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Captain Future: DAS GEMÄLDE

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    Ähm mal eine zwischenfrage: können Mütter die einen Kaiserschnitt hatten, noch auf normale weise gebähren? Ich hab mal gehört oder gelesen dass es dann bei weiteren Schwangerschaften nur noch so geht vielkeicht will joan deshalb dass CF nochmal tätig wird
    Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
    Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)
    Außerirdische Technologie + menschliche Dummheit = unschlagbare Ergebnisse :)

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      Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
      Ähm mal eine zwischenfrage: können Mütter die einen Kaiserschnitt hatten, noch auf normale weise gebähren? Ich hab mal gehört oder gelesen dass es dann bei weiteren Schwangerschaften nur noch so geht vielkeicht will joan deshalb dass CF nochmal tätig wird
      Mein Junior war ein Notfall-Kaiserschnitt.
      Die Ärzte haben mir gleich von weiteren Schwangerschaften abgeraten, da es durch die große Narbe im Bauch vermutlich nicht mehr "normal" gehen würde und jede weitere Geburt wieder ein Kaiserschnitt werden müsste. Da ist ja nicht ein unerhebliches Risiko für die Mutter dabei wenn der Bauch aufgeschnitten wird. Scheinbar hatte ich da sehr viel Blut verloren und stand kurz vor der Konserve. Hat auch ewig gedauert bis das alles abgeheilt war.

      Von daher kann ich mir nicht vorstellen, daß Joans Geburt normal wird. Sie werden wohl die alte Narbe aufschneiden müssen und das Kind wieder holen müssen.
      Unter den Umständen kann ich aber nicht verstehen warum sie es überhaupt zuließ nochmal schwanger zu werden.
      ZUKUNFT -
      das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
      Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
      Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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        Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
        Ähm mal eine zwischenfrage: können Mütter die einen Kaiserschnitt hatten, noch auf normale weise gebähren? Ich hab mal gehört oder gelesen dass es dann bei weiteren Schwangerschaften nur noch so geht vielkeicht will joan deshalb dass CF nochmal tätig wird
        Ich habe mich vorher schon erkundigt, ist möglich!
        Früher, zu der Zeit als ich Kinder bekommen habe, da hat man abgeraten, weil es zu Problemen kommen kann, nämlich der Gebärmuter Ruptur, ein Reißen der Gebärmutter, passiert aber eigentlich nur gelegentlich (etwa 10 %). Heute rät man zu einer "normalen" Geburt!

        Deshalb hat die Hebamme CF doch für den Kaiserschnitt gelobt!
        Und klar will Joan Kinder! Sie hat sich das ja einige Jahre überlegt und sich dann entschieden. Kinder verlangen von Dir eine gewisse Normalität und haben Ansprüche, das kann einem auch helfen, sich nicht permanent mit sich selbst zu beschäftigen!
        Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen! Tragischerweise muss man nun feststellen, dass es dieses Forum nicht mehr gibt! Warum wohl nicht? ;)

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          Ah okay. Wieder was gelernt
          Ja Kinder sind schon eine Aufgabe. Habe einen Bekannten der jammerte schon 2 Tage nach dem er mit der ganzn Familie in Quarantäne musste (er war mit allen beim Skifahren in Tirol), weil er sich jetzt um seine Kinder kümmern musste. Das war seither ja alles so schön mit Schule und Kita etc. geregelt und plötzlich merkt er was Erziehung und Beschäftigung mit dem Nachwuchs wirklich heisst...
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            DAS GEMÄLDE
            Margret

            ...
            „Gut, Miss Landor auch nicht. Nun waschen sie sich gut die Hände, ich muss ihnen ja nicht erklären, dass sie das ordentlich machen sollten!“ Sie reichte ihm einen Kittel, der Mundschutz blieb ihm erspart. Sie führte ihn in den Kreißsaal, der in gedämpftes Licht getaucht war. Joan lief durch den Raum, blieb bei der Wehe meist irgendwo stehen, wo sie sich fest abstützen konnte. Sie trug nur ein Krankenhaushemdchen.
            „So da haben wir den künftigen Vater“, rief die Hebamme, doch Joan, die sehr abgekämpft aussah, beachtete ihn gar nicht.
            „Wie lange hat sie schon Wehen?“, fragte Curtis beunruhigt.
            „Seit fast zehn Stunden!“ Curtis atmete unruhig durch.
            „Vielleicht sollten wir doch eine PDA legen!“, schlug Curtis unsicher vor. Joan schüttelte den Kopf plötzlich kämpferisch.
            „Nein, ich will es ganz natürlich bekommen“, presste sie hervor, ohne ihn anzusehen. Curtis zögerte.
            „Aber du bist völlig erschöpft!“
            „Ich schaffe das schon“, schnaufte Joan. Curtis traute sich nicht ihr zu widersprechen. Die Wehe überfiel sie, bevor sie den nächsten Schrank erreicht hatte. Curtis trat ohne Nachzudenken zu ihr und ergriff ihre Hände.
            „Drück ruhig zu“, murmelte er. Joan zerquetschte ihm fast die Hände, es war unglaublich, welche Kräfte in ihren Händen lagen. Sie unterdrückte den Schmerz nur mühsam. Danach steuerte sie das große Bett an.
            „Joan, das ist die ungünstigste Variante, knien sie sich lieber hin“, riet die Hebamme, aber Joan legte sich lieber hin. Sie hatte seine Hand nicht losgelassen, vielleicht hatte sie es auch einfach nur vergessen, so setzte er sich zu ihr auf das Bett. Sie sah völlig fertig aus, verschwitzt, mit geröteten Wangen. Mit der linken Hand strich er ihr ohne nachzudenken das feuchte, lange Haar aus dem Gesicht. Joan schlug die Augenlider auf. In ihren Augen schimmerte so viel Schmerz und das Flehen, es möge endlich vorbei sein. Curtis dagegen lächelte sie stolz an.
            „Ich kann nicht mehr“, flüsterte Joan kaum hörbar.
            „Doch, es ist bald da“, versprach Curtis ihr leise. Die nächste Wehe war da. Die Hebamme war zwischen Joans Beinen.
            „Jetzt Joan, es kommt, pressen“, machte ihr die Hebamme Mut. Joan presste, drückte seine Hand. Curtis stand auf, nahm ihre andere Hand gegen die Joan nun auch andrücken konnte. Joans Gesicht war vor Anstrengung verzerrt, sie unterdrückte den Schmerz noch.
            „Der Kopf ist fast da, nochmal Joan!“ Es war unglaublich welche Kräfte Joan bei der Geburt mobilisierte. Curtis konnte kaum fassen, wie stark sie war.
            „Jetzt noch einmal Joan!“ Joan holte laut Luft. Dieses Mal ruckte ihr Oberkörper vom Bett hoch, presste sich fest gegen seinen. Joan brüllte laut, der Schrei wurde von seiner Brust erstickt. Curtis zitterte heftig. Joan heulte nun heftig, Tränen rollten über ihre Wangen, wie ein Rinnsal. Da war ein ganz leises Schmatzen zu hören. Curtis hielt die Luft an. Hatte er bisher nur Augen für Joan gehabt, so drehte er sich nun leicht um. Die Hebamme war gerade dabei, das Baby auf Joans Bauch zu legen.
            „Da ist sie, ihre kleine Tochter!“ Sie war weder blau, noch besonders rot. Joans Hände ließen ihn los. Sie weinte nicht mehr, sah ihre Tochter ungläubig vor Ehrfurcht an. Mit zitternden Fingern strich Joan über das kleine Köpfchen, das zweifellos von roten Flaum bedeckt war. Curtis hatte fast erschreckt die Luft angehalten, nun konnte er ein leichtes Aufschluchzen selber nicht unterdrücken, für das sich hier niemand wirklich interessierte. Joan und er selber hatten nur Augen für das kleine schmatzende und glucksende Wesen auf Joans nackter Brust, da die Hebamme, Joan das Hemd ausgezogen hatte. Curtis wischte sich über sein nasses Gesicht.
            „Sie ist so weich“, flüsterte Joan. Die Hebamme kümmerte sich um Joans Plazenta und die Nachsorge. Joan lächelte das Baby weich an.
            „Fühl nur, wie weich sie ist“, murmelte Joan. Curts Zeigefinger streckte sich nach dem Säugling aus. Curtis hielt den Atem an, als er die zarte Babyhaut unter dem Finger spürte. Joan lachte leise. Curtis blickte in Joans Gesicht. Ihre Augen sahen ihn an. Joan war glücklich. Das war sie wirklich und das war alles Wert, selbst wenn Joan ihm keinen Zugang zu seiner Tochter gewähren sollte, er hatte es tatsächlich geschafft sie glücklich zu machen, mehr hatte er nicht gewollt. Curtis streckte die Hand nach Joans erhitzter Wange aus, über die er sanft strich.
            Das Baby wurde unruhiger, versuchte immer wieder an der Hand zu lutschen. Joans Augen strahlten ihn an.
            „Sie hat Hunger“, wisperte Joan.
            „Ganz genau, legen sie sie an, sie wird schon wissen, wie es geht“, forderte sie die Hebamme auf. Joan zog das Baby behutsam höher, an ihre rechte Brust, der Mund fing sofort an zu suchen, schien regelrecht zuzuschnappen. Joan zuckte glucksend zusammen. Fasziniert beobachtete Curtis, wie seine Tochter zu saugen begann. Da brauchte es keinen technischen Schnick-Schnack, es funktionierte auch so. Lange sahen sie dem Baby nur still zu. Die Hebamme räumte auf, füllte Formulare aus.
            „Wie soll die Kleine denn heißen?“ Joan blickte Curtis kurz an, der ihr kurz zunickte.
            „Margret!“ Curtis runzelte kurz die Stirn, es dauerte, bis er es begriff. Stuarts kleine Schwester. Curtis nickte zustimmend.
            „Fein, jetzt legen sie Margret noch an die andere Brust. Dann kann unsere kleine Familie etwas ausruhen!“
            Curtis beobachtete die zwei still. Joan wirkte völlig entspannt. Es war schön sie so zu sehen. Die Hebamme reichte Joan eine kleine Kuscheldecke, bevor sie Joan zudeckte. Margret war einfach auf ihrer Brust eingeschlafen.
            „So jetzt fahren wir in den Nebenraum, da können sie sich ausruhen. Auch sie Curtis, sie können Joan dann mit Margret zu Hand gehen. Klingeln sie nach uns, wenn sie ihre Tochter wickeln wollen!“ Das Nebenzimmer war wundervoll eingerichtet. An Joans Bett machte die Hebamme die Seiten hoch, damit Margret nicht herausrollen konnte. Sie schob das Bett an ein anderes Bett, das für Curtis sein sollte. Curtis schluckte gerührt. Joan machte keine Einwände. Die Hebamme reichte Joan ein großes Glas.
            „Sie müssen viel Trinken!“ Joan gehorchte. Curtis streifte die Schuhe ab, um sich in das freie Bett zu legen. Die Hebamme dimmte das Licht herunter.
            „Schlafen sie gut!“
            Curtis starrte lange zu Joan herüber, die mit Margret auf der Brust eingeschlafen war. Das war seine kleine Tochter. Er erinnerte sich daran, wie er Joan die Kinder weggenommen hatte und weinte still vor Scham und Trauer.

            ****

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              zum heulen schön

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                Aber so was von schön... da fehlen mir die Worte.
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                  ich habe heute 2x ab dem treffen mit der schwangeren joan gelesen...und ich musste beide male richtig heftig heulen......WAHNSINN

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                    Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
                    Aber so was von schön... da fehlen mir die Worte.
                    Mir auch.
                    Vielleicht bin ich etwas sentimental, aber mir hat "untenrum" gleich alles weh getan. Mütter können das wohl nachempfinden und leiden bei jeder Geburt mit.Auch wenn man es nur liest.
                    Ich kann da mitfühlen. Ich durfte meinen Kleinen nach dem Kaiserschnitt nicht mal in den Arm nehmen. Nachdem ich aufgewacht war zeigte man mir nur den Inkubator wo er drin lag, dann wurde er in eine Spezialklinik gebracht wegen Atemproblemen. Ich sah ihn erst 10 Tage später wieder. Noch Fragen WIE es mir damit ging?
                    ZUKUNFT -
                    das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
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                      Oh je. Das ist ja übel.
                      Da hast du wirklich schlimmes durchgemacht. Ich meine, da wird man doch verrückt vor Angst und Sorgen. Wie hast du das ausgehalten?
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                        Frag ich mich nachträglich auch noch immer wieder.
                        Ich hatte ja viel Blut verloren und schlief viel. Durch die große OP Wunde lag ich wie eine Schildkröte auf dem Rücken und sollte mich wenig bewegen damit die Klammern nicht aufgehen.
                        Soweit man halt Ruhe hat in einem Krankenhaus. Vor allem wenn man eine Zimmernachbarin hat, die IHR Kind hat und ständig Besuch bekommt weil sie Angestellte in diesem KK war. Bis sie einen Nervenzusammenbruch bekam und der Chefarzt Besuch verbot.
                        Ich fragte immer wieder nach wie es meinem kleinen ging und mein Mann fuhr jeden Tag zwischen den Krankenhäusern hin und her. Anfassen durfte er ihn ja auch nicht. Nur durch die Auschnitte mit den Handschuhen.

                        Aber es ging vorbei. Heute ist er ein stattlicher junger Mann.
                        ZUKUNFT -
                        das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
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                          Zitat von irlandclaudia Beitrag anzeigen
                          ich habe heute 2x ab dem treffen mit der schwangeren joan gelesen...und ich musste beide male richtig heftig heulen......WAHNSINN
                          Genau das ist es: Geburt ist schmerzhaft, manchmal etwas traurig, aber auch schön!
                          Es ist ein Ereignis, dass uns im Innersten bewegt.
                          Ich habe für diese Szene auch etwas länger gebraucht, weil ich gewisse Inhalte und Gefühle vermitteln wollte und damit war ich dann sehr zufrieden!
                          Danke für das Lob!

                          avatax, dass was man da so erleben kann, wenn man gerade als Gebärende nicht ernst genommen wird und dann Sachen mit einem gemacht werden, die man gar nicht will ("Die Frau kann gar nicht selber entscheiden, die hat zu viele Hormone!"), dafür gibt es seit neuerem einen Begriff: "Gewalt unter der Geburt".
                          Ich finde gut, dass das mal endlich auf den Tisch kommt, wichtiger als Me Too: Ich kann mir aussuchen, ob ich in einer verlausten Industrie mitmachen will, aber unter der Geburt ist man völlig wehrlos!
                          Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen! Tragischerweise muss man nun feststellen, dass es dieses Forum nicht mehr gibt! Warum wohl nicht? ;)

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                            Als würden Hormone einen zu sehr in der Urteilskraft bzw. Entscheidungen beeinflussen.... ich habe über das Thema gerade ein wenig recherchiert und frage mich gerade ob man für Geburten jetzt auch so etwas wie eine Patientenverfügung braucht?
                            Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
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                              Ich kann nach dem Crash keinen "Klartext" eingeben und hoffe, dass das Format irgendwie angenommen wird! Falls es doch keine "Gänsefüßchen" oder ähnliches gibt, repariere ich das später, wichtig ist nun eher, dass es weitergeht!

                              DAS GEMÄLDE


                              Immer wieder beobachtete er Joan gern dabei, wie sie Margret stillte. Anderen Frauen mochte es zu umständlich sein, zu einengend, aber für Joan war es selbstverständlich ihrer Tochter die Brust zu geben. Nicht nur, dass er dabei Joans prächtige Brüste zu sehen bekam, es war einfach schön die zwei so zusammen zu sehen, ein Bild von perfekter Harmonie.
                              Joan hatte ihn nie aus dem Zimmer raus komplementiert. Die Hebamme hatte glücklicherweise ihn gefragt, ob er die paar Tage im Krankenhaus bei Mutter und Kind bleiben wolle, da es gegen einen kleinen finanziellen Aufpreis möglich war, ein Familienzimmer zu bekommen, indem auch er bleiben konnte. Curtis hatte natürlich sofort zugestimmt, das war seine Chance. Joan hatte sich dazu nie geäußert, was sein Glück vervollständigte. So war er immer bei ihnen gewesen, bis auf die Behördengänge. Er hatte Margret angemeldet mit einer Vollmacht Joans, da sie auf die Angaben zum Vater des Kindes nichts festgeschrieben hatte. Erst war Curtis beleidigt gewesen. Warum wollte sie ihn nicht als Vater von Margret eintragen? Es war unübersehbar, dass er das war, aber dann dachte er nach. Margret blieb seine Tochter egal was in der Geburtsurkunde stand. Gut, er musste väterliche Rechte erst einklagen, bevor Joan ihm diese gewähren musste, aber er wollte so wieso nichts gegen Joans Willen tun! Margret war ihre Tochter, seine Abbitte, für das, was er Joan angetan hatte.
                              Es war auch ein Schutz für Margret, falls ein Gauner hinter seine wahre Identität kam, er tauchte nicht als Vater in den Akten auf. Also beließ Curtis es bei der Vaterlosigkeit.
                              Ihrer Familie hatte sie untersagt, sie und das Baby zu besuchen. Das war natürlich ein Schlag für ihre Eltern, aber Joan sagte, sie brauche erst einmal Zeit allein mit Margret und nach ihrem manischen Verhalten hatten auch ihre Eltern diese Entscheidung erst einmal akzeptiert.
                              Dagegen hatten sogar Simon, Grag und Otto Margret schon zu sehen bekommen. Er hatte Joan vor zwei Tagen gefragt, ob es in Ordnung sei, wenn er Margret in dem sehr schönen Kinderwagen zum Parkplatz fahren durfte, damit seine Crew sie mal sehen konnte, die in einem Deckung gebenden Transporter auf ihn wartete. Joan hatte kurz gezögert. Ihre blauen Augen hatten ihn still gemustert. Sie musste es nicht sagen. Wenn er ihr das Baby wegnahm wäre sie tot.
                              Er hatte ihr die Zwillinge genommen, noch mal hielt sie das nicht durch und Curtis war nicht einmal der Gedanke gekommen das zu tun. Vor allem Otto war ganz aus dem Häuschen gewesen. Dass Margret ein Mädchen war, war nie eine Enttäuschung gewesen, zumindest nicht für ihn. Er war erleichtert gewesen, es verhinderte, dass Margret „Ersatz“ für die verlorenen Zwillinge war.
                              Joans blaue Augen erwiderten seinen Blick. Margret war an der Brust eingeschlafen. Curtis atmete tief durch. Er musste es endlich ansprechen.
                              „Joan hast du schon Pläne, wenn du nachhause kannst?“ Joan runzelte fragend die Stirn. Curtis nahm all seinen Mut zusammen.
                              „Ich will mich nicht einmischen, versteh mich nicht falsch. Ich vertraue und traue es dir durchaus zu Margret auch allein zu versorgen, aber die ersten Wochen allein mit ihr werden hart. Wenn du es dir vorstellen kannst, dann würde ich dir gern helfen!“ Es war raus. Curtis schluckte. Joan blickte von ihm weg in Margrets kleines Gesicht. Er hatte Margret meist gewickelt, sie gebadet, während Joan sie stillte, auch nachts. Joan hatte nicht aufstehen müssen, was das Einschlafen ungemein erleichterte.
                              „Haben sie dir denn nicht geraten einen Anwalt einzuschalten, um gegen mein alleiniges Sorgerecht Einspruch einzulegen?“
                              „Ohne dich gäbe es Margret gar nicht und ich will nicht mit dir um sie streiten. Sie wird immer auch mein Kind sein, auch ohne Anwalt, auch für dich!“ Joan blickte ihn nachdenklich an. Curtis wich ihr nicht aus, es machte keinen Sinn unehrlich zu sein. Curtis hoffte, dass Joan es richtig aufnahm. Schließlich nickte Joan langsam.
                              „Du hast recht!“ Joan musterte ihn eine Weile.
                              „Ich werde nach Sandforst zurückgehen!“ Curtis schluckte. „Kannst du mich auch dahin begleiten?“ Das war eine berechtigte Frage. Sandforst war für ihn der schreckliche Ort, an dem er Joan mit diesem gigantischen Bauch, am Ende ihrer Kräfte herausgeholt hatte. Und Stuart hatte hier gelebt, sein Gespenst der Vergangenheit. Joan hatte verheilte Verletzungen gehabt, als er sie zurückgeholt hatte, Verletzungen, die nur einen Schluss zuließen...
                              Curtis hasste und verachtete seinen Vorfahren.
                              „Wenn du mit Margret dort leben willst, dann komme ich mit!“
                              „Kein schickes Penthouse mehr?“ Joan beobachtete ihn genau.
                              „Es liegt nicht an schick oder nicht. Es liegt daran, dass ich das Gefühl habe, dass du auf Sandforst nicht nur positive Erfahrungen gemacht hast und ich auch nicht!“ Curtis spürte, dass er blass war. Joan zögerte.
                              „Ich komme mit Sandforst gut klar!“
                              „Okay!“

                              ****
                              Die passende Musik zum Kontext!
                              https://www.youtube.com/watch?v=DZHs-SRJbzU


                              Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen! Tragischerweise muss man nun feststellen, dass es dieses Forum nicht mehr gibt! Warum wohl nicht? ;)

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                                Das mit den emails funktioniert noch nicht so ganz aber ich habe das heutige Häpchen auch so gefunden.

                                Jetzt hoffe ich mal die beiden werden dort glücklich und Koulun kommt nicht dazwischen.
                                ZUKUNFT -
                                das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                                Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                                Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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