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Wieso muss immer alles erklärt werden?

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  • Wieso muss immer alles erklärt werden?

    Ein Punkt der mich persönlich sehr interessiert. Mal wieder aus einer nBSg Diskussion hervorgegangen.

    Die Frage ist, wieso muss alles immer Technobabble sein? Jede Technik muss genausten erklärt werden, sonst ist sie doof. (Stichwort Rote Materie bei ST11) Auch bei höheren Entitäthen verlangt man das ihre Fähigkeiten, Motivation ect. offengelegt werden.

    Die Frage ist nun, wieso darf es kein Scifi geben wo eben mal nicht alles erklärt wird? Wo bestimmte mystische Elemente einfach so bleiben, mystische Elemente. Warum darf es keine Scifiserie geben die nicht Technobabble zum Inhalt hat sondern wo Scifi nur Hintergründe für eine tiefergründe psychologische Handlung sind?
    www.planet-scifi.eu
    Euer Scifi-Portal mit Rezensionen und Kritiken zu aktuellen Büchern und Hörspielen.
    Besucht meine Buchrezensionen:
    http://www.planet-scifi.eu/category/rezension/

  • #2
    Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nun, wieso darf es kein Scifi geben wo eben mal nicht alles erklärt wird? Wo bestimmte mystische Elemente einfach so bleiben, mystische Elemente.
    Gibt es doch, zuhauf sogar. Die macht bei Star Wars. Die Q bei Star Trek. Der Sonic Screwdriver und die TARDIS des Doktors.

    Was es nicht geben darf (bzw. sollte) sind Geschichten (Sci-Fi oder sonstwie), in denen die Autoren ihr Unvermögen, konsistente Handlungsbögen zu schreiben, hinter irgendwelchem pseudomystischen Bullshit verstecken.
    Vor allem nicht wenn der Handlungsbogen das tragende Element der Serie ist.

    Warum darf es keine Scifiserie geben die nicht Technobabble zum Inhalt hat sondern wo Scifi nur Hintergründe für eine tiefergründe psychologische Handlung sind?
    Hat doch keiner behauptet. Nur dafür müsste es so eine Serie erstmal geben.

    Und nein, nBSG war nicht tiefgründig. Psychologisch und mit dahinterstehender Aussage, sicherlich, aber nicht tiefgründig. Da wurde überall mal an der Oberfläche gekratzt, aber tief ging das nie.

    Kommentar


    • #3
      Ich gebe dir da Recht. Selbst heute weiß kaum ein normaler Mensch wie und warum ein Computer funktioniert - oder ein Internet-User wie das Internet aufgebaut ist. Aber die Leute benutzen die Sachen trotzdem. Ich finde auch, dass man im SF nicht alles genau wissen muss. Die Story sollte grundsätzlich wichtiger sein als die Frage, warum ein Raumschiff jetzt diese oder jene Eigenschaft hat.
      "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
      www.alexander-merow.de.tl
      http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
      http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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      • #4
        Zitat von Alexandermerow Beitrag anzeigen
        Ich gebe dir da Recht. Selbst heute weiß kaum ein normaler Mensch wie und warum ein Computer funktioniert - oder ein Internet-User wie das Internet aufgebaut ist. Aber die Leute benutzen die Sachen trotzdem. Ich finde auch, dass man im SF nicht alles genau wissen muss. Die Story sollte grundsätzlich wichtiger sein als die Frage, warum ein Raumschiff jetzt diese oder jene Eigenschaft hat.


        Das möchte ich mal aufgreifen. Die meisten Science Fiction Fans wissen nicht wie TV funktioniert, aber sie wissen genau, wie der Warpantrieb funzt oder was beim Beamen passiert...

        Verkehrte Welt manchmal, aber lustig

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        • #5
          Die meisten Science Fiction Fans wissen nicht wie TV funktioniert, aber sie wissen genau, wie der Warpantrieb funzt oder was beim Beamen passiert...
          Da ist was dran!
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          • #6
            Zitat von Drakespawn Beitrag anzeigen
            Gibt es doch, zuhauf sogar. Die macht bei Star Wars. Die Q bei Star Trek. Der Sonic Screwdriver und die TARDIS des Doktors.

            Was es nicht geben darf (bzw. sollte) sind Geschichten (Sci-Fi oder sonstwie), in denen die Autoren ihr Unvermögen, konsistente Handlungsbögen zu schreiben, hinter irgendwelchem pseudomystischen Bullshit verstecken.
            Vor allem nicht wenn der Handlungsbogen das tragende Element der Serie ist.
            Wie bewertest du die Qualität dieser Handlungsbögen? TNG hatte garkeinen handlungsbogen, das waren nur Einzelfolgen. B5 scheiterte daran, das ihre tolle Story mit Gewalt durchgezogen wurde anstatt es an die Situation anzupassen. Bei SG1 war die Story gerade bei Atlantis völlig egal, es diente nur dazu Aktion und Humor zu zeigen.

            Um mal bei nBSg zu bleiben, Gott zieht sich als rote Linie durch die ganze Serie, vom ersten Satz der Ersten folge bis zur letzten Folge des Finales. NBSg war Charakteorientiert und hat die Charakterdarstellung vor eine "realistische" Gesamthandlung gestellt. Auch die anderen Scifiserien haben wie oben beschrieben Abstriche gemacht um das rauszubringen was sie sagen wollen. Nur bei nBSG ist das ein Problem. Und warum? Weil Gott einfach Gott ist und es keine genaue Erklärung dazu gibt.

            Übrigens zumindest bei Q stimmt das nicht, über Q wurde sehr viel erzählt.


            Zitat von Drakespawn Beitrag anzeigen
            Und nein, nBSG war nicht tiefgründig. Psychologisch und mit dahinterstehender Aussage, sicherlich, aber nicht tiefgründig. Da wurde überall mal an der Oberfläche gekratzt, aber tief ging das nie.
            Ok lassen wir das so stehen.
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            • #7
              Ich denke, ein Großteil der Beantwortung der Frage lautet:

              Wenn schon deus ex machina, dann auch bitte sinnvoll.

              Im Prinzip ist jede erfundene Technik ein deus ex machina. In dem Moment, in dem man aber zumindest erklärt, was sie kann und was sie vielleicht NICHT kann, wird aus diesem deus ex machina ein überlegtes Konzept.

              So ist es auch mit höheren Entitäten. Natürlich muss man nicht alles offenlegen, ja darf das sogar gar nicht, aber ein Q, der immerhin ein Gesicht und sein eigenes Wesen hat, ist schon einmal interessanter als ein mächtiges Wesen, das immer dann eingreift, wenn das Drehbuch es so verlangt und hinterher gibt es nicht einmal eine drehbuchtechnische Erklärung dafür. In dem Moment, in dem die Propheten eine ganze Dominionflotte verschwinden ließen, waren sie ein großes Deus ex machina, aber immerhin hatten sie eine erkennbare Motivation dahinter, bei der ich mich dann hinterher gefragt habe, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin.

              Bei solchen Entitäten ist es aber wichtig, sie schon vor ihrem Benutzen einzuführen. Auch die Tätigkeiten der Antiker z. B. während Anubis' Siegeszug durch die Galaxis wirkten kaum willkürlich, einfach weil man die Sache mit den Regeln früh genug einführte. Da das genaue Maß zwischen "entmystifizeriend" und "unbefriedigend offen" zu treffen, kriegt man nicht oft hin. SG1 tendierte dann gegen Ende dann leider zu ersterem.


              .
              EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

              garakvsneelix schrieb nach 53 Sekunden:

              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
              Wie bewertest du die Qualität dieser Handlungsbögen? TNG hatte garkeinen handlungsbogen, das waren nur Einzelfolgen. B5 scheiterte daran, das ihre tolle Story mit Gewalt durchgezogen wurde anstatt es an die Situation anzupassen.
              Welche Situation meinst du?
              Zuletzt geändert von garakvsneelix; 06.06.2011, 00:04. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

              Für alle, die Mathe mögen

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              • #8
                Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                Wie bewertest du die Qualität dieser Handlungsbögen? TNG hatte garkeinen handlungsbogen, das waren nur Einzelfolgen. B5 scheiterte daran, das ihre tolle Story mit Gewalt durchgezogen wurde anstatt es an die Situation anzupassen. Bei SG1 war die Story gerade bei Atlantis völlig egal, es diente nur dazu Aktion und Humor zu zeigen.
                Abgesehen von B5 (das ich in keinster Weise als "gescheitert" ansehen würde, sondern eher als Lehrbeispiel für die Autoren von SGU und nBSG) bewerte ich die Handlungsbögen als mies bis nicht vorhanden und deswegen wirst du von mir auch nur wenige positive Worte zu diesen Serien hören.

                Um mal bei nBSg zu bleiben, Gott zieht sich als rote Linie durch die ganze Serie, vom ersten Satz der Ersten folge bis zur letzten Folge des Finales.
                Bis kurz vor Ende (aber wirklich GANZ kurz) war "Gott" nicht mehr als ein Streitthema (und zwar ein nebensächliches) zwischen Humlons und Colonials. Man hätte die Serie beenden können, ohne dass jemals bestätigt worden wäre, dass "Gott" überhaupt existiert. Aber dann hätte alles noch übler ausgesehen als sowieso schon.

                Für einen roten Faden fehlt es "Gott" in der Serie an Präsenz. Wenn man einen roten Faden sucht, dann wäre der Kreislauf der Gewalt wesentlich eher ein solcher.

                NBSg war Charakteorientiert und hat die Charakterdarstellung vor eine "realistische" Gesamthandlung gestellt.
                Und damit haben wir den Fehler auch schon gefunden. Gratulation.

                Story ohne Charaktere funktioniert nicht. Charaktere ohne Story funktionieren nicht. Charaktere allein sind kein ausreichendes Fundament.

                Auch die anderen Scifiserien haben wie oben beschrieben Abstriche gemacht um das rauszubringen was sie sagen wollen. Nur bei nBSG ist das ein Problem. Und warum? Weil Gott einfach Gott ist und es keine genaue Erklärung dazu gibt.
                Das ist so einfach nicht korrekt. Das Problem ist nicht Gott und erst Recht keine fehlende Erklärung dazu, sondern dass der Plot unausgegoren und löchrig war und die Serie einfach sonst nicht besonders interessant war.

                Würde mir heute einer die Serie empfehlen, dann aber sagen, dass ich den Quatsch mit dem "Plan" der Cylons besser ignorieren sollte, weil da eh nichts bei rauskommt, dann würde ich irgendwo in Staffel 1 oder 2 aussteigen und weiter Doctor Who kucken.

                Übrigens zumindest bei Q stimmt das nicht, über Q wurde sehr viel erzählt.
                Es gab nie auch nur den leisesten Ansatz zu versuchen, die Kräfte der Q oder ihren Werdegang zu erklären.

                Was angeschnitten wurde ist die Persönlichkeit des einen Q, der uns immer wieder über den Weg läuft (ein ziemlich klassischer "Trickster God") und dass die meisten anderen Q ihn wegen exakt dieser Persönlichkeit für infantil bis gefährlich halten.

                Und dort hat sich auch niemand darüber beschwert, dass nicht alles erschöpfend "erklärt" wurde. Weil der Charakter auch funktioniert, ohne dass man große Hintergründe kennt.

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                • #9
                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Ich denke, ein Großteil der Beantwortung der Frage lautet:

                  Wenn schon deus ex machina, dann auch bitte sinnvoll.

                  Im Prinzip ist jede erfundene Technik ein deus ex machina. In dem Moment, in dem man aber zumindest erklärt, was sie kann und was sie vielleicht NICHT kann, wird aus diesem deus ex machina ein überlegtes Konzept.

                  So ist es auch mit höheren Entitäten. Natürlich muss man nicht alles offenlegen, ja darf das sogar gar nicht, aber ein Q, der immerhin ein Gesicht und sein eigenes Wesen hat, ist schon einmal interessanter als ein mächtiges Wesen, das immer dann eingreift, wenn das Drehbuch es so verlangt und hinterher gibt es nicht einmal eine drehbuchtechnische Erklärung dafür. In dem Moment, in dem die Propheten eine ganze Dominionflotte verschwinden ließen, waren sie ein großes Deus ex machina, aber immerhin hatten sie eine erkennbare Motivation dahinter, bei der ich mich dann hinterher gefragt habe, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin.

                  Bei solchen Entitäten ist es aber wichtig, sie schon vor ihrem Benutzen einzuführen. Auch die Tätigkeiten der Antiker z. B. während Anubis' Siegeszug durch die Galaxis wirkten kaum willkürlich, einfach weil man die Sache mit den Regeln früh genug einführte. Da das genaue Maß zwischen "entmystifizeriend" und "unbefriedigend offen" zu treffen, kriegt man nicht oft hin. SG1 tendierte dann gegen Ende dann leider zu ersterem.
                  Bis kurz vor Ende (aber wirklich GANZ kurz) war "Gott" nicht mehr als ein Streitthema (und zwar ein nebensächliches) zwischen Humlons und Colonials. Man hätte die Serie beenden können, ohne dass jemals bestätigt worden wäre, dass "Gott" überhaupt existiert. Aber dann hätte alles noch übler ausgesehen als sowieso schon.

                  Für einen roten Faden fehlt es "Gott" in der Serie an Präsenz. Wenn man einen roten Faden sucht, dann wäre der Kreislauf der Gewalt wesentlich eher ein solcher.
                  Ich fass das mal kurz zusammen weil es im Grunde nicht ganz stimmt. Gott war permanent präsent in Form seiner Engel. Gott hat auch vielfach helfend eingegriffen, Gott hat den Zylonendetektor entwickelt, Gott hat dafür gesagt das beim Angriff auf die Thylliummine das richtige Objekt getroffen wird. Gott hat dafür gesorgt das Frieden zwischen Menschen und Cylonen erst möglich wurde, Gott hat in der Serie sehr viel getan. Er hat sich nur nicht offen gezeigt und er hat den Wesen ihren freien Willen gelassen.

                  Dazu greif ich auchmal Douglas Adams auf. Ein Gott ist nur dann ein Gott solange man an ihn glaubt. Daher kann man die Existenz von Gott nicht beweisen, den Glauben ist ja nicht gleich wissen. In dem Moment wo Gott beweisbar wird ist er kein Gott mehr.

                  Und die wichtige Aussage (oder sagen wir Moral der Geschicht) ist ja das Gott weder ein Cylon, noch ein Mensch, kein Gott von Kobol, nicht Baltars liebender verzeihender Gott und auch nicht der Cylonengott ist. Gott ist einfach Gott, er ist all das davon und auch garnix, Gott ergreift keine Partei. Das ist gerade im Anbetracht der heutigen Religionstreitigkeiten eine der wichtigen Aussagen der Serie. Und die hätte man komplett zerstört hätte man Gott definiert.

                  Der Punkt ist Gott ist bei nBSG kein Deus Ex Maschina. Er ist von der ersten Sekunde an durch seine Engel präsent. Seine Motivation wird auch in den ersten beiden Staffeln sehr deutlich.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Larkis schrieb nach 2 Minuten und 7 Sekunden:

                  Zitat von Drakespawn Beitrag anzeigen
                  Das ist so einfach nicht korrekt. Das Problem ist nicht Gott und erst Recht keine fehlende Erklärung dazu, sondern dass der Plot unausgegoren und löchrig war und die Serie einfach sonst nicht besonders interessant war.

                  Würde mir heute einer die Serie empfehlen, dann aber sagen, dass ich den Quatsch mit dem "Plan" der Cylons besser ignorieren sollte, weil da eh nichts bei rauskommt, dann würde ich irgendwo in Staffel 1 oder 2 aussteigen und weiter Doctor Who kucken.

                  Dazu sag ich am besten garnix. NBSg ist eben keine Serie wo einem alles vorgekaut wird und jeder Oberbösewicht groß und breit seinen Plan erklärt damit jeder auch ja mitkommt. Alle Infos sind da, schau dir die Serie an, versuch den Inhalt zu behalten und dann wird alles klar.
                  Zuletzt geändert von Larkis; 06.06.2011, 00:23. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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                  • #10
                    Mein Beitrag war eigentlich gar nicht mal mit nBSG im Hinterkopf geschrieben,aber nun gut...

                    Zitat von Larkis Beitrag anzeigen

                    Der Punkt ist Gott ist bei nBSG kein Deus Ex Maschina. Er ist von der ersten Sekunde an durch seine Engel präsent.
                    Ein Engel, der beim Anblick einer Six ruft: "Das bin ja ich!" Warum rief der das eigentlich und was wurde da deutlich?

                    Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                    Seine Motivation wird auch in den ersten beiden Staffeln sehr deutlich.
                    Ich bin ja bei einem sehr schleppend verlaufenden Rerun der Serie und weiß gerade nicht mehr genau, wie deutlich das wird. Ich kann mich an Stellen erinnern, die schon eine gewisse Richtung andeuteten und Stellen, die vielleicht vermeintlich etwas anderes andeuteten, beim zweiten Mal aber in eine andere Richtung gehen und zum Ende passen. Muss ich mir aber nochmal genauer anschauen.

                    Wenn die Autoren das gut gemacht haben, ist es am Ende wirklich so wie bei B5 (im Folgenden ein B5-Spoiler bis Staffel 4 "Das dritte Zeitalter")


                    Spoiler
                    Gerade bei den Vorlonen gab es doch sehr viele Sätze (Koshs mysteriöse Sätze, die am Ende nur seine Angst verschleiern sollten) und Taten (etwa die Reaktivierung Jack the Rippers) die man beim ersten Mal ganz anders empfindet, weil man noch nicht alle Informationen hat. Darum verstehe ich es schon, wenn ein Erstseher das spätere Verhalten der Vorlonen erst einmal als Bruch versteht und beim zweiten Mal bemerkt, dass es so gesehen keiner ist. Einen ähnlichen Effekt erwarte ich dann auch bei nBSG, auch etwa im Bezug auf die Kara-Story.
                    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                    Für alle, die Mathe mögen

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                    • #11
                      Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                      Die Frage ist nun, wieso darf es kein Scifi geben wo eben mal nicht alles erklärt wird? Wo bestimmte mystische Elemente einfach so bleiben, mystische Elemente. Warum darf es keine Scifiserie geben die nicht Technobabble zum Inhalt hat sondern wo Scifi nur Hintergründe für eine tiefergründe psychologische Handlung sind?
                      Technische und Physikalische Probleme, werden von vielen Autoren in der SF gerne für dramaturgische Handlungselemente verwendet. Dagegen ist meiner Meinung nach, im Prinzip auch nichts einzuwenden, solange man dabei auf den Teppich bleibt.
                      Leider verwenden viele Autoren, das daraus resultierende Technogabble: um ein Problem zu erzeugen, seine Folgen zu beschreiben, und auch um es am Ende aufzulösen. Das ist ja auch verführerisch für einen Autor, mit überzeugenden Technogebabble, kann man einen bequemen Ausweg aus jeden Konflikt schaffen. Bedauerlicherweise bleibt dabei dann häufig, eine eigenständige dramaturgische Handlung auf der Strecke.
                      Für mich persönlich, hat dies mit TNG bei Star Trek unerträgliche Ausmaße angenommen. Weshalb ich dieses Erzähluniversum größtenteils meide. Ich habe grundsätzlich nichts gegen technische Begriffe und Erklärungen in einer Erzählung. Nur sollte man damit so sparsam umgehen, das diese die Handlung unterstützen, aber nicht behindern oder gar ersetzen.
                      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                      Dr. Sheldon Lee Cooper

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                      • #12
                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Mein Beitrag war eigentlich gar nicht mal mit nBSG im Hinterkopf geschrieben,aber nun gut...
                        Ich habs zusammengefasst um nicht doppelt antworten zu müssen.

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Ein Engel, der beim Anblick einer Six ruft: "Das bin ja ich!" Warum rief der das eigentlich und was wurde da deutlich?
                        Gegenfrage, wie hätte ein Engel, der sich als jemand anderes ausgibt reagieren sollen, wenn diese Person vergewaltigt vor ihren Füßen liegt?

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Ich bin ja bei einem sehr schleppend verlaufenden Rerun der Serie und weiß gerade nicht mehr genau, wie deutlich das wird. Ich kann mich an Stellen erinnern, die schon eine gewisse Richtung andeuteten und Stellen, die vielleicht vermeintlich etwas anderes andeuteten, beim zweiten Mal aber in eine andere Richtung gehen und zum Ende passen. Muss ich mir aber nochmal genauer anschauen.
                        Bei nBSg muss man sich als Zuschauer auch viel selbst erklären. Man darf nicht vergessen, das "Gott" ja nicht "erkannt" werden will. Abgesehen von den Zuschauern und Six/Baltar weiß am Ende ja auch keiner was nun wirklich los war oder dass da überhaupt etwas war. Dazu mussten beide erstmal auf Spur gebracht werden bevor man sich ihnen offenbart hat.

                        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                        Wenn die Autoren das gut gemacht haben, ist es am Ende wirklich so wie bei B5 (im Folgenden ein B5-Spoiler bis Staffel 4 "Das dritte Zeitalter")
                        Dazu muss man aber auch bereit sein sich mit der Materie ansich zu befassen und da "Arbeit" zu investieren. Schau dir dazu meinen Post zu Kara Trace an.
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                        • #13
                          Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                          Die Frage ist, wieso muss alles immer Technobabble sein? Jede Technik muss genausten erklärt werden, sonst ist sie doof. (Stichwort Rote Materie bei ST11)
                          Abgesehen davon, dass Technobabble nichts erklärt, muss es das ganz und gar nicht. Ich habe beispielsweise kein Problem mit etwas wie Roter Materie, sofern diese Substanz dann konsistent genutzt wird.

                          Auch bei höheren Entitäthen verlangt man das ihre Fähigkeiten, Motivation ect. offengelegt werden.
                          Wenn eine höhere Entität als Charakter auftaucht, will man natürlich auch die Motivation des Charakters erfahren. Das hat nichts mit der Funktion von Technik zu tun.

                          Die Frage ist nun, wieso darf es kein Scifi geben wo eben mal nicht alles erklärt wird? Wo bestimmte mystische Elemente einfach so bleiben, mystische Elemente.
                          Auch das ist im Grunde kein Problem. Bestimmte Dinge nicht aufzuklären ist aber etwas anderes, als gar nichts aufzuklären.

                          Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                          B5 scheiterte daran, das ihre tolle Story mit Gewalt durchgezogen wurde anstatt es an die Situation anzupassen.
                          B5 ist doch nicht gescheitert. Es hat vielleicht nicht alles mögliche aus seinem Handlungsstrang herausgeholt, aber dieser wurde nichtsdestotrotz stimmig über die Bühne gebracht.

                          Um mal bei nBSg zu bleiben, Gott zieht sich als rote Linie durch die ganze Serie, vom ersten Satz der Ersten folge bis zur letzten Folge des Finales. NBSg war Charakteorientiert und hat die Charakterdarstellung vor eine "realistische" Gesamthandlung gestellt. Auch die anderen Scifiserien haben wie oben beschrieben Abstriche gemacht um das rauszubringen was sie sagen wollen. Nur bei nBSG ist das ein Problem. Und warum? Weil Gott einfach Gott ist und es keine genaue Erklärung dazu gibt.
                          Das Problem bei "Gott" in BSG ist das gleiche Problem wie bei "Gott" in der Bibel: Seine Handlungen sind völlig willkürlich und zielen anscheinend auf rein gar nichts ab. Soll ich ernsthaft schlucken, dass 4 Staffeln göttlicher Intervention gebraucht wurden, nur damit Baltar und Caprica 6 am Ende am richtigen Punkt im Schiff stehen, um eine triviale Handlung zu begehen?

                          Man kann sich natürlich auch auf den Standpunkt stellen, den einige Lost-Anhänger nach dem Ende ihrer Serie eingenommen haben: Dem ganzen wie einem postmodernen Kunstwerk einen eigenen Sinn einhauchen, den die Macht des Werkes aber definitiv nicht hineingesteckt haben.
                          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                          • #14
                            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                            B5 ist doch nicht gescheitert. Es hat vielleicht nicht alles mögliche aus seinem Handlungsstrang herausgeholt, aber dieser wurde nichtsdestotrotz stimmig über die Bühne gebracht.
                            Schon klar, ich meinte nur das es einfach zu erzwungen wirkte. Z.B. der Austausch von Hauptdarstellern und das damit verbundene aufzwingen von unpassenden Handlungsbögen oder viele Situationen die so auftreten weil es der Autor gewollt hätte ohne das es irgentwie realistisch wirkt.

                            Als gutes Beispiel ist da Ivanova in der 5. Staffel. Die Schauspielerin hat keine Lust mehr, also kommt eine neue Figur, völlig aus dem Nichts die sofort ihre Aufgaben übernimmt weswegen das ganze einfach unpassend wirkte. Etwa vergleichbar mit Mitchell oder Gen. Landry bei Sg-Mitchell. Dann aber in der letzten Folge taucht sie plötzlich aus dem Nichts wieder auf. Das ist z.B. unpassend.

                            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                            Das Problem bei "Gott" in BSG ist das gleiche Problem wie bei "Gott" in der Bibel: Seine Handlungen sind völlig willkürlich und zielen anscheinend auf rein gar nichts ab. Soll ich ernsthaft schlucken, dass 4 Staffeln göttlicher Intervention gebraucht wurden, nur damit Baltar und Caprica 6 am Ende am richtigen Punkt im Schiff stehen, um eine triviale Handlung zu begehen?
                            Zu der Schlussfolgerung kann man nur kommen wenn man die ganze Handlung nur auf diesen Punkt reduziert. Schau dochmal was die Engel insgesamt machen. Allein in der ersten Staffel, baut Head-Six den Cylonendetektor und hilft den Menschen eine Thylliumraffinerie zu zerstören, während Head-Balthar daran arbeitet die Cylonen auf eine Pro-Human-Schiene zu bringen.

                            Dann wird das Cylonen/Menschbaby geschaffen und die Opernhausvision erschaffen, die dazu dient, die Anführerin der Menschen und die der Pro-Humen-Cylonen an einen Ort zu bringen, zusammen mit dem Bindeglied beider Fraktionen, das Kind.

                            Der Punkt den ich schonmal angeführt habe. Gott führt die Leute in eine Richtung, lässt ihnen aber ihren freien Willen. Baltar hat mit Gottes Hilfe einen Zylonendetektor erschaffen. Er entschließt sich aber ihn für seine eigenen zwecke zu missbrauchen wodurch er dann nicht mehr verwendet wird.

                            Head-Batlar bringt Six und Boomer dazu die Controlle über die Cylonen zu übernehmen und mit den menschen in Einklang zu leben. Scheitert aber am geigenseitigen Misstrauen und Unfähigkeit einen Konsens zu finden.

                            Der Unterschied zu anderen Serien ist nur das hier nicht alles glatt geht, sondern das Die Pläne öfters scheitern. Das große Ziel ist immer dasselbe, eine friedliche Koalition aus Cylonen und Menschen, mit Baltar und Caprica Six als Werkzeuge und Sprecher um diese Allianz zu erreichen. Doch die Pläne scheitern, dementsprechend werden neue Pläne aufgestellt die dann teilweise auch scheitern bis es funktioniert.
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                            • #15
                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              S.....
                              Ich glaube die wenigsten haben damit ein Problem wenn nicht alles "erklärt" wird. Das Problem das ich bei nBSG hatte ist das ich mir am Ende "veralbert" vorgekommen bin,aufgrund des "nichterklärens",das vorher "versprochene" Erklären fiel weg. Bei nBSG war irgendwelche Mysthik von Anfang an dabei,Götter von Kobol etc. nur wurde dieses Mysthische nach und nach konsequent "demontiert" (was bei SF ja auch häufig vorkommt) so das der Eindruck geweckt wurde,es wird alles noch erklärt,je später desto "großartiger" dann das Geheimniss und die Auflösung/Erklärung (wie bei B5).
                              Beispiel: Man sucht nach Kobol,den Göttern etc. findet das ganze aufgrund Mysthischer Schriften und ein Religiös/Mysthisches Artefakt zeigt den "Weg" mithilfe von was?? genau,einer "simplen" Sternenkarte..also angedeutete "Erklärung": Die ominösen Götter sind gar keine,sondern waren technisch ein bischen weiter..das zieht sich so durch die komplette Serie und man erwartet also das auch die "Mystherien" um die Headwesen etc. spätestens zum ende hin aufgelöst werden..und dann?? "Ätschbätsch" gibt keine Erklärung,Gott und seine Engel warens..
                              da komm ich mir für dumm verkauft vor und viele andere scheinbar auch. Man muss gewiss nicht alles erklären,ich könnte mit dem Ende von nBSG durchaus leben,wenns nicht vorher anders "versprochen" worden wäre..da hätte man von Anfang an die Finger vom "entmystifizieren" lassen sollen,die Götter wären Götter geblieben und dann hätte halt ne Vision (von denen Rosslin ja einige hatte zb.) den Weg zur Erde gezeigt..
                              .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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