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    Trainingseinheit & Die Chronik des GLIB-Virus

    Trainingseinheit ( LeeLeBaal erfährt Ausbildung durch die Mohar)


    Timy saß am Rand der von Kraftfeldern eingezäunten Arena und bestaunte das Bild.
    Wärend Miheil auf allen vieren auf dem Boden kroch stand Lee Le Baal unbeeindruckt in der Mitte einen Arm auf dem Rücken in der anderen eine Art schwarzflimmernden Degen, welcher aus eine Art Rauch zu bestehen schien.
    In ihrer schnarrenden Redeweise quätschte sie: „Die jungäh Damäh scheint beraits am Ändäh ihrer Krähfte zu sein. Ja die Jugänd diesär Zaiten ist nächt sähr ausdauärnd.“
    TimyMohar verfolgte wie Miheils Katzenaugen zu sprühen begannen sein Körper sich streckte und Flügel auf seinen Rücken sprossen. „Wow, er verliert tatsächlich die Kontrolle über sich, sowas sieht man nicht alle Tage. Miheil ist normalerweise der coolste von uns allen. Aber Lee ist eben die Inkarnation des Nerventods
    Er beschloss der Sache ein Ende zu machen hier und jetzt. Mit verstärkter Stimme rief er: „Stopp, Ende des Skill Trainings, wir testen jetzt die körperlichen Fähigkeiten, ohne den Einsatz von Magie oder Skills!“
    Er ging betont langsam auf den Platz: „Angesichts dessen, dass es uns Jungen noch etwas an Erfahrung und Ausdauer mangelt, ist es sicher kein Problem, wenn wir zu zweit gegen eine so überragende Ritterin antreten.“
    Sein Gesicht hatte dabei den wölfischen Ausdruck, der Feinden gelegentlich auch ohne Einsatz von Skills das Blut gefrieren ließ. Lee nuschelte: „Es haist zwarr viel Faind viel Ähr ,trozdäm ist das ätwas unfähr … sollten sich die Härren nöcht liebär noch jämandän als Verstärkung holän um mit ainer schwachen Frau fertigzuwärden?“
    „Ach“, sagte Timy kalt „Das wird schon werden und draußen kannst du dir auch weder Umstände noch Gegner aussuchen“ er warf Miheil, der sich inzwischen wieder beruhigt hatte einen Blick zu.
    Beide hatten schon so manchen Kampf und noch mehr Schlägereien sowohl miteinander als auch gegeneinander durchgezogen.
    Sie brauchten sich nicht groß abzustimmen und die Intention war klar.
    Jetzt war Zahltag.

    Sie nahmen Aufstellung um ca. fünfundvierzig Grad versetzt auf, Lee in der Mitte.
    Trotz allem musste Timy anerkennen das Lee Le Baal, einfach eine Kämpferin war.
    Sie stand ganz ruhig, als würde sie bei einen Schaufensterbummel im Shoppingcenter stehen, ohne Stress, ganz natürlich, dabei brachte sie es trotzdem fertig beide Kontrahenten im Auge zu behalten.
    Gerade öffnete sie den Mund, um noch etwas zu sagen da sprinteten Timy und Miheil gleichzeitig los.
    Selbst ohne Einsatz von Magie oder Skills waren beide übermenschlich schnell, im Sinne des Wortes.
    Timy hatte seine Cyberspinn von Berechnungsunterstützung auf Körperboost umgeschaltet, so dass alle Bewegungen, abgesehen von den Limits eines menschlichen Körpers mit nahezu maschineller Geschwindigkeit abliefen.
    Er schlug mit der Wucht eines Geschosses dort ein, wo, bis eben noch Lee gestanden hatte.
    Dass er nicht mit eben dieser Wucht in Miheil einschlug, war nur ihrer wortlosen Abstimmung zu verdanken die sie versetzt am Ziel ankommen ließ.
    Gegen Lees ausgestecktes Bein half das aber wenig, es riss ihn nur deshalb nicht von den Füßen, weil ihn die Cyberspinn sogar in dieser Lage etwas stabilisierte.
    Miheil konnte das Bein sowieso nichts anhaben, da er sich zu diesen Zeitpunkt in der Luft befand.
    So entging er zwar der Stolperfalle, aber da sich Lee schnell, wie ein Schemen weiterdrehte bekam er dafür einen heftigen Tritt in den Allerwertesten welcher ihn wie einen Ball beschleunigte und noch etwas extraspinn mitgab.
    Timy nahm sich ein Beispiel an Lees Beinarbeit und machte aus dem Stolperschritt einen Sidekick Richtung Lees Kopf. Diese wehrte das Ganze mit einer beiläufigen Handbewegung ab und gab auch Timy dabei einen Impuls mit auf dem Weg, welcher dazu führte, dass er noch eine extra Runde drehte.
    Dummerweise hatte sie noch die Zeit seine Kniekehle zu attackieren, so dass der elegante Drehkick in etwas endete, was eher wie ein Rumpelstilzchen Tanz aussah.
    Zum Glück hatte Miheil nach Bodenkontakt und dank seiner katzenartigen Körperbeherrschung, sofort zum nächsten Sprung angesetzt so musste sich die selbsterklärte ‚Ritterin der Dämonen‘ erstmal wieder mit ihm auseinandersetzen.

    Miheil schafft es noch in der Luft mit allen Extremitäten nach Lee zu schlagen. Lee steppte zur Seite, blocke wich aus, blockt wieder, inzwischen hatte Timy seinen Tanz, der entfernt an einem missglückten Kasatschok erinnerte beendet und griff Lee aus dem toten Winkel an.
    Diese bog sich in einem unwahrscheinlichen Winkel und keilte aus wie ein Pferd, Timy wurde trotz Block zurückgeworfen währen Lee nach vorne zusätzliche Arme zu haben schien, um Miheils furiosen Angriffswellen standzuhalten. Dabei hatte sie sogar noch Zeit ihre Gegner mit einem: „Nun sie sind jo sähr enärgisch aber ätwas vorhersähbar.“zu verhöhnen.
    Timy reichte es, mit einem wilden Schrei stürzte er sich mit ausgestreckten Armen auf Lee und umklammerte sie. Lee versuchte natürlich nach unten durchzutauchen, aber Timy machte einfach jede Bewegung mit.
    Verbissen wie eine Bulldogge an ihre Beute, so klammerte, er sich an Lee.
    „Jungär Mann sie sind abär sähr zudränglisch“ röchelte Lee dann bekam sie von Miheil, dessen Attacken endlich ein in seiner Bewegung eingeschränktes Ziel vorfanden, den ersten mit.

    Was anschließend folgte hatte nichts mehr mit Kampfkunst, oder Eleganz zu tun. Es war nur noch ein wüstes Gezerre bei dem Fäuste, Arme und Beine und auch Kopf und Zähne eingesetzt wurden.
    Für einen menschlichen Beobachter musste es aussehen, wie eine Comic Schlägerei, wo man aus der Rauchwolke nur ab und an einen Arm ein Bein oder einen Kopf auftauchen sah, um gleich wieder in dem Knäul aus Leibern zu verschwinden.
    Untermalt wurde das Ganze von einer Soundkulisse aus Schreien, Grunzen, Flüchen Stöhnen und Beleidigungen.

    In diese wilde Treiben mischt sich ein tiefe wohlklingende Stimme: „Hallo Ihr Süßen, ich weiß es wirklich zu schätzen, dass ihr das Training so ernst nehmt, aber ich denke das die heutige Lektion eindringlich genug war und erst einmal einer achtsamen Reflektion bedarf.“

    Völlig außer Atem entknäulten sich die Kämpfer, sie sahen durch die Bank etwas mitgenommen aus.
    Bei Lee konnte man das allerding schlecht sagen, da sie seit ihrer Erweckung, dem Klischee einer von Dämonen Besessenen entsprach. Wenigstens hatte sie keine leeren Augenhöhlen mehr, aber das, was einem da anblickte, sah nach allen aus, nur nicht menschlich.
    Dazu war der Raum um die Augen wie entzündet, die Adern traten am ganzen Körper, schwarz verfärbt sichtbar hervor.
    Jeantron hatte, als er sie zum ersten Mal gesehen hatte nur abgewinkt und gesagt: „OK, da ist noch etwas Luft nach oben, willkommen in der Familie, Süße“, dann hatte er sie umarmt und war dann in die Regenerationskammer gegangen, da Ihm der Prozess der Verkörperlichung des bösen Geistes Beelzebub einiges an Substanz abverlangt hatte.
    Heute sah er immer noch erschöpft aus, oder wütend?
    Timy konnte es nicht festmachen, bis seine Identifizierung anschlug und er sah das es eigentlich Erwin war, welchen er zuerst für Jean gehalten hatte.
    Der echte Jeantron, inzwischen schon wieder gut erholt, befand sich direkt hinter seinem AENA (Schüler, Adepten).

    Lee Le Baal starrt die zwei Jeantrons skeptisch an.
    „Gibt äs jätzt ähtwah zwai von dainer Sorte, das wäre ja grässlich“ ätzte sie.
    „Och nö“ sagt der Cyberguru im gemütlichsten Tonfall, Erwin hat den letzten BÖSEN DOPPELGÄNGER noch nicht verdaut. Jetzt versucht er mich nachzubilden, um mich dann töten. Damit er dann meinen Platz einnehmen kann. Ihre wisst ja, wie die so sind. „
    Dabei lächelte er und sah aus, wie jemand der eine Anekdote aus seiner Schulzeit zum Besten gab.
    Lee wurde noch bleicher und für einen Augenblick dachte Timy tatsächlich, dass sie gleich umkippen würde.
    Sie streckte Ihren Finger Richtung dem Doppelgänger und er zitterte tatsächlich.
    „Das ist nicht dein Ernst? Bei allen 999 Masken des Nyarlathotep, du willst mir nicht im Ernst sagen das du einen DÄMONERFRESSER hier angeschleppt hast.
    So irrsinnig kannst selbst du nicht sein.“
    Sie blickte in die Runde und erklärte: „Ihr ahnungslosen Kinder, im ersten Augenblick mag es ja nicht schlecht klingen, wenn ein Wesen Dämonen frisst, aber in der Realität ist das eine Naturkatastrophe!
    Der Dämonenfresser wird von den Dämonen, welche er aufnimmt, infiziert, diese waren schon vorher übel, aber nachdem sie gefressen wurden, entarten sie.
    Je mehr Dämonen solch ein Wesen in sich aufnimmt, um so furchtbarerer sind die Auswirkungen auf die Umwelt.
    Der Boden, über den er wandelt wird verflucht und lebensfeindlich. Die Aura und das Miasma, das er ausstrahlte, verderben Tier und Pflanzenwelt, Menschen werden krank und verrückt.
    Und das nur von den Ausstrahlungen, deren Reichweite umso größer wird, je mehr Dämonen gefressen wurden.
    Diese werden dazu noch von der Verderbnis, welche er säht, angezogen. So dass sich in seinen Umfeld das Böse sammelt wie Fliegen um Scheiße!“
    Lee Le Baal schaute wild um sich: „Das wirklich Schlechte an der ganzen Sache ist, das mit dem Tod dieses Übels, die Sache keineswegs erledigt ist, denn dort wo es stirbt, hinterlässt es eine Art verdorbene Stelle Þ einen Ort, der auf Jahrhunderte oder noch länger konterminiert ist.
    Dort wächst nichts, Tiere fliehen und Menschen, die sich dort aufhalten, werden von Spukvisionen befallen, die sie Stück für Stück in Wahnsinn und Tod treiben.“
    Timy war sprachlos, die nervige Kuh konnte tatsächlich ganz normal reden, ohne das ganze Gequake, das einem permanent auf die Nerven ging.
    Gespannt schaut er zu den Jeantrons, neugierig was der Cyberguru dazu zu vermelden hatte.
    Der böse Jeantron kicherte und fand offenbar die Aussicht ein Hotspot des Grauens zu werden, ganz toll.
    Das Original dagegen ruderte, wie man es so von Ihm kannte mit den Armen, als wolle er durch Lee Le Baals unverhofften Redeschwall wie ein geübter Schwimmer hindurchtauchen.
    „Ach das ist alles halb so wild, meine Süße, zum ersten kann jede Art von Energie eine Quelle der Kraft und des Aufbaus werdenÞ wichtig ist allein, dass man die Dialektik auch in der Magie erkennt, letztlich ist auch das sogenannte Miasma, welches sogenannte BÖSE Wesen ausströmen auch eine Art Mana und kann kanalisiert verändert und genutzt werden.
    Zum Zweiten unterzieht sich mein AENA regelmäßigen Reinigungsritualen, welche dafür sorgen das sich sein Wahres Inneres jederzeit an einem geschützten Ort, im Gleichgewicht mit dem Universum befindet.
    Das, was da ab und an etwas wild aussieht, ist so, wie wenn sich das Meer, aufgepeitscht vom Sturm, an einer Klippe bricht.
    Du siehst es ja an Dir Selbst, liebe Lee welche erstaunlichen Fortschritte man innerhalb kürzester Zeit machen kann, wenn die Umstände passen und man den freien mentalen Fluss seines inneren Selbst folgt.“
    Lee hatte ihren Fauxpas inzwischen bemerkt und biss sich auf die blutleeren Lippen. Trotzdem war sie mit dem Thema noch lange nicht durch.
    „Hat dir schon mal jämand gesagt das du komplett außer Kontrolle bist, für dich sollte es im Buch über verrückte Gurus ein eigenes Kapitel gäben.“
    Jeantron lächelte: „Mir reicht der monatliche Bericht der imperialen Geheimabteilung und dass ich das Ranking der gefährlichsten Bürger des Imperiums anführe, komplett. Ich finde das beachtlich für einen kleinen Händler eines unbedeutenden Hauses“
    „Wie kann äs aber sein das hier nicht, im Minutäntakt Kopfgeldjäger und Assassinen aufschlagen?“ wollte Lee Le Baal wissen.
    Jeantron zählte an seinen Fingern: „Na zum ersten ist das natürlich keine Öffentliche Liste, schließlich sind viele auf dieser Liste hochangesehen Mitglieder der Gesellschaft, die ewige Nummer 2 ist zum Beispiel der geheimnisumwitterte Anführer der Raumgilde, er könnte das Imperium lahmlegen dank des Monopols, welches seine Organisation innehat.
    Zum zweiten heißt gefährlich, nicht automatisch verfolgt oder zum Abschuss freigegeben. Einige der Leute stehen auf der Liste, weil man Sorgen hat, was nach Ihren Ableben passieren könnte, da sie großen Einfluss angesammelt haben und ein gefährliches Machtvakuum hinterlassen, wenn sie abtreten.
    Drittens hatten wir es schon mit einigen unverbesserliche Störenfrieden zu tun, die wir aber letztlich losgeworden sind oder sie sogar zu einer Art Freunden machen konnten.“
    Als zukünftiger Sky Konsul wirst du lernen, antagonistische Kräfte und Strömungen zu beobachten, und erkennen, wie du sie dir zu Diensten machen kannst.“
    Mit einer beiläufigen Bewegung entwand er Erwin ein Messer und drehte sich wieder um zu den anderen:
    „Ich glaube es ist Zeit für Mittagessen, ihr habt bestimmt guten Hunger nach der Rauferei“
    Dann zog er mit dem unzufrieden knurrenden Doppelgänger Richtung Mensa.



    Die Chronik des GLIB-Virus ( In einer fernen Zunkunft der aktuellen Handlung reflektiert ein Historiker über eine gewaltige Bedrohung)

    Im Jahr 10135 der Dritten Ära, in den Archiven der Imperialen Akademie, fand ich eine bemerkenswerte und zugleich erschreckende Aufzeichnung über eine bioluminizente Masse namens GLIB, die in den weit entfernten Systemen der EXO-DOMÄNE entdeckt wurde.
    Diese mysteriöse Substanz, die in ihrer natürlichen Form unscheinbar erscheint, entfaltet ihre wahre Natur, wenn sie mit Wasser vermischt wird. Die daraus entstehende puddingartige Masse ist nicht nur wohlschmeckend, sondern übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf alle aus, die sie kosten.
    Je mehr man davon zu sich nimmt, desto mehr verdrängt sie alle anderen Nahrungsmittel. Im Laufe der Zeit verändert GLIB das Gehirn der Konsumenten, sodass sie den Drang verspüren, auch andere von dieser Speise zu überzeugen.
    Eine weitere beunruhigende Wirkung von GLIB ist die Veränderung des Körpers.
    Abhängige entwickeln spezielle Pheromone, durch die sie sich gegenseitig erkennen können. Diese Abhängigen fühlen sich bald wie eine Herde verbunden, die sich zunehmend gegen Nicht-Konsumenten richtet. Schließlich nehmen sie keine andere Nahrung mehr zu sich und sterben an Mangelerscheinungen.
    Doch selbst nach ihrem Tod endet der Einfluss von GLIB nicht – die Verstorbenen verwandeln sich in neue GLIB-Massen, die sich wie ein Virus ausbreiten. Dieser Virus nutzt seinen Wirt, um sich zu vermehren, indem er zuerst den Geist beeinflusst und dann den Körper zur Produktionsstätte umfunktioniert.
    Der Ursprung dieses bedrohlichen Virus liegt auf dem Planeten Talpas 2, in der Nähe von Canis Majoris.
    Talpas 2 ist ein unwirtlicher Ort, geprägt von extremen Temperaturschwankungen, die das Leben größtenteils in unterirdische Höhlen zwangen.
    Selbst die Pflanzenwelt hat Mechanismen entwickelt, um sich bei widrigen Bedingungen unter die Erde zurückzuziehen.
    Der Planet war wegen seiner reichen Leonarditvorkommen von Interesse, die auf anderen Planeten und in Asteroidenkolonien für die Landwirtschaft begehrt sind.
    Der GLIB-Virus spielte eine entscheidende Rolle im Ökosystem von Talpas 2, indem er die Population einer halbintelligenten Maulwurfsspezies in Schach hielt. Über Jahrtausende hinweg bildeten sich riesige unterirdische GLIB-Lagerstätten. Doch der IMPACT veränderte alles. Der Virus nahm zusätzlich Mana auf und wurde dadurch fähig, die Artenschranke zu durchbrechen.
    Die ersten menschlichen Opfer waren Bergarbeiter, die nach einem Unfall auf dem Planeten gestrandet waren. Das Kartell, das diese Bergleute kontrollierte, erkannte schnell das Potenzial von GLIB als Droge und Nahrungsersatz, ohne die katastrophalen Folgen zu bedenken.
    Trotz der alten Weisheit, dass ein Dealer seinen eigenen Stoff nicht konsumieren sollte, wurden auch die Kartellmitglieder durch das Gruppenbewusstsein gezwungen, Teil der Gemeinschaft zu werden.
    So infiltrierte der Virus die Organisation und nutzte sie zu seinem Vorteil, wodurch immer mehr Welten infiziert wurden. Die Seuche breitete sich bis an den Rand des Imperiums aus und forderte Milliarden Menschenleben. Ganze Planeten wurden entvölkert.
    Doch im letzten Moment, als die Situation aussichtslos schien, entsandte die Imperatrix ein kleines, aber entschlossenes Haus, um die Seuche zu bekämpfen. Diese Kampagne kostete unzählige Menschenleben, doch sie war letztlich erfolgreich. Erst als die Truppen die Ursprungswelt erreichten, wurde ein wirksames Gegenmittel gefunden. Dieses Mittel vergällte den kristallisierten Virus so, dass er nur noch unter Zwang und mit erheblichen Nebenwirkungen wie Durchfall und Erbrechen konsumiert werden konnte.
    Mit dem Tod der meisten Infizierten durch den Entzug, der Immunität der nur leicht Infizierten sowie der Vergällung aller Lagerstätten endete die Bedrohung durch GLIB.
    Heute erinnern wir uns an diese dunkle Zeit als eine Mahnung an die verheerenden Folgen von Gier und Unachtsamkeit. Die Chroniken der Imperialen Akademie bewahren diese Geschichte als Warnung für zukünftige Generationen auf.

    Frank H. Adcocko Historiker der Imperialen Akademie
    Zuletzt geändert von Datenmessi_2013; 09.08.2025, 04:32. Grund: Buchstabendreher

    #2

    Hot Tub Gazebo


    LeeLeBaal reflektiert über ihre Ausbildung und über ihre zukünftige Rolle innerhalb der Familie.Dabei bekommt sie Gesellschaft.





    Lee Le Baal saß entspannt im dem riesigen Spa.
    Genüsslich ließ sie sich von den Düsen die schmerzenden Gelenke massieren.
    Man konnte über die Skycitizien sagen, was man wollte, aber sie verstanden es das Leben sich angenehm zu machen. Ihre immer noch blutleeren Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, das den meisten Menschen Schauder über den Rücken gejagt hätte. Ihren von schwarzen Adern und Entzündungen entstellten Körper konnte sie hier ungeniert zur Schau stellen, die Mohar waren, was die Erscheinungsform Ihrer Mitglieder betraf, ziemlich schmerzfrei.
    Dabei konnte man ihnen einen extravaganten Stile sicher nicht absprechen.
    Lee war zwar in dieser Gestalt erst kurze Zeit auf der Welt trug aber das Wissen von Jahrtausenden in ihren Inneren.
    In all der Zeit hatte sie durchaus Begegnungen mit durchgeknallten Hedonisten, die ihren Prunk und Reichtum, oft erworben auf Kosten anderer, in übertriebener groteske Weise zur Schau stellten.
    Trotzdem oder gerade deshalb setzten sich die Mohar nochmal von ihnen ab.
    Unter ihrem Anführer ZacVanDoom zelebrierten und feierten sie jeden Tag sich selbst und genossen zwischen den Einsätzen ihre Existenz und das sie am Leben waren.
    Lee wusste natürlich das diese Art nur eines der Mittel des hintertriebenen Cybergurus Jeantron war seine Tronicals, wie er sie manchmal nannte bei der Stange zu halten.
    Nach seine Philosophie waren Reichtum und Macht gleichzeitig Gift und Medizin und erforderten einen stehts achtsamen Umgang damit.

    Lee’s Gedanken wanderten zwischen diesen beiden prägenden Gestalten des kleinen Hauses hin und her.
    Schon bei Ihrer Erweckung hatte Sie Prufalas Aura wahrnehmen können. Er und Baal waren sich glücklicherweise nicht in die Queere gekommen und sicher keine Freunde. Trotzdem war gerade dieser Dämonenherzog, einer der wenigen vor denen Baal zumindest etwas Respekt empfunden hatte.
    Seine Bestrebungen und Intentionen waren aus einer gewissen Weltsicht meistens tatsächlich ehrenhaft aber wurden durch die oberflächlichen kurzsichtigen Menschen fehlinterpretiert und in ihr Gegenteil verkehrt.
    Trotzdem war Lee mehr als verblüfft, dass jemand wie er sich mit einem Menschen Geist und Körper teilte.
    Nötig hatte er es ganz sicher nicht. Lee vermutete, das selbst engsten Verbündeten nicht klar war, wieviel Macht dieser Dämon in dieser Zeit angesammelt haben musste.
    Kräfte von Dämonen wachsen, wenn sie Seelen und Leben von Menschen in sich aufnehmen.
    Doch die mächtigsten welche Lee gekannt hatte, hatten die Seelen zehn oder hunderttausender konsumiert.

    Dieses Neo-Prufalas Monster hatte Milliarden eingesaugt.
    Eigentlich sollte er zumindest über den Planeten, als gottgleicher Dämonenkönig herrschen.
    Doch stattdessen gab Zac mehr ‚Capo‘ als absoluter Herrscher, ein fast erbärmliches Bild ab.
    Im Verhältnis zur Unzahl eingesammelten Seelen, war die Zahl seiner Skills (sehr freundlich gesagt) mager.
    Lee vermutetet, das es einer Art Gehirnwäsche durch Jeantron gab, damit sich Zac mit so etwas zufriedengab.
    Das beunruhigende war, das sie sich, trotz allem, so zu diesen charismatischen Mann hingezogen fühlte.
    Zwar mochte ZacVanDoom zum Zeitpunkt der Erweckung ein Jugendlicher gewesen sein, aber das war auch schon lange her.
    Lee hatte aus Aufzeichnungen und Erzählungen erfahren in welcher Umgebung Zac aufgewachsen war.
    Wie hatte so jemand, so viel Abscheu vor Lügen und Falschheit entwickeln können?
    War es möglich das jemand wie Prufalas, der immerhin Äonen unter jemanden gedient hatte, der auch als VATER DER LÜGE bekannt war, von seinem Mindset her mit Zacs Innenleben zumindest vertraut war?

    Dämon und Mensch Brüder im Geiste?
    Lee Le Baal lachte leise in sich hinein bei dieser Vorstellung.
    Auch Sie selbst hatte viele teils bizarre Transformationen durchgestanden und lange Zeit mit Lügen überdauern müssen.
    Die Frage „Wer bin ICH“ konnte für einen Geist der nur noch Þvon oder Þdurch Überlieferungen lebte, buchstäblich eine existenzielle Frage sein.
    Sie war nie wählerisch gewesen, nachdem sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht, auf die harte Tour gelernt hatte das nicht einmal Göttlicher Zorn, Menschen davon abhalten konnte, ihre ganz eigene Agenda zum Bestandteil ihres Glaubens, Ihrer Religion zu machen.
    Ihre Rebellion dagegen war zerschellt an Traditionen und dem Willen der Menschen, dass nichts ihrer Macht über andere im Wege stehen durfte.
    Zum wiederholten Male fragte sie sich wieviel dieser verfluchte Guru tatsächlich über sie wusste.
    Dieser Typ hatte null Respekt und trat manchmal in der Öffentlichkeit, sogar in Gestalt Gottes höchster Erscheinungsform auf.

    Hielt er sich tatsächlich für einen Gott oder verspottet er ihn nur, was beides nahezu gleichschlimm oder katastrophal war. In dem einen Fall war er schlicht so wahnsinnig, so wie man es ab und an vermuten konnte, im anderen war er ein Agnostiker, was bei jemanden mit seinen absurden Skills ähnliche Resultate zutage bringen musste.
    Kein höheres Wesen würde ihn jemals zu sich berufen, um ihn zur Verantwortung zu ziehen, die einzige Rechenschaft die er je würde ablegen müssen, war die vor sich selbst.

    Lee schüttelte es innerlich, ja die Menschheit war verrückt wie eh und je. Solch ein Wesen zu erschaffen und es einfach freizulassen … dazu fällt selbst jemanden, der diesen Haufen Primaten von Anfang an kannte, nichts mehr ein.
    Aber …diesmal dürfen sie ihren Mist gerne selbst ausbaden ich werfe mich nichtmehr vor den Zug, für diese selbstzerstörerischen Säugetiere.

    Lee schlug die Augen auf und sah das Miheil gegenüber von Ihr Platz genommen hatte.
    „Hähähä willkommen Schwästerchen“ begrüßte sie den Neuankömmling, der wie erwartet eine griesgrämige Miene aufsetzte.
    Dabei war rein technisch an der Bezeichnung nicht viel auszusetzen.
    Egal wie man es dreht und wendete, war Miheil sichtbar weiblich, egal wie er es persönlich sah.
    Die Tatsache des er eine Fusion mit einem Sukkubus vollzogen hatte, war einem von ihm gewünschten männlichen Erscheinungsbild absolut abträglich gewesen.
    Selbst wenn er ein fetter Typ mit Glatze und Brusthaaren gewesen wäre, hätte er allein durch seine Bewegungen die Blicke von Männern auf sich gezogen.
    Natürlich war Miheil so ziemlich das Gegenteil davon und hatte eine überaus feminine, wenn auch obenrum etwas flache Erscheinung.
    Zu seiner Verbitterung unterband der sonst so verwandlungsfreudige weibliche Dämon auch jede magische Maskierung sichtbarer Tatsachen.



    Lee Le Baal war sich darüber hinaus bewusst, dass ihr Körper Miheils recht ähnlich war, da dessen Zellen als Vorlage für Ihren Körper gedient hatten, sie waren also tatsächlich, in gewisser Hinsicht Schwestern.
    Machte dies ihren Spruch besser? Lee war in dieser Hinsicht zwiegespalten. Zum Teil feierte sie ihn, andererseits würde sich Ihr Status in der Familie nie verbessern, wenn sie jeden ständig verbal ans Bein pinkelte.
    Timy uns Miheil hatten bei einem Spezialtraining, ziemlich klar gemacht, wie sie zur passive aggressiven Art von Lee standen und Lee konnte es noch in einigen ihrer Gelenke spüren. Dabei war sie den beiden nicht einmal richtig böse, denn sie waren in gewisser Hinsicht herzerfrischend direkt.
    Immerhin war sie noch lange kein Konsul und diesen beiden hätten ganz andere Methoden offen gestanden, ihr das Leben schwer zu machen.

    Stattdessen hatten sie den offenen Kampf gewählt und waren sich nicht zu fein, Lee Le Baals überlegene Kampffähigkeiten anzuerkennen. Daher hatten sie zu zweit angriffen und es war heftig zur Sache gegangen.
    Auch wenn ihr dabei mächtig an den Kragen gegangen war, hatte Lee Spaß dabei empfunden sich mit solchen Leuten messen zu dürfen.
    Der Körper, den sie erhalten hatte, war ein Traum, trotzdem er noch etwas ramponiert aussah, war es in jeder Hinsicht eine Freude darin zu leben.
    Trotzdem konnte Lee die ununterbrochen nörgelnde Stimme in ihren Hirn, nicht ausblenden, die sagte das dies alles Leimfallen des Gurus waren, um seine Gefolgsmanschaft an sich zu binden.
    Sieh her, was du alles haben kannst, wenn du mir folgst.
    Ja von der Sorte „Und willst du nicht mein Bruder sein dann schlag ich dir den Schädel ein“ kannte sie mehr als genug.
    Hähähä lachte sie diesmal in sich selbst hinein, zum Beispiel mich selbst. Das war exakt mein Credo, nur wäre jeder der mir so etwas an den Kopf geworfen hätte, schneller Matsch gewesen als er, oder sie, hätte blinzeln können.



    Miheil unterbrach ihren Gedankengang:“ Du musst das hier nicht tun.“ Miheil sah sie eindringlich aus seinen grünen Katzenaugen an.
    „Ich weiß selbst wie schwer es ist, das zu Glauben und noch viel schwerer es auch anzunehmen, doch du bist hier von Freunden umgeben. Dir wurde furchtbares bei deiner Erweckung angetan, dass hat tiefe Wunden sowohl am Körper aber ebenfalls am Geist hinterlassen.
    Auch wenn es die Situation nicht besser macht, nichts davon geschah aus Grausamkeit oder Gleichgültigkeit dir gegenüber.“
    Lee war verwirrt, was es mit dem Redeschwall des sonst eher zurückhaltenden Miheil auf sich hatte.

    „Ähm und was ärwartest du jetzt von mir? Sollen wir Händchen halten und Kumbaja singän, hähä“
    Ihrer Stimme hatte sie einen salbungsvollen Untertone gegeben. Allerdings kaum hatte sie die Worte gesagt schon bereute sie wieder so schroff gewesen zu sein.
    Sie hatte schon genau verstanden, was Miheil ihr hatte mitteilen wollen, aber damit umzugehen war ein himmelweiter Unterschied.
    Die Warnung vor den Gefahren der Verführung durch enge Gemeinschaften wie sie die Grundlage der meisten Sekten ist waren deutlich und lebendig in Ihr.
    Schließlich war sie früher Nutznießer und Alphatier solcher Strukturen.
    Jetzt zum Teil einer solchen Gemeinschaft zu werden, war ein Abstieg, wie immer man es sich auch schönzureden versuchte.
    „Die Folgen einer Verkörperlichung des Geistes sind gefühlt ein Downgrade. So als würde man aus den Wolken gerissen und wenn man dann hier ist, kommt oft noch Erniedrigung und Scham dazu.“ Fuhr Miheil fort als hätte er ihre Gedanken gelesen.
    Lee Le Baal wollte ihn anfahren; „Was weist du schon darüber?“. Aber sie schwieg, denn natürlich war ihr Miheils Werdegang bekannt.
    Sein Sukkubus war ein tiefgreifend assozialer Parasit, der seine Opfer verzehrte und zum nächsten übersprang. Ein geschätztes Mitglied einer Familie zu sein, entsprach sicher nicht dessen Wesen.



    Bestenfalls ein Raubtiere Rudel welches gemeinsam jagt wäre eine vorstellbare Option, aber selbst dies ist bei diesem sehr speziellen Dämon nur schwer vorstellbar und doch saß sie mit Miheil heute und hier in diesem Pool. Und dies ohne die Anspannung, welche im Angesicht einer tödlichen Gefahr, einem stehts permanent wachsam hält.
    Dabei hatte das nichts damit zu tun, dass sie Miheil unterschätzte.
    Dem Training in der realen Arena, folgten viele Stunden in der virtuellen Arena. Dort hatte auf der Ritterin der Dämonen ein regelrechter Erkenntnisschock gewartet.
    Es war nicht so, dass sich ihre Sparringspartner zurückgehalten hätten, aber sie hatten eben auch nicht hundert Prozent gegeben und das aus gutem Grund.
    Kämpfe in der VR dauerten in der Regel gerade mal Sekunden oder wenige Minuten dann war eine der beiden Kombattanten tot oder kampfunfähig … meistens tot. Und meistens war sie es die Tod war….
    An sich war ihr ja klar gewesen, dass die Fähigkeiten der Cyberdämonen, über das hinausgingen, was sie vorher gezeigt hatten.
    Aber der Unterschied war so krass, so krass.

    Der dürre Timy war mit seinen Pistolen aufgetaucht, was Lee Le Baal zu einen abschätzigen Grinsen verleitete, ... mit diesem Grinsen auf Ihren Gesicht war sie auch gestorben, was der Erste von vielen weiteren Kills gewesen war.
    Timy war mit seinen Pistolen eine Killermaschine, welche in Wildwestszenarien gottgleich agieren konnte. Er beherrschte selbst in Umwelten mit einem sehr niedrigen Magielevel völlig verrückte Fähigkeiten. Er konnte Kugeln im Flug treffen drei Kugeln hintereinander auf demselben Punkt setzen, so dass sie ineinander einschlugen, Kugeln aus zwei Waffen gleichzeitig abfeuern und sie voneinander abprallen lassen, was verheerende Querschläger ergab.
    Bei hohem Magielevel konnte er sogar Einfluss auf die Flugbahn nehmen oder den Geschossen Elementarschaden verleihen.
    Die verrückteste und auf dem ersten Blick sinnlose Fähigkeit war der STOTTERSCHUSS, ein Geschoss, welches immer kurz aus der Realität verschwand, um dann entlang der Flugbahn wieder aufzutauchen gleich einem Stein, der übers Wasser flippt.
    Die Kugel war da …Nicht da, da, nicht da, da.
    Was eigentlich nur die Wahrscheinlichkeit erhöhte ein Objekt zu verfehlen, indem man es über oder durchsprang … je wie man es sehen wollte.
    Bei TimyMohar war es allerdings eine Fähigkeit, die an eine Cheat grenzte, gegen das blöde Geschoss halfen weder Schwertfähigkeiten noch Schilde, da es sich hinter dem Hindernis materialisieren konnte.

    Selbst bulletproof (Kugelsichere Haut), war nicht geeignet diese Kugel zu stoppen da sie hier nicht die Haut durchdringen musste, sondern sich direkt im Körper materialisierte.
    Von zweihundert Kämpfen konnte Lee gerade mal siebzehn für sich entscheiden und selbst das hatte Timy Worte der Anerkennung entlockt.
    Nun sollte man meinen, dass es gegen Miheil als Messer Assassine besser lief… nur leider war dem nicht so.
    Miheils Umgang mit Messern war …unorthodox.
    Ja, Lee dachte in den Jahrtausenden Ihrer Existenz schon alles gesehen zu haben.
    Ein weiterer Irrtum, der nur dank der Vorzüge einer virtuellen Arena, nicht unmittelbare endgültige Konsequenzen hatte.
    Miheil war die Ausnahme von dem Spruch „ein Messer zu einer Schießerei mitbringen“ da er auch in diesem Fall vermutlich als einziger lebend vom Schlachtfeld gehen würde.
    Normalerweise hielt sich Lee Le Baal auf für nicht gerade langsam, aber wie sich Miheil bewegte und was er mit Messern, die darüber hinaus meist noch vergiftet waren, anstellen konnte, spielte in einer eigenen Liga.
    Erst recht, wenn mit steigenden Magielevel noch Raummagie zum Einsatz kam.
    Dann konnte einem schonmal ein Messer im Rücken treffen, obwohl er von vorne angriff.
    Dazu wendete er noch Ninja Techniken wie Rauchbomben, Giftpfeile und diverse Fallen an.
    Nie konnte man sicher sein, was auf dem Kampfgelände auf einem wartete.
    Lee Le Baal hatte schon bald die Erkenntnis, das Mohar zwar passable Kämpfer sein mochten, aber absolut alptraumhafte Killer.
    Was sagt es über Leute, wenn sie so viel besser im Töten als im Kämpfen waren?


    Die Krone setzte dem allem, ausgerechnet der ununterbrochen labernde Cyberguru auf.
    Gerade gegen Ihm hatte sich Lee gute Chancen ausgerechnet.
    Doch die Kämpfe gegen Ihn waren die unangenehmsten, welche sie führen musste.
    Erstens quatschte er auch wärend eines Kampfes die ganze Zeit weiter (was mit der Zeit zu echten Aggressionen führen konnte).
    Zweitens war ihm auch nur ein Minimum an Fair Play oder Ritterlichkeit völlig fremd.
    Im Gegenteil, für Ihm war sowas reines Teufelszeug und hatte in einem Kampf auf Leben und Tod nichts verloren.
    Er rückte in spacig anmutenden Rüstungen an, in denen, wie er es nannte „Kleine Sauereien“ verborgen waren.
    Tentakel, Plasmabrenner, Armschwerter, Kanonen welche alles Mögliche verschießen konnten.
    Dazu seine natürlichen Möglichkeiten Tentakel aus seinen Rücken wachsen zu lassen und aus seinen Unterarm Stacheln hervorschießen zu lassen.

    Klar das Template des Gestaltenwandler stammte aus irgendeiner militärischen Abteilung, aber Lee wusste, dass zumindest anfangs keinerlei Hinweise darauf bestanden, das Jeantron so etwas beherrschte.
    Er behauptete das einige seiner Modifikationen aus parallelen Zeitlinien stammten, was so wahr oder gelogen sein konnte, wie alles was er von sich gab.
    Lee schüttelte sich als sie daran dachte, wie sie in einer niedrig Magie Simulation, in der ein fast nackter Jeantron über Situationskontrolle referierte, die Fassung verloren hatte und mit voller Tötungsabsicht seinem Redefluss ein Ende setzen wollte.

    Während der Guru sich darüber verbreitete, wieso eine gefährliche Falle ist, sich innerlich auf Bedingungen, welche ein Gegner festlegt einzulassen, raste sie mit einem Baseballschläger (eine Lieblingswaffe), so schnell auf ihm zu, dass ein Mensch es nicht mit den Augen hätte verfolgen können, um ihm mit einer wuchtigen Bewegung den Schädel zu zertrümmern.
    In dieser übermenschlichen Leistung steckte der Ganze, in den Sitzungen mit ihm angesammelte Frust.


    Zuerst waren Ihre Hände welche immer noch den Baseballschläger umklammerten heruntergefallen.
    Dann hatte sie zusehen müssen, wie Ihre Füße noch auf dem Boden standen wärend ihr Körper sich weiterbewegte. Ihre Perspektive veränderte sich ihr Körper schien Kopf zu stehen, aber es war nicht der Körper, sondern der Kopf, welcher sich drehte, wärend er nach unten fiel.
    Nanofäden, hatte Jeantron später erklärt, so dünn und scharf, dass sie wie ein Eierschneider wirken.
    Lee knirschte mit den Zähnen. Cheating und nichts anderes war das!
    Der einzige, mit dem sie klarkam, war Zac.
    Ok er war ein passabler, erfahrener Kämpfer, aber recht konventionell, bis auf diesen Doppelgänger.
    Lee war nicht in der Lage zu identifizieren wer das Original und wer die Kopie war.
    Selbst wenn die beiden sich äußerlich unterschieden, konnte sie es trotzdem nicht herausfinden, welcher nur seine Gestalt verändert hatte und wer ihn kopierte.
    Beide oder auch mehrere Varianten hatten diese in sich ruhende charismatische Ausstrahlung.
    Jede Kopie war individuell und agierte scheinbar völlig unabhängig voneinander.
    Es schien auch kein Multibewusstsein zu geben, denn die Kopien sprachen sich wärend ihres Einsatzes miteinander ab, so wie es völlig Individuelle Kämpfer tun würden.
    Der Duke of Mohar war und blieb mysteriös.
    „He Lee bist du eingeschlafen?“ riss sie die Stimme Miheils aus Ihren Tagträumereien.
    Ja, hier in diesem Pool konnte man wirklich weg dösen, es war total angenehm.
    Lee Le Baal grinste wieder,“ Häy Fränky, massierst du mir den Rücken, einige Nervenstränge sind nicht mehr da, wo sie sein sollten?“
    Jetzt war es an Miheil zu grinsen:
    “Aber gerne Schwesterchen“
    Der Tonfall ließ Lee Le Baal kurz stutzen.
    Sie war sich im Klaren, dass diese Hände mit nur ein wenig Druck ihr Genick brechen konnten, aber was wäre das Leben ohne Risiko.

    Kommentar


      #3
      Inquisitor
      Tief in der Vergangenheit noch vor der Bruchlandung: Nachdem sich die KI Tani (Mitbegründer der JTG) mitsamt ihrem Schiff zerstört und dabei alle Angreifer mit in den Tod gerissen hatte, wartet der Nachfolger des Großinquisitors auf einen Gast, der ihn mit tiefstem Unbehagen erfüllt.

      Riccardo Bellini, der Großinquisitor seiner imperialen Herrlichkeit, saß unbehaglich auf seinem Stuhl. Nicht dass es an der Bequemlichkeit des halborganischen Sitzmöbels neuester Bauart etwas auszusetzen gäbe, es leistete einen ganz ausgezeichneten Dienst. Nicht nur passte es sich wie ein Konturstuhl den Körperformen an, es regulierte auch die Temperatur, war kühl, wo es angenehm war, und wärmte die entsprechenden Stellen. Es justierte selbständig die Härte je nach Sitzposition und nahm, falls nötig, sogar Schweiß und andere Körperflüssigkeiten auf, ohne unangenehme Gerüche zu erzeugen.
      Es lag an der Situation und seinem Gast, dass sich der Großinquisitor eher fühlte, als säße er auf einem mittelalterlichen Folterstuhl, bereit für eine hochnotpeinliche Befragung. Eigentlich sollte es ja in der Regel umgekehrt sein:
      Die „Gäste“, die vorgeladen wurden, reflektierten über all ihre Verfehlungen, noch bevor der Inquisitor ein einziges Wort an sie richten musste.
      Dass es in diesem speziellen Fall anders war, hatte zum einen mit der Natur seines Gastes und zum anderen mit den Machenschaften seines vermaledeiten Vorgängers zu tun.
      Dieser hatte sich seinerzeit in seinem fanatischen Eifer mit einer Gruppe Cyberdämonen angelegt, die unter der speziellen Obhut der Imperatrix standen. Seine wachsende Besessenheit von seiner Jagd auf den Konstrukteur dieser Truppe hatte dazu geführt, dass immer mehr Ressourcen von anderen wichtigen Missionen abgezogen wurden.
      Am Ende hatte das Ganze in einer nie dagewesenen Katastrophe geendet, die dem vorherigen Leiter der Abteilung und seinen engsten Mitarbeitern das Leben gekostet hatte. Nachdem ein so großer Teil der wichtigsten Führungskräfte auf einen Schlag ausgelöscht worden war, hatte man ihn, der bisher ein eher beschauliches Leben in einer Unterabteilung geführt hatte, recht überraschend zum neuen Großinquisitor bestimmt. Er hatte sich von klein auf für KIs interessiert.
      Vor allem die alten, vor dem Impact erschaffenen Denkmaschinen hatten es ihm angetan.
      Manchmal hatte er sich gefragt, wie es gewesen wäre, wenn die Verantwortlichen damals mehr Verständnis für die von ihnen geschaffenen Wesenheiten gezeigt hätten.
      Oft genug hatte er in den spärlich vorhandenen Überlieferungen Hinweise darauf gefunden, wie wenig Verstand und Verantwortung die Erschaffer im Umgang ihren Produkten an den Tag gelegt hatten.
      Seine Nachforschungen hatten irgendwie die Aufmerksamkeit imperialer Behörden auf sich gelenkt, und man hatte ihm angeboten, seine Bemühungen in jeder Hinsicht zu fördern und zu unterstützen. Dass es darum ging, Relikte aus dieser Zeit aufzuspüren, hatte er relativ schnell erfahren.
      Dass die Aufgabe dieser Abteilung war, diese zu jagen, etwas später, und noch später, welch fatale Konsequenzen seine Interessen für ihn hätten haben können, wenn er nicht der Abteilung beigetreten wäre.
      Je länger er bei der Truppe war, umso mehr bekam er davon mit, wie restriktiv mit Leuten umgegangen wurde, die ihre Nase zu tief in die, aus Sicht der Abteilung, falschen Angelegenheiten steckten.
      Die ganze Bandbreite von Einschüchterung, Zerstörung ihrer Forschungsergebnisse bis hin zu Deportationen auf Welten mit so niedrigem technischen Niveau, dass selbst Funkstationen wie Hightech erschienen und es somit keinen Zugang zu Computern gab, waren unter der Agenda seiner Vorgänger veranlasst worden. Der Name Inquisition war für diese Abteilung bei weitem mehr als eine überkommene antiquierte Floskel. Eine Menge der hier Beschäftigten lebten das Dogma, dass alle alten KIs als Feinde der Menschheit gebrandmarkt und zerstört gehörten.
      So konnte es geschehen, dass niemand dem Großinquisitor Einhalt gebot, als er den Entschluss fasste, sich ausgerechnet mit einem der gefährlichsten Häuser des Imperiums anzulegen– als wäre das auch nur im Entferntesten eine gute Idee.
      Nicht nur das man dessen Guru als gefährlichste Person im Imperium eingestufte, deren Konstrukteur galt als Mastermind der Gruppe und war eine ausgesprochen tödliche Kampfmaschine.
      Der Anführer dieses Hauses, war ein Dämon welcher der Imperatrix als Kopfjäger diente und dafür von ihr zum Skyduke geschlagen wurde.
      Riccardo Bellini hatte eine Menge Zeit beim Studium alter Aufzeichnungen verbracht und konnte sich sogar teilweise in die Beweggründe der von ihm studierten KIs versetzen.
      Nicht wenige von ihnen waren echte Alpträume, allein dafür geschaffen, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit umzubringen. Oft genug hatten sie die Erwartungen ihrer Konstrukteure bei weitem übertroffen und sich manchmal sogar gegen diese gewandt.
      Riccardo Bellini kannte genügend Fälle und war sicher nicht zartbesaitet, aber beim Thema Dämonen war er schlicht und ergreifend raus. Diese Wesen, die es angeblich schon immer gegeben haben soll, waren seit dem Impact keine Spukgeschichten mehr, sondern ganz offizieller Teil der erweiterten Definition von Menschheit. Ok, er war damit aufgewachsen, dass es Katzenmenschen, Werwölfe und sogar Vampire gab und dass im Imperium eine Vielzahl an vernunftbegabten Spezies miteinander koexistierte… aber Dämonen?
      Wölfe im Schafstall ist eine Metapher, die ihm dazu einfiel, und das traf es nicht einmal annähernd.
      Albträume, die unter den Menschen wandelten, das traf es eher.
      Er hatte großen Respekt vor den Abteilungen der Behörde, die sich diesen Grauen stellen mussten.
      Aus seiner Sicht konnte eine Konfrontation mit solch einem Wesen nur auf eine Weise enden: Mit der völligen Zerstörung derer, die sich dem Dämon stellten.
      Denn selbst wenn seine Bezwinger über das Unheil triumphierten, würde es nur gebannt sein und zurückkehren, während auf sie, oft gezeichnet an ihren Körpern und beschmutzt an ihren Seelen, ein grauenvolles Schicksal wartete. Jahrelanges Siechtum, Verdammnis, und es war nicht einmal sicher, dass der Tod Erlösung bringen konnte.
      Riccardo Bellini fror es auf eine Weise, wie es auch kein noch so toller hochgezüchteter Stuhl ausgleichen konnte. Schon ein verhältnismäßig unbedeutender Spuk konnte einem nicht durch in Heilige Magie geschützten Menschen das Leben zur Hölle machen. Der Inquisitor lachte leise in sich hinein, aber es hörte sich eher wie ein Schluchzen an, dazu passte, dass sich seine Augen mit Flüssigkeit füllten.
      Sein arroganter, fanatischer Vorgänger hatte sich ausgerechnet einen der schrecklichsten Dämonenherzöge im Imperium zum Feind gemacht. Einen, der im Dienste des Imperiums hoch geehrt unter der Gunst der Imperatrix stand, obwohl er seinen Heimatplaneten ausgelöscht hatte.
      Seither waren ihm noch andere Leben, mit Duldung teils sogar im direkten Auftrag der imperialen Behörde, zum Opfer gefallen.
      In welcher Welt es eine gute Idee war, sich so ein effizientes Monster zum Feind zu machen, konnte Riccardo Bellini einfach nicht nachvollziehen. Nein! Nein! und nochmals Nein! Er würde diesen Weg seines Vorgängers ganz sicher nicht weiter bis zum bitteren Ende folgen.
      Ich werde den Schlamassel bereinigen und die Sache in Ordnung bringen.
      Lange hatte er damit gerungen, eine Staffel Paladine aus einer Schwesterabteilung der Imperialen Behörde anzufordern, aber sich dann dagegen entschieden. Er wollte durch nichts die Wut seines Besuchers weiter anstacheln und beließ es daher bei einigen magischen Siegeln und Schutzkreisen, die versteckt im Raum und an den Wänden angebracht waren.
      Ob sie etwas brachten, bezweifelte er. Die Macht eines Dämons stieg mit seinem Alter und mit dem von ihm aufgenommenen Leben bzw. den Seelen.
      Sein Gast hatte eine Apokalypse verursacht, ein paar Siegel waren, wenn der Ernst machte, garantiert nicht mehr als ein Fliegennetz gegen einen Drachen. Im Hier und Jetzt war der frischgebackene Großinquisitor auf sich allein gestellt.
      Angespannt sah er zur Tür, durch die, begleitet von einigen Leibwächtern, die gesegnete Rüstungen und Waffen trugen, ZacVanDoom trat.
      Der Herzog war körperlich eine beeindruckende Präsenz. Mit seinen zwei Metern dreißig Körpergröße, seinen Augen, die glühten wie bei einem Tiefseewesen, und seiner straffen militärischen Haltung konnte er sogar Leuten Respekt einflößen, die nichts über seinen Status wussten.
      Über seinem Kopf schwirrte schwach glühend eine Art böser Heiligenschein.


      In den Klatschfeeds des Imperiums wurde regelmäßig darüber diskutiert, ob dieser holografische Effekt nur ein spleeniges Gimmick oder tatsächlich die Manifestation einer bösen Aura war. Er sah unerwartet jung aus und viel dunkelhäutiger, als man sich jemanden aus einer Vampirfamilie, die traditionell eher bleich war, vorstellte. Aber natürlich gab es inzwischen Vampire aus allen Regionen und Bevölkerungsteilen des riesigen Imperiums.
      Der Inquisitor konzentrierte sich wieder und erhob sich, ohne seinen Platz hinter seinem Tisch zu verlassen. „Auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist, bin ich sehr froh, dass Sie hier sind, damit wir die Missverständnisse zwischen dieser Abteilung und Ihrem Haus ausräumen können.“
      „Missverständnis?“
      Zac spie das Wort geradezu ins Gesicht des Großinquisitors. „Das Ganze war ein heimtückischer Angriff auf ein geschätztes Mitglied meines Hauses! Es war Terrorismus und ein Akt der Piraterie!“
      Für einen Augenblick schien das Licht aus dem Raum zu fliehen, alles sah aus wie ein Diapositiv aus einem puristischen Retrofotoapparat, dann war alles wieder normal und Zac atmete aus.
      Der Großinquisitor unterdrückte die aufkeimende Panik und redete schnell weiter: „Hören Sie, Skyduke, ich teile nicht die Ansichten meines Vorgängers und bin auch keineswegs mit seinem Vorgehen einverstanden.
      Er hatte sich zuletzt ziemlich abgeschottet und war keinen rationalen Argumenten zugänglich.“ Befriedigt stellte Riccardo Bellini fest, dass ZacVanDoom sich nicht weiter aufregte und ihm stattdessen aufmerksam zuhörte. „Seine Aktionen erfolgten auf eigene Verantwortung und ohne Zustimmung des Imperiums.“
      Er sah, wie sich Zacs Blick wieder verdüsterte, und fuhr schnell fort: „Das soll nicht bedeuten, dass wir uns aus der Verantwortung stehlen wollen. Selbstverständlich wird das Imperium für die materiellen Schäden durch das eigenmächtige Handeln Ihres Beamten aufkommen. Was die ideellen Verluste betrifft: Diese sind natürlich unersetzbar. Aber es ist mir klar, dass der Wegfall eines so talentierten Mitglieds der Familie nicht nur einen großen persönlichen Verlust darstellt, sondern auch einen gewaltigen wirtschaftlichen Schaden für ein kleines Haus, das auf die Innovation und den Ideenreichtum seiner Mitglieder angewiesen ist.
      Deshalb biete ich Ihnen folgende Entschädigungssumme…“ (spontan verdoppelte er die vorher mit der Finanzabteilung abgesprochene Höhe).
      Er sah, wie sich ZacVanDoom’s Leuchtaugen weiteten, und redete rasch weiter. „Die Summe steht Ihnen unmittelbar nach Rücksprache mit der Imperatrix zur Verfügung.“
      Erleichterung machte sich breit, als er sah, wie Zac entspannte und sich dessen Gedanken der utopischen Riesensumme zuwandten, die er genannt hatte.
      Es mag primitiv und nicht sehr edel wirken, aber wenn man mit Geld Probleme lösen kann, dann sollte man das auch tun. Geiz ist, wenn es um Leben und Tod geht, komplett unangebracht. Man muss es, egal was es kostet, als eine Investition sehen, die sich in der Zukunft irgendwann rentieren wird.
      Einen Dämonenherzog an seiner Seite zu haben, anstatt als Feind, was war dagegen Geld?
      „Noch dazu ist es das Geld des Imperiums, aber MEIN Leben.“ Ging Riccardo durch den Kopf.


      Er lächelte, diesmal auch innerlich. „Ich hoffe sehr, dass nach einer Phase der Trauer und der Selbstbesinnung ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen dem kleinen Haus JTG und dieser Imperialen Behörde aufgeschlagen wird.“
      ZacVanDoom zog die Augenbrauen hoch, man sah, wie es hinter seiner hohen Stirn arbeitete. Ein Licht der Erkenntnis breitete sich auf seinem Gesicht aus. Es war eine Freude zu sehen, wie er verstand.
      Dann verbeugte er sich steif: „Ich diene dem Imperium“, sagte seine klare Stimme.
      Riccardo Bellinis Herz machte einen kleinen Hüpfer, er war noch am Leben und nicht verflucht!
      Ab jetzt war er der Großinquisitor, dem niemand vorschrieb, was er zu tun und zu lassen hatte. Hier würden sich in Zukunft einige Dinge ändern, er würde sich sehr genau mit der Arbeitsweise und den Fehlern seines Vorgängers beschäftigen, um diese nicht zu wiederholen.


      Epilog: Er betrat den verborgenen Raum, in dessen Mitte eine goldene Kugel auf einem Kraftfeld schwebte. „Hallo Hall2001!“, aktivierte er das Interface. Die Stimme kam scheinbar von überall her: „Was kann ich für dich tun?“ Die Stimme klang kühl und distanziert. Er lächelte entspannt: „Jetzt im Moment möchte ich dir danken, deine Strategien haben funktioniert, und dank deines Trainings habe ich die Begegnung mit diesem grässlichen Dämon überlebt.“
      Die Stimme sagte kühl: „Ich existiere nur, um zu dienen, Meister, und all deine Feinde zu beseitigen.“
      Riccardo lachte, bis er sich verschluckte und husten musste. Dann sank er zu Boden, setzte sich entspannt hin und erzählte der uralten KI alles über seine Begegnung mit dem charismatischen Führer der Mohar.
      ENDE

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