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    Zitat von max Beitrag anzeigen
    Das reicht mir schon. Da von Halbwissen und Unwahrheiten zu reden, ist schon sehr gewagt, wenn jemand sich traut, die Monarchie als gute Regierungsform darzustellen - und die Demokratie als schlechte.
    Das kommt ja wohl ganz auf die Aspekte an, nach denen man Regierungsformen in "gut" und "schlecht" einteilt. Demokratie ist oftmals ineffizient und sie verhindert langfristiges Denken und handeln.

    Jedoch hat sie wohl unwidersprochen die besten Abwehrmechanismen gegen Machtmißbrauch. Im Gegensatz zu einer Monarchie kann sie nicht so leicht von einer "wohlwollenden" Form in eine "tyrannische" Form umschlagen. Und allein deshalb ist sie die Regierungsform der Wahl.

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      Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
      Das kommt ja wohl ganz auf die Aspekte an, nach denen man Regierungsformen in "gut" und "schlecht" einteilt. Demokratie ist oftmals ineffizient und sie verhindert langfristiges Denken und handeln.
      LOL. Ich weiß jetzt nicht, ob das deine Meinung darstellt oder das nur eine Antwort ist, deswegen allgemein:
      Dann sagt mir doch mal, wieso eine Monarchie oder Dikatutur effizienter sein sollte und wieso eine Diktatur oder Monarchie "langfristiges Denken" begünstigt.
      Republicans hate ducklings!

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        Zitat von endar Beitrag anzeigen
        Dann sagt mir doch mal, wieso eine Monarchie oder Dikatutur effizienter sein sollte und wieso eine Diktatur oder Monarchie "langfristiges Denken" begünstigt.
        Weil a) in vielen Situationen ein autoritärer Führungsstil effizienter ist als alles durchzudiskutieren und über jeden Mist abzustimmen. Und weil b) die Lebensspanne eines Monarchen - von Unfällen oder Anschlägen mal abgesehen - länger ist als eine übliche Legislaturperiode in unseren Demokratien.

        Beide Argumente gehen natürlich von einem kompetenten und wohlwollenden Monarchen aus. Also bitte dreh mir keinen Strick daraus. Denn gerade die Tatsache, daß man beides nicht garantieren kann, ist das überzeugenste *praktische* Argument gegen Monarchie und für Demokratie.

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          Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
          Weil a) in vielen Situationen ein autoritärer Führungsstil effizienter ist als alles durchzudiskutieren und über jeden Mist abzustimmen. Und weil b) die Lebensspanne eines Monarchen - von Unfällen oder Anschlägen mal abgesehen - länger ist als eine übliche Legislaturperiode in unseren Demokratien.

          Beide Argumente gehen natürlich von einem kompetenten und wohlwollenden Monarchen aus. Also bitte dreh mir keinen Strick daraus. Denn gerade die Tatsache, daß man beides nicht garantieren kann, ist das überzeugenste *praktische* Argument gegen Monarchie und für Demokratie.
          Da stimme ich zu, bei einem Monarchen kann man sozusagen Langfristig planen. Bei einer Demokratie hauen sich die jeweiligen Parteien nach jeder Wahl die vormals beschlossenen Gesetze mal wieder gegenseitig um die Ohren.
          Außerdem fällt bei einer Monarchie dieser dämliche Wahlkampf weg, wo nur geschwafelt wird ohne Sinn und verstand, etwa versprochen was sowieso nicht gehalten werden kann.

          Ich geb ehrlich zu, ich würde einen Monarchen mit Weitblick und Verstand jeder selbstherrlichen Demokratischen Regierung vorziehen.
          (Vorausgesetzt natürlich, gewisse Freiheiten und soziale Errungenschaften bleiben erhalten)

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            Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
            Ich geb ehrlich zu, ich würde einen Monarchen mit Weitblick und Verstand jeder selbstherrlichen Demokratischen Regierung vorziehen.
            Ich nicht. Denn wie ich schon sagte: Wer garantiert mir, daß sein Nachfolger wieder über Weitblick und Verstand verfügt?

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              Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
              Ich nicht. Denn wie ich schon sagte: Wer garantiert mir, daß sein Nachfolger wieder über Weitblick und Verstand verfügt?
              DAS ist eben das Problem bei einer Monarchie da stimme ich vollkommen zu.
              Ich schrieb ja auch einen Monarchen mit Weitblick und Verstand, beim nächsten kann sich das numal wieder ändern.

              Bei einer Demokratie ist numal auch das Problem das man an den Wahlversprechen ja auch nicht erkennt wie kompetent die neue Regierung nun ist.

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                Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
                Bei einer Demokratie ist numal auch das Problem das man an den Wahlversprechen ja auch nicht erkennt wie kompetent die neue Regierung nun ist.
                Man kann aber mit einiger Sicherheit davon ausgehen, daß sie - sollte sie *noch inkompetenter* als die Vorgängerregierung sein - nicht ewig an der Macht bleiben wird.

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                  Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                  Man kann aber mit einiger Sicherheit davon ausgehen, daß sie - sollte sie *noch inkompetenter* als die Vorgängerregierung sein - nicht ewig an der Macht bleiben wird.
                  Naja außer Italien ist mir zurzeit nix bekannt wo eine demokratische Regierung allzu schnell wieder weg war.
                  Meistens sinds ja letztlich Koalitionsprobleme die eine neue Wahl vom Zaun brechen, ansonsten halten sich auch inkompetente Regierungen durchaus lange an der Macht.

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                    Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
                    Naja außer Italien ist mir zurzeit nix bekannt wo eine demokratische Regierung allzu schnell wieder weg war.
                    Meistens sinds ja letztlich Koalitionsprobleme die eine neue Wahl vom Zaun brechen, ansonsten halten sich auch inkompetente Regierungen durchaus lange an der Macht.
                    Ich meinte die ganz normalen Neuwahlen am Ende einer Legislaturperiode.

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                      Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                      Ich meinte die ganz normalen Neuwahlen am Ende einer Legislaturperiode.
                      Da verweise ich wieder auf den Wahlkampf. Aber klarerweise ist der Druck aus der Öffentlichkeit schon ein anderer als in einer Monarchie das ist klar.

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                        Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                        Weil a) in vielen Situationen ein autoritärer Führungsstil effizienter ist als alles durchzudiskutieren und über jeden Mist abzustimmen. Und weil b) die Lebensspanne eines Monarchen - von Unfällen oder Anschlägen mal abgesehen - länger ist als eine übliche Legislaturperiode in unseren Demokratien.

                        Beide Argumente gehen natürlich von einem kompetenten und wohlwollenden Monarchen aus. Also bitte dreh mir keinen Strick daraus. Denn gerade die Tatsache, daß man beides nicht garantieren kann, ist das überzeugenste *praktische* Argument gegen Monarchie und für Demokratie.
                        Doch selbstverständlich drehe ich dir einen Strick daraus. Schaut man auf die Monarchien und Diktaturen der Geschichte auf der einen und die Demokratien auf der anderen Seite, dann wird schnell deutlich, wie irrig deine Annahme ist.
                        Republicans hate ducklings!

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                          Zitat von endar Beitrag anzeigen
                          Doch selbstverständlich drehe ich dir einen Strick daraus. Schaut man auf die Monarchien und Diktaturen der Geschichte auf der einen und die Demokratien auf der anderen Seite, dann wird schnell deutlich, wie irrig deine Annahme ist.
                          Jaja, was nicht sein kann, das nicht sein darf. Wäre ja noch schöner, wenn die böse böse Monarchie in irgendeinem Punkt "gewinnt".

                          Mir jedenfalls reicht mein "praktisches Argument" völlig aus, um durch und durch Demokrat zu sein. Ich muß mir dazu nicht noch einreden, daß Demokratie unter allen Gesichtspunkten (nicht Umständen!) stets die beste Regierungsform ist. Allein ihre "Selbstheilungskräfte" reichen mir, um jede andere Unzulänglichkeit - deren Existenz Du hier bestreiten willst - in Kauf zu nehmen.

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                            Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                            Jaja, was nicht sein kann, das nicht sein darf. Wäre ja noch schöner, wenn die böse böse Monarchie in irgendeinem Punkt "gewinnt".
                            Wo gewinnt sie? Werd doch mal konkret. Welche Monarchen (neuzeitlich absolute, nicht konstitutionell gebundene oder sonst in ihrer Herrschaft eingeschränkte Herrscher) bzw. Herrscher haben denn viel für ihr Land getan bzw. im Sinne der Bevölkerung regiert und das auch noch langfristig? Nikolaus II. von Rußland vielleicht? Oder Ludwig XV? Ludwig XIV?
                            Von anderen langzeit-Herrschern wie Franco, Ceaucescu, Stalin oder Mussolini fange ich jetzt gar nicht an.

                            Mir jedenfalls reicht mein "praktisches Argument" völlig aus, um durch und durch Demokrat zu sein.
                            Ich habe doch geschrieben, dass mir schon klar ist, dass du das nur als Antwort, nicht als eigenes Statement abgegeben hast. Zudem hälst du doch deine Annahme selbst für unzutreffend oder nicht? Warum widersprichst du mir also? Mit "irrig" meinte den ersten Absatz deines Beitrages, nicht den zweiten.

                            Ich muß mir dazu nicht noch einreden, daß Demokratie unter allen Gesichtspunkten (nicht Umständen!) stets die beste Regierungsform ist. Allein ihre "Selbstheilungskräfte" reichen mir, um jede andere Unzulänglichkeit - deren Existenz Du hier bestreiten willst - in Kauf zu nehmen.
                            Das ist wieder ein typisches Beispiel dafür, dass mir oft Dinge unterstellt werden, die ich gar nicht gesagt habe, sondern irgendein imaginärer endar in deinem Kopf. Ich habe geschrieben, dass ein Blick in die Geschichte reicht, um festzustellen, dass deine erste Annahme irrig ist. Wie du in diese Aussage hineininterpretieren kannst, ich sei der Ansicht, dass die Demokratie keinerlei Unzulänglichkeiten habe, muss wohl dein Geheimnis bleiben. Ich habe das jedenfalls weder gesagt, noch angedeutet, noch gemeint.

                            Naja, letztendlich wohl aneinander vorbeigeredet.
                            Republicans hate ducklings!

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                              Zitat von endar Beitrag anzeigen
                              Zudem hälst du doch deine Annahme selbst für unzutreffend oder nicht? Warum widersprichst du mir also? Mit "irrig" meinte den ersten Absatz deines Beitrages, nicht den zweiten.
                              Sorry, aber vielleicht wärst Du - nach mehreren Beiträgen mit mehreren Absätzen, die sowohl Annahmen als auch Aussagen beinhalten - mal so freundlich, die Dinge beim Namen zu nennen, statt diese so undeutlich zu referenzieren. Welche meiner Aussagen und/oder Annahmen genau hältst Du denn nun für "irrig"?

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                                Weil a) in vielen Situationen ein autoritärer Führungsstil effizienter ist als alles durchzudiskutieren und über jeden Mist abzustimmen.
                                Dieses hier. Das ist doch etwas naiv und hat mit der politischen Wirklichkeit nichts zu tun. Aber auch gar nichts. Und das nicht nur tatsächlich, sondern auch schon prinzipiell.

                                Denn dein "autoritärer Führungsstil", der Vorteile habe, bedeute ja, dass alles über einen Schreibtisch geht und dass alles von einer Person entschieden wird.

                                1. Angenommen, es liefe alles über einen Schreibtisch. Der Herrscher, gut oder nicht, kann sich stets nur mit einer Sache befassen. Und wenn vor einer bestimmten Sache (ich nehme als Beispiel die Steuer auf Bier) noch 34 andere auf dem Stapel liegen, sieht es mit der Bearbeitungs-Geschwindigkeit also der "Effizienz" schonmal schlecht aus. Schnell oder rasch wären natürlich Ad-Hoc entscheidungen, aber diese wären eben nicht effizient, weil sie eine hohe Fehlerquote aufwiesen.
                                2. Der autoritäre Herrscher, gut oder schlecht, kann kein Experte in allen Dingen sein. Er muss sich also, wenn er ein guter Herrscher ist, informieren. Es müssen also Experten gehört werden, die über das Pro oder Contra Biersteuer referieren. Das braucht ebensolche Zeit. Spricht ebenso gegen die Effizienz und minimiert den angeblichen Zeitgewinn deutlich.
                                3. Auch der autoritäre Herrscher benötigt im modernen Staat einen Beamtenapparat und eine Bürokratie. Auch im autoritären Staat kommt es also zu den üblichen Reibungsverlusten und Verzögerungen.
                                4. Entscheidet der "autoritäre Herrscher" falsch, kommt es zu Problemen und die Entscheidung muss revidiert werden. Nun kann die Steuer auf Bier ohne weiteres wieder gesenkt werden, in anderen Gesetzesbelangen sähe das aber ganz anders aus. Nimmt man hingegen den Entscheidungsfindungsprozess in Demokratien, so sind die prinzipiell (nicht in jedem tatsächlichen Fall natürlich) gegen Fehlentscheidungen besser gewappnet als es Entscheidungen einer Einzelperson sein können.
                                etc. etc.

                                Fazit: Auch aus prinzipieller Sicht kann die Annahme nicht stimmen. Dafür brauche ich gar kein Einzelbeispiel zu Rate ziehen.

                                Und was die tatsächliche Seite anbetrifft, so lautete meine Frage, welche Herrscher denn deinem obigen Zitat gerecht geworden seien.

                                Das hat alles gar nichts damit zu tun, dass ich der "bösen" Monarchie keinen "Sieg" gönnen würde, das sind ganz prinzipielle Überlegungen.
                                Republicans hate ducklings!

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