"Star Wars: Episode II: Angriff der Klonkrieger" - SciFi-Forum

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"Star Wars: Episode II: Angriff der Klonkrieger"

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    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    ad 2: Ja, welcher "Dienstvorgesetzte" soll denn das sein? ... Sind die Senatoren keine Abgeordneten? Oder haben die da ganz einfach eine ganz andere Stellung als wie wir das heute von unseren Abgeordneten kennen? Das ist irgendwie etwas unklar. So oder so scheint es da mit der Demokratie nicht (mehr) allzu weit her zu sein.
    Padme und Palpatine sind beides Senatoren*. Es ist nicht bekannt, ob und in welcher Form es da eine Hierachie gibt. Es könnte zB sein, Palpatine das "Senatorenkorps" von Naboo leitet und somit ihr Vorgesetzer wäre - ähnlich einer Fraktion im Bundestag. Das allgemeine Auftreten spricht dafür: zB finden Besprechungen immer in seinem Büro statt, wo er hinter seinem dicken Schreibtisch thront. Auch stellt sich die Frage, warum automatisch er und nicht Padme als Kanzler nominiert wurde - wenn beide gleichwertig im Rang wären.
    Verwaltungsbehörden gehören übrigens auch zur Exekutive
    Ist das so? Alle Beamten eines Staates sind Regierungsmitglieder?
    (Wobei im Falle von Padme und Palpatine tatsächlich davon auszugehen ist,
    daß sie einer "Regierungfraktion" angehören.)

    *NACHTRAG:
    Ich muss das etwas relativieren, mir ist gerade eingefallen:
    Palpatine ist ja zu diesem Zeitpunkt bereits "Oberster Kanzler".
    Inwieweit sich hier nun eine Hierachie ableiten läßt, weiß ich auch nicht.
    Es ist völlig unklar, was eigentlich die Funktion eines "Obersten Kanzlers" sein soll. Normalerweise würde ich eine Art Regierungs-Vorsitzender der Galaktischen Republik erwarten, was mir aber aufgrund der Vielzahl der Welten unwahrscheinlich erscheint. Eher denke ich, daß es nur eine Art Verwaltungsbeauftragter ist.


    Von diesem "Guten" hat man aber in Episode II und III nichts gesehen. In diesem Zusammenhang frage ich mich, von welcher Metamorphose zu sprichst. Sein Charakter ist am Ende von Episode III nicht recht viel anders als am Anfang von Episode II.
    Das denke ich nicht. Ich meine schon, daß es im Verlauf der Episoden II und III eine Entwicklung bzgl Anakins Charakter zu beobachten gibt.
    Episode II sollte, wie ich finde, vor allem den Kontrast zwischen dem lieben Kind aus Episode I und dem bereits stark veränderten Anakin darstellen, während es in Episode III nur noch um den Abschluß der Charakterentwicklung, um die eigentliche Transformation, geht.
    Und es geht mir ums Sehen! (...) dass der jeweils andere ja wie ein Bruder/Vater ist, aber wenn man davon nichts tatsächlich sieht, sondern stattdessen tatsächlich miterlebt, wie Anakin Obi-Wan dauernd nur anmacht und über ihn herzieht, dann versagt der Film an dieser Stelle ganz einfach, weil er nicht die Story erzählt, die er vorgibt zu erzählen.
    Andererseits müssen die Filmemacher auch die Dynamik im Auge behalten.
    Bei zwei Leuten, die jahrelang zusammen kämpfen und Krisen aller Art bestehen, kann man erwarten, daß diese eng verbunden sind. Ansonsten könnten sie nicht diese Leistungen erbringen. Das ist sozusagen der Normalfall, und ernstzunehmende Konflikte sind da sicher die Ausnahme. Den Normalfall muss man aber nicht ausgiebig darstellen.
    Wenn aber nun die Häufigkeit dieser Konflikte zunimmt, zB weil sich der Charakter von einem der beiden ändert, dann sind das sicher die Ereignisse, die man (als Regisseur) verstärkt ins Bewußtsein der Zuschauer bringen muss.
    So gesehen, ist es nachvollziehbar, daß Anakin in E2 und E3 zunehmend durch Konfrontation mit seinem Lehrer dargestellt wird.
    Zuletzt geändert von xanrof; 21.08.2014, 12:26.
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      Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
      Padme und Palpatine sind beides Senatoren*. Es ist nicht bekannt, ob und in welcher Form es da eine Hierachie gibt. Es könnte zB sein, Palpatine das "Senatorenkorps" von Naboo leitet und somit ihr Vorgesetzer wäre - ähnlich einer Fraktion im Bundestag. Das allgemeine Auftreten spricht dafür: zB finden Besprechungen immer in seinem Büro statt, wo er hinter seinem dicken Schreibtisch thront. Auch stellt sich die Frage, warum automatisch er und nicht Padme als Kanzler nominiert wurde - wenn beide gleichwertig im Rang wären.

      Ist das so? Alle Beamten eines Staates sind Regierungsmitglieder?
      (Wobei im Falle von Padme und Palpatine tatsächlich davon auszugehen ist,
      daß sie einer "Regierungfraktion" angehören.)
      Nein, Verwechsle nicht die Legislative mit der Exekutive. Verwaltungsbehörden gehören idR zur vollziehenden Gewalt. Darunter zählt auch die Polizei. Die Regierung zählt zur Legislative, eben der gesetzgebenden (und damit regierenden) Gewalt.

      In Bezug auf Episode II kann ich auch nicht sagen, warum Palpatine als Kanzler Amidala einfach so den Befehl geben kann, nach Naboo zurückzukehren. Muss wohl mit dem politischen System der Republik zu tun haben. Eventuell könnte man aufgrund des Anschlags etwas konstruieren, dass man auf Coruscant nicht für Ihre Sicherheit garantieren kann, was aber auf sehr wackligen Füßen stehen würde, im Regierungssitz der Republik und der Heimat des Jedi-Ordens. Auf Naboo kann sie ja wohl kaum sicherer sein. Aber hey, selbst die Jedi finden es ja besser, wenn sie den Planeten verlässt.

      Demokratisch kann das aber sicher nicht sein, wäre ja so, als würde die Bundesregierung bei knappen Mehrheitsverhältnissen (aktuell ja nicht der Fall) ein wichtiges Mitglieder der Opposition vor einer kritischen Abstimmung nach Hause schicken.


      Das denke ich nicht. Ich meine schon, daß es im Verlauf der Episoden II und III eine Entwicklung bzgl Anakins Charakter zu beobachten gibt.
      Episode II sollte, wie ich finde, vor allem den Kontrast zwischen dem lieben Kind aus Episode I und dem bereits stark veränderten Anakin darstellen, während es in Episode III nur noch um den Abschluß der Charakterentwicklung, um die eigentliche Transformation, geht.
      Andererseits müssen die Filmemacher auch die Dynamik im Auge behalten.
      Nun ja, man hätte Anakin aber durchaus freundlicher und edler darstellen können, vor allem bei der Verfolgungsjagd. Dann hätte man den Tod seiner Mutter besser als ersten Bruch verkaufen können. So überrascht es einen kaum, dass er danach so handelt. Das Drehbuch schafft es einfach nicht, Anakin als Sympathen aufzubauen, was aber gerade in dem Film extrem wichtig gewesen wäre.

      Bei zwei Leuten, die jahrelang zusammen kämpfen und Krisen aller Art bestehen, kann man erwarten, daß diese eng verbunden sind. Ansonsten könnten sie nicht diese Leistungen erbringen. Das ist sozusagen der Normalfall, und ernstzunehmende Konflikte sind da sicher die Ausnahme. Den Normalfall muss man aber nicht ausgiebig darstellen.
      Wenn aber nun die Häufigkeit dieser Konflikte zunimmt, zB weil sich der Charakter von einem der beiden ändert, dann sind das sicher die Ereignisse, die man (als Regisseur) verstärkt ins Bewußtsein der Zuschauer bringen muss.
      Na ja, von der ein Episode VI erwähnten guten Freundschaft zwischen Anakin und Obi-Wan ist aber in Episode II und III so gut wie nichts zu spüren. Hier hat man einfach versagt.

      So gesehen, ist es nachvollziehbar, dass Anakin in E2 und E3 zunehmend durch Konfrontation mit seinem Lehrer dargestellt wird.
      Siehe oben, das hätte man anders darstellen müssen von Anfang an. Eben so, dass sich Obi-Wan und Anakin anfangs noch sehr freundschaftlich Verhalten. Eventuell auch so, dass Anakin Obi-Wan immer Meister nennen will, er aber darauf keinen Wert legt. Und dass sich das über den Film hinweg ändert (Tod der Mutter, etc.). Ich bin hier ganz bei Sf-Junky und anderen. Der Anakin, den uns Episode II von Anfang an zeigt, taugt absolut nicht als Sympathieträger.

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        Du liebe Zeit, jetzt wird es aber völlig wirr. Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt und das ist nicht die Regierung (=Exekutive), auch nicht in Deutschland. Wenngleich in Deutschland keine Gewaltenteilung, sondern Gewaltenverschränkung vorliegt, d.h. Exekutive und Legislative kontrollieren sich nicht gegenseitig, sondern die Exekutive ist der Legislative gegenüber verantwortlich.
        Polizei und Verwaltung sind Exekutivorgane. Sie unterstehen der Regierung. Deshalb ist es in Deutschland so, dass wenn ein Beamter z.B. in den Bundestagewählt wird, das Beamtenverhältnis für die Dauer des Mandats ruht, da sonst eine Vermischung von Exekutive und Legislative vorläge. Soviel zum juristischen Klugschiss.

        Was nun Palpatine und Amidala angeht, so war das für mich eigentlich immer schon relativ eindeutig, dass der oberste Kanzler der Regierungschef (Exekutive) ist, wohingegen der Senat das Parlament (Legislative) darstellt. Amidala wird im Film mal irgendwo von Anakin als "leader of the opposition" bezeichnet.


        Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
        Das denke ich nicht. Ich meine schon, daß es im Verlauf der Episoden II und III eine Entwicklung bzgl Anakins Charakter zu beobachten gibt.
        Episode II sollte, wie ich finde, vor allem den Kontrast zwischen dem lieben Kind aus Episode I und dem bereits stark veränderten Anakin darstellen, während es in Episode III nur noch um den Abschluß der Charakterentwicklung, um die eigentliche Transformation, geht.
        Andererseits müssen die Filmemacher auch die Dynamik im Auge behalten.
        Bei zwei Leuten, die jahrelang zusammen kämpfen und Krisen aller Art bestehen, kann man erwarten, daß diese eng verbunden sind. Ansonsten könnten sie nicht diese Leistungen erbringen. Das ist sozusagen der Normalfall, und ernstzunehmende Konflikte sind da sicher die Ausnahme. Den Normalfall muss man aber nicht ausgiebig darstellen.
        Wenn aber nun die Häufigkeit dieser Konflikte zunimmt, zB weil sich der Charakter von einem der beiden ändert, dann sind das sicher die Ereignisse, die man (als Regisseur) verstärkt ins Bewußtsein der Zuschauer bringen muss.
        So gesehen, ist es nachvollziehbar, daß Anakin in E2 und E3 zunehmend durch Konfrontation mit seinem Lehrer dargestellt wird.
        Wie gesagt, dann hat der Film ganz einfach versagt, wenn er nicht die Story erzählt, die man erwartet hätte, sondern nur ein kleines Fitzelchen. Vielleicht hätte man Episode I etwas später ansetzen sollen, wenn Anakin schon ein wenig älter ist, um mehr Zeit für die Entwicklung des Charakters zu haben, aber ich finde, dass zwei zweistündige Filme schon ausreichen sollten. An seiner Story, wie sie in Episode II und III gezeigt wird, ist einfach absolut nichts Tragisches. Er folgt einfach nur geradlinig einem Pfad, auf dem er sich von Anfang an befindet und der absehbar bei der dunklen Seite.

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          Zitat von Tibo Beitrag anzeigen

          Ich suche mal und werde heute abend antworten. Evtl. auch im EPI Thread.
          @Skeletor: Sorry hatte viel zu tun, wollte den Film nochmal ansehen bevor ich dir antworte, wozu ich aber nun doch keine Zeit hatte.
          Habe dir jetzt hier geantwortet:
          http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post2916967


          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
          Insgesamt war der Film recht nett. Man kann sich zwei Stunden ganz gut unterhalten lassen. Leider bleiben viele Fragen unbeantwortet (auch nach Episode III). Anakin Skywalker ist von Anfang ein Arschloch und von Anfang an wartet man nur darauf, dass er endlich zur dunklen Seite wechselt. Das klang in der OT noch anders an. Eigentlich hätte man nach Episode II das Kino verlassen müssen mit der Frage wie der tolle, geile Kerl da jemals Darth Vader werden konnte. Stattdessen fragte man sich, wann er wohl endlich einsieht, dass er bei den Jedi nichts zu suchen hat.
          Du siehst hier ein Problem wo keines ist. In der OT kommt Anakin nämlich nicht als netter Kerl rüber. Wir hören nur von seinem Erzieher, dass er ein toller Typ war, der von Vader getötet wurde. Dass Obi das so darstellt, liegt vor allem daran, dass er das alles hätte wissen müssen und doch übersah, weil er Anakin zu nahe stand. Das ist natürlich ne Schutzbehauptung von ihm. Er hat als Lehrer fatal versagt. Hat Anakin nie Einhalt geboten. Selbst als er gegen Anakin kämpft will er nicht ganz wahrhaben was für ein Mensch ihm gegenüber steht und genau deshalb versagt er auch hier, als er ihn nicht tötet. Mit so ner Schuld kann er aber nicht leben also macht er sich und anderen was vor. Aber selbst wenn er sich seiner Verantwortung bewusst wäre könnte er das so nicht zu Luke sagen. Der würde ihm dann ja nicht vertrauen.

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            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            Du siehst hier ein Problem wo keines ist. In der OT kommt Anakin nämlich nicht als netter Kerl rüber. Wir hören nur von seinem Erzieher, dass er ein toller Typ war, der von Vader getötet wurde. Dass Obi das so darstellt, liegt vor allem daran, dass er das alles hätte wissen müssen und doch übersah, weil er Anakin zu nahe stand. Das ist natürlich ne Schutzbehauptung von ihm. Er hat als Lehrer fatal versagt. Hat Anakin nie Einhalt geboten. Selbst als er gegen Anakin kämpft will er nicht ganz wahrhaben was für ein Mensch ihm gegenüber steht und genau deshalb versagt er auch hier, als er ihn nicht tötet. Mit so ner Schuld kann er aber nicht leben also macht er sich und anderen was vor. Aber selbst wenn er sich seiner Verantwortung bewusst wäre könnte er das so nicht zu Luke sagen. Der würde ihm dann ja nicht vertrauen.
            Natürlich kann man sich das als Fan im Nachhinein so schönreden - äh interpretieren . Genauso wie, dass sich Padme an ihre Stiefmutter erinnert.

            Fakt ist aber, dass in der OT stets davon geredet wurde, welch toller Kerl denn nicht dieser Anakin Skywalker war (einzig Yoda sagt mal "Viel Zorn in ihm, wie einst in seinem Vater" - wobei er damit auch Luke und Anakin auf eine Stufe stellt). Dass Anakin in Wahrheit ein arroganter selbstverliebter Pimpf ist, ist erst eine Erfindung der PT und finde ich auch sehr schade. Allerdings wäre der Fall eines "perfekten" Anakin drehbuchtechnisch noch schwieriger gewesen es plausibel darzustellen und Lucas hat so schon nicht gerade mit dem Übergang zur dunklen Seite geglänzt.

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              Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
              Natürlich kann man sich das als Fan im Nachhinein so schönreden - äh interpretieren . Genauso wie, dass sich Padme an ihre Stiefmutter erinnert.
              Naja, da machst du zwei Fehler. Ich bin kein Starwarsfan ich finde es bis auf die Effekte ziemlich schlecht und ich interpretiere nicht, ich erkläre warum das Gesehene realistisch und kein Widerspruch ist. Lustigerweise argumentierst du dabei genauso wie ich. Jemand der etwas sehr mag will nicht wahrhaben, dass es nichts taugt. Ob das nun ein Fan ist der sich SW schönredet oder der Mentor, der sich den Schützling schönredet spielt keine Rolle. Das macht man so das ist normal. Ich habe in der OT keine Aussagen über Anakin gehört (bis auf die Lügen), die die selben Personen nicht auch in der PT so gesagt hätten. Das ist keine Interpretation. Ich liefere zudem eine Erklärung warum die Aussagen von Obi in der OT so stark von dem was wir in der sehen PT abweichen. Das ist aber keine Fanboyerfindung von mir. Das sind Erfahrungswerte, ich hab ja recht oft mit Jugendlichen zu tun, die mit der Polizei in Konflikt kommen. In den seltensten Fällen können die Eltern das realistisch einschätzen. Meist gehen sie von Engeln und Missverständnissen aus. "Das bist doch nicht du Anakin." genauso reagiert doch auch Obi als er die Videos sieht.
              Ich hatte mal mit ner Mutter diskutiert ob ich Rucksäcke der Mädels auf nem Camp nach Alkohol durchsuche, weil ihre Jungs mit sowas ja nix am Hut haben. Ich habe das natürlich nicht gemacht. Ne Woche Später habe ich mir auf nem Feuerwehrfest bei uns angehört wie toll ihre Jungs seien und dass sie sich auf die gut verlassen kann die trinken nix. Dabei sind die da schon beide um uns getorkelt. Wenn die affektive Bindung sehr eng ist und die Autorität mit ihrer Rolle überfordert, dann ist das eben nicht außergewöhnlich. Nach meinen Erfahrungen passt das.
              Ohne zu interpretieren oder SW-Fan zu sein.
              Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
              Fakt ist aber, dass in der OT stets davon geredet wurde, welch toller Kerl denn nicht dieser Anakin Skywalker war (einzig Yoda sagt mal "Viel Zorn in ihm, wie einst in seinem Vater" - wobei er damit auch Luke und Anakin auf eine Stufe stellt). Dass Anakin in Wahrheit ein arroganter selbstverliebter Pimpf ist, ist erst eine Erfindung der PT und finde ich auch sehr schade. Allerdings wäre der Fall eines "perfekten" Anakin drehbuchtechnisch noch schwieriger gewesen es plausibel darzustellen und Lucas hat so schon nicht gerade mit dem Übergang zur dunklen Seite geglänzt.
              Man hätte das dem Publikum besser verkaufen können, wenn Vader zu Obi in der OT etwas so unrealistisches und dummes gesagt wie Prinz Einon es in Dragonheart zu seinem alten Mentor sagte. "Nein du hast mir nichts beigebracht außer kämpfen, deine Werte haben mir nie was bedeutet" und wenn man das sehr beliebte Janusmotiv verwendet hätte. Also der liebe gute leuchtende Anakin für alle, wenn er bei den Jedi ist und dann der finstere Anakin, wenn er mit sich hadert. Das hätten dann alle nachvollziehen können. Es wäre nur total albern und unrealistisch. Wie diese Gespräche bei TNG wenn so offensichtlich doziert wird damit der Zuschauer nicht denken muss.
              Und ja, da interpretiere ich jetzt als Star Trek Fan.


              Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
              Ja, wohl für den Charakter Amidala die grausamste Szene der Trilogie: "Ich habe sie umgebracht! Alle! Auch Frauen und Kinder!" *Padme kuschelt sich an Anakin* "Ach Armer Annie... Alles nur menschlich und nicht so schlimm." Ach ja, Mal drauf gehört, was dir dein Lover in Spe gerade eben an den Kopf geworfen hat!
              Seit Menschengedenken verzeihen Frauen ihren Männern die schlimmsten Gewalttaten selbst gegen sie selbst oder die eigenen Kinder. Padme ist da nur eine von vielen und reden sich die eigene Welt und den Mann schön. Wenn ich den Fall Fritzl richtig in Erinnerung habe hat ja auch die Frau nicht gewusst, dass ihr Mann im Keller ne zweite Familie mit der gemeinsamen Tochter gefangen hält und die Tochter scheint der Mutter die Geschichte ja abzukaufen. Das ist natürlich beides Selbstschutz und -betrug.

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                Na ja, von der ein Episode VI erwähnten guten Freundschaft zwischen Anakin und Obi-Wan ist aber in Episode II und III so gut wie nichts zu spüren. Hier hat man einfach versagt.
                Es sei denn man bezieht diese grottige Clone Wars-Serie noch mit ein. Dort wird Anakin ja sehr viel sympathischer und als "Good Guy" dargestellt.

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                  Oh ja, Episode 2 bleibt für mich das Schlusslicht der Saga.
                  Wenn ich mal schätzen müsste, würde ich sagen, dass der Film 85% aus CGI besteht. Und genau das bricht dem Film auch das Genick.
                  Teilweise fühlte sich der Film an wie ein Spiel an. Dabei hat mir die Verfolgungsjagd am Anfang in der exotischen Alien Stadt optisch gut gefallen. Ab dem Planeten, wo Hinrichtung stattfinden sollte, wurde es aber so richtig schlimm. Selbst die Stormtropper waren aus dem Computer ! ILM macht ja normalerweise überzeugende Arbeit, aber was war den da los ?
                  Von der Schlacht zwischen den Droiden und den Streitkräften will ich erst gar nicht anfangen. Selten so eine seelenlose Schlacht gesehen. Der Film ist das non-plus ultra des sogenannten CGI Overkills.

                  Was ich auch gar nicht mag, das sind CGI Charaktere, welche schlecht animiert sind. Dieser Film hat davon viel zu viele.
                  Dieser Imbiss Besitzer Dex war ganz schlimm. Die Viecher im Stadion sahen auch alles andere als realistisch aus. Genau so wie diese Fliegen Aliens. Viel zu viele von denen. Der CGI Yoda ging ja noch.
                  George Lucas wird es zwar nicht mehr tun, aber ich würde mir eine überarbeitete Version mit verbesserten Effekten wünschen.

                  Das gute ist, dass Jar Jar's Rolle auf ein Minimum reduziert wurde. C3PO (bin übrigens auch kein Fan von ihm) hat jetzt die Rolle des nervigen Trottels eingenommen. Er ist aber nicht ganz so nervig.

                  Ewan und Christopher Lee in ihren Rollen haben den Film gut getan.
                  Der Kampf zwischen den Jedies und Dooku ist auch ganz passabel geworden.
                  Ein paar Aliens, einige interessante Schiffe sind noch zu loben, aber viel mehr positives gibt es über den Film nicht mehr zu berichten.

                  John Williams in aller Ehre, aber der Score war genau so langweilig wie der Film selbst.
                  Die paar Stücke welche gut waren, haben wir schon in vorherigen Filmen gehört.

                  Wenn Anakin so sehr seine Mutter vermisst hat, warum hat er sie in den 10 Jahren mal besucht ? Sie zu befreien wäre ja vielleicht gegen irgendwelche Jedi Richtlinien, aber was spricht denn gegen einen Besuch ?
                  Und die Tatsache, dass er seine Mutter noch kurz vor ihrem Tod gefunden hat, spricht auch für ein Drehbuch, welches ich so nie hätte freigegeben hätte.

                  Fazit : Seelenlosen CGI Streifen mit einer langweiligen Romanze.

                  2,5*
                  (4,5/10)
                  Zuletzt geändert von human8; 15.11.2015, 22:56.

                  Kommentar


                    Zitat von human8 Beitrag anzeigen
                    Oh ja, Episode 2 bleibt für mich das Schlusslicht der Saga.
                    Hmm, ich bin immer wieder am Schwanken, ob ich jetzt Episode I oder Episode II als den schlechtesten der 6 bisherigen Star Wars Filme finden soll. Ich meine, über Episode I habe ich mich damals nach dem Kinobesuch weitaus mehr geärgert als über Episode II. Auf der anderen Seite gesethe ich der dunklen Bedrohung heute zu, dass man dort wenigstens versucht hat, die alte Magie von Star Wars neu zu entdecken, was aber ziemlich gescheitert ist.

                    Der Angriff der Klonkrieger ist hingegen eigentlich ein ziemlich platter Sci-Fi Action-Special Effects-Film, dessen zwei große Eye-Candy-Szenen (Verfolgungsjagd durch Coruscant, Schlacht um Geonosis) durch diese unglaublich schlecht geschriebene und quälend inszenierte Love-Story zwischen Anakin und Padme unterbrochen werden. Kein Wunder dass Anakins Dialogzeile ("I don't like sand. It's rough and irritating. It's not like you.") von diversen Internet-Fan-Review-Videos immer wieder aufgegriffen wird.

                    Heute kann ich einfach nicht nicht glauben, dass ich den Film seinerzeit hier mit 5 von 6 Sternen bewertet habe. Liegt bestimmt daran, dass ich da wesentlich jünger war und man nach der Enttäuschung von Episode I wenigstens froh darüber war, zünftig inszenierte Action und eine Menge an Laserschwertkämpfen gesehen zu haben...

                    Kommentar


                      Zitat von human8 Beitrag anzeigen
                      John Williams in aller Ehre, aber der Score war genau so langweilig wie der Film selbst.
                      Die paar Stücke welche gut waren, haben wir schon in vorherigen Filmen gehört.
                      Was? Wo haben wir vorher schon einmal "Across the Stars" gehört?

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                        Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                        Heute kann ich einfach nicht nicht glauben, dass ich den Film seinerzeit hier mit 5 von 6 Sternen bewertet habe. Liegt bestimmt daran, dass ich da wesentlich jünger war und man nach der Enttäuschung von Episode I wenigstens froh darüber war, zünftig inszenierte Action und eine Menge an Laserschwertkämpfen gesehen zu haben...
                        Episode 1 und 2 waren für mich nie irgendwelche Top Filme, aber so schlecht hatte ich diese damals nicht empfunden. Mit dem Alter kommt die Weisheit

                        @garakvsneelix
                        Natürlich hatte der Score auch neues zu bieten, aber dieses "Across the Stars" geht unter der schmalzigen Love Story unter.

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                          Zitat von human8 Beitrag anzeigen
                          Natürlich hatte der Score auch neues zu bieten, aber dieses "Across the Stars" geht unter der schmalzigen Love Story unter.
                          Was hat das jetzt genau mit dem Score als solchen zu tun? Zumal "Across the stars" auch ziemlich prominent laut aufgespielt wird, frage ich mich, wo es "untergehen" konnte...

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                            Die Bilder dazu nervten halt und war immer froh, wenn diese Schnulze endlich vorbei war.
                            Ist mir halt nicht positiv im Gedächtnis geblieben.
                            Das Stück ohne den Film ist jetzt auch nicht sooo schlecht.

                            Kommentar


                              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                              Was hat das jetzt genau mit dem Score als solchen zu tun? Zumal "Across the stars" auch ziemlich prominent laut aufgespielt wird, frage ich mich, wo es "untergehen" konnte...
                              Ich glaube er bezieht das auf die Qualität. Das Stück geht unter durch die schmalzige Love Story, so dass human8 es halt nicht mehr gut findet.

                              Ich finde das Stück gut und auch das Stück "Zam the Assassin and the Chase Through Coruscant " ist meines Erachtens gut und neu.

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                                Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                                Ich finde das Stück gut und auch das Stück "Zam the Assassin and the Chase Through Coruscant " ist meines Erachtens gut und neu.
                                Ja, das stimmt, das gefällt mir auch sehr gut. Auch die Marschmelodie der Klonkrieger, als Obi-Wan sie auf Kamino beobachtet, gefällt mir sehr gut. Mein Fazit ist: Bei der Musik hat sich John Williams eigentlich nicht lumpen lassen. Insbesondere hat er es z. B. bei "Across the stars" für mich gut hinbekommen, die "Schnulzigkeit", die George Lucas durch die Dialoge und das gewählte Naboo-Setting einfing, in Musik zu verpacken. Und das ist - egal, was ich jeweils von dem Film halte - eigentlich mein Hauptanspruch an Filmmusik.

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