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    was ist besser? CO2 in der Luft oder ein weit verseuchtes Gebiet
    Angesichts dessen, dass CO2 sicher in der Luft landet, ein "weit verseuchtes Gebiet" aber eine enorm kleine Wahrscheinlichkeit hat (wie viele "weit verseuchten Gebiete" sind denn in den letzten 50 Jahren Atomkraftnutzung in Deutschland entstanden?), ist es sicher vernünftiger, die Risiken für ein "weit verseuchtes Gebiet" zu minimieren, statt weiterhin CO2 in die Luft zu pumpen.

    Zuviel CO2 ist eine reale Gefahr. Wir sind dabei, langfristig die Polkappen des Planeten aufzutauen und den Meeresspiegel um viele Meter anzuheben. Wenn wir sie langfristig erhalten wollen, muss die CO2-Konzentration zurück auf 350 ppm, dh, rund 50 ppm unter dem heutigen Wert. Aber egal, wir machen einfach weiter! Hauptsache, ich muss heute keine Angst mehr vor hypothetischen Horrorszenarien haben. Kurzfristiges Denken ist geil!
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      Was CCS angeht, so sehe ich das sehr skeptisch! Wie Bynaus schon schrieb, ist das letztlich genau dieselbe Problematik wie beim Atommüll: Man muss es für menschliche Begriffe de facto unendlich lange einlagern. Vielleicht kann man in einigen hundert Jahren, wenn sich die Erde vom akuten "Klimaschock" erholt hat, damit beginnen, das eingelagerte CO2 langsam und kontrolliert abzugeben um einem unfallbedingten, plötzlichen Entweichen vorzubeugen oder man entwickelt eine praktikable Möglichkeit, es wieder in Sauerstoff umzuwandeln, aber letztlich ist das doch auch nur ein seidener Faden, an den sich einige hilflos klammern, um einer sterbenden Technologie nochmal eine Chance zu geben, die sie nicht braucht. Diesen Weg sollte man imho eher nicht einschlagen.

      @Bynaus
      Du hast meine Frage noch nicht beantwortet, wie der Strom von Solarsatelliten auf die Erde gelangen soll.

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        Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
        Angesichts dessen, dass CO2 sicher in der Luft landet, ein "weit verseuchtes Gebiet" aber eine enorm kleine Wahrscheinlichkeit hat (wie viele "weit verseuchten Gebiete" sind denn in den letzten 50 Jahren Atomkraftnutzung in Deutschland entstanden?), ist es sicher vernünftiger, die Risiken für ein "weit verseuchtes Gebiet" zu minimieren, statt weiterhin CO2 in die Luft zu pumpen.

        Zuviel CO2 ist eine reale Gefahr. Wir sind dabei, langfristig die Polkappen des Planeten aufzutauen und den Meeresspiegel um viele Meter anzuheben. Wenn wir sie langfristig erhalten wollen, muss die CO2-Konzentration zurück auf 350 ppm, dh, rund 50 ppm unter dem heutigen Wert. Aber egal, wir machen einfach weiter! Hauptsache, ich muss heute keine Angst mehr vor hypothetischen Horrorszenarien haben. Kurzfristiges Denken ist geil!
        Die Antwort kennst du ganz genau. Minimale "Verschmutzung" bei BiblisA durch einen Beinahe SuperGAU.

        Aber anderst, Frag mal die Ukraine wie sie sich derzeit fühlt?`Oder die ehemaligen Anwohner von Prypjat?

        Oder frag mal ganz einfach die Anwohner in der nähe der Asse 2 oder von Gorleben?

        Oder, ganz neues Beispiel, die Anwohner von Miagi? Das sind ebenfalls langfristige Probleme. Leukämie, Schilddrüsenkrebs und dazu noch unbewohnbare Landstriche.

        Und wenn du oben genau, so gaaaanz genau gelesen hättest. Ich favorisiere zwar Kohle VOR den AKWs, aber es gibt sooooo viele hübsche grüne Alternative, die ohne CO² und Uran, bzw Plutonium auskommen.

        Aber darüber hast du bisher kein Wort verloren hm?


        .
        EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

        Jolly schrieb nach 2 Minuten und 16 Sekunden:

        Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
        Was CCS angeht, so sehe ich das sehr skeptisch! Wie Bynaus schon schrieb, ist das letztlich genau dieselbe Problematik wie beim Atommüll: Man muss es für menschliche Begriffe de facto unendlich lange einlagern. Vielleicht kann man in einigen hundert Jahren, wenn sich die Erde vom akuten "Klimaschock" erholt hat, damit beginnen, das eingelagerte CO2 langsam und kontrolliert abzugeben um einem unfallbedingten, plötzlichen Entweichen vorzubeugen oder man entwickelt eine praktikable Möglichkeit, es wieder in Sauerstoff umzuwandeln, aber letztlich ist das doch auch nur ein seidener Faden, an den sich einige hilflos klammern, um einer sterbenden Technologie nochmal eine Chance zu geben, die sie nicht braucht. Diesen Weg sollte man imho eher nicht einschlagen.

        @Bynaus
        Du hast meine Frage noch nicht beantwortet, wie der Strom von Solarsatelliten auf die Erde gelangen soll.



        Das kann ich dir beantworten, durch Microwellenstrahlung ist das theoretisch schon machbar, in der Praxis hapert es allerdings an den Solarzellen, die einfach noch nicht wirtschaftlich genug sind, und an den Kosten.
        Zuletzt geändert von Jolly; 14.03.2011, 22:21. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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          Lustig finde ich ja dieses Hin und Her von Merkel.Erst : Ja wir wollen fast alle Atomkraftwerke zehn Jahre länger laufen und auf einmal will Merkel ganz mit der SPD Kooperativ sein.
          Was ja aber das beste ist: Heute in der Sondersendung bei ZDF hat ein Sprecher Merkel als "Zickzack Kanzlerin" oder so ähnlich bezeichnet.Das fand ich schon wirklich lustig.

          Ich Persönlich sah die Atomenergie vor dem Vorfall in Japan als Neutral doch seit dem würde ich Demonstrieren gehen wenn bei mir in der nähe AKW Brunsbüttel wieder ans Netz geht.Aber soweit ich das gehört habe soll der Meiler nicht mehr ran.

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            Sei Froh, unser Biblis ist schon seit Ewigkeiten dran, ein Störfall nach dem anderen aber keine Sau interessierts. Ist ja sicher der alte Schrottmeiler...

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              Zitat von FabianAusElsen Beitrag anzeigen
              Genau meine Rede! Lieber 50% Mehr CO2-Ausstoß als einen Atomunfall! Und als Übergangslösung reicht das wohl auch. Aber man muss ja nicht alle Meiler vom Netz nehmen, nur die unsicheren!
              Jean Stiletto, was ist besser? CO2 in der Luft oder ein weit verseuchtes Gebiet, z.B. nach einem Flugzeugabsturz?!
              Du hättest lieber 50% mehr CO2-Ausstoß als EINEN Atomunfall?

              Ich glaube Dir ist nicht ganz klar was ein Anstieg von gigantischen 50% (!!!) bewirken würde. Zum Vergleich: Der erste Schritt des Kyoto-Protokolls verpflichtet dazu, dass die Industriestaaten im Schnitt für die Jahre 2008-2012 ihre Emissionen von sechs Treibhausgasen um etwa 5% im Vergleich zum Stand von 1990 reduzieren. Dies ist der umstrittene Wert den man festgelegt hat um das 2 Grad-Ziel zu erreichen.

              Bei einem Anstieg von über 3° Celcius geht man vom Kollaps ganzer Ökosysteme aus, MILLIARDEN Menschen werden verhungern da Dürreperioden oder Überschwemmungen die Ernten vernichten. Daraus resultieren wiederum Kriege und Flüchtlingsströme.

              Was Du mit Deinen lapidar genannten "50% mehr CO2-Ausstoß" auslösen würdest, geht weit darüber hinaus.

              Der Himalaya-Gletscher würde verschwinden und damit die Trinkwasserversorgung von 2 Milliarden Menschen. Für uns in Deutschland wären die gigantischen Flüchtlingsströme das größte Problem. In Deutschland wurde 1993 aufgrund von einigen hundertausend Flüchtlingen das Grundgesetz geändert.

              Was meinst Du wohl was passiert wäre wenn es nicht um einige hundertausend sondern einige hundert Millionen Flüchtlinge ginge? Das wäre das Ende unseres demokratischen Staats wie wir in kennen.

              Kurz und knapp lässt sich sagen dass das was Du hier vorschlägst das Ende für unsere komplette Zivilisation darstellen würde.

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                Ach Volker, ich habe kein Problem mit dem Ende der Zivilisation...

                Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine "Scheiße siehst du heute scheiße aus, was hast du denn?" "Ach mann, mir gehts echt übel, ich hab Homo Sapiens" tätschelt der eine den anderen auf den Buckel "Ach mein Freund, das hatte ich auch, aber keine Sorge, das geht vorbei"

                Es ist Fabians Meinung Volker, ich sagte schon, Kohle ist für mich wichtiger als Atom, aber noch wichtiger ist für mich eine Grüne Alternative, und davon habe ich EINIGE aufgezählt.

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                  Also das Problem bei erneuerbaren Energien ist so wie ich es verstanden habe das Problem, dass ihr ausbau ziehmlich lange dauert. Das ist also erklärtes langzeit Ziel aber das dauert halt länger, als kraftwerke zu bauen. Es sei denn man würde entlich mal Solarkraftwerke in die Sahara stellen das wäre vergleichsweise kurzfristik möglich glaub ich nur macht das irgendwie keiner und auch das dauert und bis dahin brauchen wir nen übergang. Und mehr co_2 in die Atmosphere darf nicht wir haben ja genug probleme damit dass wir jetz noch viel zu viel ausstoßen und den Ausstoß nicht runter kriegen also was tun? Und dann sind da noch die 60iger Jahre Meiler und die müssen auch noch irgendwie weg...

                  Kommentar


                    Durch die Generation IV Konzepte könnte man eigentlich alle Probleme lösen. Flüssigsalzreaktoren benötigen keine Brennstäbe, das was überbleibt ist wenig, leicht einzulagern und nach rund 300 Jahren ungefährlich (ein sehr geringer Zeitraum im Vergleich zu z.B. Plutonium), Höchsttemperaturreaktoren können gar keine Kernschmelze erleiden, und wenn man sich auf die Suche nach dem Endlager begibt, ja dann gäbe es natürlich auch noch das Konzept des Laufwellenreaktors, den man mit Atomabfällen betreiben kann.

                    Kurzum: Ich bin gegen Atomenergie, wie sie momentan produziert wird: Jahrzehntealte, unsichere Reaktoren, überholte Konzepte, lasche Sicherheitsbestimmungen, Lobbyarbeit. Werden jedoch intelligente Konzepte eingesetzt, bin ich der Erste, der für eine Pro-Atom-Demo auf die Straße geht. Außerdem ist Atomenergie zu verstaatlichen, da man mit so etwas einen Batzen Geld verdienen kann und so die Lobbyarbeit einer effektiven, hochsicheren Nutzung im Wege steht.

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                      Nun, Uriel, das ist eine Alternative mit der ich leben könnte, wenn ich auch ehrlich bin das ich eine völlig Atomfreie Zukunft lieber hätte.

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                        Eine atomfreie Zukunft? Du weißt aber schon, dass du auch aus Atomen bestehst, oder?

                        Ne, jetzt mal im Ernst: Hochsichere Atomkraftwerke sind DIE Alternative, auf die die Welt wartet. Irgendwann in 50 ode mehr Jahren werden Wasser-, Wind- und Sonnenkraftwerke effektiv genug sein, um den Strombedarf zu decken. Aber bis dahin müssen wir uns entweder mit der fossilen Peitsche quälen, oder wir befassen uns ernsthaft mit der Atomenergie.

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                          Oder wir nehmen mal richtig Geld in die Hand, ohne uns von Lobbyisten ausbremsen zu lassen um mal wirklich alternativen zu erforschen.

                          Denn der größte Klotz am Bein ist und bleibt das Lobbyistentum... leider.

                          Und jaaaaa ich weiß das ich aus Atomen bestehe, sogar aus Sternenstaub, den Beginn unseres Sonnensystems

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                            @SF-Junky: Ja, Mikrowellen. Sorry.

                            @Jolly: Tschernobyl ist die einzige grosse Katastrophe ziviler Atomtechnologie geblieben, und auch diese Katastrophe war weit von all den Anti-Atom-Schauermärchen entfernt, die man sich so erzählt. Tschernobyl war sicherheitstechnisch eine Katastrophe, die Handhabung des Reaktors vor der Katastrophe fahrlässig. Tausende von Menschen sind an Schilddrüsenkrebs gestorben, einige tausend mehr möglicherweise an weiteren Krebssorten.

                            Am Russ aus Kohlekraftwerken sterben jährlich hunderttausende von Menschen weltweit. Kohlekraftwerke sind die grösse Quelle von atmosphärisch freigesetztem Uran überhaupt (nicht, dass das in diesen Mengen gesundheitlich bedenklich wäre - die Strahlung, die davon ausgeht, ist etwa gleich gross wie jene, die direkt von allen Atomkraftwerken ausgeht).

                            Zitat von Jolly
                            Aber darüber hast du bisher kein Wort verloren hm?
                            Doch, aber wenn du meine Beiträge nicht liest, kann ich auch nichts dafür.

                            Zitat von Jolly
                            Ach Volker, ich habe kein Problem mit dem Ende der Zivilisation...
                            Ach, und solchen Leuten sollen wir abkaufen, dass sie sich ernsthaft für eine nachhaltige Energienutzung interessieren? Wir sollten doch lieber gleich alle aussterben, auf das die Erde wieder das wunderbare, unberührte Paradies werden könne, das sie einmal war... Sorry, aber mit solchem Misanthropismus kann ich gar nichts anfangen.

                            Zitat von Jean Stiletto
                            Also das Problem bei erneuerbaren Energien ist so wie ich es verstanden habe das Problem, dass ihr ausbau ziehmlich lange dauert.
                            Ganz genau. Wir können die AKW morgen abschalten, aber wir können sie morgen nicht durch erneuerbare Energien ersetzen. Diese sind dezentral und nutzen diffuse Energie, und damit braucht ihr Ausbau vor allem viel Zeit. Wenn wir in der Zwischenzeit weiterhin Duschen, Kaffeemaschinen und Leuchtreklamen betreiben wollen (neben all den anderen Annehmlichkeiten der Zivilisation), brauchen wir eine saubere Energiequelle. Und da gibts eben kurzfristig nichts anderes als die Atomenergie. Wer keine alten Meiler will, soll sich halt für neue stark machen.

                            @uriel_ventris: Sehe ich auch so. Nur schade dass die Entwicklung dieser Reaktoren von der Politik verschlampt wurde (wobei: sagen wir, die Wahlausgänge haben dies so diktiert). Wären die Reaktoren heute einsatzbereit, müssten wir für die Übergangszeit zu den Erneuerbaren nicht nochmals Reaktoren der letzten Generation bauen.
                            Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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                              Die AKWs in Deutschland müssen so schnell wie möglich runter vom Netz.

                              Btw.: Was ist denn das für ein Quatschargument, dass andere europ. Länder auch AKWs nutzen? Das ist doch deren Problem...
                              When I feed the poor, they call me a saint.
                              When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


                              ~ Hélder Câmara

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                                Ach Byranus, ich bin nur einer von Milliarden Parasiten die den Planeten vernichten, warum sollte ich mir da Angst machen um die Zivilistation, wenn es so gloreiche Beispiele wie dich gibt, die die konventionelle Lobbyisten gesteuerte Kernkraft so hoch halten und so feiern?

                                Ich brauch mir da gar keine Gedanken machen, in den nächsten zwei bis dreihundert Jahren sterben wir durch GEdankengut wie deines ohne Probleme aus. Da hab ich ein reines Gewissen. Ich trenn mein Müll ich spare Energie, ich ordere es von Grünen Anbietern so ganz ohne Atom und warte darauf das Leute wie du uns ausrottest.

                                Also einen schönen Abend noch, hab morgen Frühdienst, ich bleib noch nen paar Minuten auf, aber ich verschwende sie nimmer mit deiner Polemik, Nächtle aber auch

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