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    Tagespolitik

    Gestern Abend bei den Nachrichten hatte ich ein kleines Aha-Erlebnis: Im Vorfeld des heutigen CDU-Parteitages hatte Greenpeace das "C" vom CDU-Logo aus der Parteizentrale entfernt weil die Umweltpolitik dieser Partei nicht christlich sei. Die Parteivorsitzende Kramp-Karrenbauer trat darauf (ungewöhnlich) ruhig vor die Kamera und sagte (ungewöhnlich) klever das Greenpeace durchaus einen christlichen Anstrich gebrauchen könne und man daher das "C" gerne mal ausliehe.Hoi, denke ich, hat die Frau doch auch mal kluge Gedanken, hätte ich ihr gar nicht zugetraut. - Heute morgen dann habe ich erfahren das die gesagten Worte gar nicht von ihr selber stammen, sondern ihre Wahl-Werbeagentur gleich angerufen hat ihr geraten hat ruhig zu reagieren und ihr diese öffentliche "Antwort" regelrecht in den Mund gelegt hat..










    #2
    Man geht einfach schon mal auf Kuschelkurs mit dem wahrscheinlich nächsten Koalitionspartner auf Bundesebene, den Grünen.
    \\// Dup dor a´az Mubster
    TWR www.labrador-lord.de
    United Federation of Featherless
    SFF The 10th Year - to be continued

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      #3
      Wenn die CDU/CSU nahe den 30% bleibt und die Grünen im Trend mit 20%+ bleiben ist das sehr wahrscheinlich.
      Wobei Kramp-Karrenbauer gestern sehr geschickt dem Friedrich Merz den Wind aus den Segeln genommen hat. Da konnte der nur gute Miene machen..

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        #4
        Eine theoretische Antwort auf "alle Herausforderungen" zu haben, ist ja ok, - nur wie sieht es mit der praktischen Umsetzung aus ? ..........
        Wohl eher ziemlich übel...............


        mfg

        Prix
        Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

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          #5
          Wobei ich zur Zeit auch mit unserer Außenpolitik hadere. Unser Minister steht immer nur rum wie ein pubertierender Pennäler, schluckt grobe Worte gegen unser Land runter statt einmal Tacheles zu reden..

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            #6
            Zitat von Holger58 Beitrag anzeigen
            Wobei ich zur Zeit auch mit unserer Außenpolitik hadere. Unser Minister steht immer nur rum wie ein pubertierender Pennäler, schluckt grobe Worte gegen unser Land runter statt einmal Tacheles zu reden..
            So geht es mir auch, aber andererseits... wenn ich mir polternde Politiker in anderen Ländern ansehe, ist mir die typisch deutsche Langweiligkeit doch lieber. Auch wenn es eher das kleinere aus mehreren Übeln ist.

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              #7
              AKK hat heute bekanntgegeben auf die Kanzlerkandidatur (und Parteivorsitz) zu verzichten. Damit zieht sie wohl Konsequenz aus dem Thüringendebakel und den vorhergehenden Problemen.

              Mal sehen wer als nächstes die Fackel übernimmt.

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                #8
                https://www.focus.de/politik/deutsch..._11647726.html

                Keine guten Aussichten für die CDU.

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                  #9
                  FDP-Lindner eiert in 2 1/2 Tagen 4x rum bis er in der letzten Version plötzlich seine Opferrolle entdeckt hat, die CDU-Vorsitzende schmeißt halb und führt die Partei jetzt von hinten ein halbes Jahr zur Selbstfindung, die SPD-Doppelspitze glänzt durch Glanzlosigkeit, die Ost-CDU's proben den kleinen Aufstand an der Basis gegen Mutters Rechts-Links-Verbot. Die Mitte liegt im weimaranischen Koma, hilflos, orientierungslos konzeptlos..

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                    #10
                    Die Taliban haben ihren Durchmarsch beendet. Ein weiterer feiger Präsident hat sich abgesetzt und sein Volk verraten. Eine Armee die wir 20(!) Jahre "ausgebildet"* haben ergibt sich ohne Wiederstand dem Feind. Und unsere Regierung und unser Parlament hat dazu stillschweigend Beihilfe** geleistet. Und in knapp 6 Wochen soll ich aus dieser Gruppe politischer Versager ein neues wählen (?)

                    *) 20 Jahre sind 40 Soldatengenerationen u. bei 3-jähriger Offiziersausbildung 17 Offiziersgenerationen, bei denen die ersten die aktuellen Bataillions- u. Regimentskommandeure stellen.
                    **) Jeder Nichtpolitiker wusste das von dem Moment an wo wir uns zurückziehen das die Taliban wieder hervorkommen und sich rächen werden. Die Verbrechen gg. die Menschlichkeit die jetzt folgen werden haben wir durch Regierung und Parlamentsbeschluss zum Abzug mit zu verantworten.

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                      #11
                      Biden hat aber eben schon Recht, wenn er sagt, dass ein oder fünf zusätzliche Jahre auch nichts mehr geändert hätten. Das grundsätzliche Problem ist eben nicht, dass das Kartenhaus nach dem Abzug der NATO-Truppen nun zusammengefallen ist, sondern dass Staat und Armee ein durch und durch korruptes Kartenhaus waren. Das ist das eigentliche Scheitern des Westens und daran haben alle Beteiligten ihren Anteil, auch die Afghanen.
                      Zuletzt geändert von The Martian; 16.08.2021, 08:40.

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                        #12
                        Biden hat aber eben schon Recht, wenn er sagt, dass ein oder fünf zusätzliche Jahre auch nichts mehr geändert hätten
                        Das ist sicher richtig. Die Strategie sich in Lagern einzuigeln und ein bischen Wirtschafts- u. Militärhilfe zu leisten und die Taliban im Hintergrund frei agieren zu lassen statt sie aktiv zu bekämpfen war falsch. - Das Einzige was man an Entschuldigung gelten lassen kann ist die Schnelligkeit mit der das Ganze geschiet. Die Taliban waren Dank der Vorankündigung des Abzuges gut ungestört vorbereitet.
                        Das ist das eigentliche Scheitern des Westens und daran haben alle Beteiligten ihren Anteil, auch die Afghanen.
                        Natürlich ist es nicht deutsche Schuld sondern Versagen der gesamten Koalition, was aber die nicht wahrgenommene Verantwortung unserer Regierung (und des Parlaments) nicht mindert. So wie das jetzt alles läuft und was für Folgen es für tausende Afghanen und besonders für die Frauen bedeutet, daran tragen wir eine Mitschuld. Daher auch meine Formulierung der Beihilfe.

                        Für die USA bedeutet es das 2. Vietnam (und sind genau so jämmerlich gescheitert wie vordem die Russen), für uns den 3. in Folge verlorenen Krieg. Fazit: Hände weg von militärischen Abenteuern! Die letzten haben gezeigt, das die Regionen oft instabiler zurückgelassen wurden wie sie vor dem militärischen Eingreifen waren. Wir sollten daraus lernen und Konsequenzen ziehen. Ich denke dabei z.B. an Mali. Was wir dort machen ist auch nur halbherzig und nutzt nur einer korrupten Regierung und Oberschicht in einer fernen Hauptstadt..

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                          #13
                          Zitat von Holger58 Beitrag anzeigen
                          Das ist sicher richtig. Die Strategie sich in Lagern einzuigeln und ein bischen Wirtschafts- u. Militärhilfe zu leisten und die Taliban im Hintergrund frei agieren zu lassen statt sie aktiv zu bekämpfen war falsch. - Das Einzige was man an Entschuldigung gelten lassen kann ist die Schnelligkeit mit der das Ganze geschiet. Die Taliban waren Dank der Vorankündigung des Abzuges gut ungestört vorbereitet.
                          Natürlich ist es nicht deutsche Schuld sondern Versagen der gesamten Koalition, was aber die nicht wahrgenommene Verantwortung unserer Regierung (und des Parlaments) nicht mindert. So wie das jetzt alles läuft und was für Folgen es für tausende Afghanen und besonders für die Frauen bedeutet, daran tragen wir eine Mitschuld. Daher auch meine Formulierung der Beihilfe.
                          Man hat die Taliban jahrelang aktiv bekämpft, nur haben die westlichen Staaten verständlicherweiße keine Lust, das bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag fortzusetzen. Irgenwann muss die einheimische Regierung/Armee das übernehmen können und wenn das auch nach 20 Jahren nichts wird, muss man die ganze Geschichte vielleicht einfach als gescheitert betrachten und abziehen.


                          Für die USA bedeutet es das 2. Vietnam (und sind genau so jämmerlich gescheitert wie vordem die Russen), für uns den 3. in Folge verlorenen Krieg.

                          Fazit: Hände weg von militärischen Abenteuern! Die letzten haben gezeigt, das die Regionen oft instabiler zurückgelassen wurden wie sie vor dem militärischen Eingreifen waren. Wir sollten daraus lernen und Konsequenzen ziehen. Ich denke dabei z.B. an Mali. Was wir dort machen ist auch nur halbherzig und nutzt nur einer korrupten Regierung und Oberschicht in einer fernen Hauptstadt.
                          Vietnam hat man auch viel zu lange hingezogen, weil niemand zugeben wollte, dass es nichts mehr wird, ähnlich wie Afghanistan jetzt.

                          Daraus sollte man IMHO aber nicht unbedingt den Schluss ziehen, dass Auslandseinsätze grundsätzlich abzulehenen sind. Man muss sich eher fragen, welche Ziele mit militärischen Mitteln erreicht werden können und welche nicht. Wäre es z.B. eine Option gewesen, al Quaida in Afghanistan halbwegs zu zerlegen, die Taliban zu bestrafen und dann direkt wieder abzuziehen, ohne großes Nationbuilding?
                          Denn Beispiele für erfolgreiche Militärinterventionen gibt es ja durchaus, nur hat man da meist klar begrenzte Ziele verfolgt und wollte nicht irgendwo die Demokratie einführen.

                          Mali läuft sicherlich auch bestenfalls mittelmäßig, da hat man das Chaos aber wenigstens nicht angerichtet, sondern höchstens etwas dazu beigetragen. Das Problem an der Sache ist auch, dass man nicht einfach nichts tun kann. Ähnlich wie damals in Afghanistan hat man auch in Mali Interessen. Das Land liegt direkt vor der Haustüre Europas und soll daher natürlich weder als Rückzugsort für Terroristen noch als Durchgangsstation für Flüchtlinge dienen. Die Frage ist nur, wie diese Ziele am besten erreicht werden können.
                          Zuletzt geändert von The Martian; 16.08.2021, 12:15.

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                            #14
                            Mal ehrlich, was sollte das mal wieder? Afghanistan ist praktisch das, was Germanien für die Römer war. Da gibt es fast nichts außer viele Jahre des Fundamentalismus. Wenn man da wirklich was ändern will, dann braucht man eine ganz neue Generation, die das übernimmt. Bedeutet, man braucht einen verdammten 50 Jahre Plan für das Land. Was nach 20 Jahren halbherziger Arbeit passiert können wir ja jetzt alle sehen. Das reicht einfach nicht. In Afghanistan hätte man die Wurzel des Problems durchgehend bekämpfen müssen, bis das Fundament fertig ist. Aber so schmeißt man alles weg, was man in 20 Jahren erreicht hat.

                            Das traurige ist die jüngste Generation, die wirklich was verändern möchte und jetzt im Keim erstickt werden.

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                              #15
                              Nun man muss sich schon verwundert die Augen reiben. Wie konnte man bei der Einschätzung der Lage in Afghanistan derart daneben liegen? Nicht nur die Bundesregierung, auch die USA und Konsorten haben sich gehörig verrechnet.
                              Man ist dort seit fast 20 Jahren vor Ort, arbeitet mit Afghanen zusammen. Schützt, bildet aus, baut Schulen und Krankenhäuser. Trotzdem wusste man offenbar nicht wirklich, was in diesen Land vor sich geht. Waren die Informationen über Kontakte und Aufklärung vor Ort zu schlecht? Oder war es deren Auswertung und mangelndes lokales Hintergrundwissen? Möglicherweise waren die Regierungen auch nicht sonderlich, an einer realistischen Lagebeurteilung interessiert? Sonst hätte man sich der Tatsache stellen müssen, das man in Afghanistan sehr wenig erreicht hat.

                              Vermutlich haben alle diese Faktoren zu diesen Debakel beigetragen. Was uns zu den Fragen bringt: Wie kann man ein Land aufbauen, dessen Lage man nicht einschätzen kann? Wie will man Taliban besiegen, welche die ganze Zeit über vollkommen unbehelligt ihren Nachwuchs in religiösen Schulen in Pakistan indoktrinieren konnten?

                              Nun das geht nicht!

                              Ich habe die kleine (aber wohl unrealistische) Hoffnung das man daraus etwas lernen wird. Soweit dazu, den überhaupt der Wille vorhanden ist.

                              Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                              Dr. Sheldon Lee Cooper

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