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Das Ende des Jan Ulrich

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  • Zefram
    antwortet
    Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
    Sehe ich ähnlich: Angenommen ich dope jetzt und gewinne die nächsten 3 Jahre viele Rennen. Werden groß gefeiert, mein ganzes Heimatland liebt mich. Wenn dann 7 Jahre nach meinem letzten Rennen rauskommt, dass ich Doping betrieben habe wird mich das kaum jucken und auch sonst niemanden interessieren.
    Wenn du nachher für 2-5 Jahre ins Gefängnis mußt und sämtliche Millionen aus den Werbeeinnahmen vom Staat einkassiert werden würde es dich vermutlich schon ganz gewaltig jucken.

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  • EREIGNISHORIZONT
    antwortet
    @ Sandswind

    War klar und hab auf diese Antwort gewartet.

    Er tut mir dennoch leid. Ob er nun viel Geld verdient oder nicht, das häng doch eh von der Medienakzeptanz und somit widerum von uns Konsumenten ab, hat doch gar nichts damit zu tun.

    Er hat genung Berater um sich gehabt, die ihn hätten stoppen können, und andere halt auch.

    Für mich liegt das ganze eher an einem verlogenen und geldgeilen System rund um die Einzelstars, welches solch skandalöses Treiben überhaupt erst erlaubt.

    OK, wenn ich nun sage, Jan Ullrich tut mir leid, dann ist das nicht ganz so wörtlich zu nehmen. Ich rede hier eher von der Art und Weise wie nun die Hatz gegen die Sportler beginnt.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
    Mir tut Jan Ullrich leid. Mir tun so viele andere leid, die in diesem Leistungswahn sich von ethisch verpeilten Ärzten haben beraten lassen.
    Naja, das sehe ich ein wenig anders. Ullrich hat viel zu viel damit verdient, dass er das Risiko eingegangen ist, sich mit solchen Mittelchen behandeln zu lassen. Ein Arzt berät den Patienten, der dann die Entscheidung trifft. Wer so naiv ist, sich auf sowas einzulassen, weil er den unbedingten Erfolgswillen hat, tut mir eigentlich nur in begrenztem Maße leid. Immerhin gibt es noch sowas die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, die auch durch medialen Druck nicht ausgehebelt werden.

    Das ändert natürlich nichts daran, dass es indiskutabel ist, wenn Ärzte sich für sowas hergeben.

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  • EREIGNISHORIZONT
    antwortet
    Mir tut Jan Ullrich leid. Mir tun so viele andere leid, die in diesem Leistungswahn sich von ethisch verpeilten Ärzten haben beraten lassen.

    Für mich liegt der eigentlich Skandal im Verhalten von Medizinern, die wissentlich die Gesundheit iher "Laborraten", denn als das scheinen die ihre Sportler anzusehen, im hohen Maße gefährden.

    Mit Blut dick wie Sirup durch die Alpen jagen!! Das muss man sich mal vorstellen!! Und Ärzte, die genau das wissen!

    Klar, jeder hätte nein sagen können und will hier nicht die Sportler selbst als Unschuldsengel hinstellen. Dennoch, sie sind ein Produkt dessen, was eine auf Hochleistungsfordernde Gesellschaft verlangt. Quantität statt Qualität halt.

    Aber das Mediziner so direkt da mitmachen, hat mich als eher thematisch Fremden hier (also was Sport und so betrifft), ziemlich erschrocken.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
    Ich hab mein Haus, mein Auto und alles was ich mir sonst wünsche. Und die 2 Tage, die ich dann in den Medien bin, weil ich vor 10 Jahren Doping betrieben habe, werde ich auch überstehen.
    Und nicht zu vergessen: Nach zehn Jahren kann die Karriere sowieso schon gelaufen sein, sodass die Aussicht auf ein mögliches Erwischtwerden in einiger Zeit die jeweils aktiven Fahrer kaum abschrecken dürfte.

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  • Dr.Bock
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Nicht heute und auch nicht in zehn Jahren.
    Ob da dann eine theoretisch denkbare Gefängnisstrafe (alles andere zieht IMO eh nicht) weit nach Ende der Karriere vom schnellen Erfolg abhält wage ich zu bezweifeln.
    VA kann es eben heute keiner überprüfen. Woran den Erfolg unserer Maßnahme festmachen?
    Wir lösen das Doping-Problem nicht wenn in 10 Jahren möglicherweise in der Lage sind nachzutesten.
    Sehe ich ähnlich: Angenommen ich dope jetzt und gewinne die nächsten 3 Jahre viele Rennen. Werden groß gefeiert, mein ganzes Heimatland liebt mich. Wenn dann 7 Jahre nach meinem letzten Rennen rauskommt, dass ich Doping betrieben habe wird mich das kaum jucken und auch sonst niemanden interessieren. Ich hab mein Haus, mein Auto und alles was ich mir sonst wünsche. Und die 2 Tage, die ich dann in den Medien bin, weil ich vor 10 Jahren Doping betrieben habe, werde ich auch überstehen.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Es ist doch nur eine Frage der Zeit (wenn es nicht schon so weit ist) bis Mittelchen auf den Markt kommen die man eben niemals wird anchweisen können. Nicht heute und auch nicht in zehn Jahren.
    Ob da dann eine theoretisch denkbare Gefängnisstrafe (alles andere zieht IMO eh nicht) weit nach Ende der Karriere vom schnellen Erfolg abhält wage ich zu bezweifeln.
    VA kann es eben heute keiner überprüfen. Woran den Erfolg unserer Maßnahme festmachen?
    Wir lösen das Doping-Problem nicht wenn in 10 Jahren möglicherweise in der Lage sind nachzutesten.

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  • Zefram
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Gestern hab ich im Fernsehen gehört das schon so an die 10 neue Doping-Substanzen gibt, die man genauso wenig nachweisen kann wie EPO in den Neunzigern.
    Zum Teil sind diese Substanzen noch in der Testphase, zum Teil schon auf den Markt erhältlich.
    Also ist doch klar, das es heute nicht anders läuft als vor 10, 15 Jahren auch.
    Kann man das abstellen?
    IMO nein.
    Wie gesagt, eine zusätzliche Überprüfung von Doping-Proben 10 Jahre nach deren Abgabe verbunden mit strengen Sanktionen, die weit über die nachträgliche Aberkennung von Titeln hinausgehen, würden das Problem IMO sicherlich eindämmen können.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Das wäre zwar richtig, ändert aber am Dopingverhalten nichts.
    Selbst wenn ein paar Hanzerl dann damit aufhören, wer interessiert sich schon für das letzte Drittel des Feldes?

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  • Skymarshall
    antwortet
    Dann darf er nicht mehr übertragen werden. Ganz einfach.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    EPO kann man mittlerweile mittels Urinproben nachweisen.
    Nur was bringt das?
    Gestern hab ich im Fernsehen gehört das schon so an die 10 neue Doping-Substanzen gibt, die man genauso wenig nachweisen kann wie EPO in den Neunzigern.
    Zum Teil sind diese Substanzen noch in der Testphase, zum Teil schon auf den Markt erhältlich.
    Also ist doch klar, das es heute nicht anders läuft als vor 10, 15 Jahren auch.
    Kann man das abstellen?
    IMO nein.
    Der Radsport kommt aus diesem Sumpf nicht mehr raus. Schade drum, war doch immer recht interessant.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Skymarshall Beitrag anzeigen
    Gerade wenn häufige und ältere Fälle bekannt werden, muß man mehr in der Gegenwart tun. Auch präventiv. Sei es über Sanktionen oder neue Testverfahren.
    Tja, da liegt aber doch das Grundproblem. Soweit ich das mitbekommen habe, kann man EPO- und Eigenblutdoping kaum nachweisen. Damit bestätigt sich ja, was Zabel und die anderen Fahrer übereinstimmend als Begründung für ihr Doping angeführt haben: Man konnte nicht erwischt werden. Das scheint ja nach wie vor zu gelten.

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  • Skymarshall
    antwortet
    Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
    Das hat dich ernsthaft überrascht? Dann gute nacht
    Wieso? Du bist also von Anfang davon ausgegangen das die meisten Radsportler dopen?

    Ich habe eigentlich nicht die Art gleich von Einzelfällen(das ist das was ich bisher in Medien mitbekommen habe) auf die Allgemeinheit zu schließen. Das habe ich mir abgewöhnt.

    Und nur weil da nicht wenige, Gerüchten zu Folge Asthma haben sollen, heisst das ja nicht gleich das sie dopen. Vielleicht war es auch nur eine (akute) Bronchitis welche zum Asthma hochgespusht wurde. Wer weiß das schon?

    Zitat von Sandswind
    Das ergibt ja gerade den bitteren Beigeschmack: Was jetzt teilweise so theatralisch gebeichtet wird, ist für die Sportler völlig frei von Risiken. Keiner muss sich Sorgen machen, dass ihm daraus noch ein nennenswerter Nachteil entsteht. Im Gegenteil: Die Herren verbleiben sogar in ihren aktiven Positionen in den Teams als Manager oder Leiter oder sonstwas.
    Also das mit den 8 Jahren soll schon stimmen. Aber in Sachen Zabel ist wie gesagt noch nicht das letzte Wort gesprochen. Hatte mal ein Link weiter oben dazu gespostet. Hier mal ein Zitat...

    "Doping verjährt nach acht Jahren. Aber das ist für unsere Entscheidung, ob wir Erik weiter beschäftigen können, nicht das einzige Kriterium. Wir loten aus: Wie ist die Stimmung in Deutschland, in Holland, Belgien und Italien. Wichtig wäre auch zu wissen, ob der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) Sanktionen plant", sagte Team-Manager Gerry van Gerwen.
    Wäre schade wenn es wirklich völlig ohne Konsequenzen bliebe.

    Viel interessanter wäre es, mal zu erfahren, wer aktuell noch so dopt - aber da hört man immer noch nichts. Deswegen finde ich ja die ganzen Schlagzeilen nach dem Motto "Die Mauer des Schweigens bröckelt" so irreführend. Die aktuelle Generation von Radfahrern schweigt nicht minder, als die jetzigen reuigen Sünder zu ihrer Zeit. Für den Sport sind diese Geständnisse deswegen nicht so wichtig, wie sie scheinen, denn sie bestätigen ja sowieso nur offene Geheimnisse.
    Auf jeden Fall. Sonst warten die einfach 8 Jahre und drücken dann ein wenig auf die Tränendrüse.

    Gerade wenn häufige und ältere Fälle bekannt werden, muß man mehr in der Gegenwart tun. Auch präventiv. Sei es über Sanktionen oder neue Testverfahren.

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  • Sandswind
    antwortet
    Zitat von Dax Beitrag anzeigen
    Wird man nicht, Doping verjährt nach 8 Jahren.
    Das ergibt ja gerade den bitteren Beigeschmack: Was jetzt teilweise so theatralisch gebeichtet wird, ist für die Sportler völlig frei von Risiken. Keiner muss sich Sorgen machen, dass ihm daraus noch ein nennenswerter Nachteil entsteht. Im Gegenteil: Die Herren verbleiben sogar in ihren aktiven Positionen in den Teams als Manager oder Leiter oder sonstwas.

    Viel interessanter wäre es, mal zu erfahren, wer aktuell noch so dopt - aber da hört man immer noch nichts. Deswegen finde ich ja die ganzen Schlagzeilen nach dem Motto "Die Mauer des Schweigens bröckelt" so irreführend. Die aktuelle Generation von Radfahrern schweigt nicht minder, als die jetzigen reuigen Sünder zu ihrer Zeit. Für den Sport sind diese Geständnisse deswegen nicht so wichtig, wie sie scheinen, denn sie bestätigen ja sowieso nur offene Geheimnisse.

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  • Dax
    antwortet
    Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
    Btw: Wenn amn Riis jetzt den Toursieg aberkennt, wird Ullrich als zweiter dann zum Sieger gekührt?
    Wird man nicht, Doping verjährt nach 8 Jahren. Bei Armstrong dagegen...

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