Ich sehe das Problem auch im fehlenden Hebelpunkt. Sicherlich kann sich Russland in unserer globalisierten Welt nicht komplett abschotten, aber wer sollte Putin dort reinreden oder sogar unter Druck setzen? Ich hatte mich eh schon gewundert, dass Putin sich seit Beginn der Aufstände völlig zurückgehalten hat. Da wurde bestimmt schon im Hintergrund daran gearbeitet, wie man einen Vorteil daraus ziehen kann, dass die Ukrainer sich doch Europa zuwenden. Das andere Problem ist natürlich immer, wenn von der Historie und Bevölkerungszusammensetzung her immer irgendwelche Besitzansprüche hervorgekramt werden können. Das hat man ja überall auf der Welt, wo alte Konflikte wieder aufbrechen...
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Eine ganze Menge hat sich im Nachhinein als Propaganda herausgestellt:Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigenDas hat sich später als Propaganda der UCK herausgestellt.
Der Kosovo Krieg - Es begann mit einer Lüge - youtube.com/RomaSintiInfo - YouTube [Der Beitrag lief ursprünglich im WDR/ARD; Der ARD wird doch wohl kein Forist linke Verschwörungstheorie unterstellen wollen...]
Viele Einheiten der ukrainischen Armee laufen laut SpOn-Liveticker ohne jeglichen Widerstand zur russischen Armee über.
Wenn ich über die Konsequenzen für Russland spekuliere, dann würde ich vermuten: Gar keine. Es wird ein wenig geschmollt und in ein paar Jahren ist das Ganze vergessen.“Sag mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.” - Lenin
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Könnte durchaus auch Propaganda sein, momentan spucken Russland sowie die Ukraine gleichermaßen damit um sich, hab zudem von Spambots russlands gehört, welche sich bei großen internationalen Newsagencys eingeschlichen haben sollen und dort Propaganda verbreiten.Zitat von HerrHorst Beitrag anzeigenViele Einheiten der ukrainischen Armee laufen laut SpOn-Liveticker ohne jeglichen Widerstand zur russischen Armee über.
So soll z.B. das Ukrainische Flaggschiff zu den Russen übergelaufen sein, woanders hört man, es sei in Griechenland(weshalb auch immer).
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Der Unterschied zwischen Russen und Ukrainern ist eh nur gefühlt, die beiden Sprachen sind sich sehr ähnlich und - mit gutem Willen - gegenseitig verständlich. Es ist da eher die Frage, welche Bevölkerungsanteile unter wessen Herrschaft leben wollen.Zitat von HerrHorst Beitrag anzeigenViele Einheiten der ukrainischen Armee laufen laut SpOn-Liveticker ohne jeglichen Widerstand zur russischen Armee über.
Wenn ich über die Konsequenzen für Russland spekuliere, dann würde ich vermuten: Gar keine. Es wird ein wenig geschmollt und in ein paar Jahren ist das Ganze vergessen."En trollmand! Den har en trollmand!"
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Das ist ein wirklich guter Punkt. Im Umgang mit Russland muss man sich im Westen meiner Meinung nach von ein paar fundamentalen Illusionen befreien: Wir haben letztlich keine gemeinsamen Interessen mit Russland, zumindest so lange nicht, wie dort jemand herrscht, der die Russische Vorherrschaft im Stile der Sowjetunion wiederherstellen will und dabei, wie er jetzt mehrmals bewiesen hat, auch vor militärischer Gewalt nicht zurückschreckt.Zitat von Seether Beitrag anzeigen
Die Frage ist ja auch nicht, ob der Westen gewillt ist, der Ukraine militärisch beizustehen (denn das ist er ja nicht), sondern was das Verhalten der russischen Föderation für die geopolitische und europäische Zukunft bedeutet, wie sich "der Westen" in der Zukunft gegenüber Russland verhalten will.
Dabei ist es ja auch grenzenlos naiv von einigen hier zu sagen, dass uns das nicht betrifft. Ja, die Ukraine ist noch relativ weit weg. Estland, Lettland und Litauen sind es nicht. Auch dort gibt es russische Minderheiten, auch dort ließen sich vom Kreml sicher leicht ein paar Zwischenfälle provozieren, nach denen man dann zum "Schutz" der russischen Minderheiten eingreifen muss.
Hier ist einfach die Frage: Was wollen wir zulassen, was wollen wir diesem gefährlichen Irren, der im Europa des 21. Jhr. ganz offen Krieg spielt, weiter durchgehen lassen? Heute ist es die Ukraine, morgen vielleicht ein EU-Mitglied. Wozu Appeasement führt, hat man in der Geschichte oft genug gesehen. Leider muss ich Dir in Deiner Einschätzung recht geben, dass der Westen keine Eier mehr hat, aber andererseits ist es gut, dass Putin so offen sein Gesicht zeigt. Es wird es auch den verweichlichten westlichen Politikern im Umgang mit diesem Diktator immer schwerer machen, sich selbst und andere zu belügen.
Ich kann nur hoffen, dass man die Ukraine nach diesem Zwischenfall so schnell wie möglich in die EU und die Nato integriert, und dann kann ich Dir nur Recht geben, dass wir uns so schnell wie möglich von Gasimporten aus Russland unabhängig machen sollten.
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Ich bezweifle, dass die richtigen Ukrainer (also nicht die Angehörigen der russischen Minderheit) den Unterschied nur als gefühlt ansehen, nachdem unter sowjetischer Herrschaft (also letztlich russischer) im 20 Jhr. in der Ukraine mehrere Millionen Menschen umgekommen sind.Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigenDer Unterschied zwischen Russen und Ukrainern ist eh nur gefühlt, die beiden Sprachen sind sich sehr ähnlich und - mit gutem Willen - gegenseitig verständlich. Es ist da eher die Frage, welche Bevölkerungsanteile unter wessen Herrschaft leben wollen.
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Ich habe ja auch noch einen ellenlangen Beitrag dazu geschrieben. Und da ist ja ziemlich deutlich geworden, dass einige wirklich völlig falsche Behauptungen aufgestellt worden sind, ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt.Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigenFür mich klingt das nach einem sehr seltsamen Einwand, nachdem ihm zuvor noch (indirekt) unterstellt worden ist, sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigt zu haben."Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
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Da stimme ich Dir zu.Zitat von Valdorian Beitrag anzeigenDas ist ein wirklich guter Punkt. Im Umgang mit Russland muss man sich im Westen meiner Meinung nach von ein paar fundamentalen Illusionen befreien: Wir haben letztlich keine gemeinsamen Interessen mit Russland, zumindest so lange nicht, wie dort jemand herrscht, der die Russische Vorherrschaft im Stile der Sowjetunion wiederherstellen will und dabei, wie er jetzt mehrmals bewiesen hat, auch vor militärischer Gewalt nicht zurückschreckt.
Insofern haben die baltischen Staaten genau das richtige getan, indem sie die Mehrheit der Russen in ihrem Land rausgeekelt haben. Würden die Russen dort auch heute noch ca. die Hälfte der Bevölkerung stellen - so wie es direkt nach den Abspaltungen der Fall war - dann wären die drei Staaten für die EU potenzieller Krisenherd, Risikofaktor und politischer Ballast.Zitat von Valdorian Beitrag anzeigenDabei ist es ja auch grenzenlos naiv von einigen hier zu sagen, dass uns das nicht betrifft. Ja, die Ukraine ist noch relativ weit weg. Estland, Lettland und Litauen sind es nicht. Auch dort gibt es russische Minderheiten, auch dort ließen sich vom Kreml sicher leicht ein paar Zwischenfälle provozieren, nach denen man dann zum "Schutz" der russischen Minderheiten eingreifen muss.
Bloß das nicht. Bitte keine neuen Krisenherde aufnehmen. Man sollte fortan als zusätzliches Aufnahmekriterium verlangen, dass alle außenpolitischen Konflikte gelöst sind.Zitat von Valdorian Beitrag anzeigenIch kann nur hoffen, dass man die Ukraine nach diesem Zwischenfall so schnell wie möglich in die EU und die Nato integriert"En trollmand! Den har en trollmand!"
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Putin sucht sich Ziele, die militärisch mit keinem großen Risiko verbunden sind. Einen Zwergstaat, dessen potenteste militärische Einheiten gerade im Irak waren, eine autonome Halbinsel auf der man von Anfang an auf eine Truppenüberzahl bauen kann. Schön mag das nicht sein, aber als Europäer muss man sich da nicht bedroht fühlen.Zitat von Valdorian Beitrag anzeigenHier ist einfach die Frage: Was wollen wir zulassen, was wollen wir diesem gefährlichen Irren, der im Europa des 21. Jhr. ganz offen Krieg spielt, weiter durchgehen lassen? Heute ist es die Ukraine, morgen vielleicht ein EU-Mitglied. Wozu Appeasement führt, hat man in der Geschichte oft genug gesehen.
Ich glaube nicht, dass sich an der Abhängigkeit vom russischen Gashahn viel ändern wird. Wie der Atomausstieg oder auch die die Stigmatisierung von Fracking zeigt, wird Energiepolitik in diesem Land nicht als geopolitische Dimension verstanden.Ich kann nur hoffen, dass man die Ukraine nach diesem Zwischenfall so schnell wie möglich in die EU und die Nato integriert, und dann kann ich Dir nur Recht geben, dass wir uns so schnell wie möglich von Gasimporten aus Russland unabhängig machen sollten.I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)
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Was mich während dieser neuen Krise beschäftigt ist, warum Russland unbedingt an Sewastopol als Stützpunkt für die Schwarzmeerflotte festhalten will, obwohl sie in Novorossiysk an einem neuem Stützpunkt bauen, habe ich dieses Interview von dw.de gefunden: Marine-Experte: Krim ist Russlands "Sprungbrett ins Mittelmeer" | Europa | DW.DE | 27.02.2014"Denkt daran, wir sind nur dazu autorisiert Gewalt anzuwenden wenn die Erde bedroht ist"
"Und der Mond"
"Ja, und der Mond."
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Hallo,
irgendwie habe ich das Gefühl viele meinen, dass uns das was jetzt in der Ukraine vorgeht nichts angeht. Das ist falsch mal ganz von negativen Folgen in der Wirtschaft abgesehen, betrifft es uns auch politisch.
Für mich war Putin von Anfang an eine große Gefahr für den Weltfrieden. Seine jetzt militärische Reaktion zeigt dies nur um so deutlicher. Es geht ihm auch nicht darum die russischen Bürger auf der Krim zu schützen. Auch nicht allein um die militärischen Stützpunkte zu sichern.
Nach meiner Meinung versucht er auf diese Weise den Abgesetzten Janukowytsch wieder einzusetzen.
Aber vielleicht liege ich auch falsch. Und was hier noch überhaupt nicht bedacht wurde wie gefährlich die Situation bei einer Eskalation werden kann.
Zwar kann man jetzige Lage nicht mit der damaligen Cuba Krise gleichstellen. Denn damals waren die USA direkt bedroht. Das ist jetzt nicht der Fall.
Trotzdem kann dies zu einem Pokerspiel zwischen Obama und Putin werden. Und da die USA schon in der Syrienkonflikt eingelenkt haben, könnte Putin damit rechnen freie Hand zu haben.
Auf jedenfall kann die Lage gefährlich werden, wenn beide Atommächte daran beteidigt sind.
Weis eigentlich Jemand welchen Verteidigungszustand wir haben? Sind wir noch auf DefCon 5?
Jedoch hoffe ich wie sicher die Meisten hier noch auf eine politische Lösung.
Gruss,
Richard
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Ein Link aus Krim, zwar auf Russisch aber man kann es sich ja übersetzen lassenZitat von Borgcube Beitrag anzeigenKönnte durchaus auch Propaganda sein, momentan spucken Russland sowie die Ukraine gleichermaßen damit um sich, hab zudem von Spambots russlands gehört, welche sich bei großen internationalen Newsagencys eingeschlichen haben sollen und dort Propaganda verbreiten.
So soll z.B. das Ukrainische Flaggschiff zu den Russen übergelaufen sein, woanders hört man, es sei in Griechenland(weshalb auch immer).
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Es ist auch kein Fake da man im Video die Verantwortlichen Personen sieht und es eindeutig gesagt wird. Demnach ist nach meinem Wissenstand fast die Komplette Marine der Ukraine unter Krim vereidigt.
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[QUOTE]Wir haben das Thema mal im Syrienthread durchkaut, du hast jedoch anscheinend nichts aus der Geschichte gelernt. Was man nun sieht ist die eindeutige Reaktion auf Jahrelange Provokation des Westens, irgendwann ist man gezwungen zu antworten und dann kommt Goebbels Wunderwaffe ins Spiel - die Massenmedien.Zitat von Valdorian Beitrag anzeigenDas ist ein wirklich guter Punkt. Im Umgang mit Russland muss man sich im Westen meiner Meinung nach von ein paar fundamentalen Illusionen befreien: Wir haben letztlich keine gemeinsamen Interessen mit Russland, zumindest so lange nicht, wie dort jemand herrscht, der die Russische Vorherrschaft im Stile der Sowjetunion wiederherstellen will und dabei, wie er jetzt mehrmals bewiesen hat, auch vor militärischer Gewalt nicht zurückschreckt.
Was meinst du wie man sich in Russland fühlt, wegen der ganzen NATo Osterweiterung, Orangenen Revolutionen wo eindeutig Faschistische oder dieser Sympathisierte Regierungen an die Macht kommen, Raketen"Abwehr"Schild und andere Späße. Da bekommst du ja natürlich nichts mit, oder übersiehst es gezielt.Dabei ist es ja auch grenzenlos naiv von einigen hier zu sagen, dass uns das nicht betrifft. Ja, die Ukraine ist noch relativ weit weg. Estland, Lettland und Litauen sind es nicht. Auch dort gibt es russische Minderheiten, auch dort ließen sich vom Kreml sicher leicht ein paar Zwischenfälle provozieren, nach denen man dann zum "Schutz" der russischen Minderheiten eingreifen muss.
Es spielt keiner mit Krieg, alles was in der Ukraine passiert habe ich hier aus meiner Sicht geschildert.Hier ist einfach die Frage: Was wollen wir zulassen, was wollen wir diesem gefährlichen Irren, der im Europa des 21. Jhr. ganz offen Krieg spielt, weiter durchgehen lassen? Heute ist es die Ukraine, morgen vielleicht ein EU-Mitglied. Wozu Appeasement führt, hat man in der Geschichte oft genug gesehen. Leider muss ich Dir in Deiner Einschätzung recht geben, dass der Westen keine Eier mehr hat, aber andererseits ist es gut, dass Putin so offen sein Gesicht zeigt. Es wird es auch den verweichlichten westlichen Politikern im Umgang mit diesem Diktator immer schwerer machen, sich selbst und andere zu belügen.
Du scheinst auch nur das sehen zu wollen was in deine Weltsicht passt, dagegen das Ostukraine dieses Machtspiel in Kiew nicht hinnehmen will passt da nicht hinein.
Die Ukraine wird niemals in die EU integriert, zumindest nicht nach dem was da alles passiert ist. Das Assoziierungsabkommen ist das allerhöchste was das Land bekommt.Ich kann nur hoffen, dass man die Ukraine nach diesem Zwischenfall so schnell wie möglich in die EU und die Nato integriert, und dann kann ich Dir nur Recht geben, dass wir uns so schnell wie möglich von Gasimporten aus Russland unabhängig machen sollten.
Beschäftige dich erst ein mal mit der Geschichte des Landes bevor du hier irgendwas schreibst. Die Russen könnten ja nun auch Georgien und Ukraine der Okkupation beschuldigen - Stalin und Beria alles gebürtige Georgier, Chruschtschow und viele Parteiabgeordnete kommen aus der Ukraine, vor 1940 waren auch sehr viele Juden in der Kommunistischer Partei, also jeder hat mitgemischt. Das die Kommunisten an die Macht gekommen sind ist Deutschlands verdienst - man hat den Lenin unterstützt!Ich bezweifle, dass die richtigen Ukrainer (also nicht die Angehörigen der russischen Minderheit) den Unterschied nur als gefühlt ansehen, nachdem unter sowjetischer Herrschaft (also letztlich russischer) im 20 Jhr. in der Ukraine mehrere Millionen Menschen umgekommen sind.
Russen waren genau wie die Ukrainer zum Leiden verurteilt weil es der Partei die Massen Egal waren. Nun alles auf die Russen zu schieben macht es euch einfach, nicht Wahr?
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Nun, eventuell realer für jene vor Ort, als für jene die nicht vor Ort sind, aber zu wissen glauben wie es vor Ort ist...Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigenEigentlich schon, nur dass im Falle der Krim die "Bedrohung russischer Bürger" mehr gefühlt als real ist.
Um Wind aus den Segeln zu nehmen, weil einige mit Garantie reflexartig denken zu wissen glauben... Ich weiß nicht wie es dort ist. Ich bin der Meinung, dass beide Seiten recht, sowie unrecht haben bzw. radikalen Meinungsmachern aufliegen... So wie die Majdan-Sache durch Radikale eingenommen wurde, wird die Krim-Sache nun von anderen Radikalen eingenommen und für ihre Zwecke eingesetzt... Das mal wie ich es intern sehe. Meine Meinung zur Rolle Russlands, schreibe ich etwas später was.
Medienberichte...bei aller Liebe. Denen würde ich als allerletztes irgendetwas glauben! (Verfassungs-)Juristen wären da definitiv die bessere und vertrauenswürdige Wahl...Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigenWas sagt denn die ukrainische Verfassung dazu? Medienberichten zufolge soll solch ein Schritt nicht vorgesehen sein.
Auch wenn ich da Laie bin, zw. Verwaltungsgebiet und autonomen Gebiet werden doch wesentliche Unterschiede bestehen...!Zitat von Liopleurodon Beitrag anzeigenEs war ein eigenes Verwaltungsgebiet. Wie jetzt die korrekte Übersetzung lautet, ist mir jedoch nicht bekannt. Das ist für die Frage auch nicht relevant.
Abgesehen davon (also rein prozesstechnisch), wenn eine Gruppe/Region die Loslösung will, kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht machbar wäre, weil es halt die Verfassung nicht vorgesehen hätte?
Seether fasst in Post #90 ziemlich gut zusammen, was ich zuvor etwas dünn mit: "zerbricht man mehr Glas als man aus den Scherben gewinnen würden" angedeutet hatte. Also:
Nun zu dem wie ich Russlands Handeln erkläre. Was Jan Grunow schrieb:Fakt ist erstmal, Russland hat außer Gas nichts zu bieten, was Europa braucht. Dem muss sich Europa bewusst werden, und langfristig und viel stärker als zuvor an dieser Abhängigkeit arbeiten.
Ferner wird das derzeitige russische Verhalten natürlich enorme Fliehkräte entwickeln, weg von Russland, hin nach Europa. [...] Der Preis, den Russland für den Erhalt seines Schwarzmeerstützpunktes zahlt, wird langfristig wohl zu groß werden. Es verliert gerade jede Chance sich als Gegenentwurf zur EU aufzuspielen.
Erkläre ich mir durch die Olympische Spiele. Putin wollte sich halt toll präsentieren und aufspielen. Deswegen glaube ich, dass die Vorgänge in Kiev auch für ihn überraschend bis eher unpassend kamen. Deswegen kann ich mir durchaus vorstellen, dass er - als Janukowitsch noch Präsident war - deswegen (noch) "deeskalierend" (wobei das durchaus euphemistisch sein kann, denn wer weiss schon was er für einen Deal mit Janukowitsch ausgehandelt hatte, damit er früher abtritt) vermitteln konnte/wollte.Ich hatte mich eh schon gewundert, dass Putin sich seit Beginn der Aufstände völlig zurückgehalten hat. Da wurde bestimmt schon im Hintergrund daran gearbeitet, wie man einen Vorteil daraus ziehen kann, dass die Ukrainer sich doch Europa zuwenden.
Insofern wurde nichts im Hintergrund gearbeitet (eventuell gabs "Szenarien", die aber mit der Majdan Sache nichts zu tun hatten), sondern sind das alles mE eher ad hoc Handlungen...Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen
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Es ist schön, dass du das so absolut eindeutig siehst, aber diejenigen, die es betrifft, fühlen sich mit Putin als Nachbar nicht ganz so wohl:Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigenPutin sucht sich Ziele, die militärisch mit keinem großen Risiko verbunden sind. Einen Zwergstaat, dessen potenteste militärische Einheiten gerade im Irak waren, eine autonome Halbinsel auf der man von Anfang an auf eine Truppenüberzahl bauen kann. Schön mag das nicht sein, aber als Europäer muss man sich da nicht bedroht fühlen.
Krim-Krise ziwschen Russland und Ukraine: Halb Europa zittert vor dem Krieg
Besonders brisant ist die Lage im Baltikum: In Estland und Lettland leben große Minderheiten von ethnischen Russen, die vom Sowjetregime dort nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt wurden und jeweils etwa ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Beide Staaten gehörten in der Europäischen Union zu denen, die schon früh einen harten Kurs gegen die russische Interventionspolitik forderten. Estlands Präsident Toomas Hendrik Ilves hat für den heutigen Sonntag den nationalen Sicherheitsrat einberufen. Dabei soll über die Konsequenzen aus der Krim-Krise beraten werden.
In der Vergangenheit war es in Estland immer wieder zu Spannungen zwischen der Regierung und den Angehörigen der russischen Minderheit gekommen, zuletzt 2007, als ein altes sowjetisches Kriegerdenkmal versetzt werden sollte. Damals kam es zu tagelangen Ausschreitungen in Tallin. Sollte Russland den ethnischen Russen auf der Krim „militärischen Schutz“ gewähren, wie es offiziell heißt, sähen das Politiker im Baltikum als eindeutigen Hinweis auf die ethnischen Probleme im eigenen Land.Damit magst du recht haben, aber jede Aggression Putins wird weiter das Bewusstsein wecken, dass man sich auf diesen Mann nicht verlassen kann.Ich glaube nicht, dass sich an der Abhängigkeit vom russischen Gashahn viel ändern wird. Wie der Atomausstieg oder auch die die Stigmatisierung von Fracking zeigt, wird Energiepolitik in diesem Land nicht als geopolitische Dimension verstanden.
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Ja, kenne ich schon. Es gab keine Proteste in der Ukraine, niemand war mit Janukowitsch unzufrieden, alles nur ein vom Ausland gesteuerter Umsturz, alle lieben Putin, gähn.Zitat von Andrycha Beitrag anzeigenWir haben das Thema mal im Syrienthread durchkaut, du hast jedoch anscheinend nichts aus der Geschichte gelernt. Was man nun sieht ist die eindeutige Reaktion auf Jahrelange Provokation des Westens, irgendwann ist man gezwungen zu antworten und dann kommt Goebbels Wunderwaffe ins Spiel - die Massenmedien.
Nun, die Tatsache, dass Russland es sich herausnimmt, jederzeit gegen die Nachbarländer militärische Gewalt einzusetzen, macht es nur zu verständlich und im nachhinein betrachtet auch richtig, dass die osteuropäischen Ländern, die nach jahrzehntelanger Unterdrückung durch die Russen endlich frei waren, dann so schnell wie möglich in die NATO wollten. Mag sein, dass das den Russen nicht passt, aber auch wenn das für die nur schwer verständlich ist, sind die Osteuropäer keine russischen Vasallen, sondern können und haben sich für die Seite entschieden, die ihnen mehr Sicherheit geboten hat und verlässlicher ist. Mir ist auch nicht bekannt, dass irgendwo eine faschistische Regierung an die Macht gekommen wäre.Was meinst du wie man sich in Russland fühlt, wegen der ganzen NATo Osterweiterung, Orangenen Revolutionen wo eindeutig Faschistische oder dieser Sympathisierte Regierungen an die Macht kommen, Raketen"Abwehr"Schild und andere Späße. Da bekommst du ja natürlich nichts mit, oder übersiehst es gezielt.
Was für ein Machtspiel? Das legitime Parlament hat den Präsidenten abgesetzt und Neuwahlen ausgerufen. Das mag den Bewohnern der östlichen Landesteile nicht passen, aber das ist keine Rechtfertigung für eine militärische Aggression Russlands.Es spielt keiner mit Krieg, alles was in der Ukraine passiert habe ich hier aus meiner Sicht geschildert.
Du scheinst auch nur das sehen zu wollen was in deine Weltsicht passt, dagegen das Ostukraine dieses Machtspiel in Kiew nicht hinnehmen will passt da nicht hinein.
Kurzfristig sicher nicht, aber langfristig? Warten wirs mal ab.Die Ukraine wird niemals in die EU integriert, zumindest nicht nach dem was da alles passiert ist. Das Assoziierungsabkommen ist das allerhöchste was das Land bekommt.
Sicher hab es in allen Völkern der Sowjetunion Kommunisten, die sich an Unterdrückungs- und Mordmaßnahmen beteiligt haben, aber das ändert nichts daran, dass die Sowjetunion russisch dominiert war. Außerdem haben die Deutschen Lenin auch nicht wirklich unterstützt, sie haben ihn aus dem Schweizer Exil nach Russland reisen lassen.Beschäftige dich erst ein mal mit der Geschichte des Landes bevor du hier irgendwas schreibst. Die Russen könnten ja nun auch Georgien und Ukraine der Okkupation beschuldigen - Stalin und Beria alles gebürtige Georgier, Chruschtschow und viele Parteiabgeordnete kommen aus der Ukraine, vor 1940 waren auch sehr viele Juden in der Kommunistischer Partei, also jeder hat mitgemischt. Das die Kommunisten an die Macht gekommen sind ist Deutschlands verdienst - man hat den Lenin unterstützt!
Russen waren genau wie die Ukrainer zum Leiden verurteilt weil es der Partei die Massen Egal waren. Nun alles auf die Russen zu schieben macht es euch einfach, nicht Wahr?
"Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
-Cpt. Jean-Luc Picard
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Worauf soll ich mich sonst beziehen? Ukrainisch kann ich nicht lesen und Jurist bin ich auch nicht. Ich muss also darauf vertrauen, dass ein Journalist mal einen Juristen gefragt hat, der sich damit auskennt.Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigenMedienberichte...bei aller Liebe. Denen würde ich als allerletztes irgendetwas glauben! (Verfassungs-)Juristen wären da definitiv die bessere und vertrauenswürdige Wahl...
Für die Rechtmäßigkeit der Handlung ist es schon wichtig, welche Rechte die Verfassung den autonomen Gebieten einräumt. Spanien z.B. hat auch mehrere autonome Regionen, aber denen wird nirgendwo die Option einer Loslösung erlaubt.Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigenAuch wenn ich da Laie bin, zw. Verwaltungsgebiet und autonomen Gebiet werden doch wesentliche Unterschiede bestehen...!
Abgesehen davon (also rein prozesstechnisch), wenn eine Gruppe/Region die Loslösung will, kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht machbar wäre, weil es halt die Verfassung nicht vorgesehen hätte?
Ebenso in Großbritannien und in Deutschland. Ein Austritt ist nicht vorgesehen.Zuletzt geändert von Liopleurodon; 02.03.2014, 20:37."En trollmand! Den har en trollmand!"
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Ich hatte damit ja auch nicht deine Meinung absprechen wollen, sondern mein "Misstrauen" in deren (also der Medien) Qualitäten. Ich denke, es werden noch mit der Zeit Artikel (ging mir nicht darum generell alles zu negieren was geschrieben wird, aber in der momentanen Situation spreche ich den Medien einfach keine qualitativen Recherchen zu
), Meinungen, Analysen etc kommen.
Schön das du GB erwähnst. Ich bin gespannt was beim Referendum in Schottland rauskommen wird!Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
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Falls London ihnen die Unabhängigkeit verwehren wird (mal abgesehen davon, dass es für die Initiative eh keine Mehrheit geben wird), dann rufen sie einfach Putin zu Hilfe. Öl und Gas haben die Schotten auch, irgendwie passt das schon.Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigenSchön das du GB erwähnst. Ich bin gespannt was beim Referendum in Schottland rauskommen wird!
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