Wird es jemals bemannte interstellare Flüge geben? - SciFi-Forum

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Wird es jemals bemannte interstellare Flüge geben?

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    #46
    Zitat von Jeshar66
    Ich min überzeugt, dass die Evolution des Menschen - durch den Tod hindurch - in eine Seinsweise übergeht, die alles Irdische total in den Schatten stellen wird. Das "Beamen" erscheint da nur noch wie eine blasse Vorahnung einer geistigen Kraft über die Materie, die der Mensch dann haben wird.
    Das hat mit Evolution überhaupt nichts zu tun. Dazu müsstest du erklären, welchen evolutionären Vorteil der Tod haben soll und vor allem: Wenn das etwas evolutionsbedingtes wäre, dann müsste es den Fortpflanzungserfolg steigern, aber mir ist bisher nur von dehr wenigen Toten bekannt, die sioch noch fortpflanzten (vielleicht von Samenspendern abgesehen). Nein nein, mit demTod durchlaufen wir mit absoluter Sicherheit keine neue Evolutionsstufe.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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      #47
      Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
      Das hat mit Evolution überhaupt nichts zu tun. Dazu müsstest du erklären, welchen evolutionären Vorteil der Tod haben soll und vor allem: Wenn das etwas evolutionsbedingtes wäre, dann müsste es den Fortpflanzungserfolg steigern, aber mir ist bisher nur von dehr wenigen Toten bekannt, die sioch noch fortpflanzten (vielleicht von Samenspendern abgesehen). Nein nein, mit demTod durchlaufen wir mit absoluter Sicherheit keine neue Evolutionsstufe.
      Der letzte Satz bedingt sich nicht aus den davorgehenden, die noch dazu ein sehr eingeschränktes Konzept von Evolution haben. Auf eine ganze Spezies gesehen bedingt der Tod durchaus Fortpflanzungserfolg dahingehen, dass er diejenigen, die "schlechte" Gene haben, daran hindert, diese weiterzugeben. Sowohl durch Alter (höhere Wahrscheinlichkeit für Ältere, Mutationsträger zu sein) als auch durch erblich bedingte genetische Defekte. Aber das gehört wirklich nicht hier her und hat mit interstellarer Raumfahrt nichts zu tun. Die sollte auch so möglich sein: Wenn wir mehrere Jahre auf See unterwegs sein konnten, warum nicht nach Alpha Centauri? Natürlich muss man dann entsprechend Proviant mitnehmen oder unterwegs produzieren, weil man nicht unterwegs aufstocken kann. Aber das ist ein Problem, dass in endlicher Zeit gelöst werden kann.

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        #48
        Das hat auch nichts mit Raumfahrt zu tun, aber das Thema wurde nicht von mir aufgebracht. Ich habe lediglich gezeigt, dass die Behauptung nicht stimmen kann.
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          #49
          Natürlich verwenden wir Begriffe so, wie wir sie kennen. Evolution z.B.
          Mir geht es eher darum, die Gesamtbewegung zu betrachten. Mag sein, dass die nächste Stufe der Evolution ganz andere Gesetze hat als alle bisherigen. Also muß nicht Evolution der Zukunft so ablaufen wie Evolution der Vergangenheit. Hängen wir uns nicht daran, wie ein Begriff heute verwendet wird, sondern überlegen wir, wohin es gehen kann.
          Natürlich ist mein Ansatz Spekulation - aber mit Verlaub: Vieles von dem, was hier in diesem Forum an Zukunftsperspektiven genannt wird, ist spekulativ und wir setzen uns doch damit auseinander.
          "und wir hätten dann die möglicherweise einmalige Chance vertan, eine galaktische Zivilisation zu begründen."
          Wer bitte ist "wir"? Ich bin ich und du bist du - nach meinem Tod gibt es - materiell gesehen - kein "wir" mehr, an das ich mich anklinken kann, das sind dann andere, die sonst wohin fliegen. Mich gibt es nicht mehr.
          "Nehmen wir an, du hast alle überzeugt, und wir stellen die bemannte Raumfahrt ein. Doch leider lässt dein Erlöser auf sich warten - er kommt nicht, du hast dich geirrt. Möglicherweise kollabiert die Zivilisation noch, und wir hätten dann die möglicherweise einmalige Chance vertan, eine galaktische Zivilisation zu begründen.
          Nein, nicht einstellen, nicht aufschieben, nur realistisch sein. Auch ich träume gerne und freue mich über Fotos vom Mars. Ich träume davon, wie es wohl auf einem bewohnbaren Planeten sein wird, der Alpha Centauri umkreist. Nur: Das Weltall , so wie es ist, in all seiner Größe, verlangt nach einer anderen Art von Menschsein. Wir sind im momentanen "Aggregatszustand" diesem Wahnsinn nicht gewachsen, weder zeitlich noch technisch. Flug zum Mond - das ist doch noch keine Eroberung des Weltalls! Reise zum Mars - Terraforming. Da müssen wir in zig-Jahrunderten denken. Zeit, die keiner von uns Usern mehr hat. Worum es mir geht: Wenn wir schon nach dem Großen, nach dem Ganzen greifen, dann bitte wirklich ganz! Dann dürfen wir unserem Hirn keine Scheuklappen mehr verpassen. Natürlich verlangt die Erforschung des Geistigen andere Instrumentarien als die Erforschung des Materiellen. Ein Matematiker brauch das Hirn als Instrument - und ein Elektriker einen Schraubenschlüssel. Glaube ist subjektiv? - Gott ist irgendwie doch nicht real? - Moment mal: In hundert Jahren wird es keinen von uns Usern mehr geben - und dann sind wir heilfroh, wenn das Geistige eine größere Realität als das Materielle hat. Gibt es hier einige Interessierte, die SciFi mal von dieser Seite anpacken wollen?
          Es geht nicht darum, die Materie durch den Geist zu ersetzen, sondern beides miteinander zum Ziel zu verhelfen. Es sind die beiden Seiten der einen Medaille. Glaubt ihr wirklich, dass ihr nur Materie seid? Erahnt ihr denn nicht hinter eurer Freiheit, hinter eurem Bewußtsein, hinter eurer Originalität, hinter euren Sehnsüchten außer dem Spiel der Neuronen nicht doch noch eine andere Dimension? Denken wir doch mal weiter. Gehen wir mal ein paar Schritte zurück und betrachten wir das ganze Bild, bevor wir uns in technische Details verlieren. Geist ist nicht spekulativ, nicht subjektiv. Wir erfahren ihn ständig. Denn wir sind auch Geist.

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            #50
            Mag sein, dass die nächste Stufe der Evolution ganz andere Gesetze hat als alle bisherigen.
            Es gibt eben keine "Stufen" der Evolution. Zumindest nicht in der Evolution, die man in der Regel meint, wenn man Evolution sagt.

            Wer bitte ist "wir"? Ich bin ich und du bist du - nach meinem Tod gibt es - materiell gesehen - kein "wir" mehr, an das ich mich anklinken kann, das sind dann andere, die sonst wohin fliegen. Mich gibt es nicht mehr.
            Nun, wir ist die Menschheit als gesamtes. Wäre doch schade, wenn man sterben würde und den Eindruck hätte, diese Menschheit, das war ein absoluter Rohrkrepierer. Es gibt einem eine gewisse Befriedigung, eine Menschheit zu verlassen, die noch viel erreichen wird.

            Nur: Das Weltall , so wie es ist, in all seiner Größe, verlangt nach einer anderen Art von Menschsein.
            Die Menschen, die zu den Sternen reisen werden, sofern das irgendwann eintritt und man dann wirklich noch von "Menschen" sprechen kann, werden sich deutlich von uns unterscheiden. Es ist ja auch noch ein langer Weg dahin. Aber diese Unterschiede, die ich meine, haben bloss mit der Entwicklung der Technik zu tun, nicht mit einem nicht genauer definierten und religiös begründeten "nächsten Evolutionsschritt".

            Dann dürfen wir unserem Hirn keine Scheuklappen mehr verpassen.
            Da stimme ich dir zu - meine aber vermutlich etwas komplett anderes als du. Religion ist für mich eine dieser Scheuklappen.

            Moment mal: In hundert Jahren wird es keinen von uns Usern mehr geben - und dann sind wir heilfroh, wenn das Geistige eine größere Realität als das Materielle hat.
            Kaum, weil wir dann tot sind und wir uns dann bestimmt keine Gedanken mehr darüber machen... Oder aber die Technik hat uns unsterblich gemacht...

            Glaubt ihr wirklich, dass ihr nur Materie seid?
            Ich sehe keinen Anlass, das nicht so zu sehen. Oder hast du einen Beleg dafür, der meine Meinung ändern könnte?
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              #51
              Zitat von Bynaus
              Die Menschen, die zu den Sternen reisen werden, sofern das irgendwann eintritt und man dann wirklich noch von "Menschen" sprechen kann, werden sich deutlich von uns unterscheiden. Es ist ja auch noch ein langer Weg dahin. Aber diese Unterschiede, die ich meine, haben bloss mit der Entwicklung der Technik zu tun, nicht mit einem nicht genauer definierten und religiös begründeten "nächsten Evolutionsschritt".
              ich finde es ziemlich witzig, dass du die religiöse Begründung der Weiterentwicklung des Menschen so vehement ablehnst, während du selber eine irrationale (nicht im Sinne von dumm gemeint) erhoffst.
              Deine These von der Evolution der Maschinen, die irgendwie intelligent werden sollen und dann "uploads" von Menschen durchs All schippern sollen, ist ja genausowenig beweisbar und plausibel wie die, dass der Mensch mehr als nur ein ziemlich wässriger Haufen Atome ist. Erstens gehst du davon aus, dass man intelligente Maschinen schaffen kann, was ohne haltbare Definition von "intelligent" nicht wissenschaftlich abschließend beweisbar ist. Zweitens gehst du dann davon aus, dass man irgendwie den Geist von a nach b kopieren könnte, wobei hier das selbe Problem auftritt. Noch schlimmer: Es ist nicht klar, ob man jemals einen menschlichen Geist vollständig erfassen (messen) kann, Stichwort Quantentheorie. Laut Chaostheorie würde aber die kleinste Abweichung enorme Änderungen ermöglichen, so das man bestenfalls ein neues, intelligentes Bewusstsein erschaffen könnte. Alles in allem glaubst du da genauso an etwas wie Jeshar66.
              können wir nicht?

              macht nix! wir tun einfach so als ob!

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                #52
                eigentlich möchte ich ja auf der Geist/Materie-Basis mit Interessierten weiterdenken. Spekulativ ist es natürlich, aber - zwinker - sind wir nicht alle hier ein kleines Klitzchen spekulativ.
                Zum Thema Geist und Gott: Es gibt nun mal Fragen, die von der Materie her absolut nicht zu beantworten sind: Was ist der Sinn des ganzen? Warum gibt es überhaupt ein Universum? Warum sind wir da, Was kommt nach dem Tod? Was ist mit dann mit all dem, was wir je gedacht, gesagt, getan haben? Was ist mit all dem Unrecht auf der Welt? Darf der Mörder, der nicht erwischt wird, für immer über sein Opfer triumphieren? Natürlich sind irgendwann beide tot - doch das Böse hatte über das Gute gesiegt. Also mir stülpt sich das Hirn um, wenn ich an die irdische Gerechtigkeit denke. Es gab sogar Nazirichter, die Unschuldige an den Galgen brachten. Wenn ich nur materiell denke, gibt es keine Satisfaktion für viele Opfer. Das kann es doch nicht sein
                Denke ich die Welt nur materiell, dann muß ich etliche ganz existentielle Fragen ausblenden (Scheuklappen). Ich habe nun argumentiert. Die Scheuklappen sind doch eher da, wo Fragen nicht mehr gestellt werden.

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                  #53
                  Man braucht keine Scheukappen, um sich diese Frage nicht zu stellen, weil:

                  a) die Fragen nach Sinn und Zweck der Existenz nichtbeantwortbar, die Fragen selbst also sinnlos sind.
                  b) die Frage, was nach dem Tod kommt, beantwortet ist.
                  c) Gerechtigkeit ein menschlicher Maßstab ist, der in der Realität nicht existiert.

                  Menschen mit vermeintlichen Scheukappen haben sich nur damit abgefunden, dass es keinen Zweck, kein Leben nach dem Tod, und keine absolute Gerechtigkeit gibt.

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                    #54
                    @blueflash: (irgendwie treffen wir immer wieder bei dieser Frage aufeinander, nicht wahr? )

                    Deine These von der Evolution der Maschinen, die irgendwie intelligent werden sollen und dann "uploads" von Menschen durchs All schippern sollen, ist ja genausowenig beweisbar und plausibel wie die, dass der Mensch mehr als nur ein ziemlich wässriger Haufen Atome ist.
                    Beweisbar nicht, plausibel, das ist wohl Ansichtssache. Aber auf jeden Fall kommt sie ohne Zusatzannahmen aus.

                    Erstens gehst du davon aus, dass man intelligente Maschinen schaffen kann, was ohne haltbare Definition von "intelligent" nicht wissenschaftlich abschließend beweisbar ist.
                    Da stimme ich dir zu, allerdings ist ein Upload nicht weniger intelligent als ein Mensch, und da ein Upload letztlich eine Maschine ist, sind intelligente Maschinen möglich. Dass Uploads möglich sind, gibt sich alleine aus der Tatsache, dass das Gehirn nur eine begrenzte Anzahl von Neuronen (oder von mir aus, wenn das nötig sein sollte, Atome) enthält, deren Verhalten sich auf einem hinreichend guten Rechner simulieren lässt. Je nachdem, wie komplex unser Gehirn ist, dauert es bei ständig wachsender Rechenkapazität mal länger, mal weniger lang, um die ersten "Uploads" zu realisieren. Dass, wachsende Rechenkapazität vorausgesetzt, eine Simulation irgendwann möglich ist, halte ich aber für sicher.

                    Noch schlimmer: Es ist nicht klar, ob man jemals einen menschlichen Geist vollständig erfassen (messen) kann, Stichwort Quantentheorie.
                    Für einen echten Transfer der Persönlichkeit wäre es wohl notwendig, eine Quantenkopie herzustellen (quasi die Teleportation des Quantenzustandes im Gehirn direkt in die Simulation der Maschine). Möglicherweise ist es aber auch ausreichend, eine Kopie in der Maschine zu simulieren, die dem Original zumindest ähnlich ist. Das menschliche Bewusstsein muss kleinen Änderungen gegenüber ziemlich robust sein, ansonsten würden wir wohl schon bei kleinsten Veränderungen im Gehirn (kosmische Strahlung, Röntgen, Erschütterung...) automatisch in den Wahnsinn abdriften, was offenbar nicht der Fall ist.

                    Alles in allem glaubst du da genauso an etwas wie Jeshar66.
                    Das sehe ich anders.

                    @Jeshar66:

                    Was ist der Sinn des ganzen?
                    Wer sagt, dass es einen Sinn gibt? "Sinn" ist ein menschliches Wort, für das Universum hat es keinerlei Bedeutung.

                    Warum gibt es überhaupt ein Universum?
                    Diese Frage kannst du genausowenig wie ich beantworten. Warum gibt es überhaupt einen Gott? Dein Gott bietet keinerlei Erkenntnisgewinn, er verkompliziert die Frage höchstens um einen weiteren Faktor.
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                      #55
                      Zitat von Jeshar66
                      Darf der Mörder, der nicht erwischt wird, für immer über sein Opfer triumphieren?
                      Kein Mensch hat behauptet, das Leben oder die Natur sei gerecht. Gerechtigkeit ist auch ein rein menschlicher Begriff. Wäre das Leben gerecht hätte es mit Sicherheit Hitler nicht gegeben und wahrscheinlich würde es dann noch nicht mal Menschen geben...

                      doch das Böse hatte über das Gute gesiegt.
                      Gut und Böse sind definitiv rein menschliche Begriffe, die typisch religiöse schwarz-weiß-Malereien darstellen, die aber in der Natur nicht einmal auch nur im Ansatz zu finden sind. Ist ein Löwe böse, wenn er ein Tier reißt? Sind vielleicht Büffel böse, weil sie Löwenjunge tottrampeln?
                      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                        #56
                        @Komodo
                        b) die Frage, was nach dem Tod kommt, beantwortet ist.
                        Das würde ich nur zu gern von Dir erfahren

                        @Jeshar66

                        Ja, ich habe Deine Ausführungen mit Interesse gelesen und bin in großen Teilen mit Dir einer Meinung. Es bedarf eines neuen Bewusstseins um viele Dinge zu realisieren, die uns in der heutigen Zeit in den Kopf treten.
                        Und ich denke, dass wir gerade ganz stürmisch genau dahin gehen.

                        Stellt Euch doch mal vor, wie viele Menschen vor hundert Jahren an sowas allein nur geglaubt haben, vor dem ich hier gerade sitze. Eine Maschine mit einer Rechenleistung und technischer Finesse, die man sich nicht in Träumen vorstellen konnte. Ja, genau ich hab ein schönes Notebook.

                        Die Technik/Wissenschaft hat unsere Träume in vielen Bereichen sogar übertroffen, aber in einigen uns eben auch gar nicht vorangebracht und genau da muss uns ein neues Bewusstsein weiterhelfen.
                        Und natürlich kann das auch schrittweise ( nach der Evolutionstheorie ) ablaufen, denn der Übergang von diskret nach kontiunierlich kommt bei Bewusstseinsänderungen eh nicht zum Tragen. (vielleicht weil wir auch sowenig darüber wissen)

                        Vielleicht war Jesus ein Mensch, der sich dieser anderen Dinge sehr bewusst war und sie denn Leuten verständlich erklären und zeigen konnte, so wie wir heute die Wissenschaft in der Schule lernen.

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                          #57
                          Zitat von Bynaus
                          @blueflash: (irgendwie treffen wir immer wieder bei dieser Frage aufeinander, nicht wahr? )
                          Ach hatten wir dieses Thema schonmal?

                          Du machst aber auch wenn du es nicht gern zugibst, du machst eine Zusatzannahme: Der Geist als Gesamtsystem muss praktisch als diskrekte Menge abbildbar sein. Dafür gibt es aber keinerlei Hinweise (es gibt auch keine in der anderen Richtung, aber das tut ja nichts zur Sache ) wenn der Geist aber nicht diskret, sondern stetig ist, wird es nie eine Möglichkeit geben, seinen zustand exakt zu bestimmen. Und selbst wenn man irgendwie herauszufinden glaubt, dass der Geist diskret erfassbar ist, dann bleibt das Problem der Chaostheorie, die du ja kennst. Dein Argument, dass der Geist gegen minimale Änderungen robust zu sein scheint, kann ich hier nicht gelten lassen, schließlich gibt es keine Kopie eines Geistes, so dass man ein Experiment zweimal ablaufen lassen könnte. Tatsächlich gibt es doch Neurowissenschaftler, die behaupten, dass jeder von uns von massenweise winzigen Fluktuationen bestimmt ist.

                          Also Fazit:
                          1. Es gibt keinerlei Grund zu der Annahme, dass der menschliche Geist (das Bewusstsein, die Seele etc) überhaupt exakt erfassbar oder simulierbar ist. (Das ist deine Zusatzannahme). Auch bei extrem steigender Rechenleistung wirst du ein Gehirn vielleicht immer nur als Modell mit erheblichen Abweichungen simulieren können (evtl. gar nicht 'lebensfähig').

                          2. Selbst wenn Simulation und Erfassung gelingen sollten (wie auch immer man das messen wollte) gibt es Grund zur Annahme, dass ein Upload keineswegs eine Kopie sondern ein komplett neues Bewusstsein sein würde.
                          können wir nicht?

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                            #58
                            Zitat von Kamin Beitrag anzeigen
                            Das würde ich nur zu gern von Dir erfahren
                            Nach dem Tod stribt das Gehirn ab und wird wie der restliche Körper zum Futter anderer Organismen, sofern nicht irgendwer deine Leiche darvor schützt, sei es durch Mumifizierung oder in dem man sie per Verbrennung entsorgt.

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                              #59
                              @blueflash:

                              Du machst aber auch wenn du es nicht gern zugibst, du machst eine Zusatzannahme: Der Geist als Gesamtsystem muss praktisch als diskrekte Menge abbildbar sein. Dafür gibt es aber keinerlei Hinweise
                              Nein, aber in einer materiellen Welt aus Teilchen und Naturgesetzen ist alles abbildbar, auch wenn man Quantenzustände nicht exakt kopieren kann. Dass es so etwas wie einen imateriellen Geist (eine "Seele") gibt ist eine Existenzbehauptung, die zu belegen wäre, bevor sie Platz in einer rationalen Argumentation finden könnte.

                              dann bleibt das Problem der Chaostheorie, die du ja kennst
                              Die Chaostheorie ist, entschuldigung, eine physikalische Modeströmung aus den neunziger Jahren, mit denen man damals vielleicht Partygirls abschleppen konnte. Es ist eine triviale Wahrheit, dass kleine Veränderungen unter den richtigen Bedingungen grosse Veränderungen herbeiführen können (in den allermeisten Fällen jedoch nicht). Daraus ergibt sich noch überhaupt kein Erkenntnisgewinn für die Physik.

                              Dein Argument, dass der Geist gegen minimale Änderungen robust zu sein scheint, kann ich hier nicht gelten lassen, schließlich gibt es keine Kopie eines Geistes, so dass man ein Experiment zweimal ablaufen lassen könnte. Tatsächlich gibt es doch Neurowissenschaftler, die behaupten, dass jeder von uns von massenweise winzigen Fluktuationen bestimmt ist.
                              Es ist gar nicht nötig, eine Kopie zu haben. Unser Gehirn wird ständig irgendwie gestört (physikalisch), schlag mal mit dem Kopf an die Wand, die Differenzen vorher / nachher dürften so gravierend sein, dass du getrost auf eine exakte Abbildung des vorherigen Zustands verzichten kannst, um deinen Geist abzubilden. Gerade wenn diese Neurowissenschaftler recht haben, dann bedeutet das erst recht, dass das Gehirn resistent ist gegen Veränderungen: denn gegen zufällige Veränderungen kannst du dich nicht wappnen.

                              Im Extremfall könnte es sogar sein, dass unser Bewusstsein allein durch das neuronale Netzwerk, das unsere Gehirnzellen bilden, bestimmt ist und fertig (warum sollte es nicht so sein?). Dann liesse sich dieses neuronale Netzwerk simulieren, und zwar mit einem deutlich verringerten Aufwand gegenüber dem menschlichen Gehirn (die menschlichen Neuronen sind ja nebenbei auch noch Zellen, die leben, atmen, sich ernähren, sich teilen, ihren Chemiehaushalt aufrecht erhalten müssen, etc.). Zurzeit läuft bereits an der EPFL Lausanne (Schweiz) ein Projekt an, bei dem einzelne Neuronenkomplexe im Stammhirn simuliert werden sollen. Extrapoliere dieses Vorhaben etwa 10, 15 Jahre in die Zukunft, und du hast potentiell den ersten Upload: Man könnte dann mit einem Elektronenmikroskop ein Gehirn eines Freiwilligen, der soeben gestorben ist (ihm wurde kurz vor dem Tod eine Substanz verabreicht, die die Verbindungen seiner Neuronen über den Tod hinaus konserviert), kartieren und ihn so quasi im Computer wieder zum Leben erwecken. Klappt es nicht, dann heisst es, dass unser Geist mehr ist als nur die Neuronenverbindungen, das würde uns natürlich schmeicheln, "hej, wir sind so wichtig und mega-intelligent / komplex, dass es sowas exotisches wie Quantenzustände braucht, um uns zu verstehen". Auf jeden Fall wäre es deutlich interessanter, wenn es klappen würde...

                              Und ja, ich stimme dir zu: So lange man Uploads nicht per Quantenkopie durchführen kann, handelt es sich dabei nicht um das gleiche Bewusstsein, sondern um eine Kopie davon. Trotzdem ist das natürlich ungemein praktisch, weil man nun plötzlich "Menschen in Computern" hat, die Dinge tun können, zu denen kein Mensch fähig ist...
                              Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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                                #60
                                Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
                                Kein Mensch hat behauptet, das Leben oder die Natur sei gerecht. Gerechtigkeit ist auch ein rein menschlicher Begriff. Wäre das Leben gerecht hätte es mit Sicherheit Hitler nicht gegeben und wahrscheinlich würde es dann noch nicht mal Menschen geben...

                                Gut und Böse sind definitiv rein menschliche Begriffe, die typisch religiöse schwarz-weiß-Malereien darstellen, die aber in der Natur nicht einmal auch nur im Ansatz zu finden sind. Ist ein Löwe böse, wenn er ein Tier reißt? Sind vielleicht Büffel böse, weil sie Löwenjunge tottrampeln?
                                Evolution heißt doch auch: Es entsteht etwas, was vorher nicht da war. Ein Einzeller hat keine Beine - der Löwe schon. Evolution ist ja gerade die Entwicklung zu etwas, was es vorher nicht gab. Der Büffel ist natürlich nicht böse, weil er nicht das hat, was wir durch Evolution "dazu" bekommen haben. Selbst-bewußtsein, Freiheit, Moral, Kultur, Sinn für Gerechtigkeit.
                                Das Sein findet zu einer höheren Qualität.
                                Es geht nicht darum, dass wir uns mit unteren Entwicklungsstufen vergleichen sondern dass wir das tun, was unserer Stufe angemessen ist.
                                Von daher kann bei uns etwas stärker hervortreten, was anfangs nur rudimentär vorhanden war. Mir scheint jedenfalls, dass das Geistige sich immer stärker ausprägt, je höher die Entwicklung steigt. Wenn ich zielgerichtet denke, dann kann ich durchaus vermuten, dass es eben noch weiter zu noch mehr Geist geht. Natürlich ist die Welt an sich nicht gerecht. Gerechtigkeit ist erst dort real, wo die Frage nach Gut und Böse überhaupt gestellt werden kann. Sie stellt sich nur dort, wo Geist ist.

                                Doch nun zum Forum: Der Geist spielt durchaus in nicht wenigen SciFi Filmen eine Rolle. z.B. die Jedi-Ritter, die geistige Kräfte haben, die nicht mehr aus der Materie ableitbar sind. Oder manche StarTrek-Rassen mit telephatischen Fähigkeiten. Ich kenne auch Folgen, wo die Suche nach etwas Göttlichem eine Rolle spielt. Enterprise und Krieg der Sterne kennen also durchaus einen Zusammenhang von Geistigem und Materiellen. ich denke mir, dass hinter diesen filmgewordenen Träumen Menschheitserfahrungen stecken, die man ruhig in die Frage nach intergalaktischen Reisen einfließen lassen kann.

                                @Komodo
                                Man braucht keine Scheukappen, um sich diese Frage nicht zu stellen, weil:

                                a) die Fragen nach Sinn und Zweck der Existenz nichtbeantwortbar, die Fragen selbst also sinnlos sind.
                                b) die Frage, was nach dem Tod kommt, beantwortet ist.
                                c) Gerechtigkeit ein menschlicher Maßstab ist, der in der Realität nicht existiert.

                                Menschen mit vermeintlichen Scheukappen haben sich nur damit abgefunden, dass es keinen Zweck, kein Leben nach dem Tod, und keine absolute Gerechtigkeit gibt.


                                zu a: Unser Gehirn ist Produkt der Evolution. Ein geniales Werkzeug, um das irdische Leben zu meistern. Natürlich kann das Gehirn nicht das fassen, was über dem irdischen Leben ist. Ein Hund versteht auch den Menschen nur hundemäßig, aber nicht so wie ein Mensch. Ein Mensch kann deshalb nicht das rational erfassen, was jenseits seines Hirnvermögens ist. Ich habe den Urknall nicht verursacht - und dennoch gibt es ihn. Ich kann mich damit abfinden, dass da wohl ein viel genialerer Geist am Werk war und ist. Ich kann die großen Fragen stellen. Sie sind sinnvoll. Und sie sind beantwortbar - nur muß ich einverstanden sein, dass es über mir noch eine andere Ebene gibt, in der ich die Antwort finde.
                                zu b: ... das ist die beste Antwort, wenn ich keine Antwort weiß.
                                zu c: Gerechtigkeit existiert in der Realität des Menschen. Natürlich nicht beim Goldhamster. Aber das habe ich ja schon oben erklärt.

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