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Amoklauf in Erfurt - Kommt jetzt Littleton zu uns?

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    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen

    Nochmal zu der Geschichte mit den bewaffneten Lehrern:
    Ich hatte was mit Tennessee in Erinnerung, finde es aber nicht mehr.
    Hier ein Artikel, der zu o.g. Thema passt.
    Vielleicht meintest du, die darin beschriebenen USA - Staaten und dazu passend die Lehrer.

    mfg

    Prix

    von Jörg Janssen

    Wie die Politik Tragödien als „game changer“ nutzt

    „Er sagte, wir würden jetzt alle nach Hause gehen“, berichtet das überlebende Mädchen. Doch der Täter nahm die Schüler stattdessen mit seiner Schusswaffe unter Feuer. Die schließlich an den Tatort gerufene Spezialeinheit kam zu spät, um den Mord an 22 Schülern und drei Erwachsenen zu verhindern. „Wären wir schneller gewesen, wie viele hätten wir retten können?“ fragt sich der Leiter der Einheit. Stimmen vom Newtown-Massaker vom 14. Dezember? Nein, es sind Stimmen vom Ma’alot-Massaker, das im Mai 1974 von drei palästinensischen Terroristen begangen wurde. Nachdem die israelische Regierung eine grundsätzliche Entscheidung traf, wurden bis auf eine Ausnahme keine Schulmassaker mehr verübt.
    Zurück nach Newtown: Wieder einmal müssen wir von einem mit Schusswaffen verübten Massaker in den USA lesen. Der 20-jährige Täter ermordete 20 Schüler und sechs Lehrer, bevor er sich selbst tötete. Politiker der Demokratischen Partei fordern in den USA seit Jahrzehnten, den privaten Waffenbesitz zu verbieten; ähnlich wie im Vereinigten Königreich nach dem Dunblane-Massaker von 1997 soll Privatleuten der Besitz von Schusswaffen verboten werden. Die Politiker wollen die Tragödie als „game changer“ nutzen, der den Widerstand der meisten Amerikaner gegen die Verbotsgesetze endlich bricht: vor allem dadurch, dass die meisten Opfer des Todesschützen in Newtown Kinder waren. „Wenn das nicht die Menschen und unsere Politiker wachrüttelt, was dann?“, fragt die Kongressabgeordnete Carolyn McCarthy unmittelbar nach dem Verbrechen gegenüber der Presse. Senatorin Dianne Feinstein, prominente Gegnerin der vergleichsweise liberalen Waffengesetze in den USA, kündigte als Reaktion auf die Tat an, noch am ersten Tag der neuen Legislaturperiode ein neues Waffengesetz in den Kongress einzubringen. „Wir können das nicht mehr tolerieren. Diese Tragödien müssen enden“, stimmt der amerikanische Präsident Barack Obama mit ein. Wir hören es und nicken. Was ist mit den Amerikanern bloß los? Warum wehren sie sich gegen sinnvolle Verbote? Warum stellen sie sich der Politik in den Weg?
    Gesetze gegen Amokläufer
    Die USA, im Jahre 1995: „Ich bin entschlossen, Waffen aus unseren Schulen fern zu halten. Dies ist es, was das amerikanische Volk will, und es ist das Richtige“, so der damalige Präsident William J. Clinton nach der Unterzeichnung der Neufassung des „Gun Free School Zones Act“. „Ich bin entschlossen, alles in meiner Macht stehende zu tun, um Schulen zu Orten zu machen, wo junge Menschen sicher sein können, wo sie lernen können und wo Eltern sicher sein können, dass Disziplin durchgesetzt wird.“ Seitdem wird in nahezu den gesamten USA — mit Ausnahme der Bundesstaaten Utah und später Tennessee, die das Gesetz in ihren Gebieten praktisch wirkungslos machten — jeder zum Gesetzesbrecher, der innerhalb eines Umkreises von 1.000 Fuß um eine Schule oder eine Hochschule eine Waffe mit sich führt. Was daraufhin in den USA geschah, beschrieb der Ökonom John Lott im Jahre 1998 folgendermaßen: „Versuche, Waffen aus Schulen gesetzlich zu verbannen, gleich wie wohlmeinend, sind fehl geschlagen. Statt die Schulen sicherer für Kinder zu machen, haben wir sie sicherer für jene gemacht, die unseren Kindern Schaden zufügen wollen.“ Nur drei Schulmassaker ereigneten sich in den USA vor 1995; zwei, wenn man das mit Sprengstoff verübte Verbrechen von Bath aus dem Jahre 1927 nicht mitzählt. Das nun verübte Verbrechen von Newtown ist seit Erlass des Gesetzes bereits das 14. Keine dieser Taten ereignete sich in Utah oder Tennessee, wo Lehrer und andere Erwachsene legal Waffen führen können.
    Einer dieser Vorfälle unterscheidet sich von den übrigen: Bei der Tat von Grundy, Virginia, aus dem Jahr 2002 waren nur drei Tote zu beklagen. Zwei Studenten der Appalachian Law School schafften es, den Täter zu entwaffnen. Das Bemerkenswerte war die Berichterstattung in nahezu allen Medien: Kaum ein Journalist erwähnte, dass die beiden Studenten Schlimmeres verhüten konnten, weil sie bewaffnet waren — und somit gegen besagtes Gesetz verstießen.
    Außerhalb von Schulen waren auch vor 1995 in den USA Massaker nicht völlig unbekannt. Lott und sein Kollege William Landes stellten in einer statistischen Auswertung solcher Verbrechen zwischen den Jahren 1977 und 1999 und den Einflussfaktoren auf die Taten fest: „Der einzige regulatorische Faktor, der einen gleichbleibenden signifikanten Einfluss auf öffentliche Massaker hat, ist die Verabschiedung von Gesetzen zum verdeckten Führen von Waffen.“ Mit anderen Worten: Was Amokläufer abschreckt, sind nicht Gesetze, die sie vermeintlich entwaffnen sollen; es sind im Gegenteil Gesetze, die sie dem Risiko aussetzen, auf bewaffnete vermeintliche Opfer zu treffen.
    Wie man den Spuk beendet und wie nicht
    Der unmittelbare Vergleich zwischen der Strategie der USA, Massaker durch Verbote einzudämmen, und einem völlig anderen Ansatz zeigen zwei nahezu zeitgleiche Vorfälle aus dem Jahre 1984: Im Juli jenes Jahres richtete ein Amokläufer in einem Imbissrestaurant in San Ysidro, Kalifornien, ein Blutbad an, in dem 21 Menschen starben. Der Täter wartete anschließend am Tatort auf das Eintreffen der Polizei und starb im folgenden Feuergefecht. In Kalifornien ist der private Waffenbesitz praktisch verboten, die Opfer waren dem Täter, wie dieser wusste, völlig wehrlos ausgeliefert. Einige Wochen zuvor versuchten palästinensische Terroristen ähnliches in Jerusalem. Doch die Israelis hatten aus den Massakern der 1970er gelernt. Seitdem ist es dort jedem unbescholtenen Bürger erlaubt, in der Öffentlichkeit Waffen zu führen. Welchen Unterschied dies machte, beschrieb der israelische Kriminologe Abraham Tennenbaum: „Drei Terroristen, die versuchten, in die Menge mit Maschinengewehren zu feuern, konnten nur ein Opfer töten, bevor sie von Israelis niedergeschossen wurden, welche Waffen tragen dürfen. Als er der Presse am nächsten Tag vorgestellt wurde, beklagte sich der überlebende Terrorist, dass seine Gruppe sich nicht dessen bewusst war, dass israelische Bürger bewaffnet sind. Die Terroristen hatten geplant, eine Folge von stark besuchten Plätzen mit Maschinengewehren zu beschießen, da sie dachten, sie könnten entkommen, bevor Polizei oder Armee eintreffen könne, um ihnen entgegenzutreten.“
    Die gleiche Strategie, wie sie jetzt Politiker der Demokratischen Partei in den USA wieder fordern, verfolgte dagegen das Vereinigte Königreich: In England und Wales schwankte die Summe aller Tötungsdelikte durch Schusswaffen von 1992 bis 1996 um etwa 60 pro Jahr. Raubüberfälle mit Schusswaffen waren bis 1997 auf etwa 3.000 pro Jahr gefallen. Nach dem Dunblane-Massaker von 1996 wurde 1997 ein Verbot des Waffenbesitzes und -führens durch Privatleute erlassen. In der Folge stieg die Zahl der Tötungsdelikte durch Schusswaffen auf 80 im Jahr 2002; auch die Zahl der Raubüberfälle mit Schusswaffen stieg nach der Verschärfung der Waffengesetze entgegen dem vorangehenden Trend auf etwa 4.800 im Jahr 2002.
    Lösungen statt Emotionen
    Niemand kann sich der Wirkung entziehen, die Taten wie in Newtown oder zuvor Dunblane und Ma‘alot ausüben. Was ist zu tun, um eine Wiederholung zu verhindern? Man könnte den Stimmen nachgeben, die leichte und schnelle Abhilfe versprechen; die Verbote wie den Gun Free School Zones Act als einfache Lösung vorschlagen. Doch Schusswaffen sind, wie die Erfahrungen aus dem Vereinigten Königreich zeigen, durch Verbote nicht aus der Welt zu schaffen; sie sind danach nur für gesetzestreue Bürger unerreichbar. Die Erwartung, ein lebensmüder Gewalttäter würde auf Schusswaffen verzichten, sobald deren Besitz illegal wird, kann man noch nicht einmal naiv nennen. Amokläufer suchen sich einfache Ziele. Auch in Israel waren nach dem Ma’alot-Massaker Stimmen zu hören, die strengere Waffengesetze forderten. Doch die Politik dort sprang über ihren Schatten und liberalisierte die Gesetze stattdessen, Lehrer und andere Erwachsene dürfen seitdem auch in Schulen Waffen führen. Wie sich zeigte, wird der Spuk beendet, wenn man die Täter dem Risiko aussetzt, auf bewaffnete Opfer zu treffen. Was soll man dann noch von Politikern halten, die stattdessen die Opfer per Gesetz zur Wehrlosigkeit zwingen? Gegen gewalttätige Verbrecher ist Politik nicht die Lösung; wenn die Politik den Verbrechern wehrlose Opfer garantiert, dann ist sie das Problem.

    18 Dezember 2012
    Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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      Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
      Und wenn schon...dann wird nachgefragt.
      Jeder der sich hier auskennt, gibt auch adäquat Auskunft.
      Cybertrek hat nach Vorschriften für Waffenschränke gefragt, er hat Auskunft bekommen.
      Ausserdem...warum sollen nur die diskutieren, die sich mit Waffen auskennen?
      Wenns nach denen geht, ist eine Waffe kein Problem, wohl aber der Umgang damit.
      Inkompetenz also?
      Wo liegen Deine Kompetenzen, uns...mir..das vorzuwerfen?
      Warum der böse Smilie?
      Ich glaub nicht, daß er dich meinte - er schreibt "von den meisten", scheint also einige User hier in Bezug auf vorhandene Kompetenz doch anzuerkennen. Auch Rikers Beschreibung einer schnellen Schuß-Folge mit einem Revolver weiter vorne im Thread kommt nicht aus einem Computerspiel. Seine Liste mit üblichen Haushaltsgegenständen als tödliche Waffen ist in markanter Weise unvollständig: ich vermisse den in Schulen - und um die geht's hier ja hauptsächlich - in großen Mengen verfügbaren Kugelschreiber....
      Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

      "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

      Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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        Zitat von Bella' Beitrag anzeigen
        Und dann trägt der besagte Lehrer einen Trenchcoat, damit er sein Waffenarsenal immer dabei hat und die Schüler nicht bemerken können was er alles ausser seinen Unterlagen noch so mit sich führt. Denn die Waffen müsste er ja theoretisch mitnehmen und kann sie nicht irgendwo deponieren, da er sonst den Amokläufer nicht schnell genug eleminieren könnte.

        Ich wüsste dann echt nicht wer mit mehr Angst einflösen würde, der Amokläufer oder der Pädagoge mit der halbautomatischen Waffe, die während des Unterrichts hoffentlich gesichert ist und nicht ausversehen losgeht und dadurch einen nicht geplanten Amoklauf in seiner Schulklasse verursacht . Oh man!!!
        Ich vermute und das soll keine Beleidigung sein, du hast Dich NIE mir dem Thema "Verdecktes Tragen" befasst.
        Gerade das "Verdeckte Tragen" sagt doch dem Sinne nach schon Alles aus.
        Es soll KEINER sehen! Es gibt sogar speziell zum "Verdeckten Tragen" entwickelte "Halbautomaten".
        Diese "Waffenträger"(Lehrer/innen) sind ja nicht "unbeleckt" und "grün hinter den Ohren" im Umgang ,(Ja da hast du RECHT), mit diesem potenziell gefährlichem Gegenstand!

        Was meinst du, warum Generationen von Waffenbauern es dem Stück Metall
        "abgewöhnt" haben, alleine darüber zu entscheiden wann und wo es in Funktion tritt.
        Bitte informiere dich doch mal, ohne das du Deine Einstellung ändern sollst,
        das dass "Ding" nicht so einfach "losgeht".
        Und da gibt es noch den Revolver, der genau so "sicher" ist wie Dein "gefürchteter" Halbautomat.
        Nebenbei - ALLE - Pistolen sind "Halbautomaten", manche auch "Vollautomaten" , und das sogar wahlweise.

        mfg

        Prix
        Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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          Zitat von Prix Beitrag anzeigen
          Hier ein Artikel, der zu o.g. Thema passt.

          „Versuche, Waffen aus Schulen gesetzlich zu verbannen, gleich wie wohlmeinend, sind fehl geschlagen. (...) Nur drei Schulmassaker ereigneten sich in den USA vor 1995; zwei, wenn man das mit Sprengstoff verübte Verbrechen von Bath aus dem Jahre 1927 nicht mitzählt. Das nun verübte Verbrechen von Newtown ist seit Erlass des Gesetzes bereits das 14. Keine dieser Taten ereignete sich in Utah oder Tennessee, wo Lehrer und andere Erwachsene legal Waffen führen können.
          • Ernsthaft? Waffen an Schulen sollen gut sein, weil in den beiden Bundesstaaten, wo dies erlaubt waere, noch keine Massaker stattfanden (falls das so stimmt, s.u.)?
          • Im uebrigen weiss niemand, ob und an welchen Schulen in diesen beiden Staaten -oder sonst wo- Lehrkraefte tatsaechlich mit Waffen ausgestattet sind.
          • Bzgl Utah und Tennessee bezieht sich der Autor nur auf die Zeit 1995-1998, vergisst dabei aber dezent das Richment High School Shooting, Lynnville Tennessee, 1995, 2 Tote
          • Insgesamt gibt die Liste auf Wikipedia ein paar andere Zahlen wieder:
            https://en.wikipedia.org/wiki/List_o..._United_States)
            Die Ergebnisse in Kuerze:
            * insgesamt 125 school shootings
            * davon 92 nach dem Jahr 1995
            * davon 64 nach dem Jahr 2004 (nach G.W. Bush autom. Waffen wieder erlaubt hat)
          • hiervon auch welche in Tennessee (Jacksboro, 2005, Memphis, 2008, Knoxville, 2008, jeweils 0-1 Toter) und Utah (Taylorsville, 2012, 1 Toter)

            => Ob nun null oder dreissig Tote, spielt doch wohl hoffentlich keine Rolle! Es wurde an Schulen geschossen - und mangelnde Treffsicherheit des Schuetzen macht es nicht besser!!

          Außerhalb von Schulen waren auch vor 1995 in den USA Massaker nicht völlig unbekannt. Lott und sein Kollege William Landes stellten in einer statistischen Auswertung solcher Verbrechen zwischen den Jahren 1977 und 1999 und den Einflussfaktoren auf die Taten fest: „Der einzige regulatorische Faktor, der einen gleichbleibenden signifikanten Einfluss auf öffentliche Massaker hat, ist die Verabschiedung von Gesetzen zum verdeckten Führen von Waffen.“
          Der Autor zitiert im Jahre 2012 tatsaechlich Daten von 1977-1999, nachdem einfachste Recherche (Wikipedia) ergibt, dass die allermeisten mass shootings danach stattfanden?


          Und richtig bange wird mir, wenn ich sowas lese (Hervorhebung von mir):
          Was soll man dann noch von Politikern halten, die stattdessen die Opfer per Gesetz zur Wehrlosigkeit zwingen? Gegen gewalttätige Verbrecher ist Politik nicht die Lösung; wenn die Politik den Verbrechern wehrlose Opfer garantiert, dann ist sie das Problem.
          Uebrigens: es waer schoen, wenn du die Quelle gleich mitangeben wuerdest,dann muss man nicht erst googeln.

          Damit auch jeder weiss, aus welcher Ecke das kommt:
          Das Verbrechen von Newtown: Was solche Taten verhindert und was nicht - Jörg Janssen - eigentümlich frei

          und Wikipedia sagt dazu:
          eigentümlich frei (kurz: ef) ist eine politische Monatsschrift, die seit 1998 erscheint und Positionen vertritt, die von Herausgeber und Chefredakteur André F. Lichtschlag als individualistisch, kapitalistisch und libertär bezeichnet, von Politikwissenschaft und Publizistik hingegen in der Neuen Rechten verortet werden.
          .

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            Hey Xanrof Danke für die ganzen neuen Zahlen, das ist immer wieder wichtig, dass sich wer die Mühe macht gegen falsche Zahlen die richtigen zu recherchieren, und sie gegenüberzustellen.
            Ich hoffe das folgende hast Du nur in Bezug auf die Effekt der Freizügigkeit was Waffen angeht in Utah und Tennesse gemeint:
            Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
            [LIST]
            => Ob nun null oder dreissig Tote, spielt doch wohl hoffentlich keine Rolle! Es wurde an Schulen geschossen - und mangelnde Treffsicherheit des Schuetzen macht es nicht besser!!
            Wenn bei mir an der Schule wer Amok läuft wäre es mir schon lieber es wäre einE schlechteR Schützin (man muss den Genderkram auch mal machen wenn es negativ ist ). Ich finde 0 Tote dann doch deutlich besser als 30.

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              Zitat von Prix Beitrag anzeigen
              Die Erwartung, ein lebensmüder Gewalttäter würde auf Schusswaffen verzichten, sobald deren Besitz illegal wird, kann man noch nicht einmal naiv nennen.
              Jaja, dieser Unsinn wird immer wieder heruntergebetet. Es geht aber gar nicht darum, ob ein potentieller Amokläufer sich durch ein Verbot beeindrucken lassen würde, sondern darum, daß der durchschnittliche frustrierte Jugendliche gar keine Möglichkeit hätte, an Schußwaffen zu kommen, wenn die nicht im elterlichen Schlafzimmer herumliegen oder gegen Vorzeigen eines leicht fälschbaren Wisches im Waffenladen jeder Kleinstadt erhältlich wären. Nicht jeder hat Kontakte zu irgendwelchen Kriminellen. (Im Gegensatz zu scheinbar allen Waffenbefürwortern hier im Forum, die immer meinen, völlig problemlos an eine illegale Schußwaffe kommen zu können. Echt mal, woher kennt ihr eigentlich solche Leute?) Und gerade die amokgefährdeten Außenseiter sind eher nicht in der Lage, solche Kontakte herzustellen.

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                Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                Jaja, dieser Unsinn wird immer wieder heruntergebetet. Es geht aber gar nicht darum, ob ein potentieller Amokläufer sich durch ein Verbot beeindrucken lassen würde, sondern darum, daß der durchschnittliche frustrierte Jugendliche gar keine Möglichkeit hätte, an Schußwaffen zu kommen, wenn die nicht im elterlichen Schlafzimmer herumliegen oder gegen Vorzeigen eines leicht fälschbaren Wisches im Waffenladen jeder Kleinstadt erhältlich wären. Nicht jeder hat Kontakte zu irgendwelchen Kriminellen. (Im Gegensatz zu scheinbar allen Waffenbefürwortern hier im Forum, die immer meinen, völlig problemlos an eine illegale Schußwaffe kommen zu können. Echt mal, woher kennt ihr eigentlich solche Leute?) Und gerade die amokgefährdeten Außenseiter sind eher nicht in der Lage, solche Kontakte herzustellen.
                Das siehst du zu einfach. Die ganzen in den USA bereits in Umlauf befindlichen Waffen verschwinden nicht einfach. Die Hardliner werden sich bei Absehbarkeit eines Verbotes noch einmal unregistriert eindecken - ohne eigentlich wirklich kriminelle Absichten zu haben - und auch diese Waffen sind dann nochmal zuzüglich im Umlauf. Dazu kommen die sowieso schon illegal im Umlauf befindlichen Waffen (ja, die gibt es in den USA trotz aller laschen Waffengesetze tatsächlich auch) und ähnlich wie beim Alkohol-Angebot zur Zeit der Prohibition würde sich in den USA sehr schnell ein krimineller Markt zum Decken des "Bedarfsmarktes" bilden. Das ist nicht unbedingt ein Land voller 100% gesetzestreuer Bürger, die ihre Ansichten auf Weisung der Politik von heute auf morgen ändern, die Waffe im Haus hat für viele auch einen psychologischen Faktor usw.

                Unterm Strich ist eine geänderte Gesetzeslage eben nicht gleichbedeutend mit "Problem verschwindet".

                Und was die "problemlose" Verfügbarkeit illegaler Schusswaffen angeht: Wisch mal den Anstand und Menschlichkeit weg und "fühl" dich kurz vor einem Amoklauf - und dann denk nochmal nach, wen du in deinem Umfeld, direkt oder über gemeinsame Bekannte, kennst, der Sportschütze, Jäger, Mitarbeiter im Wachschutz usw. ist - völlig unbescholtene Personen, die "dir" direkt nix getan haben, aber "deiner Rache" im Weg stehen. An eine Waffe zu kommen heißt nicht "in beiderseitigem Einvernehmen". Würde mich wundern, wenn du wirklich niemanden kennst. Ich glaube nicht, daß der Amokläufer sich die Waffen unbedingt langfristig vor der Tat und unauffällig beschaffen muß, um Amok zu laufen.
                Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

                Kommentar


                  Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                  Das siehst du zu einfach. Die ganzen in den USA bereits in Umlauf befindlichen Waffen verschwinden nicht einfach. Die Hardliner werden sich bei Absehbarkeit eines Verbotes noch einmal unregistriert eindecken - ohne eigentlich wirklich kriminelle Absichten zu haben - und auch diese Waffen sind dann nochmal zuzüglich im Umlauf.

                  Unterm Strich ist eine geänderte Gesetzeslage eben nicht gleichbedeutend mit "Problem verschwindet".
                  Nein, die Waffen verschwinden nicht einfach. Aber Beispiele wie Australien zeigen, dass verschärfte Gesetzgebung und Einschränkung sehr wohl Wirkung zeigen.
                  Das Problem wird auch nicht verschwinden. Aber wenn die Mordrate in den USA statt zehnmal so hoch nur noch fünffach höher als in Deutschland ist, wäre es ja auch schon einmal ein Erfolg.

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                    Ja, das muss man langfristig sehen. Die USA müssen sich auf Dauer von ihrer "Doktrin" verabschieden oder sie zumindest langsam verändern. Das kann dann auch ein, zwei Geneartionen dauern. Wie das antiquierte Wahlrecht auch ist das nicht mehr zeitgemäß.

                    Meine amerikanischen Verwandten waren in den 90ern zu Besuch und sehr geschockt, dass jedes Kind, dass den Schlitz erreichen kann, sich einfach so Zigaretten ziehen konnte. Damals gab es noch nicht diese Ausweiskontrolle. Es hinkt natürlich wie jedes Beispiel, zeigt aber, dass man Dinge, die man als normal empfindet, auch ändern kann und sollte.
                    Republicans hate ducklings!

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                      Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
                      Nein natürlich gibt es keine absolute Garantie.
                      Das fängt allerdings bei meinem Auto schon an. Das ist Kindern ebenfalls verboten, und doch kommen viele auf die Idee, mal einen Spritztour mit Mamas oder Papas Wagen zu unternehmen.
                      Natürlich kann man sich nun hinstellen und an die Vernunft des Kindes appelieren...was leider nicht immer etwas nutzt.
                      Allerdings ist es schwer mit einem Auto eine Schule zusammenzuschießen.

                      Auch lässt sich ohne Auto nur schlecht leben, ohne Schusswaffe allerdings sehr gut.

                      Ich denke man kann Kindern auch recht gut beibringen verantwortlich zu sein und nicht fahrlässig andere Menschen zu gefährden indem sie sich das Auto dder Eltern ausleihen.
                      Werden sie aber von Mitschülern oder anderen Menschen bis zum psychischen Zusammenbruch gequält, hilft keine Erziehung mehr. Denn jemand der so zerstört wurde kann nicht mehr klar denken.
                      Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
                      "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
                      "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

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                        Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
                        Allerdings ist es schwer mit einem Auto eine Schule zusammenzuschießen.
                        Unlängst geschehen: Autofahrer rast in eine Gruppe wartender Kinder an der Bushaltestelle.
                        Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
                        Auch lässt sich ohne Auto nur schlecht leben, ohne Schusswaffe allerdings sehr gut.

                        .
                        Es gibt Berufgruppen, die sind dann arbeitslos.
                        Ich plädiere ja nicht dafür, jeden Haushalt zu bewaffnen, aber ich benötige bestimmte Waffen beruflich.
                        Zuletzt geändert von T`Pau; 21.12.2012, 15:41.
                        Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                        Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                          Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                          Das siehst du zu einfach. Die ganzen in den USA bereits in Umlauf befindlichen Waffen verschwinden nicht einfach. Die Hardliner werden sich bei Absehbarkeit eines Verbotes noch einmal unregistriert eindecken - ohne eigentlich wirklich kriminelle Absichten zu haben - und auch diese Waffen sind dann nochmal zuzüglich im Umlauf. Dazu kommen die sowieso schon illegal im Umlauf befindlichen Waffen (ja, die gibt es in den USA trotz aller laschen Waffengesetze tatsächlich auch) und ähnlich wie beim Alkohol-Angebot zur Zeit der Prohibition würde sich in den USA sehr schnell ein krimineller Markt zum Decken des "Bedarfsmarktes" bilden. Das ist nicht unbedingt ein Land voller 100% gesetzestreuer Bürger, die ihre Ansichten auf Weisung der Politik von heute auf morgen ändern, die Waffe im Haus hat für viele auch einen psychologischen Faktor usw.
                          Natürlich kann das 20-30 Jahre dauern bis man die ganzen Waffen aus dem Umlauf gezogen hat. Aber irgendwann muss man ja anfangen.
                          Mit Prohibition kann man das nun nicht vergleichen. Drogen zu sich zu nehmen scheint für die meisten Menschen eien Art Grundbedürfnis zu sein. Mit Alkohol sehen wir das sogar bei Affen. Um sich zu ballern ist das offensichtlich nicht.

                          Und was die "problemlose" Verfügbarkeit illegaler Schusswaffen angeht: Wisch mal den Anstand und Menschlichkeit weg und "fühl" dich kurz vor einem Amoklauf - und dann denk nochmal nach, wen du in deinem Umfeld, direkt oder über gemeinsame Bekannte, kennst, der Sportschütze, Jäger, Mitarbeiter im Wachschutz usw. ist - völlig unbescholtene Personen, die "dir" direkt nix getan haben, aber "deiner Rache" im Weg stehen. An eine Waffe zu kommen heißt nicht "in beiderseitigem Einvernehmen". Würde mich wundern, wenn du wirklich niemanden kennst. Ich glaube nicht, daß der Amokläufer sich die Waffen unbedingt langfristig vor der Tat und unauffällig beschaffen muß, um Amok zu laufen.
                          Ich wüsste da keinen. Ich denke auch dass Jugendliche mit sozialen Problemen eher eine kleine Chance haben so jemanden zu kennen, wenn sie nicht selbst in einem Schützenverein oder dergleichen sind.
                          Deswegen hatten wir wohl auch vergleichsweise wenige Amokläufe. Kinder und Jugendliche behandeln sich hier auch nicht besser als in den USA.

                          Es ist nebenbei etwas anderes einen Freund oder einen Peiniger umzubringen. Diese Amokläufer sind ja normalerweise keien Psychopathen, sondern einfach Leute deren Selbstwert systematisch mit Füßen getreten wurde.

                          Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
                          Unlängst geschehen: Autofahrer rast in eine Gruppe wartender Kinder an der Bushaltestelle.
                          und er hat da die Kinder erschossen?

                          Wie gesagt ist das Äpfel mit Orangen zu vergleichen. Ein Auto braucht man als Alltagsgegenstand. Eine Schusswaffe in der Regel nicht. Mit dem Auto kann man Schaden anrichten, die Schusswaffe ist dafür konzipiert Schaden anzurichten.

                          Natürlich benötigen einige Berufsgruppen ihre Schusswaffen und die sollen die auch haben. Man muss sie eben nur sehr sicher aufbewahren.

                          Nebenbei hast du mal zu diesem unlängst geschehenen Fall einen Link? Würde mich interessieren ob es ein Unfall oder Absicht war. Für Absicht hört es sich nach einer sehr unzuverlässigen Methode an.
                          War es überhaupt ein Jugendlicher ohne Führerschein? Wenn nein hinkt der Vergleich ja noch mehr...

                          Es gibt Berufgruppen, die sind dann arbeitslos.
                          Ich plädiere ja nicht dafür, jeden Haushalt zu bewaffnen, aber ich benötige bestimmte Waffen beruflich.
                          Müssen diese Berufsgruppen ihre Waffen zu hause aufbewahren?


                          Edit: http://usnews.nbcnews.com/_news/2012...essee-shootout
                          Hätte das zweijährige Mädchen eine Waffe gehabt, während sie vor dem Fernseher saß und Zeichentrickserien guckte, hätte sie sich verteidigen können!
                          Zuletzt geändert von Slowking; 21.12.2012, 16:04.
                          Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
                          "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
                          "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

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                            Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
                            Ich wüsste da keinen.
                            Die Frage war ja ursprünglich an mich gerichtet und ich zerbreche mir auch schon der ganzen Tag den Kopf. Ich könnte über private Kontakte alles mögliche organisieren, von einer Werbefilmcrew über einen Glasbläser bis hin zu einem 20er-Jahre-Gesangsduo. Aber keine illegale Schußwaffe, der kriminellste Mensch, den ich kenne, vertickt ein bißchen Gras.

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                              Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                              ...der kriminellste Mensch, den ich kenne, vertickt ein bißchen Gras.
                              Marshal_Q hat da gerade was geantwortet, aber das wurde wohl in den Einzeiler-Thread verschoben. Schade, denn der Punkt war richtig:
                              Man kennt jemanden, der jemanden kennt.

                              Stormking, kennst du denn alle Kontakte von diesem Grasdealer? Ich meine, der muss sein Zeug ja auch irgendwo herhaben - und das duerften dann schon etwas kriminellere Kollegen sein. Da koennte man durchaus mal anfragen lassen, ist natuerlich auch ne Vertrauensfrage.

                              PS Stormking, jetzt der 4000. Kommentar?
                              .

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                                Hallo liebe (Streit-) Gemeinde...

                                Weihnachtsgrüße an alle Mitstreiter, Andere Meinung Seier und Fans des gepflegten Streits!

                                Von mir, an Euch, frohe Weihnachten und ein ruhiges, friedvolles Fest.


                                (Hier noch was zum Schmunzeln)

                                Da bekommen :
                                - langer und kurzer Ladestreifen
                                - Kastenmagazin
                                eine ganz andere Dimension!
                                Angehängte Dateien
                                Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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