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Das Ende des Jan Ulrich

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Zitat von Sandswind Beitrag anzeigen
    Er hat aber auch sportliche Leistungen vorzuweisen, die man jetzt nicht einfach unter den Tisch fallen lassen kann.
    Wenn er dabei gedopt war kann man das sehr wohl.

    Zitat von Sandswind Beitrag anzeigen
    Klar hat er sich mehr als unglücklich angestellt.
    Sicher - er hat sich erwischen lassen. Das ist freilich dumm gelaufen.
    Mir ist es eigentlich relativ wurscht ob Jan jetzt Medienprofi ist oder nicht, sich momentan zum Affen macht oder nicht.
    Für mich relevant ist, das er womöglich über lange Jahre hinweg gedopt war.
    Dafür habe ich kein Verständnis.
    Erst recht nicht dafür, das er jetzt nicht Mann genug ist es entweder zuzugeben oder aus der Welt zu schaffen.
    Das hätte er schon längst gekonnt.
    Er tut es nicht – damit hat sich die Frage IMO erledigt.
    Schlimm genug das die Öffentlichkeit über lange Jahre offensichtlich verarscht wurde.
    Die Tour habe ich mir früher gerade wegen Ullrich gerne angesehen – das ist vorbei.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Ob juristisch abgeschlossen interessiert die Gesellschaft herzlich wenig.
    Er ist bei vielen unten durch. Und das hat er sich selbst zuzuschreiben.
    Er hat aber auch sportliche Leistungen vorzuweisen, die man jetzt nicht einfach unter den Tisch fallen lassen kann. Klar hat er sich mehr als unglücklich angestellt. Aber man sollte ihm -gerade weil noch nichts offiziell ist und weil er es selbst nicht auf die Reihe bekommt- nicht schon jetzt die Hölle heiss machen. (Was nichts daran ändert, dass er mit solchen Auftritten selbst heizt...)

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Aber sicher.
    Er braucht sich nicht wundern wenn die Gesellschaft ihn als Dopingsünder hinstellt. Er hat die Möglichkeit den Verdacht auszuräumen.
    Aber er gibt lieber seine Karriere und seinen guten Ruf auf.
    Der Fall ist klar.
    Ob juristisch abgeschlossen interessiert die Gesellschaft herzlich wenig.
    Er ist bei vielen unten durch. Und das hat er sich selbst zuzuschreiben.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    ist er unschuldig soll er eine DNA-Probe abgeben und fertig.
    Genau. Schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist...

    Das ist natürlich das andere Extrem, das nun wirklich auf eine reine Hetze rausliefe.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Ach ja, der arme Jan Ullrich
    Wenn er gedopt hat weine ich ihm keine Träne nach - ist er unschuldig soll er eine DNA-Probe abgeben und fertig.
    Das Theater das er im Moment veranstaltet hat er sich zum Großteil selbst zuzuschreiben (bzw. seinen "Beratern").
    Zuletzt geändert von Nighthawk_; 02.03.2007, 15:59.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Candamir Beitrag anzeigen
    Es geht darum, dass man es sich sehr einfach macht, indem man einen als Bauernopfer stellvertretend für den ganzen Radsportzirkus demontiert. Aber so ist das nunmal in unserer Gesellschaft.
    Kommt wohl drauf an, wen Du mit "unsere Gesellschaft" meinst. Die deutsche Staatsanwaltschaft hat es in aller Regel schwer, gegen ausländische Sportler zu ermitteln wegen eines Sachverhalts, der sich im Ausland abgespielt hat. Und was die deutschen Medien angeht ist es nicht verwunderlich, dass sie ein Interesse am Dopingfall eines deutschen Fahrers zeigen. Es wurde übrigens auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass andere nicht minder gedopt waren. Ullrich wurde niemals als der Sündenbock dargestellt, der allein gedopt hat. Aber zu erwarten, dass man den Fall Ullrich jetzt wegen der fragwürdigen Behandlung anderer Dopingsünder quasi ignoriert, kann ich nicht nachvollziehen.

    Zitat von Candamir Beitrag anzeigen
    Du sagst, dass Ullrich Profi ist. Ja, er ist Radsportprofi gewesen, aber kein Medienprofi. Und das ist auch gut so. Für mich muss nicht jeder Sportler aalglatt sein.
    Nein, aber es wäre aus Ullrichs Sicht wesentlich schlauer gewesen, sich ruhiger zu verhalten. Er liefert der Presse mit solchen Auftritten nun wirklich ausreichend Munition.

    Zitat von Candamir Beitrag anzeigen
    Allgemein ist er anscheinend eher ein einfältiger Mensch. Ich frag mich nur, was das zur Sache tut. Darum geht es doch gar nicht im Sport.
    Mittlerweile anscheinend schon, denn andere sind "schlauer" gewesen. Ich will das damit nicht gutheissen, aber abgesehen davon steht Ullrich jetzt nicht umsonst so im Kreuzfeuer, denn er hat sich halt ziemlich ungeschickt angestellt mit diesen Auftritten. Ausserdem bewegt er sich, was die strafrechtliche Relevanz angeht, schon lange ausserhalb des rein sportlichen Bereichs.

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  • Candamir
    antwortet
    Zitat von Sandswind Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um draufhauen. Aber wenn ich sehe, dass jemand wie Ullrich als Profi (!) sich dergestalt "überrollen" lässt, habe ich schon gewisse Zweifel daran, ob er der Aufgabe gewachsen ist, bzw. war. Das wäre aber das einzige, was man ihm in dieser Situation zugute halten könnte. Immerhin wird gegen ihn staatsanwaltschaftlich ermittelt, das ist alles andere als angenehm, zumal zu befürchten steht, dass zumindest die Dopingvorwürde nicht zu entkräften sind. Gerade vor dem Hintergrund verstehe ich nicht, wie man sich dann freiwillig einer Befragung wie der von Beckmann aussetzen kann - gerade weil ja noch keine Feststellungen getroffen wurden, was denn nun seine Schuld oder Unschuld belegt. Wie gesagt: Ullrich wirkt auf mich extrem naiv.
    Es geht darum, dass man es sich sehr einfach macht, indem man einen als Bauernopfer stellvertretend für den ganzen Radsportzirkus demontiert. Aber so ist das nunmal in unserer Gesellschaft.

    Du sagst, dass Ullrich Profi ist. Ja, er ist Radsportprofi gewesen, aber kein Medienprofi. Und das ist auch gut so. Für mich muss nicht jeder Sportler aalglatt sein.

    Ja, beim Besuch bei Beckmann zu erwarten, dass das Thema Doping nicht angesprochen wird, war sogar sehr naiv und wirft auch ein ganz schlechtes Licht auf seine "Berater". Allgemein ist er anscheinend eher ein einfältiger Mensch. Ich frag mich nur, was das zur Sache tut. Darum geht es doch gar nicht im Sport.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Candamir Beitrag anzeigen
    Ja, haut ruhig drauf.
    Es geht nicht um draufhauen. Aber wenn ich sehe, dass jemand wie Ullrich als Profi (!) sich dergestalt "überrollen" lässt, habe ich schon gewisse Zweifel daran, ob er der Aufgabe gewachsen ist, bzw. war. Das wäre aber das einzige, was man ihm in dieser Situation zugute halten könnte. Immerhin wird gegen ihn staatsanwaltschaftlich ermittelt, das ist alles andere als angenehm, zumal zu befürchten steht, dass zumindest die Dopingvorwürde nicht zu entkräften sind. Gerade vor dem Hintergrund verstehe ich nicht, wie man sich dann freiwillig einer Befragung wie der von Beckmann aussetzen kann - gerade weil ja noch keine Feststellungen getroffen wurden, was denn nun seine Schuld oder Unschuld belegt. Wie gesagt: Ullrich wirkt auf mich extrem naiv.

    Zitat von Candamir Beitrag anzeigen
    Was hätte die Konsequenz aus der Fuentes-Affäre sein sollen? Natürlich die vollständige Aufklärung. Wer gedopt hat, fährt nicht mehr. Die meisten fahren aber wieder. Andere Sportarten wurden bewußt rausgehalten aus dem Skandal.
    Ja, traurig, aber wahr. Das spricht aber nicht für einen "schonenderen" Umgang mit Ullrich - es spricht nur Bände, wie es wirklich um den gesamten Radsport steht.

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  • Candamir
    antwortet
    Ja, haut ruhig drauf. Ist ja gerade modern.

    Ach ja, ein bisschen traurig macht mich das ganze schon. Natürlich glaube ich nicht, dass er unschuldig ist. Aber diese Hetzkampagne gegen Ulle ist doch völlig verlogen und einfach armselig. Während 90% der Fahrer die in "Operacion Puerto" (Fuentes-Skandal) verwickelt waren wieder Rennen fahren, wird Jan Ullrich als Universal-Schwarzes-Schaf nach allen Regeln der Kunst demontiert.

    Was hätte die Konsequenz aus der Fuentes-Affäre sein sollen? Natürlich die vollständige Aufklärung. Wer gedopt hat, fährt nicht mehr. Die meisten fahren aber wieder. Andere Sportarten wurden bewußt rausgehalten aus dem Skandal. Die Liste umfasste angeblich 200 Sportler, thematisiert wurden aber nur 50 Radsportler. In Spanien haben sie sehr schnell den Blutbeutel "Hijo Rudicio" Jan Ullrich zugeordnet. Was sich hinter dem Kürzel "Valv." verbirgt, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. Zu Valverde kann es ja nicht passen, der ist ja ein spanisches Aushängeschild.

    Statt Aufklärung wird ein Fahrer demontiert, am meisten natürlich von den Deutschen, in den anderen Ländern lachen die sich kaputt. Ich hätte an Ullrichs Stelle auch aufgehört, nach dem was alles gegen ihn gelaufen ist. Ich rechne jetzt mit einem richtig schnellen Niedergang des Radsports in der Öffentlichkeit.
    Wer will denn einen Jens Voigt sehen, der das alles so furchtbar findet und natürlich mit Doping noch nie im Ansatz was zu tun hatte. Richtig gut wurde er ja erst in seinem neuen Team unter Leitung von Bjarne Riis (sein Spitzname “Monsieur 60%”, gemeint ist sein Hämatokritwert, spricht Bände). Ich will diesen Schleimer jedenfalls nicht sehen.

    Übrigens, was er zu Scharping, Juraprofessoren und einigen seiner EX-Kollegen sagt, finde ich richtig. Scharping hält sein Fähnchen je nach Situation in den Wind. Genau solche Politiker schaden der Politik und als BDR-Präsident natürlich auch dem Radsport. Und dann seine ehem. Weggefährten, die durch seine Erfolge mit verdient haben. Udo Bölts will uns in seinem Buch weismachen, das Erfolg nur eine Frage des "sich quälens" ist. Und Rolf Aldag und die ganzen anderen haben früher natürlich nicht mitgekriegt was gelaufen ist. Lächerlich das ganze.

    Sicher hat er gedopt, aber darum geht es doch im Kern nicht. Es gehören alle an den Pranger, das gesamte Peloton und die Leute die dahinter stehen (Betreuer, Mediziner, Teamchefs). Oder glaubt jemand, das das Niveau welches da gefahren wird ohne Medizin erreicht wird? Lächerlich. Komischerweise wird ja sogar immer schneller gefahren, obwohl die früher gedopt haben. Woran mag das liegen? Man bedenke, dass die Fuentes-Sache mehr oder weniger zufällig ans Licht gekommen ist. Das ist ja nicht der einzige profitgeile Arzt auf der Welt.

    Nachdem dies aber aus Beweismangel wohl auch nicht möglich ist, empfinde ich es als eine zynische Ungerechtigkeit ersten Ranges, daß man sich ein Aushängeschild herausgreift und öffentlich demontiert. Wenn ich mich nicht täusche, hat das Ermittlungsverfahren der Sta Bonn doch den Inhalt, daß gg. J.U. wegen Betrug gg.über seinem Ex-Arbeitgeber ermittelt wird. Dies suggeriert doch, daß dieser Arbeitgeber die ganzen Jahre nie etwas von Dope geahnt hat. Ahnungslosigkeit, lustiger Gedanke.

    In anderen Sportarten sieht es natürlich ebenso aus. Allerdings steckt da noch mehr Kohle dahinter, s. Fußball. Es gibt da überragende Interessen, die alles dafür tun werden, daß es beim Alten bleibt.

    Die Auftritte bei seiner PK und bei Beckmann (ich hätte ihn gern mal bei Friedmann gesehen - bei dem hätte er vielleicht ausgepackt) waren traurig anzusehen. Vor allem rhetorisch war das ganz schlimm. Aber na gut, reden war nicht sein Job. Sein Job war Radfahren, erfolgreich radfahren. Das hat er gemacht, sehr sympatisch sogar. Seine charakterlichen Defizite, wie sie jeder von uns hat, versuchte er nicht zu überspielen. Letztlich ist er von der ganzen Sache einfach überrollt worden. Was wir gesehen haben, ist ein Mensch, der vom System Profiradsport kaputt gemacht wurde, genau wie viele vor und wahrscheinlich auch nach ihm.

    Klar wird JU in den Medien jetzt erst so richtig zerissen. Sie haben ja nicht bekommen, was sie haben wollten. Aber das kennt man ja. Höchst zynisch das ganze.

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  • Sandswind
    antwortet
    Ich hab die Beckmann-Sendung per Zufall beim Zappen gesehen. Erschreckend, wie grenzenlos naiv Ullrich zu sein scheint. Bei der Pressekonferenz wirkte er so, als wolle er nun mal abrechnen, und mit der gleichen Einstellung ging er wohl auch in die Sendung. Blöd nur, dass er sich auf extrem dünnem Eis bewegt. Er hätte mit einer solchen Pseudo-Anklage gegen seine Kritiker besser gewartet, bis seine Unschuld feststeht. Allerdings wird das wohl nicht geschehen, so wie es momentan aussieht, und so musste er sich mehrmals deutlich winden und ausweichen.

    Insgesamt halte ich Ullrich für vollkommen überfordert mit den Anforderungen, die das Profigeschäft an einen Sportler stellt. Das wird nicht zuletzt deutlich im Umgang mit den Medien und seines Dopingverdachts. Er scheint mehr als planlos irgendwelchen dubiosen Beratern zu folgen.

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  • Steve Coal
    hat ein Thema erstellt Das Ende des Jan Ulrich.

    Das Ende des Jan Ulrich

    ist ja schon lange da.

    Nur nun hat er sich endgültig selbst den Todesstoß versetzt.
    Diese lachhafte Pressekonderenz in der er träumerisch dargelegt hat was er in Zukunft bei diesem östereichischen B-Team alles machen werde, einfach lächerlich.

    Da hab ich mich echt gefreut dass er Abends bei Beckmann dann jemand vor sich hatte der auch mal gepflegt nach gefragt hat.
    Schöne Sendung!

    Das fand nur der Ulle wohl nicht so!
    Zoff zwischen Jan Ulrich und Reinhold Beckmann
    Es ist echt der Hammer in was für einer eigenen Welt der Ulrich lebt!
    Der kommt mir langsam genauso benebelt vor wie der Daum!

    Ich kann jedem nur raten sich die Wiederholung der Sendung anzusehen.
    Erstens weil sie wirklich gut war und zweitens weil dann die Quote steigt!
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