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Würdet ihr von Windows auf Linux umsteigen?

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  • Würdet ihr von Windows auf Linux umsteigen?

    Wenn ja, warum?
    Wenn nein, warum nicht?
    Und falls ihr es schon getan habt, wie kamt ihr dazu?
    Oder benutzt ihr beide Betriebssysteme auf eurem Desktop/Notebook gleichwertig, wenn ja, für welchen Einsatzzweck nutzt ihr Linux*?




    * Geräte wie Settopboxen, Handys, Router usw. auf denen Linux teilweise schon drauf ist, lassen wir mal weg und beschränken uns auf den reinen Desktop/Notebook Computer.
    Ein paar praktische Links:
    In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
    Aktuelles Satellitenbild
    Radioaktivitätsmessnetz des BfS

  • #2
    Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
    Wenn ja, warum?
    Wenn nein, warum nicht?
    Also Spieler bleibt mir mehr oder weniger nichts übrig, als einen Windows-Rechner wenigstens als Backup-Lösung zu behalten, da die Kompatibilität (bzw. meine Faulheit) da oftmals ein Problem sein kann.

    Andererseits bin ich beruflich in der EDV-Richtung unterwegs, insofern gehört es für mich fast schon zum Klischee, Linux zu benutzen. Ich denke beim nächsten Formatieren meines PCs (geplant in den nächsten Monaten) werde ich auf ein Dualboot-System umsteigen, allein aus Gründen der besseren Performance unter einem abgespeckten Linux.

    Oder benutzt ihr beide Betriebssysteme auf eurem Desktop/Notebook gleichwertig, wenn ja, für welchen Einsatzzweck nutzt ihr Linux*?
    Bei mir läuft auf einem ausrangierten kleinen Zweit-PC, den ich als Homeserver benutze, ein 9.10er Ubuntu. Die Kiste dient primär als Fileserver, aber auch zum Ausprobieren von Linux allgemein, als auch zum Rumspielen mit Web-, FTP- und Mailserver und dergleichen.

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    • #3
      Ich habe in meinem PC zwei Festplatten, einmal mit Linux, und einmal mit Windows drauf. Bei Linux mache ich alles Wichtige - Windows ist nur zum Spielen da. Meistens ist Linux gestartet, da ich mittlerweile eine PS2 besitze und dort spiele.

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      • #4
        Nein würde ich nicht!

        Ich hab nichts gegen Linux, kann privat und beruflich damit aber nichts anfangen. Wenn dann läuft es bei mir nur in der VM, um ab und zu mal zu schauen was es so neues hier gibt.
        "...To boldly go where no man has gone before."
        ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...

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        • #5
          Bin gerade dabei, mir einen Rechner mit Ubuntu einzurichten. Auf diesem würde ich dann nur Musik verwalten, Surfen und Texte Verarbeiten sowie Präsentationen und Tabellen bearbeiten. Warum ich das mache: nun, es handelt sich um eine ältere Kröte von Rechner, ein neues Windows wäre eher eine Qual und die Windowsversionen, die ich bereits habe sind alle samt OEM-Versionen.
          Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung

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          • #6
            Zitat von madhorst
            Wenn ja, warum?
            Ich nutze schon seit Jahren nur noch Linux (wenn man vom Zocken und Compilieren von Windowsprogrammen mal absieht), aber darauf gibt es nur eine einzige Antwort: Produktivität. Es gibt keine ernsthafte IT Arbeit, die man auf einem Windows System genauso schnell erledigen kann, wie unter *IX. Allein die vollständige POSIX Umgebung bietet schon so viel mehr, als Windows. Von Komfortfunktionen moderner Shells ganz zu schweigen.
            Achja: Praktisch jede Software ist innerhalnb von Minuten sauber und Malwarefrei installiert.
            können wir nicht?

            macht nix! wir tun einfach so als ob!

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            • #7
              Hallo!

              Seit ca. 1-2 Jahren nutze ich ebenfalls Linux, Ubuntu 9.10 Ich bin umgestiegen, weil mich Windows ständig genervt hat mit den ständigen Akutalisierungen und dem ewigen Warten, bis es sich mal hochgefahren hat und und und. Außerdem habe ich da mit Online- Banking angefangen und mit Windows möchte ich das nicht ganz so gern... hab mir da schon oft nen Virus eingefangen.
              Linux ist eigentlich total einfach, unkompliziert und ohne viel Schnickschnack Windows habe ich nur noch, wenn ich Sachen auf mein Handy laden will oder ein anderes schönes Spiel machen will, was auf Linux nicht geht.
              Ansonsten bin ich mit Linux sehr zufreiden
              lg^^
              Nur ungern nimmt der Klingonenmann
              statt barer Münze Tribbles an!

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              • #8
                Ich verwende Linux beruflich seit 10 Jahren. Ich kann im Prinzip mittlerweile fast alles mit Linux machen, aber es hat noch immer nicht den Komfort den Windows bietet.
                Privat würde ich allerdings derzeit nicht umsteigen, da ich zum entspannen den PC als Gaming-PC verwende und der PC auch als BluRay-Player dient.
                Textemitter, powered by C8H10N4O2

                It takes the Power of a Pentium to run Windows, but it took the Power of 3 C-64 to fly to the Moon!

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                • #9
                  Zitat von ayin
                  aber es hat noch immer nicht den Komfort den Windows bietet.
                  Das hört man ja immer wieder. Aber welcher Komfort denn? Die Systemsteuerung, die man alle Jubeljahre mal braucht, hast du z.B. auch in OpenSUSE. Zentrale updates gibt es nicht und Software muss man grundsätzlich händisch einspielen. Mal ernsthaft: wo ist Windows denn komfortabler? Ich will ja glauben, dass es gewohnter ist und auch, dass ein vorinstalliertes Betriebssystem angenehmer als ein "nacktes" sein kann, aber da hinkt dann ja auch schon wieder der Vergleich.
                  können wir nicht?

                  macht nix! wir tun einfach so als ob!

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                  • #10
                    Windows ist in einiges Dingen weit komfortabler. Als Beispiele nenne ich mal folgendes:

                    1.) USB-Sticks kann man unter Windows einfach abziehen, die Daten wurden bereits geschrieben. Bei Linux gibt es noch immer nicht wie bei Windows die Funktionalität der "Leistungsoptimierung", was dafür notwendig ist.

                    2.) Softwareverwaltung: Ein heikles Thema, ich weis, das die diversen Paketmanager sehr gut sind. Apt-get macht seine Aufgabe wunderbar, hat aber auch seine Grenzen. Aber was macht man zum Programme entfernen? Da muss man auch wieder händisch nachjustieren. Vor allem bei Software die in keinem Repository ist. Dann wird es insofern kompliziert, als dass man die Version für die Distribution braucht und sich auch noch um die notwendigen Dependencies kümmern muss. Und spätestens da hört der Komfort auf, da es sehr oft zu Konflikten dabei kommt. Und solche Programme später wieder zu entfernen ist auch nicht gerade einfach. Und selber kompilieren ist im Prinzip vom Aufwand her kaum anders.
                    Bei Windows hat man da wenigstens eine geordnete Übersicht aller installierten Programme, Linux kann das auch, zeigt aber ungefiltert einfach alles an. Programme zu entfernen ist bei beiden ein Krampf.

                    3.) Desktops: Unter Linux kann man zwar alles einstellen, aber unter der Haube braucht man fast immer KDE und Gnome parallel, da egal welche Software man verwendet, man vorher nicht unbedingt weis, welche Bibliotheken verwendet werden. Klar, als Hardcoreuser kann man das abwägen, aber als Neuling wirds schwierig. Daher verbrauchen die Systeme mehr Resourcen, da GTK und Qt installiert sein sollte.

                    4.) Multimedia: Auch da eckt es meiner Meinung nach ein wenig. Richte mal Xine oder einen anderen Mediaplayer ein. Früher war das ja für Video selbst relativ einfach, aber dafür gabs immer wieder Probleme mit dem Soundmodul. Alsa hat da sehr oft Probleme verursacht, speziell wenn man einen Videoplayer offen hatte und im Hintergrund lief noch ein MP3-Player. Und zusätzlich war noch OSS installiert, das gab nochmals Spannungen. Aber das wird ja Dank PulseAudio nun besser.

                    Das waren mur mal ein paar Beispiele. Das Problem ist, das Linux zwar kontinuerlich besser wird, aber als Desktopsystem würde es mich noch zu oft ärgern. Während meiner Arbeit finde ich es genial, weil ich damit tolle Tools zur Verfügung habe, die mir unter Windows fehlen. Sei es nun Grep, awk oder generell das Scripting.
                    Ich bin ein grosser Befürworter von Linux, kenne Linux seit RedHat 5. Suse hab ich mir nie angetan, mit dem konnte ich mich irgendwie nie anfreunden. Bislang setze ich nur RedHat/CentOS/Fedora, sowie Debian/Knoppix/KUbuntu ein. Mir gefällt KDE weit besser als Gnome, aber dennoch stosse ich in meinem Workflow dabei immer wieder auf kleinere Problemchen, die zwar keine sind, mich aber dennoch nerven.
                    Textemitter, powered by C8H10N4O2

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                    • #11
                      Zitat von ayin
                      1.) USB-Sticks kann man unter Windows einfach abziehen, die Daten wurden bereits geschrieben. Bei Linux gibt es noch immer nicht wie bei Windows die Funktionalität der "Leistungsoptimierung", was dafür notwendig ist.
                      Das geht unter Linux sehr wohl (sync option). Die Tatsache, dass normalerweise Daten nicht so langsam geschrieben werden, wie der USB Stick zulässt, ist jedem modernen Kernel eigen.

                      2.) Softwareverwaltung: Ein heikles Thema ...
                      Ich verstehe dein Problem mit der Deinstallation ehrlich gesagt nicht: Unter Linux hat man entweder Pakte, dann klappt das out-of-the box mit einem Mausklick ohne Rückstände. Ansonsten ist man wie unter Windows auch darauf angewiesen, dass die Autoren einen Deinstaller mitbringen. Wie gut oder schlecht der dann ist, hängt halt davon ab.

                      3.) Desktops ...
                      Du brauchst nicht KDE und Gnome, sondern Qt und Gtk. Das ist aber unter Windows nicht anders (nicht alle Programme verwenden MFC), und verbraucht nur Ressourcen, wenn die Programme auch laufen (Plattenplatz mal aussen vor, da ist Windows eh um längen schlimmer, aber das spielt heute eh kaum eine Rolle).

                      4.) Multimedia:
                      Wie du schon sagst, ist Pulseaudio um längen besser. Unter Windows braucht man dafür ein Programm vom Soundkartenhersteller. Out-of-the-box ist das bei beiden mindestens gleich komfortabel.

                      Mir gefällt KDE weit besser als Gnome, aber dennoch stosse ich in meinem Workflow dabei immer wieder auf kleinere Problemchen, die zwar keine sind, mich aber dennoch nerven.
                      Natürlich. Aber Hand aufs Herz: Bei Windows ist das nicht so?
                      können wir nicht?

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                      • #12
                        Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                        Würdet ihr von Windows auf Linux umsteigen?
                        Ja.
                        Wenn ja, warum?
                        Weil ich generell schlechte Erfahrungen mit Scheunentor-Windows gemacht habe. Zudem ist Linux doch deutlich schneller als Windows, grade in der 3D Modellierung merke ich deutlich, dass man unter Linux weitaus effektiver rendern kann und man hat immer die Anwendungen, die man auch benötigt, bei Windows ist das leider anders. Zudem mag ich eher OpenSource Programme (auch wenns bei vielen Dingen keinen Sinn machen würde).
                        Wenn nein, warum nicht?
                        Geringe Kompatibilität zu Spielen. Da ich recht viel Spiele komme ich leider nicht um Windows herum, auch wenn mir Windows 7 als erstes Windows OS durchaus gefällt. XP & 98 waren ziemlich nervig, 95 ging ja noch einigermaßen, aber 7 kann sich durchaus sehen lassen.
                        Und falls ihr es schon getan habt, wie kamt ihr dazu?
                        Es ist meinen Ansprüchen was viele Dinge angeht einfach eher gewachsen wie Windows. Zwar habe ich Linux nicht auf meinem Hauptrechner (da warte ich, bis meine neue Festplatte eintrifft, um dann beide OS zu verwenden), aber habe es mittlerweile auf meinem Netbook installiert und hatte seitdem keinerlei Probleme hiermit. Auch kann ich hier nun einige Dateien öffnen, die vorher den RAM deutlich gesprengt hätten.
                        Oder benutzt ihr beide Betriebssysteme auf eurem Desktop/Notebook gleichwertig, wenn ja, für welchen Einsatzzweck nutzt ihr Linux*?
                        Ich denke, dies kann man oben rauslesen.
                        "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                        • #13
                          Zitat von ayin Beitrag anzeigen
                          Windows ist in einiges Dingen weit komfortabler. Als Beispiele nenne ich mal folgendes:

                          1.) USB-Sticks kann man unter Windows einfach abziehen, die Daten wurden bereits geschrieben. Bei Linux gibt es noch immer nicht wie bei Windows die Funktionalität der "Leistungsoptimierung", was dafür notwendig ist.
                          Das würde ich auch tunlichst unter Windows unterlassen die Sticks einfach abzuziehen, da die Sticks immer noch beim Schreiben sein können.

                          Außerdem kann man Linux sehr wohl beibringen, daß es die Daten sofort auf den Stick schreiben soll.
                          Nur ergibt das keinen Sinn, denn bei Linux wird schon aus Prinzip immer sicher gemountet und ungemountet.




                          2.) Softwareverwaltung: Ein heikles Thema, ich weis, das die diversen Paketmanager sehr gut sind. Apt-get macht seine Aufgabe wunderbar, hat aber auch seine Grenzen. Aber was macht man zum Programme entfernen?
                          Programme enfernen geht mit dem Paketmanager genauso wie das installieren.



                          Vor allem bei Software die in keinem Repository ist.
                          Dafür gibt es das Programm checkinstall, das erstellt dir ein Paket von deiner gewünschten Software und dieses Paket wird dann ins Paketsystem eingefügt.
                          Danach kannst du es sauber deinstallieren und jederzeit wieder installieren.



                          Bei Windows hat man da wenigstens eine geordnete Übersicht aller installierten Programme,
                          Naja, bei Windows löst man das Abhängigkeitsproblem einfach dadurch, in dem man die verwendeten Bibliotheken einfach mitinstalliert, wenn sie schon kein Bestandteil der Hauptbibliotheken sind.
                          Als negativen Effekt hat das natürlich zur Folge, daß die Programme viel viel mehr Platz auf der Festplatte benötigen und die Bibliotheken mehrfach auf der Festplatte vorhanden sind.
                          Außerdem erhöht es den Programmstart einzelner Programme deutlich,
                          da ja die vielen Bibliotheken alle nochmal geladen werden müssen und der Speicherverbrauch steigt dann ebenfalls deutlich an.

                          Das hat also halt sowohl vor als auch Nachteile.



                          3.) Desktops: Unter Linux kann man zwar alles einstellen, aber unter der Haube braucht man fast immer KDE und Gnome parallel, da egal welche Software man verwendet, man vorher nicht unbedingt weis, welche Bibliotheken verwendet werden.
                          Das ist doch bei Windows auch so!

                          Wenn ich ein qt oder GTK Programm unter Windows installiere, z.B. Avidemux oder VLC, dann muß dafür auch qt oder GTK installiert werden.
                          Der User merkt das nur nicht, da die Programme diese Bibliotheken einfach von sich aus mitliefern, natürlich mit den oben beschriebenen Seiteneffekten.

                          Und neben qt und GTK gibt es natürlich noch ganz andere Bibliotheken die z.B. nur auf Windows heimisch sind.
                          Z.B. von Borland, da gibt es auch noch eine GUI Bibliothek.



                          Klar, als Hardcoreuser kann man das abwägen, aber als Neuling wirds schwierig. Daher verbrauchen die Systeme mehr Resourcen, da GTK und Qt installiert sein sollte.
                          Der Vorteil unter Linux ist, diese Resourcen brauchst du dort nur einmal.
                          Bei Windows brauchst du die Resourcen zigfach, da diese Bibliotheken wie oben beschrieben natürlich zigfach installiert werden.
                          Das ist nämlich ganz davon abhängig wieviele Programme du einsetzt.

                          Vorteile hast du ausschließlich nur dann, wenn du dich z.b. auf Winapi Programme beschränkst, aber da die Winapi als C API zum Programmieren recht aufwendig ist, tut sich das heute kein GUI Programmierer mehr an.
                          Heute setzt man nichtmal auf die MFC API, sondern gleich auf .Net.

                          Allein Windows liefert von Haus aus schon 3 verschiedene APIs mit.
                          Die WinAP, die MFC und .Net und bei .Net gibt's dann auch noch 3 verschiedene Versionen.
                          .Net 1.1, 2.x und 3.x.
                          Die müssen auch alle gleichzeitig drauf.
                          Zur MFC und Winapi kann ich hier leider nichts zu sagen.
                          Und DirectX ist sowieso in mehrfacher Ausführung vorhanden, von DirectX 3 - 11 wird jede installiert oder zumindest durch einen Wrapper auf einer neueren emuliert.
                          Ein paar praktische Links:
                          In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                          Aktuelles Satellitenbild
                          Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                          • #14
                            Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                            Das würde ich auch tunlichst unter Windows unterlassen die Sticks einfach abzuziehen, da die Sticks immer noch beim Schreiben sein können.
                            Wieso? Wenn die Datei fertiggeschrieben ist gibts keinen Grund dafür. Das lästige manuelle mounten ist im Zeitalter von Hotplugging doch längst obsolet.

                            Außerdem kann man Linux sehr wohl beibringen, daß es die Daten sofort auf den Stick schreiben soll.
                            Klar kann man das, aber nicht gerade auf eine bedienungsfreundliche Weise.

                            Nur ergibt das keinen Sinn, denn bei Linux wird schon aus Prinzip immer sicher gemountet und ungemountet.
                            In einem Serversystem wäre das höchst unerfreulich wenn ich beim Wechseln einer Platte das jedesmal manuell machen müsste. Dort zieh ich eine Platte einfach raus und steck eine neue rein, ohne umständliches manuelles mounten.


                            Programme enfernen geht mit dem Paketmanager genauso wie das installieren.
                            Nun, ganz so einfach ist das nicht, denn das setzt voraus, dass sich das Programm beispielsweise auch in die apt-/rpm-Datenbank einträgt. Ist das nicht der Fall dann gibts auch kein einfaches deinstallieren über den Paketmanager.

                            Dafür gibt es das Programm checkinstall, das erstellt dir ein Paket von deiner gewünschten Software und dieses Paket wird dann ins Paketsystem eingefügt.
                            Danach kannst du es sauber deinstallieren und jederzeit wieder installieren.
                            Da checkinstall ein Paket ohne Abhängigkeiten erstellt, bleibt mir die Suche danach dennoch erhalten, ich erspare mir blos einen nochmaligen Kompiliervorgang.


                            Naja, bei Windows löst man das Abhängigkeitsproblem einfach dadurch, in dem man die verwendeten Bibliotheken einfach mitinstalliert, wenn sie schon kein Bestandteil der Hauptbibliotheken sind.
                            Klar, aber die sind dann gewöhnlicherweise schon im Installpaket dabei (mit ganzg wenigen Ausnahmen). Dort gehts aber auch einfacher, weil es keine zig-verschiedenen Distros gibt, wo jeder sein eigenes Süppchen kochen muss.

                            Als negativen Effekt hat das natürlich zur Folge, daß die Programme viel viel mehr Platz auf der Festplatte benötigen und die Bibliotheken mehrfach auf der Festplatte vorhanden sind.
                            Nichts positives ohne negatives

                            Das ist doch bei Windows auch so!

                            Wenn ich ein qt oder GTK Programm unter Windows installiere, z.B. Avidemux oder VLC, dann muß dafür auch qt oder GTK installiert werden.
                            Der User merkt das nur nicht, da die Programme diese Bibliotheken einfach von sich aus mitliefern, natürlich mit den oben beschriebenen Seiteneffekten.
                            Der Unterschied ist aber, dass ich mir mit GTK und Qt grundsätzlich Fremdpakete installiere, für Programme die nicht nativ für Windows geschrieben wurden und einen eigenen Manager verwenden. Daher sehe ich da keinen direkten Vergleich. Ich brauch ja auch Wine, um Windows-Programme in Linux laufen zu lassen. Es ist wohl ein Unterschied ob wir von einer Portierung sprechen oder ob die Bibliothek/Programm grundsätzlich plattformunabhängig ist wie z.B. Java.

                            Und neben qt und GTK gibt es natürlich noch ganz andere Bibliotheken die z.B. nur auf Windows heimisch sind.
                            Z.B. von Borland, da gibt es auch noch eine GUI Bibliothek.
                            Klar, aber das dürften die wenigsten Anwender auch wirklich verwenden. Und wenn sie es brauchen, ists eh im Installerpaket dabei.


                            Und DirectX ist sowieso in mehrfacher Ausführung vorhanden, von DirectX 3 - 11 wird jede installiert oder zumindest durch einen Wrapper auf einer neueren emuliert.
                            Eigentlich nicht, denn es ist nur das jeweils aktuelle DirectX drauf, wenn du ein anderes brauchst, musst du es genauso installieren. Aber ich sehe da keinen Nachteil, ist doch bei Linux auch so: Auf meinem Desktop mit KDE4 habe ich noch ein paar alte Programme die nur mit KDE3 funktionieren, also muss ich das alte KDE3 auch noch dazuinstallieren.
                            Textemitter, powered by C8H10N4O2

                            It takes the Power of a Pentium to run Windows, but it took the Power of 3 C-64 to fly to the Moon!

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                            • #15
                              Zitat von ayin Beitrag anzeigen
                              Wieso? Wenn die Datei fertiggeschrieben ist gibts keinen Grund dafür. Das lästige manuelle mounten ist im Zeitalter von Hotplugging doch längst obsolet.
                              Das weißt du nicht ob die Datei fertiggeschrieben ist, nur weil dein Computer die Daten an das Gerät geschickt hat, bedeutet das nicht, ob das Gerät schon fertig ist oder die Daten noch in dessen flüchtigen Cache liegen.
                              Erst wenn das Betriebssystem eine Rückbestätigung vom Gerät erhalten hat, erst dann gilt die Datei als sicher fertiggeschrieben und für diese Rückfrage gibt es den unmount Befehl den übrigens bei USB Sticks auch Windows kennt.

                              Hotpluggin hat damit übrigens nichts zu tun.
                              Hottpluggin gibt es in erster Linie dafür, daß man auf elektrischer Ebene ein Gerät von einem Computer trennen kann, ohne das beide Schaden dadurch erleiden.
                              Deswegen heißt das auch Hot, das Hot bezieht sich auf heißen Draht, also eine elektrische Leitung die noch mit Strom versorgt wird.
                              Zwar gibt es noch für das Hottplugging Systemrückmeldungen, so daß das Betriebsystem darüber bescheid weiß, wenn das Betriebsystem aber noch Schreibzugriffe in der Warteschlange hat und dessen Daten im RAM liegen, dann bringt das Hotpluggin gar nichts, weil das OS die Daten erst noch auf den Datenträger schreiben muß, ehe du den Datenträger trennen kannst und deswegen ist auch hier nach wie vor noch unmount (ob manuell oder autounmount) absolut notwendig.



                              In einem Serversystem wäre das höchst unerfreulich wenn ich beim Wechseln einer Platte das jedesmal manuell machen müsste. Dort zieh ich eine Platte einfach raus und steck eine neue rein, ohne umständliches manuelles mounten.
                              In einem Serversystem funktioniert das nur dann wenn die Daten redunant auf einem zweiten Datenspeicher z.B. durch ein RAID 1 System gespeichert sind, wenn das nicht der Fall ist, dann würde dein Vorgehen zu Datenverlust führen, denn das OS könnte ja wie bereits schon erwähnt, noch in der Warteschlange des Kernels Daten im Speicher bereithalten die noch auf den Datenträger geschrieben werden sollen.
                              Wenn du den aber nun einfach rausziehst, dann fehlt das Gerät zur Speicherung.
                              Durch Hotplugging kriegt das OS also nur mit, daß der Speicherplatz entzogen wurde und dann braucht es Ausweichstrategien oder die Daten sind futsch.

                              Das unmounten ist also nach wie vor noch essentiell.
                              Denn nur durch das Unmounten weiß das OS: "Aha jetzt soll gleich der Datenträger rausgezogen werden, also schreiben wir noch schnell alles auf den Datenträger was laut Warteschlage da noch drauf soll und danach geben wir grünes Lichts fürs abtrennen des Datenträgers."



                              Der Unterschied ist aber, dass ich mir mit GTK und Qt grundsätzlich Fremdpakete installiere, für Programme die nicht nativ für Windows geschrieben wurden
                              Das ist Quatsch, denn auch GTK und QT Anwendungen sind nativ für Windows geschriebene Programme, sie verwenden nur ein anderes GUI Toolkit,
                              ein GUI Toolkit unter vielen und diese GUI Toolkits bauen dann wieder direkt selbst nur auf z.B. die WinAPI auf.



                              Ich brauch ja auch Wine, um Windows-Programme in Linux laufen zu lassen.
                              Wine ist etwas völlig anderes.
                              Wine ist nicht nur ein GUI Toolkit, sondern eine ganze Systemumgebung die
                              die Systemaufrufe, die Registry und sonstige Verhaltensweisen eines Windows System nachbildet und auf native Systemaufrufe umleitet.


                              Es ist wohl ein Unterschied ob wir von einer Portierung sprechen oder ob die Bibliothek/Programm grundsätzlich plattformunabhängig ist wie z.B. Java.
                              Nein, du verwechselst hier etwas.
                              Eine Portierung ist dann etwas, wenn man einen bestehenden Quellcode so anpaßt, daß er unter einem anderen OS funktioniert.
                              Das geschieht z.b. in dem man Systemaufrufe ändert, so daß das Progamm auch mit den Systemaufrufen des anderen OS funktioniert.

                              Bei der Plattformunabhängigkeit gibt es zwei Formen der Plattformunabhängigkeit.
                              Einmal gibt es die Plattformunabhängigkeit auf Quellcodeebene, d.h. du mußt das Programm nur für das neue OS neu kompilieren und schon läuft* es.
                              *Etwaige Protierungshandlungen können schon im Vorfeld gelaufen sein.
                              und zum anderen gibt es die Plattformunabhängigkeit auf Binärebene.
                              D.h. du compilierst es einmal und es läuft überall.
                              Also nach dem Motto "Compile once, run everywhere."



                              Klar, aber das dürften die wenigsten Anwender auch wirklich verwenden. Und wenn sie es brauchen, ists eh im Installerpaket dabei.
                              Eigentlich verwenden das sehr viele Anwender, dutzenzde von Programme haben ihre eigene GUI Bibliothek, nur merkt der Anwender davon nichts, da es ja im Installerpaket einfach mit geliefert wird.
                              Unter Windows ist es eher die Regel das man dutzende GUI Bibliotheken verwenden, als die Ausnahme.



                              Eigentlich nicht, denn es ist nur das jeweils aktuelle DirectX drauf, wenn du ein anderes brauchst, musst du es genauso installieren.
                              Quatsch.
                              Es sind alle drauf und wenn du z.b. ein aktuelles DirectX installierst, dann liefert diese aktuelle DirectX gleich noch die alten Versionen mit.
                              Das ist z.B. auch der Grund, warum jede neue DirectX Version immer größer von der Paketgröße wird.


                              Aber ich sehe da keinen Nachteil, ist doch bei Linux auch so: Auf meinem Desktop mit KDE4 habe ich noch ein paar alte Programme die nur mit KDE3 funktionieren, also muss ich das alte KDE3 auch noch dazuinstallieren.
                              Bei Linux ist es in der Tat anders.
                              Hier liefert KDE 4 nicht automatisch KDE 3 Bibliotheken mit, denn das wäre Bloatware. Es würde die Paketgröße vergrößern, mehr Traffickosten verursachen und auf einem System, auf dem man nur KDE 4 Anwendungen einsetze nur unnötig Platz fressen. Außerdem würde es erfolgreich verhindern, daß sich Entwickler die Mühe machen, die alte App an KDE 4 anzupassen.
                              Deswegen trennt man bei Linux das komplett.
                              Wer KDE 3 Apps benutzen will, der muß KDE 3 Libs nachinstallieren.

                              Bei Windows ist das nie so.
                              Bei Windows wird einfach der ganze Rattenschwanze seit bestehen von Windows NT mitinstalliert, das gleiche gilt wie bereits gesagt auch für DirectX und deswegen braucht ein Windows Vista gleich 3-5 GB auf der C: Partition anstatt nur 1-2 GB wie z.B. Windows XP.

                              Natürlich könnte man so etwas auch bei Linux machen.
                              Ein Distributor könnte einfach eine Distribution schnüren die wirklich einfach alle wichtigen Bibliotheken, auch die alten Versionen auf die Festplatte klatscht, aber dann würde so ein System deutlich mehr Platz auf der Festplatte fressen und es würde eigentlich wenig Sinn machen, da die meisten Linux Anwendungen Open Source sind und im Quellcode vorliegen und es daher gar nicht notwendig ist, für alte Apps die alten Libs zur Verfügung zustellen, weil man stattdessen auch einfach die alten Apps auf die neuen Libs portieren kann.


                              Der größere Platzverbrauch auf der Festplatte durch den gesammten Rattenschwanz ist übrigens noch das geringste Problem, das schlimme daran ist, daß man so auch mehr RAM benötigt, wenn alle Versionen geladen werden und das die Ladezeiten länger dauern, da ja viel mehr von der Festplatte geladen werden muß und einige alte Libs ja noch gar nicht im Speicher liegen, wenn sie noch nicht verwendet wurden.
                              Ein paar praktische Links:
                              In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                              Aktuelles Satellitenbild
                              Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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