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Wieso muss immer alles erklärt werden?

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    #91
    Der Unterschied zur Magie besteht darin, dass bei Scifi in der fiktiven Welt mit ihren fiktiven Natugesetzen der Mensch von sich aus, für jeden reproduzierbar aus der bloßen Kenntnis der Naturgesetze eigenmächtig Technologie schaffen kann, die bestimmte Dinge leistet.

    Magie dagegen wird nicht von Menschenhand, nicht durch die bloße Anstrengung des Menschen geschaffen die Welt verstehen und formen zu wollen und sie ist nicht für jedermann reproduzierbar. Magie speist sich aus Kräften jenseits der Dynamik des natürlich Universums und ihrer Naturgesetze, sie speist sich aus übernatürlichen Mächten, Göttern, einer magischen Realität jenseits der natürlichen Realität... Und sehr häufig ist sie auch nicht von jedem reproduzierbar sondern manche haben eine größere Neigung auf die Quellen der Magie zugreifen zu können und manche eine geringere. Sie stammt nicht von Menschenhand sondern der Mensch hat lediglich die Fähigkeit erworben auf diese höheren Mächte zuzugreifen.

    Der Unterschied besteht im Menschenbild und im Bild des Universums. Scifi ist sehr materialistisch und häufig atheistisch, wenn man die Naturgesetze versteht kann man die Welt manipulieren, sie glaubt an die Macht des Verstands, die Selbstermächtigung des Menschen und dass der Mensch sich über die Natur erheben kann.
    Magiegeschichten dagegen glauben dass die berührbare, materielle Welt nur eine Welt unter vielen ist und dahinter noch höhere Mächte und übernatürliche Realitäten am Werk sind, dass der Mensch in einem Netz höherer Mächte eingespannt ist und sich nicht aus eigener Kraft über die Natur erheben kann, sondern von diesen höheren Mächten und Realitäten abhängig ist und nur durch den Zugang zu diesen Magiequellen (der auch versiegen kann) diese Leistungen möglich sind.


    Das mag dramaturgisch für die Geschichte kaum einen Unterschied machen und aus dem Geschichtsverlauf schwer zu unterscheiden sein, philosophisch jedoch könnte der Unterschied nicht größer sein.
    Zuletzt geändert von newman; 18.06.2011, 10:45.

    Kommentar


      #92
      Zitat von newman Beitrag anzeigen
      Der Unterschied zur Magie besteht darin, dass bei Scifi in der fiktiven Welt mit ihren fiktiven Natugesetzen der Mensch von sich aus, für jeden reproduzierbar aus der bloßen Kenntnis der Naturgesetze eigenmächtig Technologie schaffen kann, die bestimmte Dinge leistet.

      Magie dagegen wird nicht von Menschenhand, nicht durch die bloße Anstrengung des Menschen geschaffen die Welt verstehen und formen zu wollen und sie ist nicht für jedermann reproduzierbar. Magie speist sich aus Kräften jenseits der Dynamik des natürlich Universums und ihrer Naturgesetze, sie speist sich aus übernatürlichen Mächten, Göttern, einer magischen Realität jenseits der natürlichen Realität... Und sehr häufig ist sie auch nicht von jedem reproduzierbar sondern manche haben eine größere Neigung auf die Quellen der Magie zugreifen zu können und manche eine geringere. Sie stammt nicht von Menschenhand sondern der Mensch hat lediglich die Fähigkeit erworben auf diese höheren Mächte zuzugreifen.

      Der Unterschied besteht im Menschenbild und im Bild des Universums. Scifi ist sehr materialistisch und häufig atheistisch, wenn man die Naturgesetze versteht kann man die Welt manipulieren, sie glaubt an die Macht des Verstands, die Selbstermächtigung des Menschen und dass der Mensch sich über die Natur erheben kann.
      Magiegeschichten dagegen glauben dass die berührbare, materielle Welt nur eine Welt unter vielen ist und dahinter noch höhere Mächte und übernatürliche Realitäten am Werk sind, dass der Mensch in einem Netz höherer Mächte eingespannt ist und sich nicht aus eigener Kraft über die Natur erheben kann, sondern von diesen höheren Mächten und Realitäten abhängig ist und nur durch den Zugang zu diesen Magiequellen (der auch versiegen kann) diese Leistungen möglich sind.


      Das mag dramaturgisch für die Geschichte kaum einen Unterschied machen und aus dem Geschichtsverlauf schwer zu unterscheiden sein, philosophisch jedoch könnte der Unterschied nicht größer sein.
      Ok, dem stimme ich so zu, wie du es formuliert hast. Trotzdem bleibt einer erklärungslosen Darstellung einer Technologie immer etwas Magisches anhaften. Sie ist rein optisch nicht von Magie zu unterscheiden.

      Außerdem wird die materialistische Welt der Science-Fiction durch die fiktiven Erklärungsversuche erst so richtig greifbar.

      Darum bin ich ja beispielsweise auch großer Fan von Michael McCollum, weil er seine Welten greifbar und komplett verstehbar beschrieben hat. Wobei das Timing seiner Erklärungen, zugegeben, manchmal etwas nervt, wenn mitten in einem Spannungsbogen erst eine halbe Physikvorlesung gemacht wird.

      Technobabble wird doch immer nur dann zu einem Problem, wenn das Timing nicht stimmt.
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      Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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        #93
        Zitat von McWire Beitrag anzeigen
        Ok, dem stimme ich so zu, wie du es formuliert hast. Trotzdem bleibt einer erklärungslosen Darstellung einer Technologie immer etwas Magisches anhaften. Sie ist rein optisch nicht von Magie zu unterscheiden.
        Ja, dramaturgisch besteht daher eine gewisse Nähe zwischen Science Fiction und Fantasy, was ja auch Geschichten wie Star Wars ermöglichte.

        Aber selbst wenn die Technologie (noch) nicht erklärt wurde, macht es einen gigantischen philosophischen Unterschied, ob ein und derselbe Vorgang (Bsp. Teleportation/Beamen) im Scifi oder Fantasy-Genre gezeigt wird.

        Auf solche Dinge achtet heute nur kein Zuschauer mehr.

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          #94
          Zitat von newman Beitrag anzeigen
          Auf solche Dinge achtet heute nur kein Zuschauer mehr.
          Ich achte noch darauf

          Ich bin aber eben, insbesondere in der Grundsatzdiskussion darum, halt ein wenig spitzfindig.
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