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Arafat ist tot - eine Legende ist von uns gegangen!

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  • Arafat ist tot - eine Legende ist von uns gegangen!

    Jetzt ist es offiziell.

    Arafat´s Tot

    Er hat sich jahrelang für den Frieden in Nahost eingesetzt und sogar den Friedensnobelpreis gewonnen. Es stand immer zwischen radikalen Palästinensern, Israelis, Amerikanern und vielen anderen Interessengruppen. Für die unterschiedlichen Seiten konnte er nie genug tun.

    Im Fernsehen wurde eben vermeldet dass die radikalen Gruppierungen Hamas und Al Axa Brigaden Israel beschuldigen Arafat vergiftet zu haben und mit Vergeltung drohen. Obwohl französische Ärzte eine Vergiftung ausgeschlossen haben und es von offizieller palästinensischer auch keine Bestätigung dafür gibt.

    Das wird sich wieder in eine Spirale von Vergeltungsschlägen hochschaukeln. Und der Frieden in Israel rückt immer mehr in weite Ferne.

    Vielleicht haben die terroristischen Vereinigungen aber auch die Ablehnung der Beerdigung in Jerusalem durch Israel als Provokation angesehen - keine Ahnung. Auf jeden Fall ist das Propaganda um neue Anschläge zu rechtfertigen.

    Jetzt wird er in Ägypten beerdigt.

  • #2
    Jetzt wird er in Ägypten beerdigt.
    Nein, in Ramallah in der West Bank
    In Kairo findet nur die Trauerfeier statt.

    Ob der Frieden nun endgültig unmöglich geworden ist weiß ich nicht, viele Nahost-Kommentatoren glauben eher, das es jetzt gerade weitergehen kann, da es ja vor allem Arafat war, der die Situation 2000 hat eskalieren lassen.
    Warten wir mal ab, sehr viel langsamer als bisher kann der Friedensprozeß eigentlich nicht mehr vorangehen......

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    • #3
      Zitat von Kopernikus
      Nein, in Ramallah in der West Bank
      In Kairo findet nur die Trauerfeier statt.
      Ups, nicht richtig aufgepasst. Sorry

      Ob der Frieden nun endgültig unmöglich geworden ist weiß ich nicht, viele Nahost-Kommentatoren glauben eher, das es jetzt gerade weitergehen kann, da es ja vor allem Arafat war, der die Situation 2000 hat eskalieren lassen.
      Warten wir mal ab, sehr viel langsamer als bisher kann der Friedensprozeß eigentlich nicht mehr vorangehen......
      Ja, mal schauen. Naja, was war denn 2000 nochmal genau?

      Irgendetwas mit dem Tempelberg kann das sein?

      Ist schon paradox das jemand einen Friedensnobelpreis bekam und aufeinmal ein Stein im Weg dieser Prozesse gewesen sein soll.....

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      • #4
        Der Terrorist mit dem Nobelpreis

        Jassir Arafat ist heute Morgen um 3.30 Uhr in Paris gestorben. Freiheitskämpfer, Chef-Terrorist, weitsichtiger Nobelpreisträger oder taktierender Starrkopf? Arafat hatte viele Gesichter. Sein Lebenslauf spiegelt das Schicksal des palästinensischen Volkes wider - seit Jahrzehnten zerrissen zwischen Krieg und Hoffnung.
        http://www.spiegel.de/politik/auslan...325329,00.html

        Bis da unten Frieden herscht gehen so oder so noch Jahrzehnte ins Land...
        Zuletzt geändert von Nopper; 10.01.2005, 20:36.
        »Ich habe nie eine Chance hastig vergeben, sondern lieber gemütlich vertändelt.« - Willi »Ente« Lippens

        Läuft!
        Member der No - Connection

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        • #5
          2000 haben die Isaraelis den Palästinensern ein Friedenangebot gemacht, in dem sie etwa 90% der Palästinensichen Forderungen erfüllt hatten. Das hat Arafat abgelehnt, woraufhin Israel den Dialog weitgehend beendet hat.

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          • #6
            Zitat von Kopernikus
            2000 haben die Isaraelis den Palästinensern ein Friedenangebot gemacht, in dem sie etwa 90% der Palästinensichen Forderungen erfüllt hatten. Das hat Arafat abgelehnt, woraufhin Israel den Dialog weitgehend beendet hat.
            Etwa 90% is gut ... Wenn die Palästinenser nicht alles bekommen (sprich alle besetzten Gebiete), dann werden sie kein Angebot annehmen. Abgesehen davon - hätte Arafat dieses Angebot angenommen, wäre er vermutlich nicht mehr im Stande gewesen die Palästinenser zu repräsentieren, da diese mehrheitlich sicher nicht damit einverstanden gewesen wären und ihn boykottiert (oder schlimmeres gemacht) hätten.

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            • #7
              Zitat von cmE
              Etwa 90% is gut ... Wenn die Palästinenser nicht alles bekommen (sprich alle besetzten Gebiete), dann werden sie kein Angebot annehmen. Abgesehen davon - hätte Arafat dieses Angebot angenommen, wäre er vermutlich nicht mehr im Stande gewesen die Palästinenser zu repräsentieren, da diese mehrheitlich sicher nicht damit einverstanden gewesen wären und ihn boykottiert (oder schlimmeres gemacht) hätten.
              Deswegen habe ich ja Anfangs gesagt das er es keinen Recht machen konnte.

              Es ging einfach nicht.......

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              • #8
                Zitat von cmE
                Etwa 90% is gut ... Wenn die Palästinenser nicht alles bekommen (sprich alle besetzten Gebiete), dann werden sie kein Angebot annehmen. Abgesehen davon - hätte Arafat dieses Angebot angenommen, wäre er vermutlich nicht mehr im Stande gewesen die Palästinenser zu repräsentieren, da diese mehrheitlich sicher nicht damit einverstanden gewesen wären und ihn boykottiert (oder schlimmeres gemacht) hätten.
                es ist schlicht ausgeschlossen das die Palästinenser 100% der besetzten Gebiete zurückbekommen. Wenn man das fordert sind jegliche Friedensgespräche zum scheitern verurteilt da Israel das niemals machen wird. Was von Arafat bleibt ist ein gespaltenes Bild eines Terroristen und Friedensnobelpreisträgers

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                • #9
                  Da schließe ich mich Executor an. Dieses doppele Bild wird in der Geschichte als fragwürdiges Echo eines Mannes verbleiben, den die Welt wohl nie so ganz vertanden hat, oder verstehen wollte?

                  Ich habe mal eine interessante Anekdote über Arafats Kleidungsstil gelesen.
                  So soll er mal selbst gesagt haben, dass für ihn keine Uniform in Situationen gehört, wo das zwischenmenschliche Zusammensein im Freundeskreise an erster Stelle steht. Er soll also tatsächlich zivil gekleidet in seinen eigenen 4 Wänden, wenn er also nicht sein Amt vertrat, gewesen sein.

                  Wenn dieses zutrifft, so kann ich es bis heute nicht verstehen, warum er damals bei der Friedennobelpreisverleihung nicht auf die Uniform verzichtet hat. Denn da war er unter Freunden, wenn es auch nicht alle anwesenden waren, und zwischenmenschlich wertvoll war dieses Ereignis allemal.

                  Wie gesagt, dieses ist nur eine Anekdote und ob sie wahr ist, sei dahin gestellt.
                  Ein Mensch mit sehr persönlichen Anteilen in seinem Machtverhalten hat nun die Welt verlassen und es bleiben Menschen zurück, die dieses entstandene Vakuum auf lange Zeit sicherlich nicht füllen können werden.

                  So weit entfernt von einem eigenen Staat war das palästinensische Volk wohl noch nie. So nah war andererseits die Gewalteskalation in nicht bekannte Dimensionen auch noch nie. Ich hoffe, dass weise Menschen jetzt besonnen die Weichen stellen werden.
                  "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                  DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
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                  • #10
                    Sicher wird Arafat immer eine umstrittene Person in der Geschichte bleiben. Ich finde es dennoch anerkennenswert, dass er sich ein Leben lang für die Palästinenser eingesetzt hat.
                    Ohne ihn sehe ich ehrlich gesagt derzeit keine guten Chancen für den Frieden. Denn man hört ja viele die jetzt auf Rache aus sind, da sie an eine Verschwörung glauben. Und wie Israel auf Terror reagiert ist auch klar ... mit Panzern.

                    Wie auch immer, Arafat möge in Frieden ruhen.
                    Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
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                    • #11
                      Irgendwo schade, aber vielleicht ist es auch eins Chance für den Frieden, nachdem die Israelis ohnehin nicht mehr mit ihm verhandelt haben, kann da nur ein neuer Mann was bewirken. Die andere Sache ist halt die, dass jemand, den die Israelis akzeptieren nicht unbedingt jemand ist, den die Palästinenser-Basis akzeptiert...
                      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                      endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                      • #12
                        Zitat von Spocky
                        [...]Die andere Sache ist halt die, dass jemand, den die Israelis akzeptieren nicht unbedingt jemand ist, den die Palästinenser-Basis akzeptiert...
                        Wohl war!

                        In diesem Fall nun muss sich zeigen, ob das Volk von Palästina es schafft alle Schichten in dieses Aufbruchsgefühl einzubinden. Als Pessimist würde ich nun wohl sagen, dass es allzu viele egoistische Eigeninteressen in den Zirkeln der radikalen Basis sowie der politisch repräsentiven Elite (da wohl eher!) gibt. Dennoch überlasse ich dem Otimisten in mir das Terrain und behaupte mal, dass Palästina den Israelis und uns allen anderen zeigt, wie Demokratie meiner Meinung nach gestrickt ist. Aus allen Teilen des Volkes!
                        "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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                        • #13
                          Ich denke auch, dass im Moment einfach das Machtvakuum zu groß ist, das Arafat hinterlassen hat. Ich habe wenig Hoffnung, dass das alles friedlich ausgeht. Die momentane gespannte Situation zwischen den Weltreligionen tut da nur ihr übriges.
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                          • #14
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                            QUELLE

                            Nun ist es wohl sicher, dass Mahmud Abbas die Wahl gewonnen hat. Der Spiegel betitelte seinen Bericht mit "Anzug statt Uniform".

                            Ich bin gespannt, ob es nun eine wirklich realistische Chance gibt für einen Politikwechsel in dieser Region. Werden die Israelis Abbas als Verhandlungspartner akzeptieren? Was ist mit seinem eigenen Volk? Dann noch die Hamas!
                            Sicher ist wohl, dass ein großer Teil der palästinensischen Bevölkerung den Frieden will und das Blutvergießen leid ist. Demnach kann der nun mehr zvil wirkende Abbas sicherlich punkten.

                            Was ist aber mit der Hamas? Da bin ich mir noch gar nicht sicher. Vielleicht sehen sie sich nun erst recht herausgefordert, den Israelis mit Gewalt zu begegnen, das sie vielleicht denken, ein Abbas im Anzug wird nicht in der Lage dazu sein, den Israelis Paroli zu bieten.
                            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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                            • #15
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                              Auch ist gut möglich, dass Hamas mit Abbas enger zusammenarbeitet, wenn sie die Vorteile erkennen. Sie profilieren sich beim eigenen Volk schon (zu recht) als soziale Wohltäter. Wenn dies nun zusammen mit dem Friedensangebot von Abbas vom Ausland anerkannt wird und sie eine Waffenruhe einhalten, dann steht Israel noch mehr unter Druck endlich nachzugeben und aus einem Land zu verschwinden, dass ihm nicht gehört.
                              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                              Makes perfect sense.

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