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Die erste Kolonie

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  • Die erste Kolonie

    Dies ist die logische Fortsetzung meines Generationenschiffthreads.
    http://www.scifi-forum.de/science-fi...nenschiff.html

    Es soll hier um realistische Konzepte der Kolonisation einer fremden Welt gehen.

    Folgende Ausgangslage:

    Nach 1500 Jahren Flug hat unser Generationenraumschiff endlich sein Ziel erreicht. Die Erde ist in den Köpfen der Mannschaft nur noch ein Eintrag in den Datenbänken.

    Unsere nun 3800 Menschen haben sich erst einmal ausgiebig gestreckt und nun bewegen sie sich im Orbit ihrer Zielwelt.

    Was passiert nun?

    Ich vermute mal bevor Irgendjemand da runter geht, werden zunächst die Umweltbedingungen gründlich analysiert.

    Die mir vorschwebende Zielwelt ist hier erdähnlich.

    Eine Analyse, aus dem Orbit heraus, kann sicherlich einige Daten liefern. Dann würden wohl Sonden und Roboter folgen, welche die Oberfläche des Planeten untersuchen.
    Ganz wichtig: Mikroorganismen testen, schon ein nicht-Kompatibler genügt und alles ist umsonst gewesen.
    Dieser Analyse-Prozess kann ohne weiteres mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

    Zuletzt würden dann die Menschen folgen. Hier stellt sich die Frage nach der Landung. Soll man das ganze Schiff landen lassen (schwierig bei den Ausmaßen eines Generationenschiffs) oder lieber mit Transportern aufsetzen?
    Lässt man das Schiff für alle Fälle im Orbit kreisen oder zerlegt man es nach und nach um Baumaterial für eine Kolonie zu bekommen?

    Wo errichtet man die Kolonie ist die nächste Frage.
    Nach meiner Meinung sind natürlich Zonen mit gemäßigten Klima ideal. Allerdings muss man die Flora und Fauna ausgiebig studieren, was Zeit kostet. Auch die Frage nach der Nutzfläche für möglichen Ackerbau stellt sich durchaus zu Recht.

    Zuletzt kommt die Frage nach der angestrebten Gesellschaftsform an die Reihe. Die Kommandostrukturen des Schiffs wird man sicherlich noch lange beibehalten, aber was kommt dannach?


    Ich bin gespannt auf Eure Antworten und Theorien rund um die erste Kolonie.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Erstmal vorweg. Den Generationenschiffthread habe ich mir nicht durchgelesen.

    Nachdem die Crew die Umweltbedingungen und eventuelle Gefahrenstoffe identifiziert und eventuell entfernt hat, geht die Suche nach einer geeigneten Fläche los.

    Diese Stelle sollte am besten Europäisches Gemässigtes Klima besitzen, da damit die meisten Menschen zurechtkommen können. An den Polen, oder dem Äquatorialen Bereich werden sich viele Menschen unwohl fühlen.

    Eine grosse Wiesenfläche, die sich an eine Hügelkette anschmiegt. Ein breiter gemächlich fließender Fluss kommt aus den Hügeln und an den Ufern des Flusses wird die Kolonie gegründet. Es gibt mehrere Waldgebiete in der Umgebung und genug Fläche für kontrollierten Ackerbau.
    Am besten sollte es auch Einheimische Nutztiere geben, damit man nicht ständig von eventuell von der Erde mitgebrachten Tieren abhängig ist, und man sich an die Einheimische Nahrung gewöhnt.
    Die Gebäude wären im Bauhausstil, da diese einfach strukturiert sind und trotzdem noch Ansehnlich sind.

    Als Gesellschaftsform würde ich eine Demokratie wählen, mit frei gewähltem Bürgermeister und einem kleinen Senat und Bürgersprechern. Diese Form halte ich für die sinnvollste, da so auch die einfachen Bürger einen Teil zur Politik beisteuern können.
    Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
    Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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    • #3
      also ich hab da ja schon mitgelesen^^

      naja wie Darthbot bereits geschrieben hat wäre ne europäische Zone gut usw..

      naja das Schiff sollte meiner Meinung nach teils zerlegt werden aber sonst intakt bleiben. Da auf dem Generationsschiff wichtige Produktionsanlagen stationiert waren(wurde im Schiffs thread mal beschlossen) sollte man diese auf die Planetenoberfläche holen und dort in die Infrastruktur integrieren.

      hierbei sollte jedoch zu Anfangs auf Produktivität geschaut werden, dass heißt es wird anfangs nicht wunderschön aussehen.

      Ich kann mir das bis jetzt so vorstellen wie "Neu Caprica" von der neuen BSG serie. Nur das die Entwicklung schneller gehen würde, Häuser würden eher stehen, die menschen wären recht schnell aus Notbedürftigen Unterkünften raus und durch die Produktionsanlagen und Vorräte des Schiffes sollte es auch nicht so demoralisierende Sachen wie Medikamentenknappheit oder sonst was geben.

      Wo ich mir jedoch sorgen mach is der Genpool.
      Bei nur 3800 Menschen ist es sehr wahrscheinlich das die Population nach mehreren Generationen eingeht.
      Ich weiß nicht genau was da im Vor-Thread abgesprochen wurde, aber 3800 sind IMO schon bisschen wenig.

      Joa ansonsten ist es halt wie damals mit der Kolonisierung von Amerika, nur sollte das Schiff einen Planeten wählen der nicht bereits eine "intelligente" Spezies beherbergt.
      Zuletzt geändert von Kevinski; 12.09.2009, 12:17.

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      • #4
        Es solte zimlich früh damit begonnen werden nach Erzen, Sand (SiO2), und anderen Mineralischen Bauschtoffen gesucht werden um nicht auf die Ressourcen des Gennerationenschiffs begrentst zu sein.
        Die Jagd hat begonnen, die Jagd auf das gefährlichste Lebewesen, das die Erde je bewohnt hat, auf uns.

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        • #5
          Bei 3800 Menschen würde ich als Commander erstmal die Frauenrechte einschränken, sonst wird es wohl nicht soviele Nachfolge Generationen geben.
          Leider hab ich den Threat des Generationsschiffes nicht mitverfolgt.
          Reichen 3800 Menschen aus um eine total neue Zivilisation zu gründen?

          Ich denke mal nach den ersten Untersuchungen aus dem Orbit, schicke ich Scouts los um ein geeignetes Gebiet für die erste Stadt zu finden. Die Scouts können auch Roboter sein, aber es wäre wohl besser Leute mit Schutzanzüge zu schicken, da ein Mensch besser einschätzen kann und eventuelle Gefahren besser erkennt.
          Es wäre auch gut bestimmte Module zu haben in denen Anlagen zur Wasseraufbereitung sind oder man genug Maschinen hat sich diese Anlagen je nach den Bedingungen des Planeten zu bauen. (Okay falls ne Wasseraufbereitung nötig ist, aber ich gehe davon aus das es in einem fremden Öko System so besser wäre)

          Ich denke mal das die Zeit des erkundens etwa 3 - 4 Monate dauern würde und wenn alles auf Grün steht leite ich Phase 2 ein.

          Phase 2 besteht daraus eine Infrastruktur zu bilden um die Grundbedürfnisse zu decken.
          Ich gehe mal davon aus das Transporter zur Verfügung stehen mit denen man locker zum Planeten und zurück kommen kann.
          Jetzt betreten Ingenieure und Techniker den Planeten, beschützt von einer Einheit Soldaten, Marines, Polizisten oder was auch immer da die letzten 1500 Jahre sich gebildet hat um erste Anlagen für Wasser und Energie bereit zu stellen. Diese Anlagen sind für einen min. Einsatz von 2 Jahren gedacht.

          Da leider ein Asteroid das Lander Modul beschädigte, so etwa 300 Jahre her, können auf bestimmte Bequemlichkeiten keine Rücksicht genommen werden, anstatt Große Teile des Mutterschiffes landen, müssen die Kolonisten mit den Transportern auf den Planeten gebracht werden.

          Ach ja der Planet bekommt den namen Holland ( ich weiß, aber die Mehrheit wollte es so blääähhh)
          Nahrung wird weiter auf dem Mutterschiff produziert!

          Nun da Phase 2 ein voller erfolg war, man mehr Wasser aufbereitet als gebraucht wird und Energie dank Fusionstechnologie bereit steht wird Phase 3 eingeleitet.
          Nun landen die ersten Kolonisten auf dem Planeten, viele sind die letzten Monate in Agrartechnik ausgebildet worden, man musste auch neue Wege finden um die Rohstoffe des Planeten für Gebäude zu verwenden, da das Lander Modul nicht Intakt ist.
          Man hat beschlossen das Mutterschiff im Orbit zu belassen, es eignet sich auch wunderbar zur Station und da viele sich mit Ängsten plagen und ihre Heimat das Mutterschiff nicht verlassen wollen, kommt es immer wieder zu Aufständen, man als Commander der Mission hat man nen harten Job und muss viel Verhandlungsgeschick beweisen.
          Generationskonflikt ganz andere Art!
          Doch die Mehrheit kann es kaum abwarten den Planeten zu betreten und engagieren sich stark fürs Unternehmen.
          Nun tritt Phase 4 in Kraft, die Kolonie wird in gewissen Fragen demokratisiert, doch leider können die Kolonisten wenig damit anfangen so das ein Oberhaupt gewählt wird, nämlich meiner Einer.
          Leider bin ich kein guter Mensch und fange an eine elitäre Oberschicht zu etablieren, die auf den Schultern der äähhh Workern auf der Station in Saus und Praus lebt.

          Lang lebe Klaus

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          • #6
            Was man auf jedenfall machen sollte ist grüne Energie zu erzeugen und die Umwelt so wenig wie nur möglich zu schädigen. Da die Menschen ja gerne mal Raubbau an der Natur begehen sollte man auch starke Kontrollen durchführen.
            Das Schiff sollte aber aus einander genommen werden, weil ich sonst immer noch auf die Idee kommen könnte wieder nach Hause gehen zu können. Wenn man eine Kolonie aufzieht, sollte man alles recyclen. Man kann die Fabriken und Farmen ja im Orbit belassen, als Orbitale Stationen. So bleibt der Planet als reines Wohnland vorbehalten, was die Umwelt nicht so stark in Mitleidenschaft zieht.
            Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
            Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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            • #7
              Sprechen wir bei einem erdähnlichen Planeten von ähnlichen Gravitations- und Ressourcenverhältnissen wie auf der Erde oder von einem Planeten, auf dem sich bereits das Leben großflächig verbreitet hat? Ich gehe jetzt einfach mal von Letzterem aus.

              Landen kann das Schiff wohl vorerst nicht, da der Planet ohne menschlichen Einfluss dicht mit Wäldern bedeckt sein wird (zumindest in der hier als Siedlungsplatz so favorisierten gemäßigten Zone). Das Generationenschiff bleibt erstmal als "Hauptstadt" der neuen Welt im Orbit. Mit der Zeit werden dann Außenposten auf dem Planeten errichtet. Zuerst dienen diese nur dem Ressourcenabbau für die Hauptstadt, allmählich werden sie sich aber zu unabhängigen Siedlungen entwickeln.

              Als Regierungsform plädiere ich für ein Dreigestirn aus einem gewählten Parlament, einer Volksversammlung und einem Netzwerk aus KIs.
              +++Und sollten die Geister der Maschine deine Gebete noch immer nicht erhöhren, so streiche dreimal mit dem gesegneten Hammer über sie hinweg und intoniere dabei die Geheiligten Worte: Funktioniere, verdammtes Ding! Funktioniere endlich!+++
              (Auszug aus den Riten der Instandsetzung)

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              • #8
                Zitat von Mockturtel Beitrag anzeigen
                Bei 3800 Menschen würde ich als Commander erstmal die Frauenrechte einschränken, sonst wird es wohl nicht soviele Nachfolge Generationen geben.
                Leider hab ich den Threat des Generationsschiffes nicht mitverfolgt.
                Reichen 3800 Menschen aus um eine total neue Zivilisation zu gründen?
                Auf Wikipedia finden sich sowohl in der deutschen als auch in der englischen Fassung Angaben über einen vermuteten "Flaschenhals" in der Frühgeschichte menschlicher Population. Die englische Ausgabe erwähnt dabei mehr Schätzungen, darum verlinke ich diese, zur Deutschen Ausgabe führt dann aber der bekannte Sprachenlink links am Bildschirmrand

                --> Population bottleneck - Wikipedia, the free encyclopedia

                Ein absolutes Minimum von 1.000 Überlebenden Menschen geben beide Fassungen an, die englische erwähnt aber zusätzlich ein zweites Ereignis das auf ca 2.000 Überlebende geschätzt wird, beides würde zumindest bedeuten, dass die 3.800 für eine genetisch gesunde Population ausreichend wären, allerdings wohl mit anfangs breiter Genstreuung (also nix Monogamie sondern möglichst viele Kinder und die idealerweise von so vielen unverwandten Männern wie möglich ) als Starthilfe und Vereinfachung des Überlebens.

                Zudem hat man ja noch die Möglichkeit eingefrorene schon befruchtete Eizellen mitzuführen, so dass noch mehr genetische Vielfalt erzeugt werden kann.

                Sollte jemand den Wikipedia Angaben mal wieder nicht trauen, liefern die Artikel zumindest Anregungen für die Formulierung der Suchanfrage in der Suchmaschine der Wahl Würde mich aber wundern, wenn so relativ allgemein gehaltene Aussagen wirklich deutlich zu widerlegen wären, bzw nicht durch ein wenig Suchen zigmal zu bestätigen
                »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                • #9
                  Grundsätzlich gibt es bei der Ankunft im Zielsystem zwei Möglichkeiten:

                  - Erstens die Besatzung errichtet eine Kolonie in Weltraumhabitaten. Auch wenn sich das jetzt für manchen Leser wenig attraktiv anhört, so dies doch eine Anzahl von Vorteilen. So ist man beim Zielsystem nicht auf einen bewohnbaren Himmelskörper angewiesen. Damit wären ein Großteil aller Sonnensysteme attraktive Ziele, mit den Vorteil das die bewohnten Sonnensysteme recht Nahe zusammenliegen. Die Fähigkeit zum Bau und Betrieb von Weltraumhabitaten, ist ja eine grundlegende Voraussetzung für das Generationenraumschiff. Hier kann man wie zu Hause nach bewährten Muster vorgehen, Überraschungen sind hier nicht zu erwarten. Die Bedingungen des Habitats können perfekt auf den Menschen abgestimmt werden, Schwerkraft, Atmosphäre, Temperatur und 24h-Rhythmus, ein Luxus den wohl kaum ein Planet bieten wird. Gefahren oder zumindest Schwierigkeiten die von einer fremden Biosphäre ausgehen, sind hier ausgeschlossen. Zum Bau des Habitats muss man sich lediglich einen Metallreichen Asteroiden suchen.

                  - Zweitens das Besiedeln eines Planeten oder Mondes. Auch hier wäre die Besatzung erst einmal gut beraten, sich einen Metallreichen Asteroiden zu suchen und sich dort mit Rohstoffen zu versorgen.
                  Als nächstes muss man sich entscheiden welchen Himmelskörper man besiedeln will (ein Sonnensystem kann ja durchaus mehrere Kandidaten aufweisen). Hier wird eine umfangreiche Exploration nötig sein, es kann durchaus sein das sich der lebensfeindlichere Kandidat als besser geeignet für eine Besiedlung/Terraforming herausstellt. Gerade eine bereits vorhandene fremde Biosphäre kann zum Problem werden, und das nicht nur in aus ethischer Sicht (ein Terraforming, oder auch nur einzelne terranische Organismen könnten die fremde Biosphäre schwer schädigen).
                  Auch wenn eine solche Biosphäre keine für den Menschen schädliche Viren enthalten wird, so bedeutet das keineswegs das diese auch ungefährlich ist. Diese würde den Menschen mit unzähligen neuen chemischen Verbindungen konfrontieren. Welche davon sind für den Menschen giftig oder langfristig schädlich, es könnte sehr lange dauern darüber Gewissheit zu erlangen. Vermutlich wäre es deshalb besser einen unbelebten Himmelskörper zu besiedeln.
                  Im Orbit um das Zielobjekt muss dieses ausgiebig erkundet werden, Rohstoffvorkommen, Klimazonen, Wetterphänomene, Vulkanismus, Erdbeben, etc. Schließlich will man seine erste Siedlung nicht in einen Erdbengebiet errichten, das dazu jährlich noch von starken Stürmen heimgesucht wird.
                  Hat man seinen Siedlungsort ausgewählt, muss dort eine grundlegende Infrastruktur errichtet werden, angepasst an die dort vorherrschenden Umweltbedingungen. Hier kommen nun die am Asteroiden gesammelten Rohstoffe zum Einsatz. Mit den Produktionsanlagen des Schiffes kann man nun alle zum errichten der Kolonie nötigen Güter herstellen.
                  Ich halte es auch für keine gute Idee die Anlagen des Schiffes zu demontieren. Diese Produktionsanlagen sind hoch komplexe Konstruktionen, deren Funktion man nicht durch Demontage/Transport/Montage (oder Naturkatastrophen) gefährden sollte. Klüger wäre es, mit der Fabrik des Schiffes die Komponenten für neue Industrieanlagen in der Kolonie herzustellen. Auf diese Weise bleibt auch gewährleistet, das eine Anzahl hochqualifizierter Menschen in der Sicherheit des Schiffes verbleibt. Überhaupt gibt es keinen Grund, den Transfer der Bevölkerung auf die neue Kolonie zu übereilen. Hier sollte man mit der nötigen Vorsicht vorgehen, niemand weiß welche Gefahren eine fremde Welt birgt, und den Verlust von Menschen und Material sollte man soweit wie möglich vermeiden.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                  • #10
                    Mich würde es wundern, wenn die Menschen überhaupt auf einem Planeten leben könnten.
                    Die lange Zeit auf einem Raumschiff wird sich auch auf die Genetik auswirken ebenso auf das soziale Zusammenleben. zB. Warum sollten die Kinder die Annehmlichkeiten ihrer bekannten Umgebung zugunsten einer Welt opfern, auf der man wieder alles neu bauen müsste?
                    Wenn menschen irgendwo umsiedeln zB von Deutschland nach Südafrika ... dann haben die Kinder der zweiten und weiteren generationen immer weniger Probleme sich den dort gegebenen Umständen anzupassen. Was der ersten G noch als "heisses Wetter" empfunden wird, ist für die Enkel normale Umgebungstemeperatur. Menschen sind überaus fähig sich neuen Umgebungen anzupassen und wenn dann noch das gefühl dazukommt das man Heimat nennt, dann wird es sehr schwer nachfolgende G davon zu überzeugen woanders weiterzumachen. Sicher wird es auch welche geben, die altmodisch ausgerichtet sind oder auch neugierig aber der Grossteil bleibt dort, wo er sich zuhause wähnt.
                    Genetisch geht die Anpassung soweit, das man andere Nahrung nicht verträgt und davon krank wird und das die Krankheitskeime auf der neuen Welt sich für jemanden der recycelte Luft geatmet hat, sich als äusserst tödlich herausstellen kann. Denn ohne den Dauerangriff von bakterien auf unser Immunsystem wird dieses schwach und der Körper angreifbar.
                    Die Siedler würden von den einfachsten bakterien reihenweihse flachgelegt, will sagen, getötet werden, bevor es sich bei der geringen Anzahl der Menschen wieder zu einer Umstellung kommt ... FALLS das Immunsystem sich dann überhaupt noch umstellen kann. Eine so derartig isolierte Umgebung wie ein Generationsschiff fördert die körperliche, geistige und seelische Gesundheit nicht geradezu.
                    Dazu gibt es auch Studien, die ich im Bio-LK gelesen habe... darunter war einer, der Kritik an der Reinlichkeit in den Hauhalten anprangerte: Antiallergische Seife, desinfizierende Putzmittel, noch sauberere machende Shampoos und Duschgel, keimtötende Waschmittel etc sorgen zwar dafür das alles porentief nach chemischer Zitrone duftet, gleichzeitig aber dem Immunssystem die Angreifer nimmt an dem es Antikörper gegen Erreger bilden kann. Ebenso die überfürsorgliche Elternschaft, die bei nem kleinsten Schmutzfleck auf der Hose des 4jährigen Sohnes in heillose Sauberkeitshysterie verfallen und das Kind für 24 in die Badewanne stecken und ihm die Haut von den Knochen schrubben ist ein nicht zu verzeihnder Fehler.
                    Ein bißchen Schmutz schadet nicht, im Gegenteil: Ohne ihn würden wir alle als Hyperallergiker und Dauerinfizierte enden, die das Haus kaum noch verlassen können.

                    Deshalb glaube ich nicht, das nach 1500 Jahren alle jubelschreiend sich auf den Planeten runterstürzen...
                    --|___________|--
                    This is Nudelholz. Copy Nudelholz into your Signature to make better Kuchens and other Teigprodukte.

                    Ad Astra to live long and funky!

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                    • #11
                      Zitat von Gargylnite Beitrag anzeigen
                      FALLS das Immunsystem sich dann überhaupt noch umstellen kann. Eine so derartig isolierte Umgebung wie ein Generationsschiff fördert die körperliche, geistige und seelische Gesundheit nicht geradezu.
                      Dazu gibt es auch Studien, die ich im Bio-LK gelesen habe... darunter war einer, der Kritik an der Reinlichkeit in den Hauhalten anprangerte: Antiallergische Seife, desinfizierende Putzmittel, noch sauberere machende Shampoos und Duschgel, keimtötende Waschmittel etc sorgen zwar dafür das alles porentief nach chemischer Zitrone duftet, gleichzeitig aber dem Immunssystem die Angreifer nimmt an dem es Antikörper gegen Erreger bilden kann. Ebenso die überfürsorgliche Elternschaft, die bei nem kleinsten Schmutzfleck auf der Hose des 4jährigen Sohnes in heillose Sauberkeitshysterie verfallen und das Kind für 24 in die Badewanne stecken und ihm die Haut von den Knochen schrubben ist ein nicht zu verzeihnder Fehler.
                      Ein bißchen Schmutz schadet nicht, im Gegenteil: Ohne ihn würden wir alle als Hyperallergiker und Dauerinfizierte enden, die das Haus kaum noch verlassen können.
                      Ich denke nicht, das die Biosphäre eines Generationenschiffes eine sterile Umgebung ist. Diese sollte eigentlich eine ausreichende Beschäftigung des menschlichen Immunsystems gewährleisten, oder man hilft dabei auch noch nach.
                      Man sollte die Konfrontation des Menschen, mit einer außerirdischen Biosphäre nach Möglichkeit vermeiden. Die langfristigen Risiken sind viel zu unüberschaubar, als das Kolonisten diese eingehen sollten. Vermutlich werden zukünftige Kolonien des Menschen, sich wohl eher auf künstliche Weltraumhabitate konzentrieren.
                      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                      Dr. Sheldon Lee Cooper

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                      • #12
                        Es hat sich aber eine eigene Biosphäre in dem Schiff gebildet. Nach 1500 Jahren kannst du niemanden aus dem Schiff lassen ohne das sie sich langsam an die neuen Umweltbedingungen angepasst haben. Ein einfacher Alienschnuppen reicht da um deine ganze Crew zu töten.

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                        • #13
                          Zitat von Jolly Beitrag anzeigen
                          Es hat sich aber eine eigene Biosphäre in dem Schiff gebildet. Nach 1500 Jahren kannst du niemanden aus dem Schiff lassen ohne das sie sich langsam an die neuen Umweltbedingungen angepasst haben. Ein einfacher Alienschnuppen reicht da um deine ganze Crew zu töten.
                          Wie willst du ohne eine Biosphäre in den Raumschiff Nahrungsmittel züchten? Die Gefahr bei einer außerirdischen Biosphäre geht auch nicht von Viren aus, sondern eher von der fremden Biochemie. Die Stoffwechselprodukte außerirdischer Biologie, könnten für den Menschen giftig, allergen sein oder das Erbgut schädigen. Deshalb sollte Menschen auch fremde Biosphären meiden, liest eigentlich keiner meine Beiträge.
                          Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                          Dr. Sheldon Lee Cooper

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                          • #14
                            Ich habe den anderen Thread auch nciht gelesen, aber ich würde wie folgt vorgehen:
                            -->
                            Im ausgangstext wurde erwähnt, dass die Untersuchung nach inkompatiblem Mikroben Jahre in Anspruch nehmen kann, ebenso die Untersuchugn der Flora und Fauna. Ich würde diese beiden Maßnahmen sofort einleiten. Während dieser, ich sage jetzt mal 3 Jahre, können Satelliten und kleine Raumstationen/Raumhabitate errichtet werden. Einige dieser Raumhabitate sollten einfach nur goße Gärten sein, indem man irdische Pflanzen und Früchte anbaut und züchtet. Wie ja bereits von Enas Yorl erwähnt, kann die Besatzung im Habitat die Bedingungen auf Erdähnlich schrauben.
                            Wenn die Untersuchungen auf dem Planeten zu 98% abgeschlossen sind und es bis dato optimale Bedingungen gibt, würde ich anfangen, Siedlungen vom Reißbrett zu bauen. Der Standort sollte in der von Darthbot erwähnten Zone sein. Von dort aus kann man immer wieder weiter expandieren. Diese erste Siedlung sollte für rund 500 Leute ausgelegt sein und bis zum Abschluss der Untersuchungen, die eingangs eingeleitet wurden, noch nciht besiedelt werden. Die Errichtung einer Wasseraufbereitungsanlage, einem Abwassersystem, einem Stromnetz und Telekommunikationsnetze eingerichtet werden.
                            Das Generationsschiff wird weiterhin Hauptverwaltungspunkt bleiben.
                            Sind die Untersuchungen abgeschlossen und haben keine Schwierigkeiten ergeben, so wird die erste Besiedlungswelle ausgeschickt. die ersten 500 Leute werden sich in der Siedlung breit machen und versuchen, ein erstes Wirtschaftsystem zu führen. Das sollte aber nciht die Marktwirtschaft sein, da diese den Menschen zu sehr in reich und arm differenziert und für Ausbeutung zwingt. Es wäre eine Planwirtschaft von Vorteil, die ohne Geld läuft. Da man 1500 Jahre Zeit hattem kann man ja den Menschen bereits dazu getrimmt haben, nur das, was er wirklich braucht zu kaufen.
                            weitere 200 Menschen würde ich in jeweils 50 Man Gruppen aufteilen, die ungefähr 2 bis 3 Kilometer entfernt von der Siedlung beginnen, weitere kleinere Siedlungen/Außenposten zu bauen. Diese werden dazu gebraucht um Nutzpflanzen anzubauen.
                            Bereits in den Habitats können irdische Pflanzen auf die holländischen Bedingungen getrimmt werden.
                            Diese Phase nach den Untersuchungen sollte 10 Jahre und mehr dauern. Ich lege mich auf 20 Jahre fest.
                            Nach diesem Zeitraum, wenn noch keine Komplikationen mit dem Planeten aufgetreten sind, werden die restlichen Menschen auf den Planeten gebracht und werden am Aufbau der Kolonie mitbeteiligt. Natürlich müssen Freiwillige auf dem Schiff und den Habitats bleiben um die dortigen Entwicklungen voran zu treiben.

                            Zum Punkt der Art-Erhaltung. ich würde sofort eine Art Paarungsregister einführen, indem festgehalten wird, wer sich mit wem paaren darf um die Art zu vegrößern, wie es bereits Sternengucker erwähnte. Nix mit Monogamie
                            (Wird viele Männer freuen)
                            Wenn die Population dann um die 10.000 Menschen erreicht hat, würde ich dieses Register einschränken, also freier gestalten, wo ich dann (vielleicht) auch die Monogamie wieder einführen würde... oder auch nicht!!!

                            Ich denke, das war alles!
                            mfg Adama


                            PS: das war jetz mein 1000er Beitrag!! Juhuuu!
                            ~~:::Battlestar Galactica:::~~~

                            InterStella - Foren-RPG

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Philliph Adama Beitrag anzeigen
                              Nix mit Monogamie
                              In diesen Punkt könnte das Gesellschaftssystem der Mosuo als Vorbild dienen.
                              Die Mosuo sind bekannt für ihre matrilineare Gesellschaftsstruktur. Sie kennen keine Ehe zwischen Mann und Frau, bei der das verheiratete Paar zusammenlebt; diese wird als unnatürlich betrachtet und als Gefahr für die mutterorientierte Familie. Die Mosuo pflegen die Besuchsehe bzw. Besuchsbeziehung, da die Bindungen zwischen den Partnern als sehr locker gelten. Sowohl Frauen als auch Männer können mit mehreren (gegengeschlechtlichen) Partnern oder Partnerinnen nebeneinander oder nacheinander sexuelle Beziehungen pflegen, die keinerlei Bestätigung von dritter Seite brauchen und auch von jeder der beiden Seiten ohne Umstände und jederzeit aufgelöst werden können. Die Männer besuchen als Geliebte (azhu) die Frauen dabei in der Nacht und kehren am Morgen in ihre eigenen Häuser bzw. in die Häuser ihrer Mütter zurück.
                              Alle Kinder, die aus der Verbindung stammen, gelten als die Kinder der Frau. Die Brüder helfen ihren Schwestern, die Kinder aufzuziehen. Männer sind also zuständig für ihre Nichten und Neffen, d.h. die Kinder ihrer Schwesterlinien, nicht für ihre eigenen biologischen Kinder. Die Kinder finden unter den Brüdern der Mutter ihre männlichen Bezugspersonen. Sie kennen ihre biologischen Väter in der Regel nicht, die Mosuo haben auch keinen Begriff für die biologische Vaterschaft, und die Frage nach dem Vater ist tabu.


                              PS: Gratuliere zum 1000. Post!
                              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                              Dr. Sheldon Lee Cooper

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