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Hannibal

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  • Hannibal

    hannibal ist wohl einer der umstrittensten filme unserer tage. allerdings verstehe ich nicht ganz warum.
    ich hab ihn mir angeguckt und so brutal ist er gar nicht.
    ganz im gegenteil- ich fand ihn richtig gut!
    möchte mal eure meinung hören!
    Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
    - Konrad Adenauer
    Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

  • #2
    :sp:

    So brutal, wie angekündigt bzw. nach all den Artikeln und Infos zu vermuten war, ist er in der Tat nicht.
    Aber gut IMHO auch nicht. Gegen "Das Schweigen der Lämmer" ist der 2. (bzw. 3.) Film eine herbe Enttäuschung. Das Buch wurde um die Anteile zurechtgestutzt, die das Flair von "Schweigen der Lämmer" ausgemacht haben. Weiterhin kommt Hannibal in diesem Streifen nicht mehr als "Monster" daher, sondern eher als Rentner, der eigentlich seine Ruhe haben will, dann aber wieder von seinen bösen Häschern gejagt wird.
    Gut fand ich die Szenen in Florenz - die waren sowohl gut gespielt (Hannibal und italienischer Polizist), als auch grandios gefilmt (Kamera).
    Aber alle anderen Szenen des Films (Sterling sitzt die meiste Zeit des Films im FBI-Keller rum...) fand ich nicht so berauschend - hinzukommt, daß Juliane Moore IMHO absolut kein Ersatz für J. Foster ist, mich konnte sie in ihrer Rolle nicht überzeugen.
    Und wieso dieser Millionär einfach eine Hetzjagd veranstalten, sich über alle Gesetze hinwegsetzen und dann auch noch FBI-Agenten nach seiner Pfeife tanzen lassen kann, wird IMHO auch nur wenig überzeugend geklärt.

    Hannibal selbst ist auch nur noch ein Schatten seiner Selbst ("Schweigen der Lämmer") - er kommt mir fast wie eine Art "Knuddel"-Schwerverbrecher vor - eben weil seine Gegner ja noch viel mehr Dreck am Stecken haben!

    Also: Bis auf die (wirklich guten) Florenz-Szenen bleibt der Film weit hinter meinen Erwartungen zurück und rechtfertigt keinesfalls das große Aufsehen, das er erregt hat. "Hannibal" ist - anders als sein Vorgänger - über weite Strecken ein Hollywood-Mainstream-Produkt geworden, dem viel von der Faszination von "Scheigen der Lämmer" abgeht. Übrig bleibt ein ganz guter, aber keineswegs herausragender "Massenmörderfilm", der ohne den Namen "Hannibal" kein besonderes Aufsehen erregt hätte...

    Data

    P.S.: Das Ende ist übrigens völlig anders als im Buch, so daß man annehmen darf, daß uns noch ein 3. Teil bevorsteht...

    2. P.S.: tata...
    "Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert...."

    "Das X markiert den Punkt...!"

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    • #3
      Völlig anders? Dann hast du das falsche Buch gelesen...
      Mr. Harris ist da sehr geschäftstüchtig. Neben dem Buch, das als Vorlage zum Film dient ("Hannibal") , gibt es auch das Buch zum Film ("Hannibal"). Letzteres hat dann das "passende" Ende...

      Hat mich ein wenig verwirrt, als ich mir das Buch Hannibal kaufen wollte letzte Woche.

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      • #4
        STOP!
        es gibt da zwei versionen von dem buch?
        oh mann, ich wollte mir das auch kaufen, in der hoffnung, dass da die beziehung zwischen clarice und hannibal etwas besser rausgearbeitet wird.
        ich wollte mir das hardcover kaufen, darf ich wenigstens da von dem richtigen ende ausgehen?
        ist es ein dramatisches ende? weicht es sehr von dem film ab?
        data, verrate doch mal ein paar spoiler!
        auf jeden fall finde ich die beziehung zwischen h/c ziemlich faszinierend! und so schlecht fand ich j. moore gar nicht. natürlich reicht sie nicht ans original ran, aber wenn jodie foster nicht wollte- vielleicht will sie ja im 3ten teil.
        mir hat der film gefallen.
        hier das typische syndrom, dass auch bei alien die runde macht: erster teil gruselig, man sieht das monster kaum, zweiter teil: monster im übermaß
        Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
        - Konrad Adenauer
        Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

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        • #5
          Originally posted by B'Elanna Paris
          so brutal ist er gar nicht.
          ganz im gegenteil- ich fand ihn richtig gut!
          Häh? Irgendwie hört sich das komisch an...hast du etwa einen Hass gegen Brutalo-Filme!?

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          • #6
            ich? nein, nicht wirklich...
            im grunde bevorzuge ich actionfilme, thriller, horrorfilme oder teilweise historienschinken
            aber was ich wirklich schrecklich finde sind komödien! und schnulzige liebes filme!
            ich mag die mischung: horror+liebe=hannibal
            action+humor=lethal weapon
            und ich mag tragische liebesfilme, aber nicht titanic!
            ganz schön wählerisch!
            Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
            - Konrad Adenauer
            Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

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            • #7
              So, ich komme grade aus dem Kiino meines Vertrauens und ich bin von Hannibal irgendwie enttäuscht. Nein, er war nicht schlecht, der Film, aber er war... hmmm... schwer zu sagen, er ist an den hohen Ansprüchen gescheitert. Er ist mittelmässig, der Film, aber das reicht einfach nicht in diesem Fall.

              Das beginnt schon mit den Schauspielern . In diesem Film gibt es zwei davon: Anthony Hopkins und die anderen. Beginnen wir mit dem anderen... der Typ der den Pazzi gespielt hat. Lief den halben Film mit nur einem Gesichtsausdruck rum und dann in seiner Todesszene, da wirkte er zu überdreht. Das liegt aber weniger am Schauspieler als mehr an der mies charakterisierten Rolle.
              Oder Gary Oldman, einer der besten Akteure die Hollywood zu bieten hat, der hat nicht wirklich geschauspielert. Er hat diese tolle, ekelhafte Maske und darauf hat er sich zu stark verlassen. Aber das ist meistens so. Da kam zu wenig rüber.
              Mrs. Moore hingegen stand von Beginn an auf verlorenem Posten, muss sie doch den Vergleich mit Jodi Foster ertragen. Und tut mir leid: Daumen runter. Irgendwie schafft sie es nicht diese unterkühlte aber immens tiefe Beziehung von Clarice zum Doc rüber zu bringen. Stand damit auf verlorenem Posten, denn dadurch ging einer der stärksten Aspekte aus Teil 1 hier baden. Zudem wurde spätestens mit der Jogging-Szene der Vergleich geradezu aufgedrängt.
              Und Ray Liotta schafft es den ganzen Film über, bis hin zu seinem Ableben farblos zu bleiben wie eine Fensterscheibe. Dem ganzen Charakter fehlt hier die Kontur.
              Dann wäre da der andere, Mr. Hopkins. Hopkins variiert hier seine Rolle von Hannibal und das ist auch gut. Der seit Jahren in Freiheit lebende Lecter ist ein anderer als der Gefangene aus Teil 1. Er wirkt gar nicht mehr so böse, an die Stelle der Bösartigkeit aus Teil 1 ist Ironie getreten. Hopkins spielt den Lecter mit soviel Selbstironie, dass es ein Spass ist ihm zu zusejen (auch wenn es Stellenweise übertrieben wird). Sein Gestus, seine Mimik, sein Gebaren wenn er jemanden tötet, dass ist alles so herrlich überzogen, dass es schon wieder ganz besonders wirkt.

              Zum Film selber: ja, er sit schlechter als Teil 1, aber er ist auch anders. Er geht in eine andere Richtung, während Teil 1 shr genaus das Spiel Clarice - Lecter/Lecter - Claric fokussierte ist dies hier anders. Weniger Psychologie, mehr Action.
              Die musikalische Untermalung war toll, vorallem das ruhige Klaviermotiv für Hannibal wusste zu gefallen. Die Kamera war akzeptabel, aber nicht spektakulär, da hat man besseres gesehen. Dafür waren die Kulissen in Florenz sehr schln, auh die Ausleuchtung hier hat mir echt gefallen. Wirkte alles sehr stimmig... dafür wirkten dann die Szenen in den USA zu normal.

              Die Handlung war recht flott, auch wenn es hin und wieder ein wenig langatmig wirkte (wobei Pazzi einfach schlecht charekterisiert wirkte. Wenn Dummheit und Klischeehaftigkeit weh täten...) und der Spannungsbogen war akzeptabel. Das Aufeinandertreffen Hannibal - Verger da hätte man soviel rausholen können und was ist. Kaum 20 Sekunden... kein Minenspiel von Oldman gegen Hopkins (aber da hätte sich Oldman eh nur auf seine Maske verlassen). Kein Showdown der zwei Hollywood Psyhos überhaupt (okay, neben Walken und Nicholsen). Zwanzig lahme Sekunden in denen nichts rüberkommt und die nur zeigen wie ärmlich Oldmans Rolle doch war.
              Das Finale war ganz nett, da man hier wieder auf das Verhalten von Lecter und Starling einging, allerdings leidet es doch gewaltig daran, dass sich einem der Vergelich mit Foster wieder aufdrängt und Moore in diesem Film leider eine Klasse schlechter spielt.

              Die Gewalt: nein, so arg war es nicht, bis auf das Finale. Aber auch hier muss ich krtteln. Die Gewalt war eigentlich gut dosiert, aber hin und wieder hätte man sich das Close-Up (geöffneter Hals) sparen können. Dadurch wurde die Gewalt zum Selbstzweck.
              Die Hirnszene am Ende entgeht dem Selbstzweck nur weil sie eben durch die "Morphium-Kamera" und das Gala Dinner so bizarr wirkte.

              Fazit: Ein netter Film, den ich sogar empfehelen würde hätte es Teil 1 nie gegeben. So scheitert er unweigerlich daran, dass er eben nur einer dieser "Ex- und Hopp"-Filme ist. Popcorn Kino ohne Szenen die einem so stark im Gedächtnis bleiben werden wie die aus dem ersten Teil(man denke an das erste Treffen Starling - Lecter). Tja, Schade drum.

              P.S: Die Anspielungen auf Aligheris "Inferno" haben mir gut gefallen

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              • #8
                ehrlich gesagt frag ich mich, was alle an julianne moore rumzumäkeln haben.
                natürlich, der vergleich foster/moore ist unausweichlich.
                aber: war clarice in sdl nicht eine ganz andere person? es sind sieben jahre vergangen. ich kann nicht behaupten, dass ich mich in sieben jahren nicht verändert habe.
                sie hat nicht diese kühlheit-ja.
                finde ich aber auch gut so, denn so wurde die beziehung lecter/starling deutlicher.
                im ersten teil dachte ich wirklich, die zwei hassen sich, bzw lecter spielt mit ihr.
                im zweiten teil, da kommt liebe rüber, so sehe ich das auf jeden fall.
                ich würde den film gerne nochmal sehen.
                nur ist mir jetzt jodie foster zutiefst unsympathisch.
                ich hab zig gerüchte gehört, warum sie die rolle nicht wollte. irgendwie zeugen alle von einem schlechten charakter.
                zuwenig gage, keine lust, etc
                sorry miss foster, das ist arg egoistisch und dient ihrer popularität nicht.
                mit ihr wäre der film kühler geworden.
                Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
                - Konrad Adenauer
                Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

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                • #9
                  Der Film ist auch bei mir durchgefallen (bin im Kino eingeschlafen - echt!), da IMHO der größte Fehler ist, dass man sich nicht zwischen brutaler Metzelei und anspruchsvoller Charkterstudie entscheiden konnte. Da ist dann auch das rein formale egal, z.B. die geniale Kameraführung oder die Kulissen!

                  Die skurillen Teile fand ich aber schon recht witzig, z.B. die Idee mit dem Gehirn oder den Wildschweinen. Insgesamt aber wie gesagt weit hinter "Das Schweigen der Lämmer"!
                  Recht darf nie Unrecht weichen.

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                  • #10
                    Ich schließe mich der Meinung von Nabo an! Ich habe mir den Film in der Hoffnung angesehen, juchhu der könnte was sein. Überall in den Zeitschriften stand, sehr brutal verdammt umstritten und so.
                    Da habe ich mich richtig gefreut. Meine Freunde und ich sind also ins Kino gegangen und haben uns den Film angesehen und ich muß sagen ich war bitterböse enttäuscht. Alles was in den Zeitschriften und Vorankündigungen stand: Super brutal etc.pp. also ich fande es nicht.
                    Der erste Teil war immer noch der beste. Und ich wette die werden einen dritten Teil rausbringen, wenn das zutreffen sollte, oje, ich ahne nichts gutes!
                    Primäres Attribut von Unimatrix 359,
                    Standort: Taktischer Kubus 481, Raumgitter 6267.

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                    • #11
                      Ich fand den Film nicht so schlecht. Wenn man in der Erwartung hin geht ein blutiges Gemetzel zu sehen dann hat man Pech gehabt, aber ich perönlich finde, der Film ist eine Willkommene Abwechslung zu den ganzen Sci-Fi Actionfilmen und Komödien die derzeit in den Kinos laufen.
                      :sp:
                      Die Schauspieler fand ich recht überzeugend und zu bemängeln habe ich bei ihnen eigentlich auch nichts. Das Ende des Films fand ich ziemlich gut, obwohl es relativ durchschaubar war dass er seine Hand abhackt...

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                      • #12
                        nee, fand ich ehrlich gesagt nicht, ich war total überrascht, als sie ihre hand plötzlich noch hatte.
                        mir hat der film auch gefallen, ich denke, dass jodie foster nicht mitspielen wollte, da ihr das roman-ende nicht gefallen hat.
                        Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
                        - Konrad Adenauer
                        Der erste Glaube, den man erlernen sollte, ist der an sich selbst.

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                        • #13
                          Das mit der Hand war schon klar, meiner Ansicht nach.
                          Und zum Romanende, jetzt da ich den auch gelesen habe: das wäre ein echtes Ende gewesen. Anders als dieses halbgare Wischiwaschi-Ende des Filmes hat mich das echt umgehauen. Passt aber auch besser zu den Romanen von Harris, die generell negativer wirken.

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                          • #14
                            Auch ich war in Hannibal nach allem was ich vorhehr gehört hatte, hatte ich mit einem echt brutalen Film gerechnet. Als ich ihn mir angesehen hatte fand ich ihn garnicht so schlimm er war richtig Klasse.
                            Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Art. 1, Abs. 1, Satz 1 GG)

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                            • #15
                              *Kürzeste besprechung aller zeiten*

                              Buch Film

                              (zumindest wenn man erst das Buch gelesen und dann den Film gesehen hat!)

                              Lebt lange und in Frieden
                              Kuno

                              P.S. Alles andere hat AsH schon gesagt!
                              O' mein Gott!....es ist voller Sterne.
                              ----------------------------------------
                              Streite nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab, dann machen sie dich mit ihrer Erfahrung nieder!

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