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Polizisten haben es nicht leicht

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    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Das spricht für mich eher dafür, dass die Streifenpolizisten damit überfordert sind und man mehr SEKs bräuchte.

    Das hat weniger mit der Anzahl der SEen oder der Kompetenz des Streifendienstes als mit Ausrüstung und Taktik zu tun. Vor Erfurt gab es solche Fälle in Deutschland nicht und man begegnete dem ganzen wie den üblichen Großlagen: Absperren und SEK machen lassen. Das funktioniert aber bei Amoktätern nicht. Die stellen keine Forderungen und wollen auch nichts. Die wollen nur möglichst viele Menschen in kurzer Zeit töten.

    Das Aufstellen von mehr SEKs ist nicht zielführend.
    1. Kosten die Geld
    2. Machen die absolut nichts anderes. Die fahren keine Streife und bearbeiten auch keine Anzeigen. Ein SEK ist ausschließlich für ein spezielles Aufgabengebiet konzipiert (deshalb auch SpezialEinsatzKommando)

    Nach Erfurt und den frühen 2000ern (einem Zeitraum in dem die deutschen Polizeien hohe Verluste hatten) stellte sich ein Umdenken in den Behörden ein.
    1. Streifenwagen bekämpft Amoktäter
    2. Schusswesten wurden Mannausstattung (vorher nicht, da man ja keine "amerikanschen Verhältnisse" hatte und Schusswaesten unnötig sind...)
    3. Verbesserung der taktischen Ausbildung und Ausrüstung (in Berlin sind seit 2006 wieder MP5 auf jedem Streifenwagen).


    Generell kann man eher sagen, dass man mehr Funkwagen braucht. Mit Personal, versteht sich. Und das man die Personaldecke der Polizei zur Abwechselung mal nach Oben verändern sollte anstatt immer weiter abzubauen (Berlin heute: ca. 12000 Schutzpolizei; 1990: ca. 30000 Schutzpolizei).

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      Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
      Generell kann man eher sagen, dass man mehr Funkwagen braucht. Mit Personal, versteht sich. Und das man die Personaldecke der Polizei zur Abwechselung mal nach Oben verändern sollte anstatt immer weiter abzubauen (Berlin heute: ca. 12000 Schutzpolizei; 1990: ca. 30000 Schutzpolizei).
      Man sollte das Personal aber vor allem besser ausbilden. Bei Konflikten mit Jugenldichen stellt sich unsere Polizei sehr ungeschickt an. Generell bin ich mit LaForge einer Meinung, dass ich lieber mehr spezialisierte Einheiten im Polizeidienst hätte.

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        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
        Man sollte das Personal aber vor allem besser ausbilden. Bei Konflikten mit Jugenldichen stellt sich unsere Polizei sehr ungeschickt an. Generell bin ich mit LaForge einer Meinung, dass ich lieber mehr spezialisierte Einheiten im Polizeidienst hätte.

        Das Personal ist - für seine Aufgaben - sehr gut ausgebildet.
        Polizisten sind keine Jugendarbeiter oder Psychologen.

        Und wo - bitte schön - stellt sich die Polizei mit Jugendlichen ungeschickt an? Etwa weil wir kein "Verständnis" für die armen kleinen haben?
        Es gibt Regeln. Dieses nennen sich - auf einem gesamtgesellschaftlichen Level - Gesetze. Und an diese Regeln muss (sollte) man sich halten. Wenn Eltern es nicht auf die Reihe kriegen ihren Kindern beizubringen, dass Randale, Raub und Körperverletzung verboten sind und man so etwas nicht macht und dass man möglicherweise auch mal Rücksicht auf andere Menschen nehmen sollte statt immer nur an sich selbst zu denken, dann kann auch das am besten ausgebildete Personal nichts mehr ändern.

        Die Polizei ist nicht dazu da gesellschaftliche Probleme zu lösen. Die Polizei hat Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen und Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Nichts anderes.
        Wenn dann nebenbei noch Zeit ist einem Kind den Funkwagen zu zeigen und es so glücklich zu machen ist das Klasse (und macht Spass), aber sowas ist eben nicht der Job der Polizei. Ebenso wie die Erziehung von Menschen nicht Aufgabe der Polizei sondern der Eltern ist.

        Aber natürlich kann man auch sagen, ich (als Polizist) bin schuld das der bekannte Kieztäter (15 Jahre alt) ständig scheiße baut. Die Eltern können ja nichts dafür, dass die Polizei kein Verständnis für ihren Kleinen hat.


        Es wäre wirklich Klasse, Super, Ausgezeichnet, Phänomenal, Toll wenn die ganzen "Polizeiexperten" die das Netz so bevölkern tatsächlich entweder Ahnung von der Materie hätten oder sich zumindest die Rechtsgrundlagen polizeilichen Handelns durchlesen (und verstehen) würden.

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          Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
          Der Unterschied - du von grundauf Ahnungsloser - ist folgender:
          Früher (z.B. Erfurt) wartete (!) man (Funkwagen) auf SEK. SEK ging dann in das Tatgebäude (wo nix mehr zu retten war, da Amoktäter fertig)

          Heute: Funkwagen trifft ein. Funkwagen bestätigt Amok. Funkwagenbesatzung geht in Tatgebäude und bekämpft Täter => Täter gerät unter Druck und kann nicht mehr "in Ruhe" handeln.
          So wie 2009 in Winnenden, wo man den Täter drei Stunden nach der Tat und 100 Kilometer von der Schule entfernt erschossen hat? DAS hätte auch ein SEK gekonnt...

          Schusswaffengebrauch durch Polizisten existiert in Deutschland sehr wohl. Häufiger als du denkst...
          Danke, aber ich hab die Zahlen vor ein paar Tagen rausgesucht und sogar hier im Thread gepostet.
          (Oder willst du damit etwa andeuten, dass die offiziellen Zahlen nicht stimmen und die Polizei in Deutschland sehr viel öfter schießt als in der Statistik vermerkt? Das wäre allerdings ein großes Problem.)

          Aber auch das ändert sich, da die Polizisten der Generation "die Waffe ist Böse" langsam durch die Generation "die Waffe ist ein Einsatzmittel, benutzt sie" ersetzt wird.
          Ich mag nicht in einem Land leben, in dem "Leute tot machen" für die Polizei ganz normaler Alltag ist.

          Aber wie schon geschrieben, sehe ich momentan in Deutschland keinen Handlungsbedarf, was Schusswaffen für und Schusswaffen-Einsatz durch Polizisten angeht. Sie schießen selten, und wenn sie auch viel öfter schießen dürften zeigt das nur, dass der normale Polizist genug Gewissen und gesunden Menschenverstand hat, um zu sehen, dass sich eben die wenigsten Probleme durch eine Kugel (in wen auch immer) lösen lassen.

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            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            So wie 2009 in Winnenden, wo man den Täter drei Stunden nach der Tat und 100 Kilometer von der Schule entfernt erschossen hat? DAS hätte auch ein SEK gekonnt...
            Der Winnenden Täter wurde aber nicht "3 Stunden nach der Tat" erschossen. Die Tat verlief über einen Zeitraum von 3 Stunden und verlagerte sich an den bekannten Endort.
            Und ja, auch ein SEK hätte ihn erschießen können. Dafür hätte das SEK aber vor Ort sein müssen. und das ist der Knackpunkt: das SEK kann nicht immer rechtzeitig vor Ort sein.


            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            Danke, aber ich hab die Zahlen vor ein paar Tagen rausgesucht und sogar hier im Thread gepostet.
            (Oder willst du damit etwa andeuten, dass die offiziellen Zahlen nicht stimmen und die Polizei in Deutschland sehr viel öfter schießt als in der Statistik vermerkt? Das wäre allerdings ein großes Problem.)
            Schusswaffengebrauch umfasst nicht nur den tatsächlichen Schuss.


            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            Ich mag nicht in einem Land leben, in dem "Leute tot machen" für die Polizei ganz normaler Alltag ist.
            Menschen töten ist nirgendwo auf der Welt für die Polizei "normaler Alltag". Auch in den "bösen" USA schießen 90+% der Polizisten in ihrem Dienstleben nie auf Menschen.


            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            Aber wie schon geschrieben, sehe ich momentan in Deutschland keinen Handlungsbedarf, was Schusswaffen für und Schusswaffen-Einsatz durch Polizisten angeht. Sie schießen selten, und wenn sie auch viel öfter schießen dürften zeigt das nur, dass der normale Polizist genug Gewissen und gesunden Menschenverstand hat, um zu sehen, dass sich eben die wenigsten Probleme durch eine Kugel (in wen auch immer) lösen lassen.
            Der markierte Teil ist absolut falsch.
            Vielmehr ist es so, dass viele Polizisten aus Angst vor den Konsequenzen (Ermittlungen, etc. pp.) die Waffe nicht einsetzen und sich lieber selbst in größere Gefahr begeben als nötig.
            Auf einen "Messermann" geht man nicht mit Pfeffer oder Schlagstock los. Das kann (!) funktionieren. Wenn es aber schief geht ist ein Polizist tot und der "Messermann" hat eine Schusswaffe erbeutet...

            Die meisten Probleme lassen sich polizeilich sowieso nicht lösen. Sie entstehen, weil die Menschen "zu dämlich sind selbst zu denken". Das ist meine Erfahrung (gültig für einen Großteil der Einsätze).
            Kriminelle sind eine Sache. Aber da diese meist leben wollen tun die was man ihnen sagt, wenn eine Waffe auf sie gerichtet ist.
            Psychisch Kranke sind eine andere Baustelle. Und da ist nicht die Polizei gefordert, sondern die Sozialdienste der örtlichen Behörden (Sozialamt, Jugendamt, Amtsarzt, etc. pp.). Es kann nicht sein, dass der gewalttätige selbst- und fremdgefährdende Schizophrene ohne Probleme aus der geschlossenen (!!!) Psychiatrie abhaut - ohne dass das jemand mitkriegt. Und am Ende ist die Polizei schuld, weil "Emse-Bremse" in seinem Wahn denkt es sei eine gute Idee mit einem Messer auf Polizisten loszugehen...

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              Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
              SEK braucht immer zu lange
              Genauso wie jeder RTW, wo man schon das dritte Mal bei der LtSt. nachfragt wo der bleibt... anders muss auch nur der Hinweis über Funk fallen, das irgendwo etwas größeres los ist, und schon drückt sich ein Streifenwagen nach dem anderen um in den anderen Einsatz

              Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
              Man sollte das Personal aber vor allem besser ausbilden. Bei Konflikten mit Jugenldichen stellt sich unsere Polizei sehr ungeschickt an. Generell bin ich mit LaForge einer Meinung, dass ich lieber mehr spezialisierte Einheiten im Polizeidienst hätte.
              Wie soll so eine bessere Ausbildung aussehen? Wir in NRW studieren 3 Jahre in einem dualen Studium. Egal was man aber an Fachhochschule oder in der Trainingsanstalt lernt, Erfahrung sammelt man immer noch im aktiven Dienst auf der Straße. Ich muss himura_kenshin zustimmen, das ein gewisses "Sicherheitslevel" nur gehalten werden kann, wenn der Trend, immer mehr Stellen zu kürzen, aufhört. NRW hat so langsam realisiert, das die Polizei anfängt zu veraltern und bald tausende Stellen wegfallen. Eingestellt wurden immer mal wieder nur unter Tausend Anwärter, je nach Kassenlage. Seit meinem Einstellungsjahrgang 2012 sind wir mit 1400 Anwärtern gestartet, der EJ2013 soll etwa 1450 Einstellungen haben, und von 2014 spricht man von nochmal mehr, mit der Zielrichtung 1800 Anwärter einzustellen. Fakt ist aber auch, das unsere Fachhochschulen und Trainingseinrichtungen nicht unendlich Kapazitäten besitzen und man die Praktikanten auch alle auf Behörden verteilen muss. Und eine Dienstgruppe, die zu 1/3 nur Kommissaranwärter sind, bringt auch keiner Behörde etwas, da diese nur als 3. Mann auf dem Wagen mitfahren dürfen bis ins letzte Jahr...

              Es ist immer einfach nach Änderung zu krähen, aber die deutsche Verwaltung ist ein sehr träger Apperat, Papier ist geduldig, und das ganze hängt nunmal ewig hinterher...fängt ja schon beim Digitalfunk an, dessen Endgeräte maximal auf dem Stand um die Jahrtausendwende stehen, da schon so lange daran rumgebastelt wird... Von jetzt auf gleich lässt sich eine Sicherheitsbehörde einfach nicht so radikal umstellen.
              Chaos Universum
              Fahrer eines Grün-Weißen Partybusses. Gerne auch in Silber-Weiß.
              Ob das Kind Geburtstag hat oder nicht, Hauptsache es heult! - T`Pau

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                Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                Genauso wie jeder RTW, wo man schon das dritte Mal bei der LtSt. nachfragt wo der bleibt... anders muss auch nur der Hinweis über Funk fallen, das irgendwo etwas größeres los ist, und schon drückt sich ein Streifenwagen nach dem anderen um in den anderen Einsatz
                Ist zwar etwas OT aber: bei mir im Wedding klappts ganz gut. Berlin hat zu wenig Polizisten und das merkt man. Aber: wenn ich im Wedding nach Unterstützung rufe ist in 5 Minuten die ganze Straße "blau" (und die Nachbarabschnitte Funkwagen frei ^^).

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                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Das Personal ist - für seine Aufgaben - sehr gut ausgebildet.
                  Polizisten sind keine Jugendarbeiter oder Psychologen.
                  Wenn sie deren Fähigkeiten nicht haben und/oder nicht erlernen wollen/können, sollten sie sie öfter um Hilfe bitten bzw. intensiver zusammenarbeiten.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Und wo - bitte schön - stellt sich die Polizei mit Jugendlichen ungeschickt an?
                  In Südhessen.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Etwa weil wir kein "Verständnis" für die armen kleinen haben?
                  Warum weiß ich nicht, ich sehe ja nur was sie anrichten. Und bekomme mit wie sie es anrichten. Kein Verständnis haben ist aber auf jeden Fall eine gute Methode Dinge eskalieren zu lassen.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Es gibt Regeln. Dieses nennen sich - auf einem gesamtgesellschaftlichen Level - Gesetze. Und an diese Regeln muss (sollte) man sich halten. Wenn Eltern es nicht auf die Reihe kriegen ihren Kindern beizubringen, dass Randale, Raub und Körperverletzung verboten sind und man so etwas nicht macht und dass man möglicherweise auch mal Rücksicht auf andere Menschen nehmen sollte statt immer nur an sich selbst zu denken, dann kann auch das am besten ausgebildete Personal nichts mehr ändern.
                  Nein, das ist falsch. Gut ausgebildetes Personal kann da was ändern.

                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Die Polizei ist nicht dazu da gesellschaftliche Probleme zu lösen. Die Polizei hat Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen und Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Nichts anderes.
                  Habe ich ja weiter vorne schon geschrieben. Die Polizei verwaltet gesellschaftliches Versagen. Wenn alle anderen Kräfte ihre Arbeit fehlerfrei machten, bräuchte es keine Polizei.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Wenn dann nebenbei noch Zeit ist einem Kind den Funkwagen zu zeigen und es so glücklich zu machen ist das Klasse (und macht Spass), aber sowas ist eben nicht der Job der Polizei. Ebenso wie die Erziehung von Menschen nicht Aufgabe der Polizei sondern der Eltern ist.
                  Auch das ist falsch, bestimmte Polizisten zeigen eben schon manchmal Kindern das Auto und das ist durchaus auch ihr Job. Es ist auch nicht allein Job der Eltern Kinder zu erziehen, das können Profis besser.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Aber natürlich kann man auch sagen, ich (als Polizist) bin schuld das der bekannte Kieztäter (15 Jahre alt) ständig scheiße baut. Die Eltern können ja nichts dafür, dass die Polizei kein Verständnis für ihren Kleinen hat.
                  Natürlich kann man das sagen. Ist aber inhaltlich evtl. genauso falsch wie die Aussage, dass Kinder (12, 13 Jahre), die über'n Schwimmbadzaun klettern schuld sind, dass die Polizisten beim Versuch der Verfolgung den Zaun kaputt machen.
                  Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                  Es wäre wirklich Klasse, Super, Ausgezeichnet, Phänomenal, Toll wenn die ganzen "Polizeiexperten" die das Netz so bevölkern tatsächlich entweder Ahnung von der Materie hätten oder sich zumindest die Rechtsgrundlagen polizeilichen Handelns durchlesen (und verstehen) würden.
                  Mir würde es reichen, wenn alle Polizisten wüssten was ihr Job ist.

                  Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                  Genauso wie jeder RTW, wo man schon das dritte Mal bei der LtSt. nachfragt wo der bleibt... anders muss auch nur der Hinweis über Funk fallen, das irgendwo etwas größeres los ist, und schon drückt sich ein Streifenwagen nach dem anderen um in den anderen Einsatz
                  Ich habe schon oft RTWs gerufen habe nie länger als 10 Minute gewartet, in der Regel nicht mal fünf. Auf Polizisten aber auch schon mal mehrere Stunden. Liegt wohl echt an der Dringlichkeit.


                  Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                  Wie soll so eine bessere Ausbildung aussehen?
                  Die Polizisten, die ich kenne sind selten in der Lage Menschen zu beruhigen und Konflikte zu lösen oder auch nur kurzfristig beizulegen. Habe sogar mal einen Einsatz erlebt bei dem ein Polizist wollte, dass sich zwei Männer (beide um die 50) die Hand geben und sich vertragen, worauf hin die natürlich erst richtig sauer wurden, daraufhin fing der an zu brüllen er habe auch besserers zu tun als Streitigkeiten (es ging um nen tätlicher Angriff) beizulegen.

                  Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                  Wir in NRW studieren 3 Jahre in einem dualen Studium. Egal was man aber an Fachhochschule oder in der Trainingsanstalt lernt, Erfahrung sammelt man immer noch im aktiven Dienst auf der Straße.
                  Ja klar, da sammelt man Erfahrungen in einem Studium sollte man aber Strategien/Methoden lernen, wie man den Dienst bewältigen und verarbeiten kann. Gerade was Selbstreflektionsfähigkeiten angeht wird da vieles versäumt.

                  Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                  Ich muss himura_kenshin zustimmen, das ein gewisses "Sicherheitslevel" nur gehalten werden kann, wenn der Trend, immer mehr Stellen zu kürzen, aufhört.
                  Natürlich darf man nicht weiter Stellen kürzen so lange der Bedarf da ist. Will man aber gesellschaftliche Probleme lösen, muss man darüberhinaus auch in Erziehung und Bildung investieren.

                  Zitat von Schetti Beitrag anzeigen

                  Es ist immer einfach nach Änderung zu krähen, aber die deutsche Verwaltung ist ein sehr träger Apperat, Papier ist geduldig, und das ganze hängt nunmal ewig hinterher...fängt ja schon beim Digitalfunk an, dessen Endgeräte maximal auf dem Stand um die Jahrtausendwende stehen, da schon so lange daran rumgebastelt wird... Von jetzt auf gleich lässt sich eine Sicherheitsbehörde einfach nicht so radikal umstellen.
                  Trotzdem muss man doch sagen dürfen, dass die Polizei mehr und besseres Gerät und mehr und besseres Personal sowie konsequente Unterstützung aus anderen Disziplinen braucht.

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                    Zitat von himura_kenshin Beitrag anzeigen
                    Der markierte Teil ist absolut falsch.
                    Vielmehr ist es so, dass viele Polizisten aus Angst vor den Konsequenzen (Ermittlungen, etc. pp.) die Waffe nicht einsetzen und sich lieber selbst in größere Gefahr begeben als nötig.
                    Auf einen "Messermann" geht man nicht mit Pfeffer oder Schlagstock los. Das kann (!) funktionieren. Wenn es aber schief geht ist ein Polizist tot und der "Messermann" hat eine Schusswaffe erbeutet...
                    Wie oft ist das denn im letzten Jahr (oder in den letzten fünf Jahren) in Deutschland passiert? Also, dass ein Polizist versucht, einen Messermann mit Pfeffer/Schlagstock zu überwältigen, dabei abgestochen wird und der Messermann die Schusswaffe erbeutet?

                    Lass mich raten: NULL MAL. Was soll also dieses Gerede? Wir sind hier in Deutschland, nicht in Kolumbien.

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                      Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
                      Wie oft ist das denn im letzten Jahr (oder in den letzten fünf Jahren) in Deutschland passiert? Also, dass ein Polizist versucht, einen Messermann mit Pfeffer/Schlagstock zu überwältigen, dabei abgestochen wird und der Messermann die Schusswaffe erbeutet?
                      Das passiert deshalb nicht, weil die Polizei entsprechend handelt und nicht irgendein halsbrecherisches Rumgefuchtel mit Schlagstock oder Pfefferspray versucht.

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                        Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                        Das passiert deshalb nicht, weil die Polizei entsprechend handelt und nicht irgendein halsbrecherisches Rumgefuchtel mit Schlagstock oder Pfefferspray versucht.
                        Unter anderem aber es liegt ganz oft auch daran, dass man die Messerträger ganz oft ganz schnell und problemlos entwaffnen kann.

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                          Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                          Unter anderem aber es liegt ganz oft auch daran, dass man die Messerträger ganz oft ganz schnell und problemlos entwaffnen kann.
                          Ich fordere jeden auf, der eine solche Aussage trifft, mal selber zu versuchen, einen manischen Messertäter zu entwaffnen. Innerhalb weniger Sekunden tippe ich auf mehrere lebensgefährliche Stiche und Schnitte.
                          Warum sollte man sich in die Gefahr begeben, so zu handeln? Wenn mich jemand mit tödlicher Gewalt bedroht, fange ich nicht an, das zu unterbieten, sondern kann mit gleicher Stufe agieren.
                          Wer mich mit einem Messer bedroht, muss damit klar kommen, von einer P99 bedroht zu werden.
                          Chaos Universum
                          Fahrer eines Grün-Weißen Partybusses. Gerne auch in Silber-Weiß.
                          Ob das Kind Geburtstag hat oder nicht, Hauptsache es heult! - T`Pau

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                            Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                            Ich fordere jeden auf, der eine solche Aussage trifft, mal selber zu versuchen, einen manischen Messertäter zu entwaffnen. Innerhalb weniger Sekunden tippe ich auf mehrere lebensgefährliche Stiche und Schnitte.
                            Warum sollte man sich in die Gefahr begeben, so zu handeln? Wenn mich jemand mit tödlicher Gewalt bedroht, fange ich nicht an, das zu unterbieten, sondern kann mit gleicher Stufe agieren.
                            Wer mich mit einem Messer bedroht, muss damit klar kommen, von einer P99 bedroht zu werden.
                            Und ich möchte hinzufügen, daß man nichts anderes von einem Polizisten erwarten kann.
                            Diese Menschen sind zwar zum Schutz der Bürger da, aber sicher nicht, um sich von jedermann leichtfertig verletzen zu lassen.
                            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                            Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                              Wer je eine Sicherheitsausbildung mitgemacht hat weiss wie chancenlos man ist wenn man einen Täter der eine Stich/Schnitt Waffe führt (muss nicht unbedingt ein Messer sein, da gibts eine bandbreite die kann man sich kaum vorstellen bis hin zu Füllern oder zugeschliffenen Kugelschreiberminen etc cc) auf Armentfernung heranlässt.

                              Selbst wenn man feuert kann der noch zustechen und hat man die Waffe noch in Holster hat man 4-5 Treffer kassiert bis man auch nur zuckt.

                              Deswegen lässt man so jemand nicht ran, völlig egal was Filme für stuss zeigen und handelt so wie die Polizisten hier gehandelt haben, er wurde weiss gott oft genug gewarnt.
                              Die Polizisten werden bei der Untersuchung in jeder hinsicht freigesprochen werden.

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                                Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                                Ich fordere jeden auf, der eine solche Aussage trifft, mal selber zu versuchen, einen manischen Messertäter zu entwaffnen. Innerhalb weniger Sekunden tippe ich auf mehrere lebensgefährliche Stiche und Schnitte.
                                Von manischen Messertätern war nicht die Rede, ich habe den Begriff Messerträger aufgegriffen und da ist mir bisher immer gelungen (war auch nur drei mal) ohne jede Gewalteinwirkung den Messerträger zu einem Nichtmesserträger zu machen.
                                Zitat von Schetti Beitrag anzeigen
                                Warum sollte man sich in die Gefahr begeben, so zu handeln? Wenn mich jemand mit tödlicher Gewalt bedroht, fange ich nicht an, das zu unterbieten, sondern kann mit gleicher Stufe agieren.
                                Wer mich mit einem Messer bedroht, muss damit klar kommen, von einer P99 bedroht zu werden.
                                Wie gesagt vom Messerträger zum manischen Messerstecher ist es in etwa soweit wie vom Autofahrer zum Amokfahrer. Wenn man aber nur Gewalt als Lösungsstratgie kennt, wird schnell der Messerträger zum Messertäter bzw. Schusswaffenopfer, da hast du sicher nicht unrecht.

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