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Die erste Staffel von ENT, TOS und TNG im Vergleich

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    #16
    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    "Conspiracy" lassen wir mal außen vor, ja? Und "Chain of Command" ist in der zweiten Hälfte auch schon ziemlich herb.
    "Conspiracy" hat genau eine Szene, die etwas "ekelhaft" ist, aber auch hier ist das einfach personenabhängig. Ich kenne auch einen 6-jährigen Cousin von mir, der bei der Szene "Ist ja geil!" gerufen hat. Gleichzeitig schaue ich selbst bei der Szene weg, weil ich es nun mal ekelhaft finde, wie auch sämtliche Goa'Uld-Szenen der ersten Staffel in SG1 bei mir halt etwas Bauchschmerzen verbreiten, weil sie nun mal trashig sind. Mit der Warnung "Jetzt wird es ekelhaft" hat man das dann auch genug vorbereitet.

    "Chain of Command" ist so eine Sache. Wirklich Gewalt wird da ja gar nicht gezeigt. Das läuft alles über Dialoge und im Normalfall kann ein Kind gar nicht genau erfassen, was denn daran denn nun soooo schlimm ist. Ja, auch ein Kind versteht, dass da Picard irgendwas angetan wird, aber es bleibt doch eher unbestimmt.

    Ich finde einfach, man geht da manchmal etwas zu sehr mit Samthandschuhen heran. Klar, dass man jetzt nicht "Battlestar Galactica" mit den Kindern schaut, weil da vor laufender Kamera rumgevögelt und gute Charaktere erschossen werden, ist ja verständlich, aber TNG ist selbst bei den Stellen, wo es unter Umständen theoretisch heikel sein könnte, ausgesprochen zurückhaltend und bezieht seine Kraft eben nicht aus drastischen Bildern. Irgendwie muss man auch Kinder ja an solche Sachen heranziehen und TNG ist da wirklich geeignet dafür.


    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    Mit "rational" meinte ich jetzt nicht, dass alles auf dem Boden des physikalisch Möglichen bleiben soll. Sie ist schon bereit, Warpantrieb und Zeitreisen zu akzeptieren, aber man muss ihr zumindest eine wohlklingende Technobabbel-Erklärung dafür liefern können. Reiner Theismus, Animismus, Die Macht sei mit Dir, das geht ihr zu weit, das nimmt sie nicht mehr hin. Sie kann deswegen auch mit Harry Potter wenig anfangen, obwohl sie es versucht hat. (Merkwürdigerweise ist sie von Eragon sehr angetan.)
    Ja, bei "Eragon" gibt es so quasi die "Erklärung" mit der Alten Sprache. Aber auch Q wird ja dann dementsprechend als "hoch entwickeltes Geschöpf" erklärt. Du wirst deine Tochter natürlich besser kennen als ich.

    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    Allerdings wirkt die Wurmlochszene doch sehr verwirrend und evtl. abschreckend, wenn man nicht versteht, weshalb Picard darin einen Laserwerfer im Auge hat.
    Das wird doch in der Anfangsszene, wo man die Schlacht von Wolf 359 sieht, gebührend erklärt. Ansonsten stimme ich Seether zu: Du sitzt doch dabei, oder?

    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    Oder aber es würde eine Reihe von Fragen aufwerfen, die darin gipfeln: "Warum schauen wir nicht die andere Serie vorher?"
    Na ja, warum schauen wir denn die andere Serie dann nicht einfach vorher? (Ist sowieso noch viel eher als Einstieg geeignet und IMO auch mehr Technobabble als DS9, was ja stellenweise mit den Wurmlochwesen schon zumindest etwas ins Esoterische und "Is halt so" abgleitet).

    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    Wenn ich wirklich auf drei beschränkt wäre, dann würde ich "The Neutral Zone" und den "Best of Two Worlds"-Zweiteiler nehmen. Aber natürlich würde eigentlich auch noch "Q Who" dazugehören, und da geht es dann schon los: "Wer ist eigentlich dieser Q und woher kennt er die Enterprise?"
    Interessant, dass du dich da auf 2 Themen beziehst, die jeweils in der Serie genau ein Mal vorkommen, während die Ferengi, die Cardassianer und die Bajoraner extrem wichtige Rollen in der Serie zugeteilt bekommen. Q kommt in exakt einer Folge vor, die man, wenn man es denn unbedingt möchte, auch auslassen kann und dass ich nicht finde, dass es "Best of Both Worlds" wirklich nötig hat, empfinde ich keineswegs.

    Bei "The Neutral Zone" weiß ich noch nicht einmal, wo du überhaupt einen DS9-Bezug siehst. Immerhin stimme ich dir aber bei deiner Aussage, dass es sich ganz gut als Einstieg in das ST-Universum selbst ganz passabel eignet, was du im folgenden...

    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
    *Nachtrag: "The Neutral Zone" erscheint mir überhaupt als ein nützlicher Serieneinstieg, weil diese Folge eine Brücke in die Gegenwart des Zuschauers schlägt und ihn geradezu bei der Hand in die Star-Trek-Zukunft mitnimmt. Schade, dass dies nicht schon das Thema des Pilotfilms war.
    ... auch gut begründest. Meine 3 wären übrigens "Die Damen Troi" (führt Lwaxanna ein, die ja noch öfter bei DS9 vorkommt, und ist gleichzeitig eine gute "Ferengi"-Folge), "Der Rachefeldzug" (klar, Cardassianer, aber auch O'Brien, der ja in DS9 eine Hauptrolle spielen wird und bei dem es dann, wenn Worf auftaucht, auch stellenweise wichtig ist, zu wissen, dass sie beide auf dem selben Schiff gedient haben) und "Fähnrich Ro" (klar, Bajoraner und deren Verhältnis zu den Cardassianern, was ja gerade zu Beginn DAS Leitthema der Serie ist).

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      #17
      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      "Conspiracy" hat genau eine Szene, die etwas "ekelhaft" ist, aber auch hier ist das einfach personenabhängig. Ich kenne auch einen 6-jährigen Cousin von mir, der bei der Szene "Ist ja geil!" gerufen hat. Gleichzeitig schaue ich selbst bei der Szene weg,
      Ja, da kann man Überraschungen erleben. Bemerkenswerterweise scheinen Vierjährige in dieser Hinsicht weniger zimperlich zu sein als Elfjährige. Als sie so alt war, zappte ich aus Versehen mal in "Jurassic Park" rein und DURFTE dann nicht mehr abschalten, es war völlig gleichgültig, wie viele Menschen da gefressen wurden, Hauptsache Saurier! In der dritten Grundschulklasse gab es dann eine Dino-Projektwoche, bei der die Klassenlehrerin einige zensierte Ausschnitte aus eben diesem Film zeigte, womit sie sich auf dem nächsten Elternabend Kritik einfing, wie man so kleinen Kindern so etwas Gruseliges zeigen könne. Sie wies die Eltern darauf hin, dass sie erstens nur die harmlosen Szenen aus der ersten Filmhälfte ausgewählt habe und zweitens die Hälfte der so kleinen Kinder ziemlich enttäuscht gewesen sei, dass die Szene mit dem T.Rex und der Toilette nicht drankam.

      Bemerkenswerterweise hat dagegen eine kürzlich unter den Sechstklässern im Englischunterricht aufgezwungene Vorführung von Harry Potter VII einige nächtliche Alpträume und entsprechende elterliche Aufregung erzeugt. Auch bei meiner Tochter - anscheinend steigt mit der Verständnisfähigkeit die Sensibilität.

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Ich finde einfach, man geht da manchmal etwas zu sehr mit Samthandschuhen heran. Klar, dass man jetzt nicht "Battlestar Galactica" mit den Kindern schaut, weil da vor laufender Kamera rumgevögelt und gute Charaktere erschossen werden,
      Mit dem Rumvögeln hätte ich da nun weniger ein Problem, das ist ja heute schon lehrplankonformer Drittklässlerstoff. Und das Wegschießen von Guten ist bei den angeführten Animeserien sowieso gang und gäbe. Wird es allerdings zu explizit, am liebsten noch in Zeitlupe, schaut meine Kleine auch schon mal weg.

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Interessant, dass du dich da auf 2 Themen beziehst, die jeweils in der Serie genau ein Mal vorkommen, während die Ferengi, die Cardassianer und die Bajoraner extrem wichtige Rollen in der Serie zugeteilt bekommen.
      Ich denke mir, dass von der ersten Folge viel abhängt. Wenn der Pilotfilm die kleine Zuschauerin ratlos zurücklässt, dann wird das Interesse am Weiterschauen nicht gerade groß ausfallen. Gul Dukat kann dagegen gut ohne die TNG-Cardassianerfolgen auskommen, auch Ro Laren ist für das Verständnis von Kira Nerys nicht gerade wesentlich. Und wenn du mit Lwaxanna kommst, dann sollten wir auch Thomas Riker und das Pärchen Q & Vash nicht vergessen.

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Bei "The Neutral Zone" weiß ich noch nicht einmal, wo du überhaupt einen DS9-Bezug siehst.
      Darin, dass diese Folge mit den zerstörten Außenposten das Auftauchen der Borg vorbereitet und es in "Best of Both Worlds" entsprechende Rückbezüge gibt, vor allem durch Shelby.


      Ach, vielleicht fangen wir doch lieber erst mal mit dem Bügeleisenraumschiff an... (obwohl ich als Zwölfjähriger gerade die erste Folge SEHR gruselig fand; zumal meine Eltern an dem Abend ausgegangen waren und ich allein vor der Kiste saß).
      Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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        #18
        Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
        Bemerkenswerterweise hat dagegen eine kürzlich unter den Sechstklässern im Englischunterricht aufgezwungene Vorführung von Harry Potter VII einige nächtliche Alpträume und entsprechende elterliche Aufregung erzeugt. Auch bei meiner Tochter - anscheinend steigt mit der Verständnisfähigkeit die Sensibilität.
        Ach na ja, "Harry Potter VII" finde ich ja nun wirklich auch nicht so schlimm. Da passiert ja eigentlich kaum was. Das einzige, wo ich da "Albtraum"-Potenzial sehe, ist Dobbys Tod. Ist jetzt wahrscheinlich wirklich nicht der Film, den ich bevorzugt mit einer sechsten Klasse schauen würde, aber da müssen sich die Eltern auch mal an die eigene Nase fassen.

        Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
        Mit dem Rumvögeln hätte ich da nun weniger ein Problem, das ist ja heute schon lehrplankonformer Drittklässlerstoff. Und das Wegschießen von Guten ist bei den angeführten Animeserien sowieso gang und gäbe. Wird es allerdings zu explizit, am liebsten noch in Zeitlupe, schaut meine Kleine auch schon mal weg.
        Und gerade bei ST ist es ja nun einmal überhaupt nicht explizit. Stichwort Phaser: ein lustiger bunter Strahl und absolut kein Blut.

        Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
        Ich denke mir, dass von der ersten Folge viel abhängt. Wenn der Pilotfilm die kleine Zuschauerin ratlos zurücklässt, dann wird das Interesse am Weiterschauen nicht gerade groß ausfallen. Gul Dukat kann dagegen gut ohne die TNG-Cardassianerfolgen auskommen, auch Ro Laren ist für das Verständnis von Kira Nerys nicht gerade wesentlich. Und wenn du mit Lwaxanna kommst, dann sollten wir auch Thomas Riker und das Pärchen Q & Vash nicht vergessen.
        Nur dass Lwaxanna ein paar Auftritte mehr hat und meine Folge auch noch die Ferengi einbaut (ich wollte einfach eine Ferengifolge drin haben, da hat sich das mit Lwaxanna einfach angeboten).

        Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
        Darin, dass diese Folge mit den zerstörten Außenposten das Auftauchen der Borg vorbereitet und es in "Best of Both Worlds" entsprechende Rückbezüge gibt, vor allem durch Shelby.
        Okay, ja, sorum...

        Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
        Ach, vielleicht fangen wir doch lieber erst mal mit dem Bügeleisenraumschiff an... (obwohl ich als Zwölfjähriger gerade die erste Folge SEHR gruselig fand; zumal meine Eltern an dem Abend ausgegangen waren und ich allein vor der Kiste saß).
        Na ja, ich finde ja, dass ein wenig Grusel noch keinem Kind geschadet hat. Gerade bezüglich Filmen. Wenn da im Alter von 12 Jahren immer noch die Gummibärenbande das höchste der Gefühle wäre, würde ich sagen, dass das Kind später komplett verweichlicht und verängstigt durch die Welt laufen wird.

        Man darf da auch ein paar Sachen einfach nicht durcheinanderwerfen. Bis heute träume ich auch mal gerne von einem Film, wenn ich mir mal einen längeren angeschaut habe. Gerade für Kinder kann das dann natürlich auch mitunter sehr verwirrend sein. Das darf man aber auch nicht mit Albträumen verwechseln.

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          #19
          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Bis heute träume ich auch mal gerne von einem Film, wenn ich mir mal einen längeren angeschaut habe. Gerade für Kinder kann das dann natürlich auch mitunter sehr verwirrend sein. Das darf man aber auch nicht mit Albträumen verwechseln.
          Ich empfehle meinen guten alten Thread Kinder und TOS: FSK, Werte, Erfahrungen den es mittlerweile auch für TNG usw. gibt.

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            #20
            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
            Ach na ja, "Harry Potter VII" finde ich ja nun wirklich auch nicht so schlimm. Da passiert ja eigentlich kaum was. Das einzige, wo ich da "Albtraum"-Potenzial sehe, ist Dobbys Tod. Ist jetzt wahrscheinlich wirklich nicht der Film, den ich bevorzugt mit einer sechsten Klasse schauen würde, aber da müssen sich die Eltern auch mal an die eigene Nase fassen.
            Die Eltern haben erst hinterher von der Vorführung erfahren, nachdem sich einige Kinder bei ihnen darüber beklagt haben. Genau das hat ja bei dem Elternabend eine Menge böses Blut erzeugt, weil sie vorher nicht gefragt worden waren. Der Lehrerin zufolge habe sie die Kinder selbst abstimmen lassen, welcher Film gezeigt werden sollte, und die Einwände der zarter besaiteten seien eben überstimmt worden.

            Ein anderer Lehrer ging vor kurzem klüger vor. Bevor er den Kindern "2012" zeigte und danach über die geowissenschaftlichen Grundlagen (ahem) des Films sprechen wollte, holte er das OK der Eltern ein. Ich sagte meiner Tochter, das dürfe sie bedenkenlos anschauen, und sie hat sich köstlich amüsiert - selbst sie hat gemerkt, wie total abgefahren die Story ist und wie überzogen die CGI-Effekte.

            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
            Na ja, ich finde ja, dass ein wenig Grusel noch keinem Kind geschadet hat. Gerade bezüglich Filmen. Wenn da im Alter von 12 Jahren immer noch die Gummibärenbande das höchste der Gefühle wäre, würde ich sagen, dass das Kind später komplett verweichlicht und verängstigt durch die Welt laufen wird.
            Nein, keineswegs! Ich hätte auch aufgehört, meiner Tochter die Animes zu zeigen, wenn ich gemerkt hätte, dass es sie wirklich überforderte. Aber trotz aller Härte zieht sie sich begeistert sämtliche Staffeln rein, weil es halt so ganz etwas anderes ist als Walt Disney. Dem Sohn erlaube ich das bislang nicht: Obwohl er schon unter FSK 12 fällt, ist er doch deutlich empfindlicher als der kleine Raubauz, der bei "Yamato" schon mit 8 Jahren einstieg.

            (Und obwohl ich mich bei der ersten Folge sehr über die Frogs gruselte, fand ich die Serie doch so toll, dass ich bis zum Ende durchhielt - und sie war in unserer ganzen Klasse damals das Tagesgespräch. )


            .
            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

            Dessler schrieb nach 16 Minuten und 53 Sekunden:

            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            Ich empfehle meinen guten alten Thread Kinder und TOS: FSK, Werte, Erfahrungen den es mittlerweile auch für TNG usw. gibt.
            Und das darin vorgebrachte Argument, mit TAS anzufangen, hat was. Auf diesen Gedanken war ich noch gar nicht gekommen!
            Zuletzt geändert von Dessler; 16.03.2012, 19:40. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
            Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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              #21
              Also, mir fällt immer wieder auf, wie unterschiedlich die beiden ersten Staffeln von TNG sind. Schon alleine optisch finde ich die erste Staffel aus heutiger Sicht sehr gewöhnungsbedürftig, und qualitativ ist sie ohnehin ziemlich durchwachsen. Das geht so weit, dass ich mir die erste TNG-Staffel nur selten anschaue; von einer Handvoll Episoden (z.B. „Die schwarze Seele“ oder „Worfs Brüder“) mal abgesehen. Meiner Meinung nach hat sich die erste Staffel noch etwas zu sehr an der TOS-Vorlage orientiert, was besonders am Beispiel der Kulissen bei Außenmissionen zu beobachten ist.

              Erst ab der zweiten Staffel zeigen sich m.E. deutliche Veränderungen und auch Verbesserungen, was die handwerkliche Qualität der Episoden angeht. Ab der zweiten Staffel wirken auch die Drehbücher irgendwie ausgereifter und anspruchsvoller. Die besten Beispiele dafür sind m.E. „Wem gehört Data?“, „Die Zukunft schweigt“ oder „Der stumme Vermittler“.

              Hinzu kommen natürlich auch die personellen Veränderungen, die nach der relativ schwachen Eröffnungsstaffel offenbar notwendig waren, um neue Impulse zu setzen. Das gilt insbesondere für den Wechsel des Sicherheitschefs (auch wenn dies ja noch während der späten 1. Staffel geschah). Nicht, dass Tasha Yar eine schlechte Besetzung gewesen wäre, doch Worfs Rolle erhielt durch den Wechsel eine ganz andere Bedeutung.

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                #22
                Außerdem hatte die 2. Staffel Dr. Pulaski statt der faden Crusher!

                Trotzdem ist es ein wenig merkwürdig, was du da sagst, weil ausgerechnet die 2. Staffel ja durch den Autorenstreik erheblich beeinträchtigt wurde, so dass man z. T. nicht anders konnte, als nicht verwertete TOS-Episoden wie "The Child" auszuschlachten - ganz zu schweigen von der unsäglichen Recycling-Abschlussfolge. Wenn die Produzenten so gekonnt hätten, wie sie damals wollten, dann hätte diese Staffel noch ganz anders ausgesehen. Laut Memory Alpha beispielsweise war eigentlich geplant, schon in der ersten Folge an "Conspiracy" und "The Neutral Zone" anzuschließen und aus beiden einen Borg-Handlungsstrang zu stricken...
                Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                  #23
                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Was man vergleichen kann, sind die Storys ...
                  Das sehe ich sehr ähnlich. Die drei Staffeln auf Grundlage der Produktionsqualität zu vergleichen, erscheint mir irgendwie als ungerecht. Ich persönlich würde mich bei einer solchen Betrachtung immer auf die Qualität der Geschichten selbst konzentrieren.

                  Obwohl man selbst da sagen muss, dass vieles von den persönlichen Vorlieben des jeweiligen Rezipienten abhängt und sich selbst die Erzählkonventionen in allen drei Zeitabschnitte schon deutlich voneinander unterscheiden.

                  Das einzige, was man im Grunde also machen kann, ist vollkommen subjektiv zu urteilen. Und da würde ich persönlich die erste Staffel der Originalserie als meine Lieblings-Erststaffel bezeichnen. Die individuellen Episoden haben aus meiner Sicht die höchste Qualität und sind am interessantesten inszeniert. Viele der Episoden sind (ähnlich einer Anthologie, was die Serie und viele der Serien dieser Zeit bei näherer Betrachtung eigentlich auch sind) wie kleine, in sich abgeschlossene Spielfilme gemacht und der ganzen Staffel haftet ein wunderbares Gefühl des Neuen und Unbekannten an, was im weiteren Verlauf der Serie leider etwas verloren ging.

                  Die ersten Staffeln von The Next Generation und Enterprise würde ich in meiner Liste etwa gleich positioniere. TNG halte ich, was die Geschichten betrifft, in der ersten Staffel noch für sehr unausgegoren. Die Inszenierung, Musik und Stimmung würde ich allerdings stets allen späteren Staffeln vorziehen. ENT wiederum hat storytechnisch eine gute erste Staffel mit schönem Produktionsdesign, leidet aber darunter, dass sie nach durchgehend 21 Staffeln Star Trek wenig Änderungen und Neuerungen geboten hat.

                  Zitat von irony Beitrag anzeigen
                  Welchen Anteil an diesem unterschiedlichen Erfolg hatte die erste Staffel?
                  Interessante Frage. Bei der Originalserie würde ich nicht sagen, dass man bei der Erstausstrahlung überhaupt von einem großen Erfolg sprechen kann. Wenn man dann bedenkt, welche Schwierigkeiten die Serie hatte, erst eine zweite und dann eine dritte Staffel zu bekommen, dann kann man, denke ich, nicht sagen, dass die aus meiner Sicht hohe Qualität der ersten Staffel einen großen Einfluss auf den (Miss-)Erfolg der Serie hatte.

                  Bei The Next Generation wiederum dürfte die erste Staffel ebenfalls keinen großen Einfluss auf die generelle Bewertung der Serie gehabt haben. Erstens weil das Publikum so sehr nach neuem Star Trek dürstete, dass man zunächst fast alles akzeptiert hätte und zweitens, weil die Sender ihren Serien zu damaliger Zeit einfach viel länger eine Chance gegeben haben. Während heute eine Serie bereits in der ersten Staffel ein Quotenerfolg sein muss, um weiterproduziert zu werden, hatte eine Serie damals mehr Zeit.

                  Und darin liegt auch gleich der Grund, weshalb die erste Staffel von Enterprise im Vergleich mit den anderen beiden Serien sicherlich den größten Einfluss auf den Erfolg der Serie als Ganze gehabt haben dürfte. Von den Zuschauerzahlen in der ersten Staffel hing vieles ab. Hätte die Serie in der ersten Staffel noch weniger Zuschauer vor die Bildschirme gelockt, hätte man sicherlich nicht gezögert und die Serie direkt abgesetzt.

                  Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                  ... nicht verwertete TOS-Episoden wie "The Child" ...
                  Phase II.

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                    #24
                    Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                    Außerdem hatte die 2. Staffel Dr. Pulaski statt der faden Crusher!

                    Trotzdem ist es ein wenig merkwürdig, was du da sagst, weil ausgerechnet die 2. Staffel ja durch den Autorenstreik erheblich beeinträchtigt wurde, so dass man z. T. nicht anders konnte, als nicht verwertete TOS-Episoden wie "The Child" auszuschlachten - ganz zu schweigen von der unsäglichen Recycling-Abschlussfolge. Wenn die Produzenten so gekonnt hätten, wie sie damals wollten, dann hätte diese Staffel noch ganz anders ausgesehen. Laut Memory Alpha beispielsweise war eigentlich geplant, schon in der ersten Folge an "Conspiracy" und "The Neutral Zone" anzuschließen und aus beiden einen Borg-Handlungsstrang zu stricken...
                    Nun ja, auf den Autorenstreik bin ich gar nicht eingegangen, weil ich mich auf das fertige Produkt bezog, und hier sehe ich zwischen den ersten beiden Staffeln schon bemerkenswerte Unterschiede. Über das unsägliche „Kraft der Träume“ brauchen wir nicht zu diskutieren; an dieser Episode wurde an allen Ecken und Enden gespart, weil die 3. Staffel schon beschlossene Sache war. Nichts desto trotz wirkt die 2. Staffel irgendwie geschlossener und kompakter, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass die Staffel wegen des Autorenstreiks nur aus 22 Episoden besteht.

                    Ralph Sander bringt dies in Das Star Trek Universum Band 1, S. 361, auf den Punkt:

                    Rückblickend kann man sagen, dass die zweite Season wesentlich gleichmäßiger als die erste verlief. (…)
                    Der Wechsel an der Spitze der Krankenstation hatte wohl den Zweck, einen Charakter in die Serie einzubauen, der an Dr. McCoy aus TOS erinnerte:

                    Diana Muldaurs Eintritt wurde von den Fans zwar begrüßt, da sie einen ungewohnt barschen Ton an den Tag legte, der ihrer Rolle wesentlich mehr Persönlichkeit verlieh als der vergleichsweise zurückhaltenden Beverly Crusher. (…)

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                      #25
                      Ja, die erste Sache einer Trek-Serie ist da so eine Sache. TOS lasse ich mal außen vor, da man es kaum vergleichen kann. Wobei die erste Staffel hier, trotz des Fehlens von Chekov wirklich gut war und einige der besten Folgen von ganz ST ("Ganz neue Dimensionen", "Griff in die Geschichte", der "Talus IV"-Zweiteiler) bietet.

                      TNG war in seinem ersten Jahr großteils ein wirklich mieser Abklatsch von TOS. DS9 ein eher schwacher Abklatsch von TNG. Am Besten von den 24-Jahrhundert-Serien schlägt sich zu Beginn wohl noch VOY wo es mit "Der Fürsorger", "Das Holo-Sydrom" etc. doch einige Highlights gibt.

                      ENT seh ich hier wieder zwiegespaltener. Die erste Hälfte der ersten Staffel war mit dem ganzen Entdecker- und Pionier-Feeling echt toll. Die zweite Hälfte hat dann im Grunde das selbe Problem wie die ersten Staffeln TNG und DS9: Man hat alles schon mal wo spannender und besser erzählt gesehen. Wobei ENT die einzige Trek-Serie ist, wo die zweite Staffel dann im Schnitt deutlich schlechter als die erste ist.

                      Bei einem ST-Erste-Staffel-Ranking sehe das bei mir wohl so aus:

                      1. TOS
                      2. VOY
                      3. ENT
                      4. DS9
                      5. TNG

                      Sprich, würde man die Serien heute produzieren, wäre wohl jede von ihnen bald abgesägt. Heutzutage müssen sich aufgrund der starken Konkurrenz Serien wirklich von Anfang an ins Zeug legen um auf dem Markt bestehen zu können.

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                        #26
                        Ich habe hier jetzt nicht alles gelesen.

                        Aber ich finde es ziemlich unsinnig die jeweils ersten Staffeln von TOS, TNG und ENT vergleichen zu wollen.
                        Da vergleicht man Äpfel, Birnen und Bananen untereinander.

                        ENT hatte im vergleich mit TNG wirklich eine stärkere erste Staffel, aber was anderes würde ich auch gar nicht erwarten, da hier die Verantwortlichen schon an drei vorangegangenen Serien geübt hatten.

                        Wenn man die Serien wirklich vergleichen wollen würde, müsste man dies anhand von Einschaltquoten tuen, dabei aber einen Weg finden, die Veränderungen des Fernsehverhaltens von den 60ern über die 80er bis in die 2000er zu kompensieren.


                        Außerdem wirkt der Eröffnungspost ein wenig so, als wolle hier ein ENT-Fan über den Vergleich der ersten Staffeln seine Lieblingsserie aufwerten.

                        Kommentar


                          #27
                          Zitat von Scotty1981 Beitrag anzeigen
                          Wenn man die Serien wirklich vergleichen wollen würde, müsste man dies anhand von Einschaltquoten tuen, dabei aber einen Weg finden, die Veränderungen des Fernsehverhaltens von den 60ern über die 80er bis in die 2000er zu kompensieren..
                          Naja, mal abgesehen davon, dass das Jahrzehnt der Ausstrahlung nur einer von wenigen Aspekten ist, der zu beachten wäre.

                          Ich denke nicht, dass der Verbreitungserfolg aussagekräftig bezüglich der Qualität ist. Das wäre so, als würde man sagen, dass Britney bessere Musik macht als Mozart es tat, nur weil sie mehr Platten verkauft...

                          Kommentar


                            #28
                            Zitat von Rock_Bottom Beitrag anzeigen
                            Das wäre so, als würde man sagen, dass Britney bessere Musik macht als Mozart es tat, nur weil sie mehr Platten verkauft...
                            Britney hat insgesamt gar nicht mehr Platten verkauft als Mozart.

                            Warte mal ab wessen Musik in 50 bis 100 immernoch den meisten Leuten zumindest dem Namen nach ein Begriff sein wird und wessen Musik bis dahin öfter verkauft werden wird.

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                              #29
                              Gemessen daran, dass Mozart nie im Leben auch nur EINE EINZIGE Schallplatte verkauft hat, ist das Urteil zugunsten von Britney unzweideutig.

                              Mir scheint aber, es gäbe nur wenige Fernsehserien aus jener Zeit, die heute noch im selben Ausmaß parodiert würden wie TOS. Das ist ein gutes Zeichen.
                              Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                                #30
                                Naja, Mozart selber hat die nicht verkauft. Das leigt aber wohl eher daran, dass Tonträger erst nach seinem Tod erfunden wurden. Aber insgesamt dürften wohl deutlich mehr Tonträger mit seinen Kompositionen als mit Liedern von Britney verkauft worden sein.

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