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    #16
    Zitat von Harmakhis
    Also ich war in der Preview, diese war auch als FSK 12 angeführt

    Joa, das war bei mir auch so. Die Preview war als FSK12-Version angeführt. Kann aber auch sein, dass es vielleicht doch eine ungeschnittene Version war, aber das glaube ich irgendwie nicht. Ich werde aber wohl am Wochenende noch mal in den Film gehen und dann werde ich mal drauf achten, ob gewisse Szenen fehlen. Nicht, dass es irgendwie stören würde, aber ich fand den Film eigentlich, wie ich ihn diese Nacht gesehen habe, rundumgelungen. Es fehlt ihm zwar zu einem wahren Meisterwerk der Filmgeschichte, aber 5*chen.... da kann ich mich anschließen

    Ich fand nur Diane Kruger als Helena schlecht.... sowohl schauspielerisch, als auch, diese tolle Idee, sie sich selbst synchronisieren zu lassen. Aber Helena hat mich total kalt gelassen... meiner Meinung nach, war die Rolle fehlbesetzt.
    Dafür kauft man Orlando Bloom, aber das intrigante Muttersöhnchen richtig gut ab


    Zitat von Harmakhis
    auch wenn die Männer auffällig kurze Sachen trugen
    Oder auch öfters mal einfach gar nichts
    Is that a Daewoo?

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      #17
      Komme grade aus dem Film (hab natürlich die englische Fassung gesehen) und bin restlos begeistert. Der Film ist definitiv einer der besten Filme dieses Jahr.

      Ich bin mit der Ilias nicht so vertraut und das ist auch gut so, denn es interessiert mich nicht die Bohne ob und was da angeblich wieder für "Fehler" drin waren. Wir hatten schon wieder zwei so Spastis im Kino sitzen, die dann hinterher erstmal lautstark alle Unterschiede zur Ilias aufzählen mussten ... Könnt ich reinschlagen bei sowas ... aber ich schweife ab .

      Der Film war einfach nur genial. Die Charaktere waren toll und auch super besetzt. Im Gegensatz zum Doc fand ich Diane Krüger überhaupt nicht schlecht. Die sprach ein überraschend akzentfreies Englisch und sah auch noch ganz süss aus. Ich hab irgendwo gelesen, das sich unter anderen auch Julia Roberts um diese Rolle gerissen haben soll ... das wäre eine Fehlbesetzung gewesen. Denn Helena ist jetzt nicht so wirklich die wichtigste Rolle in dem Film (ok, mal davon abgesehen, das sie der Grund für den Krieg ist), so war es ganz gut, sie mit jemand unbekanntem zu besetzen. Da konnte man sich mehr auf die Hauptrollen konzentrieren. Und die waren wirklich erstklassig besetzt.

      Brad Pitt hat eine absolut grossartige Leistung als Achilles geliefert. Dieses Hin und Hergerissen Sein zwischen "Grösster Krieger aller Zeiten" und "doch nur nach Hause und Familie haben wollen" war genial gemacht. Am Anfang noch ganz der Krieger, der es kaum erwarten konnte auf das Schlachtfeld zu kommen, später der nachdenkliche und auch respektvolle Krieger, der eigentlich mit dem Kämpfen aufhören will und eine Familie gründen will.

      Eric Bana war auch genial. Er hat Hector als "den guten Ritter" super verkörpert. Immer um seine Familie besorgt, aber trotzdem bereit für sein Land in den Tod zu gehen.

      Und hier blieb uns zum Glück die amerikanische Sichtweise erspart. Wäre ein Ami der Regisseur gewesen oder hätte man sich auf einen Teil der amerikanischen Geschichte bezogen, wären wir in Pathos ertränkt worden. Hier hat man sehr gut die Gratwanderung zwischen Heldenepos und zuviel Pathos geschafft. Es war episch und heroisch, ohne zu übertreiben.

      Paris war leider irgendwie lächerlich. Ob das jetzt an dem Charakter lag (wie gesagt, ich kenn die Ilias nicht) oder an Orlando Blooms Schauspielkunst weis ich nicht. Aber er war irgendwie lächerlich. Grade als er Achilles getötet hat, hab ich die ganze Zeit erwartet, dass Gimli hinter nem Stein hervorspringt und anfängt zu zählen Egal.

      Und auch die Nebenrollen waren grossartig besetzt, allen voran Sean Bean (den ich eigentlich nie richtig leiden konnte) als Odysseus. Bin mal gespannt, wann man die Odyssee verfilmt. Aber auch zum Beispiel Eudoras war krass, allein die Augen ... Ajax, Menelaus, Priamos ... die Liste geht noch weiter.

      Alles in allem ein Film der den Begriff Epos verdient hat (und nebenbei den Begriff Massenszene neu definiert hat) ... 6 Sterne.

      WJ

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        #18
        Zitat von WarpJunkie
        Im Gegensatz zum Doc fand ich Diane Krüger überhaupt nicht schlecht. Die sprach ein überraschend akzentfreies Englisch und sah auch noch ganz süss aus.

        Deswegen wollte ich den Film eigentlich auch noch nicht bewerten, bevor ich das Original gesehen hab. Allerdings redet Helena in der deutschen Version irgendwie mit einem ganz merkwürdigen Akzent... ich würde mal fast meinen, dass so was leicht Französisches hat, weil alle "sch"'s sich sehr merkwürdig anhören. Ist Diane Kruger irgendwie Halbfranzösin? Gegen das süß sag ich ja gar nichts ( trotzdem ist sie nicht die schönste Frau, die auf dieser Erde gewandelt ist, wie es ja von Helena heißt ) , aber in unserer Version kommt sie einfach komplett schlecht rüber.


        Zitat von WarpJunkie
        Paris war leider irgendwie lächerlich. Ob das jetzt an dem Charakter lag (wie gesagt, ich kenn die Ilias nicht) oder an Orlando Blooms Schauspielkunst weis ich nicht. Aber er war irgendwie lächerlich. Grade als er Achilles getötet hat, hab ich die ganze Zeit erwartet, dass Gimli hinter nem Stein hervorspringt und anfängt zu zählen Egal.

        Ja, ich musste auch ständig an Legolas denken... nicht nur, dass er mit Pfeilen schießt, sondern er hat dann auch noch so Sprüche wie "sie kommen... ich fühle es im Wind" ... hätte nur noch die Mittelerde-Bauernregel gefehlt : "Eine rote Sonne geht auf... heute Nacht wurde Blut vergossen"
        Allerdings hat Orlando Bloom Paris so gespielt, wie ich mir Paris vorgestellt hab. Da ich Latein in der Schule hatte, kam ich da auch nicht um Illias-Auszüge rum.... aber Paris ist eigentlich wirklich ziemlich schwach. Allerdings wird Paris von Menelaos erschlagen und überlebt das Duell nicht. Stört mich aber nicht wirklich, da so Hector viel mehr Charaktertiefe bekommt Stören tut mich allerdings, dass Paris dann am Ende Achilles tötet... erscheint mir irgendwie falsch ... ich hoffe, du willst mir jetzt keine reinschlagen, weil ich Unterschiede aufzählt habe
        Is that a Daewoo?

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          #19
          Zitat von DocBashir
          Deswegen wollte ich den Film eigentlich auch noch nicht bewerten, bevor ich das Original gesehen hab. Allerdings redet Helena in der deutschen Version irgendwie mit einem ganz merkwürdigen Akzent... ich würde mal fast meinen, dass so was leicht Französisches hat, weil alle "sch"'s sich sehr merkwürdig anhören. Ist Diane Kruger irgendwie Halbfranzösin? Gegen das süß sag ich ja gar nichts ( trotzdem ist sie nicht die schönste Frau, die auf dieser Erde gewandelt ist, wie es ja von Helena heißt ) , aber in unserer Version kommt sie einfach komplett schlecht rüber.
          Na ja ... die schönste Frau zu finden, wäre auch ziemlich schwer. Und irgendeine mussten sie ja letztendlich nehmen, Frau Krüger ist da keine schlechte Wahl.

          Zitat von DocBashir
          Ja, ich musste auch ständig an Legolas denken... nicht nur, dass er mit Pfeilen schießt, sondern er hat dann auch noch so Sprüche wie "sie kommen... ich fühle es im Wind" ... hätte nur noch die Mittelerde-Bauernregel gefehlt : "Eine rote Sonne geht auf... heute Nacht wurde Blut vergossen"
          Jap .. genau. Wir haben uns hinterher auch kaputt gelacht, da ich genau dasselbe gesagt habe. Fehlt nur noch das er den "Rote Sonne" Spruch bringt .


          Zitat von DocBashir
          Allerdings hat Orlando Bloom Paris so gespielt, wie ich mir Paris vorgestellt hab. Da ich Latein in der Schule hatte, kam ich da auch nicht um Illias-Auszüge rum.... aber Paris ist eigentlich wirklich ziemlich schwach. Allerdings wird Paris von Menelaos erschlagen und überlebt das Duell nicht. Stört mich aber nicht wirklich, da so Hector viel mehr Charaktertiefe bekommt Stören tut mich allerdings, dass Paris dann am Ende Achilles tötet... erscheint mir irgendwie falsch ... ich hoffe, du willst mir jetzt keine reinschlagen, weil ich Unterschiede aufzählt habe
          Äh ja ... irgendwie schein ich in letzter Zeit Probleme damit zu haben, das rüberzubringen, was ich eigentlich meine. Und hier muss ich noch nicht mal in Englisch schreiben . Mich kotzen halt nur so Leute an, die meinen im Kino dem Rest die Vorstellung versauen zu müssen, weil sie lautstark verkünden müssen, das sich der Film ja wohl nicht an die Vorlage hält und deshalb schlecht ist. Wenn ich die Ilias kenne würde, würden mich bestimmte Dinge wohl auch stören, aber deshalb ist der Film ja nicht schlecht ...

          Also sei ganz beruhigt, ich neige selten zu echten Gewaltausbrüchen .

          EDIT: Ach und nur so nebenbei bemerkt, ich hab grad gelesen, das Paris doch Achilles tötet, das halt nur sein Pfeil von Apollo gelenkt wird ... während Paris von Aphrodite vor Menelaos gerettet wird. Na ja .. Petersen hat einfach die Götter rausgelassen und sich etwas künstlerische Freiheit gegönnt .

          WJ
          Zuletzt geändert von WarpJunkie; 14.05.2004, 14:34.

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            #20
            Ich weiß nicht genau warum, aber ich fand den Film einfach nur mittelmäßig. Die Geschichte war nett erzählt, die Schlachten hübsch anzusehen und die Schauspieler brachten ordentliche Leistungen, dennoch konnte ich nie einen wirklichen Bezug zum Geschehen finden. Irgendwie fehlte mir so die Bezugsperson unter der Vielzahl der handelnden Personen mit der ich wirklich mitfiebern konnte. Es blieb immer eine Distanz zum Film übrig.
            Massenschlachten gab es in letzter Zeit ja zu genüge, so dass der große Wow-Effekt auch hier ausbleibt und die Sache eigentlich schon nach wenigen Minuten zu langweilen beginnt. Gut gefallen hat mir dagegen der Zweikampf zwischen Achilles und Hector, der wirklich intensiv wirkte. Gelungen fand auch ich die Darstellung von Achilles als so eine Art gelangweilter kämpfender Popstar der unbedingt erinnerungswürdige Taten abliefern will.

            Ansonsten ist der Film halt ein wahrer Historienschinken, konventionell inszeniert und natürlich passenderweise auch extrem pathetisch. Ich fand ja schon Gladiator nicht überragend und werde wohl auch durch Troja nicht mehr zum Anhänger dieses Genres.
            Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
            "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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              #21
              Zitat von WarpJunkie
              Na ja .. Petersen hat einfach die Götter rausgelassen und sich etwas künstlerische Freiheit gegönnt .
              Hab das so gesehen, dass er Interpretationsfreiraum lässt... Er zwar stellt die Götter nicht direkt dar, so mit Donner und Blitz wie in 60er Jahre Sandalenschinken. Aber z.B. durch den Tod von Achilles wird einem Freiraum gelassen, ist es wirklich reiner Zufall, dass Achilles, der zuvor mehrfach die Götter beleidigt hat, den Schuss in seine Verse bekommt ? Ist es nur Zufall, dass Achilles nach diesem Schuss in die Verse stirbt, obwohl er vorher nie geschlagen wurde ? Auf der anderen Seite kann man auch sagen, gerade wegen dieser Umstände ist ein Mythos entstanden - obwohl Achilles vielleicht nicht mehr als ein sehr guter Krieger war, der in einer ungünstigen Situation erwischt wurde. Das ganze wird als tatsächlich geschehen dargestellt, und nicht als Verfilmung der griechischen Mythologie. Homers Illias soll ja zum Teil auch auf realen Fakten basiert haben... Ich finde das eigentlich sehr positiv an dem Film, auch, dass man sich nicht sklavisch an das Original hält. Alles andere hätte dem Film IMO nur geschadet.

              Über den Tod Achilles' gibt es meineswissens mehrere Versionen, die häufigere ist aber, dass er von Paris durch einen Pfeil getötet wird, den Apollon in Achilles Verse lenkt...
              "Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." - Ludwig Feuerbach

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                #22
                Ich hatte die Geschichte in Latein übersetzt - kann mich aber nicht wirklich an den Inhalt erinnern. Aber das passt schon so. Der Film hat so wirklich Spannung aufgebaut. Die Inszenierung war sehr gut und die Schauspieler haben mir allesamt gut gefallen. 5,5 von 6 Sternen ...

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                  #23
                  Ich denke, der Film konzentrierte sich, wie hier schon gesagt wurde, eher auf die reale Seite des Mythos Troja. ...Aber ich bin versucht, gerade darin den Fehler Petersens zu sehen.
                  Ich wollte ja nicht in Wolken stehende Sandalettengeister sehen, die Blitze und Blumen auf die Erde werfen - aber ein wenig stilisierter, göttlicher Wind, der erst beim zweiten Blick auffällt, hätte ich mir schon gewünscht. Doch durch die pragmatische, fast schon wissenschaftliche Sicht auf die Dinge wirkten die großen Eroberer, Helden und Statthalter auf mich ein wenig wie profane Lokalprominenz.
                  Ich hatte den Eindruck, mit den Figuren war man nur darauf aus, sie zu 'verheitzen'. Viele ihrer Motive blieben im Dunkeln, ihre großen Momente hatten die meisten Charaktere erst durch ihren Tod. Einzig der Niedergang Hectors kam mir einigermaßen angemessen vor.
                  Im großen und ganzen fühlte ich nach dem Film beinahe wie Fort Perfect (das schreibe ich nur, um nicht nochmal dasselbe schreiben zu müssen wie er...)
                  - KLAATU! VERATA!! NICTU!!!
                  - Icecream is a dish best served cold!
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                    #24
                    Vorab:
                    ->Homers Erzählungen über Troja sind ja auch nur ausgedachte Geschehnisse insofer ist es kein historien Film.

                    ->Der Film will der Vorlage gar net entsprechen. Da steht ja "inspired by", innsofern sind die Änderungen imo in Ordnung. (Ich kenn die Iljas aber auch net insofern ist es mir auch egal *G*)

                    Ich muss sagen, dass der Film mich sehr an LOTR erinnert: Kameraeinstellungen (vorallen vor den Mauern von Helms Klamm..äh ich meine Troja), Bloom mal wieder mit dem Bogen unterwegs, Archilles stirbt mit drei Pfeilen in der Brust (zum Glück wurde der von Brad Pitt und nicht von Sean Bean gespielt) und dieser eingeshlossene König in der (Horn-)Burg...
                    Die gleichen Synchronstimmen von Bloom und Bean haben den Eindruck noch verstärkt.
                    Blöd war der Ton, also entweder ist es sau schlecht (schlechter als sonst Filem) synchronisiert oder die Bildspur schneller als die Tonspur.

                    Was Orlando Bloom angeht...naja auf jeden Fall kann man Fortschritte in seinem Spiel erkennen. Mir gefiel besinders die Szene in der von seinen Bruder gerettet werden muss. Zuerst großmäulig, dann voller Angst und am Ende liegt err am boden. Herrlich

                    Aber Sean Bean war echt großartig, voallem er ist nicht gestorben!!! Eric Bana ist auch große klasse und sieht zudem auch noch lecker aus *g* Aber nichts geht über Bean. Er ist ja der eigentliche Held der Geschichte überleg sich abend am Lagerfeier „mmh amn könnte doch ein riesiges Pferd bauen und sich drin verstecken.
                    Aber ich liebe ja solche "Sandalenfilme". Insegsammt was ein guter Fiilm, den ich mir sicherlich (schon alleine wegen Bana, Bean und Bloom) auf DVD kaufen werden.
                    "We don't want him, we want you" "This isn't a Dating service" - Hawks & McQueen
                    "The Borg wouldn't know fun if they assimilated an amusement park." - B'Elanna Torres in Tsunkatse
                    "Das Universum beherrschen ist ein Hobby, keine Zwangsneurose." - Moogie | "Check"
                    "Peace and Chicken!" - Homer Simpson in The Greatest Story Ever D'ohed

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                      #25
                      War gerade im Film und war positiv überrascht. Meiner Meinung nach passte nur Brad Pitt nicht in die Rolle. Der ist für andere Rollen besser geeignet, wie zum Beispiel Ocean Eleven, dort war er perfekt. Brad Pitt ist zu weich für den harten Achilles

                      MFG DarkAdmiral
                      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
                      [Visit me @ Project-Firestorm.de ]

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                        #26
                        Hab heute nun auch endlich Troja gesehen. Hier meine Kritik zum Film (zugegeben, sie ist laaange):

                        Muss sagen ich bin ziemlich begeistert. Es gab zwar ein paar Maken im Großen und Ganzen ist der Film jedoch genial. Die Massenszenen und Schlachten waren atemberaubend, die Schauspieler sehr gut gewählt (ein Oscar für Peter O'Toole!) - mit Ausnahme von Helena vielleicht (sie sich selbst synchronisieren zu lassen war wohl eindeutig ne Fehlentscheidung) und es gab auch jede Menge ruhige Momente voller Gefühl.

                        Wüsste ich nicht, dass "Troja" zu ner Zeit gedreht wurde wo RotK noch nicht im Kino war würde ich eindeutig sagen, "Troja" habe sich verdammt viel von RotK abgeschaut. Nachdem dies jedoch unmöglich ist sage ich, beide Filme haben in Sachen Kammerafahrten, Massenszenen, Belagerung einer Stadt einfach etwas Geniales geschaffen dessen Stil wohl ähnlich 1999 der Matrix-Style noch oft kopiert werden wird.

                        Die Entscheidung die Illias ohne jegliche Mitwirkung der Götter zu gestalten gefiel mir eigentlich von Anfang an sehr gut. Dadurch wirkte das ganze viel realistischer da man immer das Gefühl hatte "so hätte es wirklich sein KÖNNEN".

                        Das Drehbuch weicht ziemlich oft von Homers Vorlage ab. Die wichtigsten Elemente sind jedoch drinnen. Höhepunkt des Filmes eindeutig wie Priamus Archilles um die Herausgabe von Hectors Leiche bittet. Schwach fand ich jedoch die Tatsache, dass Peterson nicht einmal versucht einen 10-jährigen Krieg zu beschreiben - alles kommt einem so vor als handle es sich eher um 10 TAGE.
                        Die finale Begegnung zwischen Hector und Archilles war einfach nur genial. Da einem beide mit der Zeit ziemlich ans Herz wachsen (Hector ist wohl sowieso der "edle Ritter von Troja" und auch Archilles wird einem durch seine Lovestory, die langsam aufkeimende Kampfesmüdigkeit und seine Fürsorge für seinen nun getöeten Cousin mit der Zeit ziemlich sympathisch) findet man deren Kampf auf Leben und Tod ziemlich bedrückend. Aus der Schleif-Szene hätte man jedoch eindeutig mehr machen können. Diese gefiel mir zum Beispiel in der TV-Odysseus-Verfilmung viel besser.

                        Obwohl der Film auch seine ruhigen Momente hat, die Hoffnungslosigkeit kommt meiner Meinung nach viel zu kurz. Man hätte die Schlachten und die Szenen vor der Einnahme wohl viel dramatischer machen können. Ich erinnere mich da so LotR -an die Kinder in den Höhlen bei Helms Klamm oder wie sie sogar kleine Jungen in Rüstungen steckten, oder Pippins und Gandalfs Gespräch über den Tod währen die Orcs Minas Tirith überrennen. Hectors Verabschiedung von seiner Familie drückt zwar auch ziemlich auf die Tränendrüse und fand ich auch gut gemacht ist jedoch meiner Meinung nach viel zu wenig.

                        Von Agamemnon als Bösewicht bin ich auch ziemlich enttäuscht. Wirkt irgendwie platt und zu klischeehaft. Der ganze Schluss wie Archilles versucht seine "Freundin" zu retten, diese von Agamemnon überfallen wird, er sie rettet und daraufhin von Paris erschossen wird ist meiner Meinung nach ziemlich kischeehaft und ließ mich im Kino eher kalt. Auch hier zwingt sich irgendwie der Vergleich mit RotK auf: Tolle Stimmung, super Action, episch (das vermisste ich irgendwie bei Troja) und sehr gefühlsbetont (Frodo und Sam am Ende ihrer Kräfte wo sie glauben sterben zu müssen bevor Gandalf sie mit den Adlern rettet).

                        Was die Brutalität anbelangt so finde ich es schon ziemlich krass, dass der Film ab 12 ist. Meinentwegen hätte man ruhig die 48 Sekunden mehr drinnen lassen können und den Film erst ab 16 machen. Denn für 12-Jährige ist wohl auch die geschnittene Fassung eindeutig nichts.

                        Zu guter letzt noch die Musik. Die paar Musikstücke die zu hören sind sind wirklich sehr schön und passen gut zur Stimmung des Films. ABER ... man merkt, dass die Musik in gerade mal 14 Tagen zusammengebestalt wurde. Denn im Grunde hört man (wie in ner Endlosschleife) die ganzen 2,5 Stunden die gleichen 2-3 Musikstücke so dass sie einem mit der Zeit einfach nur noch auf den Nerv gehen. James Horner ist meiner Meinung nach ein sehr guter Komponist (siehe "Braveheart", "Titanic" oder "Die Maske des Zorro") er hatte jedoch wohl eindeutig zu wenig Zeit mehrere Themes zu entwicklen (wenn ich da zum Beispiel an den Herrn der Ringe denke wieviele Musikstücke da zu hören waren).

                        Um zu nem endgültigen Fazit zu kommen. "Troja" ist ein verdammt gutes Unterhaltungs/Popcorn-Movie mit atemberabenden Effekten und auch keine Sekunde (und das bei ner Laufzeit von fast 3 Stunden) langweilig. Ein unvergessliches Meisterwerk wie "Der Herr der Ringe" ist es jeodch nicht geworden. Peterson hat den Film wohl zu Hollywood-like gemacht (viel Action, viel Lovestory, kaum die Tiefe Homers Erzählung erkennbar - der Stoff hätte genug Potential gehabt, damit der Film sich unter den GANZ GROSSEN KLASSIKERN einreiht). Trotzdem, vermutlich eines der besten Movies dieses Jahres und ein heißer Anwärter auf die diesjährige Oscar-Nacht:

                        Meiner Meinung nach
                        5 Sterne!

                        PS: Ne Umfrage zu dem Film wäre mit Sicherheit interessant.

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                          #27
                          So, ich hab mir heute auch den Film angeschaut und weis nicht so recht wie ich ihn beurteilen soll, da er doch recht stark von der Vorlage abweicht. Deswegen werde ich ihn erst einmal frei bewerten und dann im Vergleicht mit der Sage.


                          Also so als Actionfilm hat mir Troja recht gut gefallen. Es gab große Schlachtszenen, teilweise doch sehr gute Dialoge und gute Schauspieler die ihre Rollen gut verkörperten.
                          Leider finde ich die starke Fixierung auf die Person des Achilles etwas schade, denn so kommen die anderen etwas zu kurz vor allem Odysseus, der genial von Sean Bean verkörpert wurde, aber auch die anderen liefern eine gute Leistung in ihren Rollen ab, vor allem der Vergleich von Priamos als gerechter aber auch harter König und dagegen Agammemnon als fieser Machtmensch und brutaler Eroberer.
                          Allenfalls die oft erwähnte Helena kann nicht immer überzeugen und ist eigentlich nur dazu da, um schön auszusehen und Brad Pitt als Achilles weis nicht immer zu überzeugen, da er der Rolle wenig Leben einhaucht - aber als unnahbarer Göttersohn passt es dan schon wieder.

                          Die Effekte sind natürlich wirklich gut und auch die Musik passr recht gut - würde sie sich nicht so oft wiederholen.

                          So würde ich dem Film locker seine 5 Sterne geben, aber es gibt einige Sachen, die mir im Vergleich mit dem Original etwas sauer aufgestoßen sind.

                          Allenvoran ist es die Darstellung von Agammemnon als quasi Bösewicht des Films, was so gar nicht der Vorlage entspricht. Insgesamt kommen fast alle griechischen Könige nicht gut weg. So hat Menelaos kein Problem damit seine Frau zu betrügen, ist aber tief gekränkt als sie deswegen abhaut und hat nur noch Rache im Sinn. Agamemmnon als rücksichtsloser Machtmensch schlägt in die selbe Kerbe ud Ajax ist zu einer Schlächterfigut verkommen. Einzig Qdysseus und Achilles werden halbwegs korrekt dargestellt, auch wenn Achilles Wankelmut auch nicht der Vorlage entspricht.
                          Dahingegen kommen die Trojaner schon fast zu gut weg und erscheinen als unschuldige Angriffsopfer und nicht als Mitschuldige der Affäre.
                          Und das Ende passt nun ja so gar nicht: Agammemnon und Menelaos sind tod, dafür darf Paris im Legolas Stil Achilles erschießen und dann mit Helena entkommen....
                          Auch dass der Trojanische Krieg innerhalb von 2 Wochen gewonnen wurde entspricht nicht dem Zermürbungskrieg der Vorlage...

                          So gebe ich dem Film dann mal 4 Sterne oberwohl die Tendenz zu 5 doch stärker ist...

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                            #28
                            Zitat von Souvreign
                            So würde ich dem Film locker seine 5 Sterne geben, aber es gibt einige Sachen, die mir im Vergleich mit dem Original etwas sauer aufgestoßen sind.

                            Allenvoran ist es die Darstellung von Agammemnon als quasi Bösewicht des Films, was so gar nicht der Vorlage entspricht. Insgesamt kommen fast alle griechischen Könige nicht gut weg. So hat Menelaos kein Problem damit seine Frau zu betrügen, ist aber tief gekränkt als sie deswegen abhaut und hat nur noch Rache im Sinn. Agamemmnon als rücksichtsloser Machtmensch schlägt in die selbe Kerbe ud Ajax ist zu einer Schlächterfigut verkommen. Einzig Qdysseus und Achilles werden halbwegs korrekt dargestellt, auch wenn Achilles Wankelmut auch nicht der Vorlage entspricht.
                            Dahingegen kommen die Trojaner schon fast zu gut weg und erscheinen als unschuldige Angriffsopfer und nicht als Mitschuldige der Affäre.
                            Und das Ende passt nun ja so gar nicht: Agammemnon und Menelaos sind tod, dafür darf Paris im Legolas Stil Achilles erschießen und dann mit Helena entkommen....
                            Auch dass der Trojanische Krieg innerhalb von 2 Wochen gewonnen wurde entspricht nicht dem Zermürbungskrieg der Vorlage...
                            Angesichts der Tatsache, das Homer 400 Jahre nach den angeblichen Ereignissen gelebt hat und sich das meiste wohl doch nur ausgedacht hat, könnte es damals (wenn überhaupt) genausogut so passiert sein, wie Petersen es darstellt.

                            Leute, ihr müsst euch mal klar machen, das die Ereignisse von Troja 3200 Jahre zurückliegen. Niemand weis was damals passiert ist. Keiner kann sicher sagen, das der trojanische Krieg wirklich stattgefunden hat. Auch Homer nicht. Die Fachwelt ist immer noch gespalten ob er einfach nur ein guter Geschichtenerzähler war oder auf wundersame Weise in einer Zeit hauptsächlich mündlicher Überlieferungen die Berichte über Troja in die Ilias umgewandelt hat. Denn selbst er hat sich dasselbe erlaubt wie Petersen ... er gönnte sich etwas künstlerische Freiheit und hat einfach nur eine spannende Geschichte erzählt. Den Film also schlechter zu bewerten, nur weil Wulfgäng sich eben jene künstlerische Freiheit zugunsten der Dramatik erlaubt hat, ist imho Blödsinn. Nicht umsonst stand in den Credits "Inspired by Homers Iliad" und nicht "exakte wortwörtliche Umsetzung von Homers Ilias". Und um das noch mal zu betonen, Homer hat 400 Jahre nach den in der Ilias beschriebenen Ereignissen gelebt ... es war ihm also nahezu unmöglich die Ereignisse korrekt wiederzugeben (so sie denn überhaupt stattgefunden haben).

                            WJ

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                              #29
                              Ich hab nur zwei Dinge zu sagen:

                              - für Popcorn Kino wunderbar gemacht, von den Kostümen über die Cast-Entscheidungen bis hin zu den Actionszenen war der Film unterhaltsam, spannend und hat mich die drei irgendwas sehr gefesselt. 5 1/2 Sterne für den Actionfilm!

                              - für die Erwartungen, die allein der Trailer schon geweckt hat, nämlich eine Umsetzung der Sage ist es eine Katastrophe gewesen...
                              Ich hab ja wirklich keine Umsetzung ala "Romeo und Julia" erwartet, wo eine Fassung komplett nachgesprochen wird... aber: der ganze Krieg in 17 Tagen vorbei (der schiere Wahnsinn! dümmer geht es nicht!), es sterben Leute, die hätten leben sollen und umgekehrt, da muss jemand eine billige chinesische Comicfassung der Ilias gefunden haben nach der man sich richtete, mit Homers genialem Epos hat das nichts zu tun. Schade... aber "2800 Jahre erzählte man sich den Mythos, jetzt wird er verfilmt" hätte etwas anderes bedeuten müssen. 0,00000 Sterne für die Sagenumsetzung


                              Aber wenigstens hat Petersen meinen Lieblingstrojaner angemessen eingebaut: Aenaeas

                              Ich hoffe nur, dass wir von den Fortsetzungen: "Troy II - The Odyssey in 10 Days" und "Troy III - The Fight for the Foundation of Rome" (wo Aenaeas Rom dann DOCH in einem Tag erbaut ^_^) verschont bleiben werden...
                              »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                                #30
                                Zitat von HanSolo
                                Ein unvergessliches Meisterwerk wie "Der Herr der Ringe" ist es jeodch nicht geworden.
                                Ich stimme mit deiner Kritik in weiten Teilen überein, ich will im Gegensatz zu dir jedoch keinen zwanghaften Vergleich zu LotR herstellen, da da im Prinzip jeder Film nur den kürzeren ziehen kann.

                                Was der springende Punkt ist an dem man Troja überhaupt nicht mit LotR vergleichen kann ist der Kampf Gut gegen Böse! Es gibt in Troja kein Gut gegen Böse, bei Herr der Ringe ist aber genau das der zentrale Punkt. Hm ich persönlich finde bzw. fand gerade beim Herrn der Ringe dieses Konflikt Gut-Böse das "banalste" im ganzen Film, denn dieser Konflikt wurde in meinem Kopf schon mit der alten Star Wars Trilogie ausgetragen, nur darauf bezogen war LotR für mich "leider" nur ein Sequel.

                                Bei Troja ist genau das das faszinierende das auf beiden Seiten nette Leute gegen ihr tragisches aber unvermeidliches Schicksal ankämpfen und dann doch (fast) alle verlieren.

                                Troja bekommt verdiente 4 Sterne von mir, wäre der Soundtrack noch besser und die Synchro nicht zum Teil so grauenvoll würde es auch für 5 fast reichen!
                                "But men are men; the best sometimes forget."
                                "Immortality! Take it! IT'S YOURS!"
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