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Vernichtende Star Trek-Kritik von SF-Autor

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  • Vernichtende Star Trek-Kritik von SF-Autor

    In der LA Times wurde am 3. Mai in einem Kommentar eine vernichtende Kritik zu "Star Trek" von Science-Fiction-Autor Orson Scott Card ("Ender's Game", 1994) veröffentlicht.

    Da ich den gesamten Artikel nicht hier herein kopieren will (und wahrscheinlich auch gar nicht darf) belasse ich es bei einem Link und einem kleinen Ausschnitt. Das, was ich quote, wird von mir aus dem Kontext gerissen, also lest lieber selbst nochmal nach

    Zitat von Orson Scott Card in der LA Time
    The original "Star Trek," created by Gene Roddenberry, was, with a few exceptions, bad in every way that a science fiction television show could be bad. [ ... hier fehlen ein paar Absätze ... ] The later spinoffs were much better performed, but the content continued to be stuck in Roddenberry's rut. So why did the Trekkies throw themselves into this poorly imagined, weakly written, badly acted television series with such commitment and dedication? Why did it last so long?

    Here's what I think: Most people weren't reading all that brilliant science fiction. Most people weren't reading at all. So when they saw "Star Trek," primitive as it was, it was their first glimpse of science fiction. It was grade school for those who had let the whole science fiction revolution pass them by.
    Zum kompletten Artikel

    Ach ja, wer eine deutsche Version braucht... versuchts mit Google Translation. Das ganze zu übersetzen wäre mir zumindest zu viel Arbeit, also sag ich nur, dass Orson Scott Card wirklich sehr über Star Trek herzieht...
    ..... ::::: mostly retired ::::: .....
    but still, It's kind of fun to do the impossible.

  • #2
    Ist ja nen starkes Stück was der da schreibt. Ich hab zwar nocht alles verstanden, weil mein Englisch nicht besonders gut ist, aber das man soetwas von einem Sci-Fi-Autor hört finde ich schon hart.
    Der schreibt das doch bestimmt jetzt nur weil es mit Star Trek momentan nicht so gut läuft.
    Nimm's Leben nicht so ernst lebend raus kommste eh nicht !

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    • #3
      Eine Meinung unter vielen, die kann er ja auch vertreten - allerdings als SF-Autor ungeeignet. Ich würde das nicht überbewerten.

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      • #4
        Wenn etwas "in" ist zu tun, dann ziehen alle mit. Als ST on the top war, waren es die positiven, nun die negativen Zeilen.

        Das ist es, was ich kritisiere!

        Ich liebe ST. Da gibt es keine Veränderung.
        Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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        • #5
          In der Tat eine sehr , sehr negative Meinung, allerdings muss ich dem Autor des Artikels auch teils recht geben, besonders in den Teilen in denen er TOS kritisiert.

          Aber es ist wie gesagt ein doch sehr einseitiger Artikel von jemandem, der offenbar der Meinung ist, ein sehr toller Typ zu sein...
          “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
          They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
          Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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          • #6
            ch würde das nicht überbewerten.
            Genau, wenn man bedenkt das die New York Times im laufe der Zeit sich immer wieder positiv über Star Trek geäusert hat und viele Sci-Fi Autoren und Kritiker auch, glaub ich das er mit dieser Meinung sich in der Minderheit befindet. Ausserdem is mir sowieso Schnuppe was Mr. XY meint, jeder soll sowas selbst entscheiden.
            Der 1. Weltkrieg wurde begonnen WEIL ein Österreicher erschossen wurde,
            und der 2. wurde begonnen weil ein Österreichen NICHT erschossen wurde...
            ! wie man's macht, isses falsch !

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            • #7
              ZKG ... mehr kann man dazu nicht sagen. Da hatte wohl einer das dringende Bedürfnis seine Meinung mitteilen zu müssen. Soll er halt ... deshalb wird er Fans nicht davon abbringen weiterhin ST Fans zu sein.

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              • #8
                Naja, einige der Kommentare entbehren wohl jeder Grundlage und untermauern meine Meinung, nur dann über etwas eine Ansicht abzugeben, wenn ich auch genug davon verstehe, um mir eine solche erlauben zu können. Ich habe hier eher den Eindruck, als hätte der Autor nur hier und da mal reingelinst und dann den Artikel verfaßt.
                Die Art der Kritik ist weit davon entfernt, konstruktiv zu sein und daher eigentlich nicht wert, dass man darüber diskutiert...
                www.sttos.de

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                • #9
                  Der hat wohl nicht wirklich alles gesehen, was Star Trek war.

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                  • #10
                    Naja, so unberechtigt finde ich das nicht alles, was er schreibt und es überrascht mich auch nicht sehr.
                    Wenn man einen sehr hohen Anspruch an Science Fiction anlegt, wird Star Trek dem natürlich nicht gerecht. Es werden da ja doch eher gute alte Seefahrer- und Piratengeschichten erzählt, nur eben in einem Sci-Fi-Gewand. Mich stört das nicht weiter.
                    Die Kritik der mangelnden Charakterentwicklung ist hingegen etwas fehl am Platz, da er selbst bemerkt, dass das in den 60ern eben unerwünscht war bzw. keine Rolle gespielt hat und da wird die Kritik dann etwas unfair.
                    Republicans hate ducklings!

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von endar
                      Wenn man einen sehr hohen Anspruch an Science Fiction anlegt, wird Star Trek dem natürlich nicht gerecht.
                      Das isses ja ... wieso muss etwas ausgemacht schlecht sein, wenn es nicht mit Asimov oder ähnlichen Hochkarätern mithalten kann? Da schiesst sich der Herr Scott ein Eigentor.

                      Denn mit diversen Filmen ist es genauso. Wie ist "Terminator 3" zerrissen worden, oder "Chronicles of Riddick" (sind jetzt nur zwei die mir spontan einfielen). Ich hab mich bei beiden königlich amüsiert, eben weil ich nicht den Anspruch an hochkarätige Sci-Fi gestellt hab.

                      Kommentar


                      • #12
                        Das isses ja ... wieso muss etwas ausgemacht schlecht sein, wenn es nicht mit Asimov oder ähnlichen Hochkarätern mithalten kann? Da schiesst sich der Herr Scott ein Eigentor.
                        Nun, ich denke dass ist reine Definitionssache.
                        Wenn jemand als Standard Leute wie Asimov anlegt ist es schon OK ST zu kritisieren.
                        Aber bei dem Autor des verlinkten Textes scheint es sich IMO eher um einen Profilneurotiker zu halten, der als Trittbrettfahrer und arroganter Autor auf die zur Zeit (teils zu Recht) herrschende ST-Kritik aufspringt.
                        “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                        They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                        Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                        • #13
                          Zitat von WarpJunkie
                          Das isses ja ... wieso muss etwas ausgemacht schlecht sein, wenn es nicht mit Asimov oder ähnlichen Hochkarätern mithalten kann?
                          Das muss es natürlich nicht, aber ich finde, man muss als Fan dann auch nicht einfach gleich immer nur sagen, dass der Typ "doof" sei , sondern man kann das zumindest mal zur Kenntnis nehmen.
                          Selbstverständlich hat Star Trek, auch wenn es einem gefällt seine Fehler.
                          Republicans hate ducklings!

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                          • #14
                            Es ist mit Sicherheit eine interessante Sichtweise, die Orson Scott Card da an den Tag legt.

                            Zur Sache.
                            Erstmal benennt und erklärt er seine Sichtweise, warum damals bei TOS die Fans so enthusiastisch Briefe an das Studio und die Stars schrieben und warum sie letztendlich auch für einen Erhalt kämpften. Es gab damals noch kein VRC und DVD. Sie waren also angewiesen auf die Fernsehstationen. Einige, so schreibt er, kündigten ihre Jobs um dort zu leben, wo ST gerade lief.
                            Abgesehen von seiner eigenen Meinung dazu, hat er in der Erklärung der damaligen Handlungsweisen seitens der Fans nicht Unrecht.

                            Was dann kommt, lässt mir allerdings die Zehennägel hochrollen!
                            Er behauptet, dass die damaligen und auch heutigen Fans ein erhebliches Defizit an guten SF hättem, der zur damaligen Zeit existierte. Er benennt eine Reihe an sicherlich guten SF-Autoren und vergleicht deren SF mit dem aus seiner Sicht lächerlichen SF made by Hollywood.
                            Hier verlässt Orson Scott Card meiner Meinung nach die konstruktive Kritik, indem er maßlos polarisiert zwischen "Gourmet SF-Fans" und "Hausmannskost-SF-Fans".
                            Er behauptet, dass Trekkies quasi nur die einfache Schule des SF besucht hätten.

                            Er benennt dann Produktionen von heute. So setzt er die Serie "Lost" ganz oben an, benennt aber u.a. auch "Buffy" als gut gelungen Fantasy.
                            Er benennt selbst seine Lieblingsfilme wie "Beeing John Malkovich" und "Eternal Sunshine of the Spotless Mind (dt.Titel:Vergiss mein nicht)".

                            Er endet dann mit der Feststellung, dass wir heute nicht mehr in der normalen Unterstufe der Schule sind, sondern an der Highschool angekommen sind.

                            Also ich finde das ist eine ziemlich einfache, wenn nicht gar arrogante Sichtweise.

                            Für mich ist ST nicht nur guter SF, sondern weit mehr als das.
                            Es ist ein gelungener Spiegel aktueller Probleme von uns Menschen. Mal gut, mal schlecht getroffen, aber immer sich treu geblieben in der Art und Weise von Themenbehandlung unserer eigenen Schwächen, Wünsche und Träume.
                            (ENT war da ein Ausrutscher besonderer Art meiner Meinung nach, aber das möchte ich jetzt nicht vertiefen!)
                            Zu behaupten, TNG hätte kein guten SF dargestellt, ist hirnlos.

                            Prof. Stephen Hawking sagte einmal zu ST, dass diese Art und Weise Dinge an die Menschen zu bringen nicht anders sei, wie er seine Theorien versucht an die Menschen zu bringen. Nicht zuletzt deshalb genoss er sichtlich seinen Gastauftritt bei TNG.

                            Was Roddenberrys Visionen oder auch Qualitäten immer beeinhalten mögen, mich persönlich hat ST berührt und das nicht zu knapp. Dabei kann ich redlich feststellen, von allen Autoren, die der Autor dieser Kritik als erlesen betrachtet, selbst gelesen habe und es noch tue, sowie die Filme gerne sehe, die er selbst als "wahren" SF betrachtet. Übrigens vergisst er in dem Zusammenhang "Magnolia" zu erwähnen. Allzu viel scheint er selbst doch nicht ins Kino zu gehen.

                            Ich finde diese Kritik einfach nur dumm geäußert und ziemlich plump in der Gestaltung.
                            Was konstruktive Kritikäußrung angeht, befindet sich Orson Scott Card wohl gerade erst im Kindergarten. Hoffe er lernt gut!
                            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                            DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                            ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                            • #15
                              Wow! Ein Post von Ereignishorizont, dem ich voll und ganz zustimmen kann!!
                              Aber echt! Ich gebe zu, dass ST im Durchschnitt gesehen, wohl nicht unbedingt "2001" oder "Blade Runner" ist. Aber so manche Episode kann da nicht nur durchaus mithalten, sondern es ist ja nun die Sache, dass wir ST Fans durchaus einen höheren Horizont haben!
                              Ich jedenfalls bin mir nicht zu fein, sowohl sehr anspruchsvolle SF zu schauen als auch jede Menge Spaß an "Riddick" zu finden! Den hatte ich wirklich! Man muß doch nur sehen, worauf man sich einläßt!
                              Achja, SF und hohes Niveau: Kann Euch nur "Final Cut" mit Robin Williams empfehlen, den ich gestern sehen durfte. Das ist auch gehobenes Niveau! Wobei die SF im Film nicht das Zentrum ist, aber ohne sie wäre die Story nicht möglich gewesen. Und doch ist ihr Thema eines, was jeden Menschen beschäftigen sollte!
                              Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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