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  • human8
    antwortet
    Wir nähren uns dem Finale der Staffel, und ja das Tempo hätte ruhig etwas höher sein können.
    Dennoch hat mir diese Folge ganz gut gefallen. Auch wenn nicht viel passiert, stimmt halt die Qualität weiterhin.
    Naomis Handlung hätte sicherlich etwas kürzer ausfallen können, fand aber ihre aussichtslose Situation auf dem Schiff gut inszeniert.

    Das Probelm der Staffel ist, dass wir bei nur 10 Folgen zu viele verschiedene Handlungsstränge haben. Holden und Alex hätte man in dieser Folge schon zusammenbringen sollen. Amos Handlung auf der Erde zieht sich etwas und konkretes passiert dort auch nicht. Ob er es bei dem Tempo noch in dieser Staffel auf sein Schiff kommt ? Daran glaube ich auch nicht mehr.

    Nach der Folge würde ich mal tippen, dass Admiral Delgado etwas mit dem Molekül zu tun hat. Der steckt da bestimmt irgendwie mit drin.

    4*

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  • Souvreign
    antwortet
    Mit der Folge bin ich bei The Expanse dann auch endlich auf dem Stand der aktuellen Ausstrahlung.

    Ich sehe die Episode nicht ganz so negativ wie einige hier, aber auch ich muss anmerken, dass die 5. Staffel bis jetzt einen unglücklichen Spannungsaufbau hat. Erst haben wir drei Episoden, in denen die Spannung kontinuierlich steigt, gekrönt von der grandiosen 4. Episode. Nun haben wir aber in den drei drauf folgenden Episoden doch einen gewissen Durchhänger, in dem leider nicht so viel passiert. Hier hätte man die Handlung lieber verdichten und auf eine Episode verzichten sollen, wenn die Vorlage nicht mehr hergibt.

    Positiv ist zu erwähnen, dass wir endlich wieder die Seite der Erdregierung sehen. Der neue Generalsekretär scheint doch kompetenter zu sein, als es sein erster Auftritt vermuten lies. Bei der Planung der Gegenmaßnahmen bin ich ganz bei Avasarala. Was soll es bringen, als Vergeltung wahllos eine Gürtler-Station zu zerstöen und so Terror mit nur noch mehr Terror zu vergelten?

    Naomi ist unterdessen auf dem Schiff gestrandet, das eine Falle für die Rossi und auch eine Bombe ist. Ihre Tour de Force dort nimmt den Großteil der Handlung ein. Wie von ihr gewohnt zeigt Naomi einen großen Erfindungsreichtum, aber auch mir wurde es streckenweise etwas zu langatmig. Aber die Schauspielerin kann hier zeigen, was sie kann.

    Auf der Erde rächen sich auch so langsam die Budgetbeschränkungen einer Fernsehserie. Zwar wird uns immer wieder von den massiven Zerstörungen berichtet, aber davon bekommen wir leider kaum etwas zu Gesicht. Das Altenheim, wo die Bewohner mutmaßlich durch den Einschlag ums Leben gekommen sind ist zwar traurig, aber von Maßstab her auch recht klein. Und auch Amos Verbrecher-Bruder kann uns nur erzählen, wie er die Zerstörung Baltimores mit angesehen hat. Sehen tuen wir davon leider kaum etwas. Als Ziel will man jedenfalls ein Orbitalshuttle aus einer nahen Reichen-Kommune stehlen, die Clarissa kennt. Damit gibt es für diese Gruppe ein Ziel. Generell kann ich mich aber nur wiederholen: Die Erde, die wir in dieser Staffel sehen ist mir viel zu Low-Tech - streckenweise sieht das sogar primitiver aus als zu unseren Zeiten Anno 2021. Das fand ich beispielsweise bei Bobbys kurzem Abenteuer in New York in der 2. Staffel oder bei den Szenen auf dem Mars wesentlich besser gelöst.

    Alex und Bobbie haben unterdessen den gefälschten Notruf aufgefangen, der jemanden zu dem Bombenschiff locken soll, auf dem Naomi sitzt. Ich denke aber, dass der geänderte Notruf von Naomi sie rechtzeitig alarmieren wird.

    Und dann haben wir Camina...

    Leider bin ich wirklich nicht zufrieden mit der Richtung, die diese Figur eingeschlagen hat. Ich weis ja durch das Forum hier, dass sie ein Amalgam aus mehreren Buchfiguren ist, aber die Camina Drummer, die wir in dieser Staffel sehen ist nicht mehr die Figur, die wir vor allem in der dritten Staffel kennen gelernt haben. Sie hängt halt mit ihrer neuen Piratenfamilie zusammen und man lamentiert ständig, ob es richtig ist / war, sich Inaros anzuschließen und Drummer gint sich dabei immer wieder passiv agressiv. Hier hätte man sich größere Freiheiten von der Buchvorlage nehmen und sie auf einen privaten Rachefeldzug gegen Inaros schicken sollen. Oder man hätte Camina gar nicht erst zeigen sollen. Dies kann ich aber erst nach Abschluss der Staffel beurteilen - bisher jedenfalls war der Camina Plot für die Staffel weitgehend unnötig.

    Ach ja, die bisherige Hauptfigur Holden ist in dieser Staffel auch nur ein besserer Statist. Jedenfalls hat die Gruppe um die Rossi erneut wenig zu tun.

    Ich gabe dieser Episode schwache 4 Sterne.
    Zuletzt geändert von Souvreign; 26.01.2021, 14:11.

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  • SF-Junky
    antwortet
    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Ich kann schon verstehen, dass das einigen zuviel "Charaktergedöns" wird. Aber Buch 5 ist eine sehr charakterlastige Story, bei der nur zwischendurch ein paar heftige Dinge geschehen, und entsprechend hat die Staffel auch viele charakterlastige Folgen.
    Na ja, das Problem ist einfach, dass man nicht viel neues über die Charaktere erfährt. Das liegt auch stark daran, dass die Serie hier in früheren Staffeln schon vorgearbeitet und Elemente aus späteren Büchern aufgegriffen hat. Insofern scheintert das hier halt einfach für die Leute, die die Buchvorlage nicht kennen - ich selber habe nur die erste drei Bände gelesen. Dass Amos mal mit dem Mob zu tun hatte, wussten wir schon; wobei hier zumindest ein bissel was neues gekommen ist. Auch dass Naomi eine absolut fähige Ingeneneurin/Tüftlerin ist und, obwohl sie auf den ersten Blick etwas weinerlich und gebrechlich rüberkommt, sehr willensstark ist, wussten wir bereits.

    Die Serie muss halt für sich stehen und darf sich nicht zum Service für Buchkenner degradieren.

    Wobei ich nochmal sagen will, dass ich das unter eine gewissen Vorbehalt schreibe. Wie du schon selbst schreibst ist The Expanse nicht gut geeignet, um pro Woche eine Folge zu schauen. Vielleicht kommt das Ganze ja viel besser rüber wenn man es mal in einem Guss sieht. Und selbst wenn macht mir eine Durchhänger-Staffel die Serie nicht madig. Denn auch wenn es mir im Moment zu langsam vorwärts geht, die Staffel macht nix kaputt iSv Logiklöchern o.ä. Sie ist einfach... zu langsam.

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  • Anvil
    antwortet
    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Etwas was in der Serie imho ebenfalls zuwenig gut gezeigt wird, ist wie Inaros sich die UN - zumindest vorläufig - vom Leibe hält. Etwas Buch-Hintergrund dazu, ohne allzuviel zu spoilern:

    SPOILERIm Buch hat Marco bedeutend mehr Asteroiden auf die Reise geschickt. Viele auch mit längeren Laufzeiten. Die treffen dann über Monate verteilt noch ein und keiner weiss, wieviele noch unterwegs sind. Dies führt dazu, dass die UN sämtliche Schiffe aus dem ganzen System abzieht und um die Erde verteilt, um die weiteren Felsen abzuwehren (diese Watchtowers die die Felsen erkennen können, gibt es da nicht). In der Serie hat man das dadurch ersetzt, dass Inaros mit dem Einsatz des Protomoleküls droht.
    Dadurch hat Marco für lange Zeit Ruhe, seine Free Navy zu etablieren und bei den verschiedenen Fraktionen und Stationen durchzusetzen. Die Erde hat so gut wie keinen Machteinfluss mehr über den Gürtel und die Free Navy hat für Monate weitgehend freie Hand jenseits der inneren Planeten. Durch Plünderung von Kolonieschiffen und der Verteilung der Beute an die Gürtel-Stationen sichert man sich nach und nach die Unterstützung der Gürtler. Eigentlich das, was Drummers Crew in dieser Folge macht, ausser dass es hier kein Kolonieschiff war, das geplündert wurde.
    Gerade hier bin ich etwas verwundert, warum bei der UN-Krisensitzung das Protomolekül überhaupt nicht angesprochen wird. Ich hatte - ebenso wie du - angenommen, dass Marcos Drohung mit dem Protomolekül der Grund in der Serie ist, wieso er sich die UN vorerst vom Leibe halten kann. Hätte man wunderbar mit dem Holden-Teil dieser Episode verknüpfen können. Holden twittert - in typischer Holden-Art - an Avasarala, dass er nicht sicher ist, ob das Protomolekül beim Kampf mit der Zmeya vernichtet worden ist. Den Generälen bei der UN-Sitzung reicht das als Begründung endlich losschlagen zu dürfen, Delgardo macht seinen Pitch Pallas zu vernichten. Avasarala bekommt Bauschmerzen. Und wenn die Erdstreitkräfte wirklich Pallas vernichten sollten, darf Holden blöd aus der Wäsche glotzen, weil er mal wieder unbedacht seinen Mund aufgemacht hat.

    Btw. auf Reddit hat jemand ein Detail auf dem PDA des neuen UN-Generalsekretärs entdeckt: SPOILERPallas wurde anscheinend schon angegriffen/zerstört und der neue Generalsekretär will sich in seinem Gespräch mit Delgardo nur Gewissheit verschaffen, dass Richtige getan zu haben. Oder es war ein Versehen des VFX-Teams. Der Text liest sich jedenfalls nicht nach Simulation. Ist halt nur die Frage, warum Delgardo davon nichts weiß. bei dem müsste sein Hand Terminal ununterbrochen klingeln, wenn der UN-GS einen Militärschlag befohlen hat.



    Zuletzt geändert von Anvil; 23.01.2021, 18:11.

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  • Hauptmann Fantastisch
    antwortet
    One of them

    Ich weiß schon, dass das alles anders sein mag, wenn man die Bücher kennt. Aber das ist eine Serie, es sollte dann auch als Serie funktionieren. Und deswegen sind das Filler-Episoden, da sie einfach langweilig sind und nix neues bringen. Und das ungeachtet der Tatsache, dass sie im Kontext des Buches Sinn machen. Denn im Buch kann man viele Hintergrundinformationen und Gedankenspiele des Protagonisten reinschreiben, dass es trotzdem nicht langweilig wird, aber das funktioniert so in einer Serie einfach nicht, da ich nicht in den Kopf einer Figur schauen kann. Außerdem, wie schon gesagt: im Buch fängt die Hintergrundgeschichte von Naomi scheinbar erst in dieser Staffel an, in der Serie wissen wir darüber schon Bescheid. Also keine Notwendigkeit, das so auszubreiten.

    Es gibt genug Zeug, das man hätte zeigen können (Chaos auf der Erde und auf dem Mars), aber man tut es nicht. Deswegen finde ich deine 5 Sterne-Bewertung einfach unangebracht, denn für eine Serienfolge gibt es das einfach nicht her, zumindest nicht im Vergleich mit den vielen wunderbaren Folgen von "The Expanse" vor allem in der 1. und 2. Staffel. Und wenn man jeder hübschen Folge mit einigermaßen anständigem Schauspiel die Maximalwertung verpasst, dann wird diese irgendwann entwertet.

    Ich geb noch ein Beispiel: "Harry Potter und der Orden des Phönix" ist ein wunderbares Buch, die Filmumsetzung ist suboptimal (hauptsächlich weil zu kurz, beim dicksten aller Harry Potter-Bücher). Und da kann das Buch noch so gut sein, aber eine schlechte Filmumsetzung ist dann trotzdem schlecht. Denn, hätte ich das Buch nicht gelesen, müsste ich mir beim Film denken "WTF??? Was passiert da gerade?" Denn es wurden so viele wichtige Szenen ausgelassen, dass der Film nicht ganz Sinn macht.

    Hier muss man einfach differenzieren können. Obwohl man als Buchliebhaber die Umsetzung immer besser verstehen wird, muss die Umsetzung im jeweiligen Medium funktionieren. Und diese Folge, und die meisten anderen der 5. Staffel, sind reine Filler, da sie weder neuen Informationsgehalt haben noch die Geschichte substanziell voranbringen. Denn gefühlt hätte man das ganze bis jetzt in 3, vielleicht 4 Folgen unterbringen können.

    Ein Buch über Charakterentwicklung ist etwas anderes als eine Staffel über Charakterentwicklung, da man, wie gesagt, als Leser tendenziell in die Köpfe der Protagonisten hineinschauen kann, als Zuschauer aber nicht. Heißt: viel Screentime, nix dahinter.

    Ich will noch deinen Spoiler beantworten: hätte man diese originale Buchstory umgesetzt, die ich sehr cool finde, hätte es viel mehr Material gegeben, das man zeigen kann. Flottenbewegungen. Politik im Gürtel, Plünderungen, Raumschlachten. Warum tut man das nicht? Ideenlosigkeit? Budget? Die Gründe sind jetzt einerlei, da es jetzt sowieso schon zu spät ist, aber das ist für mich ein Grund mehr, um zu sagen: mehr als 3, höchstens 4 Sterne, hat diese Staffel einfach nicht verdient. Weil sie weder einer Verfilmung gerecht wird, noch das zur Verfügung stehende Material gut umgesetzt wird.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Das hat sie ganz bestimmt getan, es wurde halt einfach nicht gezeigt.
    Aso. Man hat also die Screentime, um Naomi dutzende Male rein- und rausrennen zu lassen und ihre Frustration ausbreiten, aber nicht die Möglichkeit zu zeigen, wie sie mal alle Systeme durchprobiert? Schwach. So denk ich mir "schau mal auf dem Rest des Schiffes nach". Hätte man das gezeigt, könnte ich ihre Lage besser nachfühlen. So denk ich mir eher "Tja...".

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Den Punkt verstehe ich grad nicht wirklich. Tatsächlich bekommt sie doch bisher nur sehr wenig Screentime?
    Dafür, dass sie nichts macht, hat sie seeeeeeehr viel Screentime. Wahrscheinlich stand im Vertrag von Cara Gee drin, dass sie Anrecht auf so und so viel Minuten Bild hat. Anders ergibt das keinen Sinn, denn sie macht, wie gesagt, gar nix, außer rumzujammern und sich auf der Nase rumtrampeln zu lassen - und das auch noch ohne jedes erkennbare Motiv.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Was zum Geier soll eigentlich der deutsche Titel "Kieselstein im Meer" für diese Folge bedeuten?
    Was soll der Titel "Hard vacuum" für diese Folge bedeuten? Der Weltraumspaziergang fand bereits in der letzen Folge statt, und warum in diesem Gang, in den Naomi dauernd hineinläuft, Vakuum herrschen muss, wird auch nicht erklärt. Jedenfalls sieht man in dieser Folge vieles außer einem "harten Vakuum". Jedenfalls nicht mehr, als man in einer Weltraumserie ohnehin schon sieht. Dass das Vakuum für höherentwickeltes biologisches Leben, nun ja, "hart" ist, war mir vorher schon klar.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    Naja, das wäre dann halt einfach ihr Todesurteil.
    Das Schiff ist unter Schub und sie kann es weder steuern noch stoppen. Sie muss ja irgendwie versuchen, auf sich aufmerksam zu machen
    Wenn man Leute mit einer Veränderung der Nachricht auf sich aufmerksam machen kann, dann kann man sie ja gleich gut mit einer Abschaltung der Nachricht auch aufmerksam machen, oder liege ich da falsch? Es ging ja drum, dass sie den Empfängern zeigt: he, auf dem Schiff ist was faul. Warum dann die Sache so kompliziert machen?
    Effektiv ist dieses Rumzupfen an den Drähten einfach nur sinnlos, sorry. Sie hätte das gleiche erreicht, wenn sie den Kasten einfach demoliert hätte, und dann hätte ich mir auch nicht dieses nervige Rein-Rauslaufen geben müssen. Warum wäre die Veränderung dann "ihr Todesurteil"? Auch so ist diese Frau durch die Veränderung der Nachricht auf Drummers Schiff auf sie aufmerksam gemacht worden. Wo siehst du das Todesurteil beim Abschalten der Nachricht?
    Zuletzt geändert von Hauptmann Fantastisch; 22.01.2021, 23:18.

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  • Admiral Ahmose
    antwortet
    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    ... Den Punkt verstehe ich grad nicht wirklich. Tatsächlich bekommt sie doch bisher nur sehr wenig Screentime? ...
    Na ja, sie war bisher in 5 von 8 Episoden dabei. Das ist meiner Meinung nach nicht wenig. Und es wäre ja auch ok, wenn sie sich wenigstens wie Drummer verhalten würde.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    ... Da stimme ich Dir zu, das wird zuwenig gut dargestellt. Das hätte aber bedeutet, dass man noch mehr Stränge aufmacht um die Reaktionen der einzelnen Fraktionen zu zeigen. Ich denke, das werden wir in der nächsten Staffel dann mehr zu sehen bekommen.
    Man muss da ja nicht unbedingt neue Handlungsstränge aufmachen. Es würde ja schon reichen, wenn z.B. Monica alles für eine Sendung (und damit auch für den Zuschauer) zusammenfasst. Vielleicht noch mit ein bisschen Videomaterial. Zudem könnten bei den Lagebesprechungen der UN auch mal die Botschafter von Luna und Mars zu Wort kommen.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    ... Etwas was in der Serie imho ebenfalls zuwenig gut gezeigt wird, ist wie Inaros sich die UN - zumindest vorläufig - vom Leibe hält. Etwas Buch-Hintergrund dazu, ohne allzuviel zu spoilern:
    Danke für die Info. Dann verstehe ich aber nicht warum man das in der Serie anders macht.

    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
    ... Was zum Geier soll eigentlich der deutsche Titel "Kieselstein im Meer" für diese Folge bedeuten?
    Ein Kieselstein ist winzig, aber die Wellen die er schlägt, wenn er ins Meer fällt, werden den ganzen Ozean durchqueren.

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  • One of them
    antwortet
    Zitat von Hauptmann Fantastisch Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass sie nicht auf dem ganzen Schiff nachgsehen hat, was noch funktionier
    Das hat sie ganz bestimmt getan, es wurde halt einfach nicht gezeigt.

    warum muss man es ihr so schwer machen? [...] Sie hätte dann ja einfach die Nachricht abschalten können und das wars.
    Naja, das wäre dann halt einfach ihr Todesurteil.
    Das Schiff ist unter Schub und sie kann es weder steuern noch stoppen. Sie muss ja irgendwie versuchen, auf sich aufmerksam zu machen.

    Irgendwo im Mittleren Westen - aber gefühlt ist die halbe USA zu Schrott gebombt worden.
    Ich weiss nicht so ganz, wie Du auf mittlerer Westen kommst?
    Der Einschlag in den USA war in der Region Philadelphia, also Ostküste. Recht nahe bei Baltimore. Das wird sowohl gezeigt wie auch gesagt.


    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nun auch nicht warum die Figur Drummer so viel Screentime bekommt. Sie kann ja gerne mitspielen. Aber so oft und so viel?
    Den Punkt verstehe ich grad nicht wirklich. Tatsächlich bekommt sie doch bisher nur sehr wenig Screentime?

    Aber im Rahmen der Serie wirkt die Free Navy sehr klein. Inaros kann sicher nicht jede Station und jeden Hafen überwachen. Zudem ist sein Sturz bei so vielen Feinden eigentlich nur eine Frage der Zeit. Daher wirkt es ein wenig befremdlich, das der Anschluss an Inaros "alternativlos" sein soll. Die Serie erweckt nicht den Anschein das dies zwangsläufig so ist.
    Da stimme ich Dir zu, das wird zuwenig gut dargestellt. Das hätte aber bedeutet, dass man noch mehr Stränge aufmacht um die Reaktionen der einzelnen Fraktionen zu zeigen. Ich denke, das werden wir in der nächsten Staffel dann mehr zu sehen bekommen.

    Etwas was in der Serie imho ebenfalls zuwenig gut gezeigt wird, ist wie Inaros sich die UN - zumindest vorläufig - vom Leibe hält. Etwas Buch-Hintergrund dazu, ohne allzuviel zu spoilern:

    SPOILERIm Buch hat Marco bedeutend mehr Asteroiden auf die Reise geschickt. Viele auch mit längeren Laufzeiten. Die treffen dann über Monate verteilt noch ein und keiner weiss, wieviele noch unterwegs sind. Dies führt dazu, dass die UN sämtliche Schiffe aus dem ganzen System abzieht und um die Erde verteilt, um die weiteren Felsen abzuwehren (diese Watchtowers die die Felsen erkennen können, gibt es da nicht). In der Serie hat man das dadurch ersetzt, dass Inaros mit dem Einsatz des Protomoleküls droht.
    Dadurch hat Marco für lange Zeit Ruhe, seine Free Navy zu etablieren und bei den verschiedenen Fraktionen und Stationen durchzusetzen. Die Erde hat so gut wie keinen Machteinfluss mehr über den Gürtel und die Free Navy hat für Monate weitgehend freie Hand jenseits der inneren Planeten. Durch Plünderung von Kolonieschiffen und der Verteilung der Beute an die Gürtel-Stationen sichert man sich nach und nach die Unterstützung der Gürtler. Eigentlich das, was Drummers Crew in dieser Folge macht, ausser dass es hier kein Kolonieschiff war, das geplündert wurde.

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  • One of them
    antwortet
    Ich kann mich dem allgemeinen Unmut hier nicht so ganz anschliessen.
    Und ich glaube das Problem liegt hier an teilweise falschen Erwartungen. Und vielleicht auch ein Stück weit an der wöchentlichen Ausstrahlung.

    Ich hatte zwar ebenfalls erwartet, dass in dieser Folge das Tempo etwas angezogen wird. Aber letztlich bleibt der Unterhaltungswert sehr hoch, und das zählt für mich mehr als erzwungene Action. Dies war eine Top-Charakterfolge. Ich kann hier nur wiederholen, dass es bei The Expanse keine "Filler-Episoden" gibt. Alles ist immer Teil der grösseren Story und entsprechend auch von Bedeutung. Was es geben mag, sind verschiedene Erwartungen. Und die mögen dazu führen, dass manche Zuschauer Episoden wie diese hier dann als "Filler" empfinden.
    Ich kann schon verstehen, dass das einigen zuviel "Charaktergedöns" wird. Aber Buch 5 ist eine sehr charakterlastige Story, bei der nur zwischendurch ein paar heftige Dinge geschehen, und entsprechend hat die Staffel auch viele charakterlastige Folgen.
    M.M.n. ist das Acting (und das Casting) in dieser Staffel grösstenteils auf einem Top Level angekommen ist. Dominique Tippers Darstellung von Naomi in dieser Episode war 1A. Manche mögen es als langweilig empfinden, ihrem inneren Überlebenskampf zuzusehen, und ja, man hätte da wohl auch an einigen Stellen etwas kürzen können, aber der Moment, wo dann am Ende ihr Vorgehen Sinn ergibt und sich ihr modifizierter Funkspruch dann im Abspann ständig wiederholt hatte absoluten Gänsehaut-Charakter. Grosses Storytelling imho, und auch wenn scheinbar wenig geschieht, war dies eine der intensivsten und emotionalsten Folgen bisher.

    Es ist (und war) bei The Expanse noch nie so, dass der Zuschauer mehr weiss als die Protagonisten, oder zumindest höchst selten. Dies ist auch jetzt so. Amos und Clarissa wissen nicht, wie schlimm es wirklich ist, sie haben keine weiteren Informationen als diejenigen, die auch dem Zuschauer gezeigt werden:
    Weitflächige Verwüstungen der Landschaft. Keinerlei Sonnenschein mehr seit den Einschlägen, die Sonne wird für den Mond gehalten, das Klima kühlt ab. Verlassene Gebäude, zurückgelassene Tote, Baltimore zerstört und unter Wasser. Die beiden bewegen sich aus verständlichen Gründen abseits allfälliger Flüchtlichsströme und sind von weiteren Informationen abgeschnitten. Wir sehen die Erde und deren Zustand aus ihren Augen.

    Ich denke das ist durchaus so beabsichtigt. Die Show folgt damit weitgehend dem Buch, auch dort wird das Ausmass der Katastrophe erst mit der Zeit fassbar. Das mag nun wiederum nicht jedem gefallen. Ich selbst bin da auch etwas zwiegespalten. Ich finde, man hätte zwischendurch mal wieder Ausschnitte aus einem aktuellen News-Feed bei Avasarala zeigen können, damit das Ausmass etwas greifbarer wird. Im Allgemeinen bin ich aber nach wie vor sehr zufrieden mit dieser Staffel. Ein abschliessendes Urteil wird man sich erst nach Ende der Staffel, oder, da es sich hier wiederum um 2 zusammenhängende Bücher handelt, sogar erst nach der nächsten und (vorerst) letzten Staffel bilden können. Aber auch das ist nichts Neues bei The Expanse. Staffel 1 und 2 hatten beide kein Staffelfinale in der Art wie man es von anderen Serien gewohnt ist, Staffel 4 auch nur so halbwegs, eigentlich hatte nur Staffel 3 einen "echten" Abschluss mit Höhepunkt. The Expanse ist eine grosse Story, nicht eine pro Staffel.

    Etwas was ich zunehmend als störend empfinde ist allerdings die wöchentliche Veröffentlichung. Naren Shankar hatte schon recht, als er vor Staffel 4 sagte, dies wäre eine Show zum binchen. Ich persönlich hätte mir ein Zwischending gewünscht, ähnlich wie bei "Raised by Wolfes", also 2-3 Episoden pro Woche. Ich sehe durchaus die Vorteile darin, nicht alles auf einmal zu veröffentlichen, aber 40 min Story pro Woche sind mir dann halt doch zuwenig Inhalt.
    Dazu kommt, dass gerade bei dieser Staffel durch die vielen verschiedenen Handlungsorte - alle Hauptfiguren sind ja im System verteilt - nur wenig Zeit für jeden einzelnen Strang pro Episode bleibt. Dadurch verstärkt sich das Gefühl, dass im Allgemeinen wenig pro Folge geschieht. Ich habe letztens die Folgen 5 + 6 nacheinander nochmals geschaut und das fühlte sich bedeutend besser an, da dann einfach mehr Story auf's Mal anfällt. Ich freue mich daher auch schon auf einen kompletten Rewatch der ganzen Staffel, nachdem sie zu Ende ist.

    Ich glaube, es liegt wie schon erwähnt zu einem grossen Teil an den eigenen Erwartungen, dass einige mit dieser Staffel bisher sehr zufrieden sind während andere sie als teilweise langweilig empfinden. Auf Reddit ist das ebenfalls zu beobachten, wobei grösstenteils die Buchkenner generell recht zufrieden zu sein scheinen, und die Show-onlys teilweise eher weniger. Es gibt da gerade einen aktuellen Thread zu genau diesem Thema, in welchem sich auch Daniel Abraham (einer der Buch- und Serienautoren) zu Wort gemeldet hat. Ich zitiere hier mal einen Ausschnitt aus seinem Statement:

    Zitat von Daniel Abraham
    A lot of the experience of art is brought by the audience, and for folks who thought The Expanse is about Cool Alien Shit, I can totally see why a season about the political, cultural, and personal damage that comes from sudden, transformative change reads like "filler". It's not the story they imagined we would be telling.

    For me, season 5 is the most profoundly personal arc we've told -- especially for Naomi, Amos, and Drummer, but there are some points in the Holden story that I think are critical in his long story. Yes, after spending a whole season on the alien planets and protomolecule tech and Cool Alien Shit, we shifted gears. We'll shift gears again after this. It's kind of what we do.

    And we will disappoint some people, delight some other folks, and tell the story we see as most interesting in hopes that other people will too. The danger, of course, is that we start taking the vast (and often mutually exclusive) range of audience expectations as a guidebook for what we're "supposed" to do. That's not how this works.
    Für mich ist die 5. Staffel nach wie vor auf dem Weg zur besten Staffel bisher. Für diese Folge hatte ich zwar auch etwas mehr erwartet, aber die Episode bekommt von mir - auch dank einem Bonus für Dominiques Leistung - trotzdem noch gute 5 Sterne.


    Ahja, noch was zum Mars-Verschwörungs-Plot: Der läuft im Hintergrund schon weiter und es gibt eine Menge versteckter Hinweise darauf. Die sind für Buchkenner wohl etwas leichter zu finden, aber sie sind da. Und ich glaube, auch das ist genau so gewollt. Einfach abwarten...

    Was zum Geier soll eigentlich der deutsche Titel "Kieselstein im Meer" für diese Folge bedeuten?


    "This is Naomi Nagata… Tell James Holden, I'm in… control."

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  • RealDreadnought
    antwortet
    Alles in allem eine sehr gute Folge - nur leider vor dem Hintergrund, dass wir nur noch 2 Folgen bekommen und eine abschließende Staffel kommt.
    Daher kann ich das "Genörgle" über das Character-Develpoment verstehen.

    Dennoch bin ich Folge für Folge weiterhin dankbar, dass wir das alles noch schauen dürfen.

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  • Admiral Ahmose
    antwortet
    Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
    ... Character Deep Dive ist hier als relativ zu verstehen. Die Bücher werden in der Regel aus der Perspektive von ca. 2 bis 4 Figuren erzählt. Wer diese Figuren sind, wechselt pro Band. Im ersten Buch sind das bspw. nur Holden und Miller, im 2. Band dann Holden, Avasarala, Bobbie und Prax. Die Crewmitglieder der Roci abseits Holden bekommen aber erst im 5. Buch ihre eigenen "Point of View"-Kapitel und werden erst ab da an stärker charakterisiert und die Roci-Truppe ab da mehr zum Ensemble statt der bisherigen One-Man-Show von Holden. In der Serie hat man sich aber bereits von Anfang an entschieden, diese Figuren gleichrangiger zu behandeln, auch wenn Holden freilich der Protagonist bleibt. So wurden bereits seit der ersten Staffel von den Serienschreiber Brotkrumen über die Vergangenheit einer jeden Figur ausgelegt. Das bedeutet aber auch, dass wir vor dem Start der 5. Staffel mehr über diese Figuren wissen, als das in der Vorlage an dieser Stelle der Fall ist, was dann deren Storys ein Stück weniger überraschend und im Kontext der Serie vielleicht auch weniger notwendig macht. ...
    Danke für die Infos. Ich kenne die Bücher ehrlich gesagt nicht. Für die 5. Staffel ist es meiner Meinung nach suboptimal das teilweise praktisch wiederholt wird, was man sowieso schon weiß. Alex blitzt bei seiner Familie ab. Amos' Kindheit war hart. Bobbie hat ihren Beruf verfehlt (Marine statt Geheimagentin). Das alles ist ja nicht neu. Über Lydia und Erich erfahren wir nicht viel. Statt der Drummer-Crew ständig beim Palaver zuzusehen hätte man uns auch mehr von Lydia und Erich zeigen können. Oder von den Ereignissen auf dem Mars. Oder das Alex noch einen Versuch startet sich mit seiner Familie zu versöhnen (also einen ernsthaften Versuch, nicht dieses Alibi-klingeln und dann ab in die Kneipe).

    Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
    ... Drummer ist sowieso ein Amalgam verschiedenster Buchcharaktere, damit man die Darstellerin weiter beschäftigen kann. Und ja, die Autoren müssen aufpassen, dass man das als Zuschauer nicht merkt, d.h. die Figur konsistent bleibt. Im Netz gab es bereits zum Start der 5. Staffel Stimmen, die nicht mit der Richtung, die Drummer eingeschlagen hat, Stichwort Piraterie, einverstanden waren. Drummer übernimmt hier den Part einer anderen Figur, die sich der Piraterie zugewandt hat und Marcos Linie mehr oder weniger freiwillig mitfährt. Das beißt sich etwas mit der Drummer wie wir sie kennen. Die Serienschreiber haben das versucht so zu drehen, dass sie Schuldgefühle hat, weil sie sich in der 4. Staffel falsch entschieden und Marco laufen lassen hat, was ihr guter Freund Ashford dann mit seinem Leben bezahlen musste. Aber dann hat Marco das Unmögliche getan, einen Angriff auf den Heimatplaneten der Unterjocher des Gürtels erfolgreich durchgeführt und sich zum König der Gürtler erklärt. Ihn jetzt abzuknallen würde ihn nur zum Märtyrer machen. Und wenn sie sein Angebot nicht angenommen hätte, dann wäre der gesamte Gürtel gegen Drummer und ihre "Familie" gewesen. D.h. auch, dass sie nirgendwo einen sicheren Hafen anfliegen würden können. Trotzdem zerrt ihre erzwungene Tatenlosigkeit an den Nerven so mancher Zuschauer, vor allem wenn auch bei den anderen Handlungssträngen sehr wenig Vorwärtsimpulse zu spüren sind.
    Das ist ja verständlich. Ich finde es auch gut, das die Serie Gürtler zeigt, die gesetzlos sind. Aber trotzdem nicht automatisch auf Inaros' Seite stehen. Aber im Rahmen der Serie wirkt die Free Navy sehr klein. Inaros kann sicher nicht jede Station und jeden Hafen überwachen. Zudem ist sein Sturz bei so vielen Feinden eigentlich nur eine Frage der Zeit. Daher wirkt es ein wenig befremdlich, das der Anschluss an Inaros "alternativlos" sein soll. Die Serie erweckt nicht den Anschein das dies zwangsläufig so ist.

    Ich verstehe nun auch nicht warum die Figur Drummer so viel Screentime bekommt. Sie kann ja gerne mitspielen. Aber so oft und so viel? Ihre Rolle gibt das kaum her. Hier hätte man durchaus kürzen können. Und dann würde ihr Verhalten auch nicht so deplaziert und seltsam wirken.

    Zitat von Hauptmann Fantastisch Beitrag anzeigen
    Mir fällt grad ein: gab es nicht im marsianischen Parlament eine Explosion? Also im Kongress der Kongressrepublik? Davon hat man einmal kurz einen Nebensatz gehört und dann nie mehr was. Kann ja sein, dass das nicht für die Story wichtig ist, aber 1,2 Infos darüber? Eine Einstellung von einem rauchenden marsianischen Parlament? Gar nichts?
    Der Angriff war Teil von Inaros' Terrorangriffen gegen Erde, Mars und Tycho. Dahinter steckt auch noch mehr, siehe marsianische Verschwörung. Es ist schon etwas schade, das dieser Storystrang ein bisschen hinten runtergefallen ist.

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  • Hauptmann Fantastisch
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Was ist eigentlich mit der Verschwörung auf dem Mars? Kommt da nochmal was?
    Mir fällt grad ein: gab es nicht im marsianischen Parlament eine Explosion? Also im Kongress der Kongressrepublik? Davon hat man einmal kurz einen Nebensatz gehört und dann nie mehr was. Kann ja sein, dass das nicht für die Story wichtig ist, aber 1,2 Infos darüber? Eine Einstellung von einem rauchenden marsianischen Parlament? Gar nichts?

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  • SF-Junky
    antwortet
    Bin langsam auch nicht nur gefrustet sondern auch etwas angefressen ob der Langsamkeit. Charaktergedöns ist ja ganz nett, aber irgendwann muss auch die Story mal weitergehen. Und was neues haben wir jetzt über Naomi auch nicht erfahren.

    Warum Holden/Rocinante und Alex/Bobbie überhaupt Screentime haben, weiß man nicht so recht. Dito Amos/Peaches

    In Sachen Politik passiert wenigstens auf der Erde ein klein wenig was. Der neue GC scheint doch nicht so schlumpfig zu sein wie ich zuerst dachte. Könnte noch interessant werden mit ihm - wenn denn irgendwann auch mal wieder was passiert.

    Was ist eigentlich mit der Verschwörung auf dem Mars? Kommt da nochmal was?

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  • Hauptmann Fantastisch
    antwortet
    Zitat von AnaDunari Beitrag anzeigen
    Die Frage ist wirklich, ob das auch so aufgefallen wäre, wenn alle Folgen auf einmal zur Verfügung gestanden wären.
    Wahrscheinlich weniger, aber doch. Ich hätt' die Staffel wahrscheinlich in einem Rutsch durchgemacht, und mir am Ende gedacht "was ist jetzt eigentlich großartiges passiert"?

    Außerdem merk' ich beim Serienschauen immer, dass mich eine an sich tolle Serie langweilt, wenn ich unbewusst zum Handy greife. Beim "Mandalorianer" gab's auch nur eine Folge pro Woche, aber da hab ich nie im Entferntesten daran gedacht, mich vom Bildschirm abzuwenden.

    Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
    Trotzdem zerrt ihre erzwungene Tatenlosigkeit an den Nerven so mancher Zuschauer, vor allem wenn auch bei den anderen Handlungssträngen sehr wenig Vorwärtsimpulse zu spüren sind.
    Ich hoff ja, dass sie explodiert. Schauen wir mal, was Folge 9 und 10 bringen.

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  • AnaDunari
    antwortet
    Also das war jetzt die erste Folge von Season 5, die auch ich als zu zäh und langatmig empfunden habe. Die ganze Staffel hindurch kommen durch die vielen verschiedenen Schauplätze irgendwie (fast) alle zu kurz, einzig Naomi wird wirklich viiiiiieeeeel Zeit eingeräumt.

    Die Frage ist wirklich, ob das auch so aufgefallen wäre, wenn alle Folgen auf einmal zur Verfügung gestanden wären.

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  • Anvil
    antwortet
    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen

    Das funktioniert aktuell in der Serie meiner Meinung nur bei Naomi und vielleicht noch bei Amos. Die anderen Figuren haben nicht viel an Tiefe gewonnen. Was genau zum Beispiel Bobby motiviert ist mir nicht ganz klar geworden (mal Abseits der Tatsache das sie zu den "Guten" gehört). Und auch Alex bleibt blass. Bei Holden ist es noch schlimmer. Ich habe so den Eindruck das Bull und Monica ohne Holden schon weiter wären.
    Character Deep Dive ist hier als relativ zu verstehen. Die Bücher werden in der Regel aus der Perspektive von ca. 2 bis 4 Figuren erzählt. Wer diese Figuren sind, wechselt pro Band. Im ersten Buch sind das bspw. nur Holden und Miller, im 2. Band dann Holden, Avasarala, Bobbie und Prax. Die Crewmitglieder der Roci abseits Holden bekommen aber erst im 5. Buch ihre eigenen "Point of View"-Kapitel und werden erst ab da an stärker charakterisiert und die Roci-Truppe ab da mehr zum Ensemble statt der bisherigen One-Man-Show von Holden. In der Serie hat man sich aber bereits von Anfang an entschieden, diese Figuren gleichrangiger zu behandeln, auch wenn Holden freilich der Protagonist bleibt. So wurden bereits seit der ersten Staffel von den Serienschreiber Brotkrumen über die Vergangenheit einer jeden Figur ausgelegt. Das bedeutet aber auch, dass wir vor dem Start der 5. Staffel mehr über diese Figuren wissen, als das in der Vorlage an dieser Stelle der Fall ist, was dann deren Storys ein Stück weniger überraschend und im Kontext der Serie vielleicht auch weniger notwendig macht.

    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
    Und dann noch Drummer. Da müssen die Macher aufpassen das sie Drummer nicht zur Witzfigur machen. Ashford ist tot... und Drummer schießt keinen nieder. Naomi ist vermeindlich tot... und... Drummer macht nix. Also sorry, aber das ist doch nicht die Drummer aus den bisherigen Staffeln. Dann auch noch diese ständigen Diskussionen das der Anschluss an Inaros "alternativlos" sei. Was für ein Unsinn. Die könnten sich irgendwo verstecken. Was will Inaros denn machen? Das Sonnensystem nach drei altersschwachen Schrottschiffen absuchen, während ihm die Flotten von Erde und Mars am Hintern kleben?
    Drummer ist sowieso ein Amalgam verschiedenster Buchcharaktere, damit man die Darstellerin weiter beschäftigen kann. Und ja, die Autoren müssen aufpassen, dass man das als Zuschauer nicht merkt, d.h. die Figur konsistent bleibt. Im Netz gab es bereits zum Start der 5. Staffel Stimmen, die nicht mit der Richtung, die Drummer eingeschlagen hat, Stichwort Piraterie, einverstanden waren. Drummer übernimmt hier den Part einer anderen Figur, die sich der Piraterie zugewandt hat und Marcos Linie mehr oder weniger freiwillig mitfährt. Das beißt sich etwas mit der Drummer wie wir sie kennen. Die Serienschreiber haben das versucht so zu drehen, dass sie Schuldgefühle hat, weil sie sich in der 4. Staffel falsch entschieden und Marco laufen lassen hat, was ihr guter Freund Ashford dann mit seinem Leben bezahlen musste. Aber dann hat Marco das Unmögliche getan, einen Angriff auf den Heimatplaneten der Unterjocher des Gürtels erfolgreich durchgeführt und sich zum König der Gürtler erklärt. Ihn jetzt abzuknallen würde ihn nur zum Märtyrer machen. Und wenn sie sein Angebot nicht angenommen hätte, dann wäre der gesamte Gürtel gegen Drummer und ihre "Familie" gewesen. D.h. auch, dass sie nirgendwo einen sicheren Hafen anfliegen würden können. Trotzdem zerrt ihre erzwungene Tatenlosigkeit an den Nerven so mancher Zuschauer, vor allem wenn auch bei den anderen Handlungssträngen sehr wenig Vorwärtsimpulse zu spüren sind.
    Zuletzt geändert von Anvil; 21.01.2021, 13:56.

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