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Leben als Bastard [SPOILERWARNUNG]

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    Leben als Bastard [SPOILERWARNUNG]

    Diese Spoilerei macht mich wahnsinnig, daher hier das ganze mit massiver Spoilerwarnung ausgelagert.

    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Ramsey hatte das Glück, dass Roose keine offiziellen Kinder hatte. Sobald sein Geschwisterchen auf die Welt kommt, hat Ramsey wohl zu Recht Angst um seine Stellung und tötet Vater, Stiefmutter und Kind.

    Sprich Ramseys Weg ist nicht wirklich mit Jons vergleichbar. Auch wird Jon immer wieder gerne wegen seines Bastard-Status angegangen (auch auf der Mauer).
    Ramsey hatte zu Recht Angst um seine Stellung als erster Erbe von Roose und damit Lord von Winterfell und Wächter des Nordens! Klar, wenn es nur König oder Bettler gibt dann hat es ein Bastard schwer. Ramsey war verrückt und wäre damit wohl nicht klar gekommen.

    Richtig, Jon wird erst auf der Mauer angegangen. Weil dort nur verbitterte Kreaturen hausen oder Verbrecher oder arme Säcke. Was machen Männer wenn sie einsam, verbittert und ohne Perspektive sind? Sie suchen Streit und der dicke ist dann eben der Fettsack und Jon der Bastard. Wer sonst hätte es gewagt im Norden Eddard Starks Sohn zu beleidigen?

    Ich schätze mal Ned hat NIEMANDEN von Jons Herkunft erzählt. Er wollte halt Null Risiko eingehen, dass jemand ihn tötet.
    Denke ich auch, jedoch reden er und Cat auch ganz offen über die sich anbahnenden Ereignisse. Sie scheinen ein absolutes Vertrauensverhältnis gehabt zu haben. Er hätte sie eigentlich längst einweihen können, was hätte sie tun sollen? Ganz bestimmt nichts was einen Krieg oder sonstiges auslöst und ihre Familie gefährdet.


    Klar hätte Jon in Winterfell auch Hufschmied oder so werden können. Aber wo läge da die Stark-Ehre?
    Jon wurde wie Robb aufgezogen. Er kann reiten, kämpfen, hat Bildung und somit alle Möglichkeiten. Kann mir keiner erzählen es hätte keine sonstige Optionen gegeben und was ist in einer mittelalterlichen Welt so schlimm Schmied zu sein?
    Robert hätte als Jon "legitimieren" können, da braucht es nicht mehr als einen Wisch mit Unterschrift.
    Außerdem ist die Mauer wohl der sicherste Ort für Jon, da er dank seinem Eid bei der Nachtwache Robert nicht mehr gefährlich werden kann (kann ja keiner wissen, dass Jon stirbt und wiederaufersteht ) und niemand mehr einen Grund hat ihm ans Leder zu gehen. Niemand hätte einen Deserteur-König wohl akzeptiert, also ich glaube nicht, dass Robert ihn grundlos getötet hätte (zumal es zweifelhaft ist, ob Ned ihn überhaupt jemals eingeweiht hätte)
    Tyrion hat Daeneris sehr schnell klar gemacht, dass niemand in Westeros einfach so für sie kämpfen wird. Warum auch?
    Mit wem sollte sich den Jon verbünden und sein Erbe anstreben? Völlig witzlos, er müsste damit ja gegen seine Freunde und bisherige Familie kämpfen, das ist völlig abwegig.
    Die Mauer ist auch ein Schutz für Jon vor sich selbst, dass er nicht in jugendlichem Leichtsinn einen Bürgerkrieg anzetteln kann, indem er sein Geburtsrecht einfordert. Ned sagt ja, bei ihrem nächsten Treffen würde er mit Jon über seine Mutter sprechen. Das glaub ich ihm sogar, da er ihn ab da erstmals gefahrlos einweihen kann.
    Hey Jon, du bist der wahre Erbe des Throns aber dumm gelaufen, du hast ja ein paar Worte gesprochen und bist damit für immer und ewig hier gefangen! Wir sehen permanent was Eide und Schwüre in GoT-Wert sind. Einen Scheiß, sobald es keinen mehr gibt der sie mit Waffengewalt durchsetzt.


    #2
    Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
    Richtig, Jon wird erst auf der Mauer angegangen. Weil dort nur verbitterte Kreaturen hausen oder Verbrecher oder arme Säcke. Was machen Männer wenn sie einsam, verbittert und ohne Perspektive sind? Sie suchen Streit und der dicke ist dann eben der Fettsack und Jon der Bastard. Wer sonst hätte es gewagt im Norden Eddard Starks Sohn zu beleidigen?
    Es wird im Buch ständig darauf rumgeritten, dass das Leben als Bastard (mit Ausnahme von Dorne) kein Zuckerschlecken ist und kommt auch in der Serie rüber. Natürlich ist das alles offscreen, da wir Jon nur wenige Kapitel vor seinem Aufbruch zur Mauer "kennenlernen", aber auch dort darf er z.B. nicht beim Empfang auf dem Tisch mit seinen "Brüdern" und "Schwestern" speisen.

    Robert hätte als Jon "legitimieren" können, da braucht es nicht mehr als einen Wisch mit Unterschrift.
    Es ist etwas anders, ob ich meinen Neffen aufziehe und beschütze oder ob ich ihn vor meine eigenen Kinder stelle und zu meinem Erben mache. Denn genau das passiert, wenn Ned ihn legalisiert. Dann verliert Rob sein Erbe.

    Tyrion hat Daeneris sehr schnell klar gemacht, dass niemand in Westeros einfach so für sie kämpfen wird. Warum auch?
    Mit wem sollte sich den Jon verbünden und sein Erbe anstreben? Völlig witzlos, er müsste damit ja gegen seine Freunde und bisherige Familie kämpfen, das ist völlig abwegig.
    Deshalb schrieb ich auch "jugendlichen Leichtsinn".

    Hey Jon, du bist der wahre Erbe des Throns aber dumm gelaufen, du hast ja ein paar Worte gesprochen und bist damit für immer und ewig hier gefangen! Wir sehen permanent was Eide und Schwüre in GoT-Wert sind. Einen Scheiß, sobald es keinen mehr gibt der sie mit Waffengewalt durchsetzt.
    Was mit Nachtwache-Deserteuren passiert wird aber auch ständig rumgeritten. Dann bist du einen Kopf kürzer und sicherlich nicht König .

    Niemand hat gesagt, dass Jon von der "Einweihung" begeistert sein wird. Lt Ned war es aber trotzdem der beste und sicherste Weg.

    Kommentar


      #3
      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Es wird im Buch ständig darauf rumgeritten, dass das Leben als Bastard (mit Ausnahme von Dorne) kein Zuckerschlecken ist und kommt auch in der Serie rüber. Natürlich ist das alles offscreen, da wir Jon nur wenige Kapitel vor seinem Aufbruch zur Mauer "kennenlernen", aber auch dort darf er z.B. nicht beim Empfang auf dem Tisch mit seinen "Brüdern" und "Schwestern" speisen.
      Ja wird es, aber wirklich gute Beispiel dafür erleben wir tatsächlich selten. Jon wird nur an der Mauer damit aufgezogen und einem extrem hochnäsigen Jamie. An der Mauer wird jeder wegen seiner Schwachstelle gehänselt, ob Fett, Dumm, Schwul oder Bastard. Dort hat es niemand leicht.
      Auch Stannis akzeptiert Jon sofort, für ihn spielt es kaum eine Rolle ob er ein Bastard ist.
      Zu deinem Beispiel: Jon darf bei offiziellen Anlässen nicht am Tisch mit dem Adel setzen. Schön ist das nicht, aber ist das so schlimm, dass mein sein Leben der Nachtwache schenken muss?
      Nochmal, können wir vielleicht auf einen Nenner kommen, dass das Leben unterhalb der höchsten Adelsschicht nicht sofort automatisch nicht lebenswert ist?
      Es ist etwas anders, ob ich meinen Neffen aufziehe und beschütze oder ob ich ihn vor meine eigenen Kinder stelle und zu meinem Erben mache. Denn genau das passiert, wenn Ned ihn legalisiert. Dann verliert Rob sein Erbe.
      Soweit ich weiß ist Robb älter. Heißt seinen anderen Kinder gegenüber also nur, dass sollte er und Robb ins Gras beißen, sie nicht Lord von Winterfell werden. Jon und alle anderen wachsen als echte Geschwister auf, niemand hätte ein Problem damit.
      Deshalb schrieb ich auch "jugendlichen Leichtsinn".
      Jugendlicher Leichtsinn kann viel bedeuten, aber wie soll eine einzelne Person einen Aufstand gegen das komplette Königreich durchziehen, oder überhaupt erst starten? Wenn das gleichzeitig bedeutet, sich mit alle seinen engsten Vertrauten zu bekriegen?
      Was mit Nachtwache-Deserteuren passiert wird aber auch ständig rumgeritten. Dann bist du einen Kopf kürzer und sicherlich nicht König .
      Niemand hat gesagt, dass Jon von der "Einweihung" begeistert sein wird. Lt Ned war es aber trotzdem der beste und sicherste Weg.
      Wir kommen hier nicht weiter, wenn du dich nicht von diesen sturen Interpretationen löst. Der normale Soldat wird geköpft wenn er einen Eid bricht, aber wir reden hier von extremen Sonderfällen. Einerseits scheinst du es für möglich zu halten, dass Jon im Alleingang eine neue Rebellion durchzieht aber im nächsten Satz scheint er für dich der Schwur der Nachtwache eine 100% Garantie dafür zu sein, dass so etwas niemals passiert?!
      Hat jemals jemand Jon gefragt wieso er denn die Nachtwache verlassen hat? Nein und wer glaubt denn die Geschichte von der Wiederauferstehung von den Toten?

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        #4
        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Ja wird es, aber wirklich gute Beispiel dafür erleben wir tatsächlich selten. Jon wird nur an der Mauer damit aufgezogen und einem extrem hochnäsigen Jamie. An der Mauer wird jeder wegen seiner Schwachstelle gehänselt, ob Fett, Dumm, Schwul oder Bastard. Dort hat es niemand leicht.
        Auch Stannis akzeptiert Jon sofort, für ihn spielt es kaum eine Rolle ob er ein Bastard ist.
        Zu deinem Beispiel: Jon darf bei offiziellen Anlässen nicht am Tisch mit dem Adel setzen. Schön ist das nicht, aber ist das so schlimm, dass mein sein Leben der Nachtwache schenken muss?
        Nochmal, können wir vielleicht auf einen Nenner kommen, dass das Leben unterhalb der höchsten Adelsschicht nicht sofort automatisch nicht lebenswert ist?
        Ob man es "onscreen" sieht / liest ist irrelevant. Es wird ständig darauf rumgeritten. Natürlich kann das Leben dann immer noch lebenswert sein. Aber in einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft (und das ist Westeros nun einmal) bist du ziemlich am Ende der Nahrungskette. Ausnahme eben die Mauer, wo zählt "was du tust und nicht was du bist" (wird auch mehrmals in Buch und Serie gesagt).

        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Soweit ich weiß ist Robb älter. Heißt seinen anderen Kinder gegenüber also nur, dass sollte er und Robb ins Gras beißen, sie nicht Lord von Winterfell werden. Jon und alle anderen wachsen als echte Geschwister auf, niemand hätte ein Problem damit.
        Jetzt wo du es sagst, stimmt, Rob ist, glaub ich älter. Allerdings würde man so, sollte Rob sterben, eben Bran und Rickon um ihr Erbe bringen.

        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Jugendlicher Leichtsinn kann viel bedeuten, aber wie soll eine einzelne Person einen Aufstand gegen das komplette Königreich durchziehen, oder überhaupt erst starten? Wenn das gleichzeitig bedeutet, sich mit alle seinen engsten Vertrauten zu bekriegen?
        Alleine hätte Jon keine Chance. Sollte er jedoch einige Häuser auf seine Seite bringen (entweder weil sie sich daraus einen Vorteil errechnen oder weil sie Robert als "Ursurpator" sehen) haben wir Bürgerkrieg.

        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Wir kommen hier nicht weiter, wenn du dich nicht von diesen sturen Interpretationen löst. Der normale Soldat wird geköpft wenn er einen Eid bricht, aber wir reden hier von extremen Sonderfällen. Einerseits scheinst du es für möglich zu halten, dass Jon im Alleingang eine neue Rebellion durchzieht aber im nächsten Satz scheint er für dich der Schwur der Nachtwache eine 100% Garantie dafür zu sein, dass so etwas niemals passiert?!
        Hat jemals jemand Jon gefragt wieso er denn die Nachtwache verlassen hat? Nein und wer glaubt denn die Geschichte von der Wiederauferstehung von den Toten?
        Im Gegensatz von dir interpretiere ich nichts, sondern berufe mich einzig und allein auf Buch/Serien-Fakten. Denn dort heißt es, dass man als Nachtwache-Deserteur sein Leben verwirkt hätte. Von Was-Wäre-Wenn-Situatuationen bei "extremen Sonderfällen" sprichst nur du.

        Aber unsere Diskussion scheint sowieso an einen toten Punkt gelangt zu sein, wo wir uns nur noch im Kreis drehen. Von dem her, nichts für ungut, bin ich draußen .

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          #5
          Ich muss mich dann doch nochmal einmischen.
          Das Gedankenspiel bzw. die Frage warum ein Mensch ohne Erbansprüche ein Mensch zweiter Klasse ist, beantwortet sich relativ schnell in GoT, "Es ist einfach so ! " dazu gibt es keinen logischen Grund, HanSolo hat es ja bereits schon angesprochen. Der Fehler liegt im System.
          In der Episode: #1.04 Krüppel, Bastarde und Zerbrochenes wird es ja genug thematisiert.

          In dieser Welt haben eben in den meisten Regionen die Starken das sagen, bis auf einige Ausnahmen wie bei den Stark´s z.B , wo man ein bisschen sozialer mit den Leuten umgeht.
          Ich denke wir befinden uns in einer Sackgasse diskussionstechnisch. Ich wollte hier abschließend nochmal meinen Senf dazu geben, ich lese gerade die Bücher und dort werden auch andere Bastarde erwähnt, nicht nur Jon und es geht allen so! ( bis auf Dorne ) man macht auch zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied, wobei es Männer wahrscheinlich noch etwas leichter haben als Bastardfrauen, den wer will schon eine Frau Heiraten die 1. keinerlei Ansehen hat 2. keine Mitgift mitbringt ? So ticken nun mal die Leutchen in dieser Welt, da kann man nichts machen, außer den Fernseher anbrüllen aber das wird auf Dauer eine ziemlich einseitige Diskussionen. ( Vorsicht Sarkasmus ! ) Männer können zumindest sich als Söldner/Soldat einen Namen machen bzw. ihr Leben selbst bestimmen, Frauen haben es dann doch etwas schwerer.


          Interessant was hier diskutiert wird, es passt eigentlich null zum Charakter von Jon, loszuziehen und eine blutige Schneise von der Mauer bis nach Königsmund zu ziehen, selbst wenn er es wüsste bzw. die Mittel hätte . Da steckt bereits schon viel zu viel Starkdenken drin. Ich schätze in eher so ein, das er, wenn er das ganze Elend an der Mauer nicht erlebt hätte sich mit weitaus weniger zufriedengegeben hätte. Er ist ja nur das geworden, was er geworden ist, weil die Invasionen der Wildlinge, und der Verrat der Boltons kam. Ohne den ganzen Mist hätte sich sein Charakter eventuell auch anders entwickelt.

          Und nochmal abschließend wenn Robert erfahren hätte, das Jon zum Teil ein Targaryen ist, hätte wohl eine Flasche Wein und ein Funke ausgereicht und Jon wäre ebenfalls im Eimer gewesen oder aber die Lannisters hätten sich drum gekümmert, sprich man beseitigt die Konkurrenz. also hat Ned doch richtig gehandelt ansonsten wäre Jon schon viel früher und endgültig Tod gewesen. Punkt.

          Geheimhaltung hin oder her, jeder weiß das die Spinne seine Vögelchen auch im Norden hat.

          Ned hat´s also richtig gemacht ! der Winter naht !!! und Prost

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            #6
            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Ob man es "onscreen" sieht / liest ist irrelevant. Es wird ständig darauf rumgeritten.
            Das ist interessant, ich glaube so in etwa denkt auch die US-Bevölkerung und wählt deshalb auch entsprechend. Der Trump twittert eine Zeile, also muss das auch so sein.
            Natürlich kann das Leben dann immer noch lebenswert sein. Aber in einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft (und das ist Westeros nun einmal) bist du ziemlich am Ende der Nahrungskette. Ausnahme eben die Mauer, wo zählt "was du tust und nicht was du bist" (wird auch mehrmals in Buch und Serie gesagt).
            Ich bitte mir eine Person in Winterfell (vor dem ganzen Wahnsinn) zu nennen, die am Arsch ist.
            Darüber hinaus möchte ich gerne mal Pro-Argumente für die Mauer hören. Es ist kalt, alles ist verkommen, du bist größtenteils mit Abschaum umgeben. Dein Tagesablauf besteht aus niederen Diensten, du bist zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Du kannst nicht weg, du wirst unter normalen Umständen niemals die Mauer verlassen können bzw. dürfen. Einzige Ausnahmen sind kurze Abstecher zu einem Bordel, in dem du dann über Frauen rüberrutschen darfst, nachdem schon 5 deiner "Brüder" dran waren. Ansonsten, wie bereits schonmal gesagt, sind Ausflüge in noch kältere Gefilde die einzige Abwechslung da oben und man Pech hat wir man ermordet oder noch schlimmer gefangen genommen.
            1) Nenne mir mal bitte die Top 3 auf einem Werbeplakat für die Mauern.
            2) In wie fern kann das besser sein, als ein einfaches Leben in Sicherheit mit Familie & Freunden.
            Jetzt wo du es sagst, stimmt, Rob ist, glaub ich älter. Allerdings würde man so, sollte Rob sterben, eben Bran und Rickon um ihr Erbe bringen.
            Rickon wäre sicher äußerst erbost darüber. Jetzt müssen 4 statt 3 Leute sterben, bevor er Lord von Winterfell werden kann!
            Alleine hätte Jon keine Chance. Sollte er jedoch einige Häuser auf seine Seite bringen (entweder weil sie sich daraus einen Vorteil errechnen oder weil sie Robert als "Ursurpator" sehen) haben wir Bürgerkrieg.
            "Hey, ich bin Jon und kein Bastarad. Mein Papa hat mir gesagt ich bin der wahre Thronerbe, wer kämpft mit mir gegen das restliche Königreich?"
            Wie soll das denn bitteschön laufen? Wie beweist Jon seinen Anspruch? Wer würde überhaupt gegen Robert aufbegehren?
            Im Gegensatz von dir interpretiere ich nichts, sondern berufe mich einzig und allein auf Buch/Serien-Fakten. Denn dort heißt es, dass man als Nachtwache-Deserteur sein Leben verwirkt hätte. Von Was-Wäre-Wenn-Situatuationen bei "extremen Sonderfällen" sprichst nur du.
            Weil es das eben auch ist. Beantworte doch mal bitte meine Frage mit deiner eigenen Meinung, statt die an Buchzeilen zu klammern, die 0815 Sachverhalte schildern.
            Gerne nochmal: Wieso kann Jon problemlos die Mauer verlassen und niemand hinterfragt dies?
            Aber unsere Diskussion scheint sowieso an einen toten Punkt gelangt zu sein, wo wir uns nur noch im Kreis drehen. Von dem her, nichts für ungut, bin ich draußen .
            In der Schule ist das der Punkt wo Transfer geleistet werden muss und das wiederkauen von auswendig gelerntem nicht mehr reicht. Wenn du auf meine konkreten Punkte und Fragen nicht eingehen willst ist die Diskussion leider tatsächlich völlig unsinnig. Aber es gibt ja noch weitere Forumsteilnehmer

            Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
            Ich muss mich dann doch nochmal einmischen.
            Das Gedankenspiel bzw. die Frage warum ein Mensch ohne Erbansprüche ein Mensch zweiter Klasse ist, beantwortet sich relativ schnell in GoT, "Es ist einfach so ! " dazu gibt es keinen logischen Grund, HanSolo hat es ja bereits schon angesprochen. Der Fehler liegt im System.
            In der Episode: #1.04 Krüppel, Bastarde und Zerbrochenes wird es ja genug thematisiert.
            Die Frage stellt sich ja nicht. Es geht ja um die Frage was besser ist, zweite Klasse oder Dienst an der Mauer. 2. Klasse ist auch nicht gleich 2. Klasse, oder lebt der Schmid in Winterfall wie der Bettler in Königsmund?

            I
            Ich wollte hier abschließend nochmal meinen Senf dazu geben, ich lese gerade die Bücher und dort werden auch andere Bastarde erwähnt, nicht nur Jon und es geht allen so! ( bis auf Dorne ) man macht auch zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied, wobei es Männer wahrscheinlich noch etwas leichter haben als Bastardfrauen, den wer will schon eine Frau Heiraten die 1. keinerlei Ansehen hat 2. keine Mitgift mitbringt ? So ticken nun mal die Leutchen in dieser Welt, da kann man nichts machen, außer den Fernseher anbrüllen aber das wird auf Dauer eine ziemlich einseitige Diskussionen. ( Vorsicht Sarkasmus ! ) Männer können zumindest sich als Söldner/Soldat einen Namen machen bzw. ihr Leben selbst bestimmen, Frauen haben es dann doch etwas schwerer.
            Eben, du sagst es ja selbst. Welcher noblen Abstammung ist eigentlich Bronn? Welchem Adelshaus gehört gleich nochmal Varys an? Welche berühmten Vorfahren hatte denn der Zwiebelritter?
            Warum sind die nicht längst alle an die Mauer gerannt, statt ihr elendes Leben zu leben?
            Und nochmal abschließend wenn Robert erfahren hätte, das Jon zum Teil ein Targaryen ist, hätte wohl eine Flasche Wein und ein Funke ausgereicht und Jon wäre ebenfalls im Eimer gewesen oder aber die Lannisters hätten sich drum gekümmert, sprich man beseitigt die Konkurrenz. also hat Ned doch richtig gehandelt ansonsten wäre Jon schon viel früher und endgültig Tod gewesen.
            Sehe ich auch so und wie ich bereits ebenfalls sagte: Hätte Robert zurück geschreckt weil Jon ein Bruder der Nachtwache gewesen wäre?

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              #7
              Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
              Das ist interessant, ich glaube so in etwa denkt auch die US-Bevölkerung und wählt deshalb auch entsprechend. Der Trump twittert eine Zeile, also muss das auch so sein.
              Der Unterschied zwischen Trumps Twitter-Posts und einem Autor seines eigenes Werkes ist dir schon geläufig, oder? Als Autor kann ich in meinem Werk behaupten, was ich möchte (vor allem wenn es noch dazu Fantasy-Literatur ist). Wenn GRRM schreibt, als Bastard hat man die Ars**-Karte gezogen, dann ist das tatsächlich so. Das zu negieren hat etwas von Pippi Langstrumpf "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt."

              Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
              Darüber hinaus möchte ich gerne mal Pro-Argumente für die Mauer hören. Es ist kalt, alles ist verkommen, du bist größtenteils mit Abschaum umgeben. Dein Tagesablauf besteht aus niederen Diensten, du bist zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Du kannst nicht weg, du wirst unter normalen Umständen niemals die Mauer verlassen können bzw. dürfen. Einzige Ausnahmen sind kurze Abstecher zu einem Bordel, in dem du dann über Frauen rüberrutschen darfst, nachdem schon 5 deiner "Brüder" dran waren. Ansonsten, wie bereits schonmal gesagt, sind Ausflüge in noch kältere Gefilde die einzige Abwechslung da oben und man Pech hat wir man ermordet oder noch schlimmer gefangen genommen.
              1) Nenne mir mal bitte die Top 3 auf einem Werbeplakat für die Mauern.
              2) In wie fern kann das besser sein, als ein einfaches Leben in Sicherheit mit Familie & Freunden.
              Wie Benjen (und auch Master Aemon) schon sagt, auf der Mauer wirst du nach deinen Taten gemessen. Sprich (wiederhole mich schon wieder) hier hat Jon einfach recht gute Aufstiegschancen (die er später auch nutzt). Bronn, Varys und Co haben ebenfalls "Karriere" gemacht, aber in einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft war das wohl nicht so einfach (und haben sie es bei ihrem Aufstieg im Gegensatz von einem Stark nicht besonders genau mit der Ehre genommen).

              Der Dienst an der Mauer wird von den Starks tatsächlich als ehrenvoller Dienst an dem Volk angesehen (von manchen anderen anscheinend auch, siehe Aemon, Morment - Aemon hat sogar auf freiwillig auf Königswürden verzichtet um Maester der Zitatdelle dort zu werden).

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                #8
                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                Der Unterschied zwischen Trumps Twitter-Posts und einem Autor seines eigenes Werkes ist dir schon geläufig, oder? Als Autor kann ich in meinem Werk behaupten, was ich möchte (vor allem wenn es noch dazu Fantasy-Literatur ist). Wenn GRRM schreibt, als Bastard hat man die Ars**-Karte gezogen, dann ist das tatsächlich so. Das zu negieren hat etwas von Pippi Langstrumpf "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt."
                GRRM schreibt eine Geschichte. Das ist keine wissenschaftliche Aufbereitung eines Thema, welches eine Zusammenstellung wissenschaftlich erwiesener Fakten ist. Nur weil in einer Zeile steht "Bastarde haben es schwer", oder eine Person zu einer anderen sagt "Bastarde sind Abschaum und Dreck" ist das keine Garantie, dass ein Bastard im Norden, genauer Winterfell, Sohn von Eddard Stark einem der ehrenwertesten Männer ganz Westeros, eben genau ein solches Schicksal haben muss.
                Auch Westeros ist kein 3. Reich, indem bestimmte Personengruppen geächtet und vernichtet werden.
                Wie Benjen (und auch Master Aemon) schon sagt, auf der Mauer wirst du nach deinen Taten gemessen. Sprich (wiederhole mich schon wieder) hier hat Jon einfach recht gute Aufstiegschancen (die er später auch nutzt).
                Klar, wenn rein zufällig Untote auftauchen du du erledigen kannst und der Lord Commander und der Großteil aller Brüder binnen kürzester Zeit drauf gehen und das Ende der Welt ohnehin nahe ist, dann hast du als Überlebender sicherlich gute Chance.
                Ok, ich probiere es mal anders rum: Benjen Stark, sicherlich einer der Top Leute an der Mauer, kommt zum Fest nach Hause nach Winterfell, was schon ein unglaubliches Privileg ist. Was wird der wohl denken, wenn da alle am Feiern sind am warmen Kamin und reichlich deckter Platte, mit Familie und Freunden?
                Ich meine was diskutieren wir eigentlich permanent über das Leben an der Mauer, Jon sagt es doch selbst auf den Punkt gebracht: Alle wussten was für ein Ort das hier (an der Mauer) ist, nur du (Tyrion) warst ehrlich zu mir. Er ist enttäuscht und fühlt sich verarscht und verraten. Was muss man da mehr noch sagen?
                Bronn, Varys und Co haben ebenfalls "Karriere" gemacht, aber in einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft war das wohl nicht so einfach (und haben sie es bei ihrem Aufstieg im Gegensatz von einem Stark nicht besonders genau mit der Ehre genommen).
                Das stimmt natürlich. Aber wie du gerne klar herausstellst, Jon ist kein Stark und ein wenig schummeln sollte wohl mit der Zeit drin sein. Du traust ihm ja auch eine Rebellion gegen ganz Westeros zu, warum dann nicht eine Karriere als Söldner? Jorah Mormont ist auch eigentlich durch und durch ein Ehrenmann, aber gewisse Schicksale haben ihn vom Weg abkommen lassen.
                Der Dienst an der Mauer wird von den Starks tatsächlich als ehrenvoller Dienst an dem Volk angesehen (von manchen anderen anscheinend auch, siehe Aemon, Morment - Aemon hat sogar auf freiwillig auf Königswürden verzichtet um Maester der Zitatdelle dort zu werden).
                Was sollen die Starks denn sagen? Mauer ist scheiße aber ihr geht da hin sonst ist der Kopf ab? Das wiederum sind weitestgehend veraltete Ansichten, bevor die Nachtwache zu einer heruntergekommenen Truppe aus Verbrechern geworden ist, deren Aufgabe von allen belächelt wird (Snarks und Grumkins sage ich da nur). Wer meldet sich denn da noch freiwillig? 90% der Neuzugänge kommen doch aus den Verliesen Kings Landings. So ehrenhaft wie die Starks allerdings sind, stellen sie dann eben gerne jemanden selbst. Benjen hatte da einfach die Arschkarte gezogen.
                Aemon ist doch über 100 Jahre alt (?!), vielleicht waren das noch andere Zeiten und seine Vergangenheit ist kompliziert. Warum der alte Bär doch gelandet ist weiß ich tatsächlich gar nicht, vielleicht auch aus einem falschen Ehrgefühl heraus?!

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                  #9
                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  GRRM schreibt eine Geschichte. Das ist keine wissenschaftliche Aufbereitung eines Thema, welches eine Zusammenstellung wissenschaftlich erwiesener Fakten ist. Nur weil in einer Zeile steht "Bastarde haben es schwer", oder eine Person zu einer anderen sagt "Bastarde sind Abschaum und Dreck" ist das keine Garantie, dass ein Bastard im Norden, genauer Winterfell, Sohn von Eddard Stark einem der ehrenwertesten Männer ganz Westeros, eben genau ein solches Schicksal haben muss.
                  Auch Westeros ist kein 3. Reich, indem bestimmte Personengruppen geächtet und vernichtet werden.
                  Als Urheber seines Werkes ist GRRM wohl die "höchste und letzte Instanz" .

                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Klar, wenn rein zufällig Untote auftauchen du du erledigen kannst und der Lord Commander und der Großteil aller Brüder binnen kürzester Zeit drauf gehen und das Ende der Welt ohnehin nahe ist, dann hast du als Überlebender sicherlich gute Chance.
                  Benjen hat auch auf der Mauer Karriere gemacht. Schätze mal auch im langen Sommer hätte sich Jon profiliert und wäre zum Ersten Grenzer, wenn nicht sogar Kommandanten aufgestiegen (schon bevor er die Untonten getötet hat, hat ihn Mormont als Nachfolger angesehen, weshalb er ihn zu seinem persönlichen Kämmerer ernannte). Eben weil an der Mauer die Taten zählen.

                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Ich meine was diskutieren wir eigentlich permanent über das Leben an der Mauer, Jon sagt es doch selbst auf den Punkt gebracht: Alle wussten was für ein Ort das hier (an der Mauer) ist, nur du (Tyrion) warst ehrlich zu mir. Er ist enttäuscht und fühlt sich verarscht und verraten. Was muss man da mehr noch sagen?.
                  Wenn du nur von Jons erstem Eindruck ausgehst, ja. Da kam er sich völlig verars**t vor und nur Tyrion (der zu jenem Zeitpunkt keine hohe Meinung über die Mauer vertrat, wie ziemlich alle Lords des Südens) hat ihm die "Wahrheit" gesagt. Allerdings hätte Jon jederzeit gehen können (er spielt sogar kurz mit dem Gedanken, als er denkt, sein Kämmererposten wäre die Rache von Ser Allisar Thorn). Tut er aber nicht. Er spricht sogar seinen Eid und findet in Gren, Pyp und vor allem Sam eine neue Familie. Bis zum Mord an ihm macht Jon nicht den Eindruck als wäre er unglücklich bei der Nachtwache.

                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Das stimmt natürlich. Aber wie du gerne klar herausstellst, Jon ist kein Stark und ein wenig schummeln sollte wohl mit der Zeit drin sein. Du traust ihm ja auch eine Rebellion gegen ganz Westeros zu, warum dann nicht eine Karriere als Söldner? Jorah Mormont ist auch eigentlich durch und durch ein Ehrenmann, aber gewisse Schicksale haben ihn vom Weg abkommen lassen.
                  Ich habe nie gesagt, dass ich ihm das zutraue. Ich sprach von einer potentiellen Gefahr durch jugendlichen Leichtsinn (wohl der Grund, warum Ned Jon erst nach seinem Eid die Wahrheit über seine Mutter erzählen möchte). Und Jon hat nun einmal ein größeres Recht auf den Thron. Er würde hier (alles Dany) nur sein ihm zustehendes Erbe einfordern. Also nichts "Unehrenhaftes".

                  Und natürlich ist Jon auch ein Stark. Durch Lyannas Gene ist er genauso Stark wie Targaryan durch Rhegars.

                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Was sollen die Starks denn sagen? Mauer ist scheiße aber ihr geht da hin sonst ist der Kopf ab? Das wiederum sind weitestgehend veraltete Ansichten, bevor die Nachtwache zu einer heruntergekommenen Truppe aus Verbrechern geworden ist, deren Aufgabe von allen belächelt wird (Snarks und Grumkins sage ich da nur). Wer meldet sich denn da noch freiwillig? 90% der Neuzugänge kommen doch aus den Verliesen Kings Landings. So ehrenhaft wie die Starks allerdings sind, stellen sie dann eben gerne jemanden selbst. Benjen hatte da einfach die Arschkarte gezogen.
                  Aemon ist doch über 100 Jahre alt (?!), vielleicht waren das noch andere Zeiten und seine Vergangenheit ist kompliziert. Warum der alte Bär doch gelandet ist weiß ich tatsächlich gar nicht, vielleicht auch aus einem falschen Ehrgefühl heraus?!
                  Wie gesagt, im Süden hat man nicht wirklich eine hohe Meinung von der Nachtwache. Im Norden sieht es schon anders aus. Dort wird die Nachtwache sehrwohl von vielen als eherenwerter Dienst angesehen. So sagt Yoren etwa über Benjen Stark "durch sein schwarzes Blut, war er auch mein Bruder".

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                    #10
                    Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen

                    Ich bitte mir eine Person in Winterfell (vor dem ganzen Wahnsinn) zu nennen, die am Arsch ist.
                    Hodor: Hodor, Hodor, Ho, Hoh HODOR !!!! ( das war eine Steilvorlage )

                    Aber eventuell würde ich noch Teon Graufreud als Beispiel anführen.
                    Kommt eben darauf an wie du "arm A*" definierst. Teon passt für mich in die Kategorie, da er wie Jon nirgendwo richtig dazu gehört und auch um sein Erbe betrogen wurde.




                    Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                    Darüber hinaus möchte ich gerne mal Pro-Argumente für die Mauer hören. Es ist kalt, alles ist verkommen, du bist größtenteils mit Abschaum umgeben. Dein Tagesablauf besteht aus niederen Diensten, du bist zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Du kannst nicht weg, du wirst unter normalen Umständen niemals die Mauer verlassen können bzw. dürfen. Einzige Ausnahmen sind kurze Abstecher zu einem Bordel, in dem du dann über Frauen rüberrutschen darfst, nachdem schon 5 deiner "Brüder" dran waren. Ansonsten, wie bereits schonmal gesagt, sind Ausflüge in noch kältere Gefilde die einzige Abwechslung da oben und man Pech hat wir man ermordet oder noch schlimmer gefangen genommen.
                    1) Nenne mir mal bitte die Top 3 auf einem Werbeplakat für die Mauern.
                    2) In wie fern kann das besser sein, als ein einfaches Leben in Sicherheit mit Familie & Freunden.
                    Nunja besser als der Tod schätze ich. wenn man es aus der Sicht eines Verbrechers sieht. Auch besser als Kastration, oder ein anderes Körperteil zu verlieren.
                    Wenn man es sich bei einem mächtigen Mitglied der Gesellschaft verscherzt hat kann man hier untertauchen. Es stimmt die Nachtwache hat viele Nachteile und man sollte es nicht beschönigen, jedoch sollte man auch den späteren Zusammenhalt erwähnen, geteiltes Leid ist eben halbes Leid, und in Königsmund verhungern Menschen und gehen sich ebenfalls gegenseitig an die Gurgel ist das besser ? Ist die Mauer schlechter als eine Baracke Flohloch ? Stimmt dort gibt es keine Frauen und jede Menge finsterer Gesellen, aber wenn man ein paar Freunde bzw. Rückhalt hat, gibt es mit Sicherheit auch schlechtere Schicksale, theoretisch sind die Brüder dort alle gleich, wie ein Mönchsorden, wo es ja auch keine Frauen gab,
                    ich kann man jedenfalls schlimmeres Vorstellen z.B persönlicher Entertainer für Ramsey oder Joffrey.

                    Meine Sprüche für das Werbeplakat der Nachtwache:

                    1. Flache Hierarchien
                    2. bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt
                    3. mit Sicherheit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, Beerdigungskosten werden übernommen.



                    Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                    Auch Westeros ist kein 3. Reich, indem bestimmte Personengruppen geächtet und vernichtet werden.
                    Im Laufe der Geschichte ist das in Westeros aber ein paar mal passiert ich sage nur "Kinder des Waldes"
                    Und Wildlinge wurden bis vor kurzem ja auch nicht mit offenen Armen empfangen bzw. frühzeitig ausradiert, wenn sie illegal in den Süden einreisen wollten.





                    Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                    Die Frage stellt sich ja nicht. Es geht ja um die Frage was besser ist, zweite Klasse oder Dienst an der Mauer. 2. Klasse ist auch nicht gleich 2. Klasse, oder lebt der Schmid in Winterfall wie der Bettler in Königsmund?
                    Wie gesagt Schubladendenken kann man hier nicht unbedingt anbringen, vielleicht gibt es ja noch ein paar Glücksritter die sich der Wache anschließen, zwecks Ehrgefühl, die meisten dürften aber Verbrecher sein, da hast du recht. Tyrion hat es in der zweiten Episode treffend formuliert, du tauschst deine alte Familie gegen eine Neue ein. Es ist wie ein Leben beim Militär nur fürs ganze Leben. für manche Menschen ist das sicherlich kein schlechter Platz zu leben, wie gesagt du hast in der Regel Rückendeckung und auch wenn es sich vielleicht heuchlerisch anhört, dein Leben hat auch eventuell mehr Sinn, als wenn du in Königsmund betteln gehst.

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                      #11
                      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                      Als Urheber seines Werkes ist GRRM wohl die "höchste und letzte Instanz" .
                      Das hast du mich wohl falsch verstanden. GRRM schreibt Belletristik wenn man es doch so nennen mag. Es können durchaus Aussagen fallen die falsch sind, verallgemeinernd oder bewusst unterschiedlich interpretierbar sind. Gutes Beispiel eben ist die wörtliche Rede, wenn Person X etwas zu Y sagt kann das unwahr sein, oder dem Standpunkt der Person geschuldet sein. Das hat dann nichts mit Urheber oder höchste Instanz zu tun. Soweit ich mich erinnere gibt es kein Kapitel welches sich mit Bastarden und ihrem Leben in ganz Westeros detailliert auseinandersetzt, zu sagen ALLE Bastarde in ALLEN Reichen Westeros sind "am Arsch" ist somit Interpretation des Lesers.
                      Benjen hat auch auf der Mauer Karriere gemacht. Schätze mal auch im langen Sommer hätte sich Jon profiliert und wäre zum Ersten Grenzer, wenn nicht sogar Kommandanten aufgestiegen (schon bevor er die Untonten getötet hat, hat ihn Mormont als Nachfolger angesehen, weshalb er ihn zu seinem persönlichen Kämmerer ernannte). Eben weil an der Mauer die Taten zählen.
                      Welcher lange Sommer? Der ist so gut wie vorbei und keiner weiß wie lange der Winter geht. Wie sollte der Lord Kommandant rechtfertigen einen Grünschnabel zum Chef zu machen und alle seine erfahrenen Kämpfer zu übergehen?
                      Wenn du nur von Jons erstem Eindruck ausgehst, ja. Da kam er sich völlig verars**t vor und nur Tyrion (der zu jenem Zeitpunkt keine hohe Meinung über die Mauer vertrat, wie ziemlich alle Lords des Südens) hat ihm die "Wahrheit" gesagt. Allerdings hätte Jon jederzeit gehen können (er spielt sogar kurz mit dem Gedanken, als er denkt, sein Kämmererposten wäre die Rache von Ser Allisar Thorn). Tut er aber nicht. Er spricht sogar seinen Eid und findet in Gren, Pyp und vor allem Sam eine neue Familie. Bis zum Mord an ihm macht Jon nicht den Eindruck als wäre er unglücklich bei der Nachtwache.
                      Wohin sollte er denn dann? Sein eigener Vater hat ihn quasi verarscht und dahin geschickt, soll er zurücklaufen und sich beschweren? Zumal Eddard ja weg war und Cat ihn ja eben nicht mochte.
                      Gren, Pyp und Sam sind gute Freunde. Das ist völlig normal, wenn Menschen ihre Zeit gemeinsam verbringen freunden sie sich an. Wäre jetzt nicht das was ich Familie nenne, auch wenn sie sich Brüder der Nachtwache schimpfen. Neben den Freunden gibt es auch ne ganze Reihe Typen die Jon hassen.

                      Und Jon hat nun einmal ein größeres Recht auf den Thron. Er würde hier (alles Dany) nur sein ihm zustehendes Erbe einfordern. Also nichts "Unehrenhaftes".
                      Alle wissen dass Daeneris und ihre Bruder am Leben ist und alle folgen Robert Baratheon. Es gibt keinen Recht auf den Thron mehr, er wurde von Robert erobert und solange niemand einen entscheidenden Vorteil hätte, wir niemand irgendjemand anderem Folgen, nur weil die Erbfolge es irgendwann mal so vorsah.
                      Und natürlich ist Jon auch ein Stark. Durch Lyannas Gene ist er genauso Stark wie Targaryan durch Rhegars.
                      Schon klar. Er trägt aber nicht den Namen, weil Bastard. Manchmal glaube ich du verstehst mich absichtlich falsch.
                      Wie gesagt, im Süden hat man nicht wirklich eine hohe Meinung von der Nachtwache. Im Norden sieht es schon anders aus. Dort wird die Nachtwache sehrwohl von vielen als eherenwerter Dienst angesehen. So sagt Yoren etwa über Benjen Stark "durch sein schwarzes Blut, war er auch mein Bruder".
                      Jaja und deswegen geht die Nachtwache zu Grunde der Großteil der Forts ist unbesetzt und verfallen und man muss in die Hauptstadt um Gefangene zu rekrutieren. Kloputzer machen auch einen ehrenwerten Dienst und die wenigstens würden es freiwllig machen.

                      Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen

                      Hodor: Hodor, Hodor, Ho, Hoh HODOR !!!! ( das war eine Steilvorlage )

                      Aber eventuell würde ich noch Teon Graufreud als Beispiel anführen.
                      Kommt eben darauf an wie du "arm A*" definierst. Teon passt für mich in die Kategorie, da er wie Jon nirgendwo richtig dazu gehört und auch um sein Erbe betrogen wurde.
                      Eben, perfekt. Selbst ein Idiot bekommt in Winterfell eine Chance.
                      Theon geht es blendend. Gute Erziehung, Kampftraining, Geld für Huren Wo sonst geht es einem Kriegsgefangenen derart gut?


                      Ist die Mauer schlechter als eine Baracke Flohloch ?
                      Wohl nicht. Aber warum muss es denn gleich ein Extrem sein? Dürfte ein weiter Weg sein vom Bastard in Winterfell zum Bettler in Flohloch.
                      1. Flache Hierarchien
                      2. bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt
                      3. mit Sicherheit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, Beerdigungskosten werden übernommen.
                      Haha, sehr gut

                      Im Laufe der Geschichte ist das in Westeros aber ein paar mal passiert ich sage nur "Kinder des Waldes"
                      Und Wildlinge wurden bis vor kurzem ja auch nicht mit offenen Armen empfangen bzw. frühzeitig ausradiert, wenn sie illegal in den Süden einreisen wollten.
                      Ja ok, das sind ganz offiziell Feinde des Reiches. Ich meinte eher Personengruppen, so wie eben Bastarde, Rothaarige, Anhänger des Gottes XY. Selbst Popo-Piraterie steht ja offenbar nicht unter Strafe, weshalb Joffrey überlegt das einzuführen, soweit ich mich entsinne.

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                        #12
                        Ich möchte hier auch mal 2 - 3 Anmerkungen einfließen lassen.

                        Soweit uns das dargestellt wird, haben die Starks eine höhere Meinung von dem Dienst an der Mauer als die anderen Lords weiter im Süden. Was unter anderem daran liegen mag, dass sie wissen, dass die Mauer nicht nur für die fast vergessene Bedrohung der Wanderer gebaut wurde, sondern dass sie auch die Wildlinge abhält. Und so wie ich das verstanden habe, hatte Jon Snow ein ziemlich verklärtes, romantisiertes Bild von der Bruderschaft der Nachtwache. Halt eine edle Gemeinschaft von Kriegern, die die Reiche von Westeros vor der Wildnis beschützt. Und Benjen macht - wohl schon aus reinem Eigeninteresse als Bruder der Nachtwache - kaum Anstalten, dieses Bild bei ihm zu ändern. Und zumindest so wie ich das verstanden habe, geht Jon Snow deswegen zur Nachwache, weil er sich dort ein anderes, ggf. besseres Leben erhofft, als immer nur der Bastard in Winterfell zu sein, der zumindest von Catelyn offen abgelehnt wird - und der stets am Katzentisch sitzen muss. Jon merkt natürlich schnell, wie bei der Nachtwache des Hase läuft - und will sogar abhauen - entscheidet sich dann aber doch zu bleiben. Da dürfte seine Stark-Erziehung einen großen Anteil haben, eben eine Sache auch durchzuziehen, trotz aller Widrigkeiten.

                        Bei den Bastarden an sich hat sich Martin natürlich stark an der Geschichte orientiert, denn auch in unserem Mittelalter hatten es solche illegitimen Söhne von Adligen nicht leicht. Entweder wussten sie gar nicht erst etwas von ihrer Herkunft, oder es war schon bekannt und sie wurden von den meisten Leuten geschnitten. Es gibt wohl nur sehr wenige Beispiele, wo ein illegitimes Kind eine größere Karriere gemacht hat. Meist dann, wenn der Vater aus Pflichtgefühl seinem Kind irgendeine Stellung verschafft hat - bspw. als Truppenkommandant oder in einem Kloster. Und bei Kind meine ich Sohn, denn illegitime Töchter hatten es massiv schwerer, bzw. da wird kaum mehr drin gewesen sein als sich als Dienstmagd oder Prostituierte durchs Leben zu schlagen. Mit Glück noch als Nonne im Kloster, wobei diese häufig auch eher dazu da waren, um überschüssige Adelstöchter zu parken.

                        Das Jon Snow ein Targaryen ist, sogar ein technisch legitimer, wusste ja keiner, bis Brann dies durch seine Seher-Kräfte (und Sams Freundin Goldie rein zufällig) entdeckt. Davor wusste das nur Ned Stark selber (und ggf. Benjen) - und die nehmen das Geheimnis mit ins Grab. Und es war klar, warum das verborgen wurde. Robert Baratheon hätte das Baby sonst sofort aus dem Weg geräumt. Und das nicht nur, weil es ein Targaryen ist, sondern allein schon, weil es aus seiner Sicht den Fehltritt seiner geliebten Lyanna darstellt. Und es war ja sehr leicht, Jons Herkunft zu verbergen, da ihm ja die üblichen, optischen Merkmale eines Targaryen (weißes Haar und violette Augen) komplett abgehen.

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                          #13
                          @ Souvreign

                          Sehr gutes Kommentar, danke.



                          Was die Diskussion anbelangt, so hatte ich ja eigentlich schon länger vor, mich daraus zurückzuziehen, da wir uns e nur noch im Kreis drehen. Von dem her werde ich jetzt meinen eigenen Rat befolgen und bin draußen .

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                            #14
                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen


                            Eben, perfekt. Selbst ein Idiot bekommt in Winterfell eine Chance.
                            Theon geht es blendend. Gute Erziehung, Kampftraining, Geld für Huren Wo sonst geht es einem Kriegsgefangenen derart gut?
                            Gut so kann man es natürlich auch auslegen.
                            Naja Theon ist ja kein 0815 Eisenmann, sondern der legitime Erbe einer Herrscherdynastie.
                            Naja er hatte schon seine Freiheiten, das mag sein, jedoch gehört er dafür aber auch nicht wirklich zu einem der beiden Häuser dazu. Das war ja auch der Grund, warum er die Starks verraten hat und diesen peinlichen Eroberungsversuch gestartet hat. Aber ich gebe dir recht es ging im Vergleichbar gut.



                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                            Wohl nicht. Aber warum muss es denn gleich ein Extrem sein? Dürfte ein weiter Weg sein vom Bastard in Winterfell zum Bettler in Flohloch.
                            Du kommst ja selbst auch mit Extremen um die Ecke. Deine Frage war ja, ob das Leben in Freiheit besser ist als an der Mauer, bzw. war es eine Behauptung die du aufgestellt hat.
                            Und mit dem Bettler aus Königsmund möchte ich diese Behauptung widerlegen. Als Bettler bist du quasi Freier als Frei. Und mir fällt da noch die Bruderschaft ein, eine Gruppe Gesetzloser, die auch schon mal eigene Mitglieder vertickt wenn es "der Sache" dient und wo man anscheinend auch schon mal brandschatzen und vergewaltigen kann. bis man dann belangt wird. Dann lieber an der Mauer, als ständig gejagt zu werden...



                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                            Haha, sehr gut
                            Gelle.
                            Make Westeros great again !


                            Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                            Ja ok, das sind ganz offiziell Feinde des Reiches. Ich meinte eher Personengruppen, so wie eben Bastarde, Rothaarige, Anhänger des Gottes XY. Selbst Popo-Piraterie steht ja offenbar nicht unter Strafe, weshalb Joffrey überlegt das einzuführen, soweit ich mich entsinne.
                            gab es auch schon, die alten Götter bzw. Wehrholzbäume wurden größtenteils verbannt und beseitigt, bis auf den Norden, wo sich das ganze noch gehalten hat.

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                              #15
                              Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
                              gab es auch schon, die alten Götter bzw. Wehrholzbäume wurden größtenteils verbannt und beseitigt, bis auf den Norden, wo sich das ganze noch gehalten hat.
                              Außerdem steht "Popo-Piraterie" sehrwohl unter Strafe. War sogar ein wichtiger Handlungsbogen, da man den Ritter der Blumen dessen bezichtigte (und wegen dem Magery in der Serie einen Meineid leistete, im Buch war es Untreue und Inzucht).

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