problem. Es gibt genug Leute, die mit Geschichten um irgendwelche Aliens nichts zu tun haben wollen. Für manche Leute muss Science-Fiction oft so verpackt sein, dass man es nicht mehr als SF erkennt.
                              Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                              Die technischen Gegebenheiten aus SF können einen realen Menschen des 21. Jh. kaum noch beeindrucken, weil er Dinge in der Tasche hat, die den Vorstellungen und Ideen der Bühnentechniker den Rang ablaufen.
                              Das stimmt sicher, aber dennoch wäre die Konstruktion eines Androiden, der unerkannt durch eine Stadt laufen kann, oder von Triebwerken, mit denen man in einer Woche zum Mars fliegen kann, etwas, das man nicht so einfach abtun würde. Das würde schon noch beeindrucken.
                              Zitat von McWire Beitrag anzeigen
                              Früher hat ein Warpantrieb oder Hyperantrieb einen Menschen beeindruckt, heute wird das eher mit einem milden Lächeln zur Kenntnis genommen.
                              Ja, aber auch, weil es wohl klar ist, dass es so etwas nicht geben wird. Und die Leute auch nicht erwarten, dass man eines Tages mit einem Warp-Raumschiff irgendwelche Aliens besuchen wird. Die meisten Leuten haben wohl mittlerweile mitgekriegt, dass der Warpantrieb oder Hyperantrieb nur ein Mittel zum Zweck ist, ohne das die Space Opera nun mal nicht gut auskommt.

                              Gerade auch die Entdeckung vieler extrasolarer Planeten hat den Leuten klargemacht, dass man da niemals hinfliegen wird. Aber Raumfahrt im eigenen Sonnensystem könnte die Leute schon noch beeindrucken. Oder eben der Bau eines Weltraum-Aufzugs (space lifts).
                              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                              Bildung auf dem Papier. Otto Normalverbraucher hat keine Ahung von Quantenphysik, Gentechnik oder sonstigem.
                              Sehe ich auch so. Viele sind schon mit dem Dreisatz überfordert. Dadurch ergibt sich der kuriose Effekte, dass viele Menschen

                              A) unmögliche Dinge für technisch machbar halten
                              B) technisch machbare Dinge für unmöglich halten

                              Zitat von bozano Beitrag anzeigen
                              Heute gibt es Handys und Spielekonsolen, wodurch die blinkenden Armaturen in den Raumschiffen nicht mehr so interessant erscheinen.
                              Das ist auch wahr. Vielen geht es bei Sci-fi nur um Oberflächliches. Das bunte Blinken sozusagen. Interessante Optik. An einer wirklichen Auseinandersetzung mit tieferen Ideen, wie man sie in der SF auch finden kann, haben viele kein Interesse. Viele werden nur vom bunten Spektakel angezogen, und das findet sich mittlerweile auch immer mehr außerhalb der SF.
                              Zitat von bozano Beitrag anzeigen
                              Ausserdem scheint sich die Gesellschaft als ganzes zu ändern. Wie sonst ist der Erfolg von "Liebes-vampirfilmen" zu erklären?
                              Weil "unsterbliche Liebe" ein ganz großer Klassiker ist. Vampire sind in modernen Geschichten nicht mehr einfach nur bösartige Blutsauger, sondern sehr anpassungsfähige Wesen geworden.

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                                #30
                                Ob ich jetzt SF-Fan bin oder nicht, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle gefallen mir viele SF-Serien (Star Trek, Stargate, Babylon 5, nBSG) und einige SF-Filme (Star Wars, Avatar, ST-Filmreihe, Transformers, Stargate, ID4, X-Men, Alien- und Terminator-Filme). Allerdings gibt es auch mindestens genauso viele die ich nicht mag und Unmengen Nicht-SF-Filme- und -Serien die ich liebe. Von dem her bin ich vielleicht eher allgemeiner Film- und Serien-Fan.

                                Auch glaube ich kaum, dass SF-Fans aussterben. Man muss sich nur die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten ansehen. Da sind großteils SF- und Fantasy-Filme in den Top10 (mit "Avatar" ist Platz 1 SF). Realitätsflucht ist wohl heutzutage ziemlich angesagt, deshalb boomen diese "außerweltlichen Franchises".

                                Was aber stimmt, ist dass Hardcore-Raumschiff-SF immer weniger wird. Hier war der Höhepunkt in den 90ern. Heute gilt eher in der Realität verwurzelte SF wie "Flashforward", "Heroes", "Lost", "The Dark Knight", "Transformers" "X-Men", "District 9" und auch bei "Avatar" gibt es nur ne einzige Raumschiff-Szene.

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